Fig. 685.
Fig. 685.
— Bltnstiele kürzer als das Deckblättch., kurz behaart; Trauben sehr gedrungen (Fig.675); Blkr. himmelblau
19
19.Blätt. gesägt-gekerbt, an der Spitze ganzrand., längl.-eif. bis lanzettl.; Blkrröhre länger als ihr Querdurchmesser; Kapsel stumpf; seitenst. Bltntrauben selten.(Ändert mit verschmälerten, meist zusammengedrehten Blkrzipfeln ab =var. orchídeaCrantz.)6–8. Sonnige Hügel, Wegränder, zerstr.
Ähriger E.,V. spicátaL.
— Blätt. bis zur Spitze scharf gesägt, längl. bis lineal-lanzettl.; Kaps. ausgerandet; seitenst. Bltntrauben meist vorhanden. 7. 8. Ufer, feuchte Wies., zerstr.
Langblättriger E.,V. longifóliaL.
20.(17.) Kelch 4teilig
23
— Kelch 5teilig, der eine Zipfel kleiner
21
21.Kapsel schwach ausgerandet (Fig.686); nichtblühende Stengel liegend, blühende aufstrebend; Blätt. kurzgestielt, lineal.-lanzettl.; Blkr. hellblau. 5. 6. Trockene Wiesen, Hügel, Wegränder, zerstr., stellenweise fehlend
Gestreckter E.,V. prostrátaL.
Fig. 686.
Fig. 686.
— Kapsel spitzwinklig-ausgerandet (Fig.687); Stengel alle aufrecht oder am Grunde aufsteigend
22
Fig. 687.
Fig. 687.
22.Blätt. kurzgestielt, schmal lanzettl., entfernt gesägt, die obersten zuweilen ganzrand. 6. 7. Sonnige Hügel im östl. Deutschl.
Österreichischer E.,V. austríacaL.
— Blätt. sitzend (wenigstens die oberen), eif. bis lanzettl., eingeschnitten gesägt. 6. 7. Sonnige Hügel, zerstr.(V. latifóliaAut.)
Breitblättriger E.,V. teucriumL.
23.(20.) Pfl. kahl (zuweilen der Stengel und Bltnstand drüsenhaarig). Ufer und Sumpfpfl.
27
— Pfl. behaart. Grasplätze, Triften, Wälder
24
24.Stengel mit 2 Längsreihen von Haaren; Blätt. eif., sitzend od. kurz gestielt; Kapsel kürzer als der Kelch; Blkr. lebhaft blau, dunkler geadert. 5. 6. Wiesen, Wälder, gemein
Gamander-E.,V. chamǣdrysL.
— Stengel ringsum gleichmäßig behaart
25
25.Blattstiel mindestens 1 cm lang; Blätt. rundl.-eif.; Stengel am Grunde kriechend, schlaff; Traube armblütig; Kapsel oben und unten ausgerandet; Blkr. bläulich weiß, dunkler gestreift. 5–7. Laubwälder, zerstr.
Berg-E.,V. montánaL.
— Blätt. sitzend od. kurzgestielt
26
26.Stengel aufrecht; Blätt. sitzend, herzeif., scharfgesägt, die oberen lang zugespitzt; Kapsel fast kreisrund, ausgerandet; Blkr. hellblau od. rötlich, dunkler geadert. 5–7. Gebirgswälder im südl. Teile des Gebiets
Nesselblättriger E.,V. urticifóliaJacquin
— Stengel kriechend, oben aufgerichtet, rauhhaarig; Blätt. kurzgestielt, verkehrt eif., derb; Traube reichblütig; Kapsel 3eckig, stumpf ausgerandet; Blkr. hellblau, dunkler geadert. 6–8. Trockene Wiesen, Gebüsche, Grasstellen, gemein
Echter E.,V. officinálisL.
27.(23.) Bltntrauben nicht gegenst. (in der Achsel des einen der gegenst. Blätt. keine Traube); Blätt. linealisch-lanzettl. (bis 4 mm br.); Stengel schlaff(bei der var.parmuláriaPoiteau u. Turpin nebst den Bltnstielen drüsig behaart); Kapsel flach; Blkr. weißlich, gestreift. 6–8. Gräben, Teiche, häufig
Schild-E.,V. scutellátaL.
— Bltntrauben gegenst.; Kapsel gedunsen
28
28.Stengel fast stielrund; Blätt. kurzgestielt, rundl. od. längl.-eif.; Blkr. himmelblau. 5–9. Wie vor., meist häufig
Bachbungen-E.,V. beccabúngaL.
