Fig. 647.
Fig. 647.
8.Bltn einzeln in den Achseln oft purpurn gefärbter Deckblätt., in kurzen Ähren, die zu Doldenrispen zusammengestellt sind; Kelch 5zähnig od. schief gespalten
Oríganum256
— Bltn in mehrblütigen Scheinquirlen
9
9.Kelch 2lippig mit 3zähniger Oberlippe (Fig.648a); Bltnquirle allseitswendig
Thymian,Thymus256
Fig. 648.
Fig. 648.
— Kelch regelmäßig 5zähnig (Fig.648b); Bltnquirle einseitswendig
Hyssópus257
Fig. 649.
Fig. 649.
10.(7.) Oberlippe der Blkr. flach od. nur wenig gewölbt, zuweilen zurückgebogen (Fig.649)
22
— Oberlippe der Blkr. löffelf. ausgehöhlt od. helmartig nach vorn gewölbt (Fig.651)
11
Fig. 650.
Fig. 650.
11.Kelch 2lippig, mit ungeteilten Lippen, die obere auf dem Rücken mit einer hohlen Schuppe (Fig.650); Bltn einzeln, blattachselst., violett od. rötlich; Frkelch geschlossen
Scutellária260
— Kelch 2lippig, mit gezähnten Lippen od. regelmäßig 5zähnig
12
12.Unterlippe der Blkr. mit einem großen, 2lappigen Zipfel und 2 kleinen, zahnf. (oft fehl.) Seitenzipfeln (verkümmerte Seitenlappen!) (Fig.651)
Taubnessel,Lámium257
Fig. 651.
Fig. 651.
— Unterlippe der Blkr. mit einem Mittellappen und 2 deutlichen, meist stumpfen Seitenlappen (Fig.654)
13
13.Kelch mit 5 gleichen od. fast gleichen Zähnen (Fig.648b)
17
— Kelch deutlich 2lippig (Fig.648a)
14
Fig. 652.
Fig. 652.
14.Bltn in endst., walzigen Köpfchen, mit sehr breiten, rundl.-herzf. Deckblätt. (Fig.652); Frkelch geschlossen
Brunélla260
— Bltn nicht in walzenf. Köpfchen; Deckblätt. nicht breit-herzf.
15
15.Blätt. entweder ganzrandig oder nebst den obersten Deckblätt. tief gesägt, mit langen, haarspitzigen Zähnen (Fig.661).
Dracocéphalum257
— Blätt. gekerbt od. gesägt, mit kurzen, nicht borstenf. Zähnen; Bltn in den Achseln gewöhnlicher Laubblätt.; Pfl. mit Zitronengeruch
16
16.Kelch weit glockig, aufgeblasen, mit 4–5 breiten, stumpfen Zipfeln (Fig.653); Bltn groß, über 2 cm l., rot od. weiß, zu 1–2 blattachselst. Seltene Waldpfl.
Melíttis257
Fig. 653.
Fig. 653.
— Kelch nicht aufgeblasen, mit 5 spitzen Zähnen; Bltn einseitswendig, zu 3–5 blattachselst., weiß. Gartenpfl.
Melíssa257
17.(13.) Unterlippe der Blkr. am Grunde mit 2 hohlen, kegelf. Höckern (Fig.654)
Galeópsis258
Fig. 654.
Fig. 654.
— Unterlippe der Blkr. ohne hohle Höcker
18
18.Bltn rot, rötlich oder weiß
20
— Bltn gelb
19
19.Zipfel der Unterlippe der Blkr. spitz; Bltn goldgelb, groß; Blätt. herzf.
Goldnessel,Galeóbdolon258
— Zipfel der Unterlippe der Blkr. stumpf und breit; Bltn hellgelb, kleiner als bei vor.; Blätt. in den Blattstiel verschmälert
Stachys259
Fig. 655.
Fig. 655.
20.Bltn klein (ca. 1 cm lang), rötlich; Teilfrüchtchen 3kant., oben platt (Fig.655a); untere Blätt. zuweilen handf. geteilt
Leonúrus260
— Bltn größer; Teilfrüchtchen oben abgerundet (Fig.655b); Blätt. immer ungeteilt
21
Fig. 656.
Fig. 656.
