Chapter 42

Fig. 878.

Fig. 878.

24.Spelzen weiß, glänzend; Fr. blaßgelb, zuletzt braun, in kurzen, lockeren Ährchen; Hüllblätt. häutig, ohne Spreite. 4. 5. Wälder, in Süddeutschl.

Weiße S.,C. albaScopoli

— Spelzen braun, oft mit weißl. Rande und grünem Rücken; Hüllblätt. (wenigstens an der Spitze) blattart.

25

25.Stempelährchen dichtblütig, meist 12blütig; unterstes Hüllblatt mit blattart. Spitze; Spelzen hell rostbraun, weißl. berandet; Fr. kurz geschnäbelt, grünlichbraun. 4. 5. Sonnige Gipsfelsen des südl. Harzrandes

Glänzende S.,C. nítidaHost

— Stempelährchen lockerblütig; unterste Hüllblätt. blattart.

26

26.Pfl. blaugrün; Stbährchen fast stets aufrecht; Fr. aufgeblasen, mit kurzem, stumpfem Schnabel (Fig.879). 4–6. Feuchte Wiesen, gemein

Hirse-S.,C. paníceaL.

Fig. 879.

Fig. 879.

— Pfl. grasgrün; Stbährchen zur Blütezeit rechtwinkl. zurückgeknickt; Fr. mit verlängertem, ausgerandetem Schnabel (Fig.880); obere Blattscheiden mehr od. weniger aufgeblasen. 6. 7. Sudeten, Brocken, Ostpreußen

Armblütige S.,C. sparsiflóraSteudel

Fig. 880.

Fig. 880.

27.(12.) Stbährchen (wenigstens nach der Blüte) von dem obersten Stempelährchen überragt (Fig.883)

37

— Stbährchen auch nach der Blüte über die Stempelährchen hinwegragend

28

28.Hüllblätt. am Grunde nicht od. sehr kurz scheidig

31

— Hüllblätt. lang scheidig[55]

29

29.Stempelährchen fast ganz in den Scheiden der weißl. Hüllblätt. versteckt, entfernt, 2–4blütig; Spelzen häutig, breit weiß berandet; Blätt. starr, zuletzt länger als der 5–10 cm hohe Stengel. 3. 4. Sonnige Hügel, zerstr., im Norden fehlend

Erd-S.,C. húmilisLeysser

— Stempelährchen nicht in den Scheiden der Hüllblätt. eingeschlossen; Stengel 10–30 cm hoch, länger als die Blätt.

30

30.Unterstes Stempelährchen fast am Grunde des Stengels entspringend, sehr lang gestielt, die oberen genähert, meist 5blütig; Fr. erhaben nervig, fein behaart; Spelzen rotbraun, mit grünem Mittelstreifen. 3. 4. Trockenes Grasland. Am Isteiner Klotz in Baden, bei Pfirt im Oberelsaß

Grundblütige S.,C. gynóbasisVillars

— Ährchen sämtlich oben am Stengel, die stempeltragenden etwas entfernt, vielblütig, lang gestielt; Stengel rauh, 3kantig. 4. 5. Nur bei Priestram im Kreise Nimptsch (Schlesien)

Fuß-S.,C. pedifórmisC. A. Meyer

31.Unterstes Hüllblatt trockenhäut., zuweilen mit laubart. Spitze; Stbährchen mehr od. weniger keulenf.

34

— Unterstes Hüllblatt blattart., selten am Rande etwas trockenhäutig; Stbährchen walzlich

32

32.Pfl. dichte Rasen bildend; Stempelährchen meist 3 (2–5), kugelig od. eif., genähert; Fr. rundl., nervenlos; unt. Hüllblatt aufrecht abstehend; Stengel zur Frzeit niederliegend. 4. 5. Trock. Wäld., Heiden, häufig

Pillen-S.,C. pilulíferaL.

— Pfl. kriechend; Stempelährchen etwas entfernt; unt. Hüllblatt meist fast wagerecht abstehend

33

33.Fr. dicht weißfilzig, nervenlos; Spelzen stachelspitzig, nicht trockenhäut.; Stempelährchen meist walzl.; Blätt. und Stengel steif. 5. 6. Grasplätze, Waldränder, Wiesen, zerstr., im Nordwesten fehlend

Filzige S.,C. tomentósaL.

