Fig. 793.
Fig. 793.
Ährchenstiele unter dem Ährchen behaart; obere Stbblüte mit längerer, geknieter Granne (Fig.794); Rispe gedrungener. 4. 5. Schattige Wälder, im östl. und nordöstl. Gebiet
Darrgras,H. austrálisR. u. Sch.
Fig. 794.
Fig. 794.
Stengel oberwärts unverzweigt; Ährenrispe längl., dicht; innere Kelchspelzen wenig länger als die Bltnspelzen, ihre Grannen die 2. Kelchspelze kaum überragend (Fig.795). 6. Wiesen, Grasplätze, gemein
Wohlriechendes R.,A. odorátumL.
Stengel stark verzweigt; Rispe kürzer, sehr locker; innere Kelchspelzen fast doppelt so lang als die Bltnspelzen, ihre Grannen die 2. Kelchspelze meist um ⅓ überragend. 5–7. Sandige Kornfelder, im nordwestl. Gebiet(A. puélliLecoq und Lamotte)
Begranntes R.,A. aristátumBoissier
Fig. 795.
Fig. 795.
Granne mit weichen, später federart. abstehenden Haaren, bis 30 cm lang. 5. 6. Sonnige Abhänge, trockene Wälder, sehr zerstr., im nordwestl. Flachlande fehlend
Federiges Pf.,St. pennátaL.
Granne unbehaart, von vorwärts gerichteten Zähnen rauh, bis 15 cm lang. 6. 7. Wie vor.
Haarförmiges Pf.,St. capillátaL.
Oberbayern und in den Alpen. 7.
L. calamagróstisL.
Laubwälder, häufig. 5–7.
M. effúsumL.
1.Oberste Blattscheiden stark aufgeblasen (Fig.796); Stengel knickig oder aus liegendem Grunde aufsteigend; Kelchspelzen am Rücken höckerig, bis zur Mitte verwachsen, über derselben plötzlich in eine flache, grüne Spitze ausgezog., bei d. Reife knorpelig; Ährenrispe 1½-2½ cm lang. 5. 6. Feuchte Wiesen. Im oberen Moselgebiet, im Saar- u. Bliestale.
Schlauchartiger F.,A. utriculátusPersoon
Fig. 796.
Fig. 796.
— Oberste Blattscheiden nicht oder nur etwas blasig aufgetrieben
2
2.Stengel am Grunde niederliegend und hier wurzelnd, knickig aufsteigend; Kelchspelzen nur am Grunde verwachsen
6
— Stengel aufrecht(am Grunde zuweilen knickig); Kelchspelzen(außer beiA. bulbosus)fast oder ganz bis zur Mitte verwachsen; Granne lang
3
3.Kelchspelzen bis zur Mitte verwachsen. mit kurzbewimpertem, oberwärts schmal geflügeltem Kiele; Granne der Bltnspelze etwas über dem Grunde eingefügt (Fig.797); Ährenrispe schmal, oft rötlich, beiderseits (besonders nach oben) verschmälert, ihre Äste 1 bis 2 Ährchen tragend. 6. 7. Lehmige Äcker. Im südl. Gebiet verbreitet, sonst selten.
Acker-F.,A. agréstisL.
Fig. 797.
Fig. 797.
— Kelchspelzen nicht ganz bis zur Mitte verwachsen, an dem nicht oder wenig geflügelten Kiele zottig gewimpert; Ährenrispe meist stumpf
4
4.Ährenrispe schmal (etwa 3 mm dick); Kelchspelzen nur am Grunde verbunden, schmal geflügelt; Bltnspelzen am Grunde mit langer (bis 6 mm), geknieter Granne; Blätt. meist nur wenig über 1 mm breit; Grundachse knollig. 5. 6. An der unt. Weser bis Geestemünde
Knolliger F.,A. bulbósusGouan
— Ährenrispe selten unter 5 mm dick; Kelchspelzen mindestens auf ¼ der Länge verwachsen; Blätt. viel breiter; Grundachse kriechend
5
5.Kelchspelzen mit aufrechten od. zusammenneigenden Spitzen (Fig.798); Bltnspelze etwas über dem Grunde mit langer (bis 9 mm) Granne; Ährenrispe bis 1 cm dick und meist 2–7 cm lang, zuweilen schwärzlich überlaufen; Grundachse kurz, kriechend. 5–7. Wiesen, gemein
Wiesen-F.,A. praténsisL.
Fig. 798.
Fig. 798.
