Fig. 920.
Fig. 920.
— Stbfäden mit langen, oft gedrehten Zähnen
11
11.Blätt. flach (bis 1 cm br.); Bltn dunkelpurpurn, länger als die Stbblätt. H. 60–100 cm. 7. 8. Gebüsche, zerstr., auch gebaut
Schlangen-L.,A. scorodóprasumL.
— Blätt. fast stielrund, oberseits eng rinnig; Bltnhüllblätt. violett, rosenrot od. grünlich, kürzer als die Stbblätt., stumpf; Dolde oft nur Zwiebeln tragend. 6. 7. Sandäcker, Grasplätze, Dämme, zerstr.
Weinbergs-L.,A. vineáleL.
Ändert ab: var.kóchiiLange, Bltnhüllblätt. dunkelrot, spitz, länger als die äußeren 3 Stbblätt.; Blätt. im unt. Teile rinnenf. Bisher nur in Mecklenburg.
12.(9.) Zähne der Stbfäden kurz und stumpf (Fig.921); Bltn hellpurpurn; Blätt. flach, rinnig. 7. Felsen, sehr selten (Schlesien, Hessen)
Steifer L.,A. strictumSchrader
Fig. 921.
Fig. 921.
— Zähne der Stbfäden fein haarspitzig (Fig.922).
13
Fig. 922.
Fig. 922.
13.Blätt. im Querschnitt halbkreisf., weitrinnig; Bltnhülle hellpurpurn, kürz. als d. Stbblätt. 6. 7. Äcker, sonnige Hügel, sehr zerstr. Im nördl. Gebiet nur bei Frankfurt a. d. O.
Kopf-L.,A. sphaerocéphalumL.
— Blätt. flach, nicht rinnig
14
14.Gebaute Pfl. Bltnhülle rosa od. weißl., etwas kürzer als die Stbblätt.; Blätt. längl.-lanzettl., blaugrün; Stengel am Grunde ohne od. mit weißen Nebenzwiebeln. 6–8.
Porree,A. porrumL.
— Wildwachsende Pfl. Bltnhülle purpurrot, so lang als die Stbblätt.; Blätt. schmal linealisch; Stengel am Grunde mit lang gestielten, roten Nebenzwiebeln. 6–8. Äcker, Weinberge, sehr zerstr.
Runder L.,A. rotúndumL.
15.(8.) Stengel rundlich, am Grunde eine gutentwickelte Zwiebel tragend
17
— Stengel oberwärts scharfkantig; unterird. Stengel wagerecht, mit wenig verdickter Zwiebel
16
16.Stbblätt. so lang als die Bltnhülle; Blätt. unterseits 5nervig, durch den stark hervortretenden Mittelnerv scharf gekielt; Griffel kürzer als die Kapsel. 6–8. Feuchte Wiesen, Grasplätze, zerstr., im nordwestl. Gebiet, in Westfalen und in der Rheinprovinz fehlend.
Kanten-L.,A. acutángulumSchrader
— Stbblätt. länger als die Bltnhülle; Blätt. schwachnervig, nicht gekielt; Griffel länger als die Kapsel. 7. 8. Hügel, Gebüsch, zerstr., in der Rheinprovinz und in Westfalen fehlend
Trügerischer L.,A. fallaxSchultes
17.Hülle der Dolde kürzer als diese; Stbblätt. etwas länger als die Bltnhülle; Blätt. flach, unterseits scharf gekielt; Bltn hellpurpurn. 7. 8. Feuchte Wiesen. Mit den Alpenflüssen herabsteigend
Wohlriechender L.,A. suavéolensJacquin
— Hülle länger als die Dolde, lang geschnäbelt
18
18.Blätt. schmal linealisch, engrinnig; Stbblätt. etwa so lang als die Bltnhülle; Bltn grünlichrot, selten hellpurpurn. 7. 8. Hügel, Gebüsche, meist häufig
Kohl-L.,A. oleráceumL.
— Blätt. ziemlich breit, kaum rinnig; Stbblätt. länger als die Bltnhülle; Bltn rosenrot. 6. 7. Gebüsche, sehr selten, im südl. Gebiet zerstr.