— Fr. dünnfilzig, grün, mit durchscheinenden Nerven, vorn verschmälert; Spelzen stumpfl., trockenhäut.; Stempelährchen kugelig; Blätt. weich; Stengel zart. 5. 6. Feuchte Kiefernwälder in Ostpreußen

Kugelige S.,C. globulárisL.

34.Spelzen vorn breit abgerundet und hier mit breitem, oft fransig zerschlitzt., weiß. Hautrande (Fig.881a); Stempelährchen 1–2, eif.; Fr. mit kurzem, stumpfem Schnabel; Blätt. steif, oft zurückgekrümmt. 4. 5. Heiden, Waldränder, zerstr.

Heide-S.,C. ericetórumPollich

Fig. 881.

Fig. 881.

— Spelzen mehr oder weniger spitz (Fig.881b), ganzrandig

35

35.Unt. Blattscheiden blutrot; Blätt. höchstens 2 mm br., weich, hellgrün, zuletzt länger als der zarte Stengel; Spelzen schwarzbraun, mit hellem Mittelnerv, kürzer als die hellgrüne Fr. Pfl. dicht rasig. 4. 5. Laubwälder, zerstr.

Berg-S.,C. montánaL.

— Unt. Blattscheiden braun; Blätt. 2–3 mm br., steif; unterstes Ährchen kurz gestielt

36

36.Stengel kürzer als die entwickelten, sehr langen (30–40 cm) Blätt.; Pfl. dichte Rasen bildend; Nüßchen (im Innern des »Schlauches«) breit-eif., vorn plötzlich abgestutzt. 5. 6. Wälder, in Mittel- und Süddeutschl.(C. longifóliaHost)

Schatten-S.,C. umbrósaHost

— Stengel schon zur Blütezeit länger als die Blätt., mit kurzen Ausläufern; Nüßchen nach vorn allmählich verschmälert. 3. 4. Trockene Hügel, häufig

Frühe S.,C. caryophýlleaLat.

37.(27.) Stempelährchen fast von einem Punkte entspringend (Fig.882), bis 1 cm lang, 3–5blütig; Fr. fast doppelt so lang als die ganzrand., bleichen Spelzen. 5. Laubwälder, sehr zerstr. im mittl. und südl. Gebiet

Vogelfuß-S.,C. ornithópodaWilld.

Fig. 882.

Fig. 882.

— Stempelährchen etwas entfernt (Fig.883), bis 3 cm l., 5–10blütig; Fr. etwa so lang als die gezähnelten, meist rotbraunen Spelzen. 4. 5. Wie vor., zerstr.

Finger-S.,C. digitátaL.

38.(11.) Fr. kahl(zuweilen am Kiel und Schnabel rauh)

41

— Fr. behaart(Vergl. aberC. aristata)

39

Fig. 883.

Fig. 883.

39.Fr. kurz geschnäbelt, aufgeblasen, längl.-eif. (Fig.884); Spelzen längl., stachelspitzig; Hüllblätt. ohne od. mit sehr kurzen Scheiden; Blätt. rinnig, kahl, kaum breiter als der dünne, kahle, graugrüne Stengel. 5. 6. Torfige Orte, ziemlich zerstr.(C. filifórmisAut.)

Faden-S.,C. lasiocárpaEhrh.

Fig. 884.

Fig. 884.

— Fr. mit langem Schnabel (bis 2 mm), ei-kegelf.; Spelzen eif., mit langer, gesägter Spitze; Blätt. 3–8 mm br., flach, ihre Scheiden meist weichhaarig

40

40.Schnabelzähne innen sehr rauh, starr, verdickt (Fig.885); Fr. gleichmäßig dicht behaart(zuweilen zerstreut behaart und dann die ganze Pfl. kahl = var.hirtifórmisPersoon); Spelzen der Stbbltn mit breitem Hautrande, oberwärts behaart; Blätt. behaart, etwa so lang als der am Grunde verdickte Stengel; untere Scheiden mit schwachem Fasernetz. 5. 6. Wiesen, Grasplätze, gemein

Behaarte S.,C. hirtaL.

Fig. 885.

