Fig. 843.
Fig. 843.
— Bltnstand scheinbar seitl. aus dem Stengel hervorbrechend, da das rundl. Hüllblatt die Fortsetzung des Stengels bildet (Fig.843)
10
10.Ährchen in kugelrunden Köpfchen (Fig.844); Spelzen gefranst, stumpf; Narben 3; obere Blattscheiden mit langer, fadenf., rinniger Blattspreite; Steng. stielrund, gestreift, bis 1 m hoch. 7. 8. Sandige Ufer, Triften. Schlesien, Posen, Brandenburg, Prov. Sachsen
Kugel-S.,Sc. holoschœnusL.
Fig. 844.
Fig. 844.
— Ährchen nicht in völlig kugelrunden Köpfchen
11
11.Pfl. kräftig, 30–150 cm hoch
13
— Pfl. zart, bis 15 cm hoch; Stengel stielrund; Ährchen sitzend; Spelzen stumpf, stachelspitzig, nicht ausgerand.
12
12.Ährchen meist zu 2, nahe an der Spitze, da das Hüllblatt viel kürzer ist als der Stengel (Fig.845); Fr. längsrippig. 7. 8. Feuchter Sand, Gräben, zerstr., in Ostpreußen fehlend
Borsten-S.,Sc. setáceusL.
Fig. 845.
Fig. 845.
— Ährchen zu 3–5, weit unter der Spitze, da das Hüllblatt fast so lang als der Stengel ist (Fig.846); Fr. querrunzlig. 6–10. Ufer, selten
Liegende S.,Sc. supínusL.
Fig. 846.
Fig. 846.
13.Spelzen nicht ausgerandet, stachelspitzig; Ährchen zahlreich; Hüllblatt 2kantig, viel kürzer als der Stengel, zuletzt wagerecht abstehend. 7. 8. Teiche, Sumpfränder, sehr selten
Stachelspitzige S.,Sc. mucronátusL.
— Spelzen ausgerandet, mit Stachelspitze in der Ausrandung
14
14.Stengel (wenigstens oben) stumpf- od. scharf 3kantig
16
— Stengel überall stielrund
15
15.Narben 3; Spelzen glatt od. spärlich punktiert; Fr. 3kantig; Stengel dick, grasgrün. 6. 7. Teiche, Seen, Gräben, häufig
See-S.,Sc. lacústrisL.
— Narben 2; Spelzen rauh punktiert; Fr. 2kantig; Stengel dünner, graugrün. 6. 7. Wie vor., besonders auf Salzboden
Rauhe S.,Sc. tabernaemontániGmelin
16.Stengel unten rund, oben stumpf 3kantig, mit 2 gewölbten und 1 flachen Seite; Spelzen glatt; Fr. meist fehlschlagend. 6. 7. Ufer (Bayern, Oldenburg, Hannover, Holstein)
Sc. lacústris×tríqueter=Sc. duváliiHoppe
Sehr selten (Pommern, West- und Ostpreußen) findet sichSc. kalmússii, Aschrs., Abromeit u. Graebner; Stengel starr aufrecht, dünn; Spelzen von erhabenen Punkten an und auf dem Mittelnerv undeutlich rauh; Bltnborsten doppelt so lang als der Frkn.
— Stengel der ganzen Länge nach 3kantig; Narben 2
17
17.Alle Ährchen sitzend; Bltnstand wenig zusammengesetzt; Blattfl. der untersten Blätt. 10–15 cm lang. 7. 8. Ufer, selten. Ostpreußen, Schleswig, im nordwestl. Gebiet
Stechende S.,Sc. pungensVahl
— Ährchen teils sitzend, teils gestielt; Bltnstand mehrfach zusammengesetzt; Blattfläche der grundst. Blätt. kurz. 7. 8. Wie vor., selten
Dreikantige S.,Sc. tríqueterL.
18.(9.) Ährchen am Ende des Stengels zu einer zweizeiligen Ähre angeordnet (Fig.849–850)(Blysmus)
22
— Ährchen nicht in einer endst., 2zeiligen Ähre
19
19.Ährch. bleichgrün, in einem endst., kugelig. Köpfch.; Narben 2; Bltnborsten fehlend. Pfl. dichtrasig. 7–9. Schlammige od. sandige Ufer. Schlesien, Prov. Sachsen (Wittenberg), Anhalt (Koswig).(Cýperus micheliánusL.)