Berg-L.,A. carinátumL.
1.Bltn schneeweiß, innen glatt, traubig, wohlriechend. 6. 7. Zierpfl.
Weiße L.,L. cándidumL.
— Bltn nicht weiß
2
2.Bltnhüllblätt. zurückgerollt, hell braunrot, dunkler gefleckt; Bltn traubig, nickend; Blätt. quirlig. 6. 7. Wälder, zerstr., im Nordwesten fehlend
Türkenbund-L.,L. mártagonL.
— Bltnhülle glockig-trichterf., feuerrot, innen warzig rauh; Bltn einz. od. in wenigblütig. Dold.; Steng. oberwärts oft mit Brutzwiebeln in den Blattachs. 6. 7. Gebirgswiesen, Äcker, sehr selten
Feuer-L.,L. bulbíferumL.
Bltn 1, nick. (Fig.923), purpurbraun, schachbrettart. gefl., selt. weiß. Blätt. entfernt, wechselst., linealisch, rinnig; 4. 5. Feuchte Wiesen, sehr zerstr. Auch in Gärten
Schachblume,F. meleágrisL.
Fig. 923.
Fig. 923.
Bltn in dold. Quirlen, gelbbr. m. scharlachr. Nerven; Stengel dicht beblätt., an der Spitze m. einem Blätterschopf (Fig.924). 4. 5. Zierpfl.
Kaiserkrone,F. imperiálisL.
Fig. 924.
Fig. 924.
Bltn gelb, vor dem Aufblühen nick.; Stbfäd. am Grunde bärt. behaart. 5. 6. Grasgärt., Waldwiesen, Weinb., zerstr.
Wilde T.,T. silvéstrisL.
Bltn verschiedenfarb., stets aufr.; Stbfäd. kahl. 4. 5. Gartenzierpfl.
Garten-T.,T. gesneriánaL.
Häufige Zierpfl. 4. 5.
H. orientálisL.
1.Bltn alle blau, unt. nickend; Traube ziemlich dicht (3–6 cm lang) (Fig.925)
3
— Obere Bltn bläulich, aufrecht, schopfig genähert, untere andersfarb., wagerecht absteh., entfernt; Traube zuletzt 10–25 cm lang
2
2.Untere (fruchtbare) Bltn grünbraun, mit weißgrünen Zähnen, ihre Mündung weit offen; obere (unfruchtbare) Bltn 3–6mal kürzer als ihre Stiele. 5. 6. Äcker, Weinberge, Gebüsche, in Mittel- und Süddeutschland
Schopf-T.,M. comósumL.
— Unt. Bltn weißgrün, mit schwarzbraun. Zähnen, an der Mündung eingeschnürt; obere Bltn etwa so lang als ihre Stiele. 5. 6. Bergwälder in Mitteldeutschland
Röhren-T.,M. tenuiflórumTausch
3.Blätt. 3–6, schmal linealisch (bis 5 mm br.), rinnig, zuletzt bogig zurückgekrümmt; Bltn dunkelblau, weiß gesäumt. 4. 5. Weinberge, Äcker, Wiesenpl., in Mittel- und Süddeutschl. Auch in Gärten und daraus verwild.
Großes T.,M. racemósumMiller
— Blätt. 2–3, breit linealisch (bis über 1 cm), vorn breiter, aufrecht; Bltn himmelblau, weiß gesäumt. 4. 5. Wie vor.
Bisam-Hyazinthe, Kleines T.,M. botryoídesMiller
Fig. 925.
Fig. 925.
1.Bltnhüllblätt. am Grunde verwachsen, glockenf. zusammenneigend, blau od. weiß; Traube überhängend; Blätt. breit linealisch. 5. Schattige Gebüsche, selten (Laumühlen bei Stade, Ostfriesland, Jülich, Metz). Wohl nur aus Gärten verwildert.
Unbeschriebene M.,Sc. non scriptaHoffmannsegg u. Link
— Bltnhüllblätt. ganz getrennt, abstehend; Bltn himmelblau
2
2.Blätt. meist 2; Stengel 1; Deckblätt. verkümmert; Bltnstiele aufrecht-abstehend, länger als die Bltn (besonders die unt.). 3. 4. Wiesen, Wälder, zerstr., namentlich im mittleren und südl. Gebiet
Zweiblättrige M.,Sc. bifóliaL.
