Chapter 38

Fig. 777.

Fig. 777.

I. Jedes einzelne Ährchen der Hauptachse unmittelbar aufsitzend (Fig.777) od. mit einem ganz kurzen, einfachen Stiele von ihr entspringend (Fig.781). Der Bltnstand ist daher eine Ähre[44]od. (bei den kurzgestielten Ährchen) eine ährenf. Traube. Der Halm trägt an der Spitze zuw. mehrere fingerart. od. traubig angeordnete Ähren (Fig.783–784)

Ährengräser332

Fig. 778.

Fig. 778.

II. Die an der Hauptachse entspringenden Stiele sind verzweigt, aber so kurz, daß die Ährchen eine ährenf. Rispe bilden (Fig.778). (Oft ist erst beim Umbiegen des Bltnstandes zu erkennen, daß die Ährenstiele verzweigt sind, daß also nicht jedes Ährchen unmittelbar an der Hauptachse entspringt)

Ährenrispengräser334

Fig. 779.

Fig. 779.

III. Ährchen langgestielt od. kurzgestielt und dann an längeren Rispenästen stehend und daher eine mehr od. weniger ausgebreitete Rispe bildend (Fig.779)

Rispengräser335

Fig. 780.

Fig. 780.

1.Halm an der Spitze mit mehreren fingerart. od. traub. zusammengestellt. Ähren (Fig.783–784)

13

— Halm an der Spitze mit einer einzigen Ähre od. ährenf. Traube (Fig.777, 781–782)

2

2.Ährchen ganz in Aushöhlungen der Ährenachse eingesenkt (Fig.780), 1–2blütig, in fast stielrunder, meist gekrümmter Ähre, die kaum dicker als der Halm ist; Kelchspelzen 2, selten 1, vorn nebeneinander. H. 5–15 cm. Meeresküste

Leptúrus358

— Ährchen nicht in die Ährenachse ganz eingesenkt

3

3.Ähre einseitswendig, da die 1blüt., rötl. od. bläulichen Ährchen in 2 sehr genäherten Reihen stehen (Fig.782); Halm sehr dünn, mit borstl. Blätt.

12

— Ähre 2seitig, da die Ährchen sich an der Ährenachse gegenüberstehen

4

4.Auf jedem Absatze der Ährenachse sitzen mehrere (2–6) Ährchen nebeneinander; Ährchen 1blütig

11

— Ährchen einzeln an der Hauptachse stehend, 2–8blütig

5

5.Ährchen mit der schmalen Seite der Ährenachse zugekehrt, mit 1 Kelchspelze (nur das endst. mit 2)

Lólium357

— Ährchen mit der breiten Seite der Ährenachse zugekehrt, alle mit 2 Kelchspelzen

6

6.Ährchen kurzgestielt (Fig.781), in einfacher Traube, entfernt stehend, 3- bis vielblütig

10

Fig. 781.

Fig. 781.

— Ährchen sitzend, meist dicht gedrängt

7

7.Äußere Bltnspelze auf demRückenmitknief. gebogenerGranne; Ährchen 4–7blütig

Gaudínia349

— Äußere Bltnspelze grannenlos od. an derSpitzemitgeraderGranne

8

8.Ährchen 2blütig (mit einem stielart. Ansatz zu einer 3. Blüte); Kelchspelzen pfrieml., 1nervig, gekielt.

Roggen,Secále359

— Ährchen 3–8blütig; Kelchspelzen eif. oder lanzettl., mehrnervig

9

9.Kelchspelzen scharf gekielt (wenigstens an der Spitze), eif., sehr ungleichseitig; unt. Bltnspelze am Grunde ohne Querwulst; Ährchen bauchig. Weizen

Tríticum358

— Kelchspelzen nicht od. stumpf gekielt, lanzettl., gleichseitig; unt. Bltnspelze am Grunde mit einer Querwulst; Ährchen nicht bauchig. Wildwachsende Arten

Agropýrum358

10.Kelchspelzen ungleich lang, 5–7nervig; innere Bltnspelze steif gewimpert; Ährchen 4–16blütig, lang, schmal linealisch (Fig.781)

Brachypódium357

— Kelchspelzen fast gleichlang, 3nervig, innere Bltnspelze fein gewimpert; Ährchen 3–7blütig

Festúca354

Fig. 782.