Fig. 885.

— Schnabelzähne innen meist glatt (Fig.886); Fr. nur oberwärts zerstr. behaart, zuweilen kahl; Spelz. der Stbbltn schmal hautrandig, nur am oberen Rande etwas gewimpert; Blätt. nur unterseits schwach behaart, länger als der am Grunde stark verdickte Stengel; untere Scheiden derb, netzfaserig. 5. 6. Sumpfige, buschige Wiesen. Nur in Schlesien (Kanth), Posen (Hohensalza) und Brandenburg (Nauen)

Begrannte S.,C. aristátaR. Br.

Fig. 886.

Fig. 886.

41.Mehrere Staubährchen an der Spitze des Stengels[56]

56

— Nur ein Staubährchen vorhanden

42

42.Stempelährchen linealisch, dünn, etwa 7–10mal so lang als breit, bald hängend od. nickend

54

— Stempelährchen eif. bis längl., dicker, höchstens 5mal so lang als breit[57]

43

43.Blattscheiden an der Mündung gegenüber der Blattspreite mit einem trockenhäutigen Anhängsel (Fig.887)

49

— Blattscheiden ohne solches Anhängsel

44

44.Stempelährchen kugelig od. kurz-eif., aufrecht, die oberen genähert, das unt. entfernt; Fr. sperrig abstehend, aufgeblasen, nervig, mit rauhem Schnabel; unterstes Hüllblatt lang, meist zurückgeknickt. Pfl. gelbgrün. 5. 6. Sumpfwiesen, Waldsümpfe

Gelbe S.,C. flavaL.

Kommt in 3 Formen vor: a)vulgárisDöll, Fr. ziemlich groß, ihr Schnabel lang, abwärtsgebogen; Blätt. breit, flach; Stengel steif, scharfkantig, 20–60 cm hoch; b)lepidocárpaTausch, Fr. kleiner, mit kürzerem, weniger gebogenem Schnabel; Blätt. schmäler, rinnig; Stengel schlaffer, bis 30 cm hoch; c)oedériEhrhart, Fr. klein, kurz und meist gerade geschnäbelt; Blätt. sehr schmal, oft länger als der 3–15 cm hohe Stengel.

Fig. 887.

Fig. 887.

— Stempelährchen elliptisch bis längl.-lanzettl.; Frschnabel gerade vorgestreckt

45

45.Pfl. mit unterird. Stengel, der einzelne oberird. Stengel treibt

48

— Pfl. ohne Ausläufer, dicht rasig

46

46.Blattfläche des untersten Hüllblattes mehrmals länger als dessen Scheide; Stempelährchen 3–6blütig; Fr. unten aufgeblasen, vielnervig. 5. 6. Gebirgswälder. Nur im Sauertal (Erzener Berg) und im Elsaß (Kastenwald bei Neubreisach)

Bauchfrüchtige S.,C. depauperátaGood.

— Blattfläche des untersten Hüllblattes höchstens so lang als dessen Scheide

47

47.Stempelährchen meist 2, gedrungen, 3–6blütig; Spelzen braun; Stengel nur am Grunde mit starren, abstehenden, 3reihigen Blätt. H. 10–15 cm. 6. Mit den Alpenflüssen in die Täler herabkommend

Feste S.,C. firmaHost

— Stempelährchen meist 3, schlank, ziemlich locker, 6–12blütig; Spelzen rotbraun; Fr. fast nervenlos; Blätt. lang und schmal. 5. 6. Oberbayern, Württemberg (Illertal), Baden (Jura)

Immergrüne S.,C. sempervírensVillars

48.Spelzen der Stbährchen bleichgelb, die der Stempelährchen grünl., mit weißem Saum; Stempelährchen 1–2, aufrecht, 6–12blütig; Fr. verkehrt-eif. 5. Nur auf der Schwedenschanze bei Priestram im Kreise Nimptsch (Schlesien)

Micheli's-S.,C. michéliiHost

— Spelzen aller Ährchen schwarzbraun, mit schmalem, grünem Mittelstreifen; Stempelährchen meist 4, unt. sehr entfernt, lang gestielt, später überhängend; Fr. lanzettl., an den Kielen borstig gewimpert. 6–8. Quellige Orte, am Feldberg (Baden) und am Hoheneck

