Chapter 43

Fig. 901.

Fig. 901.

14.(2.) Blätt. mit lang., grün. Scheide, die den Steng. meist umfaßt (Fig.901); Ähren unterbrochen, lang gestielt

21

— Blätt. ohne od. mit sehr kurzer Scheide, aber mit zieml. großen durchscheinenden Blatthäutchen (Fig.902)

15

Fig. 902.

Fig. 902.

15.Stengel zweischneidig zusammengedrückt; Blätt. vielnervig, mit 3–5 stärkeren Nerven

20

— Stengel stielrund oder zusammengedrückt, mit rundl. Kanten; Blätt. 1–5nervig

16

16.Blätt. 1nervig, fadenf., fast borstl.; Ährenstiele etwa so lang als die Ähren; meist nur 1 Fr. in jeder Blüte, fast halbkreisrund, mit gerader Innenseite, oft am Grunde und auf dem Rücken mit Höckern. 6. 7. Gräben, sehr zerstr.

Haarförmiges L.,P. trichoídesChamisso u. Schlechtendal

— Blätt. meist 3–5nervig, nicht fein fadenf.

17

17.Ähre dicht, etwa so lang als der Ährenstiel; Fr. außen stumpf gekielt, mäßig lang geschnäbelt; Blätt. stumpf (Fig.903), zuweilen stachelspitzig; Stengel dicht ästig. 7. 8. Gräben, Teiche, sehr zerstr.

Stumpfblättriges L.,P. obtusifóliusM. u. K.

Fig. 903.

Fig. 903.

— Ähre ziemlich locker, 2–3mal kürzer als ihr Stiel

18

18.Ährenstiel nach oben verdickt; Fr. schief eif., vorn stumpf, gekielt, kurz und gerade geschnäbelt, glatt; Blätt. stumpf, stachelspitzig (Fig.904); Stengel zusammengedrückt. 7. 8. Wie vor.

Stachelspitziges L.,P. mucronátusSchrader

Fig. 904.

Fig. 904.

— Ährenstiele nach oben nicht od. kaum verdickt; Blätt. zugespitzt

19

19.Stengel fast stielrund, grün; Fr. schief-eif., glatt od. höckerig; Ährenstiele fadenf. 7. 8. Wie vor., meist nicht selten

Kleines L.,P. pusíllusL.

— Stengel schwach zusammengedrückt, zuletzt rötlich, meist nur am Grunde verzweigt; Fr. halbeif., nicht gekielt, glatt; Ährenstiele nach oben kaum verdickt. 7. 8. Seen, Teiche, selten

Rötliches L.,P. rútilusWolfgang

20.(15.) Ähren 4–6blütig, rundl., so lang als der Ährenstiel; Blätt. fein zugespitzt (Fig.905), am Grunde mit 1–2 schwarzen Höckern; Fr. ziemlich lang geschnäbelt. 6–8. Stehende Gewässer, ziemlich zerstreut

Spitzblättriges L.,P. acutifóliusL.

Fig. 905.

Fig. 905.

— Ähren 10–15blütig, walzl., 2–3mal kürzer als der Stiel; Blätt. meist stumpf, stachelspitzig(Fig.906), ohne Höcker; Fr. kurz geschnäbelt. 7. 8. Wie vor., zerstr.

Flaches L.,P. compréssusL.

Fig. 906.

Fig. 906.

21.(14.) Blätt. fadenf., 1nervig, mit etwa 1½ cm langer Scheide; Stengel nur am Grunde ästig; Fr. ungekielt, kaum geschnäbelt, grünlich, ca. 2 mm lang. 6. 7. Seen, seltener am Meeresstrand.(P. marinusL. z. T.)

Fadenförmiges L.,P. filifórmisPersoon

— Blätt. ca. 1 mm br., meist 3nervig, mit bis 5 cm l. Scheide; Stengel meist sehr ästig; Fr. gekielt od. am Rücken abgerundet, fast kugelig, kurz geschnäbelt, gelbbraun, ca. 4 mm lang. 6–8. Flüsse, Seen, Teiche, zerstr.

Kammförmiges L.,P. pectinátusL.