Michelis S.,Sc. micheliánusL.
— Ährchen grün od. braun, in Rispen od. Büscheln
20
20.Spelzen 2spaltig, in der Ausrandung stachelspitzig; Ährchen braun, 10–24 mm lang; Bltnstand einfach (Fig.847); Stengel scharf 3kantig. 7. 8. Gräben, Ufer, besonders auf Salzboden häufig
Meer-S.,Sc. marítimusL.
Fig. 847.
Fig. 847.
— Spelzen nicht ausgerandet, stumpf; Ährchen grünlich bis schwärzlich, 3–6 mm l.; Bltnstand zusammengesetzt (Fig.848)
21
Fig. 848.
Fig. 848.
21.Ährchen alle einzeln (selten zu 2); Spelzen nicht gekielt; Bltnborsten geschlängelt, 2–3mal so lang als die Frucht. 7. 8. Ufer, Sumpfwiesen, zerstr.
Wurzel-S.,Sc. radícansSchkuhr
— Ährchen teils einzeln, teils zu 3–6 gehäuft; Spelzen etwas gekielt; Bltnborsten gerade, so lang als die Frucht. 6. 7. Wie vor., häufig.
Wald-S.,Sc. silváticusL.
22.(18.) Ähre aus 5–12 Ährchen zusammenges. (Fig.849), bis über 3 cm l.; Ährchen 6–8blütig; Spelzen 5nervig; Bltnborsten 3–6, rückwärts rauh; Stengel ob. stumpf 3kantig; Blätt. gekielt. 6. 7. Sumpfwiesen, Triften, zerstr.
Flache S.,Sc. compréssusPersoon
Fig. 849.
Fig. 849.
— Ähre aus 3–6 Ährchen gebildet (Fig.850); Ährchen 2–5blüt.; Spelzen 3nervig; Bltnborsten meist fehlend; Stengel rundl.;Blätt. rinnig, ungekielt. 5. 6. Meeresstrand u. salzhaltige Orte, besonders an der Ostsee
Rote S.,Sc. rufusSchrader
Fig. 850.
Fig. 850.
Bastarde:Sc. lacustris×tabernaemontani;Sc. silvaticus×radicansu. a.
Köpfchen aus 5–10 Ährch. zusammengesetzt, von dem untersten Hüllblatt weit überragt (Fig.851). 6. 7. Moorwiesen, sehr zerstr.
Schwarze K.,Sch. nígricansL.
Fig. 851.
Fig. 851.
Köpfchen aus 2–3 Ährchen zusammengesetzt, von dem untersten Hüllblatt kaum überragt (Fig.852). 5. 6. Wie vor., selten, im Westen fehlend
Rostbraune K.,Sch. ferrugíneusL.
Fig. 852.
Fig. 852.
Seen, Torfsümpfe, zerstr. 6. 7.
Cl. maríscusR. Br.
Ährchen weißlich, zuletzt etwas rötl.; Hüllblätt. kaum länger als das Ährchenknäuel (Fig.853). 7. 8. Moorboden, zerstr.
Weiße Schn.,R. albaVahl
Fig. 853.
Fig. 853.
Ährchen braun; Hüllblätt. weit länger als das Ährchenknäuel (Fig.854). 7. 8. Wie vor., seltener
Braune Schn.,R. fuscaR. u. Sch.
Fig. 854.
Fig. 854.
I. Stengel mit einem einzigen, endst., einfachen Ährchen (Fig.855)
Monostáchyae365
Fig. 855.
Fig. 855.
II. Stengel mit mehreren Ährchen, die zu Köpfchen, Ähren oder Rispen angeordnet sind:
a) Alle Ährchen (od. doch die meisten) enthalten sowohl Staub- als auch Stempelbltn; Bltnstand meist eine zusammengesetzte Ähre
Homostáchyae366
b) Oberste (od. allein das endst.) Ährchen nur mit Stbbltn (selten auch noch mit einigen Stempelbltn), die übrigen nur mit Stempelbltn (Fig.856)
Heterostáchyae370
Fig. 856.
