Chapter 31

Fig. 664.

Fig. 664.

— Blkr. höchstens doppelt so lang als der Kelch, 7–15 mm lang; Kelchoberlippe mit gestutzten, stachelspitzigen Zähnen; längere Stbfäden mit geradem, dornf. Zahn (Fig.665). 5–10. Wiesen, Grasplätze, häufig

Kleine B.,B. vulgárisL.

Fig. 665.

Fig. 665.

1.Bltn gelb, einzeln, blattachselst.; Blätt. 3spalt., mit linealischen Zipfeln. 5–9. Äcker, Hügel, kalkliebend. Im mittl. und südl. Gebiet

Gelber G.,A. chamǣpitysSchreber

— Bltn rötlich od. bläulich, seltener weiß, in mehrblütig. Scheinquirlen

2

2.Pfl. mit Ausläufern und langgestielten, zur Blütezeit noch vorhandenen grundst. Blätt.; oberste Deckblätt. kürzer als die Bltn. 5. 6. Wiesen, Laubwälder, häufig

Kriechender G.,A. reptansL.

— Pfl. ohne Ausläufer

3

3.Oberste Deckblätt. 2mal so lang als die Bltn; grundst. Blätt. in einen kurzen, breiten Stiel verschmälert, gehäuft; Bltn hellblau. Pfl. kurzhaarig. 5. 6. Waldstellen, zerstr.

Pyramiden-G.,A. pyramidálisL.

— Oberste Deckblätt. kaum so lang als die Bltn, die unt. 3lappig; grundst. Blätt. zur Blütezeit meist nicht mehr vorhanden. Pfl. zottig behaart. 5–7. Hügel, Triften, meist häufig

Zottiger G.,A. genevénsisL.

1.Blätt. fast doppelt fiederspalt.; Stengel drüsig zottig; Bltn rötlich; Kelch am Grunde höckerig. 7. 8. Kalkberge in Mittel- und Süddeutschl.

Trauben-G.,T. botrysL.

— Blätt. gezähnt, gekerbt od. ganzrand.

2

2.Kelch 2lippig, mit ungeteilter Ober- und 4zähniger Unterlippe; Bltn einzeln, blattachselst., in end- od. seitenständ. Ähren, grünlichgelb; Blätt. runzlig, gekerbt. 6. Hecken, Waldränder, im westl. Gebiet häufig, im östl. nur eingeschleppt

Wald-G.,T. scorodóniaL.

— Kelch fast regelmäßig 5zähnig

3

3.Blätt. ganzrand., unterseits filzig; Bltn hellgelb, ein endst. Köpfchen bildend. 6–9. Kalkhügel, selt.

Berg-G.,T. montánumL.

— Blätt. gekerbt od. gesägt; Bltn rötl., selten weiß

4

4.Blätt. gestielt, in den Blattstiel keilf. verschmälert; Bltnquirle meist 6blütig; Bltn purpurn. 7–9. Wie vor., zerstr.

Echter G.,T. chamǣdrysL.

— Blätt. sitzend, grob gekerbt; Bltnquirle meist 4blütig; Bltn hellpurpurn, schwach nach Knoblauch duftend. 7–9. Gräben, Wiesen, Gebüsche, verbreitet

Lauch-G.,T. scórdiumL.

1.Pfl. mit grünen Blätt.

3

— Pfl. ohne grüne Blätt.

2

Fig. 666.

Fig. 666.

2.Bltn in einseitswend., nickend. Trauben; Oberlippe nicht ausgerandet; unterirdischer Stengel mit fleischigen Schuppen besetzt. Pfl. rötlich. 3. 4.

Lathrǣa275

— Bltn in allseitswend., aufrechten Ähren; Oberlippe ausgerandet. 5–7

Orobánche275

3.Stbblätt. 5, alle oder z. T. weiß oder violett wollig; Blkr. 5zipfl., die 2 oberen Zipfel kleiner (Fig.666)

Verbáscum263

— Stbblätt. 2 od. 4 (2 lange und 2 kurze), nicht wollig

4

4.Blätt. grund- od. wechselst.