Bastarde:P. crispus×praelongus=P. undulátusWolfgang;P. perfoliatus×praelongus=P. cognátusAschrs. u. Gr.;P. praelongus×lucens=P. decipíensNolte;P. perfoliatus×nitens=P. fallaxAschrs. u. Gr.;P. alpinus×lucens=P. lithuánicusGorski. Bei den Bastarden kommen die Fr. meist nicht zur Entwicklung.

Ährenstiele sehr lang, zur Frzeit spiralig eingerollt; Fr. schwach schief-eif., mit ziemlich in der Mitte stehend. Schnabel; Stbbeutelhälften längl. 8–10. Meeresküste

Strand-S.,R. marítimaL.

Ährenstiele ziemlich kurz, zur Frzeit nicht spiralig eingerollt; Fr. fast halbmondf., mit seitlich stehendem Schnabel; Stbbeutelhälften rundl. 8–10. Meeresküste und selten an Salzstellen des Binnenlandes

Schnabel-S.,R. rostellátaKoch

Fr. sehr kurz gestielt, meist doppelt so lang als der Griffel(var.genúinaAschrs.)od. ziemlich lang gestielt (Fig.907), so lang od. wenig länger als der Griffel(var.pedicellátaWahlenberg)od. zahlreich (3–6) und 4mal so lang als der Griffel(var.polycárpaBuchenau). 5–9. Im Süß- und Brackwasser zerstr.

Sumpf-T.,Z. palústrisL.

Fig. 907.

Fig. 907.

Blätt. 1nervig, etwa 1 mm br.; Stiel der Scheide, die die Bltn einhüllt, nach oben nicht verbreitert; Bltnstand am Rande mit klammerart. Fortsätzen. 6–8. Meeresküste, seltener als die folgende

Zwerg-S.,Z. nanaRoth

Blätt. 3–7nervig, 3–9 mm br.; Stiel der Bltnscheide oberwärts verbreitert; Bltnstand am Rande meist ohne Fortsätze. 6–8. Wie vor.

Echtes S.,Z. marínaL.

1.Stengel mehr od. weniger stachelig, steif; Blätt. 2–3 mm br., ausgeschweift-gezähnt (Fig.908); Blattscheiden ganzrand. od.(var. intermédiaCaspary)1–4zähnig. Stbbltn und Stempelbltn auf verschiedenen Pfl. 6–8. Seen, Teiche, zerstr.

Großes N.,N. majorAllioni

— Stengel stachellos; Blattscheiden gezähnt; jede Pfl. mit beiderlei Bltn

2

Fig. 908.

Fig. 908.

2.Blätt. ausgeschweift-gezähnt, zerbrechlich, meist zurückgekrümmt; Fr. schwarzgrau. 6–8. Wie vor., sehr zerstr.

Kleines N.,N. minorAllioni

— Blätt. sehr fein gezähnelt, biegsam, meist gerade; Fr. gelblich. 6–8. Seen, selten. Stettin, Angermünde, Ost- und Westpreußen.

Biegsames N.,N. fléxilisRostkovius u. Schmidt

1.Bltnkolben scheinbar seitenst. (Fig.909), da das Hüllblatt die Fortsetzung des Stengels bildet; Stengel zusammengedrückt; Blätt. schwertf., schilfart.

Ácorus385

Fig. 909.

Fig. 909.

— Bltnkolben endst.

2

2.Hüllblatt breit, innen schneeweiß; Kolben kurzwalzl. (Fig.910); Blätt. langgest., herzf., glänzend

Calla385

Fig. 910.

Fig. 910.

— Hüllblatt tütenf., den Kolben vollständig einhüllend; Kolben oben keulenf. verdickt, über die Bltn verlängert (Fig.911); Blätt. spießf.

Arum385

Bltnscheide etwa doppelt so lang als der Kolben (Fig.911); Beeren rot. H. bis 60 cm. 5. 6. Laubwälder, verbreitet

A. maculátumL.

Fig. 911.

Fig. 911.

Sümpfe, Ufer, zerstr. 5. 6. 9.

C. palústrisL.

Teiche, Ufer, Sümpfe, verbreitet. 6. 7.

A. cálamusL.

1.Blattart. Stengel wurzellos, beiderseits gewölbt, bis 1,5 mm lang. 4. 5. Stehende Gewässer, selten(Wólffia arrhízaWimmer)

Wurzellose W.,L. arrhízaL.

