Fig. 819.
Fig. 819.
— Blatthäutchen alle kurz, gestutzt; Halm schwach zusammengedrückt, nebst den Blattscheiden glatt; Kelchspelzen fast gleich; Bltnspelzen stumpfl. (Fig.820). Pfl. mit langen Ausläufern. 5. 6. Wiesen, Triften, gemein
Wiesen-R.,P. praténsisL.
Fig. 820.
Fig. 820.
Ufer, nur im nordöstl. Gebiet. 5. 6.
Sc. festucáceaLink
1.Äußere Bltnspelze mit 3 starken und 4 damit abwechselnden kürzeren und schwächeren Nerven; Ährchen meist 7blütig, gelbbraun; Rispe locker, schlank, überhängend; Blatthäutchen zart. 6. 7. Waldsümpfe, im östl. und nordöstl. Gebiet, Ratzeburg
Wald-Sch.,Gl. nemorálisÜchtritz u. Koernicke
— Äußere Spelze mit 7 kräftigen u. fast gleichlangen Nerven
2
2.Ährchen bis 1 cm l., vor dem Aufblühen zusammengedrückt; Blatthäutchen höchstens 3 mm lang
4
— Ährchen größer, 7–11blütig, vor dem Aufblühen stielrund; Blattscheiden zusammengedrückt; Blatthäutchen ca. 5 mm lang
3
3.Rispe einseitswendig, sehr lang und schmal, ihre Äste zur Blütezeit wagerecht abstehend, vorher und nachher angedrückt, die unt. meist zu 2; äußere Bltnspelze spitzl.; Stbbeutel violett. 5–7. Gräben, Ufer, häufig
Mannagras,Gl. flúitansR. Br.
— Rispe gleichmäßig ausgebreitet, ihre Äste abstehend, die unt. zu 3–5; äußere Bltnspelze stumpf; Stbbeutel gelb. 5–7. Wie vor., seltener
Faltiger Sch.,Gl. plicátaFries
4.Rispe fast einseitswendig, sehr locker, mit wenigährigen, haardünnen, überhängend. Ästen; Ährchen 3–6blütig. 5. Nur in Ostpreußen
Entferntähriger Sch.,Gl. remótaFries
— Rispe allseitswendig, dicht, mit vielährigen, aufrecht abstehenden Ästen; Ährchen 5–8blütig. 7. 8. Ufer, meist häufig(G. spectábilisM. u. K.)
Wasser-Sch.,Gl. aquáticaWahlenberg
1.Ährchen stielrund; äußere Bltnspelze oberwärts abgerundet od. gestutzt; Fr. frei. Salzpfl.(Átropis)
15
— Ährchen seitl. zusammengedrückt; äußere Bltnspelze lanzettl., oberwärts verschmälert; Fr. fest von den Spelzen umschlossen
2
2.Ährchen in einfacher, aufrechter Traube; Kelchspelzen 3nervig; Bltnspelzen begrannt od. unbegrannt. 5–7. Vogesen, Baden
Einfacher Schw.,F. lachenáliiSpenner
— Bltn in ausgebreiteten od. (selten) ährenf. Rispen
3
3.Pfl. nur mit blühenden Trieben, 1jährig, leicht aus dem Boden zu ziehen; Ährchenstiele dick od. oberwärts keulenf. verdickt
13
— Pfl. auch mit nichtblühend. Trieben, ausdauernd; Ährchenstiele dünn
4
4.Blätt. alle flach (auch die grundst.)
10
— Blätt. entweder alle oder nur die grundst. borstl. zusammengerollt
5
5.Blatthäutchen längl., nicht 2öhrig; Ährchen bunt; Bltnspelzen oberwärts trockenhäutig. 7. 8. Riesengebirge
Bunter Schw.,F. váriaHaenke
— Blatthäutchen kurz, mit 1–2 seitl. Öhrchen
6
6.Alle Blätt. borstl.
8
— Nur die grundst. Blätt. borstl., auf dem Querschnitt (besonders getrocknet) 3–5kantig, die übrigen (lebend) flach
7
7.Frkn. kahl; grundst. Blätt. glatt; Wurzelstock meist mit mehr od. weniger langen Ausläufern. 6. 7. Waldränder, Triften, trockene Wiesen, nicht selten
Roter Schw.,F. rubraL.
