Fig. 694.
Fig. 694.
1.Zipfel der Blkr. schmal linealisch, anfangs oft oben verbunden und (Fig.695) später vom Grunde aus sich trennend; Bltn klein, in Köpfchen od. dichten Ähren, die am Grunde von einer gemeinschaftl. grünen Hülle umgeben sind
6
Fig. 695.
Fig. 695.
— Zipfel der Blkr. nicht schmal linealisch, nicht zusammenklebend; Bltn in Rispen, Trauben od. lockeren Ähren, seltener in unbehüllten Köpfchen
2
2.Blkr. 2lippig, mit 2teiliger Ober- und 3teiliger Unterlippe, ihre Röhre der Länge nach aufgeschlitzt
Lobélia284
Fig. 696.
Fig. 696.
— Blkr. regelmäßig
3
3.Blkr. radf. ausgebreitet, kürzer als der lang stielf. Frkn. (Fig.696)
Speculária284
— Blkr. glockig od. trichterf., länger als der Frkn.
4
4.Bltn 3–5 mm breit, einzeln, langgestielt, hellblau; Blätt. herzf.-rundl., eckig 5lappig (Fig.697), alle gestielt; Steng. niederlieg., zart; Kapsel öffnet sich an der Spitze mit 5 Löchern
Wahlenbérgia284
Fig. 697.
Fig. 697.
— Bltn viel größer; Stengel nie ganz niederliegend; Kapsel öffnet sich mit seitl. Löchern
5
5.Griffel am Grunde von einer Scheide umgeben(nach Entfernung der Stbblätt. zu sehen)
Adenóphora282
— Griffel am Grunde ohne Scheide
Campánula282
6.Stbfäden am Grunde verbreitert; Narben fadenf.; Blkr. krallenart. gekrümmt (Fig.695)
Phytēūma281
— Stbfäden fadenf.; Narben kurz; Blkr. nicht gekrümmt, blau; Bltn in einem platten Köpfchen
Jasióne281
Pfl. ohne Ausläufer; Blätt. am Rande wellig; Bltn meist himmelblau. 6–9. Sonnige Hügel und Triften
Schaf-Skabiose,J. montánaL.
Pfl. mit Ausläufern; Blätt. flach; Köpfchen größer. Sonst wie vor. 6–8. Rheinpfalz, Vogesen, Schwarzwald
Ausdauernde J.,J. perénnisLamarck
1.Bltn in kugeligen Köpfchen (Fig.698), zuletzt oft eif., dunkelblau; äußere Hüllblätt. eif.-lanzettl.; Kapsel 3fächerig. 5–7. Trockene Wiesen, Kalkberge, zerstr., in Mittel- u. Süddeutschland.
Runde T.,Ph. orbiculáreL.
Fig. 698.
Fig. 698.
— Bltn in eif. od. längl., nach der Blütezeit sehr verlängerten Köpfch.; Kapsel 2fächerig
2
2.Bltn gelblichweiß; Hüllblätt. linealisch; Köpfchen längl. (Fig.699). 5. 6. Laubwälder, zerstr.
Ährige T.,Ph. spicátumL.
— Bltn dunkelviolett; Köpfch. mehr eif., selten längl. 5. 6. Bergwäld., Wiesen, in Mittel-, West- u. Süddeutsch.
Schwarze T.,Ph. nigrumSchmidt
Fig. 699.
Fig. 699.
1.Buchten der Kelchzipfel mit herabgebog. Anhängseln, die den Frkn. bedecken
14
— Buchten der Kelchzipfel ohne Anhängsel
2
2.Bltn sitz., in end- od. seitenst. Köpfch. (Fig.700)
13
Fig. 700.
Fig. 700.
— Bltn gestielt, in Trauben od. Rispen
3
3.Blätt. breit, herzeif. od. eif.; Kapsel nickend
9
— Blätt. (die unteren ausgen.) sehr schmal (meist nicht b. 1 cm br.), meist kahl; Bltn in lockeren Rispen od. Trauben
4
Fig. 701.