Fig. 856.
1.Ährchen oben mit Staub-, unten mit Stempelbltn
3
— Alle Bltn des Ährchens entweder nur mit Stbblätt. oder nur mit Stempel[51]; Narben 2; Fr.[52]und Spelzen rotbraun
2
2.Stengel und Blätt. rückwärts glatt; Ährchen dichtfrüchtig; Fr. zuletzt wagerecht abstehend od. ziemlich aufrecht, kurzgeschnäbelt; Stengel einzeln, mit Ausläufern. 4. 5. Torfwiesen, sehr zerstr., besonders im Norden
Sonder-S.,C. dioécaL.
— Stengel oberwärts nebst den Blatträndern rauh; Ährchen lockerfrüchtig; Fr. längl.-lanzettl., zuletzt meist etwas abwärts gebogen, langgeschnäbelt. Pfl. dichtrasig. 4. 5. Wie vor., im Norden äußerst selten
Davall's-S.,C. davalliánaSmith
Fig. 857.
Fig. 857.
3.Narben 3
5
— Narben 2
4
4.Ährchen fast kugelig, dichtblütig (Fig.857); Fr. abstehend, nicht zurückgeschlagen, grünlich; Spelzen bleibend; Stengel und Blätt. rauh. 5. 6. Torfmoore in Oberbayern, Oberschwaben u. bei Klosterwald in Hohenzollern
Kopf-S.,C. capitátaL.
— Ährchen verlängert, lockerblütig; Fr. zuletzt zurückgeschlag. (Fig.858), beiderseits verschmäl., glänzend dunkelbr.; Spelzen nach der Blüte abfallend. 5. 6. Torfwiesen, Triften, zerstr.
Floh-S.,C. pulicárisL.
Fig. 858.
Fig. 858.
5.Fr. mit einer aus dem Schlauch hervorragenden, dicken Granne, zuletzt abwärts gebogen; Ährchen hellbraun. 5. Torfmoore der Alpen und ihres Vorlandes
Kleinspitzige S.,C. microglóchinWahlenberg
— Fr. ohne Granne, nur die Narben aus dem Schlauche hervorragend
6
6.Ährchen meist 3blütig; Fr. schmal lanzettl., zuletzt herabgeschlagen (Fig.859), strohgelb; Spelzen zur Frzeit bereits abgefallen. 6. 7. Torfmoore, besonders in den höheren Gebirgen
Wenigblütige S.,C. pauciflóraLightfoot
Fig. 859.
Fig. 859.
— Ährchen mehrblütig; Fr. eif. od. elliptisch, aufrecht; Spelzen bleibend
7
7.Fr. verkehrt-eif., ledergelb, sehr kurz geschnäbelt; Spelzen braun, länger als die Fr. 6. 7. Felsen der Brünnelheide im Mährischen Gesenke
Felsen-S.,C. rupéstrisAllioni
— Fr. ellipsoidisch, gedunsen, mit etwas längerem Schnabel; Spelzen gelbbraun, breit hautrandig, kürzer als die Fr.; Stengel am Grunde mit 5–8 braunroten Blattschuppen besetzt; Grundachse lang kriechend, bräunlich. 4. 5. Sandige, trockene Orte, sehr selt., z. B. bei Leipzig, Friesack, Rhinow.(C. spicátaSchkuhr)
Stumpfe S.,C. obtusátaLiljeblad
1.Ährchen in Ähren od. Rispen; Narben 2
3
— Ährchen in ein kugeliges od. gelapptes, von 2–4 abstehenden, grünen Hüllblätt. überragtes Köpfchen zusammengedrängt (Fig.860)
2
Fig. 860.
Fig. 860.
2.Narben 2; Fr. sehr lang geschnäb.; Köpfchen grasgrün, kugelig. 6–9. Ufer, überschwemmt gewesene Stellen, stellenweise
Cyper-S.,C. cyperoídesL.
— Narben 3; Fr. stumpf; Köpfchen weiß, gelappt. 7. An der Loisach und Naidernach bei Garmisch und Griesen (Oberbayern)
Tiroler-S.,C. baldénsisL.