— Blattart. Stengel mit Wurzeln

2

2.Stengelglieder an der Unterseite mit einem Büschel von Wurzelfasern, rundlich, unterseits meist rötlich. 5. 6. Wie vor., häufig

Große W.,L. polyrrhízaL.

— Stengelglieder an der Unterseite nur mit einer einzigen Wurzelfaser.

3

3.Stengelglieder lanzettl., an einem Ende stielart. verschmälert, meist kreuzweise verbunden, untergetaucht. 4. 5. Wie vor., sehr häufig

Dreifurchige W.,L. trisúlcaL.

— Stengelglieder rundl., nicht gestielt, schwimmend

4

4.Stengelglieder beiderseits flach. 5. 6. Wie vor., sehr häufig

Kleine W.,L. minorL.

— Stengelglieder unterseits buckelig gewölbt. 5. 6. Wie vor., zerstr.

Buckelige W.,L. gibbaL.

Bltn in walzl. od. eif. Kolben (Fig.912)

Typha386

Fig. 912.

Fig. 912.

Bltn in kugeligen Köpfchen (Fig.913)

Spargánium386

Fig. 913.

Fig. 913.

1.Bltntragender Stengel nur am Grunde von scheidigen Blätt. umgeben, sonst blattlos, 30–75 cm hoch; Blätt. der unfruchtbaren Triebe 1–2 mm breit; Stempelbltn in den Achseln spatelf. Deckblättch. 5. 6. Am Rhein bis zur Pfalz und in der bayrischen Hochebene

Kleinster R.,T. mínimaFunk

— Bltntragender Stengel mit Blätt., d. so lang od. länger als d. Steng. sind

2

2.Pfl. höchstens bis 75 cm hoch, zierlich; Bltnstände (d. übereinanderstehend. Kolben) 5–25 mm voneinander entfernt, etwa gleich lang; Stempelbltn von Deckblätt. gestützt, die länger als die Haare sind. 8. 9. Nur am Oberrhein

Zierlicher R.,T. grácilisJordan

— Pfl. über 1 m hoch, kräftig; Bltnstände walzenf.

3

3.Bltnstände meist voneinander entfernt, etwa bleifederdick; Stempelbltn in d. Achseln schuppenf. Deckblättch.; Narben linealisch; Blätt. 3–10 mm br., oberseits gewölbt. 7. 8. Teiche, Sümpfe, Ufer, zerstr.

Schmalblättriger R.,T. angustifóliaL.

— Bltnstände meist aneinanderstoßend, etwa daumendick; Stempelbltn ohne Deckblättch.; Blätt. 5–20 mm br.

4

4.Blätt. breit (10–20 mm); Bltnstände meist etwa gleich lang; Narben die Haare überragend, schief längl.-lanzettl. 7. 8. Wie vor., meist häufig

Breitblättriger R.,T. latifóliaL.

— Blätt. schmäler (5–10 mm); unt. Kolben mindestens doppelt so lang als der obere, zur Frzeit grau; Narben spatelig lanzettl., höchstens so lang als die Haare. 7. 8. Ufer. Nur an einigen Stellen in Bayern (Rosenheim, Reichenhall bis zum Chiemsee) und Baden (Riegel, Wiesloch)

Grauer R.,T. shuttlewórthiiKoch u. Sonder

Bastard:T. latifolia×angustifolia=T. glaucaGodron.

1.Nur 1 Kopf (selten 2) mit Stbbltn an der Spitze des Stengels und darunter 2–3 mit Stempelbltn, alle von Deckblätt. gestützt; Narbe eif. bis kugelig, höchstens 3mal so lang als br.; Blätt. meist 4–5 mm br., beiderseits flach. 7. 8. Gräben. Seen, Heidetümpel, zerstr.