— Blätter und Stengel meist mehrere; Blütenstiele kürzer als die Bltn
3
3.Bltn vor den Blätt. erscheinend; Bltn in fast doldiger, später verlängerter Traube, ohne Deckblätt. 7. 8. Oberelsaß
Herbst-M.,Sc. autumnálisL.
— Bltn nach den Blätt. erscheinend; Deckblätt. vorhanden. März bis Mai
4
4.Deckblätt. mind. so lang als die Bltnstiele; Bltn aufrecht, in dicht. Traube. Zuweil. verw. Zierpfl.
Italienische M.,Sc. itálicaL.
— Deckblätt. kürzer als die Bltnstiele, häutig
5
5.Bltn nickend, ihre Hülle etwas glockig; Traube 1–3blütig; Stengel meist länger als die Blätt. Wie vor.
Sibirische M.,Sc. sibíricaAndrews
— Bltn abstehend, ihre Hüllblätt. ausgebreitet; Traube 2–6blütig, locker; Stengel meist kürzer als die Blätt. Wie vor.
Schöne M.,Sc. amœnaL.
1.Bltn gelb, in verlängerter Traube, zahlreich. 6. Wälder, Wiesen. Lothringen und Elsaß
Schwefelgelber M.,O. sulphúreumR. u. Sch.
— Bltn weiß od. grünlich
2
2.Bltn in Doldentrauben; Stbfäden zahnlos
4
— Bltn in zuletzt einseitswend. Trauben, nickend, außen grün; Stbfäden gezähnt
3
3.Blätt. zur Blütezeit bereits welkend; Bltnhüllblätt. längl.-lanzettl., zugespitzt; Stbfäden 3zähnig; Frkn. so lang als der Griffel. 4. 5. Wiesen, Äcker, Gartenunkraut, selten
Grünlicher M.,O. boucheánumAschrs.
— Blätt. zur Blütezeit aufrecht, frisch; Bltnhüllblätt. längl., stumpf; Stbfäd. 2zähnig; Frkn. kürzer als der Griffel. 4. 5. Auf Graspl. verw. Stammt aus dem Orient
Nickender M.,O. nutansL.
4.Unt. Frstiele wagerecht abstehend; Bltnhüllblätt. stumpf; Fr. keulenf., vorn wenig vertieft. 4. 5. Äcker, Weinberge, zerstr.
Doldentraubiger M.,O. umbellátumL.
— Unt. Frstiele aufrecht abstehend; Bltnhüllblätt. zarter, spitzlich; Fr. verkehrt-eif., vorn stark vertieft. 4. 5. Wiesen. Gebüsch, selten (Schlesien, Halle a. S., Bayern)
Schmalblättriger M.,O. tenuifóliumGussone
Sandige Triften, Ufer, zerstr. Häufig gebaut. 6. 7.
A. officinálisL.
Feuchte schattige Gebirgswälder in Mittel- und Süddeutschl. 6. 7.
St. amplexifóliusDC.
Laubwälder, häufig. 5. 6.
M. bifóliumSchmidt
1.Blätt. quirlst., schmal; Stengel kantig. 5. 6. Gebirgswälder, selten in der Ebene
Quirlblättrige W.,P. verticillátumAllioni
— Blätt. wechselst., 2reihig (Fig.926)
2
2.Stengel kantig; Bltn einzeln (seltener 2), wohlriech.; Bltnhülle oberwärts bauchig, wie die Stbfäden kahl. 5. 6. Gebüsche, Laubwälder, zerstreut
Salomonssiegel,P. officináleMoench
Fig. 926.
Fig. 926.
— Stengel stielrund; Bltn zu 3–5; Bltnhülle am Grunde bauchig, ihre Zähne innen nebst den Stbfäden behaart. 5. 6. Wälder, Gebüsche, häufig.
Vielblütige W.,P. multiflórumAllioni
Wälder, Gebüsche, häufig. 5. 6.
