Gegen den Selbstmord.„Hinab in die Fluth, hinab in den Tod,In das sehnlichst erwartete Nichts,Kein neues Tagen, kein MorgenrothUnd kein Funken lebendigen Lichts. —“Betrogener Wahn, ach, allüberallEin neues Tagen, ein Morgenroth,Stets kreiset ein neuer Sonnenball:Und es giebt, ach, gar keinen Tod.
„Hinab in die Fluth, hinab in den Tod,In das sehnlichst erwartete Nichts,Kein neues Tagen, kein MorgenrothUnd kein Funken lebendigen Lichts. —“Betrogener Wahn, ach, allüberallEin neues Tagen, ein Morgenroth,Stets kreiset ein neuer Sonnenball:Und es giebt, ach, gar keinen Tod.
„Hinab in die Fluth, hinab in den Tod,In das sehnlichst erwartete Nichts,Kein neues Tagen, kein MorgenrothUnd kein Funken lebendigen Lichts. —“Betrogener Wahn, ach, allüberallEin neues Tagen, ein Morgenroth,Stets kreiset ein neuer Sonnenball:Und es giebt, ach, gar keinen Tod.
„Hinab in die Fluth, hinab in den Tod,In das sehnlichst erwartete Nichts,Kein neues Tagen, kein MorgenrothUnd kein Funken lebendigen Lichts. —“
Betrogener Wahn, ach, allüberallEin neues Tagen, ein Morgenroth,Stets kreiset ein neuer Sonnenball:Und es giebt, ach, gar keinen Tod.
Die Nachtigall schlägt,Der Frühling ist da,Das Herz ist bewegt,Die Freude ist nah!Die Freude ist nah,Das Herz ist bewegt,Der Frühling ist da,Die Nachtigall schlägt!
Die Nachtigall schlägt,Der Frühling ist da,Das Herz ist bewegt,Die Freude ist nah!Die Freude ist nah,Das Herz ist bewegt,Der Frühling ist da,Die Nachtigall schlägt!
Die Nachtigall schlägt,Der Frühling ist da,Das Herz ist bewegt,Die Freude ist nah!Die Freude ist nah,Das Herz ist bewegt,Der Frühling ist da,Die Nachtigall schlägt!
Die Nachtigall schlägt,Der Frühling ist da,Das Herz ist bewegt,Die Freude ist nah!
Die Freude ist nah,Das Herz ist bewegt,Der Frühling ist da,Die Nachtigall schlägt!
Ich weiß eine große Geschichte,Die meistenfühlensie nur:Das Leben ist ein Gedichte,— Und oft eine schwere Kur. —Verschieden sind ja Gedichte,Das eine rosig und licht,Das andere hat Blei-Gewichte,Und macht ein bittres Gesicht.
Ich weiß eine große Geschichte,Die meistenfühlensie nur:Das Leben ist ein Gedichte,— Und oft eine schwere Kur. —Verschieden sind ja Gedichte,Das eine rosig und licht,Das andere hat Blei-Gewichte,Und macht ein bittres Gesicht.
Ich weiß eine große Geschichte,Die meistenfühlensie nur:Das Leben ist ein Gedichte,— Und oft eine schwere Kur. —Verschieden sind ja Gedichte,Das eine rosig und licht,Das andere hat Blei-Gewichte,Und macht ein bittres Gesicht.
Ich weiß eine große Geschichte,Die meistenfühlensie nur:Das Leben ist ein Gedichte,— Und oft eine schwere Kur. —
Verschieden sind ja Gedichte,Das eine rosig und licht,Das andere hat Blei-Gewichte,Und macht ein bittres Gesicht.
Die stille Thräne.Die Thräne, ach, die stille,Nur sie brennt heiß,In ihr wohnet der Wille:„Daß Niemand davon weiß —“Daß Niemand ahne, sähe,Wie sie dem Aug’ entquillt,Ein Aug’ in höchster HöheSie dennoch sieht und — stillt.Nicht immer ganz — nicht immer —Oft bleibt zurück ein Schimmer,Ein glänzend feuchter Glanz —Wie Perlen oder Glimmer —Doch trocknen alle Thränen,Winkt jäh ein Lorbeerkranz!
Die Thräne, ach, die stille,Nur sie brennt heiß,In ihr wohnet der Wille:„Daß Niemand davon weiß —“Daß Niemand ahne, sähe,Wie sie dem Aug’ entquillt,Ein Aug’ in höchster HöheSie dennoch sieht und — stillt.Nicht immer ganz — nicht immer —Oft bleibt zurück ein Schimmer,Ein glänzend feuchter Glanz —Wie Perlen oder Glimmer —Doch trocknen alle Thränen,Winkt jäh ein Lorbeerkranz!