Kälteliebende S.,C. frígidaAllioni

49.(43.) Schnabel der Fr. am Rande von feinen Zähnen rauh

52

— Schnabel der Fr. an den Rändern glatt und kahl

50

50.Stiel des untersten Ährchens von der Scheide des Hüllblattes eingeschlossen; obere Ährchen genähert; Hüllblatt länger als der Halm, zuletzt weit abstehend od. zurückgekrümmt; Fr. stark nervig, deutlich 2–3kantig; Blätt. sehr schmal, eingerollt. 7. 8. Dünen, Salzsümpfe, an der Ostseeküste, auf den ostfriesischen Inseln, Eiderstedt, Oldesloe, Insel Röm, bei Ahrensch unweit Cuxhaven

Ausgedehnte S.,C. exténsaGoodenough

— Stiel des untersten Ährchens aus der Scheide hervortretend; Ährchen alle entfernt

51

51.Fr. deutlich nervig, eif., mit haarspitzig gezähntem Schnabel; Spelzen meist verschmälert zugespitzt; Blätt. breit linealisch. 5. 6. Nur in der Rheingegend

Glatte S.,C. laevigátaSmith

— Fr. mit hervortretendem Randnerven, sonst undeutlich nervig, beiderseits gewölbt, gelblich, glasglänzend, oft punktiert, später wagerecht abstehend, ihr Schnabel kurz 2zähnig; Blätt. schmal, rauh. Pfl. gelbgrün od. grasgrün. 6. 7. Sehr selten. Westpreußen (Kr. Putzig), auf Langeoog, Juist und Borkum

Punktierte S.,C. punctátaGaudin

Fig. 888.

Fig. 888.

52.Spelzen der Stempelbltn stumpfl., nicht stachelspitzig (Fig.888a); rotbraun, mit grünem Mittelnerv und weißlichem Rande; Fr. nervig, gelbgrün, ihr Schnabel am Rande rauh, die Innenseite der Zähne glatt (Fig.889); Hüllblätt. kurz; Blätt. schmal. Pfl. hellgrün, locker rasig od. kurz kriechend. 6. 7. Moorwiesen, zerstr.

Rotbraune S.,C. HornschuchiánaHoppe

Fig. 889.

Fig. 889.

— Spelzen der Stempelbltn eif., mit Stachelspitze (Fig.888b); Zähne des Schnabels innen mit kleinen Stacheln (Fig.890)

53

Fig. 890.

Fig. 890.

53.Fr. mit 2 starken grünen Kielen, sonst undeutlich nervig, meist purpurn überlaufen, 3kantig; Spelzen braun; untere Ährchen weit entfernt. 5. 6. Rheinprovinz (besonders an der belgischen Grenze), bei Thannhausen in Württemberg

Zweinervige S.,C. binérvisSmith

— Fr. nervig, mit hervortretend. Seitennerven, grün, zuweilen dunkel überlaufen; Spelzen rostbraun, mit schmalem Hautrande; Ährchen entfernt. Pfl. dicht rasig. 5. 6. Feuchte Wiesen, salzliebend, zerstr.

Entferntährige S.,C. distansL.

54.(42.) Spelzen vorn fein gesägt, lang zugespitzt (Fig.891); Stempelährchen 3–6, dichtblütig, langgestielt, oft doldenähnlich genähert; Fr. dünn, nervig, glänzend, sperrig abstehend; Blätt. breit, flach; Stengel scharfkantig, rauh. Pfl. hellgrün, rasig. 6. Ufer, Sümpfe, zerstr.

Cypergrasähnliche S.,C. pseudocýperusL.

Fig. 891.

Fig. 891.