— Stengel kantig; mittl. und obere Blätt. sitzend
29
29.Stengel markig; Frstiele wagerecht od. etwas spitzwinklig abstehend; Kapsel kaum ausgerandet, 2–2½ mm lang; Blkr. weiß, bläulich geadert. 6–10. Feuchte Orte im südl. Gebiet.
Blasser E.,V. anagalloídesGussone
— Stengel hohl (bei Landformen auch markig); Bltn. bläulich, dunkler geadert; Bltnstand selten drüsig; Frstiele spitzwinklig abstehend, schlank. 6–10. Gräben, Ufer, nicht selten.
Gauchheil E.,V. anagállisL.
Unterart:aquáticaBernhardi, Bltn. blaß, rötlich, meist kleiner; Bltnstand drüsig od. kahl, wie der Frstand sehr locker; Frstiele wagerecht abstehend, meist derber; Blätt. alle sitzend. 6–10. Wie vor. Gebiet der Unterelbe, Schleswig-Holstein, im nordostdeutschen Flachland, Bayern.
Moosige und quellige Gebirgsabhänge. 7. 8. Auf dem Malinow in Schlesien und an der Barania bei Teschen
T. alpínaL.
1.Ähren einseitswendig, unten meist sehr entferntblütig
3
— Ähren allseitswendig (Bltn rings um den Stengel gestellt); Deckblättch. kamm- od. borstenf. gezähnt
2
2.Deckblättch. herzf., rötl. od. weißl., am Grunde kammart. gezähnt, aufwärts zusammengefaltet; Blkr. gelblich; Ähre kurz; 6–9. Trockene Wälder und Wiesen, im Nordwesten fehlend.
Kamm-W.,M. cristátumL.
— Deckblättch. keil- od. eif., borstenf. gezähnt, purpurn; Blkr. purpurn, am Gaumen gelb. 6–9. Äcker, besonders auf Kalkboden, im Nordwesten fehlend
Acker-W.,M. arvénseL.
3.Kelch wollig-zottig; Deckblätt. herzf., borstenf. gezähnt, die oberen blauviolett, selten rötlich od. weißlich; Blkr. goldgelb, mit rotbrauner Röhre. 6–9. Wälder, Gebüsche, meist häufig, stellenweise fehlend
Hain-W.,M. nemorósumL.
— Kelch kahl; Deckblätt. lanzettl., alle grün, ganzr. od. nur am Grunde mit 1–3 Zähnen
4
4.Blkr. blaßgelb od. weißlich, kaum geöffnet, bis 18 mm lang mit gerader Röhre; Kelchzähne pfriemlich, zurückgekrümmt,kürzer als die halbe Blkr.; Deckblätt. meist jederseits mit 1–3 langen Zähnen. 6–8. Waldwiesen, Gebüsche, häufig
Wiesen-W.,M. praténseL.
— Blkr. goldgelb, weit geöffnet, bis 8 mm lang, mit gekrümmter Röhre; Kelchzähne 3eckig-eif., abstehend, etwa so lang als die Blkrröhre; Deckblätt. ganzrand. od. kurz gezähnt. 7. 8. Wälder in Mittel- und Süddeutschl.
Wald-W.,M. silváticumL.
1.Blkr. rot, selten weiß, ihre Oberlippe fast sichelf.; Kapsel schief-eif.
3
— Blkr. gelb
2
2.Schlund der Blkr. glock. erweitert, durch die zusammenneigenden Lippen geschlossen; Kaps. kugelig. H. 30–100 cm. 6–8. Torfwiesen, selten.
Zepterförmiges L.,P. sceptrum carolínumL.
— Schlund der nicht glockigen Blkr. offen; Blkroberlippe abgerundet, fast gerade, dicht rauhhaarig; Kapsel zusammengedrückt, schief-eif. 7. 8. Hochvogesen
Reichblättriges L.,P. foliósaL.
3.Kelch 2lappig, mit krausen, eingeschnitten gezähnten Lappen; Stengel von der Mitte an Bltn tragend, steif aufrecht, 10 bis 40 cm hoch. 5. 6. Sümpfe, Moorboden, zerstr.
Sumpf-L.,P. palústrisL.
— Kelch 5zähnig od. 5spalt.
4
4.Stengel mit mehreren niedergestreckten Nebenstengeln, fast von unten an Bltn tragend, bis 15 cm hoch; Kelch 5zähnig, mit blattart., gezähnten Zähnen. 5. 6. Wie vor., zerstr.
Wald-L.,P. silváticaL.
— Stengel einfach, aufrecht, 10–20 cm hoch; Kelch bis zur Mitte 5spalt., mit lanzettl., fein gesägten Zipfeln. 6–8. Auf den höchsten Kämmen des Riesengebirges
Sudeten-L.,P. sudéticaWilld.