Fig. 701.
4.Blkr. groß (2½-3½ cm lang, Fig.701), himmelblau (selt. weiß); Kelchzipfel lanzettl.; Kapsel aufrecht; Steng. aufr., wenigblütig. 6. 7. Trock. Wäld., grasige Hüg., zerstr.
Pfirsichblättr. G.,C. persicifóliaL.
— Blkr. meist kleiner; Kelchzipfel pfriemlich
5
5.Blkr. trichterf., 5spalt. (Fig.702); Kapsel aufrecht; Bltnrispe locker, meist vielblütig
8
Fig. 702.
Fig. 702.
— Blkr. glockig (Fig.703), blau; Kapsel überhängend; Blätt. der nichtblühend. Stengel ei-, herz- od. nierenf., langgestielt
6
Fig. 703.
Fig. 703.
6.Blkr. halbkugelig-glockig, ca. 12 mm l. und fast ebenso breit (Fig.704), hellblau; unt. Stengelblätt. elliptisch; Bltn zu 1–6, meist traubig. Pfl. mit zahlr. Blättertrieben, dicht-rasig. 6–8. Mit d. Alpenflüssen in die Ebene herunterk.
Kleine G.,C. pusíllaHaenke
Fig. 704.
Fig. 704.
— Blkr. glockig (Fig.703), stets deutlich länger als br., untere Stengelblätt. lanzettl. bis linealisch-lanzettl., die grundst. rundlich-nierenförmig od. herzeiförmig; Pfl. mit wenigen Blättertrieben
7
7.Bltn in Trauben, zu 1–6; Blkr. 25–40 mm lang, dunkelblau; Bltnknospen nickend od. herabgebogen. H. 8–25 cm. 6–9. Riesengeb., Mährisches Gesenke, Böhmerwald, Schwarzwald
Scheuchzers G.,C. scheuchzériVillars
— Bltn meist rispig; Blkr. 15–20 mm lang, blau; Bltnknospen wenig herabgebogen. H. 15–40 cm. 6–9. Grasplätze, trockene Wälder
Rundblättrige G.,C. rotundifóliaL.
8.Rispe fast doldentraubig, abstehend; seitl. Bltnstiele über der Mitte mit 2 Blättch.; Blkr. blaulila; Kelchzipfel lanzettl. pfriemenf., schwach gezähnt; Wurzel dünn. 5–7. Wiesen, Wälder, häufig
Wiesen-G.,C. pátulaL.
— Rispe lang und schmal, mit kurzen, aufrechten Ästen; seitl. Bltnstiele nahe am Grunde mit 2 Blättch.; Bltn blau; Wurzel dick, fleischig. 5–7. Hügel, Grasplätze, zerstr.
Rapunzel-G.,C. rapúnculusL.
9.Kelchzipfel pfrieml.; Traube einseitswendig, armblütig; Bltn langgestielt, dunkelblau; Blätt. eif. od. lanzettl., gesägt. 6. Nur bei Meßkirch im Donautal und bei Freiburg in Baden
Rautenblättrige G.,C. rhomboidálisL.
— Kelchzipfel lanzettl. od. eif.-lanzettl.
10
10.Bltn abstehend od. aufrecht, groß (3½-4½ cm lang); Blkr. am Rande gewimpert; Kelchzipfel eif.-lanzettl.; untere Zweige des Bltnstandes entfernt, obere eine kurze Traube bildend
12
— Bltn überhängend, kleiner; Kelchzipfel lanzettl.; Bltnstand verlängert
11
11.Rispe allseitswendig; Blkr. hellblau, am Rande kahl, 10–19 mm lang; Blätt. unterseits graufilzig; Stengel stielrund, weichhaarig. 7. 8. Sonnige Abhänge, Weinberge, sehr zerstr.
Filzige G.,C. bononiénsisL.
— Traube einseitswendig; Blkr. hellviolett, am Rande gewimpert; Blätt., wie der stumpfkantige Stengel, kurzhaarig. 6–8. Äcker, Zäune, häufig
Acker-G.,C. rapunculoídesL.
