Fig. 735.
Fig. 735.
66.(58.) Blätt. nicht filzig, scharf gesägt; Haare der Haarkr. frei, getrennt abfall.; Hüllblätt. meist oberw. violett
Serrátula319
— Blätt. unterseits filzig
67
67.Köpfchen purpurn, am Grunde mit außen graufilzig. Hüllblätt., langgestielt; Haarkr. unten zu einem Knopf verwachsen, zuletzt ungetrennt abfallend; Fr. 4 kantig; Blätt. fiedersp., mit ganzrand. Zipfeln, die oberen oft ungeteilt
Jurínea319
— Köpfchen stahlblau, am Grunde ohne Hülle, kugelrund; Haarkr. fehlend; Blätt. fiedersp., am Rande stachelig gewimpert
Échinops315
68.(56.) Bltn gelb, gelblich weiß, bräunlich, orange od. weißlich
75
— Bltn rot, blau od. violett
69
69.Blätt. grundst., langgestielt, herz-nierenf.; Bltn purpurrot. Gebirgspfl.
Homógyne311
— Blätt. am Stengel zerstreut.(BeiAdenostylesnur sehr wenige, breite, nierenf. Blätt.)
70
70.Hüllblätt. an der Spitze hakenf. gebogen und deshalb sich leicht anhäkelnd; Blätt. groß, rundl.
Klette,Lappa318
— Hüllblätt. nicht mit hakiger Spitze
71
71.Köpfchen wenigblütig (3–6), viel länger als breit; Blätt. herz-nierenf., langgestielt
Adenostýles302
— Köpfchen vielblütig, nicht lang walzenf.
72
72.Hüllkelch ganz trockenhäutig, raschelnd, nicht krautig
74
— Hüllkelch krautig od. nur am Rande od. an der Spitze trockenhäutig
73
73.Hüllblätt. mit einem zerrissenen od. fiederig-gefransten, trockenhäut., braunen od. schwärzlichen Anhängsel (Fig.770–774); Randbltn oft größer als die mittleren
Centauréa319
— Hüllblätt. ohne trockenhäutig. Anhängsel; Blätt. scharf gesägt
51
74.(72.) Innere Blätt. des Hüllkelchs strahlenf. ausgebreitet, purpurrot, die äußeren weit überrag. Zierpfl.
Xeránthemum321
— Innere Blätt. des Hüllkelchs nicht strahlenf. ausgebreitet; untere Blätt. rosettig. Trockene Hügel und Heiden
Gnaphálium307
75.(68.) Köpfchen überhängend, einzeln, endst.; Fr. geschnäbelt. Selten in Bayern
Carpésium306
— Köpfchen nicht überhängend
76
76.Stengel und Blätt. behaart, oft weißfilzig
78
— Stengel und Blätt. kahl od. wenig behaart
77
77.Köpfchen sehr klein, erbsengroß, fast kugelig, weißlich. Zum Küchengebrauche angebaut
Artemísia308
— Köpfchen größer, goldgelb; Stengel reich beblättert
Aster302
78.(76.) Hüllblätt. wollig od. ganz trockenhäut.; Pfl. 3–60 cm hoch, mit mehr od. weniger grau- od. weißfilzigen Stengeln und Blätt.
79
— Hüllblätt. weder wollig noch trockenhäut.; Zungenbltn vorhanden, aber sehr klein; Pfl. grün, 30–125 cm hoch
28
79.Fr. ohne Haarkr.; Pfl. nebst den Bltn weißfilzig. Sehr selten
Mícropus303
— Fr. (wenigstens die mittleren) mit Haarkr.
80
80.Hüllblätt. wollig, krautig od. nur am Rande trockenhäutig; Köpfchen 5eckig
Filágo306
— Hüllblätt. ganz trockenhäutig; Köpfchen im Querschnitt rundlich
81
81.Köpfchen bräunlich, weiß, gelblichweiß oder rosa; am Rande mehrere Reihen von Bltn, die nur Stempel enthalten
Gnaphálium307
— Köpfchen schön goldgelb od. orange; am Rande eine Reihe von Stempelbltn od. sämtliche Bltn mit Stbbltn und Stempelbltn
Helichrýsum308
82.(41.) Bltn rot, blau od. violett.