1.Kelch an seiner Oberfläche drüsig behaart od. von langen Haaren wollig
5
— Kelch ganz kahl od. nur an den Kanten etwas borstig
2
2.Blkr. mit gerader Röhre, 1½ cm lang; Oberlippe mit 2 kurzen, kaum 1 mm langen, meist weißlichen Zähnen; Unterlippe der Oberlippe nicht dicht anliegend und daher der Schlund etwas offen; Deckblätt. grün. 5–7. Wiesen, Wegränder, häufig.
Kleiner K.,A. minorW. u. Grab.
— Blkrröhre deutlich nach aufwärts gekrümmt; Zähne der Oberlippe 2 mm lang, violett
3
3.Deckblätt. am Grunde mit langen, grannenart. Zähnen; Blkr. hellgelb, mit offenem Schlunde, 1½-2 cm lang; Stengel schwarz gestrichelt. 6–9. Wiesen, Abhänge, stellenweise im südl. u. westl. Gebiete.
Grannen-K.,A. angustifóliusHeynhold
— Deckblätt. am Grunde mit fein zugespitzten, aber nicht grannenart. Zähnen
4
4.Blkr. mit schwach nach aufwärts gebogener Röhre, 2 cm lang, hellgelb, ihr Schlund durch die anliegende Unterlippe geschlossen; Deckblätt. bleichgrün; Samen zuw. ungeflügelt (var. ápterus Fr.). 5–7. Wiesen, Grasplätze, häufig
Großer K.,A. majorEhrh.
Bei der Herbstform (s. unten) sind die Blätt. schmäler, die Stengelglieder kürzer und die bogig aufstrebenden Äste überragen oft den Hauptstengel (A. serótinusSchönh.,A. angustifóliusFr.)
— Blkr. mit fast knief. aufwärts gebogener Röhre, 1½ cm lang, hellgelb, mit offenem Schlunde; Deckblättch. tief gezähnt, mit spitzen Zähnen, nebst den Kelchen schwarz gestrichelt. 7–8. Sudeten
Alpen-K.,A. alpínusSterneck
5.Kelch drüsig behaart; Blkr. hellgelb, 2 cm lang, mit schwach gebogener Röhre und geschlossenem Schlunde; Deckblätt. bleichgrün, drüsig. 5–8. Nur bei Jena
Drüsen-K.,A. rumélicusBorbás
— Kelch mit weißen, wolligen, drüsenlosen Haaren; Blkr. hellgelb, 2 cm lang, mit aufwärts gebogener Röhre und meist geschlossenem Schlunde; Stengel langhaarig, nicht schwarz gestrichelt. 5–9. Mittel- und Süddeutschland
Zottiger K.,A. hirsútusAll.
Fast von jeder Art findet sich eine spätblühende Herbstform. Diese unterscheidet sich von der Sommerform durch eine stärkere Verästelung und durch das Vorhandensein von 2 und mehr Blattpaaren zwischen der obersten Verzweigung und dem Bltnstande.
Stengel rauhhaarig; Blätt. eif., sitzend. 6. 7. Quellige Orte. (Riesengebirge, Mährisches Gesenke, Elsaß, Feldberg und bayrische Hochebene)
B. alpínaL.
1.Oberlippe der Blkr. ungeteilt oder kaum ausgerandet, an den Rändern nicht zurückgeschlagen; Unterlippe mit stumpfen oder seicht ausgerandeten Zipfeln(Odontites)
10
— Oberlippe der Blkr. 2lappig, an den Rändern zurückgeschlagen; Unterlippe mit tief ausgerandeten oder 2spalt. Zipfeln
2
2.Blkr. 4–10 mm lang, ihre Röhre auch gegen Ende der Blütezeit den Kelch nicht oder kaum überragend; Blätt. kahl oder behaart
5
— Blkr. 9–11 mm lang, am Ende der Blütezeit sich verlängernd, 10–14 mm lang, ihre Röhre um diese Zeit deutl. den Kelch überragend (Fig.688); Blätt. stets mehr od. weniger behaart
3
3.Deckblätt. und Kelche drüsig behaart; Blkr. weiß, violett gestreift, Unterlippe gelb gefleckt; Blätt. genähert, jederseits mit 3–5 stumpfl. Zähnen; Stengel aufsteigend, unterwärts verzweigt. 7–10. Wiesen, Triften, meist gemein.(E. rostkoviánaHayne)
Wiesen-A.,E. praténsisFries
Eine früh blühende Form (Mai, Juni) hat einen aufrechten, meist einfachen Stengel, entfernte Blätt. und spärlich-drüsig behaarte Deckblätt. und Kelche =E. montanaJordan.