3.Pfl. mit weithin wagerecht kriechendem unterird. Stengel, Ausläufer treibend (Fig.861); bltntragende Stengel daher einzeln, oft in einer Reihe hintereinander
17
Fig. 861.
Fig. 861.
— Pfl. ohne Ausläufer, mit nicht oder(C. loliacea u. tenella)kurzkriechend. Grundachse, daher von dichtrasigem Wuchs (in »Bülten« oder »Hullen«)
4
4.Jed. Ährchen amGrundemit Stbbltn[53]
10
— Jedes Ährchenan der Spitzemit Stbbltn
5
5.Fr. beiderseits gewölbt, aufrecht; Ährchen meist bräunlich
8
— Fr. auf der einen Seite flach, auf der andern gewölbt, abstehend; Ährchen meist grünlich
6
6.Stengel scharf 3kantig, mit leicht vertieften Seitenflächen, starr aufrecht, sehr rauh; Blätt. 5–10 mm br.; Spelzen meist rotbraun; Fr. deutlich 6–7nervig. 5. 6. Gräben, Sümpfe, häufig
Fuchs-S.,C. vulpínaL.
— Stengel 3kantig, mit ebenen Seitenflächen, nur oberwärts rauh; Blätt. bis 4 mm br.; Fr. undeutlich nervig
7
7.Ähre dicht od. die untersten Ährchen etwas entfernt; Fr. vor der Reife mehr oder weniger sperrig abstehend. 5. 6.
Sperrfrüchtige S.,C. muricátaL.
Kommt in 3 Formen vor: a)contiguaHoppe, Ähre kurz, gedrängt; Fr. 4–6 mm l., zuletzt sehr sperrig abstehend, auf dem Rücken nach dem Grunde zu schwammig verdickt, von dem »Nüßchen« fast ganz ausgefüllt; Blatthäutchen länger als breit. Gebüsch, Hecken, Rasenplätze, weit verbreitet; b)pairǣiSchultz. Ähre etwas lockerer; Fr. 3½-4 mm l., nicht sehr sperrig abstehend, am Grunde dünnhäutig, von dem »Nüßchen« nicht ganz ausgefüllt; Blätt. schmal (1½-2 mm br.); Blatthäutchen breiter als lang, ganz weißhäutig. Trockene, sonnige Orte, seltener. c)leersiiSchultz, Ähre noch lockerer, schlanker; Fr. sehr sperrig abstehend, fast kreisrund; Blatthäutchen breiter als lang, schmal braun berandet. Selten.
— Ährchen meist weit entfernt, in unterbrochener Ähre; Halm schlaff, zuletzt oft herabgeneigt; Fr. bis zum Grunde dünnhäutig, bis 4 mm lang, nicht sperrig abstehend; Blatthäutchen am Grunde derb, nicht zerschlitzt. breiter als lang. 6. 7. Wälder, Gebüsche, besonders in Mitteldeutschl.
Grüne S.,C. divúlsaGoodenough
8.Fr. glanzlos, 8–11nervig; Spelzen sehr schmal berandet; unt. Blattscheiden von einem schwarzen Faserschopf umgeben (Fig.862). 5. 6. Torfige Orte, sehr zerstr.
Seltsame S.,C. paradóxaWilld.
Fig. 862.
Fig. 862.
— Fr. glänzend, nervenlos oder undeutlich nervig; untere Blattscheiden nicht von einem Faserschopf umgeben; Spelzen breit, häutig berandet
9
9.Ährchen in dichten, unten rispigen Ähren; Blätter bis 2 mm breit; unt. Blattscheiden glanzlos; Stengel unt. rund, oben 3kantig, mit etwas gewölbten Flächen. Pfl. locker-rasig. 5. 6. Sümpfe, zerstr.(C. teretiúsculaGood.)
Rundliche S.,diándraSchrank
— Ährchen meist in lockeren Rispen mit abstehenden Ästen; Blätt. bis 6 mm br.; unt. Blattscheiden glänzend; Stengel der ganzen Länge nach 3kantig, mit flachen Seitenflächen. Pfl. dichtrasig. 5. 6. Ufer, Sümpfe, zerstr.