16

— Blätt. gegenst. od. quirlig

5

5.Stbblätt. 2 (zuweilen 4 Stbfäd., aber nur 2 mit Stbbeuteln)

15

— Stbblätt. 4, alle Fäden mit Stbbeuteln

6

6.Kelch 4zähnig od. 4spaltig (bei Tozzia zuweilen 5teilig)

11

— Kelch 5zähnig od. 5spaltig

7

7.Blkr. am Grunde gespornt (Fig.668) od. mit einem sackart. Höcker (Fig.669); Eingang zur Röhre durch die vorgewölbte Unterlippe verschlossen

10

— Blkr. am Grunde ohne Sporn u. Höcker; Eingang zur Röhre offen

8

8.Blätt. völlig ganzrand.; Stengel liegend od. aufsteigend, nebst den Blätt. ganz kahl; Blkr. 2lippig; Bltn weißlich-rosa

Lindérnia266

— Blätt. gesägt od. gekerbt, seltener gefied.

9

9.Kelch röhrig, 5kantig, mit kurzen Zähnen; Bltn groß, goldgelb, oft rot gefleckt. Zuweilen verwild. Zierpfl.

Mímulus266

— Kelch tief 5spaltig; Blkr. bauchig od. fast kugelig, ihre Unterlippe mit zurückgeschlagenem Mittellappen (Fig.667); Bltn niemals goldgelb, mitunter grünlichgelb

Scrophulária264

Fig. 667.

Fig. 667.

10.(7.) Blkr. mit einem längeren, spitzen Sporn (Fig.668); Eingang zur Blkrröhre durch die vorgewölbte Unterlippe ganz od. fast ganz verschlossen

Linária265

Fig. 668.

Fig. 668.

— Blkr. am Grunde mit einem sackf. Höcker (Fig.669)

Antirrhínum266

Fig. 669.

Fig. 669.

11.(6.) Kelch aufgeblasen, platt (Fig.670); Oberlippe der Blkr. helmf., zusammengedrückt, mit 2 Zähnen an der Spitze, gelb

Alectorólophus272

— Kelch röhrig oder glockig, nicht aufgeblasen

12

Fig. 670.

Fig. 670.

12.Laubblätt. ganzrand., meist lanzettl. bis linealisch, die oft gefärbten Deckblätt. der Bltn zuweilen gezähnt

Melampýrum271

— Laubblätt. gezähnt od. gesägt

13

13.Blkr. fast regelmäßig 5zipfl., gelb, mit blutrot punktierter Unterlippe; Blätt. breit eif. H. 10 bis 30 cm

Tózzia271

— Blkr. 2lippig (Fig.671–672)

14

14.Blkr. dunkelviolett, keulenf. (Fig.671), rauhhaarig

Bártschia273

Fig. 671.

Fig. 671.

— Blkr. rötl., bläulich, weißl. od. gelb, nicht keulenf. (Fig.672)

Euphrásia273

15.(5.) Blkr. 2lippig, mit 4kantiger, gelbl. Röhre u. weißen od. rötlich. Lippen; Kelch 5teilig, am Grunde mit 2 Deckblättchen.

Gratíola266

— Blkr. meist radf., mit 4, etwas ungleichen Zipfeln (Fig.673); Kelch meist 4teilig, ohne Deckblättchen; Kapsel herzf. ausgerandet (Fig.682–684)

Verónica267

16.(4.) Blätt. grundst., langgestielt, länger als die Bltnstiele. Kleines Schlammkraut (Fig.117)

Limosélla267

— Stengel auch höher beblätt.

17

17.Stbblätt. 2

Verónica267

— Stbblätt. 4

18

18.Alle Blätt. fiedert. od. nur die mittl. 5–7teilig

21

— Alle Blätt. ungeteilt

19

19.Blkr. am Grunde gespornt od. mit einer sackf. Erweiterung

10

— Blkr. ohne Höcker und Sporn

20

20.Blkr. röhrenf., bauchig, mit schiefem Saum, abwärts geneigt.

Fingerhut,Digitális267

— Blkr. 2lippig; Oberlippe an den Rändern meist zurückgeschlagen (Fig.672)

Euphrásia273

Fig. 672.