— Frkn. an der Spitze fein borstig; grundst. Blätt. rauh; Wurzelstock dichte Rasen bildend. 5. 6. Laubwäld., Gebüsche, zieml. zerstr.
Verschiedenblättriger Schw.,F. heterophýllaHanke
8.Scheiden der grundst. Blätt. bis zur Mitte geschlossen[50], tief längsgefurcht, meist violett; Rispe meist violett überlaufen, oft nickend; Frkn. am Scheitel fein behaart. 6. 7. Lichte Wälder der bayrischen Hochebene
Amethyst-Schw.,F. amethýstinaL.
— Scheiden der grundständigen Blätt. fast ganz gespalten; Frkn. kahl
9
9.Blätt. starr, die der nichtblühend. Triebe gefurcht (besonders getrocknet); Halm oben rauh, scharfkantig. 6. 7. Bayern
Gefurchter Schw.,F. sulcátaHackel
— Blätt. im trockenen Zustande ungefurcht; Ährchen klein, begrannt oder unbegrannt. Sehr veränderliches, formenreiches Gras. 5–7. Trockene Orte, Triften, häufig
Schaf-Schw.,F. ovínaL.
10.(4.) Äußere Bltnspelze mit langer, geschlängelter, weißer Granne; Blatthäutchen sehr kurz; Blätt. unterseits glänzend dunkelgrün. 6. 7. Laubwälder, Gebüsche, häufig
Riesen-Schw.,F. gigantéaVillars
— Äußere Bltnspelze nicht od. nur kurz begrannt
11
11.Blatthäutchen längl.; Rispe groß; Halm am Grunde mit 4–5 glänzenden, braunen Schuppen umgeben; Blätt. 6–14 mm br. 6. 7. Laubwälder, zerstr., im Westen fehlend
Wald-Schw.,F. silváticaVillars
— Blatthäutchen kurz, gestutzt; unt. Rispenäste zu 2
12
12.Unt. Rispenäste 5–15ährig; Ährchen 4–5blütig; Rispe nach d. Blüte weit ausgebreitet; Blätt. am Rande rauh. 6. 7. Moorwies., Gebüsche, zerstr.
Rohr-Schw.,F. arundináceaSchreber
— Untere Rispenäste 1–6ährig (der eine Ast stets klein und nur 1–2ährig); Ährchen 6–12blütig; Rispe schmal, nach der Blüte zusammengezogen. 6. 7. Wiesen, Grasplätze, gemein
Wiesen-Schw.,F. elátiorL.
13.(3.) Bltn unbegrannt; Ährchen linealisch-lanzettl., kurz und dick gestielt; Rispe 2reihig. 6. 7. Zuweilen eingeschleppt
Starrer Schw.,F. rígidaKunth
— Bltn lang begrannt; Ährchenstiele oben keulig verdickt
14
14.Oberste Blattscheide den Halm bis zur Rispe einhüllend; unterster Rispenast mehrmals kürzer als die 10–20 cm l., oberwärts überhängende Rispe (Fig.821). Pfl. bald gelb werdend. 5. 6. Sandboden, zerstr.
Mäuseschwanz-Schw.,F. pseudomyúrusSoyer-Willemet
Fig. 821.
Fig. 821.
— Stengel oben nackt; unterster Rispenast halb so lang als die 3–6 cm l., steifaufrechte Rispe (Fig.822). 5. 6. Wie vor., seltener
Eichhornschwanz-Schw.,F. sciuroídesRoth
Fig. 822.
Fig. 822.
15.(1.) Unt. Rispenäste meist zu 5, alle zur Blütezeit absteh., später zurückgeschlagen; Ährchen bis 5 mm l.; Ausläufer fehlend. 5–9. Salzboden
Salz-Schw.,F. dístansGrisebach
— Unt. Rispenäste meist zu 2; Rispe einseitswendig, mit meist aufrechten Ästen; Ährchen bis 1 cm l.; Blättertriebe liegend, ausläuferartig. 6. 7. Meeresküste
Strand-Schw.,F. thalássicaKunth
1.Äußere Kelchspelze 1-, innere 3nervig
9
— Äußere Kelchspelze 3–5-, innere 7–9nervig
2
2.Blattscheiden kahl; äußere Bltnspelze nach d. Blüte eingerollt, stielrundl. (Fig.823); Bltn zur Frzeit etwas voneinander entfernt; Rispe später überhängend. 6. 7. Unter der Saat, nicht selten
Roggen-T.,B. secálinusL.