— Spelzen ganzrand., nicht mit langer, pfrieml. Spitze; Stempelährchen lockerblütig

55

55.Blätt. kaum ½ mm br., eingerollt; Stbährchen hell rostbraun; Stempelährchen 2–3, ihre Spelzen purpurbraun; Fr. längsnervig. 6. 7. Voralpen.(C. ténuisHost)

Kurzährige S.,C. brachystáchysSchrank

— Blätt. 4–8 mm br., flach; Stbährchen grünlichgelb; Stempelährchen 3–6; Spelzen grünlich; Fr. nervenlos. 6. Laubwälder, häufig

Wald-S.,C. silváticaHudson

56.(41.) Hüllblätt. nicht od. sehr kurz scheidig

58

— Hüllblätt. lang scheidig, den Stengel weit überragend

57

57.Fr. fast regelmäßig 4- oder 5reihig angeordnet, 5 mm lang, glänzend braun, mit langem, scharf gesägtem Schnabel; Stempelährchen 2–4, kurz, dicht. 4. 5. Feuchtes Grasland, nur in Thüringen und Rheinhessen

Gersten-S.,C. hordeístichosVillars

— Fr. nicht in geraden Reihen, unregelmäßig gestellt, 3 mm lang, glanzlos; Stempelährchen 3–4, länglich, ziemlich locker. 6. Salzboden. Thüringen (Stokernheim bei Erfurt), Posen (Hohensalza, Argenau)

Roggen-S.,C. secálinaWahlenberg

58.Fr. höchstens etwas länger als die zugespitzten Spelzen, olivengrün

60

— Fr. weit länger als die stumpfl. Spelzen, hellgrün zuletzt gelbl., aufgeblasen

59

59.Stengel scharf 3kantig, oben rauh; Blätt. 6–8 mm br.; Fr. allmählich in den Schnabel übergehend (Fig.892b); Stempelährchen eif. od. länglich. Pfl. grasgr. 5. 6. Sümpfe, Gräben, häufig

Blasen-S.,C. vesicáriaL.

Fig. 892.

Fig. 892.

— Stengel stumpf 3kantig, glatt; Blätt. schmäler, zuweilen eingerollt; Fr. fast kugelig, plötzlich in den langen Schnabel übergehend (Fig.892a); Stempelährchen walzlich. Pfl. graugrün. 5. 6. Wie vor., zerstr.

Flaschen-S.,C. rostrátaStokes

60.Fr. mit feinen Längsfurchen, ei-kegelf., aufgeblasen, kurz und breit geschnäbelt; Stempelährchen 2–4, aufrecht; Stbährchen dünn, walzl.; Stengel stumpf 3kantig, nur zwischen den Ährchen schärflich; Blätt. 2–3 mm br., am Rande oft umgerollt. Wiesen, Grasgräben. 4. 5. Nur bei Magdeburg und bei Braunschweig

Nickende S.,C. nutansHost

— Fr. vielnervig (ohne Furchen); Stbährchen dick, dicht; Stengel scharfkantig, oben rauh; Blätt. 5–15 mm br. Pfl. 40–120 cm hoch

61

61.Alle Spelzen der Stbährchen haarspitzig; Stempelährchen 3–4, dick, das unt. meist entfernt, gestielt, zuweilen nickend; Fr. 3seit., glänzend; unt. Blattscheiden meist nicht netzig gefasert. 5. 6. Sümpfe, Ufer, verbreitet

Ufer-S.,C. ripáriaCurtis

— Unt. Spelzen der Stbährchen stumpf, ob. in eine feine Spitze auslaufend; Stempelährchen 2–4, dünner, aufrecht; Fr. etwas zusammengedrückt 3seitig, glanzlos, ihr schmaler, kurzer Schnabel sehr kurzzähnig; untere Blattscheiden stark netzfaserig. 5. 6. Wie vor., nicht selten.(C. paludósaGoodenough)

Sumpf-S.,C. acutifórmisEhrh.

Durch die große Neigung einzelner Arten zum Variieren und durch das Vorhandensein zahlreicher Bastarde wird dem Anfänger das Studium dieser Gattung sehr erschwert.

1.Stbblätt. zahlreich; Blätt. pfeilf. (Fig.893); Bltn in 3blütigen Quirlen, die ob. mit Stbbltn, die unt. mit Stempelbltn

Sagittária379

— Stbblätt. 6 od. 9; jede Blüte mit Stbbltn und Stempelbltn

2

2.Bltn in endst. Dolden; alle Bltnhüllblätt. rosenrot; Stbblätt. 9

Bútomus379

— Bltn nicht in Dolden; die 3 äußeren Bltnhüllblätt. grün; Stbblätt. 6

Alísma378

Fig. 893.