12.Stengel scharfkantig, zerstr. steifhaarig; Bltnstiele am Grunde mit 2 Blättch.; Blkr. blaulila, selten weiß. 7. 8. Wälder, Gebüsche, häufig
Nesselblättrige G.,C. trachéliumL.
— Stengel stumpfkantig, kahl oder kurzhaarig; Bltnstiele unter der Mitte mit 2 sehr kleinen Blättch.; Blkr. hellviolett. 7. 8. Feuchte Wälder, sehr zerstr.
Breitblättrige G., C. latifólia L.
13.Unt. Blätt. am Grunde abgerundet od. herzf.; Kelchzipfel lanzettl., zugespitzt; Blkr. blauviolett, den Griffel einschließend. Pfl. meist kurzhaarig. Wurzel dünn, holzig. 6–10. Trockene Hügel, lichte Wälder
Geknäuelte G.,C. glomerátaL.
— Unt. Blätt. in den Blattstiel verschmälert; Kelchzipfel stumpf; Blkr. hellblau; Griffel meist weit hervorragend. Pfl. stechend steifhaarig. Wurzel dick, fleischig. 7. 8. Bergwälder; Hügel, zerstr.
Borstige G.,C. cervicáriaL.
14.Griffel 5 spaltig; Bltn sehr groß, kurzgestielt; Kelchanhängsel stumpf. 6–9. Zierpfl. in Gärten.
Marien-G.,C. médiumL.
— Griffel 3spaltig; Bltn nickend
15
15.Blkr. innen am Rande bärtig, hellblau; Bltn meist in einseitswendiger Traube; Kelchanhängsel stumpf. 7. 8. Wiesen der schlesischen Gebirge und der Voralpen
Bärtige G.,C. barbátaL.
— Blkr. am Rande kahl; Bltn in schmaler Rispe; Kelchanhängsel spitz. 6. 7. Sonnige Hügel im östl. Deutschl.
Sibirische G.,C. sibírica L.
Fig. 705.
Fig. 705.
Bltn nickend (Fig.705), hellblau, wohlriechend; Blätt. längl., gesägt. 7–9. Bergwälder, selten. Im östl. Gebiet und bei Auen am Donauufer (Bayern)
A. liliifóliaLedebour
Kelchzipfel so lang od. etwas länger als der Frkn. und die violette Blkr. (Fig.696); Bltn entfernt, ziemlich groß; Stengel meist spreizend ästig. 6–8. Unter der Saat in Mittel- u. Süddeutschl., zuw. verschleppt
Echter F.,Sp. spéculumDC. fil.
Kelchzipfel halb so lang als der Frkn., viel länger als die purpurrote Blkr.; Bltn oben am Stengel genähert, klein; Stengel nur oben ästig. 6. 7. Wie vor., aber seltener
Unechter F.,Sp. hýbridaDC. fil.
Bltn einzeln auf langen Stielen, hellblau. 6–8. Torfwiesen, selten
W. hederáceaRchb.
Wasserpfl.; Blätt. untergetaucht, grundst., linealisch; Bltn weiß, mit bläulicher Röhre. 7. 8. Selten, besonders im nördl. Gebiet
Wasser-Sp.,L. dortmánnaL.
Landpfl.; Blätt. längl.-verkehrt-eif., gezähnt; Bltn himmelblau. 6–10. Zuweilen auf Schutt verw. Zierpfl.
Blaue Sp.,L. erínusL.
1.Bltn klein, gelblichgrün, in blattachselst. Trauben; Fr. eine erbsengroße Beere.
Bryónia285
— Bltn groß, gelb, einzeln; Fr. groß
2
2.Ranken einfach; Blkr. bis fast auf den Grund geteilt; Staubblätt. zusammenneigend
Gurke,Cúcumis284
— Ranken verästelt; Blkr. bis zur Mitte 5–7 spalt.; Staubbeutel verwachsen
Kürbis,Cucúrbita284
Blätt. sehr groß, herzf., etwas gelappt. 6–8. Häufig angebaut
Garten-K.,C. pepoL.