— Unt. Blattscheiden behaart; Bltn zur Frzeit sich dachziegelart. deckend (wenigstens am Grunde)
3
Fig. 823.
Fig. 823.
3.Äußere Bltnspelze deutlich länger als die innere
5
— Beide Bltnspelzen etwa gleich lang
4
4.Äußere Bltnspelze etwa 2mal so lang als ihre Granne, fast rautenf., länger als die linealische Fr.; Rispe auch zur Frzeit aufrecht. 6. 7. Äcker, selten (Aschersleben)
Kurzährige T.,B. brachystáchysHornung
— Äußere Bltnspelze so lang als ihre Granne, elliptisch-lanzettl., kürzer als die längl.-verkehrt-eif. Fr.; Rispe zur Frzeit etwas überhängend. 6. 7. Äcker, Wegränder, zerstr.
Acker-T.,B. arvénsisL.
5.Granne gerade vorgestreckt, höchstens zur Frzeit etwas spreizend, alle ziemlich gleich
7
— Granne zur Frzeit am Grunde gedreht und (besonders im trockenen Zustande) auswärts gebogen (Fig.824), in demselben Ährchen verschieden, die oberen bis 3mal so lang als die unteren
6
Fig. 824.
Fig. 824.
6.Ährchen längl.-lanzettl., bis 2½ cm l., zur Frzeit mit etwas gelockerten Bltnspelzen und deshalb durchscheinender Achse; Rispe nach der Blütezeit einseitig überhängend, zusammengezogen. 5. 6. Äcker, sehr zerstr.
Bogengrannige T.,B. pátulusM. u. K.
— Ährchen eif.-lanzettl., bis 5 cm l., zur Frzeit die Bltnspelzen sich dicht dachziegelart. deckend und deshalb die Achse nicht sichtbar; Rispe locker traubig, mit kurzen Ästen. 5. 6. Zuweilen eingeschleppt
Sperrige T.,B. squarrósusL.
7.Rispenäste und Ährchen weichhaarig (selten letztere kahl); Rispe nach der Blütezeit zusammengezogen; äußere Bltnspelze am Rande oberhalb der Mitte stumpfwinklig hervortretend (Fig.825). 5. 6. Wiesen, Wegränder, Äcker, gemein
Weiche T.,B. mollisL.
Fig. 825.
Fig. 825.
— Ährchen kahl; Rispenäste rauh
8
8.Rispe aufrecht, schmal traubig, nach der Blütezeit zusammengezogen; äußere Bltnspelzen mit bogenf. Seitenrändern (Fig.826); Ährchen gelblichgrün. 5. 6. Wiesen, Triften, zerstr.
Traubige T.,B. racemósusL.
Fig. 826.
Fig. 826.
— Rispe auch nach der Blütezeit locker, zuletzt überhängend, ihre Äste dünn; äußere Bltnspelze am Rande oberhalb der Mitte stumpfwinklig vortretend. 5. 6. Äcker, Wiesen, nicht häufig
Verwechselte T.,B. commutátusSchrader
9.(1.) Granne fehlend od. sehr kurz; Blätt. und Blattscheiden kahl; Rispe aufrecht. Pfl. mit Ausläufern. 6. 7. Wiesen, trockene Hügel, verbreitet
Unbegrannte T.,B. inérmisLeysser
— Ährchen lang begrannt
10
10.Rispe aufrecht, ziemlich dicht (Fig.827); Blätter linealisch bis schmal linealisch; äußere Bltnspelze 5–7nervig. 5. 6. Wie vor., sehr zerstr.
Aufrechte T.,B. eréctusHudson
Fig. 827.
Fig. 827.