C. majálisL.
Schattige Laubwälder, zerstr. 5. 6.
P. quadrifóliaL.
Blätt. stengelähnlich, pfriemenf., rinnig od. sehr schmal linealisch, kahl; Fr. vielsamig
Juncus396
Blätt. flach, grasart., am Rande langhaarig; Fr. 3samig
Lúzula400
1.Bltnstand deutlich endst.; unt. Deckblatt niemals die unmittelbare Fortsetzung des meist beblätt. Stengels bildend
7
— Bltnstand scheinbar seitlich aus dem knotenlosen Stengel hervorbrechend, da das aufrechte, stengelähnliche Deckblatt als direkte Fortsetzung des Stengels erscheint (Fig.927); Stengel am Grunde mit schuppenf. Blättch. (Scheiden).Vergl. auchJ. tenuisundcapitatus
2
2.Deckblatt den Bltnstand nicht weit überragend (bis 10 cm l.), starr; Bltnhüllblätt. spitz, lanzettl., strohgelb od. rötlich; Stbblätt. 6; Samen mit häut. Anhängsel; blühende Stengel am Grunde mit 1–3 stielrunden, stechenden Blätt. 7. 8. Sumpfige Strandwiesen. Ostseeküste von Usedom bis Schleswig, ostfriesische Inseln und einzeln an der Nordseeküste
Strand-B.,J. marítimusLamarck
— Deckblätt. den Bltnstand sehr weit überragend; Samen ohne Anhängsel
3
3.Bltnstand 3–7blütig, etwa in der Mitte des Stengels od. unt. derselben; Fr. fast kugelig; Stengel dünn, sehr fein gerillt, unten von meist strohfarbenen Scheiden umgeben; Grundachse kriechend. 6. 8. Moorwiesen, Triften, zerstr.
Fadenförmige B.,J. filifórmisL.
— Bltnstand reichblütiger, in der oberen Hälfte des Stengels
4
4.Stengel glatt (od. nur trocken sehr fein gestreift), glänzend
6
— Stengel deutlich erhaben gestreift oder stark gefurcht, nicht glänzend
5
5.Grundst. Blattscheiden glänzend, schwarzbraun; Stengel graugrün, mit unterbrochenem Mark; Bltnstand locker; Stbblätt. 6. Fr. stumpf, stachelspitzig, länger als die Bltnhülle. 6–8. Feuchte, lehmige Orte, zerstr.
Blaugrüne B.,J. glaucusEhrh.
Fig. 927.
Fig. 927.
— Grundst. Blattscheiden hellbraun, nicht glänzend; Stengel mattgrün, mit ununterbrochenem Mark; Bltnstand meist dicht gedrängt; Stbblätt. 3. Fr. an der Spitze eingedrückt, der Griffelrest auf einem kleinen Höcker, kürzer als die Bltnhülle;5. 6. Gräben, feuchte Orte, nicht selten.(J. conglomerátusder Schriftsteller)
Knäuel-B.,J. leersiiMarsson
6.Pfl. dicht rasig; grundst. Blattscheiden nicht glänzend; Stengel lebhaft grün, sehr zart gestreift; Stbblätt. 3. Fr. an der Spitze eingedrückt, der Griffelrest in der Vertiefung sitzend. 7. 8. Feuchte Orte, sehr häufig
Flatter-B.,J. effúsusL.
— Pfl. locker rasig (mit entfernten Stengeln); grundst. Blattscheiden glänzend; äußere Bltnhüllblätt. zugespitzt, innere sehr stumpf; Stbblätt. 6. Fr. zugespitzt; 7. 8. Meeresstrand der Nord- u. Ostsee, Tilsit
Baltische B.,J. bálticusWilld.
7.(1.) Mehrere sitzende od. kurz gestielte Bltn bilden ein Köpfchen, von denen mehrere zu einem rispigen Bltnstande vereinigt sind (Fig.928), aber auch einzeln an der Spitze des Stengels stehen
16
Fig. 928.
Fig. 928.
— Bltn einzeln, die letzten meist genähert, jede am Grunde mit mindestens 2 Deckblättchen (Fig.929)
8
Fig. 929.