Blätt. spitz gelappt; Fr. längl.; Blkr. goldgelb. 6–9. Überall gebaut
Garten-G.,C. satívusL.
Blätt. mit stumpfen Lappen; Fr. kugelig od. eif.; Blkr. blaßgelb. 6–9. Gebaut
Melonen-G.,C. meloL.
Stbbltn und Stempelbltn auf derselben Pfl., aber in verschiedenen Bltn; Narben kahl; Beeren schwarz. 6. 7. Zäune, Hecken, zerstr.
Schwarzbeerige Z.,B. albaL.
Stbbltn und Stempelbltn auf verschiedenen Pfl.; Narben rauhhaarig; Beeren rot. 6–7. Wie vor., seltener
Rotbeerige Z.,B. dioécaJacquin
1.Blkr. trichterförmig oder fast glockig, mit deutlicher Röhre (Fig.708)
3
— Blkr. radf. od. flach glockig, ohne deutliche Röhre (Fig.709)
2
2.Blkr. grünlichgelb, meist 5zipfl.; Stengel mit rückwärts gerichteten Stacheln; Fr. etwas saftig. Höhe 60–100 cm. Färberröte
Rúbia286
— Blkr. weiß od. gelb, meist 4zipfl.; Fr. trocken
Gálium286
3.Kelchsaum undeutlich; Bltn weiß (außen zuweilen rötl.), selten blau
Aspérula285
— Kelchsaum 4–6zähnig; Blkr. lila. Rauhhaarige Ackerpfl.
Sherárdia285
Stengel meist lieg.; Blätt. meist zu 6; Bltn kopff. gehäuft. 6–10 Kalk- u. Tonäck., meist häufig
S. arvénsisL.
1.Blkr. blau; Bltn gebüsch., mit borst. bewimp. Deckblätt.; Fr. kahl. 5. 6. Lehm- u. Kalkäck., sehr zerstr. in Mittel- u. Süddeutschl.
Acker-M.,A. arvénsisL.
— Blkr. weiß od. rötlich
2
Fig. 706.
Fig. 706.
2.Blätt. schmal linealisch, fast borstlich (Fig.706)
5
— Blätt. lanzettl. od. längl.-eif. (Fig.707); Blkr. stets weiß
3
Fig. 707.
Fig. 707.
3.Fr. (u. Frkn.) m. hakig. Borst. besetzt; unt. Blätt. zu 6, obere zu 8; Bltn langgestielt, trugdoldig; Blkr. 4 spalt. (Fig.708). 5. 6. Laubwälder, stellenweise
Waldmeister,A. odorátaL.
Fig. 708.
Fig. 708.
— Fr. kahl
4
4.Blätt. zu 4, gewimpert; Röhre der Blkr. viel länger als der Saum, 5. 6. Am Ufer der Tauber bei Mergentheim, verw. im englisch. Gart. bei München. Alpen.
Welscher M.,A. taurínaL.
— Blätt. meist zu 8, am Rande und auf dem Mittelnerven wie der Stengel stachelig-rauh; Fr. körnig-rauh. 7. 8. Feuchtes Gebüsch, Ufer, nur in Ostpreußen und Schlesien
Kletten-M.,A. aparíneM. B.
5.Unt. Blätt. zu 8; Röhre der Blkr. kürzer als ihr Saum; Pfl. blaugrün. 5–7. Sonnige Hügel, Bergabhänge, sehr zerstr.
Lab-M.,A. glaucaBeser
— Blätt. zu 4–6
6
6.Stengel zahlreich, ausgebreitet; Blätt. meist zu 4; Blkr. meist 4spalt., außen oft rötlich. 6–8. Sonnige Hügel, stellenweise
Hügel-M.,A. cynánchicaL.
— Stengel meist einzeln, aufrecht; unt. Blätt. zu 6, obere zu 4; Blkr. meist 3spalt., weiß. 6. 7. Wie vor., sehr zerstr.
Färber-M.,A. tinctóriaL.