— Rispenäste weit abstehend, zuletzt überhängend od. mehr aufrecht und dann die Rispe schon zu Anfang überhängend
11
11.Ährchen auch nach der Blütezeit vorn nicht verbreitert; Rispe groß, ihre unteren Äste zu 1–2, weit abstehend, mit 4–9 Ährchen; äußere Bltnspelze 3nervig; Blätt. breit linealisch; alle Blattscheiden rückwärts rauhhaarig. H. 0,60–1,50 m.(Ändert ab: var.benékeniSyme, niedriger, unt. Rispenäste zu 2–5, aufrecht abstehend, mit 1–5 Ährchen, nur die unt. Blattscheiden rückwärts rauhhaarig, die ob. kurzhaarig od. kahl.)6. 7. Bergige Laubwälder, zerstr., die Var. besonders im Westen und Nordosten
Rauhe T.,B. ramósusHudson
— Ährchen während und nach der Blütezeit oben breiter (Fig.828). H. 30–80 cm
12
Fig. 828.
Fig. 828.
12.Halm oberwärts kurzhaarig; Rispe ziemlich dicht, schlaff, überhängend; Bltnspelze so lang od. wenig kürzer als die Granne; Ährchen 2–3 cm lang. 5. 6. Unbebaute Orte, häufig
Dach-T.,B. tectórumL.
— Halm ganz kahl; Rispenäste weit abstehend, aufrecht, zuletzt überhängend; Bltnspelzen kürzer als die Granne; Ährchen 3–4½ cm lang. 5. 6. Wie vor. häufig
Taube T.,B. stérilisL.
Granne kürzer als ihre Spelze, steif; Ähre meist aufrecht; Blätt. steif; Blatthäutchen kurz. Pfl. hellgrün. 6. 7. Gebüsch, Hügel, zerstr.
Gefiederte Zw.,B. pinnátumP. B.
Granne der oberen Bltnspelzen des Ährchens wenigstens so lang als diese, dünn; Ähre meist locker, überhängend; Blätt. schlaff; Blatthäutchen lang. Pfl. dunkelgrün. 7. 8. Wälder, zerstr.
Wald-Zw.,B. silváticumP. B.
Unfruchtbare Triften, Heiden, zerstr. 5. 6.
N. stríctaL.
1.Pfl. ohne nichtblühende Blättertriebe, 1jährig; äußere Bltnspelze längl., am Grunde knorpelig
3
— Pfl. mit nichtblühenden Blättertrieben, ausdauernd, dicht rasig; äußere Bltnspelze lanzettl., krautig-häutig
2
2.Kelchspelze 1½mal so lang als die anliegende unt. Bltnspelze; Ährchen glatt, wenig zerbrechlich, unbegrannt; Blätt. in der Knospenlage gefaltet. 6–10. Wiesen, Wegränder, gemein
Englisches Raygras,L. perénneL.
— Kelchspelze etwa so lang als die anliegende Bltnspelze; Ährchen rauh, leicht zerbrechlich, meist begrannt; Blätt. in der Knospenlage gerollt. 6–8. Wiesen, Grasplätze, verw. (L. itálicum A. Br.)
Italienisches Raygras,L. multiflórumLamarck
3.Kelchspelzen so lang oder länger als das Ährchen; Bltn meist lang begrannt. 6. 7. Unter der Saat, besonders im Hafer
Taumel-L.,L. temuléntumL.
— Kelchspelzen kürzer als das Ährchen; Bltn meist unbegrannt; Stengel weniger kräftig als bei vor. 6–8. Unter Lein, zerstr.(L. arvénseSchrader)
Acker-L.,L. remótumSchrank
Bastard:Festuca elatior×Lolium perenne.
Küste der Nord- und Ostsee. 6. 7.
L. incurvátusTrinius
1.Kelchspelzen mit spitzem, geradem Seitenzahn, bis zum Grunde mit flügelart. Kiel; Ährchen 2seitig zusammengedrückt, mit zerbrechl. Achse. 6. 7. Selten gebaut
Einkorn,T. monocóccumL.