Rispige S.,C. paniculátaL.
10.(4.) Unt. Ährchen weit entfernt, ihre blattart. Hüllblätt. den Stengel weit überragend (Fig.863); Stengel schlaff; Fr. fein gestreift, ungeflügelt, nebst den kürzeren Spelzen weißlich. 5. 6. Wälder, häufig
Entferntährige S.,C. remótaL.
Fig. 863.
Fig. 863.
— Ährchen genähert, höchstens die unt. etwas entfernt; Hüllblätt. kurz, das unterste zuweilen blattart., aber d. Stengel meist nicht überragend
11
11.Fr. am Rande geflügelt, zieml. lang geschnäbelt, rundl.-eif., so lang als die Spelzen, aufrecht, Ährchen meist zu 6, ziemlich genähert (Fig.864); Blätt. 2–3 mm breit, starr; kürzer als der Stengel. 5. 6. Triften, Wiesen, Wälder, häufig
Hasen-S.,C. leporínaL.
Fig. 864.
Fig. 864.
— Fr. ungeflügelt, länger als die Spelzen
12
12.Ährchen 8–12, ziemlich genähert (Fig.865), vielblütig, zuletzt bräunlich; Fr. vielnervig, kurz, aber deutl. geschnäbelt, zuletzt wagerecht abstehend; Blätt. ca. 3–4 mm br., schlaff, wie der Stengel rauh. 5. 6. Moorgräben, sumpfige Wälder, stellenw.
Verlängerte S.,C. elongátaL.
Fig. 865.
Fig. 865.
— Ährchen 2–6
13
13.Fr. sperrig abstehend, in einen oft etwas gekrümmten, 2zähnig. Schnabel zugespitzt, gelbbraun; Ährchen 3–5, die seitlichen rundl. (Fig.866); Blätt. sehr starr, 1–2 mm br., kürzer als der Stengel. 5. 6. Sumpfwiesen, häufig
Igel-S.,C. stellulátaGoodenough
Fig. 866.
Fig. 866.
— Fr. nicht od. (bei C. loliacea) erst bei der Reife abstehend (Fig.869u.871)
14
Fig. 867.
Fig. 867.
14.Ährchen genähert (Fig.867), kugelig, zu 3–4; Spelzen braun; Fr. am Grunde nervig, plötzlich in den kurzen Schnabel übergehend; Blätt. steif aufrecht; Stengel oben rauh. 5. 6. Torfmoore. Vorland der Alpen, Brandenburg (Sommerfeld), Ostpreußen (Kreis Oletzko)
Torf-S.,C. heleonástesEhrh.
Fig. 868.
Fig. 868.
— Ährchen entfernt (wenigstens die unteren)
15
15.Fr. in einen kurzen Schnabel zugespitzt (Fig.868), schwachnervig; Ährchen 4–6 (Fig.871); Spelzen bleich, oft grün gekielt; Blätt. schlaff; Pfl. graugrün. 5. 6. Sumpfwies., Gräben, Torfmoore, meist häufig
Weißgraue S.,C. canéscensL.
Fig. 869.
Fig. 869.
— Fr. ungeschnäbelt (Fig.870)
16
Fig. 870.
Fig. 870.
16.Ährchen 3–5blütig; Fr. deutlich nervig (Fig.870), zuletzt absteh. (Fig.869), flachgedrückt; Blätt. kürzer als der oberwärts schwachrauhe Stengel. 5. Moore. Ostpreußen
Lolchartige S.,C. loliáceaeL.
Fig. 871.
Fig. 871.
— Ährchen 1–3blütig (Fig.872); Fr. undeutlich nervig, aufrecht; Blätt. so lang als der bis über die Mitte rauhe Stengel. Pfl. sehr zart. 5. 6. Moorige Sümpfe. Ostpreußen
Zarte S.,C. tenéllaSchkuhr
17.(3.) Ährchen zu 3–5 in einer kleinen, eif., 7–10 mm langen Ähre; Fr. kurz geschnäbelt, glatt; Blätt. viel kürzer als der glatte Stengel. 5. 6. Torfsümpfe, selten
Dünnwurzlige S.,C. chordorrhízaEhrh.