Blätt. zu 4 od. 6; Fr. schwarz. 6. 7. Angebaut.
R. tinctóriaL.
1.Blätt. 1nervig od. ohne deutl. Nerv
5
— Blätt. 3nervig, zu 4
2
2.Bltn weiß; Trugdolden in endst. Rispe
4
— Bltn gelb od. blaßgrün; Trugdolden sämtlich blattachselst.
3
3.Stengel rauhhaarig; Bltnstiele mit 1–2 Deckblättch.; Blkr. gelb. 4–6. Im mittl. und südl. Gebiet meist häufig, im nördl. sehr selten
Kreuz-L.,G. cruciátaSmith
— Stengel kahl; Bltnstiele ohne Deckblättch.; Blkr. grüngelb. 5. 6. Nur in Böhmen und Schlesien
Frühlings-L.,G. vernumScopoli
4.Stengel steif aufrecht; Blätt. lanzettl., nicht stachelspitzig, derb, Rispe dicht. 7. 8. Wiesen, stellenweise
Nordisches L.,G. boreáleL.
— Stengel schlaff; Blätt. eif., mit kurzer Stachelspitze; Rispe locker. 6–8. Laubwälder, verbreitet, im nördlichen Gebiet selten od. fehlend
Rundblättriges L.,G. rotundifóliumL.
5.Stengel ohne rückwärts gerichtete Stacheln
11
— Stengel stets mit rückwärts gerichteten Stacheln (durch Aufwärtsstreichen am Stengel leicht festzustellen)
6
6.Durchmesser der Blkr. kleiner als der der entwickelten Fr.; Pfl. an trockenen Standorten(vergl.G. aparine!)
8
— Durchmesser der Blkr. größer als der der entwickelten Fr.; Blkr. weiß. Pfl. an feuchten Standorten
7
7.Blätt. spitz, stachelsp., zu 6–8; Fr. körnig rauh. 6–9. Feuchte Wiesen, Ufer, meist häufig
Moor-L.,G. uliginósumL.
— Blätt. stumpf, ohne Stachelspitze, meist zu 4; Fr. glatt od. sehr fein gekörnelt. 5–9. Wie vor., häufig
Sumpf-L.,G. palústreL.
8.Blätt. am Rande mit vorwärts gerichteten Stacheln
10
— Blätt. am Rande mit rückwärts gerichteten Stacheln
9
9.Bltnstiele meist 3blütig, kürzer als das Blatt; Frstiel zurückgekrümmt; Fr. groß, warzig; Blkr. weiß oder gelblichweiß. 7–9. Kalk- und Lehmäcker, stellenweise
Horn-L.,G. tricórneWithering
— Bltnstiele 3–4blütig, länger als das Blatt; Frstiel gerade; Fr. hakig borstig, seltener kahl(var.spúriumL.)oder steifhaarig und nur halb so groß als an der Hauptform(var.valliántiiDC.); Blkr. weiß od. grünlich; Stengel niederliegend od. kletternd, bis 1,25 m l. 6–10. Zäune, Äcker, feuchte Gebüsche, gemein
Klebkraut,G. aparíneL.
10.Blkr. weißlich; Bltnstiele 3blütig; Frstiele abwärts gekrümmt; Fr. dicht weißwarzig (wie überzuckert), 4–5 mm br. 6. 7. Äcker, selten
Überzuckertes L.,G. sacharátumAllioni
— Blkr. grünlichgelb, außen rötlich; Bltnstiele vielblütig; Frstiel gerade; Fr. steifhaarig od.(G. ánglicumHudson)kahl, fein gekörnelt, bis 1½ mm br. 6–9. Äcker, stellenweise, fehlt im Norden
Pariser-L.,G. parisiénseL.
11.Bltn weiß od. gelblichweiß
13
— Bltn gelb; Zipfel der Blkr. kurz zugespitzt
12
12.Blätt. zu 6–12, schmal linealisch, am Rande stark umgerollt, unterseits stark weißlich, weichhaarig; Stengel rundlich, mit 4 hervortretenden Linien; Blkr. zitronengelb, nach Honig duftend. 6–10. Triften, Hügel, meist häufig
Echtes L.,G. verumL.