— Kelchspelzen ohne od. an der Spitze mit stumpfem, rundlichem Seitenzahn
2
2.Innere Bltnspelze der unt. Blüte halb so lang als die äußere; Kelchspelzen bei der Reife papierart., bis zum Grunde nervig und gekielt; Ährenachse zähe. 6. 7. Selten gebaut
Polnischer W.,T. polónicumL.
— Beide Bltnspelzen der unt. Bltn gleichlang; Kelchspelzen bei der Reife pergamentart., oft nur oben nervig. 6. 7. Gebaut
Echter W.,T. satívumL.
Kommt in zahlreichen Varietäten vor:
1.Ährenachse zerbrechlich; Fr. von den Spelzen fest eingeschlossen (auch noch nach dem Dreschen)4— Ährenachse zähe; Fr. bei der Reife leicht ausfallend22.Kelchspelzen nur oben deutlich gekielt; Ähren mehr oder weniger locker. Überall gebautSaat-W.,T. vulgáreVillars— Kelchspelzen der ganzen Länge nach fast flügelig gekielt33.Kelchspelzen breit-eif., gestutzt, kurz stachelspitzig; Körner dick, rundl. Selten gebautEnglischer W.,T. túrgidumL.— Kelchspelzen längl., in die breite Stachelspitze zugespitzt; Körner längl., leicht zugespitzt, sehr hart. Selten gebautHart-W.,T. durumDesfontaines4.Ähre locker, schlank, im Querschnitt fast quadratisch; Kelchspelzen vorn geradlinig gestutzt. GebautSpelz. Dinkel,T. speltaL.— Ähre dicht, zusammengedrückt; Kelchspelzen nach vorn verschmälert, scharf gekielt. Selten gebautEmmer,T. diocóccumSchrank
1.Ährenachse zerbrechlich; Fr. von den Spelzen fest eingeschlossen (auch noch nach dem Dreschen)
4
— Ährenachse zähe; Fr. bei der Reife leicht ausfallend
2
2.Kelchspelzen nur oben deutlich gekielt; Ähren mehr oder weniger locker. Überall gebaut
Saat-W.,T. vulgáreVillars
— Kelchspelzen der ganzen Länge nach fast flügelig gekielt
3
3.Kelchspelzen breit-eif., gestutzt, kurz stachelspitzig; Körner dick, rundl. Selten gebaut
Englischer W.,T. túrgidumL.
— Kelchspelzen längl., in die breite Stachelspitze zugespitzt; Körner längl., leicht zugespitzt, sehr hart. Selten gebaut
Hart-W.,T. durumDesfontaines
4.Ähre locker, schlank, im Querschnitt fast quadratisch; Kelchspelzen vorn geradlinig gestutzt. Gebaut
Spelz. Dinkel,T. speltaL.
— Ähre dicht, zusammengedrückt; Kelchspelzen nach vorn verschmälert, scharf gekielt. Selten gebaut
Emmer,T. diocóccumSchrank
1.Blattnerven dick, genähert, mit vielen Reihen kurzer, sammetweicher Haare dicht besetzt; Blätt. bei trockenem Wetter eingerollt, Ährenachse sehr brüchig; Ährchen entfernt; Kelchspelzen 9–11nervig; Bltnspelzen unbegrannt, stumpf. 6. 7. Sandiger Strand der Nord- und Ostsee
Binsen-Qu.,A. júnceumP. B.
A. acútumRömer u. Schultes =A. junceum×repens, Blattnerven mit zahlreichen, kurzen, steifen Härchen besetzt, Ährenachse zähe oder wenig brüchig; Ährchen mehr genähert; Kelchspelzen 6–9nervig; Bltnspelzen begrannt od. unbegrannt, oft spitz. Mit vor. Außer der Mittelform findet sich eine demA. junceumähnliche Form (subjúnceumMarsson) und eine demA. repenssich nähernde (subrépensMarsson =A. pungensPersoon).