Fig. 872.
Fig. 872.
— Ährchen in verlängerter Ähre, vielblütig
18
18.Fr. mit scharfgekieltem, aber nicht geflügeltem Rande, dunkelbraun; Spelzen rotbraun, weiß berandet; mittlere Ährchen meist nur Stbbltn, die oberen und unt. nur Stempelbltn enthaltend. 5. 6. Ufer, feuchte Wiesen, zerstr.(C. dístichaHudson)
Zweizeilige S.,C. intermédiaGoodenough
— Fr. am Rande geflügelt (Fig.873–874)
19
19.Flügelrand ganz od. fast ganz bis zum Grunde der Fr. hinabreichend
21
— Flügelrand nicht bis zum Grunde der Fr. hinabreichend
20
20.Ährchen 6–16, obere mit Stbbltn, unt. mit Stempelbltn, mittlere gemischtblütig; Bltnstand 3–6 cm lang; Fr. mit über der Mitte stumpfwinklig vortretenden Flügeln (Fig.873); Blätt. 2–4 mm br., starr. 5. 6. Sandboden, besonders im Norden verbreitet
Sand-S.,C. arenáriaL.
Fig. 873.
Fig. 873.
— Ährchen 4–6 (selten mehr), meist alle am Grunde mit Stbbltn, an der Spitze mit Stempelbltn; Bltnstand meist 2 cm lang; Flügelrand der Fr. schmäler, dunkler, etwas weiter hinabreichend; Blätt. 2 mm br.; Stengel dünner. 5. 6. Wie vor., seltener
Französische S.,C. ligéricaGay
21.Ährchen braun, zu 3–6, genähert, meist gerade; Fr. rotbraun, längl.-eif., aufrecht, mit einem Flügelrande, der meist etwas über dem Grunde beginnt (Fig.874); Blätt. ca. 1 mm breit. 4. 5. Wegränder, sonnige Hügel, Waldränder(C. schrebériSchrank)
Wege-S.,C. praecoxSchreber
Fig. 874.
Fig. 874.
— Ährchen blaßgelb, meist zu 5, etwas entfernt, meist schwach gekrümmt (Fig.875); Fr. grün, lanzettl., vom Grunde bis zur Schnabelspitze geflügelt; Blätt. 1,5–3 mm br. 5. 6. Schattige Wälder, nicht selten
Zitter-S.,C. brizoídesL.
Fig. 875.
Fig. 875.
Ändert ab:curvátaKnaf, Spelzen dunkler; Fr. erst von der Mitte an geflügelt; Stengel zuletzt abwärts gekrümmt. Selten.
1.Narben 3
11
— Narben 2
2
2.Fr. ohne od. mit kurzem, rundem, gestutztem Schnabel, kahl
5
— Fr. mit 2zähnigem Schnabel
3
3.Fr. kurzborstig behaart, mit häutig berandetem, rauhem Schnabel; Stbährchen 1, Stempelährchen 1–2, genähert; Blätt. borstl., rinnig, etwa ½ mm br. 7. Selten im Kies der Alpenflüsse (München)
Stachelspitzige S.,C. mucronátaAllioni
— Fr. ganz kahl
4
4.Blätt. an der Spitze flach zusammengedrückt; Stengel oben stumpfkantig; Endährchen an der Spitze od. auch am Grunde mit Stempelbltn; Frschnabel am Rande gesägt. 6. 7. Torfmoore, Hengster bei Offenbach, südl. Hannover, Oberbayern
C. dioéca×echinata=C. gaudiniánaGuthnick
— Blätt. und Stengel oben scharf 3kantig; Ährchen gedrängt; Frschnabel glatt, oben häutig berandet. 7. Moore. Tilsit, Wohlau (Schlesien), Polzin (Pommern), Hamburg
Kleinährige S.,C. microstáchyaEhrh.
5.Pfl. mit kriechenden Ausläufern, nicht in dichten Rasen wachsend
7
— Pfl. ohne Ausläufer, große, dichte Rasen bildend; Stengel am Grunde mit blattlosen Scheiden, die netzartig zerfasert sind (Fig.876)
6
Fig. 876.
Fig. 876.