— Kelchspelzen mit von einander abstehenden Spitzen (Fig.799); Bltnspelzen mit höher (mindestens im 2. Drittel) eingefügter Granne; Ährenrispe bis 1½ cm dick und selten über 5 cm lang, fast stets schwärzlich überlaufen; Grundachse lang kriechend. 5–7. Nasse, besonders salzhaltige Wiesen. Selten, besonders an der pommerschen Ostseeküste.(A. nígricansHornemann)
Rohrartiger F.,A. arundináceusPoiret
Fig. 799.
Fig. 799.
6.Granne beträchtlich unter der Mitte eingefügt, die Spelzen weit überragend; Bltnspelzen meist spitz; Stbbeutel hellgelb, später braun. 6–10. Feuchte Orte, häufig
Geknieter F.,A. geniculátusL.
— Granne in oder über der Mitte eingefügt, sehr kurz, kaum länger als die Kelchspelzen; Bltnspelzen stumpf; Stbbeutel ziegelrot, später gelblichweiß. 6–10. Mit vor. Art
Rotgelber F.,A. fulvusSmith
Bastard:A. pratensis×geniculatus.
1.Ährenrispe beim Umbiegen lappig; Ährchen mit etwas verlängerter Achse, die am Grunde der inneren Bltnspelze als ein kleines Stielchen sichtbar ist
3
— Ährenrispe auch beim Umbiegen gleichf. zylindrisch bleibend; Ährchenachse nicht stielart. verlängert; Kelchspelzen quer abgestutzt, plötzlich in eine Granne ausgezogen, am Kiel steifhaarig gewimpert
2
2.Blattscheiden nicht od. kaum aufgeblasen; Ährenrispe verlängert (bis 14 cm), meist grün; Granne höchstens ½ so lang als die Kelchspelze, meist kürzer (Fig.800). 6. 7. Wiesen, Triften, auch oft gebaut
Wiesen L., Timotheusgras,Ph. praténseL.
Fig. 800.
Fig. 800.
— Oberste Blattscheide aufgeblasen; Ährenrispe 1–2½ cm l., fast stets violett; Granne mindestens ½ so lang als die Kelchspelze, meist 3 mm l. (Fig.801). 6. 7. Wiesen und Moore der Sudeten, bayr. Alpen
Alpen-L.,Ph. alpínumL.
3.Ährenrispe 1–2½ cm l., längl.-eif., weißgrün; Kelchspelzen allmählich zugespitzt (Fig.802a), am Kiel steifhaarig gewimpert, 2–3mal so lang als die behaarte äußere Bltnspelze. Pfl. mehrstengelig, ohne nichtblühende Blätterbüschel. 5. 6. Sandige Orte am Meeresstrand und selten auf Sandfeldern am Rhein
Sand-L.,Ph. arenáriumL.
Fig. 801.
Fig. 801.
— Ährenrispe selten unter 3 cm lang, zylindrisch; Kelchspelzen abgestutzt, plötzlich zugespitzt (Fig.802b), am Kiel rauh od. mit einigen borstl. Wimpern, wenig länger als die Bltnspelzen
4
4.Kelchspelzen keilf., quer abgestutzt, an der Spitze aufgeblasen kantig (Fig.802b), rauh; Stengel am Grunde verzweigt, fast bis zur Spitze beblättert; Blatthäutchen verlängert, stumpf. 5. 6. Äcker, Weinberge, selten im mittl. und südl. Gebiet
Rauhes L.,Ph. ásperumVillars
— Kelchspelzen lanzettl., schief abgestutzt; Stengel dünn, oben oft purpurn; Blätt. schmal; Blatthäutchen kurz, stumpf. Pfl. graugrün, mit nichtblühenden Blätterbüscheln. 6. 7. Trockene Anhöhen und Wiesen
Böhmers-L.,Ph. boehmériWibel
Fig. 802.
Fig. 802.
Sandige Felder der Rheingegend.(Chamagróstis minimaBorkhausen)3. 4.
M. mínimaDesvaux
1.Blätt. (wenigstens die grundst.) borstl.; innere Bltnspelze fehlend; Blatthäutchen längl.
3
— Blätt. alle flach; beide Bltnspelzen vorhanden, innere kurz
2
2.Blatthäutchen kurz (höchstens 2 mm l.), gestutzt; Rispe auch nach dem Verblühen ausgebreitet, meist violett. 6. 7. Wiesen, Grasplätze, gemein
Rotes St.,A. vulgárisWithering
— Blatthäutchen lang (bis 6 mm), spitz; Rispe nach dem Verblühen zusammengezogen, meist bleich. 6. 7. Wiesen, Äcker, Gräben, häufig. Wie vor. sehr veränderlich
Weißes St.,A. albaL.