Fig. 782.

11.Ährchen meist 3blütig, zu 2–4 nebeneinander; Kelchspelzen am Kiele gewimpert, oberwärts kurzhaarig; Bltnspelzen grannenlos; Blätt. starr, stechend, trocken eingerollt. Meeresstrand

Élymus359

— Ährchen 1blütig od. mit einem Ansatze zur 2. Blüte, zu 3 nebeneinander, das mittlere stets begrannt (Fig.829–831); Blätt. weich, flach

Hórdeum359

12.Kelchspelzen fehlend; Narbe 1; Ährchen linealisch, pfriemlich (Fig.782b), blau. Pfl. graugrün. H. 10–30 cm

Nardus357

— Kelchspelzen 2, nach oben behaart; Narben 2; Ährchen elliptisch (Fig.782a), purpurn. H. 3–9 cm

Mibóra344

13.Ährchen rauhhaarig, lang begrannt, zu 2 nebeneinander (Fig.783), davon 1 sitzend, 1 gestielt, das gestielte nur mit Stbbltn; Ährenachse zerbrechlich, behaart; Kelchspelzen 3

Andropógon339

Fig. 783.

Fig. 783.

— Ährchen kahl od. fast kahl

14

14.Ährchen zu 2, eins sitzend od. fast sitzend, eines gestielt, vom Rücken zusammengedrückt; Kelchspelzen nicht gekielt; Ähren fast fingerart. od. traubig angeordnet (Fig.784)

Pánicum339

Fig. 784.

Fig. 784.

— Ährchen einzeln, kurzgestielt, von der Seite zusammengedrückt; Kelchspelzen gekielt; Ähren genau fingerart. (von einem Punkte entspringend)

Cýnodon349

Vergl. dazuZea mays,Glyceria fluitansvar. undFestuca elatior×Lolium perenne

1.Ährchen am Grunde mit einer Hülle, die entweder aus langen, das Ährchen überragend. Borsten od. (Fig.785) aus einem kammf. Blättch. besteht

14

Fig. 785.

Fig. 785.

— Ährchen am Grunde ohne eine solche Hülle(vergl.Ammophila)

2

2.Ährchen 2- bis vielblütig

9

— Ährchen 1blütig, oft mit einem pfrieml. od. keulenf. Ansatz zu 1 oberen od. 2 unteren Bltn.

3

3.Äußere Bltnspelze am Rande dicht und lang gewimpert (Fig.816) und daher die Ährenrispe nach dem Verblühen zottig-seidenhaarig; Ährchen mit einer fruchtbaren und einer verkümmerten Blüte; Blätt. fast borstlich

Mélica350

— Äußere Bltnspelze nicht lang gewimpert

4

4.Äußere Kelchspelze dicht mit hakigen Dornen besetzt, die innere sehr klein, häut.; Ährchen vom Rücken her zusammengedrückt

Tragus339

— Kelchspelzen nicht mit hakigen Dornen; Ährchen von der Seite her zusammengedrückt

5

5.Ährenrispe eif. od. kugelig-eif., sehr dicht (Fig.786), weißlich, grün gestreift; Kelchspelzen 4, die äußeren auf dem Rücken breit geflügelt, viel größer als die Blüte, die inneren schuppenf. (eine oft fehlend); Bltnspelzen lederart., unbegrannt

Phaláris341

— Ährenrispe längl. od. walzl., selt. eif. u. dann d. Kelchspelzen am Kiel steifhaarig od. Bltn begrannt

6

6.Bltnspelzen am Grunde mit Haaren, die ⅓-¼ so lang als die Spelzen sind; Ährchenachse über die Blüte verlängert, an der Spitze pinselartig behaart; Kelchspelzen etwas ungleich; Bltn unbegrannt; Ährenrispe weißlich; Blätt. meist eingerollt

Ammóphila346

— Ährchenachse unbehaart od. schwarz behaart

7

7.Kelchspelzen 4, die 2 äußeren sehr ungleich, die inneren kleiner, begrannt, braunhaarig (Fig.795); Bltnspelzen kurz, durchsichtig; Narben fadenf.; Stbblätt. 2; Ährenrispe locker