102
— Bltn gelb od. orange
83
83.Stengel auch über dem Grunde wenigstens miteinemBlatt
90
— Blätt. grundst.
84
84.Haarkr. aus einfachen Haaren gebildet (Fig.737) od. fehl.
87
— Haarkr. (wenigstens bei den mittleren Bltn) aus gefied. Haaren gebildet (Fig.734a)
85
85.Bltnboden mit Spreublätt.
Hypochœris323
— Bltnboden ohne Spreublätt.
86
86.Haarkr. der Randbltn kurz, häufig zerschlitzt; äußere Bltn unterseits blaugrau gestreift; Hüllkelch schwarz berandet
Thríncia321
— Haarkr. aller Bltn federig; Randbltn nicht mit blaugrauem Längsstreifen; Hüllblätt. meist weißlich berandet od. einfarbig
Leóntodon321
87.(84.) Bltn mit deutlicher Haarkrone
89
— Bltn ohne Haarkrone
88
88.Stengel nach oben keulenf. verdickt, 1–5köpfig; Hüllblätt. 15–20; Blätt. gezähnt
Arnóseris321
— Stengel nicht keulenf. verdickt, 1köpfig; Hüllblätt. 6–10; Blätt. schrotsägef.-fiederspaltig
Apóseris321
89.(87.) Fr. lang geschnäbelt, weshalb die Haarkr. gestielt erscheint (Fig.736); Stengel hohl, milchend
Löwenzahn,Taráxacum323
— Fr. nicht lang geschnäbelt und deshalb die Haarkr. sitzend (Fig.737)
95
Fig. 736.
Fig. 736.
90.Haarkr. aus gefied. Haaren zusammengesetzt (Fig.734a)
99
— Haarkr. aus einfachen Haaren zusammengesetzt (Fig.737) od. fehlend
91
91.Hüllkelch verwachsenblättr., 5zähnig
Tagétes306
— Hüllkelch getrenntblättr.
92
92.Haarkr. fehlend; Köpfchen klein, wenigblütig; Hüllblätt. 1reihig, gleichlang, am Grunde mit einigen kürzeren Blättchen
Lámpsana321
— Haarkr. vorhanden
93
93.Fr. geschnäbelt, daher die Haarkr. langgestielt (Fig.736)
96
— Fr. nicht geschnäbelt, höchst. nach ob. etwas verschmälert
94
94.Blätt. stachelig gezähnt; Fr. zusammengedrückt
Sonchus325
— Blätt. nicht stachelig gezähnt; Fr. nicht zusammengedrückt, im Querschnitt rundlich
95
95.Fr. oben verschmälert (Fig.737a); Hüllkelch 2reihig, selten dachziegelartig; Haarkr. schneeweiß und biegsam. (Nur bei Crepis paludosa und sibirica schmutzigweiß und zerbrechlich)
Crepis326
— Fr. unten verschmälert, von der Mitte bis oben gleich dick (Fig.737b); Hüllkelch dachziegelartig, selten 2reihig; Haarkr. meist schmutzigweiß und beim Biegen leicht zerbrechlich
Hierácium328
96.(92.) Köpfchen mit wenigen (höchstens 15) Bltn
98
— Köpfchen reichblütig
97
97.Schnabel der Fr. am Grunde mit 5 spitzen Zähnchen; Köpfchen nebst dem Stengel schwärzlich behaart; Stengel 1–2blättr. Alpentriften
Willemétia324
— Schnabel der Fr. am Grunde ohne Zähnchen
Crepis326
98.Fr. zusammengedrückt, ihr Schnabel am Grunde ohne Schuppen
Lactúca324
— Fr. im Querschnitt rundlich; Schnabel am Grunde mit Schuppen
Chondrílla324
99.(90.) Bltnboden mit Spreublätt. (Fig.723)
Hypochœris323
— Bltnboden ohne Spreublätt.