21.Stbblätt. nach dem Verblühen gedreht und nach außen gebogen; Kelchröhre glockig, 5- od. 10nervig (Fig.656)
Stachys259
— Stbblätt. nach dem Verblühen gerade; Kelch trichterf., mit 10 hervortretenden Nerven (Fig.657)
Ballóta260
Fig. 657.
Fig. 657.
22.(10.) Blätt. gesägt, gezähnt oder gekerbt
25
— Blätt. vollständig ganzrandig
23
23.Stbblätt. und Griffel in der Blkrröhre eingeschlossen, kürzer als diese; Bltn blau; Deckblätt. lang zugespitzt
Lavándula254
— Stbblätt. (wenigstens die längeren) und Griffel aus der Blkrröhre, aber nicht über die Oberlippe hervorragend; Bltn purpurrot, lila oder weiß
24
24.Kelch deutlich 2lippig; Bltn in kopfförmig gehäuften Quirlen, purpurrot oder hellrot, selten weiß
Thymus256
— Kelch fast regelmäßig 5zähnig; Quirle wenigblütig, entfernt; Bltn bläulichweiß, im Schlunde rotpunktiert
Saturéja256
25.(22.) Stbblätt. und Griffel kürzer als die Blkrröhre, von dieser eingeschlossen; Oberlippe 2spaltig (Fig.649b); Bltn weiß; Pfl. weißfilzig
Marrúbium260
— Stbblätt. und Griffel mindestens so lang als die Blkrröhre
26
26.Oberlippe der Blkr. 4spaltig; Unterlippe ungeteilt; Stbblätt. herabgebogen, der Unterlippe anliegend
Ócimum253
— Oberlippe der Blkr. 2spaltig, ausgerandet oder ungeteilt
27
27.Kelch deutlich 2lippig oder undeutlich 2lippig und dann weit aufgeblasen (Fig.653)
30
— Kelch mit 5 gleichen oder fast gleichen Zähnen
28
28.Unterlippe der Blkr. hohl, muschelf., gekerbt (Fig.649a); Bltn weiß oder rötlich
Népeta257
— Unterlippe der Blkr. anders gestaltet
29
29.Blätt. nierenf. (Fig.658); Bltn violett, zu wenigen in den Achseln von Laubblätt.; Stengel niederliegend; Bltnstengel aufsteigend
Gundermann,Glechóma257
— Blätt. eif.-lanzettl.; Bltn purpurrot, in endst., dichten Scheinähren und einigen tieferstehenden Quirlen; Stengel aufrecht
Stachys259
30.(27.) Mittellappen der Unterlippe größer als die beid. seitl.; Oberlippe etwas gewölbt; Kelch glockig od. weit aufgeblasen
16
— Lappen der Unterlippe etwa gleich groß; Oberlippe flach; Kelch walzlich
Calamíntha256
Fig. 658.
Fig. 658.
Bltn weiß od. rötlichweiß. Als Gewürzpfl. gebaut
O. basílicumL.
Bltn in unterbrochenen Scheinähren, blau. 7. Häufig in Gärten und zuweilen daraus verw.
L. spicaL.
Angebaut und verw. 7. 8.
E. patríniGarcke
1.Kelch ungleich 5zähnig, fast 2lippig, innen behaart, sein Schlund zur Frzeit durch einen Haarring geschlossen; Bltn rötlich-lila; Stengel liegend oder aufsteigend. 7. 8.
Polei-M.,M. pulégiumL.
— Kelch fast regelmäßig 5zähnig, im Schlunde unbehaart
2
2.Bltnquirle alle voneinander entfernt oder oberwärts kopfig zusammengedrängt,wenigstens die unt. in den Achseln gewöhnlich. Laubblätt.(Fig.659)
6
Fig. 659.
Fig. 659.
— Bltnquirle einander genähert,alle in den Achseln kleiner Deckblättch.und deshalb scheinbar eine verlängerte Ähre bildend (Fig.660)
3
Fig. 660.
Fig. 660.
3.Blätt. deutlich gestielt; Scheinähren dick, am Grunde meist unterbrochen; Kelch meist behaart; Stengel rückwärts steifhaarig. 7–9. Gräben, Ufer, selten
M. aquatica×silvestris=M. nepetoídesLejeune
— Blätt. sitzend od. die unt. sehr kurz gestielt
4
4.Blätt. rundl.-eif., nicht 2mal länger als breit, unten weißfilzig; Kelchzähne lanzettl.; Scheinähren dünn; Bltn helllila, fast weiß. 7–10. Gräben, sehr zerstr. (Thüringen, Rheingegend usw.)