Anthoxánthum341

— Kelchspelzen 2, gekielt, gleichlang; Stbblätt. 3; Ährenrispe dicht

8

8.Kelchspelzen wenigstens am Grunde verwachsen (Fig.797bis799); äußere Bltnspelze groß, schlauchart. um die Blüte gewickelt, auf dem Rücken begrannt, innere meist fehlend

Alopecúrus342

— Kelchspelzen ganz getrennt, stachelspitzig od. begrannt (Fig.800–802); äußere Bltnspelze stumpf, unbegrannt, die stets vorhandene innere umfassend

Phleum343

9.(2.) Kelchspelzen kürzer als das Ährchen, die eine mindestens 2mal so lang als die andere

13

Fig. 786.

Fig. 786.

— Kelchspelzen so lang od. fast so lang als das Ährchen

10

10.Äußere Bltnspelze an der Spitze mit 3–5 borstl.-stachelspitzigen Zähnen (Fig.787); Kelchspelzen eif.; Narben fadenf.; Ährenrispe oberwärts meist schieferblau; Blätt. starr

Sesléria349

— Äußere Bltnspelze mit ungeteilter od. ausgerandeter od. 2spalt. Spitze; Narben federig

11

11.Äußere Bltnspelze unter der Mitte des Rückens begrannt, 2spitzig, kahl; Blätt. borstl. (Fig.811)

Aira346

— Äußere Bltnspelze unbegrannt od. an der Spitze kurz begrannt; Ährenrispe glänzend

12

12.Äußere Bltnspelze am Rande lang gewimpert, knorpelig, unbegrannt

Mélica350

— Äußere Bltnspelze am Rande wimperlos, zusammengedrückt gekielt, stachelspitzig od. kurz begrannt

Koeléria349

13.(9.) Blätt. borstl.; Stbblätt. 1; äußere Bltnspelze lang begrannt, auf dem Rücken abgerundet; Stengel aufrecht (Fig.821–822)

Festúca354

— Blätt. flach; Stbblätt. 3; äußere Bltnspelze unbegrannt, stumpf, gekielt; Ährchen kurz und dick gestielt; Ährenrispe starr, dick, einseitswendig; Blattscheiden gekielt; Pfl. meist liegend, graugrün

Scleróchloa351

14.(1.) Ährenrispe einseitswendig; Ährchen mehrblütig, am Grunde mit kammf. Hülle (Fig.785); Kelchspelzen 2; äußere Bltnspelze an der Spitze kurz begrannt

Cynosúrus351

— Ährenrispe allseitswendig; Ährchen 1blütig, am Grunde von langen, borstenf. Grannen umgeben; Kelchspelzen 3; Bltnspelzen unbegrannt

Setária340

Fig. 787.

Fig. 787.

1.Stbbltn in ausgebreiteten, endst. Rispen; Stempelbltn in seitl., von Scheiden eingeschlossenen Kolben, mit lang heraushängend. Narben. Angebaute, bis 2 m hohe Pfl. Mais

Zea339

— Stbbltn und Stempelbltn wenigstens in derselben Ähre

2

2.Ährchen mit 2 od. mehr Bltn, von denen zuweilen 1–2 nur Stbblätt. enthalten(Trisetum flav.hat zuw. 1blüt. Ährchen)

12

— Ährchen 1blüt., zuweilen mit einem Ansatz zu einer 2. Blüte

3

3.Ährchen grannenlos od. mit Grannen, die die Spelzen nicht od. wenig überragen

6

— Ährchen mit Grannen, die wenigstens 3mal länger als die Spelzen sind

4

4.Granne 10–12 cm lang, doppelt gekniet; Rispe zusammengezogen, unten von der Scheide umschlossen; Blätt. borstlich

Stipa341

— Granne viel kürzer, höchstens 3–4mal so lang als die Spelzen.

5

5.Äußere Bltnspelzen auf dem Rücken lang behaart; Granne gekniet; äußere Kelchspelze etwas länger als die innere; Spelzen gelblichweiß. Alpen.