3.Rispenäste glatt, auch nach dem Verblühen ausgebreitet; Bltnspelze unter der Mitte begrannt. Pfl. dicht rasig. 7. 8. Steinige Plätze im Riesengebirge und am Gipfel des Arber im Böhmerwald
Felsen-St.,A. rupéstrisAllioni
— Rispenäste rauh
4
4.Bltnspelze unter der Mitte begrannt, an der Spitze gezähnelt; Rispe nach der Blüte zusammengezogen. 6–8. Torfwiesen, nicht selten
Hunds-St.,A. canínaL.
— Bltnspelze am Grunde begrannt, an der Spitze 2borstig; Rispe auch nach der Blüte ausgebreitet; Ährchen fast doppelt so groß als bei vor. 7. 8. Nur im Kessel des Mährischen Gesenkes
Alpen-St.,A. alpínaScopoli
1.Kelchspelzen lanzettl.(C. lanceolata, mit schmal lanzettl. Kelchspelzen, ist von der folgend. Gruppe durch die sehr kurze Granne unterschieden)
3
— Kelchspelzen linealisch-pfrieml., oben von der Seite zusammengedrückt, etwa so lang als die Haare der Ährchenachse; Blätt. mindestens 5 mm br.; Pfl. graugrün
2
2.Rispe steif aufrecht, knäuelig gelappt; Granne in der Mitte des Rückens der Bltnspelze entspringend, etwa ⅔ so lang als die fast gleichen Kelchspelzen, diese meist 3mal so lang als die äußere Bltnspelze (Fig.803). 6. 7. Sandige Orte in Wäldern und an Ufern, häufig
Sand-R.,C. epigēīosRoth
Fig. 803.
Fig. 803.
— Rispe schlaff, überhängend, zur Blütezeit ausgebreitet; Granne der Bltnspelze endständig, fast so lang als die meist ungleichen Kelchspelzen, diese höchstens 2mal solang als die äußere Bltnspelze (Fig.804). 6. 7. Sandige Flußufer, selten
Ufer-R.,C. litóreaDC.
Fig. 804.
Fig. 804.
3.Bltnspelzen fast gleich lang, etwa 4mal so lang als die Haare (Fig.805); Granne weit länger als die Kelchspelzen, gekniet; Ährchenachse über den Grund der Blüte verlängert[48]; Rispe schmal, meist ziemlich locker; Ährchen grünlich, oft hellrötlich überlaufen. 6. 7. Schattige Wälder, zerstr.(C. silváticaDC.)
Rohr-R.,C. arundináceaRoth
Fig. 805.
Fig. 805.
— Bltnspelzen höchstens doppelt so lang als die Haare, meistens ebenso lang od. kürzer
4
4.Granne endst., der 2zähnig ausgeschnittenen Spitze der Bltnspelze entspringend und kaum länger als die Seitenspitzen (Fig.806); äußere Bltnspelze bedeutend länger als die innere; Rispe schlaff; Ährchen braunrot. 6. 7. Torfwiesen, Erlenbrüche, zerstr.
Wiesen-R.,C. lanceolátaRoth
Fig. 806.
Fig. 806.
— Granne auf dem Rücken der äußeren Bltnspelze entspringend
5
5.Granne gekniet, ziemlich kräftig (Fig.807), die Kelchspelzen meist etwas überragend, im unteren Viertel der äußeren Bltnspelze entspringend; Bltnspelzen etwas derb, beide annähernd gleichlang, fast so lang als die Kelchspelzen; Rispe schmal, nach der Blütezeit meist eng zusammengezogen; Ährchen gelblichgrün, violett angelaufen. 7. 8. Bergwälder, selten
Berg-R.,C. váriaLink
Fig. 807.
Fig. 807.
— Granne gerade, zart, kürzer als die Kelchspelzen; äußere Bltnspelze meist beträchtlich länger als die innere
6
Fig. 808.
Fig. 808.
6.Rispe schlaff, ausgebreitet; Granne die Bltnspelze wenig überragend (Fig.808); Bltnspelzen zarthäutig, durchscheinend; Blätt. ziemlich breit (bis über 5 mm); Stengel am Grunde meist ästig. 7. 8. Lichte, sandige Waldplätze, Gebüsche, selten auf Wiesen
Hain-R.,C. halleriánaDC.
Fig. 809.
Fig. 809.
— Rispe schmal, steif aufrecht, vor und nach der Blütezeit zusammengezogen; Granne die Bltnspelze kaum überragend (Fig.809); Ährchen hellbr. bis violett; Blätt. schmal (2–3 mm br.); Stengel nicht ästig. 7. 8.Moorige Wiesen, stellenweise, besonders in Norddeutschland von Holstein bis Schlesien.
Übersehenes R.,C. negléctaFries
Bastarde:arundinacea×epigeios=C. acutiflóraDC.;C. arundinacea×lanceolata=C. hartmaniánaFries u. a.