Fig. 929.
8.Stengel 1–4blütig, mit 2–3 langen, borstl. Deckblätt. an der Spitze; die obersten der grundst. Blattscheiden oft mit einem borstenf. Blättch.; Fr. dunkelbraun. 7. 8. Riesengebirge, Mährisches Gesenke, Böhmerw.
Dreispaltige B.,J. trífidusL.
— Stengel reichblütiger
9
9.Stengel in der Mitte mit 1–2 Blätt.
11
— Stengel (außer den Deckblätt.) nur noch mit grundst. Blätt., deren Scheiden den Stengel noch eine Strecke hinauf umfassen. Pfl. dicht rasig
10
10.Deckblätt. viel kürzer als der Bltnstand; Bltnhüllblätt. breit häut. berandet, stumpf, so lang als die Fr. (Fig.930); Blätt. starr, abstehend. 6–8. Torfwiesen, Heiden, Triften, zerstr.
Sperrige B.,J. squarrósusL.
Fig. 930.
Fig. 930.
— Unterstes Deckblatt den Bltnstand weit überragend (Fig.931); Bltnhüllblätt. spitz, länger als die Fr. (Fig.932); Blätt. zarter, aufrecht. 7. 8. Wege, Triften, sich immer mehr ausbreitend
Zarte B.,J. ténuisWilld.
Fig. 931.
Fig. 931.
11.Pfl. 1jährig (leicht aus dem Erdboden zu ziehen); Steng. meist vom Grunde an reich verzweigt; Bltnhüllblätt. zugespitzt
13
Fig. 932.
Fig. 932.
— Pfl. ausdauernd (mit unterird., kriechend. Stengel); Stengel einfach, in d. Mitte mit einem rinnigen Blatt; Bltnhüllblätt. alle stumpf; Äste d. Bltnstand. aufrecht
12
12.Fr. fast kugelig, bis doppelt so lang als d. gelbbraunen Bltnhüllblätt. (Fig.933); Griffel halb so lang als die Frkn.; Narben rosa; Stengel zusammengedrückt. 7. 8. Wiesen, Wegränder, verbreitet
Zusammengedrückte B.,J. compréssusJacquin
Fig. 933.
Fig. 933.
— Fr. elliptisch, wenig länger als die meist kastanienbraunen Bltnhüllblätt. (Fig.934); Griffel so lang als der Frkn.; Narben purpurn; Stengel fast stielrund. 6–8. Auf Salzboden, fehlt in Schlesien u. im Königr. Sachsen
Botten-B.,J. gerárdiLoiseleur
Fig. 934.
Fig. 934.
13.Bltnhüllblätt. dunkelbraun, mit weißem Hautrande und bleicherem Rückenstreifen, eif.-lanzettl., so lang als die kugelige, kastanienbraune Fr.; Äste des Bltnstandes abstehend (Fig.935). 6–8. Feuchte, sandige Orte, zerstr.
Sand-B.,J. tenagēīaEhrh.
Fig. 935.
Fig. 935.
— Bltnhüllblätt. grün, lanzettl.
14
14.Fr. rotbraun, fast kugel.; Bltnhüllblätt. von der Fr. abstehend, stachelspitzig, breit häutig berandet, länger als die Fr. Sonst wie vor. 6. 7. Feuchte Orte, selten (Weimar, Kitzingen, Würzburg, Offenbach)
Kugelfrüchtige B.,J. sphaerocárpusNees
— Fr. gelblich od. grün; Bltnhüllblätt. der Fr. angedrückt
15
15.Bltn meist entfernt, selt. (var. hýbridus Brotero) zu 2–3 genähert; innere Bltnhüllblätt. etwas länger als die am Grunde kaum verschmälerte Fr. 6–10. Feuchte Orte, gemein
Kröten-B.,J. bufóniusL.