Fig. 672.

21.(18.) Blätt. alle fiedert.; Blkr. 2lippig; Oberlippe helmf., zusammengedrückt

Pediculáris272

— Nur die mittl. Blätt. 5–7teilig; Blkr. mit schiefem Saum, am Grunde mit einem nach vorn gerichteten Höcker. Sehr selten

Anarrhínum266

Fig. 673.

Fig. 673.

1.Bltn dunkelviolett, einzeln in den Blattachseln, langgestielt. 5. 6. Trockene Wiesen, Waldränder, im östlichen Gebiete

Violette K.,V. phoeníceumL.

— Bltn gelb, seltner weiß

2

2.Stbfäden weißwollig; Bltn zu 2–5büschelig gehäuft

4

— Stbfäden rotwollig

3

3.Blätt. kahl; Bltn einzeln in den Achseln der Deckblättch.; Blkr. hellgelb, am Schlunde violett. 6. 7. Gräben, Ufer; zerstr.

Schabenkraut,V. blattáriaL.

— Blätt. unterseits dicht behaart; Bltn zu 2–5 in den Blattachseln gebüschelt; Stengel oben kantig. 6–9. Wege, Gebüsch, meist häufig

Schwarze K.,V. nigrumL.

4.Alle Stbfäden dicht wollig; Blätt. nicht od. wenig am Stengel herablaufend

7

— Die beiden unteren Stbfäden kahl od. dünnhaarig

5

5.Blkr. 1½-2 cm br., trichterf. vertieft; die 2 längeren Stbfäden 3–4mal so lang als ihre kurz herablaufend. Beutel; Narbe kopfig; Blätt. bis zum nächstuntern Blatt herablaufend. 7–9. Sonnige, steinige Orte, zerstr.

Echte K.,V. thapsusL.

— Blkr. 3–5 cm breit, flach; die 2 längeren Stbfäden 1½-2mal so lang als ihre weit herablaufenden Beutel

6

6.Narbe kopfig; mittl. und ob. Blätt. völlig bis zum nächstuntern Blatt herablaufend. 7–9. Hügel, sonnige Plätze, nicht selten

Große K.,V. thapsifórmeSchrader

— Narbe keulenf.; Blätt. nicht bis zum nächstuntern Blatt herablaufend. 7–9. Wüste Plätze, Hügel, zerstr.

Filz-K.,V. phlomoídesL.

7.Längere Stbfäden an der Spitze kahl; Blätt. unterseits dicht gelblich filzig. 7. 8. Angeblich am Mittelrhein und an der Mosel

Berg-K.,V. montánumSchrader

— Längere Stbfäden bis zum Stbbeutel wollig

8

8.Blätt. unterseits mit dichtem, weißem, abkratzbarem Filz, der sich später in Flocken ablöst, oberseits grauflaumig; Blkr. 14–20 mm br.; Bltnstielchen kürzer als der Kelch. 7. 8. Sonnige Orte der Rheingegend

Flockige K.,V. pulveruléntumVillars

— Blätt. unterseits wie mit Mehl bestäubt, oberseits fast kahl; Blkr. 10–14 mm br., zuw. weiß; Bltnstielchen etwas länger als der Kelch; Stengel und Äste oberwärts scharfkantig. 6–8. Wegränder, steinige Flußufer, Raine, verbreitet

Mehlige K.,V. lychnítesL.

Die Gattung ist sehr reich an Bastarden.

1.Bltn grünlichgelb, in blattachselst. Trugdolden; Stbblätt. zuletzt aus der Blkr. hervorragend; Pfl. drüsig zottig. 4. 5. Feuchte Orte. Süddeutschl. und selten am Rhein, zuweilen verw.

Frühlings-B.,S. vernálisL.

— Bltn bräunlich

2

2.Blätt. fiedert. bis doppelt fiedert., kahl; Blkr. klein, violett, Zipfel weißrandig; Kelchzipfel breit häutig berandet. 6. 7. Flußufer, selten (Mittel- und Oberrhein, Elsaß, Baden)

Hunds-B.,S. canínaL.