Rundblättrige M.,M. rotundifóliaL.
— Blätt. eif. bis längl.-lanzettl.; Kelchzähne pfriemlich
5
5.Pfl. mit ober- und unterirdischen Ausläufern; Blätt. eif. oder längl.-eif.; Scheinähren dick und dicht. 7–9. Ufer, Gräben, zerstr.(M. rotundifolia×silvestris)
Hain-M.,M. nemorósaWilld.
— Pfl. mit unterirdischen Ausläufern; Blätt. längl. bis lanzettl., beiderseits od. nur unterseits weißfilzig, zuweilen kahl oder zerstr. behaart(víridisL.)od. kahl und kraus, eingeschnitten(crispátaSchrader); Frkelch oberwärts eingeschnürt; Scheinähren meist unterbrochen; Blkr. blaß rötlichlila. 7. 8. Gräben, Ufer, Wegränder, Gebüsche, zerstr.
Roß-M.,M. silvéstrisL.
6.Bltnquirle am Ende des Stengels kopfig zusammengedrängt, meist ein endst. Köpfchen und darunter noch 1–2 entfernte Quirle; Kelchzähne lanzettl.-pfrieml., viel länger als breit; Kelchröhre gefurcht; Blätt. eif. bis eif.-länglich, kahl od. behaart; Bltn rötlichlila. 7–10. Gräben, Sümpfe, Ufergebüsch, gemein
Wasser-M.,M. aquática L.
— Bltnquirle voneinander entfernt; die obersten Blätterpaare in ihren Achseln ohne Bltn
7
7.Kelch nur oberwärts behaart, am Grunde kahl, seine Zähne 3eckig, lanzettl.; Blkrröhre innen kahl; unt. Blätt. kurz gestielt, die oberen sitzend, unterseits oft drüsig. 7–9. Gräben, Ufer, sehr zerstr.
Edel-M.,M. gentílisL.
— Kelch meist behaart; Blkrröhre innen behaart; Blätt. alle gestielt
8
8.Kelchröhre glockig, nicht od. kaum gefurcht; Kelchzähne 3eckig, etwa so lang als breit; Bltn lila. 7–10. Feuchte Äcker, Gräben, häufig
Acker-M.,M. arvénsisL.
— Kelchröhre zylindrisch, gefurcht; Kelchzähne lanzettl., zugespitzt, länger als breit; Bltn lila. 7–10. Ufergebüsch, Gräben, nicht selten.(M. aquatica×arvensis)
Quirlige M.,M. verticillátaL.
M. piperítaL., Pfefferminze, mit deutlich gestielten Blätt. und dichtstehenden, zu langen Scheinähren vereinigten Bltnquirlen. Die zuweilen krausen Blätt. (Krauseminze) haben einen pfefferart. Geschmack.
Blätt. grob gezähnt, am Grunde oft fiederspaltig; Bltn weiß, rot punkt. 7. 8. Feuchte Orte, gemein.
Ufer-W.,L. europǣusL.
Blätt. alle tief fiederspalt.; Bltn kleiner als bei vor. 7. 8. Feuchte Gebüsche, Gräben, Ufer, sehr selten
Hoher W.,L. exaltátusL. fil.
1.Stengel unterwärts holzig; Blätt. lanzettlich, am Grunde verschmälert, jung weißfilzig; Bltnquirle 4–10blütig; Oberlippe der violetten Blkr. gerade; Deckblätt. hinfällig. 6. 7. Stark riechende Gartenpfl.
Echte S.,S. officinálisL.
— Stengel krautig; Blätt. am Grunde herzf. od. doch abgerundet
2
2.Blkr. hellgelb, braunrot punktiert; Kelch mit kaum gezähnter Oberlippe; Blätt. 3eckig-eif., eben; Pfl. besonders oberwärts drüsig-zottig. 6. 7. Bergwälder, Abhänge, nur in Schlesien und Süddeutschland
Klebrige S.,S. glutinósaL.