Fig. 688.
Fig. 688.
— Deckblätt. und Kelche nicht drüsig behaart
4
4.Blätt. beiderseits mit 4–7 spitzen, 3eckigen Zähnen (Fig.689); Deckblätt. mit lang zugespitzten Zähnen; Stengel aufrecht od. aufsteigend, im unteren Teile meist reichlich (oft 2–3fach) verzweigt; Blkr. weiß, violett gestreift, am Schlunde gelb gefleckt. 7–10. Nur in Schlesien (Breslau), Pommern (Wolgast) und Südbayern
Kerners A.,E. kernériWettstein
Fig. 689.
Fig. 689.
— Blätt. beiderseits mit 3–5 stumpflichen Zähnen (Fig.690); Deckblätt. mit kurzen, spitzen Zähnen; Stengel aufrecht, einfach od. im unteren Teile mit wenigen, einfachen Ästen; Blkr. bei wie vor. 7–9. Wiesen und Triften der höheren Gebirge
Gefleckter A.,E. pictaWimmer
Fig. 690.
Fig. 690.
5.(2.) Kapsel kahl; Blätt. beiderseits 2–3zähnig, lanzettl., 2–5mal so lang als breit, am Grunde keilf. (Fig.691); Blkr. 6–8 mm lang, weiß, mit blauer Oberlippe oder ganz purpurn oder bläulich. 7–10. Steinige Triften und Gründe der bayr. Hochebene
Salzburger A.,E. salisburgénsisFunk
Fig. 691.
Fig. 691.
— Reife Kapsel behaart oder am Rande borstig; Blätt. beiderseits meist 3–5zähnig, eif. od. länglich-eif., höchstens doppelt so lang als breit, am Grunde nicht od. wenig verschmälert
6
6.Blätt. und Deckblätt. mit haarspitzig begrannten Zähnen (Fig.692); Stengel steif aufrecht, im unteren Teile ästig, drüsenlos; Blätt. grasgrün, kahl, jederseits 3–5zähnig; Kelch kahl oder kurzborstig; Blkr. 9–10 mm lang, blaßblau, violett gestreift, am Schlunde gelb gefleckt. 6–9. Grasplätze, Waldränder, verbreitet
Steifer A.,E. strictaHost
Fig. 692.
Fig. 692.
Ändert ab:suécicaMurbeck u. Wettstein, Stengel nicht od. nur oberw. ästig; Stengelglieder verlängert; Blattzähne weniger spitz. Blüht 5–7. Nur auf Usedom (Zinnowitz);brevipilaBurnat u. Gremli, Kelche und Blätt. mit kurzen Drüsenhaaren. Marienwerder, Zoppot.
— Blätt. und Deckblätt. mit spitzen, aber nicht begrannten Zähnen; Blkr. 4–6 mm lang
7
7.Blätt. kurzborstig (wenigstens am Rande und unterseits auf den Nerven)
9
— Blätt. ganz kahl
8
8.Stengel unterwärts bis zur Mitte ästig, aufrecht, derb; Blätt. jederseits 4–7zähnig, trocken graugrün, glanzlos; Deckblätt. abstehend od. etwas abwärts gebogen; Blkr. 5mm l., weiß, seltener bläulich. 6–9. Wiesen, Triften, verbreitet
Hain-A.,E. nemorósaPersoon
— Stengel einfach oder in der Mitte mit steil aufrechten, fadenf. Ästen, dünn; Blätt. jederseits 3–4zähnig, trocken glänzend, nicht faltig, oft schwärzlich; Deckblätt. aufrecht; Blkr. violett, dunkler gestreift. 6–9. Trockene Heiden, zerstr.
Schlanker A.,E. grácilisFries
9.Reife Kapsel deutlich über die Kelchzipfel hinwegragend; Blätt. beiderseits 1–4zähnig, die unt. mit abgerundeten, stumpfen Zähnen; Blkr. 5–6 mm lang; Unterlippe oder beide Lippen gelb oder weiß oder violett. 7–9. Riesengebirge (kleine Schneegrube) und Alpenwiesen in Bayern
Zwerg-A.,E. mínimaJacquin
Verwandt istE. tatraeWettstein: Pfl. meist kräftiger und derber; Blätt. groß, breit, beiders. 3–5zähnig; obere Blätt. kurz aber deutl. gestielt. Riesengebirge.