Kleinster I.,Sp. mínimumFries

— Meist mehrere Köpfe mit Stbbltn; Narbe lang fadenf., mindestens 5–6mal so lang als br.; Blätt. (wenigstens die nicht flutenden) im unt. Teile gekielt od. 3kantig

2

2.Alle Blätt. deutlich gekielt, am Grunde 3kantig, die flutenden wenigstens auf dem Rücken mit vorspringend. Mittelnerv; Steinkern der Fr. oben abgerundet

4

— Blätt. höchstens 6 mm br., die flutenden nicht gekielt; Köpfchen in einfacher Ähre; Steinkern der Fr. oben kegelf. verschmälert

3

3.Stengel schlaff aufrecht, bis 25 cm hoch od. lang flutend; Blätt. 3–5 mm br., plötzlich in die stumpfl. Spitze verschmälert, bis dahin fast gleich breit, die unt. zur Blütezeit meist abgestorben, ganz flach, ungekielt, die oberen am Grunde meist mit kurzem, scharfem Kiel; Köpfchen mit Stbbltn entfernt; Steinkern der Fr. verkehrt-eif. 6. 7. Moor- und Heidetümpel, Seen. Westpreußen, Pommern, Brandenburg, Braunschweig, Hannover.

Verschiedenblättriger I.,Sp. diversifóliumGraebner

— Stengel flutend; unt. Blätt. auf dem Rücken rund gewölbt, oft lang od. fadenf. zugespitzt, die höherstehenden mit weiten Scheiden; Köpfchen mit Stbbltn genähert; Steinkern der Fr. an beiden Enden zugespitzt. 6–8. Seen, Tümpel, zerstr.

Verwandter I.,Sp. affíneSchnizlein

4.Köpfchen in einfacher Ähre od. die unt. in Trauben; Blätt. meist mit weiter Scheide, darüber sehr verschmälert und oben wieder verbreitert, stumpf zugespitzt; Fr. gestielt, in einen längeren Schnabel verschmälert; Stengel und Blätt. aufrecht od. lang flutend. 6–8. Moortümpel, Gräben, Teiche, verbreitet

Einfacher I.,Sp. simplexHudson

— Köpfchen in Rispen

5

5.Bltnhüllblätt. der Stempelbltn oben wenig verbreitert, dunkel gefärbt; Fr. ungestielt, verkehrt pyramidenf., meist 5–7 mm l., unten durch gegenseitige Abplattung scharfkantig, schwarzbraun; Steinkern tief gefurcht, so lang als die Fr.; Blätt. meist steif aufrecht. 6–8. Gräben, Ufer, Sümpfe, meist häufig(Sp. ramósumHudson)

Aufrechter I.,Sp. eréctumL.

— Bltnhüllblätt. der Stempelbltn oben verbreitert, nach der Spitze hin meist hellhautrandig; Fr. kurz gestielt, meist 7–10 mm l. und 3–4 mm br., meist verkehrt kegelf., schlank, unten wenig gegeneinander abgeplattet, glänzend, strohgelb bis gelbbraun; Steinkern meist schwach gefurcht, kürzer als die Fr.; Blätt. schlaffer, meist überhängend. 6–8. Wie vor. Jedenfalls verbreitet, aber wohl oft übersehen

Vernachlässigter I.,Sp. negléctumBeeby

1.Stbblätt. 8 (selt. 6 od. 10); Griffel meist 4; Bltn einz., endst., grün; Bltnhüllblätt. 8, abwechselnd breiter u. schmäler; Stengel nur mit einem einzigen, meist 4blättr. Blattquirl (Fig.914); Beere schwarz

Paris396

Fig. 914.

Fig. 914.

— Stbblätt. 6 od. (Majanthemum) 4

2

2.Ein Griffel (oft mit 3 Narben) od. eine sitzende 3lapp. Narbe

5

— Drei getrennte Griffel vorhanden

3

3.Pfl. zur Blütezeit (Herbst) ohne Blätter, die erst im nächsten Frühjahre erscheinen; Bltn fleischfarben, mit langer Röhre

Cólchicum390

— Pfl. zur Blütezeit m. entwick. Blätt.; Bltn grünl.

4

4.Blätt. schmal linealisch, schwertf.; Bltn traub., m. einem kelchartigen, 3lappig. Hüllblatt (Fig.915). H. 15–30 cm

Tofiéldia389

Fig. 915.

Fig. 915.