— Blkr. nicht gelb
3
3.Bltnquirle 15–30blütig, fast kugelig; Blätt. herzf.-3eckig; Blattstiel oberwärts meist mit 2 Öhrchen; Blkr. klein, kornblumenblau, ihre Röhre mit Haarring. 7. 8. Weg- und Waldränder, Hügel, sehr zerstr.
Quirl-S.,S. verticillátaL.
— Bltnquirle höchstens 10blütig; Blkrröhre ohne Haarring
4
4.Kelchzähne lang dornig begrannt
6
— Kelchzähne stachelspitzig, aber nicht begrannt, die 3 oberen zusammenneigend
5
5.Deckblätt. purpurn, so lang als der Kelch, zuletzt wagerecht abstehend; Blätt. unterseits nebst dem Stengel und den Kelchen grau-weichhaarig, drüsenlos; Bltn violett oder rosa. 7–9. Triften, Hügel, zerstr.
Wald-S.,S. silvéstrisL.
— Deckbl. grün, die oberen kürzer als der Kelch, zuletzt zurückgeschlagen; Pfl. oberwärts drüsig-klebrig; Bltn dunkelblau; Blätt. herzeif. 5–7. Wie vor.
Wiesen-S.,S. praténsisL.
6.Blätt. besonders jung weißwollig; Deckblätt. krautig, grünlich oder gefärbt, höchstens so lang als der Kelch; Bltn weiß. 6. 7. Am Meißner in Hessen.
Ungarische S.,S. aethíopisL.
— Blätt. etwas filzig; Stengel oberwärts drüsig behaart; Deckblätt. häutig, stets farbig, viel länger als der Kelch; Bltn bläulichweiß. 6. 7. Zuweilen aus Gärten verw.
Muskat-S.,S. scláreaL.
Kelch 5zähnig; Blätt. eif., fast kahl; Deckblätt. meist braunrot, spitzlich. 7–9. Hügel, Gebüsche.
Echter D.,O. vulgáreL.
Kelch ungezähnt, schief gespalten; Blätt. graufilzig, stumpf; Deckblätt. grün, vorn abgerundet. 7–10. Als Gewürzpfl. gebaut
Majoran,O. majoránaL.
1.Blätt. am Rande stark eingerollt, in den Achseln mit Blätterbüscheln (verkürzten Zweigen); Stengel aufrecht oder aufsteigend, stark verästelt, ganz holzig; Bltn hellrot. 7. 8. In Gärten gebaut
Garten-Th.,Th. vulgárisL.
— Blätt. flach oder wenig eingerollt; Stengel niederliegend oder aufstrebend, am Grunde holzig
2
2.Stengel deutlich 4kantig, mit behaarten Kanten; Blätt. elliptisch, eif. oder rundlich, plötzlich in den Blattstiel verschmälert, beiderseits rauhhaarig(lanuginósusSchkuhr)oder fast kahl(citriodórusSchreber). 7–10. Trockene Stellen, gemein
Gamander-Th.,Th. chamædrysFries
— Stengel rund oder undeutlich kantig, ringsum behaart; Blätt. linealisch bis längl., klein, 3–4mal länger als breit. 7–10. Wie vor., seltener
Feld-Th.,Th. serpýllumL.
In Gärten, zuweilen auf Schutt verw. 7–9.
S. horténsisL.
1.Bltnquirle am Grunde außer den Blätt., in deren Achseln sie stehen, von vielen pfrieml., langzottigen Deckblättchen umgeben, reichblütig; Kelchschlund nicht durch Haare geschlossen; Blätt. zottig; Bltn purpurn. 7–10. Wälder, häufig(Clinopódium vulgáreL.).
Wirbeldost,C. clinopódiumSpenner
— Bltnquirle nicht oder von sehr kurzen Deckblättchen gestützt; Kelchschlund durch einen Haarkranz geschlossen
2
2.Bltnstiele ein- oder mehrmal gabelspaltig
4
— Bltnstiele ungeteilt, kurz; Quirle bis 6blütig
3
3.Blkr. ca. 1 cm lang, hellviolett; Zähne des Frkelchs zusammenneigend, diesen schließend. 5–10. Wegränder, Triften, trockene Äcker, meist häufig.
Stein-Q.,C. ácinosClairville
— Blkr. ca. 2 cm lang, violett; Zähne des Frkelchs aufrecht abstehend. 5–9. Bayrische Alpen.