— Reife Kapsel den Kelch kaum überragend, meist kürzer; Blätt. spitz, jederseits mit 4–5 spitzen Zähnen; Deckblätt. abstehend od. zurückgebogen; Kelch weißborstig; Blkr. weiß, blaugestreift, selten ganz bläulich; Stengel ästig. 7–10. Stellenweise, besonders östl. der Elbe
Kurzer A.,E. curtaFries
Hierzu als frühblühende Form:E. coerúleaTausch, mit einfachem oder wenig ästigem Stengel, entfernten, stumpfen, grasgrünen Blätt. und meist hell-rötlich-violetter Blkr.
10.(1.) Blkr. goldgelb, bärtig gewimpert, mit kurzer, weiter Röhre; Stbbeutel kahl, frei. 7–9. Sonnige Hügel, zerstr., im östl. Gebiet fehlend.(Odontítes lúteaRchb.)
Gelber A.,E. lúteaL.
— Blkr. rosa, selten weiß; Stbbeutel an der Spitze durch Zotten verbunden
Roter A.,E. serótinaRchb.
3 Unterarten: a)litorálisFr. Stengel einfach, selten oben kurzästig; Stengelglieder gestreckt, länger als die Blätt.; zwischen dem obersten Astpaar und dem endständig. Bltnstande kein Blattpaar; Deckblätt. so lang od. länger als die Bltn; 6. 4. Strandwiesen, auch bei Saarbrücken und in der Rheinprovinz; b)vernaBell., Stengel ästig; Äste kurz, aufrecht; Stengelglieder etwa so lang wie die aus breiterem Grunde verschmälerten Blätt.; zwischen dem obersten Astpaar kein oder höchstens 1 Blattpaar; Deckblätt. länger als die Bltn. 6–8. Äcker; c)serótinaLam.; Stengel reichästig; Äste bogig abstehend; Stengelglieder zahlreich, kürzer als die lanzettl., am Grunde verschmälerten Blätt.; meist 2–3 Blattpaare zwischen dem obersten Astpaare und dem endst. Bltnstande; Deckblätt. kürzer als die Bltn. 8–10. Auf unkultiviertem Boden.
Feuchte Wälder und Gebüsche, stellenweise. 3–5.
L. squamáriaL.
1.Bltn nur mit je einem Deckblatt; Kelch 2teilig, mit ungeteilten oder 2zähnigen Hälften
5
— Jede Blüte mit einem größeren Deckblatt und 2 kleineren, dem Kelche anliegenden Deckblättch. (Vorblätter)
2
2.Stengel nur bei kleinen Pfl. astlos, sonst stets verästelt, dünn; Blkr. 10–12 mm lang, weißlich od. bläulich; Kelch 4zähnig. 7. 8. Auf Hanf, seltener auf Tabak und Nachtschatten
Ästige S.,O. ramósaL.
— Stengel einfach (nur bei sehr üppig. Pfl. ästig); Bltn 20–35 mm lang; Kelch meist 5zähnig, der hint. Zahn sehr klein
3
3.Stbbeutel wollig behaart; Unterlippe mit stumpfen, am Rande oft umgerollten Zipfeln; Kelchzähne 5, pfrieml.; Blkr. hellblauviolett. Auf Artemisia campestris. 7. Sehr zerstr.
Sand-S.,O. arenáriaBorkhausen
— Stbbeutel kahl oder nur am Grunde wenig behaart; Unterlippe der Blkr. mit meist spitzen Zipfeln
4
4.Kelchzähne lanzettlich, der hintere meist verkümmert; Ähre 10–20blütig, locker; Blkr. meist lila, dunkler geadert. Auf Achillea-Arten, zerstr. 6. 7.