6.Alle Blattscheiden netzfaserig, gelbbraun; Blätt. graugrün; Stengel steif aufrecht; Fr. deutlich 5–7nervig. H. 60–100 cm. 4. 5. Tiefe Sümpfe, zerstr.
Steife S.,C. strictaLam.
— Nur die unt. Blattscheiden netzfaserig, purpurrot; Blätt. hellgrün; Stengel etwas schlaff; Fr. nervenlos H. 20 bis 70 cm. 4. 5. Feuchte Wiesen, besonders im Norden
Rasige S.,C. caespitósaL.
7.Grundst. Scheiden blattlos, rotbraun, groß, stark netzig zerfasert (Fig.877); Fr. nervenlos, innen flach, außen gewölbt. H. ½-1 m. 4. 5. Flußufer, sehr selten. Breitenhagen bei Barby, Leipzig, Odertal in Schlesien
Bueks-S.,C. buékiiWimmer
Fig. 877.
Fig. 877.
— Unt. Scheiden mit Blattflächen, meist nicht netzig zerfasert
8
8.Stengel weit herab sehr rauh, 40–100 cm hoch; Blätt. 4–8 mm br.; Ährchen schlank walzenf., Stbährchen2–3, Stempelährchen 3–5, später überhängend; Hüllblatt des untersten Ährchens den Stengel meist überragend; Fr. beiderseits gewölbt. 4. 5. Ufer, Gräben, häufig(C. acútaL. z. T)
Scharfe S.,C. grácilisCurt.
— Stengel glatt od. nur oberwärts rauh, bis 30 (selten bis 70) cm hoch; unterstes Hüllblatt den Stengel meist nicht weit überragend
9
9.Hüllblatt des untersten Ährchens steif und sehr kurz; Blätt. starr, oft zurückgekrümmt; Stengel sehr steif; Stbährchen 1; Fr. nervenlos, undeutlich 3seitig. 6. 7. Sudeten, Fichtelberg i. Erzgeb., Brocken.
Starre S.,C. rígidaGoodenough
— Hüllblatt des untersten Ährchens mindestens die Spitze des Stengels erreichend; Blätt. nicht zurückgekrümmt
10
10.Fr. deutlich nervig, gelb, breit eif.; Stbährchen meist 2–3, Stempelährchen 2–3, dicht gedrängt, dick; Stengel stumpfkantig, glatt; Blätt. sehr schmal, eingerollt. 6. 7. Dünentäler der nord- und ostfriesischen Inseln, bei Hoyer
Dreinervige S.,C. trinérvisDeglandier
— Fr. undeutlich nervig, außen schwach gewölbt, länger als die Spelzen; Ährchen meist kurz, aufrecht, Stbährchen 1; Stengel scharfkantig, oberwärts rauh. Sehr veränderlich. 4. 5. Wiesen, Sümpfe, gemein.(C. vulgárisFries)
Wiesen-S.,C. goodenoughiiGay
11.(1.) Fr. mit deutlichem, 2zähnigem oder 2spaltigem Schnabel (Fig.892)
38
— Fr. ungeschnäbelt oder mit kurzem, stielrundem, vorn abgeschnittenem Schnabel, der an der Spitze etwas ausgerandet od. kurz 2zähnig ist.(Vergl. Fig.878–880)
12
12.Fr. behaart
27
— Fr. kahl(beiC. glaucarauh)
13
13.Endährchen in der Regel nur mit Stbbltn
15
— Endährchen in der Regel an der Spitze mit Stempel, am Grunde mit Stbbltn
14
14.Unt. Blattscheiden meist purpurn, fein netzig zerfasert; Ährchen kurz gestielt; Spelzen[54]fein zugespitzt, dunkelbraun; Fr. nervig. 5. 6. Feuchte Wiesen, selten
Buxbaums-S.,C. buxbāūmiiWahlenberg
— Unt. Blattscheiden meist dunkelbraun, kaum netzfaserig; unt. Ährchen ziemlich lang gestielt, hängend; Spelzen schwarz; Fr. nervenlos, grün od.(var.atérrimaHoppe)schwärzlich. 6. 7. Nur in den Sudeten
Schwarze S.,C. atrátaL.