— Blätt. breit elliptisch; Bltn in reichblütiger, endst. Rispe. H. 60–120 cm

Verátrum390

5.(2.) Bltnstand kugelig (doldig od. kopfig), vor dem Aufblühen von einer trockenhäut. Hülle umgeben, oft mit kleinen Zwiebeln zwischen den Bltn (Fig.920); Blätt. oft röhrig. Pfl. nach Knoblauch riechend. Lauch

Állium391

— Bltnstand nicht kugelig, vor dem Aufblühen nicht von einer trockenhäut. Hülle umgeben

6

6.Bltnhülle aus 6 getrennten Blättchen zusammengesetzt

16

— Bltnhülle verwachsenblättr., oft tief geteilt

7

7.Ästchen (nicht Blätt.!) fädlich, in klein. Büscheln am Stengel entspringend (Fig.916); Blätt. schuppenf.; Bltn gelbgrün, hängend; Beeren rot. Spargel

Aspáragus395

Fig. 916.

Fig. 916.

— Ästchen nicht fädlich und gebüschelt; Blätt. nicht schuppenf.

8

8.Bltn reinweiß od. grünlichweiß

12

— Bltn gelb, rötlich od. blau

9

9.Bltn sehr groß (5–8 cm br.), trichterf., hellgelb od. rotgelb; Stbblätt. abwärts geneigt. Wurzel büschelig-knollig

Hemerocállis390

— Bltn röhrig-glockig od. krugf., bedeutend kleiner als bei vor. Zwiebelgewächse

10

10.Bltnhülle kurz 6zähnig, kugelig od. walzlich, an der Mündung krugf. zusammengezogen; obere Bltn stets unfruchtbar (ohne Stbblätt. und Stempel)

Muscári394

— Bltnhülle 6spalt. od. 6teilig mit abstehend. Zipfeln

11

11.Griffel kurz; Bltnhülle etwa bis zur Mitte 6spalt. Hyazinthe

Hyacínthus394

— Griffel fadenf.; Bltnhülle nur am Grunde etwas verwachsen

Scilla394

12.(8.) Blätt. alle grundst.(aber zuweilen den Stengel ziemlich weit hinauf scheidenart. umfassend)

15

— Blätt. auch höher am Stengel

13

13.Stengel nur mit 2 herzf., gestielten Blätt.; Bltn in endst. Traube (Fig.917)

Majánthemum395

Fig. 917.

Fig. 917.

— Stengel mit vielen sitzend. Blätt.; Bltn zu 1–5 blattachselst.

14

14.Bltnhülle bis fast auf den Grund geteilt, grünlichweiß; Bltn einzeln auf geknickten Stielen; Blätt. herzf.-stengelumfassend; Stengel hin- und hergebogen. Selten

Stréptopus395

— Bltnhülle röhrig-glockig, 6zähnig, weiß; Blätt. nicht herzf.-stengelumfassend

Polygónatum395

15.(12.) Blätt. lanzettlich oder elliptisch, meist 2; Bltn in einseitswendigen Trauben, weiß. Keine Zwiebel. Maiblume

Convallária396

— Blätt. linealisch; Bltn in allseitswendigen Trauben. Zwiebelgewächse

11

16.(6.) Stengel entwed. m. einer einzig. endst., ansehnlichen Blüte (selten 2) an der Spitze des Steng. od. m. einem Quirl häng., rotbrauner Bltn, die von einem Blätterschopf überragt werden

23

— Bltn in Dolden, Rispen, Trauben od. Doldentrauben, kleiner(Gageahat zuw. nur 1 Blüte)

17

17.Bltn innen goldgelb od. weiß, außen grünlich oder doch mit grünen Längsstreifen

21

— Bltn außen nie grün und nie mit grünen Rückenstreifen

18

18.Blätt. nur am Grunde des Stengels

20

— Blätt. auch höher am Stengel

19

19.Bltnhüllblätt. am Grunde verwachsen; Bltn klein

13

— Bltnhüllblätt. völlig getrennt; Bltn sehr ansehnlich, bis 10 cm br., weiß, feuerrot od. braunrot. Lilie

Lílium393

20.Bltn blau, seltener weiß; Bltnstiele nicht gegliedert. Pfl. mit Zwiebel

Scílla394

— Bltn stets weiß; Bltnstiele gegliedert. Pfl. ohne Zwiebel

Anthéricum390

21.Stbfäden dicht wollig; Stbbeutel ziegelrot; Bltn gelb; Blätt. schwertf. Moorpfl.

Narthécium389

— Stbfäd. nicht wollig; Blätt. nicht schwertförmig

22

22.Stbbeutel mit der Basis auf die Spitze des Stbfad. gestellt; Bltn in Dolden (Fig.918), selten einzeln, gelb

Gágea390

Fig. 918.