Purpurrote S.,O. purpúreaVillars
— Kelchzähne aus breit 3eckigem Grunde lanzettlich, der hintere meist deutlich; Ähre 20–40blüt., dicht; Blkr. dunkelviolett. Auf Artemisia campestris. 7. Nur in Brandenburg
Böhmische S.,O. bohémicaCelakovsky
5.(1.) Blkr. unter der Anheftungsstelle[A] der Stbfäden bauchig erweit., über dem Frkn. stark verengt, bogig-gekrümmt, klein, blau; Ähre kurz u. sehr dicht. Auf Artemisia campestris. 8. Ost- u. Westpreußen, Bayern
Bläuliche S.,O. coeruléscensStephan
— Blkr. unter der Anheftungsstelle der Stbfäden verengt, über derselben (oft bauchig) erweitert od. die Stbfäden am Grunde der Blkr. eingefügt
6
6.Stbfäden mindestens 2 mm über dem Grunde der Blkrröhre eingefügt
10
— Stbfäden am Grunde od. fast am Grunde der Röhre eingefügt
7
7.Stbfäden im unt. Teile kahl; Blkr. bräunlichgelb, 20–25 mm l., vom Grunde bis zur Oberlippe gleichmäßig bogig gekrümmt; Mittelzipfel der Unterlippe doppelt so groß als die seitlichen, alle rundl., schwach gezähnelt. Auf Sarothamnus scoparius. 5. 6. Rheinlande, Westfalen, bis zum Harze
Rüben-S.,O. rapum genístaeThuillier
— Stbfäden im unt. Teile stets behaart
8
8.Rückenlinie (d. i. die Linie, welche auf dem Rücken der Blkr. vom Grunde bis zur Spitze der Oberlippe verläuft) gleichmäßig bogig gekrümmt; Blkr. glockig, über der Anheftungsstelle[36]der Stbfäden stark bauchig, unterwärts gelblich, auf dem Rücken rötlich, innen blutrot, glänzend; Zipfel der Unterlippe rund, meist kurz, ungleichmäßig gezähnt; Kelchzipfel drüsig behaart, mehrnervig. Auf Papilionaceen. 6. 7. Nur im südlichen Gebiet.(O. cruéntaBertoloni)
Schlanke S.,O. grácilisSmith
— Rückenlinie in der Mitte fast gerade, auf der Oberlippe winkelig abschüssig
9
9.Blkr. auf der Oberlippe mit hellen Drüsenhaaren, meist bräunlichrot; Zipfel der Unterlippe fast gleich, am Rande gekerbt-gezähnt, drüsenhaarig; Kelchhälften 2zähnig, vorn oft verwachsen. 6. 7. Auf Galium, zerstr.(O. gáliiDuby)
Nelken-S.,O. caryophylláceaSmith
— Blkr. nach der Oberlippe hin dunkel drüsenhaarig und hier purpurn überlaufen, sonst weißlich; Kelchhälften ungeteilt, selten 2zähnig. Auf Thymus serpyllum. 6. 7. Selten.(O. epíthymumDC.)
Weiße S.,O. albaStephan
10.(6.) Rückenlinie in der Mitte der Blkr. gerade oder etwas konkav, auf der Oberlippe winkelig abschüssig, selten am Ende wieder etwas aufgebogen
14
— Rückenlinie vom Grunde bis zur Spitze der Oberlippe gekrümmt, auf dieser (die zuweilen etwas aufgebogen ist) nicht winkelig gebrochen
11
11.Stengel bis zur Ähre mit breitlanzettl., langen (7–20 mm) anliegend. Schuppen dicht besetzt, oft über 2 cm dick; Ähre dicht und reichblütig, bis 30 cm l.; Blkr. rosa, später bleichgelb; Kelchhälften zweispalt., ihre Zipfel etwas länger als die halbe Blkrröhre. Auf Centaurea-Arten, besonders C. scabiosa. 6. 7. Sehr zerstr.(O. elátiorSutton)
Hohe S.,O. majorL.
— Stengel unten reichlich, nach oben hin spärlicher beschuppt; Blkr. rötlichbraun od. gelblich, nach der Oberlippe hin braunviolett überlaufen
12
12.Blkr. vorn nicht bauchig, rotbraun, ihre Unterlippe mit rundl., dicht drüsig behaarten Zipfeln; Stbfäden oben fast kahl. Auf Berberis vulgaris und Rubus. 6. 7. Alpen und bayrische Hochebene
Hain-S.,O. lucórumA. Br.