Rispe weißlich, dicht, walzlich, bis 15 cm lang; Bltnspelzen etwa 3–4mal so lang als die Haare am Grunde der Bltn. 7. 8. Küste der Nord- und Ostsee
A. arenáriaLink
Rispe etwas bräunlich, gelappt, in der Mitte dicker, bis 25 cm lang; Bltnspelzen bis doppelt so lang als die Haare. 7. 8. Meeresküste, besonders an der Ostsee
A. arenaria×Calamagrostis epigeios=A. bálticaLink
Rispenäste weit abstehend; Stbbeutel linealisch-längl. 6. 7. Äcker, Sandplätze, gemein
Acker-W.,A. spica ventiBeauvois
Rispe zusammengezogen, schmal; Stbbeutel rundl.-eif. 6. 7. Salzderhelden in Hannover (angeblich) und um Zons bei Köln
Unterbrochener W.,A. interrúptaPB.
Granne der Stbblüte die Kelchspelzen weit überragend; Halm nur an den Knoten behaart; obere Blattscheiden kahl. 6. Wälder, zerstr.
Weiches H.,H. mollisL.
Granne der Stbblüte kürzer als die Kelchspelzen, zuletzt einwärts gekrümmt (Fig.810); Blätt. beiderseits weichhaarig; Halm an und unter den Knoten nebst den Blattscheiden dicht kurzhaarig. 6–8. Wiesen, gemein
Wolliges H.,H. lanátusL.
Fig. 810.
Fig. 810.
Trockene, sandige Orte, nicht selten. 7. 8.
W. canéscensBernhardi
1.Pfl. 5–20 cm hoch, zart; äußere Bltnspelze meist 2spitzig, gekniet-begrannt; Ährchen 2–3 mm lang; Fr. von den Spelzen lose umschlossen
5
— Pfl. 30–120 cm hoch, schlank; äußere Bltnspelze an der gestutzten Spitze gezähnelt, begrannt; Ährchen 4–5 mm lang; Fr. von den Spelzen fest umschlossen
2
2.Granne undeutlich gekniet, weißl., sehr selten fehlend; Blätt. flach
4
— Granne gekniet, am Grunde bräunlich, weit länger als die Spelzen
3
3.Obere Blüte des Ährchens 2mal so lang als ihr Stiel[49]; Kelchspelzen etwa gleich lang; Rispe reichährig, längl.; Blatthäutchen längl., spitz. Pfl. in kleinen, aber dichten Rasen.7. 8. Moorige Heideplätze. In Nordwestdeutschl., in Schleswig, auf der Insel Röm und auf Rügen
Zweifarbige Schm.,A. díscolorThuillier
— Obere Blüte 4–8mal so lang als ihr Stiel; Kelchspelzen ungleich lang; Rispe nicht reichährig, mit aufrecht abstehenden, meist geschlängelten Ästen; Blatthäutchen der unt. Blätt. gestutzt; Blätt. borstl.; Pfl. lockerrasig, meist rot überlaufen. 7. 8. Trockene Wälder, Heiden, meist häufig
Schlängelige Schm.,A. flexuósaL.
4.Pfl. dicht rasig, meist grasgrün; Blätt. oberseits sehr rauh; Rispenäste wagerecht abstehend; Ährchen fast stets bräunlichweiß; Granne etwa von der Länge der Spelze. 6. 7. Wiesen, Wälder, gemein
Rasen-Schm.,A. caespitósaL.
— Pfl. mit kurzen oder längeren Ausläufern, auffallend hellgrün; Blätt. weniger rauh; Rispenäste mehr aufrecht; Ährchen doppelt so groß als bei vor., meist goldgelb; Granne die Spelze oft weit überragend. 6. 7. An der Unterelbe und Untereider im Gebiet der Ebbe und Flut(A. wibeliánaSonder)
Sumpf-Schm.,A. paludósaWibel
5.Rispe zusammengezogen (Fig.811); Ährchen anfangs hellgrün, später bräunlichweiß, länger als ihre Stiele. 4. 5. Sandboden, zerstr.
Frühe Schm.,A. praecoxP. B.
Fig. 811.
Fig. 811.
— Rispe ausgebreitet (Fig.812); Ährchen so lang oder kürzer als ihre Stiele. 5. 6. Wie vor., zerstr.
Nelken-Schm.,A. caryophylléaWeber
Fig. 812.
Fig. 812.
Wiesen, Wegränder, häufig. 6. 7.