— Blätt. 10–12, breiter, wenig umgerollt, unterseits kahl; Stengel steif aufrecht, unten deutlich 4kantig; Rispe schmal, kurzästig, unterbrochen; Blkr. goldgelb, geruchlos. 5–10. Wiesen, sehr zerstr.
Aufrechtes L.,G. wirtgéniF. Schultz
13.Zipfel der Blkr. spitz, aber ohne Stachelspitze od. Granne (Fig.709)
16
Fig. 709.
Fig. 709.
— Zipfel der Blkr. begrannt oder stachelspitzig (Fig.710)
14
14.Stengel rundl., aufrecht; Rispe sehr locker; Bltnstiele haarfein; Blkr. mit sehr kurz stachelspitzigen Zipfeln. Pfl. dem Waldmeister ähnlich. 6–8. Laubwälder, zerstr.
Wald-L.,G. silváticumL.
— Stengel deutl. 4kantig; Blkrzipfel begrannt
15
Fig. 710.
Fig. 710.
15.Blätt. graugrün, nach beiden Enden verschmälert; Rispe doldentraubig, ihre Seitenäste verlängert, unterwärts blütenlos; Blkrzipfel langbespitzt; Stengel meist wenige, ausläufertreibend. 6–8. Wälder, im östl. Gebiet verbreitet, sonst sehr selten(G. aristátumAut.)
Grannen-L.,G. schultésiiVest
— Blätt. beiderseits grün, nach vorn etwas verbreitert; Rispe traubig, ihre Seitenäste kurz, vom Grunde an blütentragend; Bltn wohlriechend; Stengel meist mehrere.(Ändert ab: a) Stengel schlaff; Blätt. stumpf, glanzlos; Rispenäste wagerecht abstehend = var.elátumThuillier; b) Stengel steif aufrecht; Blätt. spitzlich, oberseits oft glänzend; Rispenäste aufrecht abstehend = var.eréctumHudson)Wiesen, Wegränder, Gebüsch, gemein
Gemeines L.,G. mollúgoL.
16.Blätt. fast nervenlos, etwas fleischig, zu 6–8; Frstiele abwärts gekrümmt; Fr. glatt; Blkr. gelblichweiß. 7. 8. Mit den Alpenflüssen von den Alpen herabsteigend
Schweizer-L.,G. helvéticumWeigel
— Blätt. mit deutlichem Mittelnerv, stachelspitzig; Frstiele aufrecht
17
17.Blätt. zu 6, die unt. verkehrt-eif., genähert, die oberen linealisch-lanzettl.; Fr. dicht spitzhöckerig. 6–8. Trockene Wälder, häufig(G. hercýnicumWeigel).
Stein-L.,G. saxátileL.
— Unt. Blätt. längl., die oberen meist zu 8, linealisch-lanzettl.; Fr. undeutlich stumpfhöckerig. Wie vor., stellenweise
Heide-L.,G. silvéstrePollich
Ändert ab: a) Stengel und Blätt. unterwärts kurzhaarig = var.boccóneiAllioni, seltener; b) Stengel niedrig (6–10 cm), dicht rasig; Blätt. oft breiter; Bltn größer, in wenigblütigen Trugdolden = var.sudéticumTausch. Riesengebirge, Gesenke.
1.Stengel kriechend, fadenf.; Blätt. rundl.-eif.; Bltn glockig, zu zweien, langgestielt, nickend (Fig.711); Blkr. außen hellrosa, innen purpurn gestreift
Linnæa290
— Stengel aufrecht od. windend. Größere Sträucher od. Bäume od. hohe, krautart. Pfl.
2
2.Blätt. gefiedert
6
— Blätt. ungeteilt od. gelappt
3
3.Griffel 3; Bltn in schirmf. Trugdolden
Vibúrnum289
— Griffel 1
4
4.Frkn. verläng., stielart., unterst.; Fr. eine 2fächerige Kapsel; Blkr. ansehnl. (ca. 3 cm l.), fast regelmäßig 5spalt.