— Blkr. vorn am Grunde stark bauchig
13
13.Stbfäden im oberen Teil kahl od. spärlich drüsig; Oberlippe ausgerandet; Unterlippe am Rande meist tief gezähnt; Ähre ziemlich dichtblütig. Auf Peucedanum cervaria und Libanotis. 6. 7. Selten.(O. cerváriaeSuard)
Elsasser S.,O. alsáticaF. Schultz
— Stbfäden im oberen Teil drüsig; Blkr. gelb; Oberlippe 2lappig, Lappen später zurückgeschlagen; Kelchhälften ungeteilt od. sehr ungleich zweizähnig; Ähre bald locker und verlängert. Pfl. wachs- od. hellgelb. Auf Petasites und Tussilago. 7. Schlesien (Sonnenkuppe im Eulengebirge), auf den Isarauen bei München, Alpen
Gelbliche S.,O. flavaMartius
14.(10.) Blkr. über der Mitte etwas eingeschnürt, außen kahl, weißlich od. gelblich, violett überlaufen, 1,3–1,5 cm lang; Stbfäden oben kahl; Narben gelb. Auf Hedera. 7–9. Nur in den Rheinlanden
Efeu-S.,O. héderaeDuby
— Blkr. über der Mitte nicht eingeschnürt, nach dem Schlunde hin erweitert
15
15.Kelchblätt. kürzer als die Blkrröhre, meist 3nervig, derb; Blkr. 2½-3 cm lang, bräunlich, nach dem Grunde heller
21
— Kelchblätt. meist so lang od. länger als die Blkrröhre, gewöhnlich 1nervig, zart; Blkr. weiß od. gelblichweiß, nach dem Saum hin rötlich od. violett überlaufen; Narben rötlich od. bräunlich
16
16.Blkr. 10–18 mm lang; Oberlippe 2lappig, mit vorwärts gerichteten Lappen. H. 10–30 cm. Auf Trifolium-Arten. 6.Selten, besonders in Thüringen und den Rheinlanden
Kleine S.,O. minorSutton
— Blkr. größer
17
17.Blkr. im unt. Drittel plötzlich knief. gebogen und fast wagerecht; Oberlippe tief 2spalt.; Staubfäden oben kahl. Auf Eryngium campestre. 6. 7. Rheingegend
Amethystfarbige S.,O. amethýsteaThuillier
— Blkr. im unt. Drittel nicht knief. gebogen, meist aufrecht abstehend
18
18.Kelchhälften nur bei üppigen Exemplaren 2zähnig, sonst ungeteilt; Oberlippe mit dunklen Drüsenhaaren; Staubfäden im unt. Teile kahl od. wenig behaart
20
— Kelchhälften 2spalt., seltener ungeteilt; Oberlippe mit hellen Drüsenhaaren; Stbfäden unten reichlich behaart
19
19.Stbfäden im oberen Teile drüsig; Kelchhälften oft bis zum Grunde geteilt; Deckblätt. länger als die Blkr. Auf Artemisia campestris. 6. Selten
Gepanzerte S.,O. loricátaRchb.
— Stbfäden im oberen Teil kahl od. fast kahl; Kelchhälften ungeteilt oder bis zur Mitte 2spalt.; Deckblatt so lang als die Blkr. Auf Picris hieracioides. 6. Selten
Bitterich-S.,O. picrídesF. Schultz
20.Blkr. gelblich, auf der Oberlippe etwas violett überlaufen und hier nicht reichlich drüsig; Stbfäden im unt. Teil etwas behaart. Auf Cirsium arvense und Carduus-Arten. 6. 7. Zerstr.
Blaßblütige S.,O. pallidiflóraW. u. G.
— Blkr. nach dem Saume hin lebhaft rot, bläulich gestreift, dicht drüsig (häufig auch innen); Stbfäden im unt. Teil etwas behaart od. kahl. Sonst wie vor.(O. platystígmaRchb.)
Distel-S.,O. reticulátaWallroth
21.(15.) Narbe wachsgelb; Griffel kahl, dunkelgelb; Kelchzähne etwa halb so lang als die Blkr.; Stengelschuppen lanzettl., 2 bis 3 cm lang. Auf Medicago sativa und falcata. 5. 6. Zerstr.(O. rubensWallroth)
Gelbe S.,O. lúteaBaumgarten
— Narbe purpurrot; Kelchzähne kurz; Stengelschuppen fast eif., 1–1½ cm lang. Auf Teucrium-Arten. 5. 6. In der Rheingegend
Gamander-S.,O. tēūcriiHolandre
Blkr. blauviolett, etwa 12 mm lang(selten kleiner =var. gypsóphilaWallroth); Sporn pfrieml., halb so lang als die Blkr. 5. 6. Moorwiesen, zerstr., die Varietät nur an den Gipsbergen des Harzes
Blaues F.,P. vulgárisL.
Blkr. weiß, am Schlunde gelb gefleckt; Sporn kegelf., viel kürzer als die Blkr. 5. 6. Moorwiesen im südl. Gebiet.
Alpen-F.,P. alpínaL.
1.Blattzipfel borstig bewimpert; Sporn mehrmal länger als dick; Eingang zur Blkrröhre durch den gewölbten Gaumen ganz verschlossen
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— Blattzipfel ganzrand., nicht bewimpert; Sporn sehr kurz; Eingang zur Blkrröhre durch den flachen Gaumen nicht ganz verschlossen
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2.Unterlippe der Blkr. eif., am Rande zurückgerollt. 6–8. Torfgräben, Moortümpel, zerstr.
Kleiner W.,U. minorL.
— Unterlippe der Blkr. fast kreisrund, stets flach. Pfl. kräftiger als vor. 7. 8. Sümpfe, Gräben, selten.