A. elátiusM. u. K.
1.Kelchspelzen 1–3nervig; Ährchen meist unter 2 cm lang, aufrecht
6
— Kelchspelzen 7–11nervig; Ährchen meist größer, hellgrün, zuletzt hängend
2
2.Bltn von der Ährchenachse abgegliedert, getrocknet leicht aus den Kelchspelzen loszulösen, bei der Reife einzeln abfallend; äußere Bltnspelzen bis zur Mitte nebst der Ährenachse dicht bräunlich od. weißl. behaart (Fig.813); Ährchen meist 3blütig; Rispe allseitswendig, mit wagerecht abstehenden Ästen. 6–8. Unkraut unter Getreide
Flug-H.,A. fátuaL.
Fig. 813.
Fig. 813.
— Bltn von der Ährchenachse nicht abgegliedert; reife Fr. nicht ausfallend; äußere Bltnspelze meist kahl; Ährchen meist 2blütig. Angebaute Arten
3
3.Ährchen etwa 1 cm l., längl.; äußere Bltnspelze oben breiter, 2spitzig, die Spitzen nicht in feine Grannen ausgezogen; Kelchspelzen so lang als die Bltnspelzen; Rispe einseitswendig. 6–8. Selten gebaut
Kurzhafer,A. brevísRoth
— Ährchen 2–2½ cm lang, lanzettlich
4
4.Ährchenachse unter jeder Blüte behaart; äußere Bltnspelze in 2 begrannte Zipfel gespalten (Fig.814), außerdem an beiden Bltn des Ährchens mit rückenständiger Granne; Rispe einseitswendig, oberwärts traubig. 6–8. Seltener gebaut
Sand-H.,A. strigósaSchreber
Fig. 814.
Fig. 814.
— Ährchenachse kahl od. nur am Grunde der unt. Blüte des Ährchens kurzhaarig; äußere Bltnspelze an der Spitze nicht lang begrannt, rückenständige Granne bei der oberen od. bei beiden Bltn des Ährchens fehlend
5
5.Rispe ausgebreitet, allseitswendig, mit abstehenden Ästen. 6–8. Gebaut
Rispen-H.,A. satívaL.
— Rispe schmal zusammengezogen, einseitswendig, mit anliegenden Ästen. 6–8. Seltener gebaut
Fahnen-H.,A. orientálisSchreber
6.Blattscheiden und Stengel zusammengedrückt, rauh; Blätter 6–15 mm br., an der Spitze kappenf. zusammengezogen; Ährchen 4–6blütig, mit behaarter Achse. 7. 8. Feuchte Wiesen der Sudeten
Flachstengeliger H.,A. planicúlmisSchrader
— Blattscheiden nicht oder kaum zusammengedrückt; Blätt. 3 bis 4 mm breit
7
7.Blätt. oberseits wie die Blattscheiden rauh, aber nicht zottig, wenigstens die unt. gefaltet; Rispenäste einzeln oder zu 2; Ährchenstiele dick, unter dem Ährchen verdickt; Kelchspelzen beide 3nervig; Ährenachse unter der 2. Blüte mit einem Haarbüschel, das vielmal kürzer als die Blüte ist. 5. 6. Hügel, trockene Wiesen, besonders im Süden und Westen
Wiesen-H.,A. praténsisL.
— Blätt. alle flach, glatt, die unt. nebst den Scheiden zottig; unt. Rispenäste zu 4–5; Ährchenstiele fein, kaum verdickt; äußere Kelchspelze 1nervig, obere 3nervig; Haarbüschel unter der 2. Blüte ½ so lang als diese. 5–7. Wiesen, grasige Hügel, häufig
Flaum-H.,A. pubéscensL.
Kelchspelzen 7–9nervig; äußere Bltnspelze der unt. Blüte jedes Ährchens an der Spitze in eine gerade Granne auslaufend, die der übrigen Bltn an der Spitze haarspitzig 2grannig und außerdem mit rückenst., geknieter Granne (Fig.815). 6. Trockene Hügel, Wege, zerstr., besonders im westl. und mittl. Gebiet(Avena tenuisMoench)
Dünner Gr.,T. ténueRoemer u. Schultes
Fig. 815.
Fig. 815.
Kelchspelzen 1–3nervig; alle Bltn eines Ährchens mit rückenst., geknieter Granne; Ährchen gelb; längere Rispenäste mit 5–6 Ährchen. 6. Wiesen, häufig, im Norden selten.(Avena flavéscensL.)
Goldhafer,T. flavéscensP. B.
Bisweilen eingeschleppt. 6.
G. frágilisP. B.
Sandfelder. In der Rheingegend, im südl. Gebiet, unweit Potsdam. 7. 8.
C. dáctylonPersoon
Blätt. flach, unbereift, mit starken Rand- und Mittelnerven(var.calcáreaOpiz)od. getrocknet am Rande eingerollt, bläulich bereift, mit schwächeren Nerven(var.uliginósaOpiz). 4. 5. Sonnige Kalk- und Sandhügel (die 1. Form) od. auf feuchten Torf- und Heidewiesen (die 2. Form)
S. coerúleaArduino
Ufer, gemein. 8. 9.