Die Thräne, ach, die stille,Nur sie brennt heiß,In ihr wohnet der Wille:„Daß Niemand davon weiß —“Daß Niemand ahne, sähe,Wie sie dem Aug’ entquillt,Ein Aug’ in höchster HöheSie dennoch sieht und — stillt.Nicht immer ganz — nicht immer —Oft bleibt zurück ein Schimmer,Ein glänzend feuchter Glanz —Wie Perlen oder Glimmer —Doch trocknen alle Thränen,Winkt jäh ein Lorbeerkranz!
Die Thräne, ach, die stille,Nur sie brennt heiß,In ihr wohnet der Wille:„Daß Niemand davon weiß —“
Daß Niemand ahne, sähe,Wie sie dem Aug’ entquillt,Ein Aug’ in höchster HöheSie dennoch sieht und — stillt.
Nicht immer ganz — nicht immer —Oft bleibt zurück ein Schimmer,Ein glänzend feuchter Glanz —Wie Perlen oder Glimmer —Doch trocknen alle Thränen,Winkt jäh ein Lorbeerkranz!
Deutsche Bildung, deutsche Sitte,Deutsche Hetze, Kampfkultur,Kultivirte Kämpfe nur,Humanisten, schweigt, ich bitte,Denn im goldnen Reich der MitteIst von Hetze keine Spur,Und ob solcher Unnatur,Lacht Franzose, Däne, Britte.Großer Friedrich, armer Kant,Leibniz, Lessing, Hufeland,Jäh vergessen von der Welt,Wenn Sophist und Köter belltWird das deutsche Vaterland,Gar mit Rußland gleichgestellt.
Deutsche Bildung, deutsche Sitte,Deutsche Hetze, Kampfkultur,Kultivirte Kämpfe nur,Humanisten, schweigt, ich bitte,Denn im goldnen Reich der MitteIst von Hetze keine Spur,Und ob solcher Unnatur,Lacht Franzose, Däne, Britte.Großer Friedrich, armer Kant,Leibniz, Lessing, Hufeland,Jäh vergessen von der Welt,Wenn Sophist und Köter belltWird das deutsche Vaterland,Gar mit Rußland gleichgestellt.
Deutsche Bildung, deutsche Sitte,Deutsche Hetze, Kampfkultur,Kultivirte Kämpfe nur,Humanisten, schweigt, ich bitte,Denn im goldnen Reich der MitteIst von Hetze keine Spur,Und ob solcher Unnatur,Lacht Franzose, Däne, Britte.Großer Friedrich, armer Kant,Leibniz, Lessing, Hufeland,Jäh vergessen von der Welt,Wenn Sophist und Köter belltWird das deutsche Vaterland,Gar mit Rußland gleichgestellt.
Deutsche Bildung, deutsche Sitte,Deutsche Hetze, Kampfkultur,Kultivirte Kämpfe nur,Humanisten, schweigt, ich bitte,Denn im goldnen Reich der MitteIst von Hetze keine Spur,Und ob solcher Unnatur,Lacht Franzose, Däne, Britte.
Großer Friedrich, armer Kant,Leibniz, Lessing, Hufeland,Jäh vergessen von der Welt,Wenn Sophist und Köter belltWird das deutsche Vaterland,Gar mit Rußland gleichgestellt.
Wintergemälde.Es schneit im WaldUnheimlich kalt,Ein Mann versinkt im Schnee;Sein Ach, sein WehVerhallet baldIm großen Wald.Die Jagd, sie naht,Zertritt die Saat;Ein angeschossen blutend RehVersinkt im Schnee,Die Büchse knallt,Der Schuß verhallt.
Es schneit im WaldUnheimlich kalt,Ein Mann versinkt im Schnee;Sein Ach, sein WehVerhallet baldIm großen Wald.Die Jagd, sie naht,Zertritt die Saat;Ein angeschossen blutend RehVersinkt im Schnee,Die Büchse knallt,Der Schuß verhallt.
Es schneit im WaldUnheimlich kalt,Ein Mann versinkt im Schnee;Sein Ach, sein WehVerhallet baldIm großen Wald.Die Jagd, sie naht,Zertritt die Saat;Ein angeschossen blutend RehVersinkt im Schnee,Die Büchse knallt,Der Schuß verhallt.
Es schneit im WaldUnheimlich kalt,Ein Mann versinkt im Schnee;Sein Ach, sein WehVerhallet baldIm großen Wald.Die Jagd, sie naht,Zertritt die Saat;Ein angeschossen blutend RehVersinkt im Schnee,Die Büchse knallt,Der Schuß verhallt.