— Blätt. ungeteilt

3

3.Stengel und Blattstiele zottig; Blätt. weichhaarig; Bltnstand dichtdrüsig; Blkr. braungrün; Stengel scharf 4kantig. 6–8. Nur in Schlesien in trockenen Wäldern und Gebüschen

Behaarte B.,S. scopóliiHoppe

— Pfl. kahl, nur der Bltnstand meist drüsig behaart

4

4.Stengel scharf 4kantig, ungeflügelt; Kelchzipfel schmal häutig berandet; Blkr. grünbraun, seltener gelbgrün. 6–9. Gebüsche, Gräben, Ufer, häufig.

Knotige B.,S. nodósaL.

— Stengel und Blattstiele breit geflügelt; Kelchzipfel mit breitem, häutigem Rande

5

5.Blätt. herzf. längl., stumpfgekerbt; Ansatz des 5. Stbfadens rundl.-nierenf., kaum ausgerandet; Blkr. purpurbraun, nur am Grunde grün. 6–9. Sumpfige Orte in der Rheingegend und in Süddeutschl.

Wasser-B.,S. aquáticaL.

— Blätt. längl.-eif., scharf gesägt, am Grunde verschmälert od. abgestutzt; Ansatz des 5. Staubfadens verkehrt-herzf., 2lappig; Blkr. grünlich-rotbraun.(Ändert ab: Unt. Blätt. stumpf, gekerbt; Ansatz des 5. Staubfadens 3mal so lang als breit = var.neésiiWirtgen)7–9. Gräben, Bäche, verbreitet.(S. aquáticaAut.,S. alátaGilibert,S. ehrhártiSteven)

Schatten-B.,S. umbrósaDumortier

1.Blätt. ungestielt od. in den Blattstiel verschmälert

4

— Blätt. mit einem Stiel, der von der Blattfläche deutlich abgesetzt ist; Stengel liegend, dünn; Bltn langgestielt

2

2.Blattstiel länger als die 5–7lappigen (Fig.198), kahlen Blätt.; Blkr. hellviolett, am Gaumen mit 2 gelben Flecken. 6–8. Felsen, altes Gemäuer, zerstr.

Efeublättriges L.,L. cymbaláriaL.

— Blattstiel kürzer als die Blattfläche; Blkr. gelb, mit innen violetter Oberlippe

3

3.Bltnstiele kahl; Blätt. spieß- od. pfeilf. 7–9. Äcker, stellenweise verbreitet, in Norddeutschland selten od. (Ostpreußen) ganz fehlend

Spieß-L.,L. elatíneMiller

— Bltnstiele langhaarig; Blätt. am Grunde abgerundet. 7–9. Äcker, zerstr., in der norddeutschen Tiefebene fehlend

Unechtes L.,L. spúriaMiller

4.Bltn gelb, oft mit orangefarbenem Gaumen

9

— Bltn bläulich od. violett (od. doch blau od. violett gestreift)

5

5.Eingang zur Blkrröhre durch die gaumenart. Ausstülpung der Unterlippe nicht ganz verschlossen; Blkr. hellviolett, am Schlunde gelbl.; Bltnstiele mindestens 3mal so lang als der Kelch. 6–8. Äcker, Schutt, Mauern, zerstr.

Kleines L.,L. minorL.

— Eingang zur Blkrröhre durch den Gaumen ganz verschlossen

6

6.Blkr. mit Sporn 4–7 mm lang, hellblau; Oberlippe aufrecht; Bltnstiele viel kürzer als der Kelch; Samen glatt, breit, geflügelt. 7–9. Kartoffel- und Getreideäcker, verbreitet, im nordwestdeutschen Flachlande meist fehlend

Acker-L.,L. arvénsisL.

— Blkr. mit Sporn 8–20 mm lang; Oberlippe zurückgeschlagen; Bltnstiele so lang od. länger als der Kelch

7

7.Blätt. meist alle zu 3–4quirlig; Stengel wenigstens am Grunde liegend; Blkr. blauviolett, am Gaumen orange; Samen flach,geflügelt. 7. 8. Mit den Alpenflüssen in die Täler herabsteigend

Alpen-L.,L. alpínaMiller

— Höchstens die unt. Blätt. quirlst.; Stengel aufrecht

8

8.Bltnstiele drüsig, 2mal so lang als der Kelch; Blkr. hell blauviolett; Samen 3kantig, querrunzlig. 6. 7. Gartenpfl. zuw. verwildert

Zweiteiliges L.;L. bipartitaWilld.