Fig. 893.

1.Stengel flutend, unten mit sitzend., linealischen Blätt., oben mit lang gestielten, eif. bis längl.-elliptischen Schwimmblätt.; Bltn weiß, schwimmend, zu 1–5 an den Gelenken des Stengelsentspringend; Fr. 6–12, vielrippig, stachelspitzig, zuletzt sperrig abstehend. 6–8. Stehende Gewässer. Sehr zerstr. in Nord- und Mitteldeutschl.(Elísma natansBuchenau)

Schwimmender Fr.,A. natansFries

— Stengel nur am Grunde beblättert; Bltn in endst., quirligen Rispen od. Trauben; Fr. meist zahlreich

2

2.Fr. in ein kugeliges Köpfchen zusammengedrängt, einem gewölbten Bltnboden aufsitzend, 4–5kantig; Bltn weiß od. schwach rosa, meist doldig angeordnet; Blätt. schmal lanzettlich. 6–8. Stehende Gewässer, selten(Echinodórus ranunc.Engelmann)

Hahnenfußartiger Fr.,A. ranunculoídesL.

— Fr. mehr od. weniger kreisf. angeordnet, einem flachen Bltnboden aufsitzend

3

3.Blätt. tief herzf., stumpf; Fr. 8–10, außen mit 3 scharfen Nerven, stachelspitzig. 7. 8. Seen, Sümpfe, selten.(Caldésia parn.Parlatore)

Herzblatt-Fr.,A. parnassifóliumBassi

— Blätt. in ihren Stiel verschmälert od. am Grunde abgerundet bis schwach herzf., zugespitzt; Fr. zahlreich, stark seitlich zusammengedrückt, stumpf; Bltn weiß od. rötlich

4

4.Griffel länger als der Frkn., gerade; Fr. in der Mitte nicht zusammenstoßend; Blätt. eif., am Grunde abgerundet od. schwach herzf., lang gestielt. 6–10. Gräben, Ufer, häufig

Wegerich-Fr.,A. plantágoL.

— Griffel kürzer als der Frkn., hakig; Fr. in der Mitte zusammenstoßend; Blätt. elliptisch od. lanzettl., zuweilen grasart., kurz gestielt; Bltn kleiner, seltener als vor. 7–9. Von Hamburg bis Ostpreußen, Schlesien, Knielingen bei Karlsruhe, Bayreuth

Bogiger Fr.,A. arcuátumMichalet

Bltn weiß, am Grunde violett; Stengel und Blattstiele 3kantig. 6–8. Stehende und langsam fließende Gewässer, meist nicht selten

S. sagittifóliaL.

Blätt. lang linealisch, steif aufrecht; Bltn rosa. H. 60–125 cm. Sümpfe, Teiche, meist häufig

B. umbellátusL.

1.Blätt. langgestielt, kreisrund-herzf. (Fig.894), schwimmend; Narben 6

Hydrócharis380

Fig. 894.

Fig. 894.

— Blätt. sitzend, linealisch bis längl.

2

2.Blätt. sehr groß, breit lineal., stachelig gezähnt (Fig.895), steif, rosettig; Bltn weiß, 3–4 cm breit

Stratiótes380

Fig. 895.

Fig. 895.

— Blätt. klein (bis 2 cm lang), fein gesägt oder gezähnt, ganz untergetaucht; Bltn sehr klein

3

3.Obere Blätt. zu 5–6quirlig, alle fein stachelspitzig gezähnelt (Fig.896a); Bltn weiß

Hydrílla380

Fig. 896.

Fig. 896.

— Blätt. meist zu 3quirlig, sehr fein gesägt (Fig.896b); Bltn rötlich, lang gestielt

Helódea380

Stehende Gewässer, zerstr., besonders im Norden. 7. 8.

St. aloídesL.

Blätt. lederart., mit 2 großen Nebenblätt. 7. 8. Teiche, Gräben, zerstr.

H. morsus ranaeL.

Am Grunde stehender Gewässer. In Pommern und Ostpreußen. 7. 8.

H. verticillátaCaspary

In Nordamerika einheimisch. Bei uns überall eingebürgert, aber nur die Stempelbltn tragende Pfl. 5–8.