100
100.Stengel und Blätt. von widerhakigen Haaren steifhaarig; Blätt. buchtig gezähnt; Fiederchen der Haarkr. nicht miteinander verwebt
Picris322
— Stengel und Blätt. kahl od. wollig, niemals steifhaarig; Blätt. ganzrand.; Fiederchen der Haarkr. ineinander verwebt (reife Fr. beobachten)
101
101.Hüllblätt. 1reihig, gleichlang
Tragopógon322
— Hüllblätt. vielreih., sich dachziegelart. deck.
Scorzonéra322
102.(82.) Haarkr. fehlend, dafür einige Schüppchen vorhanden; Hüllblätt. 2reihig, die äußeren 5 abstehend
Cichórium321
— Haarkr. vorhanden
103
103.Haare der Haarkr. gefied.
101
— Haare der Haarkr. einfach
104
104.Fr. stielrund, an der Spitze nicht verschmälert; Köpfchen mit 3–5 einreihigen, purpurroten Bltn
Prenánthes324
Fig. 737.
Fig. 737.
— Fr. zusammengedrückt, an der Spitze lang geschnäbelt oder verschmälert
105
105.Fr. lang geschnäbelt (Fig.736)
Lactúca324
— Fr. nach oben nur etwas verschmälert
Mulgédium325
Ufer, feuchte Gebüsche, nicht selten. 7–9.
E. cannábinumL.
1.Blätt. ungleich grob gezähnt (Fig.738), unterseits etwas graufilzig u. mit engmaschigem Adernetz, etwa 25 cm breit; Blkr. fleischrot. 7. 8. Quellige Orte und Schluchten der höheren Gebirge
Graublättrige P.,A. álbifronsRchb.
Fig. 738.
Fig. 738.
— Blätt. feiner od. fast gleichmäßig gezähnt (Fig.739), unterseits blaßgrün u. nur auf den Adern behaart, mit weitmaschig. Adernetz, bis 15 cm breit; Blkr. meist hellviolett. 7. 8. Oberbayern und auf der Adelegg bei Isny (Württemberg)
Alpen-P.,A. alpínaBluff u. Fingerhuth
Fig. 739.
Fig. 739.
1.Zungenbltn fehlend; Scheibenbltn goldgelb; Blätt. linealisch, kahl. 8. 9. Sandboden, Hügel, sehr zerstr.(Linósyris vulgárisCassini)
Goldhaar,A. linósyrisBernhardi
— Zungenbltn vorhanden
2
2.Stengel 1köpfig, oben fast blattlos; Köpfch. ansehnl.; Zungenbltn blau. 6–8. Felsige Abhänge. (Mährisches Gesenke, Unterharz, Saaletal)
Alpen-A.,A. alpínusL.
— Stengel mehrköpfig
3
3.Stengel und Blätt. steifhaarig; untere Blätt. elliptisch, obere längl.-lanzettl., alle ganzrandig; Hüllblätt. abgerundet, meist sämtlich stumpf, etwas abstehend, die inneren an der Spitze gefärbt. 8. 9. Sonnige Hügel, in Mittel-, Ost- und Süddeutschl.
Berg-A.,A. améliusL.
— Stengel und Blätt. kahl od. fast kahl
4
4.Blätt. etwas fleischig, kahl, linealisch-lanzettl.; Haarkr. mit weichen Haaren; Hüllblätt. angedrückt; Zungenbltn blaulila, 7–9. Meeresstrand und selten an salzhaltigen Stellen des Binnenlandes
Strand-A.,A. tripóliumL.
— Blätt. nicht fleischig; Haarkr. mit steifen Haaren
5
5.Hüllblätt. sehr locker, abstehend, die mittl. längl.-lanzettl. od. lanzettl.; Blätt. mehr od. weniger stengelumfassend. 9–10. Zierpfl. aus Nordamerika, zuweilen verw.
Neubelgische A.,A. novi-bélgiiL.