— Bltn zu 2–3 genähert; innere Bltnhüllblätt. etwas kürzer als die reife Fr. 6–10. Auf Salzboden
Frosch-B.,J. ranáriusPerrier u. Songeon
16.(7.) Bltnstand meist vielköpfig; Blätt. stielrund od. zusammengedrückt, derb, mit Querwänden, die beim Trocknen deutlich hervortreten; Fr. spitz
20
— Bltnstand wenigköpfig (2–6, selten bis 10); Blätt. meist borstlich, nicht od. undeutlich querfächerig. H. 3–20 cm
17
17.Stengel schlaff, fadenf., aufrecht od. niederliegend und wurzelnd(var.uliginósusRoth)od. im Wasser flutend(var.flúitansLamarck), nebst den oberseits schmal rinnigen Blätt. oft rot überlaufen; Köpfchen meist 2–6blütig, oft mit einem schopfart. Blattbüschel; Fr. länglich, stumpf, stachelspitzig(bei var.nigritéllusKoch an der Spitze etwas eingedrückt), länger als die lanzettlichen Bltnhüllblätt. 7. 8. Feuchte Stellen, Moore, Gräben, meist häufig
Niedrige B.,J. supínusMœnch
— Stengel nicht schlaff, aufrecht
18
18.Steng. (außer den Deckblätt.) nur noch mit grundst. Blätt.; Köpfch. einzeln od. außerdem noch 1–2 seitenst., von dem steif aufrecht. Deckblatt überragt; Bltnhüllblätt. länger als die ellipt., stumpfe Fr., die äußeren lang haarspitzig; Stbblätt. 3. H. 3–10 cm. 6–8. Feuchter Sandboden, zerstr.
Kopf-B.,J. capitátusWeigel
— Stengel außer den grundst. Blätt. meist noch 1–2blättr.; äußere Bltnhüllblätt. nicht haarspitzig; Fr. spitz, länglich
19
19.Bltnhüllblätt. kürzer als die Fr., bleichgrün, breit; Köpfchen zu 1–4 übereinanderstehend, 2–3blütig; Stbblätt. 6; Samenmit Anhängsel. Stengel stets einfach, 8–15 cm h. 7. 8. Nur auf Hochmooren in Bayern u. Ostpreußen (Lötzen)
Moor-B.,J. stýgiusL.
— Bltnhüllblätt. etwas länger als die Fr., lineal.-lanzettl.; Bltn spitz kegelf.; Köpfchen zu 1–4, eins sitzend, die andern langgestielt, 3–8blüt.; Stbblätt. 3; Samen ohne Anhängsel. Pfl. rötl., meist mehrstengelig, 5–10 cm hoch. 7. 8. Im westlichen Schleswig und auf Amrum, Sylt u. Röm
Zwerg-B.,J. pygmaeusThuillier
20.(16.) Alle Bltnhüllblätt. stumpf und gleichlang, die äußeren oft unter der Spitze kurz stachelspitzig
23
— Alle oder doch die äußeren Bltnhüllblätt. spitz; Köpfchen 4–8 mm breit
21
21.Bltnhüllblätt. gleich lang, kürzer als die Fr., die inneren stumpf; Fr. längl.-eif., stark glänzend, dunkelbraun. 6–9. Feuchte Orte, gemein
Glanz-B.,J. lamprocárpusEhrh.
— Alle Bltnhüllblätt. lang zugespitzt; Fr. längl., lang geschnäb.
22
22.Bltnhüllblätt. glänzend schwarz, meist gleichlang, so lang als die plötzlich in einen langen Schnabel verschmälerte Fr.; Blätt. auch bei der lebenden Pfl. stark gestreift. 7. 8. Sumpfwiesen, Triften, Gräben, ziemlich selten, besonders im Osten
Schwarze B.,J. atrátusKrocker
— Bltnhüllblätt. meist lederbraun, die äußeren kürzer als die an der Spitze zurückgekrümmten inneren, alle kürzer als die allmählich in einen langen Schnabel verschmälerte Fr.; Blätt. nur trocken fein gestreift. 7–9. Feuchte Waldplätze, Moore, verbreitet(J. acutiflórusEhrh.)
Wald-B.,J. silváticusReichard
23.Bltnhüllblätt. weißl. od. gelbl., ohne Stachelspitze auf dem Rücken, etwa so lang als die gelbl. Fr.; Bltnstand sehr reich verzweigt, mit abstehend. od. zurückgebrochenen Ästen. H. ½-1 m. 7. 8. Sümpfe, Torfwies., sehr zerstr.