H. canadénsisRichard u. Michaux

Unt. Bltn gestielt; Traube armblütig, mit Deckblätt.; Narbe dem Frkn. schief aufsitzend (Fig.40)

Scheuchzéria380

Alle Bltn kurz gestielt; Traube reichblütig, ohne Deckblätt.; Narben federig (Fig.39)

Triglóchin380

Bltn gelblichgrün; Fr. am Grunde verwachsen. 6. 7. Torfsümpfe, zerstreut

Sch. palústrisL.

Fr. aus 3 Teilfrüchtchen zusammengesetzt, linealisch; Bltntraube locker. 6–8. Moorwiesen, Ufer.

Sumpf-Dr.,T. palústrisL.

Fr. aus 6 Teilfrüchtchen zusammengesetzt, eif.; Bltntraube dicht. 6–8. Salzboden

Strand-Dr.,T. marítimaL.

1.Bltn in Ähren mit flachgedrückter Achse, zur Blütezeit in eine Scheide eingeschlossen; Blätt. lang linealisch, grasart. Pfl. ganz untergetaucht

Zostéra384

— Bltn einzeln od. in Dolden od. in Ähren mit stielrunder Achse, nicht in eine Scheide eingeschlossen

2

Fig. 897.

Fig. 897.

2.Bltnhülle deutlich 4blättr.; Bltn in mehrblütigen, gestielten, aus dem Wasser ragend. Ähren (Fig.897–898); Stbblätt. 2

Potamogéton381

Fig. 898.

Fig. 898.

— Bltnhülle sehr klein od. fehlend; Bltn im Wasser eingesenkt

3

3.Blätt. stachelspitzig gezähnt, quirlig od. gegenst.; Bltn einzeln. Pfl. meist sehr zerbrechlich, völlig untergetaucht

Najas384

— Blätt. ganzrand., fadenf.

4

4.Früchtchen zu mehreren blattachselst., auf dem Rücken mehr od. weniger gezähnt (Fig.907)

Zannichéllia384

— Früchtchen langgestielt, in doldenf. Büscheln (Fig.899)

Rúppia384

Fig. 899.

Fig. 899.

1.Alle Blätt. fast gegenst., eif. bis linealisch-lanzettl. (Fig.900); Fr. rundl., scharf gekielt, mit hakenf. Schnabel. 6–9. Seichte Gewässer, sehr zerstr.

Dichtes L.,P. densusL.

— Blätt. (außer den oberen) wechselst.

2

2.Blätt. alle grasartig, schmal linealisch od. borstl. (bis 5 mm breit)

14

— Blätt. rundl. bis schmal lanzettl., aber niemals linealisch (wenigstens nicht die oberen)

3

3.Blätt. entweder alle sitzend (zuw. mit kurzem, bis 1 cm langem Stiel), od. nur die ob., zuweilen schwimmenden und lederart. Blätt. länger gestielt

7

— Alle Blätt. mit einem Stiel, der wenigstens halb so lang als die Blattspreite ist, untergetauchte zur Blütezeit meist fehlend, die oberen fast stets schwimmend

4

4.Blätt. alle durchscheinend, häutig, meist rötl., die schwimmend. eif., mit abgerundetem Grunde; Ährenstiele dünn und lang; Fr. bis 1½ mm l., stumpf gekielt. 7. 8. Stehende Gewässer, selten(P. plantagíneusDu Croz)

Farbiges L.,P. colorátusVahl

— Schwimmende Blätt. lederart.; Fr. länger

5

5.Ährenstiele nach oben verdickt; Fr. selten ausgebildet, außen scharf gekielt; Schwimmblätt. am Grunde nicht faltig, eif. bis längl.-lanzettl.; Blattstiel oberseits etwas gewölbt. 6. 7. Fließende Gewässer, sehr zerstr.

Flutendes L.,P. flúitansL.

— Ährenstiele oberwärts nicht verdickt; Fr. stumpf gekielt; Schwimmblätt. schwach herzf. od. abgerundet, am Grunde jederseits mit einer Falte

6

6.Schwimmblätt. eif. od. längl., 6–10 cm l., untergetauchte zur Blütezeit nicht mehr vorhanden; Fr. 4–5 mm l. 6–8. Teiche, Gräben, langsam fließende Gewässer, gemein

Schwimmendes L.,P. natansL.