Lasiogróstis341

— Äußere Bltnspelze kahl, zart; Granne gerade od. geschlängelt; äußere Kelchspelze kleiner als die innere. Äcker.

Apéra346

6.(3.) Kelchspelzen fehlend; Bltnspelzen unbegrannt, steifhaarig gewimpert, papierart., gekielt; Rispe locker, meist nur im ob. Teile aus der Blattscheide hervortretend, ihre Äste oft geschlängelt; Blätt. lang, rauh; Stengel knickig aufsteigend, an den Knoten weiß behaart. Pfl. gelbgrün

Orýza340

— Kelchspelzen vorhanden

7

7.Ährchen von der Seite zusammengedrückt und daher die Kelchspelzen auf dem Rücken mehr od. weniger gekielt

10

— Ährchen vom Rücken zusammengedrückt od. stielrund; Kelchspelzen nicht gekielt

8

8.Blattscheiden rauhhaarig; Kelchspelzen 3, die äußeren sehr klein; Ährchen zusammengedrückt; Rispe reichblütig, zuletzt überhängend. Gebaute Hirse

Pánicum339

— Blattscheiden kahl; Kelchspelzen 2. Waldgräser

9

9.Ährchen grün; Rispe allseitig, weit ausgebreitet, mit schlängeligen, fast wagerecht abstehend. Ästen; Blätt. breit; Blatthäutch. lang

Mílium341

— Ährchen rotbunt, mit einer verkümmerten Blüte; Rispe (od. Traube) einseitswendig, sehr locker; Blattscheiden mit ihren Rändern verwachsen

Mélica350

10.(7.) Ährchenachse am Grunde der Bltnspelzen mit Haaren, die länger als der Querdurchmesser der Spelze sind (Fig.803); Kelchspelzen 2, ungleich, schmal, kaum länger als die begrannten Bltnspelzen. Pfl. oft schilfart.

Calamagróstis344

— Ährenachse am Grunde der Bltnspelz. nicht od. kurz behaart

11

11.Schilfart. Ufergras. Kelchspelzen 4, die äußeren kahnf., gleichlang, die inneren kleiner (Fig.788), schuppenf.[45]; Bltnspelzen unbegrannt, glänzend, lederart.; Rispe knäuelig, gelappt, oft bunt

Phaláris341

Fig. 788.

Fig. 788.

— Zierliche Gräser mit fein verzweigtem Bltnstande (Fig.779); Kelchspelzen 2, ungleich, länger als die zarten, oft begrannten Bltnspelzen; Ährchen ca. 2 mm lang

Agróstis344

12.(2.) Kelchspelzen merklich kürzer als das Ährchen und meist auch kürzer als die nächsten Bltnspelzen (namentl. die unt. Kelchspelze)

24

— Kelchspelzen (wenigstens eine) etwa so lang als das Ährchen

13

13.Bltnspelzen (wenigstens bei 1 Blüte) begrannt, Granne zuweilen in den Spelzen versteckt

17

— Bltnspelzen unbegrannt

14

14.Ährchen nickend od. hängend

16

— Ährchen aufrecht

15

15.Rispe schmal zusammengezogen, mit 4–16 Ährchen; Ährchen grün, 3–5blütig; Ährchenachse behaart; äußere Bltnspelzean der Spitze 3zähnig; Blattscheide am Rande langhaarig; Blatthäutchen fehlend, dafür eine Haarreihe

Sieglíngia349

— Rispenäste während der Blütezeit abstehend; Ährchen bräunlich, glänzend, meist 3blütig, die beiden unteren Bltn nur mit Stbblätt., die obere mit einem Stempel und 2 Stbblätt. Pfl. kahl, nach Waldmeister duftend (besonders getrocknet)

Hieróchloa341

16.(14.) Ährchen grün, groß (weit über 1 cm l.); Rispenäste zur Blütezeit abstehend. Gebauter Hafer

Avéna347

— Ährchen mehr od. weniger braunrot, viel kleiner, 2blütig, mit einer verkümmerten Blüte (Fig.818); Kelchspelzen ungleich-weißhäut. berandet; äußere Bltnspelze derb; Rispe einseitswendig, etwas überhängend (Fig.817); Blattscheiden geschlossen. Wälder

Mélica350

17.(13.) Grannen kurz, zwischen den Spelzen versteckt od. sie nur wenig überragend (die Bltn scheinen bei oberflächlicher Betrachtung unbegrannt). (Vergl. Fig. 790 u. 810)

22

— Grannen weit aus den Bltn hervorragend

18

18.Ährchen 8–20 mm lang. Haferähnliche Pfl.