Sumpf-B.J. obtusiflórusEhrh.
— Bltnhüllblätt. rotbraun, meist kürzer als die dunkelbraune Fr.; Köpfchen klein; Äste des Bltnstandes aufrecht od. aufrecht abstehend. H. 20–40 cm
24
24.Stengel und Blätt. meist stielrund; Äste des Bltnstandes schräg aufrecht; Bltnhüllblätt. deutlich kürzer als die Fr., die äußeren unter der Spitze kurz stachelspitzig; Wurzelstock kurz kriechend. 7. 8. Feuchter Sandboden, Moorwiesen, zerstr.
Alpen-B.,J. alpínusVillars
— Stengel und Blätt. deutlich zusammengedrückt; Äste des Bltnstandes aufrecht, zusammenneigend; Bltnhüllblätt. wenig kürzer als die Fr., die äußeren unter der Spitze undeutlich stachelspitzig; Wurzelstock lang kriechend. 7. 8. Dünentäler an der Nordsee. Auf den ostfriesischen Inseln, auf Neuwerk, Amrum, Sylt, Röm und in Eiderstedt
Zweischneidige B.,J. atricapíllusDrejer
Bastarde:J. effusus×glaucus, compressus×gerardi,silvaticus×lamprocarpusu. a.
1.Bltn zu 2 bis mehreren in Büscheln oder Ährchen, die an der Spitze des Stengels dolden- oder rispenähnlich angeordnet sind (Fig.936u.937)
4
— Bltn einzeln, lang gestielt; Bltnstand doldenähnlich; Samen an der Spitze mit einem großen Anhängsel
2
2.Grundst. Blätt. lanzettl., in der Mitte 5–8 mm br.; Bltnstand länger als die Deckblätt.; Äste meist 3blütig, obere zur Frzeit zurückgebrochen; Bltnhüllblätt. dunkelbraun, kürzer als die Fr.; Anhängsel des Samens sichelf., weiß, so lang als der Same. 3. 4. Wälder, Gebüsche, häufig
Haar-S.,L. pilósaWilld.
— Grundst. Blätt. linealisch, höchstens 4 mm breit; Frstiele aufrecht
3
3.Bltnhüllblätt. lang stachelspitzig, braun, weiß berandet; Anhängsel des Samens gerade, kürzer als der Same. Pfl. ohne Ausläufer. 6. 7. Sonnige Abhänge in der Rheingegend
Schlanke S.,L. forstériDC.
— Bltnhüllblätt. kurz stachelspitzig, gelbbraun; Anhängsel des Samens breit sichelf., so lang als der Same. Pfl. mit Ausläufern. 6–9. Wälder. Bayrische Hochebene, Voralpen, Elsaß
Gelbliche S.,L. flavéscensGaudin
4.(1.) Bltn in eif. od. längl. Ährchen (Fig.936); Samen(außer beiL. spicata)am Grunde mit einem Anhängsel
8
Fig. 936.
Fig. 936.
— Bltn zu 2–5 in kleinen Büscheln (Fig.937); Bltnstand mehrf. zusammengesetzt; Samen ohne od. an d. Spitze mit sehr kleinem Anhängsel
5
Fig. 937.
Fig. 937.
5.Deckblätt. kürzer als d. Bltnstand
7
— Deckblätt. d. Bltnstand überrag.
6
6.Bltn weißlich od.(var.rubéllaHoppe)kupferrot, 3–4 mm lang; Stbfäden fast sitzend; Bltnstand locker ausgebreitet. 6. 7. Wälder. In Norddeutschl. selten, sonst häufig.(L. nemorósaE. Meyer,E. álbidaDC.)
Schmalblättrige S.,L. angustifóliaWulf
— Bltn schneeweiß, etwa 5 mm lang; Stbfäden so lang als die Stbbeutel; Bltnstand dicht zusammengezogen. 7. 8. Bayrische Hochebene
Schneeweiße S.,L. níveaDC.