— Hüllblätt. angedrückt, nur an der Spitze zuweilen zurückgebogen, die mittleren linealisch-lanzettlich od. linealisch
6
6.Innere Hüllblätt. wenig länger als die äußeren; Köpfchen (mit den Zungenbltn) 24–26 mm breit. 8. 9. Weidengebüsche an Flußufern, zerstr.
Weiden-A.,A. salicifóliusScholler
— Innere Hüllblätt. viel länger als die äußeren; Köpfchen kleiner
7
7.Köpfchen etwas über 1 cm breit; Blätt. lanzettlich, zugespitzt, fein entfernt-gesägt; Zungenbltn zuletzt rötlich. 8–10. An Flußufern verw.
Kleinblütige A.,A. parviflórusN. v. E.
— Köpfchen etwa 2 cm br.; Blätt. ganzrandig od. kaum gesägt; Zungenbltn zuletzt bläulich. 8–10. Wie vor.
Weißblütige A.,A. leucánthemusDesfontaines
In GärtenCallistephus chinensis, Gartenaster, mit ansehnlich. (2½-10 cm) Köpfchen und verschiedenart. gefärbten Zungenbltn. Meist gefüllt. Bekannte Herbstblume.
Feuchte, felsige Orte, im südlichsten Gebiet. 5–7.
B. michéliiCassini
Grasplätze, Wiesen, gemein. 2–11.(In Gärten als »Tausendschön« mit gefüllten Köpfchen und roten Bltn)
B. perénnisL.
Hüllblätt. rauhhaarig. 6–9. Verwilderte Zierpfl. aus Nordamerika
St. ánnuaNees
Zungenbltn rötl., die Hüllblätt. weit überragend; Stengel meist rötl., nebst den Blätt. rauhhaarig.(Ändert ab: Blätt. kahl, schmäler; Köpfchen kleiner =E. droebachiénsisO. F. Müller). 6–9. Sandige Plätze, Wegränder, nicht selten
Echtes B.,E. acerL.
Zungenbltn meist schmutzig weiß, die Hüllblätt. kaum überragend; Köpfchen sehr zahlreich, 4–5 mm lang; Stengel grün; Blätt. borstig gewimp. 6–10. Kiesige Ufer, unbebaute Orte, gemein. Stammt aus Nordamerika.
Kanadisches B.,E. canadénsisL.
Bastard:E. acer×canadensis.
Köpfchen in allseitswend., aufrechten Trauben; Zungenbltn länger als die Hüllblätt. H. 0,60–1 m. 7–9. Trockene Wälder, häufig
Echte G.,S. virga āūreaL.
Köpfchen in einseitswend., zurückgekrümmten, rispig angeordneten Trauben, sehr klein; Zungenbltn kaum länger als die Hüllblätt. H. bis 2½ m. 8. 9. Verwildernde Zierpfl. aus Nordamerika
Kanadische G.,S. canadénsisL.
Köpfchen fast kugelig; Hüllblätt. gewölbt; Bltn gelblichweiß. 6. 7. Im Elsaß, auf dem Bollenberg, bei Sulzmatt und Rufach
M. eréctusL.
Trockene, gebirgige Orte, besonders auf Kalk. 7. 8. In Süddeutschl. verbreitet
B. salicifóliumL.
B. speciósumSchreber (Telékia speciósaBaumgarten) mit herzf., gestielten Blätt., 6 cm breiten Köpfchen, eif. Hüllblättt. und 60–125 cm hohem Stengel; findet sich in Schlesien und am Elsterufer bei Gera verw.
1.Innere Hüllblätt. an der Spitze verbreitert, spatelig, äußere laubblattart.; Blätt. unterseits filzig; Köpfchen etwa 6 cm breit. H. 1–1½ m. 7. 8. Angebaut und verw.
Echter A.,I. heléniumL.