Diervíllea290
— Frkn. kugelig od. längl., unterst.; Fr. eine Beere
5
5.Blkr. röhrig, ungleichzipfl. bis 2lippig; Bltn zu 2 oder kopfig-quirlig
Lonícera289
— Blkr. glockig, fast gleichzipfl., innen bärtig; Bltn klein, in unterbrochenen Träubchen.
Schneebeere,Symphoricárpus290
6.Pfl. krautart.; Nebenblätt. blattart., eif.; Staubbeutel rot, zuletzt schwärzlich; Stbfäden ziemlich dick
Ébulum288
— Sträucher. Nebenblätt. fehlend od. warzenf.; Stbbeutel gelb; Staubfäden dünn
Sambúcus289
Fig. 711.
Fig. 711.
Blkr. rötlichweiß; Fr. meist schwarz. 7. 8. Waldstellen, Zäune, stellenweise, zuweilen angepflanzt und verwildert.
E. húmileGarcke
Bltn reinweiß, in flachen Trugdolden; Fr. schwarz; Mark der Äste schneeweiß. 6. 7. Wälder, Hecken. Häufig angepfl.
Schwarzer H.,S. nigraL.
Bltn gelblichweiß, in eif. Rispen; Fr. scharlachrot; Mark der Äste gelb od. gelbbraun. 4. 5. Bergwälder, seltener in der Ebene
Roter H.,S. racemósaL.
Blätt. 3- od. 5lappig; randst. Bltn viel größer als die übrigen; Beeren rot. 5. 6. Feuchte Gebüsche, Flußufer, verbreitet.(In Gärten eine Abart mit kugeligem Bltnstande = var.róseumL.)
Schneeball,V. ópulusL.
Blätt. eif., einfach, unterseits graufilzig; Bltn alle gleich gestaltet; Beeren schwarz. 5. 6. Bergwälder, besonders auf Kalk. Oft in Gärten
Wolliger Sch., Schlinge,V. lantánaL.
1.Stengel nicht windend; Bltn zu 2, ihre Frkn oft verwachsen
3
— Stengel windend; Bltn in endst., kopfigen Quirlen; Bltn 2lippig (Fig.712)
2
Fig. 712.
Fig. 712.
2.Obere Blätt. am Grunde verwachsen, so daß der Stengel hindurchgewachsen zu sein scheint; Bltnköpfchen sitzend. 5. 6. Oft angepflanzt
Jelängerjelieber,L. caprifóliumL.
— Alle Blätt. getrennt; Bltnköpfchen gestielt. 6–8. Waldränder, Hecken, zerstr.
Wald-G.,L. periclýmenumL.
3.Frkn. (und Fr.) der ganzen Länge nach zusammengewachsen oder nur an der Spitze getrennt (Fig.713)
6
Fig. 713.
Fig. 713.
— Frkn. vollständig getrennt od. nur am Grunde verwachsen (Fig.714)
4
Fig. 714.
Fig. 714.
4.Blätt. nebst den Stielen des Bltnstandes weichhaarig, rundlich-elliptisch; Blkr. gelblichweiß; Fr. scharlachrot. 5. 6. Laubwälder, Hecken
Heckenkirsche,L. xylósteumL.
— Blätt. nebst den Stielen des Bltnstandes kahl (zuweil. die jungen Blätt. unterseits etwas behaart)
5
5.Gemeinsamer Bltnstiel so lang oder wenig länger als die Bltn; Blätt. herz-eif.; Blkr. rot od. weiß; Fr. gelb od. scharlachrot. 5. 6. In Anlagen, zuweilen verw.
Tataren-G.,L. tatáricaL.
— Gemeinsamer Bltnstiel 3–4mal länger als die Bltn; Blätt. längl.-elliptisch; Blkr. rötlich od. weißlich; Fr. schwarz. 5. 6. Gebirgswälder, selten
Schwarze G.,L. nigraL.