20

— Ährchen 2–5 mm lang, meist 2blütig

19

19.Obere Blüte des Ährchens nur mit Stbblätt., unter der Spitze begrannt, untere Blüte mit Stbblätt. und Stempel, unbegrannt (jedes Ährchen trägt deshalb nur eine Granne); Halm an den Knoten meist rauhhaarig

Holcus346

— Beide Bltn des Ährchens mit Stbblätt. und Stempel; äußere Bltnspelzen 2spitzig od. 4zähnig, auf dem Rücken od. am Grunde begrannt (jedes Ährchen deshalb mit 2 Grannen); Halm an den Knoten kahl; Blätt. borstig

Aira346

20.Die unt. Blüte des 2blütigen Ährchens nur mit Stbblätt., mit langer, geknickter Granne (Fig.789), die obere auch mit Stempel, unbegrannt (seltener begrannt); Kelchspelzen ungleich, äußere 1-, innere 3nervig; Fr. behaart

Arrhenathérum347

Fig. 789.

Fig. 789.

— Alle Bltn des Ährchens mit Stbblätt. und Stempel[46], in der Regel alle begrannt

21

21.Ährchen ziemlich klein (kaum 1 cm l.); Frkn. kahl; Fr. längl., nicht gefurcht, von den Spelzen lose umschlossen

Trisétum348

— Ährchen über 1 cm lang; Frkn. an der Spitze behaart; Fr. spindelf., längsgefurcht, von den Spelzen fest umschlossen

Avéna347

22.(17.) Granne an der Spitze keulenf. verdickt, am Knie bärtig (Fig.790); Stbbeutel dunkelbraun; Ährchen grauweiß, oft rot überlaufen; Rispe vor und nach der Blütezeit zusammengezogen; Blätt. borstl. Sandpfl.

Weingaertnéria346

Fig. 790.

Fig. 790.

— Granne an der Spitze nicht keulenf. verdickt, in der Mitte nicht bärtig

23

23.Ährchen 3blütig, die 2 unteren Bltn nur mit Stbblätt., die obere stets unbegrannte auch mit Stempel; Narbe an der Spitze der Blüte hervortretend (Fig.794); Stengel meist nur unten beblätt.; Ährchen glänzend braun. Pfl. glatt, getrocknet duftend

Hieróchloa341

— Ährchen 2blütig, entweder alle Bltn begrannt od. doch die obere

19

24.(12.) Ährchenachse kahl od. kurzhaarig

26

— Ährchenachse zwischen den Bltn langhaarig

25

25.Blatthäutchen längl.; Narben ungefärbt; Kelchspelzen anfangs etwa so lang als die Bltn, ungleich; äußere Bltnspelze 7nervig, stachelspitzig gezähnt; Blätt. sehr rauh. Seltenes, hohes, schilfartiges Ufergras, mit großer, lockerer Rispe

Scolóchloa353

— Blatthäutchen in eine Haarreihe aufgelöst; Narben purpurn; Ährchenachse mit langen, schneeweißen Haaren; äußere Bltnspelzen linealisch-pfrieml., lang zugespitzt, viel länger als die inneren; Kelchspelzen 3nervig; Ährchen bis 1 cm lang, meist braunrot. Schilf.