A. junceum×Elymus arenárius=A. stríctumRchb. findet sich zwischen den Stammarten an der Ostsee.
— Blattnerven schmal, entfernt, mit einer einfachen Reihe kleiner Höckerchen, Borsten od. Haare besetzt und dadurch rauh; Kelchspelzen 3–5- (selten 7- oder 9-) nervig; Ährenachse zähe
2
2.Äußere Bltnspelze 5nervig, weit kürzer als ihre Granne; Ähre meist überhängend; Blätt. beiderseits rauh. Ausläufer fehlend. 6. 7. Wälder, Zäune, meist nicht selten
Hunds-Qu.,A. canínumRömer u. Schultes
— Äußere Bltnspelze unbegrannt oder mit kurzer Granne; Ähre aufrecht. Pfl. mit langen Ausläufern
3
3.Kelchspelzen lanzettl., zugespitzt od. zuweilen begrannt; Blattscheiden an den Rändern ungewimpert. Sehr veränderlich. 6–8. Äcker, Weiden, Wege, gemein
Gemeine Qu.,A. repensP. B.
— Kelchspelzen sehr stumpf und abgestutzt; Blattscheiden am Rande stets gewimpert; Blätt. blaugrün. 6. 7. Sonnige, trockene Hügel. Süddeutschl., zuweilen verschleppt
Blaugrüne Qu.,A. glaucumDesfontaines
Überall gebaut. 5. 6.
S. cereáleL.
Sandige Orte an der Nord- und Ostsee. 7. 8.
E. arenáriusL.
1.Äußere Bltnspelzen lanzettl., an allen Ährchen begrannt. Wildwachsende Arten
3
— Äußere Bltnspelze (wenigstens die des mittl. Ährchens) breit elliptisch. Gebaute Arten
2
2.Von den auf einem Absatze der Achse befindlichen Ährchen sind die seitlichen kurz gestielt, unbegrannt und enthalten nur Stbblätt.; Mittelährchen aufrecht, die Granne ihrer Kelchspelze den Grund der Granne der äußeren Bltnspelze erreichend. 6. 7. Häufig gebaut
Zweizeilige G.,H. dístichumL.
— Alle Ährchen sitzend, begrannt, fruchtbar (mit Stbblätt. und Stempel); Ähre nickend, 4kantig od.(var.hexastíchumL.)regelmäßig 6kantig. 6. 7. Überall gebaut
Vierzeilige G.,H. vulgáreL.
3.Ähre mit Gipfelährchen, ihre Achse zähe; Ährchen sitzend, alle mit Stbblätt. und Stempel; Spelzen kahl; äußere Bltnspelze mit 2–3mal längerer Granne; unt. Blattscheiden zottig. Pfl. grasgrün. 6. 7. Laubwälder, sehr zerstr.(Élymus europǣusL.)
Wald-G.,H. europǣumAllioni
— Ähre ohne Gipfelährchen, ihre Achse zerbrechlich; Seitenährchen gestielt, nur mit Stbblätt.
4
4.Kelchspelzen des Mittelährchens borstig gewimpert, linealisch-pfriemlich, die äußere des Seitenährchens grannenförmig(Fig.829); Blattscheiden kahl, die oberste bauchig. 6–9. Wegränder, gemein
Mäusegerste,H. murínumL.
Fig. 829.
Fig. 829.
— Kelchspelzen des Mittelährchens rauh, nicht gewimp.
5
5.Kelchspelzen sämtl. grannenf. (Fig.830); unt. Blattscheiden behaart, alle anliegend. Graugrün. 6. 7. Wiesen, meist selten. Besonders auf Salzboden
Roggen-G.,H. secálinumSchreber
Fig. 830.
Fig. 830.
— Innere Kelchspelzen der Seitenährchen halblanzettl., etwas geflügelt, die übrigen borstl. (Fig.831); Ähre wenig aus der Blattscheide hervorragend; Stengel knickig. Grasgrün. 5. 6. Deiche und Marschwiesen am Nordseestrande
Strand-G.,H. marítimumWithering
Fig. 831.
Fig. 831.
1.Hinter jeder Spelze entweder nur Stbblätt. od. nur ein Stempel; Frkn. und Fr. von einem krugförm. Deckblatt (Schlauch) umhüllt, aus dem nur die 2–3 Narben hervorragen (Fig.832)
Carex365
Fig. 832.
Fig. 832.
— Hinter jeder Spelze fast stets ein Stempel nebst 3 Stbblätt.; Frkn. u. Fr. nicht von einem Schlauche umhüllt (Fig.833)
2
Fig. 833.