6.Bltn gelblich, viel länger als der gemeinsame Bltnstiel; Fr. blauschwarz. 5. 6. Steinige Orte, feuchte Gebüsche, Moore, selten (Bayern)
Blaues G.,L. coerúleaL.
— Bltn rötlich, viel kürzer als der gemeinsame Bltnstiel; Fr. rot. 5. 6. Laubwälder, nur im südl. Gebiet, auch angepfl.
Alpen-G.,L. alpígenaL.
Diervíllea flóridaSieb. u. Zucc. (Weigélia rósea Lindley), mit rosenroten oder weißen Bltn, kurzgestielten, scharf gesägten Blätt. und weißbehaarten Zweigspitzen als Zierstrauch in Anlagen.
Blätt. rundl.; Bltn rötlich; Fr. weiß. 7. 8. Zierstrauch
S. racemósusMichaux
Blätt. fast lederart., gekerbt. 5. 6. Moosige Nadelwälder in Norddeutschl., Schlesien und am Brocken
L. boreálisL.
Grundst. Blätt. langgestielt, obere gegenst.; Köpfchen 5–7blütig. 3. 4. Feuchte Gebüsche, stellenweise häufig
A. moschatellínaL.
1.Bltn lang gespornt, rot
Centránthus291
— Bltn nicht gespornt
2
2.Stengel wiederholt gabelästig (Fig.207); Blätt. ungeteilt; Blkr. ohne Höcker, bläulichweiß; Kelchsaum gezähnt od. undeutl.
Valerianélla291
— Stengel nicht gabelästig; Blätt. oft gefied.; Blkr. mit Höcker, weiß od. rötl.; Kelchsaum später zu einer Haarkr. entwickelt
Valeriána290
1.Blätt. sämtlich unpaarig gefied.; Bltn alle mit Stbblätt. und Stempel
5
— Unt. od. alle Blätt. ungeteilt; Bltn z. T. nur mit vollkommenen Stbblätt. od. nur mit entwickelten Stempeln[37]
2
2.Mittl. Blätt. gestielt; Pfl. ohne Ausläufer; Bltn rötl.
4
— Mittl. und obere Blätt. sitzend; Pfl. mit Ausläufern; Bltn weiß od. rötl.
3
3.Blätt. sämtlich ungeteilt, die der nichtblühenden Triebe sehr groß, herz-eif., zart; Stengel breit geflügelt. 5. 6. Feuchte Wiesen, Waldsümpfe, nur im östl. Deutschl.(V.polýgamaAut.)
Ganzblättriger B.,V. simplicifóliaKabath
— Mittl. und obere Blätt. fiedert., mit großem Endblättchen, die unt. rundl.-eif. bis elliptisch, wie die der nichtblühend. Triebelanggestielt; Stengel gefurcht. 5. 6. Sumpfwiesen, häufig
Kleiner B.,V. dioécaL.
4.Blätt. bläulichgrün, mittl. und obere 3zählig, die der nicht blühenden Triebe deutlich herzf. 5–7. Feuchte Orte der höheren Gebirge.
Klee-B.,V. trípterisL.
— Blätt. lebhaft grün, glänzend, alle ungeteilt (selten eingeschnitten), die der nichtblühenden Triebe eif., kaum herzf. 5–8. Feuchte Felsen der bayrischen Alpen und bei Isny in Württemberg
Berg-B.,V. montánaL.
5.Fiederblättch. 15–21, eingeschnitten gezähnt oder ganzrand.; Bltn hellrötlich. 7–9. Feuchte Gebüsche, Ufer, meist häufig
Großer B.,V. officinálisL.
— Fiederblättch. 9–11, grob gesägt; Bltn rötlichweiß, größer als bei vor. 5–8. Feuchte Laubwälder, quellige Orte, zerstr.
Holunder-B.,V. sambucifóliaMikan
Blätt. eif. od. lanzettl.; Bltn gespornt (Fig.715). 6–9. In Gärten und zuweilen daraus verw.
C. ruberDC.