— Bltnstiele kahl, etwa so lang als der Kelch; Blkr. bläulich, violett gestreift; Samen 3kantig, punktiert. 7. 8. Einheimisch wohl nur in Elsaß-Lothringen, sonst stellenweise eingeschleppt

Gestreiftes L.,L. striátaDC.

9.Blkr. ohne Sporn 15–22 mm lang, schwefelgelb, mit orangegelbem Gaumen; Bltntraube dicht; Samen flach, breit geflügelt. 6 bis 10. Sandboden, gemein

Frauenflachs,L. vulgárisMiller

— Blkr. ohne Sporn 6–10 mm lang; Blätt. bereift

10

10.Blätt. eif. bis längl.-lanzettl., am Grunde abgerundet, die größeren meist nicht unter 1 cm breit; Blkr. zitronengelb, am Gaumen dunkler, ohne Sporn 6–8 mm lang; Kapsel etwa so lang als der Kelch; Samen flügellos, 3kantig. 6–9. Sonnige Stellen. Nur in Schlesien, bisweilen verschleppt

Ginsterblättriges L.,L. genistifóliaMiller

— Blätt. lineal bis linealisch-lanzettl., schmäler als bei vor. Art; Blkr. schwefelgelb, ohne Sporn 8–10 mm lang; Kapsel fast doppelt so lang als der Kelch; Sporn etwas rötl.; Samen flach, geflügelt. 7. 8. Sandige Orte der Ostsee, von Pommern an ostwärts

Dünen-L.,L. odóraChavannes

Blkr. 2–3 cm lang, viel länger als die Deckblättch., verschiedenfarbig; Kelchblätt. viel kürzer als Blkr. und Kapsel. 6–9. In Gärten und daraus verw.

Garten-L.,A. majusL.

Blkr. 8–10 mm lang, kürzer als die Deckblättch., rosa; Kelchblätt. länger als Blkr. und Kapsel. 7–9. Lehmäcker, verbreitet, stellenweise (Ost- und Westpreußen) nur eingeschleppt oder (Ostfriesland) fehlend

Feld-L.,A. oróntiumL.

Blkr. klein, violett. 7. 8. Sonnige Abhänge an der Mosel und Saar (Trier)

A. bellidifóliumDesfontaines

Blätt. sitzend, klein gesägt; Bltn einzeln, blattachselst. 6–8. Feuchte Orte, zerstr., stellenweise selten od. fehlend.

G. officinálisL.

An Flußufern zuweilen verw. 6–10

M. lúteusL.

Flußufer, Teichränder, selten und unbeständig im Südwesten. 7–9.

L. pyxidáriaL.

Bltn klein, rötlich. 6–10. Schlammige Stellen, zerstr.

L. aquáticaL.

1.Blkr. purpurrot (selten weiß), innen gefleckt, außen kahl. 6–8. Bergwälder, zerstr., auch in Gärten.

Roter F.,D. purpúreaL.

— Blkr. hellgelb

2

2.Pfl. oberwärts drüsig-weichhaarig; Blätt. weichhaarig; Blkr. 3–4½ cm lang. 6. 7. Bergwälder, Gebüsche, zerstr.

Blasser F.,D. ambíguaMurray

— Pfl. oberwärts nebst den Blätt. kahl; Blkr. ca. 2 cm lang. 6. 7. Steinige Hügel, Bergwälder, in Mittel- und Süddeutschl.

Gelber F.,D. lúteaL.

Zwischen den 3 Arten kommen Bastarde vor.

Fig. 674.

Fig. 674.

1.Bltn in end- od. blattachselst. Trauben; Deckblättch. d. einzelnen Bltn sehr klein, von den Laubblätt. durchaus verschied., u. deshalb d. Traube stets scharf abgegrenzt (Fig.674–675)

17

Fig. 675.