Brems W.,U. brémiiHeer
3.Blattzipfel mit dem Stengel nahezu in einer Ebene liegend; Blätt. von zweierlei Form, die einen ohne Schläuche, wiederholt gabelteilig, die andern mit Schläuchen, verkümmert; Frstiele aufrecht od. abstehend
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— Blattzipfel allseitig ausgebreitet; Blätt. gleichgestaltet, meist alle mit Schläuchen; Frstiele zurückgebogen
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4.Oberlippe etwa so lang als der 2lappige Gaumen; Unterlippe am Rande zurückgerollt, gestutzt. 6–9. Moorige Sümpfe und Gräben, zerstr.
Großer W.,U. vulgárisL.
— Oberlippe mindestens doppelt so lang als der rundl. Gaumen; Unterlippe fast flach, abgerundet. 6–9. Wie vor., sehr zerstr. Übersehener W.,
U. negléctaLehmann
5.Sporn etwa so lang als die Unterlippe, dieser anliegend, fast überall gleich dick; Blkr. an der Oberlippe und am Gaumen purpurn gestreift. 6–9. Stehende Gewässer, zerstr.
Mittlerer W.,U. intermédiaHayne
— Sporn höchstens halb so lang als die Unterlippe, von dieser abstehend, vom breiten Grunde bis zur Spitze verschmälert; Blkr. nur am Gaumen bräunlich gestreift. 6–9. Wie vor., sehr zerstr.
Gelblichweißer W.,U. ochroleucaR. Hartmann
Stengel bis oben beblätt., krautig, aufrecht; grundst. Blätt. langgestielt, spatelf., obere sitzend; Bltn blau. 5. 6. Sonnige Kalkberge, selten
Kalk-K.,G. vulgárisL.
Stengel nur am Grunde beblätt., sonst nur mit 1–3 schuppenart. Blätt., holzig, niederliegend; Blätt. verkehrt-eif., keilf.; Bltn blau. 5. 6. Mit den Alpenflüssen bis zur Donau herabkommend
Herzblättrige K.,G. cordifóliaL.
Bltn in rutenf. Ähren, rötlich. 7–10. Wegränder, Dorfstraßen, nicht selten
V. officinálisL.
Bltnstand 3–4blütig, mit einer langgestielten, weißl. Stbblüte (Fig.212) und 2–3 an ihrem Grunde sitzend. Stempelbltn; Blätt. schmal linealisch, die unt. am Grunde scheidig. H. 5–10 cm
Litorélla280
Bltn in dichten Ähren, alle mit Stbblätt. und Stempel
Plantágo280
Teichränder, überschwemmter Sandboden, sehr zerstr., besonders in Norddeutschl. 6–8.
L. júnceaBergius
Fig. 693.
Fig. 693.
1.Blätt. gegenst.; Stengel verzweigt; Ähren fast doldig angeordnet. (Fig.693). 6–9. Sandboden, Wegränder, sehr zerstr.
Sand-W.,P. arenáriaW. u. K.
— Blätt. alle in grundst. Rosette; Stengel nicht ästig
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2.Blätt. fiedersp. od. fiedersp. gezähnt, hellgrün; Blkr. weißlich. 6–9. Meeresstrand, Triften, besonders in Norddeutschland
Krähenfuß-W.,P. corónopusL.
— Blätt. ungeteilt, selten etwas gezähnt
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3.Blkrröhre weichhaarig; Blätt. schmal linealisch, rinnenf., 3nervig, fleischig, meist ganzrand.; hintere Kelchzipfel mit scharfem, krautigem Kiel. 6–10. Meeresufer und salzhaltige Stellen des Binnenlandes
Meerstrands-W.,P. marítimaL.
— Blkr. kahl
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4.Blätt. lanzettl. od. linealisch-lanzettl.
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— Blätt. eif. od. elliptisch
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5.Blätt. ziemlich lang gestielt (Fig.694a), breit eif., 3–7nervig, kahl; Ähre sehr verlängert, ihr Stiel wenig länger als die Blätter; Bltn geruchlos. 6–10. Grasplätze, gemein.
Großer W.,P. majorL.
— Blätt. in einen kurzen, breiten Stiel verschmälert (Fig.694b), elliptisch, 7–9nervig, kurzhaarig; Ähre bis 4½ cm lang, ihr Stiel mehrmal länger als die Blätt.; Bltn wohlriechend, rötlich-violett. 5. 6. Wie vor., häufig
Mittlerer W.,P. médiaL.
6.Stengel gefurcht; Deckblätt. lang zugespitzt, kahl. H. 15–20 cm. 6–10. Wie vor., gemein
Spitz-W.,P. lanceolátaL.
— Stengel stielrund; Deckblätt. stumpflich, an der Spitze bärtig. H. 5–10 cm. 7. 8. Im Gr. Kessel des Mährischen Gesenkes
Berg-W.,P. montánaLamarck