Phragmítes349

26.Ährchen auf dem Rückenabgerundet, zusammengedrückt od. stielrund

29

— Ährchen auf dem Rücken mehr od. wenigerscharf gekielt, zusammengedrückt

27

27.Rispe meist dicht geknäuelt, gelappt (Ährchen büschelig gehäuft), meist einseitswendig; äußere Bltnspelze stachelspitzig od. begrannt; Blattscheiden geschlossen

Dáctylis351

— Rispe nicht geknäuelt, meist locker; äußere Bltnspelzen nicht begrannt; unt. Rispenäste meist zu 2–5

28

28.Ährchen 3–8blütig; Rispenäste 2zeilig (d. h. ihre Ansatzstellen am Stengel liegen in 2 Reihen); äußere Bltnspelze mit 5, oft kaum wahrnehmbaren Nerven; Ährchenachse bei der Reife mit den Fr. abfallend; Blatthäutchen vorhanden

Poa351

— Ährchen 8–20blütig (selten weniger); Rispenäste am Stengel spiralig angeordnet; äußere Bltnspelze 3nervig, bei der Reife allein abfallend, während die innere nebst der Ährchenachse bleibt; Blatthäutchen in eine Haarreihe aufgelöst

Eragróstis349

29.Ährchen breit, rundl., am Grunde fast herzf., bunt, an dünnen Stielen hängend (Fig.791); Bltnspelzen abgerundet, stumpf, am Grunde herzf., unbegrannt

Briza351

Fig. 791.

Fig. 791.

— Ährchen eif., längl., lanzettl. od. linealisch

30

30.Narben purpurn; Ährchenachse kurzhaarig; Ährchen klein, meist blau; Kelchspelzen 1nervig, wenig kürzer als die gleichlangen Bltnspelzen; Rispe zusammengezogen; Halm sehr steif, nur am Grunde knotig

Molínia349

— Narben ungefärbt; Ährchenachse kahl

31

31.Äußere Bltnspelze an der Spitze begrannt od. zugespitzt

34

— Äußere Bltnspelze an des Spitze abgerundet od. gestutzt

32

32.Blattscheiden der ganzen Länge nach mit ihren Rändern verwachsen; Ährchen 4–11blütig (Fig.792); äußere Bltnspelze meist hervortretend 7nervig; Kelchspelzen 1nervig. Kräftige Wassergräser

Glycéria353

— Blattscheiden wenigstens bis zur Mitte gespalten; äußere Bltnspelze undeutlich nervig od. 3nervig (im letzteren Falle das Ährchen 2blütig)

33

Fig. 792.

Fig. 792.

33.Ährchen meist 2blütig, etwa 2 mm l., oft violett, zusammengedrückt; äußere Kelchspelze eif.; äußere Bltnspelze mit starken Kiel- und Randnerven; Blattscheiden in der unt. Hälfte geschlossen. Zartes, 30–60 cm hohes Ufergras

Catabrósa350

— Ährchen 4–6blütig, meist stielrund; äußere Bltnspelze undeutlich 5nervig, oberwärts trockenhäutig; Narben sitzend; Blattscheiden bis fast zum Grunde gespalten. Salzpflanze

Festúca354

34.(31.) Narben od. Griffel dem Frkn. beträchtlich unt. der Spitze des Frkn. eingefügt; äußere Bltnspelze oft 2spalt., unbegrannt od. zwischen den Zähnen oder unter der Spitze begrannt; Rispenäste abwechselnd 2reihig gestellt; Blattscheiden meist ganz geschlossen

Bromus355

— Narben od. Griffel dem Frkn. an der Spitze eingefügt; äußere Bltnspelze unbegrannt od. an der Spitze begrannt; Rispenäste nur 2 Seiten der 3kantigen Hauptachse eingefügt, daher einseitswendig

35

35.Kelchspelzen 1nervig; äußere Bltnspelze hervortretend 7nervig, unbegrannt; Ährchen 7–11blütig, lang-zylindrisch; Rispe lang und schmal, ihre Äste zur Blütezeit abstehend, vorher und nachher angedrückt; Blattscheiden geschlossen. Ausläufertreibendes, 45–120 cm hohes Wassergras

Glycéria353

— Äußere Kelchspelze 1-, innere meist 3nervig; äußere Bltnspelze fast stets schwachnervig, spitz, oft begrannt; Ährchen 3- bis mehrblütig, seitlich zusammengedrückt; Blattscheiden meist ganz offen

Festúca354

Stammt aus Amerika, jetzt vielfach angebaut. 6. 7.

Türkischer Weizen,Z. maysL.

Steinige Wegränder, trockene Anhöhen, sehr zerstr. in Mittel- und Süddeutschl. 7–9.