Ph. commúnisTrinius
Arúndo donaxL., Pfahlrohr, ähnlich dem Schilf, aber mit 3spalt. Deckspelzen, zum. angepfl. u. verw. (Lausitz)
Waldränder, Triften, nicht selten(Triódia decúmbensP. B.). 6. 7.
S. decúmbensBernhardi
Sumpfwiesen, Heidemoore, Wälder, häufig. 8. 9.
M. coerúleaMoench
1.Unt. Rispenäste zu 3–5; Ährchen 5–12blütig; Bltnspelzen zieml. spitz. 7. 8. Im Elsaß, in Baden u. eingebürgert zwisch. Giebichenstein u. Trotha b. Halle.
Behaartes L.,E. pilósaP. B.
— Rispenäste einzeln od. zu 2; äußere Bltnspelze stumpf
2
2.Ährchen ca. 7 mm l., 8–20blütig, meist violett; äußere Bltnspelze ohne Stachelspitze; Scheiden und Blattränder lang behaart. 7. 8. Sandboden. Meist mit fremdem Samen eingeführt, selten und unbeständig.
Kleines L.,E. minorHost
— Ährchen ca. 1 cm l., 15–20blütig, grün, violett überlaufen; äußere Bltnspelze kurz ausgerandet, kurz stachelspitzig; Blattscheiden kahl; Blattränder kahl od. zerstr. behaart; Rispe etwas gedrängt. 7. 8. Selten eingeschleppt
Großes L.,E. majorHost
1.Blattscheiden der untersten (abgestorbenen) Blätt. in schlängelig verwebte Fasern aufgelöst; Blätt. starr, schmal, meist zusammengerollt; Ährenrispe dicht, nicht unterbrochen. 5–6. Nur bei Rufach im Elsaß.
Walliser-Sch.,K. vallesiánaBert.
— Blattscheiden nicht od. in gerade Fasern aufgelöst
2
2.Äußere Bltnspelze zugespitzt oder kurz stachelspitzig; Blätt. grasgrün; unt. Blattscheiden kurzzottig. 6. 7. Trockene Grasplätze, nicht selten
Kamm-Sch.,K. cristátaPersoon
Kommt in 2 Unterarten vor: a) Ährchen 2–5blütig, ca. 6 mm lang; Rispe dicht, schmal zylindrisch, zuweilen sehr robust, stark gelappt, mit 3–4 cm langenabstehend. Ästen (K. pyramidátaPersoon); Blattspreite meist flach, am Rande gewimpert; unt. Blattscheiden schwach behaart (K. ciliátaKerner); b) Ährchen 2blütig, 3–5 mm lang; Rispe sehr schmal, am Grunde meist unterbrochen, ihre Äste dünn, Blattspreite schmal, meist rinnig zusammengefaltet bis fast rundl. eingerollt; Blattscheiden mehr oder weniger weichhaarig (K. grácilisPersoon).
— Äußere Bltnspelze abgerundet stumpfl. oder an der ausgerandeten Spitze kurz stachelspitzig; Blätt. graugrün; Blattscheiden kahl (nur die abgestorbenen unt. sehr kurzhaarig). 6. 7. Sandboden, Kiefernwälder, weniger verbreitet
Graugrünes Sch.,K. glaucaDC.
Kommt ebenfalls in 2 Unterarten vor: a) Pfl. stark graugrün, dicht rasig, hoch; Blätt. lang, meist flach, zuweilen mit gefalteten untermischt, niemals eingerollt; äußere Bltnspelze immer stumpf (K. glaucaDC. — im engeren Sinne); b) Pfl. trübgrün, lockerrasig, niedriger (zuweilen nur 10–20 cm hoch); grundst. Blätt. zahlreich, schmal, eingerollt, kurz (3–5 cm), starr, kahl, oft gekrümmt; äußere Bltnspelze bisweilen stachelspitzig (K. arenáriaDumortier). So auf den ostfriesischen Inseln und etwas abweichend bei Ahrensch unweit Cuxhaven. Auf der Insel Röm die var.címbricaAschrs. u. Gr., die sich von K. glauca nur durch geringere Größe und die weißlichen Ährchen unterscheidet.
Stehende Gewässer, quellige Orte, zerstr. 7. 8.
C. aquáticaBeauvois
1.Bltnspelzen kahl; Ährchen lang gestielt, in lockeren, oberwärts traubigen Rispen
3
— Bltnspelzen am Rande vom Grunde bis zur Spitze lang seidig bewimpert (Fig.816); Ährchen kurz gestielt, in ährenf. Rispen
2
Fig. 816.