7.Blätt. etwa 1 cm br., am Rande lang bewimpert; Bltnhüllblätt. braun, etwa so lang als die Fr. H. 30–80 cm. 5–7. Laubwälder, besonders im Gebirge.(L. máximaDC.)
Wald-S.,L. silváticaGaudin
— Blätt. 3–4 mm br., wenig bewimpert od. kahl; Bltnhüllblätt. schwarzbraun, länger als die Fr. H. bis 30 cm. 6. 7. Auf dem Belchen in Baden, Vogesen.
Braune S.,L. spadíceaDC.
8.(4.) Blätt. 1–2 mm br., rinnig; Ährchen fast sitzend, eine lappige nickende Scheinähre bildend; Bltnhüllblätt. schwarzbraun, Samen ohne Anhängsel. 6. 7. Riesengebirge, Alpen
Ährige S.,L. spicátaDC.
— Blätt. nicht rinnig, flach, meist breiter; Samen mit Anhängsel
9
9.Innere Bltnhüllblätt. breit lanzettl., wenig zugespitzt, kürzer als die schmäleren, länger zugespitzten äußeren
11
— Innere Bltnhüllblätt. so lang od. kaum länger als die äußeren, alle längl.-lanzett., stachelig-spitzig
10
10.Ähren 1–5, die seitlichen zuletzt herabgebogen; Bltnhüllblätt. dunkelbraun; Stbbeutel 2–6mal so lang als die Stbfäden. Pfl. locker rasig. 4. 5. Grasplätze, Triften, lichte Wälder, gemein
Hasenbrot,L. campéstrisDC.
— Ähren 5–10, steif aufrecht, zuweilen fast sitzend, kopfig zusammengedrängt(var.congéstaBuchenau); Bltnhüllblätt. hellbraun od.(var.palléscensHoppe)gelblichweiß; Stbbeutel wenig länger als der Stbfaden. Pfl. dicht rasig. 5. 6. Wälder, Triften, häufig
Vielblütige S.,L. multiflóraLejeune
11.Bltnhülle und Fr. schwarzbraun; Ähren 5–10, gedrängt; Stengel einzeln. 6. 7. Grasige, steinige Abhänge im Riesen- und Erzgebirge
Schwärzliche S.,L. sudéticaG. Meyer
— Bltnhülle gelblich od. bräunlich; Ähren sehr zahlreich (bis 20); Stengel meist mehrere, schlaff. 5. 6. Wälder, Heiden, trockene Wiesen, besonders im nordöstl. Gebiet
Bleiche S.,L. palléscensWahlenberg
1.Bltn aufrecht od. nickend, gelb od. weiß; Blkr. am Schlunde mit einer 2. becher- od. schüsself. Krone (Nebenkrone) (Fig.940–941)
Narcíssus402
Fig. 938.
Fig. 938.
— Bltn hängend, weiß, alle 6 od. nur die 3 inneren Zipfel mit grüner Spitze; Blkr. ohne Nebenkrone (Fig.938–939)
2
2.Zipfel der Bltnhülle gleichlang, alle mit grüner Spitze (Fig.938)
Leucójum401
Fig. 939.
Fig. 939.
— Die 3 inneren Zipfel der Blkr. viel kürzer als die einfarbig weißen äußeren (Fig.939)
Galánthus401
Stengel 1blütig; Blätt. linealisch. 2. 3. Gebüsche, Wiesen, sehr zerstreut. Häufig angepfl.
G. niválisL.
Stengel 1-, selten 2blütig, zusammengedrückt; Griffel stark keulenf. verdickt. H. 10–30 cm. 2–4. Laubwälder, Haine, in Norddeutschl. selten, sonst zerstr. Oft in Gärten
Frühlings-K., Sommertürchen,L. vernumL.
Stengel 3–6blütig; Griffel fädl.-keulenf. H. 30–50 cm. 5. 6. Nasse Wiesen, selten
Sommer-K.,L. aestívumL.
Bltnhülle hellgelb; Nebenkrone schüsself. (Fig.940), dottergelb. 3. 4. Bergwiesen, Gebüsche, selten, besond. in der Rheinprovinz. Oft angepflanzt
Gelbe N.,N. pseudonarcíssusL.