A. ischǣmonL.

Sandige Orte. 6. 7. Aus Südeuropa selten mit fremdem Samen eingeführt

T. racemósusDesfontaines

1.Scheinähren an der Spitze des Stengels fingerf. genähert, mit bandf. Achse; Bltn unbegrannt(Digitária)

3

— Ährchen in zusammengesetzter Rispe od. in mehr od. weniger traubig gestellten Scheinähren

2

2.Ährchen in traubig gestellten, einseitswendigen Scheinähren (Fig.784b); Kelchspelzen auf den Nerven kurz steifhaarig, die 3. stachelspitzig od. begrannt; Blätt. und Stengel glatt, kahl. 7. 8. Äcker, Gartenland, Schutt, nicht selten

Hühner-H.,P. crus galliL.

— Ährchen lang gestielt, in reichblütiger, überhängend. Rispe; Kelchspelzen kahl; Blattscheiden mit langen, abstehenden Haaren. 6–9. Gebaut

Echte H.,P. miliáceumL.

3.Blätt. nebst den Scheiden kahl, am Grunde der Blattfläche meist ein Büschel Haare; Scheinähren zu 2–4; Ährchen elliptisch, weichhaarig; 3. Kelchspelze meist 5nervig. 7–10. Sandige Äcker, zerstr.

Faden-H.,P. lineáreKrocker

— Blätt. nebst den Scheiden behaart; Scheinähren zu 4–8 (Fig.784a); Ährchen längl.-lanzettl.; 3. Kelchspelze kahl, am Rande flaumig od. selten(var.ciliáreRetzius)steifhaarig gewimpert, meist 7nervig. 7–10. Bebauter Boden, meist nicht selten, stellenweise fehlend

Blut-H.,P. sanguináleL.

1.Bltnspelze deutlich querrunzlig; Borsten zuletzt fuchsrot, durch vorwärts gerichtete Zähnchen sehr rauh; Ährchen 3 mm l.; Pfl. graugrün. 7–10. Sandfelder, häufig, im Norden zerstr.

Gelbhaariger F.,S. glaucaP. B.

— Bltnspelzen fein punktiert; Borsten meist grün; Ährchen 2½ mm lang

2

2.Ährenrispe am Grunde meist unterbrochen; Borsten wenig zahlreich, höchstens doppelt so lang als das Ährchen, durch rückwärts gerichtete Zähnchen rauh[47](bei var.ambíguaGussone sehr kurz und vorwärts rauh). 7. 8. Bebaute Orte, nicht häufig

Wirtel-F.,S. verticillátaP. B.

— Ährenrispe nicht unterbrochen, gedrungen; Borsten durch vorwärts gerichtete Zähnchen rauh, das Ährchen weit überragend

3

3.Ährenrispe fingerdick, reichährig, gelappt, oben meist überhängend; Narben gelbl.; Borsten gelbl. oder schwarz. 7. 8. Zuweilen gebaut

Welscher F.,S. itálicaL.

— Ährenrispe bleistiftdick, nicht gelappt, stets aufrecht; Borsten grün. 7. 8. Äcker, Gärten, häufig

Grüner F.,S. víridisP. B.

Gräben, Ufer, sehr zerstr.(Leersia oryzoídesSwartz). 8. 9.

O. clandestínaA. Br.

Rispe einseitswendig, gelappt, zur Blütezeit ausgebreitet; die beiden äußeren Kelchspelzen mit ungeflügeltem Kiel, innere schuppenf., weißhaarig. H. 1–2 m. 6. 7. Ufer, nasse Wiesen, häufig

Rohrartiges Gl.,Ph. arundináceaL.

Rispe dicht, ährenf. (Fig.786); Kelchspelze mit breit geflügeltem Kiel. 7. 8. Gebaut und verw.

Kanariengras,Ph. canariénsisL.

Ährchenstiele kahl; Stbblüten mit sehr kurzer, gerader Granne (Fig.793) od. grannenlos; Rispe ausgebreitet. 5. 6. Feuchte Wiesen, Ufer, besonders in Norddeutschl.

Wohlriechendes M.,H. odorátaWahlenberg


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