— Innere Hüllblätt. zugespitzt, alle lanzettlich od. linealisch
2
2.Zungenbltn so lang als die Scheibenbltn od. kaum so lang als die Hüllblätt.; Köpfchen klein, zahlreich
7
— Zungenbltn viel länger als die Scheibenbltn
3
3.Obere Blätt. mit herzf. Grunde stengelumfassend
6
— Obere Blätt. mit verschmälertem oder abgerundetem Grunde sitzend (nicht od. kaum stengelumfassend)
4
4.Blätt. kahl, linealisch-lanzettlich, schmal, spitz, mit parallelen Nerven; Stengel kahl, oberwärts mehr od. weniger weißwollig. 7. 8. Deggendorfer Moos in Bayern
Schwertblättriger A.,I. ensifóliaL.
— Blätt. rauhhaarig, unterseits filzig
5
5.Stengel wagerecht abstehend behaart, 1–3köpfig; Blätt. längl. oder lanzettlich, rauhhaarig; Hüllblätt. steifhaarig. 6. 7. Sonnige, steinige Hügel, gern auf Kalk
Rauher A.,I. hirtaL.
— Stengel filzig, vielköpfig; Blätt. elliptisch-lanzettlich, unterseits filzig; Hüllblätt. weißfilzig. 8. 9. Selten auf einigen Rheininseln in Baden
Ufer-A.,I. vaillántiiVillars
6.Stengel und Blätt. fast kahl (selten kurzhaarig); äußere Hüllblätt. kürzer als die inneren; Fr. kahl. 6–8. Wiesen, Waldränder, verbreitet, im nordwestl. Gebiet fehlend
Weiden-A.,I. salícinaL.
— Stengel und Blätt. zottig; äußere Hüllblätt. so lang als die inneren; Fr. behaart. 7–9. Feuchte Wiesen, Gebüsche, stellenweise
Wiesen-A.,I. británnicaL.
7.Fr. kahl; Zungenbltn gelb, kaum länger als die Scheibenbltn; obere Blätt. etwas herzf. 7. 8. Sonnige Hügel, selten in Mitteldeutschl.
Deutscher A.,I. germánicaL.
— Fr. kurzhaarig; Zungenbltn rötlich, 3spalt., fast röhrenf., so lang als die Hüllblätt.; obere Blätt. mit verschmälertem Grunde. 7–10. Wie vor., zerstr., in der Ebene sehr selten
Dürrwurz,I. conýzaDC.
Bastard:I. germanica×salicina(I. médiaAut.),hirta×salicina u. a.
Zungenbltn kaum länger als die Scheibenbltn; Köpfchen schmutziggelb, bis 11 mm br.; Blätt. am Grunde abgerundet, kaum stengelumfassend. 7–9. Teichränder, überschwemmte Plätze, meist häufig
Kleines F.,P. vulgárisGærtner
Zungenbltn viel länger als die Scheibenbltn; Köpfchen goldgelb, bis 2 cm br.; Blätt. herzf., stengelumfassend. 8. 9. Ufer, Gräben, zerstr., im östl. Gebiet fehlend
Großes F.,P. dysentéricaGærtner
1.Stengel am Grunde der Blattstiele mit 3teilig., gelben Dornen; Blätt. am Grunde keilf., unterseits weißfilzig; Frhülle längl.-elliptisch, zwischen den dünnen, geraden, an der Spitze hakenf. Stacheln kurzhaarig. 8. 9. Zäune, Schutt, hier und da eingeschleppt
Dornige Sp.,X. spinósumL.
— Stengel dornenlos
2
2.Blätt. am Grunde herzf., 3lappig; Frhülle eif., bei der Frreife grün, mit kahlen Stacheln besetzt, dazwischen kurzhaarig und drüsig; Frschnäbel gerade. 7–10. Schutt, Zäune, zerstr. und unbeständig
Echte Sp.,X. strumáriumL.
— Blätt. am Grunde keilf., 3eckig; Frhülle längl.-eif., bei der Frreife braun, mit unten steifhaarigen Stacheln besetzt, dazwischen steifhaarig; Frschnäbel voneinander abstehend und gekrümmt. 8. 9. Ufer der Elbe, Oder, Netze, Warthe, Weichsel, sonst nur verschleppt.