Unschuldig verurtheilt seinIst ein Unglück, das nicht klein,Doch natürlich ist es fastTrifft den Richter keine Last —Keine Schuld — ach unfehlbar!Ob ein Richter stets es war?Straflos darf ein Richter sein?Darauf sagt ein Jeder nein!
Unschuldig verurtheilt seinIst ein Unglück, das nicht klein,Doch natürlich ist es fastTrifft den Richter keine Last —Keine Schuld — ach unfehlbar!Ob ein Richter stets es war?Straflos darf ein Richter sein?Darauf sagt ein Jeder nein!
Unschuldig verurtheilt seinIst ein Unglück, das nicht klein,Doch natürlich ist es fastTrifft den Richter keine Last —Keine Schuld — ach unfehlbar!Ob ein Richter stets es war?Straflos darf ein Richter sein?Darauf sagt ein Jeder nein!
Unschuldig verurtheilt seinIst ein Unglück, das nicht klein,Doch natürlich ist es fastTrifft den Richter keine Last —
Keine Schuld — ach unfehlbar!Ob ein Richter stets es war?Straflos darf ein Richter sein?Darauf sagt ein Jeder nein!
Hundegebell im Fleischerladen.Mit Hunden hetzen sie das arme Thier,Mit Kolben stoßen sie’s zu Tod!Ist’s nicht genug an Wein und Brot?Nach Blut lechzt die Begier.
Mit Hunden hetzen sie das arme Thier,Mit Kolben stoßen sie’s zu Tod!Ist’s nicht genug an Wein und Brot?Nach Blut lechzt die Begier.
Mit Hunden hetzen sie das arme Thier,Mit Kolben stoßen sie’s zu Tod!Ist’s nicht genug an Wein und Brot?Nach Blut lechzt die Begier.
Mit Hunden hetzen sie das arme Thier,Mit Kolben stoßen sie’s zu Tod!Ist’s nicht genug an Wein und Brot?Nach Blut lechzt die Begier.
Von Moral ist keine Spur,Alles strebt nach Schlauheit nur,Jeden listigen BetrugNennt man „Usus“, oft auch „klug“.
Von Moral ist keine Spur,Alles strebt nach Schlauheit nur,Jeden listigen BetrugNennt man „Usus“, oft auch „klug“.
Von Moral ist keine Spur,Alles strebt nach Schlauheit nur,Jeden listigen BetrugNennt man „Usus“, oft auch „klug“.
Von Moral ist keine Spur,Alles strebt nach Schlauheit nur,Jeden listigen BetrugNennt man „Usus“, oft auch „klug“.
Kränk’ Dich nicht,Gräm’ Dich nicht,Plötzlich scheinet Sonnenlicht,Auch die Finsterniß wird hell,Auch das Glück, es schreitet schnell —Und verstummt ist das Gebell!
Kränk’ Dich nicht,Gräm’ Dich nicht,Plötzlich scheinet Sonnenlicht,Auch die Finsterniß wird hell,Auch das Glück, es schreitet schnell —Und verstummt ist das Gebell!
Kränk’ Dich nicht,Gräm’ Dich nicht,Plötzlich scheinet Sonnenlicht,Auch die Finsterniß wird hell,Auch das Glück, es schreitet schnell —Und verstummt ist das Gebell!
Kränk’ Dich nicht,Gräm’ Dich nicht,Plötzlich scheinet Sonnenlicht,Auch die Finsterniß wird hell,Auch das Glück, es schreitet schnell —Und verstummt ist das Gebell!
Versunken ist das GlückIn bodenlose Tiefe,Nichts bringt’s zurück:Es ist, als wenn die Gottheit schliefe. —
Versunken ist das GlückIn bodenlose Tiefe,Nichts bringt’s zurück:Es ist, als wenn die Gottheit schliefe. —
Versunken ist das GlückIn bodenlose Tiefe,Nichts bringt’s zurück:Es ist, als wenn die Gottheit schliefe. —
Versunken ist das GlückIn bodenlose Tiefe,Nichts bringt’s zurück:Es ist, als wenn die Gottheit schliefe. —
Beim Anblick eines prachtvoll gewesenen Bouquets.So sieht es aus das IrdischeNach kurzer Zeit!Das sind die blendenden IrrwischeDer Zeitlichkeit!
So sieht es aus das IrdischeNach kurzer Zeit!Das sind die blendenden IrrwischeDer Zeitlichkeit!
So sieht es aus das IrdischeNach kurzer Zeit!Das sind die blendenden IrrwischeDer Zeitlichkeit!
So sieht es aus das IrdischeNach kurzer Zeit!Das sind die blendenden IrrwischeDer Zeitlichkeit!