Fig. 833.
2.Spelzen in dem Ährchen dicht 2reihig angeordn., gekielt
6
— Spelzen spiralig angeordnet
3
3.Bltn mit zahlreichen, langen Borsten, die sich nach der Blütezeit verlängern und als weißglänzende Wollbüschel die Fr. einhüllen. Wollgras
Erióphorum361
— Bltn ohne od. mit 6–8 kurzen Borsten, die nicht zu einem Wollbüschel auswachsen
4
4.Ährchen mehrblütig, am Grunde 1–2 unfruchtbare (weder Stbblätter noch Stempel umschließende) Spelzen, die so lang oder länger als die übrigen sind
Scirpus362
— Ährchen 2–3blütig, am Grunde mit 3–4 unfruchtbaren Spelzen, die kleiner als die übrigen sind
5
5.Hohe (⅔-2 m) Sumpfpfl.; Stengel hohl; Blätt. scharf, rückwärts rauh; Bltnstand rispig; Bltnborsten fehlend; Griffel ungegliedert
Cládium365
— Pfl. bis 30 cm hoch; Blätt. schmal linealisch; Ährchen in kleinen Büscheln; Bltnborsten 5–13; Griffel am Grunde gegliedert
Rhynchóspora365
6.Ährchen vielblütig, deutlich 2zeilig (Fig.834), höchstens die unt. 2–3 Spelzen blütenlos; Bltnstand zusammengesetzt, rispig
Cýperus361
Fig. 834.
Fig. 834.
— Ährchen wenigblütig (Fig.851), undeutlich 2reihig, schwarzbraun; die unt. 2–6 Spelzen bltnlos; Bltnstand ein dichtes endst. Köpfchen
Schoenus365
1.Pfl. 60–130 cm hoch, aufrecht, mit kriechender Grundachse; Ährchen bis 15 mm lang; Spelzen rotbraun; Äste des Bltnstandes sehr ungleich lang, aufrecht od.(var.bádiusDesfontaines)wagerecht abstehend und dann die Spelzen kastanienbraun. 7. 8. Feuchte Orte, nur bei Friedrichshafen (Bodensee) und bei Lindau. Die Var. früher an den warmen Quellen von Burtscheid bei Aachen
Langes C.,C. longusL.
— Pfl. höchstens 30 cm hoch, liegend od. aufsteigend, 1jährig
2
2.Spelzen schwarz- od. grünlichbraun, mit grünem Kiel; Narben 3; Stengel scharf 3kantig. 7–9. Ufer, Sumpfränder, zerstr.
Schwarzbraunes C.,C. fuscusL.
— Spelzen hellgelblich, mit grünem Kiel; Narben 2; Stengel stumpfkantig. 7–9. Wie vor., zerstr.
Gelbliches C.,C. flavéscensL.
1.Mehrere, zuletzt überhängende Ährchen (Fig.835); Bltnborsten zahlreich, gerade
3
Fig. 835.
Fig. 835.
— Ein endst., aufrechtes Ährchen (Fig.836bis837)
2
Fig. 836.
Fig. 836.
2.Stengel rauh, viel läng. als die Blätt.; Bltnborst. meist 6, zuletzt geschlängelt. 4. 5. Moorwiesen der norddeutschen Tiefebene u. der Gebirge, selten
Alpen-W.,E. alpínumL.
— Stengel glatt; Blätt. etwa so lang als der Stengel, die oberen ohne Spreite, nur aus aufgeblasenen Scheiden bestehend. 4. 5. Torfmoore zerstr.
Scheidiges W.,E. vaginátumL.
Fig. 837.
Fig. 837.
3.Stengel rundl.; Ährchenstiele glatt; Ährchen zu 3–5; Blätt. linealisch, rinnig, gekielt. 4. 5. Sumpfige, torfige Orte, häufig
Schmalblättriges W.,E. polystáchiumL.
— Stengel stumpf 3kantig; Ährchenstiele rückwärts rauh
4
4.Ährchen 5–12, später hängend; Blätt. flach, bis 9 mm br., nur an der Spitze 3kantig. 4–6. Wie vor., zerstr.