15.Seitliche Ährchen sitzend, aufrecht; Hüllblätt. am Grunde trockenhäutig, nicht scheidig; Fr. kurz geschnäbelt, rundl., glänzend; Blätt. bis 1 mm br., kurz. 4. 5. Sonnige Hügel, besond. in Mitteldeutschl.
Niedrige S.,C. supínaWahlenberg
— Seitliche Ährchen (besonders die unt.) deutlich gestielt (der Stiel zuweilen in der Scheide des Hüllblattes versteckt), zuletzt oft hängend
16
16.Hüllblätt. (besonders das des untersten Ährchens) mit wohlausgebildeter Scheide
20
— Hüllblätt. nicht od. nur ganz kurz scheidig
17
17.Blätt. nebst den unt. Blattscheiden flaumhaarig, schlaff; Stbährchen 1, oft von dem untersten Hüllblatt überragt, Stempelährchen 2–3, dichtblütig, aufrecht; Fr. ungeschnäbelt. Pfl. rasig, hellgelbgrün. 5. 6. Wälder, Wiesen, zerstr.
Bleiche S.,C. palléscensL.
— Blätt. und Blattscheiden kahl; Pfl. mit Ausläufern; Frährchen meist hängend, dichtblütig.
18
18.Stbährchen 2–3 (selten 1); Fr. braun, elliptisch, rauh; Blätt. flach, ziemlich steif, kürzer als der am Grunde reich beblätterte, glatte Stengel. Pfl. blaugrün. 4–6. Nasse Wiesen, Wälder, zerstreut.(C. flaccaSchreber)
Blaugrüne S.,C. glaucaMurray
— Stbährchen 1 (selten 2); Stengel unten mit Scheiden ohne Blattfläche; Fr. elliptisch, linsenf., stumpf
19
19.Fr. stark 5nervig, graugrün; Spelzen meist rotbraun, mit grünem Rückennerv; Stempelährchen 1–2, auf zarten Stielen; Blätt. fast borstl., rinnig gefaltet, graugrün. 5–7. Torfsümpfe, sehr zerstreut
Schlamm-S.,C. limósaL.
— Fr. undeutlich nervig, grasgrün; Spelzen dunkler; Stempelährchen 2–3, kleiner; Blätter flach, breiter, grasgrün. 6. 7. Moore. Riesengebirge, Erzgebirge (Karlsfeld), Bayrischer Wald und bei Tilsit
Gletscher-S.,C. irríguaSmith
20.Blätt. behaart (besonders am Rande), 6–10 mm br.; Stempelährchen entfernt, lockerblütig, stets aufrecht, ihre Spelzen grün; Fr. fast kugelig, stark nervig, mit kurzem, 2zähnigem Schnabel. 4. 5. Bergwälder, selten
Behaarte S.,C. pilósaScopoli
— Blätt. kahl
21
21.Stempelährchen auch zur Frzeit aufrecht; Fr. fast kugelig bis eif.
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— Stempelährchen besonders zur Frzeit hängend(vergl.C. strigosa!); Fr. lanzettl. bis elliptisch
22
22.Pfl. bis 20 cm hoch; Blätt. 1–2 cm br., rinnig; Stempelährchen wenig- und lockerblütig, lang- und haarfein gestielt; Fr. zugespitzt (Fig.878), nervenlos, glänzend. 6. 7. Sudeten
Haarstengelige S.,C. capillárisL.
— Pfl. 60–120 cm hoch; Blätt. flach. Waldpfl.
23
23.Stempelährchen gedrungenblütig, bis 15 cm l.; Spelzen braun; Fr. undeutl. nervig, mit ausgerandetem Schnabel; Blätt. 8–16 mm br. Pfl. dichtrasig, etwas graugrün. 6. Sehr zerstr.
Hängende S.,C. péndulaHudson
— Stempelährchen lockerblütig, dünn und schlank, fast aufrecht; Spelzen weißlich, weit kürzer als die längsnervige Fr. Pfl. mit Ausläufern, grasgrün.(Kann leicht fürC. silvaticagehalten werden.)5. Feuchte Waldstellen, sehr zerstr.
Schlanke S.,C. strigósaHudson