Alpen-Q.,C. alpínaLamarck
4.Bltnstiele 3–5blütig; Teilfr. rundl.; Blkr. 15–18 mm lang, purpurrot. 7–10. Wälder, Bergabhänge, besonders im westl. und südl. Gebiet
Wald-Q.,C. officinálisMoench
— Bltnstiele 12–15blütig; Teilfr. längl.; Blkr. kleiner, violett. 7. 8. Donautal bei Regensburg, Dinkelsbühl
Katzenkraut-Q.,C. népetaClairville
Pfl. mit Zitronengeruch. 7. 8. In Gärten.
M. officinálisL.
Blätt. schmal, ganzrandig; Bltn dunkelblau. 7. 8. Gärten
H. officinálisL.
Blätt. unterseits graufilzig, langgestielt; Kelch etwas gekrümmt, mit schiefer Mündung, seine oberen Zähne länger; Teilfr. glatt und kahl; Blkr. weiß oder rötlich, mit rot punktierter Unterlippe. 7–9. Schutt, Dorfstraßen, zerstr.
Echtes K.,N. catáriaL.
Blätt. kahl, kurzgestielt; Kelch gerade, seine Zähne zieml. gleichlang; Teilfr. knotig rauh, an der Spitze behaart; Blkr. blauviolett oder weiß. 6. 7. Hügel, Wegränder, sehr selten
Kahles K.,N. nudaL.
N. grandiflóraM. B., mit größeren, blauen Bltn, walzlichem, gekrümmtem Kelche und kahlen, glatten Teilfr., ist hin und wieder aus Gärten verwildert.
Gebüsche, Hecken, häufig. 3–5.
G. hederáceaL.
15.DracocéphalumL., Drachenkopf. XIV. Blätt. ungeteilt, ganzrandig; Stbbeutel wollig; Bltnquirle ährenf. angeordnet; Bltn violett. 7. 8. Wälder, selten, im östl. und südl. Gebiet
Schwedischer D.,D. ruyschiánaL.
Blätt. und Deckblätt. tief gesägt; Zähne der Deckblätt. lang begrannt (Fig.661); Stbbeutel kahl; Bltn violett oder weiß. 7. 8. Gebaut und verw.
Türkischer D.,D. moldávicaL.
Fig. 661.
Fig. 661.
Bergige Laubwälder, zerstr. in Mittel- und Süddeutschl. 5. 6.
M. melissophýllumL.
1.Blkr. gelblichweiß, groß, ihre Röhre gekrümmt, mit schrägem Haarringe. 4–10. Hecken, Zäune, Wege, gemein
Weiße T.,L. albumL.
— Blkr. purpurn oder rosa, selten reinweiß
2
2.Blkrröhre gekrümmt (Fig.651), mit querem Haarring; Schlundrand mit 1 spitzen Zahn auf jeder Seite; Blätt. zuweilenweiß gefleckt; Bltn ansehnlich (ca. 2 cm lang), purpurn, mit dunkler gefleckter Unterlippe. 3–10. Feuchte Gebüsche, Laubwälder, verbreitet
Gefleckte T.,L. maculátumL.
— Blkrröhre gerade oder fast gerade
3
3.Obere Blätt. stengelumfassend, unt. langgestielt, alle tief gekerbt; Blkrröhre lang und dünn, weit aus dem Kelche hervortretend, ohne Haarring. 3–10. Bebauter Boden, verbreitet
Stengelumfassende T.,L. amplexicāūleL.
— Obere Blätt. gestielt, zuweilen fast sitzend, nicht stengelumfassend
4
4.Blattstiel der obersten Blätt. nicht stark verbreitert; unt. Blätt. rundl., obere eif. od. eif.-3eckig, alle gekerbt; Blkrröhre mit Haarring; Oberlippe über den Schlund geneigt. 3–10. Äcker, Gartenland, häufig
Rote T.,L. purpúreumL.
— Blattstiel der obersten Blätt. stark verbreitert; Oberlippe der Blkr. aufrecht od. wenig übergeneigt
5
5.Obere Blätt. am Grunde gestutzt, eif.-3eckig od. fast rautenf. (Fig.662), gedrängt stehend und meist rötlich überlaufen; Blätt. tief eingeschnitten; Blkrröhre mit oder ohne Haarring. 3–10. Äcker, stellenweise.(L. amplexicaule×purpúreum=L. hýbridumVillars.)