Italienische Sp.,X. itálicumMoretti
Stengel flaumig; mittl. Blätt. doppelt fiedert., mit spitzen Zipfeln; Stempelbltnköpfchen 1blütig, zu 1–3 achselst., am Grunde der zahlreicheren Stbbltnköpfchen. 8–9. Zuw. eingeschleppt
A. artemisifóliaL.
Zäune, Gartenland, Äcker, völlig eingebürgert. 6–9. Stammt aus Peru
G. parviflóraCavanilles
Stammt aus Chile, zuweilen als Ölpflanze gebaut. 7. 8.
M. satívaMolina
1.Köpfchen nickend, meist mit Zungenbltn, goldgelb; Blätt. ungeteilt, sitzend. 8–10. Gräben, Teichränder, zerstr.
Nickender Zw.,B. cérnuusL.
— Köpfchen aufrecht
2
2.Blätt. fast stets ungeteilt, in einen geflügelten Stiel verschmälert, lebhaft grün; Stengel oft rotbraun; Fr. nach dem Grunde zu stark verschmälert; Köpfchen gelb. 8–10. Aus Amerika, an Flußufern und auf Floßholz hier und da eingebürgert
Verwachsenblättriger Zw.,B. connátusMühlenberg
— Blätt. geteilt (selten einfach); Fr. nach dem Grunde zu wenig verschmälert, ziemlich flach zusammengedrückt
3
3.Blätt. 3zählig, die unt. oft gefied., meist schlankgestielt; Köpfchen langgestielt, gelbbraun; Fr. höckerig. 8. 9. Wie vor.
Laubiger Zw.,B. frondósusL.
— Blätt. 3–7teilig, mit kurzem, geflügeltem Blattstiel
4
4.Blätt. dunkelgrün, 3–5teilig, selten ungeteilt; äußere Hüllblättch. 5–8; Köpfchen mindestens so hoch als breit, meistwenigblütig, gelbbraun; Zungenbltn selten vorhanden. 7–10. Feuchte Orte, häufig
Dreiteiliger Zw.,B. tripartítusL.
— Blätt. hellgrün, 5–7teilig; äußere Hüllblätt. 10–12; Köpfchen flach, viel breiter als hoch, vielblütig, gelb. 8–10. Teichränder, selten und unbeständig
Strahlender Zw.,B. radiátusThuillier
In GärtenZínnia élegansJacquin, Zinnie, mit stengelumfassenden, gegenst. Blätt. und ansehnlichen, verschieden gefärbten Köpfchen. Aus Mexiko.
Desgl.Tagétes pátulaL., Studentenblume, mit becherf. Hüllkelche und oben verdickten Bltnstielen. Bltn orange bis braun.
Köpfchen nickend, sehr groß, bis 40 cm breit; Blätt. herzf. 7–10. Angepflanzt
Sonnenblume,H. ánnuusL.
Köpfchen aufrecht, bis 14 cm br.; obere Blätt. längl.-eif. bis lanzettl., unt. gegenst.; Grundachse mit Knollen. 8–10. Angebaut und verw.
Erdbirne,H. tuberósusL.
Dáhlia variábilisDesfontaines, Georgine, mit fiedersp. Blätt., ansehnlichen, zuerst nickenden, meist gefüllten Köpfchen als Zierpfl. in Gärten.
Untere Blätt. fiedert., mittl. 3spalt., obere eif., ungeteilt; Stengel ästig, kahl. 7. 8. Aus Nordamerika, jetzt an Flußufern verw.
Spitzblättriger S.,R. laciniátaL.
Blätt. alle ungeteilt, nebst dem meist einfachen Stengel rauhhaarig. 8–10. Angepfl. und verw.
Rauhhaariger S.,R. hirtaL.
Verwandt istCalliópsis bícolorRchb., Schönauge, mit goldgelben, am Grunde schwarzrot oder samtig dunkelbraun gefleckten Zungenbltn und schwarzroten Röhrenbltn. Gartenpfl. aus Arkansas.
Blätt. gestielt, längl.-lanzettl.; Bltn blaßgelb. 7. 8. Waldige Abhänge in Bayern (Laufen, Simbach, Jochenstein bei Passau.