Breitblättriges W.,E. latifóliumL.
— Ährchen 3–4, fast aufrecht; Blätt. der ganzen Länge nach 3kantig, bis 2 mm breit. Pfl. mit Ausläufern. 5. 6. Tiefe Torfsümpfe, sehr zerstr.
Schlankes W.,E. grácileKoch
1.Ährchen zu mehreren in Rispen, Köpfchen od. Ähren. selten nur einseitenständigesÄhrchen
9
— An der Spitze des Stengels od. der blattachselst. Stiele nur ein einziges Ährchen
2
2.Stengel borstl., 4kantig, gefurcht, bis 10 cm hoch; Griffel am Grunde verdickt, gegliedert; Narben 3; Fr. längl., längsrippig. 6–8. Feuchter Sand, Gräben, nicht selten(Heleócharis aciculárisR. Br.)
Nadel-S.,Sc. aciculárisL.
— Stengel rundl.; Fr. nicht gerippt
3
3.Stengel gabelästig, flutend oder auf Schlamm niederliegend, mit linealischen, rinnigen Blätt.; Ährchen grünlich, auf langen, seitenständig. Stielen (Fig.838); Griffel nicht verdickt. 7–9. Teiche, Gräben, in Norddeutschland
Flutende S.,Sc. flúitansL.
Fig. 838.
Fig. 838.
— Stengel einfach, meist aufrecht; Blattscheiden ohne oder mit sehr kurzen Blattflächen
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4.Griffel unten nicht verdickt, fadenf., fast ganz abfallend; Narben 3; Ährchen 3- bis 7blütig
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— Griffel am Grunde verdickt und durch eine Einschnürung vom Frkn. abgegliedert (Fig.839), der verdickte Teil an der Fr. bleibend; Ährchen mehrblütig(Heleócharis)
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Fig. 839.
Fig. 839.
5.Narben 3; Spelzen stumpf; Ährchen längl., etwa 20blütig; Fr. scharf 3kantig, glatt; Pfl. dicht rasig, oft mit liegenden Stengeln. 6. 7. Heidemoore, sehr zerstr., besonders im Nordwesten
Vielstengelige S.,Sc. multicāūlisKoch
— Narben 2
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6.Obere Spelzen spitzl. (Fig.840), die unterste das Ährchen halb oder(Sc. uniglúmisLink)ganz umfassend; Ährchen spitz, 5–20 mm l.; Fr. am Rande abgerund. Pfl. mit kriechender Grundachse. 6–8. Sümpfe, Gräben, Ufer, gemein
Sumpf-S.,Sc. palústerL.
Fig. 840.
Fig. 840.
— Alle Spelzen abgerundet (Fig.841), stumpf, die unterste das Ährchen halb umfassend; Ährchen eif., 5 mm l.; Fr. scharfrandig. Pfl. dichtrasig, zart. 6–9. Ufer, sehr zerstr.
Eiförmige S.,Sc. ovátusRoth
Fig. 841.
Fig. 841.
7.Oberste Blattscheide mit einer kurzen, pfrieml. Blattspreite (Fig.842); unterste Spelzen größer, alle stumpf, stachelspitzig, gelblichbraun. Pfl. in großen, dichten Rasen. 5. 6. Moorboden, zerstr.
Rasen-S.,Sc. caespitósusL.
Fig. 842.
Fig. 842.
— Alle Blattscheiden ohne Blattspreiten; Spelzen nicht stachelspitzig
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8.Stengel zart, 3–8 cm hoch, unten mit durchscheinenden Querwänden; Blattscheiden zart, häutig od. fehlend; Spelzen bleich; Bltnborsten länger als die Fr. 7–9. Am Strande der Ostsee
Kleine S.,Sc. párvulusR. u. Sch.
— Stengel kräftig, ohne Querwände, am Grunde mit derben, braunroten Blattscheid.; Spelzen braun; Bltnborsten meist kürzer als die Fr. 6. 7. Feuchter Sandboden, zerstr.
Armblütige S.,Sc. pauciflórusLightfoot
9.(1.) Bltnstand deutlich endst., da die blattart. Hüllblätt. seitlich abstehen
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