Zerschnittene T.,L. disséctumWithering
Fig. 662.
Fig. 662.
— Obere Blätt. herznierenf. (Fig.663); Kelchzähne nach dem Verblühen abstehend; Blkrröhre ohne Haarring. Dem L. amplexicaule nahestehend, aber durch die kürzere Blkrröhre und das frischere Grün der Blätt. gut unterschieden. 3–10.(L. amplexicaule×purpureum.)
Mittlere T.,L. intermédiumFries
Fig. 663.
Fig. 663.
Feuchte Gebüsche und Wälder, Hecken, verbreitet. 5. 6.
G. lúteumHudson
1.Stengel unter den Gelenken deutlich verdickt
3
— Stengel unter den Gelenken nicht od. kaum verdickt, überall mit weichen, rückwärts gerichteten Haaren
2
2.Blkr. groß (bis 3 cm l.), gelblichweiß; Oberlippe eingeschnitten gezähnelt; Blätt. eif. od. (an den Ästen) eif.-lanzettl. 7–10. Sandige Äcker, fast nur im westl. Gebiet
Sand-H.,G. ochrolēūcaLamarck
— Blkr. kleiner, purpurrot; Oberlippe kaum gezähnelt; Blätt. lanzettl. od. längl.-lanzettl., jederseits mit 4–8 Zähnen, zuweilen linealisch-lanzettl., jederseits mit 1–4 seichten Zähnen(G. angustifóliaEhrhart). 7–10. Unter der Saat, meist häufig, die Varietät nur im mittl. und südl. Gebiet
Acker-H.,G. ládanumL.
3.Stengel überall mit weichen, angedrückten Haaren, die unter den Knoten zuweilen mit steiferen, abstehenden untermischt sind; Blkr. lebhaft purpurn, mit weißer, oben bräunlicher Röhre, die die Kelchzähne weit überragt. 6–9. Äcker, lichte Waldstellen, Dorfstraßen, besonders im östl. und südl. Gebiet
Weicher H.,G. pubéscensKerner
— Stengel besonders unter den Knoten mit steifen, abstehenden Haaren, die selten mit vereinzelten weicheren untermischt sind, sonst meist ziemlich kahl (wenigstens unten)
4
4.Blkrröhre doppelt so lang als der Kelch; Blkr. hellgelb, mit violett, weiß und dunkelgelb gefleckter Unterlippe, 3–4 cm lang. 6–10. Äcker, Schutt, Wälder, zerstr., besonders in Norddeutschl.(G. versícolorCurtis)
Bunter H.,G. speciósaMiller
— Blkrröhre höchstens so lang als der Kelch; Blkr. bis 15 mm lang, rötl. oder weiß, mit oft gelb gefleckter Unterlippe. 6–10. Wegränder, Zäune, Gebüsch, häufig.(Ändert ab: Mittelzipfel der Blkrunterlippe länger als breit, ausgerandet od. 2spalt., später am Rande umgerollt =G. bífidaBoenninghausen. So an schatt. Orten)
Gemeiner H.,G. tétrahitL.
1.Bltn gelb oder gelblichweiß
7
— Bltn rot
2
2.Blkrröhre ohne Haarring; Bltn in dichten Scheinähren, mit einigen entfernter stehenden Quirlen; Blkr. außen behaart; Blätt. grob gekerbt, entfernt. 6–8. Wälder, Wiesen, häufig(Betónica officinálisL.)
Betonie,St. betónicaBentham
— Blkrröhre innen mit Haarring
3
3.Bltnquirle höchstens 10blütig
5
— Bltnquirle 10- bis vielblütig
4
4.Ganze Pfl. dicht glänzend wollig-filzig; Kelch drüsenlos; Kelchzähne zugespitzt. 7–9. Sonnige Hügel, Wegränder, gern auf Kalk, sehr zerstr.
Woll-Z.,St. germánicaL.
— Stengel rauhhaarig, oberwärts drüsig; Blätt. schwach graufilzig; Kelch drüsig; Kelchzähne weiß bespitzt. 7. 8. Gebirgswälder, zerstr.
Alpen-Z.,St. alpínaL.