Fig. 675.

— Bltn einzeln in den Achseln gewöhnlicher Laubblätt. od. in lockeren Trauben, die aber nicht scharf abgegrenzt sind, da die unt. Deckblätt. vollständig d. Laubblätt. gleichen u. nach oben hin allmählich kleiner u. einfacher werden (Fig.676–677)

2

Fig. 676.

Fig. 676.

2.Die die Bltn stützenden Blätt. sämtlich gleichgestaltet (die oberen wenig kleiner), stets gezähnt (Fig.676); Stengel nebst den verlängerten Ästen wenigstens am Grunde niederlieg.

13

— Die obersten Deckblättchen von den übrigen Blätt. verschieden (kleiner und einfacher) und daher der Bltnstand traubig (Fig.677); Stengel meist aufrecht

3

3.Mittl. Blätt. fingerf. geteilt od. tief fiedersp.

11

— Blätt. alle ungeteilt, entweder ganzrand., gezähnt oder gekerbt

4

Fig. 677.

Fig. 677.

4.Traube verlängert

7

— Traube wenigstens zur Blütezeit kurz, armblütig (Fig.678–679). Ausdauernde Gebirgspfl. mit meist einfachem Stengel

5

Fig. 678.

Fig. 678.

5.Unt. Blätt. dicht rosettig, größer als die entfernt stehenden übrigen, alle stumpflich verkehrt-eif. (Fig.679); Blkr. schmutzig blau. 6. 7. Schneekoppe und im Kessel des Mährischen Gesenkes

Gänseblümchen-E.,V. bellidioídesL.

Fig. 679.

Fig. 679.

— Untere Blätt. nicht rosettig, kleiner als die übrigen (Fig.678)

6

Fig. 680.

Fig. 680.

6.Stengel am Grunde holz.; Blkr. 10–14 mm br., blau, mit rotem Ring; Traube von gekräuselten Haaren flaumig; Griffel fast so lang als die kaum ausgerandete Kapsel. 7. 8. Schwarzwald, Vogesen

Felsen-E.,V. saxátilisJacquin

— Stengel ganz krautig; Blkr. 5–7 mm br., blau; Traube abstehend behaart; Griffel höchstens so lang als die Kapsel. 7. 8. Riesengebirge

Alpen-E.,V. alpínaL.

7.(5.) Bltnstiele kürzer als der Kelch (höchstens halb so lang)

10

— Bltnstiele so lang od. länger als der Kelch

8

8.Kapsel 2spaltig, breiter als lang (Fig.680); Bltnstiele abstehend, 2mal so lang als der Kelch; Blkr. blau. 4. 5. Äcker, sehr selten (Wetterau, Oberelsaß, Baden, Pfalz)

Thymianblättriger E.,V. acinifóliaL.

— Kapsel nicht 2spalt.; Bltnstiele höchstens etwas länger als der Kelch

9

Fig. 681.

Fig. 681.

9.Blkr. weißlich, bläulich gestreift; Kapsel mit seichter abgerundeter Ausrandung (Fig.682); Blätt. ganzr. od. schwach gekerbt. Pfl. ausdauernd. 5–9. Sandplätze, Triften, Wiesen, gemein

Quendelblättriger E.,V. serpyllifóliaL.

— Blkr. dunkelblau; Kapsel seicht ausgerandet, länger als breit; Samen auf der einen Seite ausgehöhlt; Blätt. eingeschnitten gesägt (Fig.681). 4. 5. Äcker, verbreitet, im norddeutschen Tieflande meist fehlend

Früher E.,V. praecoxAllioni

Fig. 682.

Fig. 682.

10.Blätt. keilf. in den Blattstiel verlaufend, ganzrand. od. gezähnelt; Kapsel mit seichter, abgerundeter Ausrandung, kahl (Fig.683). Pfl. kahl od. oberwärts drüsig; Blkr. blau u. weiß. 4–6. Bebaute Orte, Flußufer, zuweilen verschleppt.

Fremder E.,V. peregrínaL.

Fig. 683.

Fig. 683.