Fig. 816.
2.Ährenrispe ziemlich dicht, ringsum gleichförmig mit Ährchen besetzt, die die Achse wenigstens in der Mitte verdecken; äußere Kelchspelze viel länger als die innere; Blätt. meist flach; Blatthäutchen spitz. 6. Sonnige, steinige Orte, selten. Thüringen (Kyffhäuser), Hessen (Friedberg), Württemberg (Tübingen), Elsaß, Pfalz u. Rheinprovinz
Siebenbürgisches P.,M. transsilvánicaSchur
— Ährenrispe locker, zuletzt meist nur an einer Seite mit Ährchen besetzt, die die Achse nicht verdecken; Kelchspelzen fast gleich; Blätt. etwas starr, trocken borstenförmig eingerollt; Blatthäutch. stumpfl. 5. 6. Zerstr. im mittl. u. südl. Gebiet
Gewimpertes P.,M. ciliátaL.
3.Ährchen aufrecht, nur mit 1 vollkommenen Blüte; Kelchspelzen kurz zugespitzt; Blatthäutchen kurz, mit einem lanzettlichen Anhängsel gegenüber der Blattfläche. 5. 6. Häufig in den norddeutschen Buchenwäldern, sonst selten.
Einblütiges P.,M. uniflóraRetzius
Fig. 817.
Fig. 817.
— Ährchen nickend (Fig.817), mit 2 vollkommenen Bltn (Fig.818); Kelchspelzen stumpf
4
Fig. 818.
Fig. 818.
4.Blatthäutchen sehr kurz (nur ein brauner Saum); Ährchen länglich; Kelchspelzen braunrot, weiß berandet;Bltnspelzen krautig, ziemlich dünn, grün, deutlich 5nervig. Pfl. grasgrün, mit weitkriechendem Wurzelstocke. 5. 6. Wie vor., zerstr., in Nordwestdeutschl. und Schleswig-Holstein selten
Nickendes P.,M. nutansL.
— Blatthäutchen ziemlich lang, weiß; Ährchen eif.; Kelchspelzen meist grün, meist mit einem trüb-rötl. Streifen vor dem weißl. Hautrande und am Grunde; Bltnspelzen ziemlich dick, steif, gewölbt, glänzend, undeutlich 5nervig; Pfl. etwas graugrün, rasig. 5. 6. Thüringen (Sulza bis Naumburg), Prov. Sachsen (Hakel), Unterfranken (Königshofen im Grabfelde, Schweinfurt)
Buntes P.,M. pictaC. Koch
Bastard:M. nutans×picta. Thüringen. Unterfranken.
Wiesen, Triften, häufig. 5. 6.
B. médiaL.
Rispe geknäuelt, gelappt; Kelchspelzen derb, äußere 1-, innere 3nervig, wie die äußere Bltnspelze am Kiel steif gewimpert. Pfl. dichtrasig, meist etwas graugrün. 5–7. Wiesen, Wälder, gemein
Gemeines K.,D. glomerátaL.
Rispe nicht geknäuelt, schlank, fast ährenf.; Kelchspelzen häutig, wie die äußere Bltnspelze 3nervig, kahl. Pfl. mit kriechend. Ausläufern, lebhaft hellgrün. 6. 7. Laubwälder, Gebüsche, wohl oft übersehen
Aschersons-K.,D. aschersoniánaGraebner
Wiesen, Triften, häufig. 6. 7.
C. cristátusL.
Triften, Wegränder, selten. Besonders in Mittel- und Süddeutschl. 5. 6.
Sc. duraP. B.
1.Äußere Bltnspelze mit 5 starken Nerven; unt. Rispenäste zu 5
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— Äußere Bltnspelze undeutlich 5nervig
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2.Stengel 2schneidig zusammengedrückt, mit langen Ausläufern; Blatthäutchen kurz, gestutzt; oberste Scheide länger als ihr Blatt; Rispe schmal. Pfl. graugrün. 6. 7. Wiesen, Hügel, Wegränder, meist häufig
Zusammengedrücktes R.,P. compréssaL.
— Stengel rund oder etwas zusammengedrückt, aber nicht 2schneidig
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3.Äußere Kelchspelze 1nervig, die viel kürzere innere 3nervig; Rispe einseitswendig, ihre Äste einzeln od. zu 2; Blatthäutchen der oberen Blätt. längl.; Stengel am Grunde meist liegend. 2–11. Äcker, Gärten, Wege, gemein
Einjähriges R.,P. ánnuaL.
— Beide Kelchspelzen 3nervig
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4.Blatthäutchen verlängert (wenigstens bei den oberen Blätt.)