5.Blkr. kaum länger als der Kelch; Bltnquirle meist 6blütig; Blätt. rundl.-eif., gestielt, obere schmäler, sitzend. 6–9. Äcker, sehr zerstr., stellenweise häufig
Acker-Z.,St. arvénsisL.
— Blkr. doppelt so lang als der Kelch. H. 30–120 cm
6
6.Blätt. sehr breit, tief herzf., alle gestielt; Bltn dunkelpurpurn, meist zu 6. H. 60–120 cm. 6–8. Laubwälder, Hecken, häufig
Wald-Z.,St. silváticaL.
— Blätt. schmal, schwach herzf., unt. kurzgestielt, ob. sitzend; Bltn heller als an vor. H. bis 60 cm. 6–8. Ufer, feuchte Äcker, häufig
Sumpf-Z.,St. palústrisL.
7.Kelchzähne mit fast bis zur Spitze behaarter Stachelspitze; Bltnquirle 4–6blütig, oberwärts genähert; Blätt. gestielt, meist kahl. H. 15–30 cm. 7–10. Äcker, Weinberge, kalkliebend, zerstr.
Sommer-Z.,St. ánnuaL.
— Kelchzähne mit kahler Stachelspitze; Bltnquirle 6–10blütig, etwas entfernt; Blätt. kurzhaarig, unt. kurzgestielt, obere sitzend. H. 30–60 cm. 6–10. Sonnige Hügel, zerstr.
Berg-Z.,St. rectaL.
Bastard:St. palustris×silvatica=S. ambíguaSmith.
Kelchzähne 10, von der Mitte an kahl, an der Spitze hakig zurückgerollt; Blätt. rundl.-eif., filzig, runzlig. 7. 8. Wege, Zäune, Dorfstraßen, sehr zerstr.
Mauer-A.,M. vulgáreL.
Kelchzähne 5, bis zur Spitze filzig, aufrecht; Blätt. elliptisch-lanzettl., in den Blattstiel verschmälert, dicht weißfilzig. 7. 8. Nur auf dem Gottesacker in Halle a. S., in Böhmen
Kretischer A.,M. créticumMiller
Bltn bläulichrot; Blätt. eif., gekerbt. Pfl. widerlich riechend. 6–8. Schutt, Zäune, Wege, häufig
B. nigraL.
Untere Blätt. handf. 5spalt., obere 3lappig, am Grunde keilf.; Stbblätt. weit aus der Blkrröhre hervorragend. 7. 8. Schutt, Zäune, meist häufig
Echtes H.,L. cardíacaL.
Untere Blätt. eif., obere lanzettl., alle unterseits graufilzig; Stbblätt. wenig aus der Blkr. hervorragend. 7. 8. Wie vor., sehr zerstr., besonders in der Nähe der Hauptflüsse(Chaitúrus marr. Rchb.)
Filziges H.,L. marrubiástrumL.
1.Blätt. entfernt gekerbt; Blkr. blauviolett, selten weiß, ihre Röhre bogenf. gekrümmt; Kelch kahl od. drüsenlos kurzhaarig. 7–9. Feuchte Stellen, nicht selten
Kappen-H.,Sc. galericulátaL.
— Blätt. ganzrand., nur am Grunde mit 1–2 Zähnen
2
2.Kelch drüsig behaart; Blkr. ansehnlich, blauviolett, ihre Röhre gebogen. 7. 8. Wie vor., selten
Lanzen-H.,Sc. hastifóliaL.
— Kelch drüsenlos behaart; Blkr. 8 mm l., rötlich, ihre Röhre gerade. 7–9. Sumpfwiesen, Moorboden, sehr zerstr., im Osten und Nordosten fehlend
Kleines H.,Sc. minorL.
1.Bltn gelblichweiß; längere Stbfäden an der Spitze mit gebogenem, pfrieml. Zahn; Blätt. oft fiederspalt. 5–10. Kalkhügel, gebirgige Orte in Mittel- und Süddeutschland.
Weiße B.,B. albaPallas
— Bltn blauviolett od. rötl., sehr selten weiß
2
2.Blkr. 3–4mal so lang als der Kelch, über 15 mm l.; Kelchoberlippe mit zugespitzten Zähnen; längere Stbfäden an derSpitze nur mit kurzem Fortsatz (Fig.664). 5–10. Trockene Hügel, zerstr., im Nordwest. fehlend
Große B.,B. grandiflóraL.