Fig. 900.

Fig. 900.

— Schwimmblätt. elliptisch-lanzettl., 2–4 cm l., weniger derb als bei vor., untergetauchte zur Blütezeit meist noch vorhanden, lanzettl.; Fr. meist 3 mm l. Alle Teile der Pfl. kleiner als beiP. natans. 6. 7. Gräben, flache Tümpel, Torfstiche, in Nordwestdeutschl. häufig, sonst selten

Torf-L.,P. polygonifóliusPourret

7.(3.) Stengel stielrund; Blätt. mit zahlreichen, genäherten Quernerven; Fr. nicht verwachsen

8

— Stengel zusammengedrückt-4kantig; Blätt. mit entfernten Quernerven, am Rande meist wellig kraus, feingezähnt, lanzettl. od. linealisch-lanzettl. (bis 13 mm br.); Fr. am Grunde verwachsen, lang geschnäbelt. 6–9. Stehende und fließende Gewässer, verbreitet

Krauses L.,P. crispusL.

8.Ährenstiele oberwärts verdickt, dicker als der verzweigte Stengel; Fr. außen meist stumpf gekielt

9

— Ährenstiele oberwärts nicht verdickt, nicht dicker als der Stengel; Fr. außen scharf gekielt

12

9.Blätt. 8–14 cm l. und bis 4½ cm br., am Rande fein gesägt, lebhaft grün, glänzend, alle kurz gestielt und untergetaucht; Ähren bis 6 cm lang. 7. 8. Nicht selten

Spiegelndes L.,P. lucensL.

— Blätt. kleiner, bis 3 cm br., die oberen länger gestielt; Ährenstiele höchstens 4 cm lang

10

10.Untergetauchte Blätt. kurz gestielt, stachelspitzig, die oberen meist breiter, öfters schwimmend; Ähren länger gestielt als bei vor., die Blätt. oft weit überragend. 7. 8. Seen, Flüsse, sehr zerstr.

Ziz's L.,P. zíziiM. u. K.

— Untergetauchte Blätt. ziemlich klein, mit Ausnahme der oberen sitzend, nicht stachelspitzig; Ähren meist kurz (bis 3 cm lang)

11

11.Untergetauchte Blätt. am Grunde verschmälert, bis 8 mm br., zuweilen etwas wellig, schwimmende (wenn vorhanden) lederart.(Ändert ab: a) var.graminifóliusFries, Blätt. alle untergetaucht, linealisch-lanzettl.; b) var.heterophýllusFries, Schwimmblätt. lanzettl. bis eif.-elliptisch.)6–8. Gräben, Seen, zerstr.

Grasartiges L.,P. gramíneusL.

— Untergetauchte Blätt. mit abgerundetem, halb-stengelumfassendem Grunde, bis 13 mm br., trocken glänzend; Schwimmblätt. meist fehlend; Fr. zieml. scharf gekielt. 7. 8. Seen, Flüsse. Selt., i. Norddeutschl. häufiger.

Glänzendes L.,P. nitensWeber

12.(8.) Blätt. keilf. in den Blattstiel verschmälert, schwimmende (wenn vorhanden) kurz gestielt, längl. od. längl.-spatelf., untergetauchte meist rötlich, lanzettl.; Stengel oben meist einfach. 7. 8. Bäche, stehende Gewässer, zerstr.(P. rutéscensSchrader)

Alpen-L.,P. alpínusBalbis

— Blätt. am Grunde abgerundet od. herzf., stengelumfassend, alle untergetaucht; Stengel ästig

13

13.Blätt. ganzrand., an d. Spitze mit kappenf. eingerollt. Rändern, 7–18 cm lang; Ährenstiele bis 20 cm lang; Stengel knickig gebogen. 7. 8. Selten.

Langstieliges L.,P. praelóngusWulfen

— Blätt. am Rande entfernt fein gezähnt, an der Spitze flach, tief herzf., bis 5 cm lang; Ährenstiele bis 5 cm lang; Steng. gerade. 7. 8. Zerstreut

Durchwachsenes L.,P. perfoliátusL.


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