Fig. 918.

— Stbbeutel der Spitze des Stbfadens quer auflieg.; Bltn in Trauben od. Doldentraub., weiß, selten gelb

Ornithógalum395

23.(16.) Bltn entweder einzeln an der Spitze des Stengels,überhängend, schachbrettart. gefleckt oder in einem Quirl um den Stengel gestellt, braunrot; Griffel vorhanden

Fritillária393

— Bltn einzeln an der Spitze des Stengels, während des Blühensaufrecht(Fig.919); Griffel fehlt. Tulpe

Túlipa393

Fig. 919.

Fig. 919.

Torfige Wiesen, sehr zerstr. 6. 7.

T. calyculátaWahlenberg

Torfmoore, feuchte Heiden, im nordwestl. Deutschland. 7. 8.

N. ossífragumHudson

Bltnhüllblätt. innen weißl. od.(var.lobellánumBernhardi)grünlich, viel länger als die Bltnstiele. 7. 8. Sumpfwiesen der Gebirge und der Hochebene (Schlesien, Süddeutschl.)

V. albumL.

Wiesen, gemein im mittl. und südl. Gebiet, in Norddeutschl. sehr zerstr. 9. 10.

C. autumnáleL.

Bltnstand einfach traubig, unverzweigt; Griffel bogig gekrümmt; Kapsel eif., spitz. 5. 6. Trockene Wälder, Hügel, zerstr., stellenweise fehlend

Astlose G.,A. liliágoL.

Bltnstand verzweigt; Griffel gerade; Kapsel rundl., stumpf. 6. 7. Wie vor., zerstr.

Ästige G.,A. ramósumL.

Bltnhülle hellgelb, Zipfel spitz, flach, mit unverzweigten Nerven 6. 7. Häufig in Gärten

Gelbe T.,H. flavaL.

Bltnhülle ziegelrot, Zipfel stumpf, am Rande wellig, äußere Nerven durch Queradern verbunden. 7. 8. Wie vor.

Rotgelbe T.,H. fulvaL.

1.Grundst. Blätt. 1(beiG. pratensisselten 2)

4

— Grundst. Blätt. 2; Stengel am Grunde mit 2, von einer gemeinschaftlichen Haut umgebenen Zwiebeln

2

2.Bltnstiele kahl; Bltnhüllblätt. längl.-lanzettl., stumpf; grundst. Blätt. linealisch-fadenf., das folgende breiter, am Grunde scheidenf. den Stengel umfassend. H. 10–20 cm. 4. 5. Feuchte Wälder, Wiesen, sehr zerstr., besonders in Norddeutschl.

Scheiden-G.,G. spatháccaSalisbury

— Bltnstiele flaumig behaart

3

3.Pfl. 10–15 cm hoch. Grundst. Blätt. linealisch (bis 5 mm br.), rinnig, die übrigen sehr genähert, fast gegenst.; Bltn zu 2–10; Bltnhüllblätt. lanzettl., spitzlich. 3–5. Äcker, zerstr.

Acker-G.,G. arvénsisSchultes

— Pfl. 3–8 cm hoch. Grundst. Blätt. fein-fädl., rinnig, die übrigen wechselst.; Bltn meist einzeln; Bltnhüllblätt. längl., stumpf. 3. 4. Trockene Anhöhen, Triften, Kieswege, stellenweise

Felsen-G.,G. saxátilisKoch

Hierher gehört als Unterart:bohémicaSchultes, Bltnhüllblätt. längl., vorn breiter, abgerundet stumpf. So nur bei Magdeburg.

4.Stengel am Grunde mit 1 Zwiebel; grundst. Blatt breit linealisch (5–10 mm br.), an der Spitze plötzlich kapuzenart. zusammengezogen; Bltnhüllblätt. längl., stumpf, bis 14 mm l. H. 15 bis 30 cm. 4. 5. Gebüsch, Wälder, häufig.(G. silváticaLoudon)

Gelber G.,G. lúteaSchultes

— Stengel am Grunde außer einer Hauptzwiebel noch mit 1–2 Nebenzwiebeln(beiG. mínimaalle von einer gemeinschaftl. Hülle umgeben); grundst. Blatt oben nicht zusammengezogen

5

5.Zwiebeln zur Blütezeit ohne gemeinschaftl. Hülle; grundst. Blatt scharf gekielt, ca. 4 mm br., die übrigen beiden am Grunde der Bltn gegenst.; Bltnhüllblätt. linealisch-längl., stumpflich; 3 mm br., 16–20 mm l. 3–5. Äcker, Grasplätze, Triften, verbreitet.(G. stenopétalaRchb.)