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— Blatthäutchen aller Blätt. kurz, gestutzt od. fehlend
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5.Pfl. durch abwischbaren Reif stark blaugrün; Halm steif, nur unten beblättert; Blätt. starr, abstehend, rauh; Blattscheiden länger als die Halmglieder, die Knoten bedeckend; Rispe aufrecht, lang gestreckt, mit rauhen Ästen; Ährchen grün und schmutzigviolett gescheckt. 7. 8. Riesengebirge, Mährisches Gesenke
Hechtblaues R.,P. cǣsiaSmith
— Pfl. meist rein grün; Halm meist schlaff, glatt; Blätt. lang, nicht starr, ihre Scheiden meist nicht bis zum nächsten Knoten reichend; Rispe zur Blütezeit ausgebreitet, später zusammengezogen; Ährchen meist grün. Sehr veränderlich. 6. 7. Wälder, Gebüsche, zerstr.
Hain-R.,P. nemorálisL.
6.Blühender Halm und Blättertriebe am Grunde von gemeinschaftlichen Scheiden eingeschlossen, zuweilen zwiebelart. verdickt; ob. Scheiden länger als ihr Blatt; Rispenäste meist einzeln
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— Blühender Halm und Blättertriebe nicht von gemeinschaftlichen Scheiden eingeschlossen
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7.Blatthäutchen der unt. Blätt. kurz. gestutzt, die der oberen längl., meist spitz; oberste Scheide viel länger als ihr Blatt; Blätt. an den langen, kriechenden, zusammengedrückten Ausläufern und an den Blättertrieben 2zeilig gestellt; Ährchen 3- bis 5blütig; unt. Rispenäste 2–4; Rispe abstehend. 7. Mit den Alpenflüssen in die Ebene herabsteigend
Zweizeiliges R.,P. cenísiaAllioni
— Alle Blatthäutchen länglich
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8.Unt. Rispenäste zu 3–5; äußere Bltnspelze unter der Spitze mit einem gelben od. braunen halbmondf. Fleck; Halm aufsteigend. 6. 7. Feuchte Wiesen, Gräben
Sumpf-R.,P. palústrisRoth
— Unt. Rispenäste zu 1–2
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9.Rispenäste fadenf., steif; Rispe an der Spitze nickend, locker; Ährchen meist 3blütig, eif., violett; Bltn nicht durch Wollhaare verbunden; Halm schlaff, glatt; Blätt. weich, glatt, länger als die Scheiden. 7. 8. Riesengebirge, Alpen
Schlaffes R.,P. laxaHaenke
— Rispenäste haardünn; Rispe an der Spitze überhängend; Ährchen 4–6blütig, längl.-eif.; Bltn meist durch Wollhaare verbunden; oberstes Blatt kürzer als seine Scheide. 7. Geröll der Alpenflüsse
Kleines R.,P. minorGmelin
10.Halm und Blättertriebe am Grunde zwiebelig verdickt; alle Blatthäutchen verlängert; Blätt. sehr schmal; Rispenäste zur Blütezeit aufrecht abstehend, vorher und nachher zusammengezogen; Ährchen gewöhnlich in blattart. Knospen auswachsend(vivípara). 5. 6. Grasplätze, Hügel, zerstr., in Nordwestdeutschl. fehlend
Knolliges R.,P. bulbósaL.
— Pfl. am Grunde nicht deutlich zwiebelig; Blatthäutchen der unt. Blätt. kurz, gestutzt; Blätt. breiter, plötzlich fast kappenf. zusammengezogen, grasgrün; Rispenäste zur Blütezeit weit abstehend, vorher und nachher schief aufrecht; Ährchen4–10blütig, meist bunt gescheckt.(Ändert ab: var.badénsisHaenke; Pfl. niedriger; Blätt. kurz, steif, am Rande knorpelig weiß; Ährchen breiter, mehr zusammengedrückt. Mitteldeutschland.)6. 7. Felsige Abhänge der höheren Gebirge
Alpen-R.,P. alpínaL.
11.Halm 2schneidig zusammengedrückt; Blatthäutchen bis 1 mm l.; Blätt. 5–10 mm br., plötzlich in eine kappenf. Spitze zusammengezogen. 6. 7. Bergwälder, zerstr.
Wald-R.,P. chaixiVillars
— Halm meist rund oder schwach zusammengedrückt; Blätt. bis 4 mm br.
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12.Blatthäutchen der oberen Blätt. längl., spitz; Halm und Blattscheiden meist rückwärts rauh; Kelchspelzen sehr ungleich; Bltnspelzen zugespitzt (Fig.819). Pfl. ohne lange Ausläufer. 6. 7. Wiesen, Weiden
Rauhes R.,P. triviálisL.