C. cérnuumL.
1.Köpfchen zu 10–30 in köpfchenf. Knäueln (Fig.740); Hüllblätt. haarspitzig, gekielt, bei der Frreife nicht ausgebreitet; Stengel gabelästig. 7–9. Äcker, Hügel.
Deutsches F.,F. germánicaL.
Fig. 740.
Fig. 740.
Kommt in folgenden Formen vor: a) Äste aufrecht; Hüllblätt. bräunlich, kahl; Blätt. dem Stengel anliegend od. aufrecht; Pfl. graufilzig, sehr zerstr. =F. canéscensJordan; b) Äste aufrecht; Hüllblätt. messinggelb, filzig, mit kahler Spitze; Blätt. abstehend; Pfl. gelblich filzig, häufiger =F. apiculátaG. E. Smith (F. lutéscensJordan); c) Äste abstehend; Stengel niederliegend; Blätt. etwas abstehend (Fig.741); Knäuel 10–15köpfig, selten =F. spathulátaPresl.
Fig. 741.
Fig. 741.
— Köpfchen zu 2–7 geknäuelt; Hüllblätt. stumpfl., bei der Frreife ausgebreitet
2
2.Bltnknäuel von pfrieml. Blätt. überragt (Fig.742); Hüllblätt. gekielt; Blätt. linealisch-pfrieml.; Stengel gabelästig. 7. 8. Äcker im westl. und südwestl. Gebiet
Französisches F.,F. gállicaL.
Fig. 742.
Fig. 742.
— Bltnknäuel nicht von Blätt. überragt
3
Fig. 743.
Fig. 743.
3.Stengel traubig od. rispig verästelt (Fig.743); Hüllblätt. nicht gekielt, außen dicht wollig, die äußeren linealisch. 7–9. Äcker, Triften, häufig
Acker-F.,P. arvénsisL.
— Stengel gabelästig (Fig.744); Hüllblätt. gekielt, an der Spitze gelblich, die äußeren eif. 7–9. Wie vor., ziemlich häufig
Zwerg-F.,P. mínimaFries
Fig. 744.
Fig. 744.
1.Köpfchen weiß oder rosa; Stbbltn auf verschiedenen Pfl.
6
— Köpfchen bräunlich, gelblich od. gelblichweiß
2
2.Köpfchen in Knäueln (Fig.746–747)
5
— Köpfchen zu einem ähren- od. traubenf. Bltnstande im oberen Teile des Stengels angeordnet, zuweilen gedrängt, aber jedes Köpfchen unmittelbar an der Hauptachse entspringend (Fig.745)
3
Fig. 745.
Fig. 745.
3.Stengel fadenf., mit kriechenden Ausläufern; Köpfchen zu 1–5; Hüllblätt. braun, fast 2reihig, die äußeren über halb so lang als das Köpfchen. H. 3–8 cm. Pfl. wollig-filzig. 7–10. Steinige Orte und Geröll der höheren Gebirge
Zwerg-R.,G. supínumL.
— Stengel steif aufr.; Hüllblätt. dachziegelig, die äußeren ⅓ so lang als das Köpfchen. H. 15–45 cm
4
4.Mittl. Blätt. kürzer als die unt., alle meist 1nervig; Köpfchen meist zahlreich, in verlängerter Ähre; Pfl. meist seidig filzig. 7–9. Trockene Wälder und Gebüsche, Heiden, häufig
Wald-R.,G. silváticumL.
— Mittl. Blätt. mindestens so lang als die unt., alle meist 3nervig; Köpfchen weniger zahlreich, in kürzerer, gedrungener Ähre; Hüllblätt. dunkler; Pfl. mehr flockig filzig. 7–9. Wiesen und Abhänge der höheren Gebirge
Nordisches R.,G. norvégicumGunner
5.Stengel ausgebreitet, von unten an ästig; Köpfchenknäuel von Blätt. umgeben (Fig.746); Hüllblätt. bräunlichgelb; Pfl. weißwollig od.(var.nudumEhrh.)selten kahl. 6–10. Feuchter Boden, häufig
Sumpf-R.,G. uliginósumL.