Wiesen-G.,G. praténsisSchultes

— Stengel am Grunde mit 2 ungleichen Zwiebeln; obere Blätt. klein, das unterste größer, scheidenf.; Bltnhüllblätt. linealisch-lanzettl., zugespitzt, mit zurückgebogener Spitze. 3. 4. Grasplätze, Gebüsch, stellenweise. Fehlt in der Rheinprovinz, in Westfalen und im nordwestl. Gebiet

Kleiner G.,G. mínimaSchultes

1.Blätt. röhrig od. rinnig od. lang linealisch (selten über 1 cm br.)

4

— Blätt. lanzettl. bis elliptisch (2–4 cm br.)

2

2.Stengel unter der Mitte mit 2–3 kurzgestielten Blätt.; Bltn gelblichweiß. 7. 8. Moosige Waldplätze der höheren Gebirge (Riesengebirge, Schwarzwald, Vogesen)

Allermannsharnisch,A. victoriálisL.

— Blätt. alle grundst.

3

3.Blätt. lang gestielt; Stengel 3kantig; Bltn schneeweiß, in fast flacher Dolde, stark riechend. 5. Feuchte Wälder, zerstr.

Bären-L.,A. ursínumL.

— Blätt. sitzend; Stengel stielrund; Bltn weißl., außen grün gestreift, in gewölbter Dolde. 5. Äcker, sehr selten (Baden, Elsaß)

Schwarzer L.,A. nigrumL.

4.(1.) Blätt. flach od. rinnenf., nicht hohl; Bltnhüllblätt. mehr od. weniger glockig zusammenneigend

8

— Blätt. röhrig, hohl; Bltnhüllblätt. wenigstens oberwärts sternf. ausgebreitet(Vergl. auchA. vineale)

5

5.Stengel und Blätt. unter der Mitte weit bauchig aufgeblasen. Zum Küchengebrauche gebaute Pfl.

7

— Stengel und Blätt. walzlich, nicht an einer Stelle bauchig aufgeblasen.

6

6.Stbfäden alle zahnlos, kürzer als die blaßroten, blaugekielten Bltnhüllblätt.; Dolde zwiebellos. 7. 8. Flußufer, Grasplätze, häufig gebaut

Schnittlauch,A. schoenóprasumL.

Ändert ab: var.sibiricumWilld., Pfl. größer; Bltnhüllbl. dunkler, breiter, lang zugespitzt. So im Bodetale, in den Sudeten, am Elbufer und in Bayern.

— 3 der 6 Stbfäden am Grunde verbreitert, beiderseits mit einem kurzen Zahn, alle etwa so lang als die bläuliche Bltnhülle; Dolde meist nur zwiebeltragend (Fig.920). 6. 7. Gebaut

Schalotte,A. ascalónicumL.

7.Bltnstiele etwa 8mal so lang als die grünlichweißen Bltn; 3 Stbfäden mit kurzen Seitenzähnen. 6–8. H. 60–120 cm

Sommerzwiebel,A. cepaL.

— Bltnstiele 3–4mal so lang als die meist weiße, selten purpurrot gestreifte Bltnhülle; Stbfäden alle zahnlos. 7. 8. H. 30–60 cm

Winterzwiebel,A. fistulósaL.

8.(4.) Stbfäden alle zahnlos

15

— Stbfäden abwechselnd jederseits kürzer od. länger gezähnt (Fig.921–922)

9

9.Dolde nur mit Bltn, ohne Zwiebeln

12

— Dolde blüten- und zwiebeltragend

10

10.Stbfäden mit kurzen Zähnen, länger als die Bltnhülle; Deckblatt sehr lang geschnäbelt (Fig.920); Blätt. breit, flach; Stengel am Grunde mit zahlreichen, längl.-eif. od.(var.ophioscórodonDon)rundl. Zwiebeln. 7. 8. Angeb.

Knoblauch,A. satívumL.


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