— Blätt. herzeif., gekerbt; Kapsel tief spitzwinkl. ausgerand., gewimpert (Fig.684). Pfl. abstehend behaart. 4–10. Äcker, Triften, gemein

Feld-E.,V. arvénsisL.

Fig. 684.

Fig. 684.

11.(3.) Bltnstiele länger als der Kelch, mittlere und obere Blätt. fingerf. 3–5teil.; Kapsel rundl.; Samen vertieft, beckenf.; Blkr. dunkelblau. 3. 4. Äcker, meist gemein

Finger-E.,V. triphýllosL.

— Bltnstiele kürzer als der Kelch; mittlere Blätt. fiederteilig; Samen nicht vertieft

12

12.Blkr. 2–3 mm br., blau; Griffel die Ausrandung d. Kapsel kaum überragend; Kapselfäch. 6–8samig. H. 5–10 cm. Sandfelder, im nordwestl. Gebiete fehlend.

Frühlings-E.,V. vernaL.

— Blkr. 4–5 mm breit; Griffel die Ausrandung der Kapsel weit überragend; Kapselfächer 9–13samig; Blätt. etwas fleischig, trübgrün. H. bis 30 cm. Pfl. beim Trocknen leicht schwarz werdend. 4. 5. Im mittl., östl. und nordöstl. Gebiet nicht selten, aber oft mit vor. verwechselt.

Dicklicher E.,V. dilléniiCrantz

13.(2.) Blätt. rundl. 3–7lappig, efeuähnlich (Fig.685); Kelchzipf. breit herzf., ihre Ränder später nach außen gebogen; Kapsel kugelig, fast 4lapp., kahl; Frstiele aufrecht; Bltn klein, hellblau. 3–5. Äcker, Schutt, gemein

Efeublättriger E.,V. hederifólia L.

— Blätt. gekerbt-gesägt (Fig.676); Kelchzipfel nicht herzf.; Frstiele zurückgekrümmt

14

14.Frstiele bedeutend länger als die Blätt.; Kapsel doppelt so breit als lang, stumpf ausgerandet; Blkr. himmelblau, 8–10 mm breit. 4. 5. und 7–10. Äcker, Gartenland, stellenweise.(V. buxbaumiiTenore).

Tourneforts E.,V. tournefórtiiGmelin

— Frstiele höchstens etwas länger als das Blatt; Bltn 4–8 mm breit

15

15.Kelchzipfel breit, spitzlich, je 2 an der Fr. sich mit den Rändern deckend; Kapsel am Rande nicht gekielt, gedunsen, viel breiter als lang, ihre Fächer 4–14samig; Blätt. rundl.-eif., hellgrün, glänzend; Blkr. dunkelblau. 4. 5. u. 8–10. Äcker, Gartenland, stellenweise häufig.

Glänzender E.,V. polítaFries

— Kelchzipfel schmal, an der Fr. sich nicht mit den Rändern deckend; Kapsel am Rande gekielt, mit 2–7samig. Fäch.

16

16.Kapsel wenig breiter als lang, spitzwinklig ausgerandet, abstehend behaart; Kelchzipfel längl.-eif., stumpf; Blätt. hellgrün, glänzend, spärlich behaart; Blkr. bläulichweiß, dunkler geadert. 4. 5. u. 8–10. Äcker, zerstr.

Acker-E.,V. agréstisL.

— Kapsel fast doppelt so breit als lang, tief rechtwinklig ausgerandet, mit gekräuselten Haaren; Kelchzipfel fast elliptisch; Blätt. trübgrün, glanzlos, weichhaarig; Blkr. dunkelblau. 4. 5. u. 7–10. Äcker, zieml. selten.

Glanzloser E.,V. opácaFries

17.(1.) Bltntrauben seitenst. (Fig.674)

20

— Bltntrauben endst., daneben oft einige seitenst. (Fig.675)

18

18.Bltnstiele länger als das Deckblättch., kahl; Trauben ziemlich locker; Blätt. einfach od. fast doppelt gesägt, längl.-lanzettl.; Blkr. blau. 7. 8. Bergwälder, sehr selten (Harz, Thüringen, Halle)

Unechter E.,V. spúriaL.


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