Es schläft die Welt, es ruhen alle Herzen,Nur meines nicht —Ob Bösewichter Herzen haben?Bei mir brennt Licht:Wie ist solch dunkeln Räthsels Sinn zu lösen?Sie denken nicht —Und nur Phantome, ferne Schreckensbilder,Sind ihnen Recht und Pflicht.
Es schläft die Welt, es ruhen alle Herzen,Nur meines nicht —Ob Bösewichter Herzen haben?Bei mir brennt Licht:Wie ist solch dunkeln Räthsels Sinn zu lösen?Sie denken nicht —Und nur Phantome, ferne Schreckensbilder,Sind ihnen Recht und Pflicht.
Es schläft die Welt, es ruhen alle Herzen,Nur meines nicht —Ob Bösewichter Herzen haben?Bei mir brennt Licht:Wie ist solch dunkeln Räthsels Sinn zu lösen?Sie denken nicht —Und nur Phantome, ferne Schreckensbilder,Sind ihnen Recht und Pflicht.
Es schläft die Welt, es ruhen alle Herzen,Nur meines nicht —Ob Bösewichter Herzen haben?Bei mir brennt Licht:Wie ist solch dunkeln Räthsels Sinn zu lösen?Sie denken nicht —Und nur Phantome, ferne Schreckensbilder,Sind ihnen Recht und Pflicht.
Besessen ist die WeltVon Eigennutz und Geld,Und Alles zum —Verzweifeln dumm!
Besessen ist die WeltVon Eigennutz und Geld,Und Alles zum —Verzweifeln dumm!
Besessen ist die WeltVon Eigennutz und Geld,Und Alles zum —Verzweifeln dumm!
Besessen ist die WeltVon Eigennutz und Geld,Und Alles zum —Verzweifeln dumm!
Parteilichkeit, Parteienhaß,Das schaut so grün und wird so blaß —Von Schlang’ und Nesseln ein Gewühl! —Welch unnatürliches Gefühl!Welch unnatürliches Gefühl!O kurze Zeit, des Lebens ZeitNoch kürzer durch ParteilichkeitIn Confession und Politik:Parteienhaß hat keinen Schick!Parteienhaß hat keinen Schick!
Parteilichkeit, Parteienhaß,Das schaut so grün und wird so blaß —Von Schlang’ und Nesseln ein Gewühl! —Welch unnatürliches Gefühl!Welch unnatürliches Gefühl!O kurze Zeit, des Lebens ZeitNoch kürzer durch ParteilichkeitIn Confession und Politik:Parteienhaß hat keinen Schick!Parteienhaß hat keinen Schick!
Parteilichkeit, Parteienhaß,Das schaut so grün und wird so blaß —Von Schlang’ und Nesseln ein Gewühl! —Welch unnatürliches Gefühl!Welch unnatürliches Gefühl!O kurze Zeit, des Lebens ZeitNoch kürzer durch ParteilichkeitIn Confession und Politik:Parteienhaß hat keinen Schick!Parteienhaß hat keinen Schick!
Parteilichkeit, Parteienhaß,Das schaut so grün und wird so blaß —Von Schlang’ und Nesseln ein Gewühl! —Welch unnatürliches Gefühl!Welch unnatürliches Gefühl!
O kurze Zeit, des Lebens ZeitNoch kürzer durch ParteilichkeitIn Confession und Politik:Parteienhaß hat keinen Schick!Parteienhaß hat keinen Schick!
Ginge es nach meinem Herzen,Würde Allen ich vergeben,Allen Denen, welche leben:Jene tausend Qual und Schmerzen,Welche sie mich ließen leiden,Kann sie darum nicht beneiden —Wälzten sich im goldnen Koth —Doch — vom Leben geht’s zum Tod.
Ginge es nach meinem Herzen,Würde Allen ich vergeben,Allen Denen, welche leben:Jene tausend Qual und Schmerzen,Welche sie mich ließen leiden,Kann sie darum nicht beneiden —Wälzten sich im goldnen Koth —Doch — vom Leben geht’s zum Tod.
Ginge es nach meinem Herzen,Würde Allen ich vergeben,Allen Denen, welche leben:Jene tausend Qual und Schmerzen,Welche sie mich ließen leiden,Kann sie darum nicht beneiden —Wälzten sich im goldnen Koth —Doch — vom Leben geht’s zum Tod.
Ginge es nach meinem Herzen,Würde Allen ich vergeben,Allen Denen, welche leben:Jene tausend Qual und Schmerzen,Welche sie mich ließen leiden,Kann sie darum nicht beneiden —Wälzten sich im goldnen Koth —Doch — vom Leben geht’s zum Tod.
O Gott, Du weißt am Besten was uns frommt,Und gut ist Alles, was von Deiner Güte kommt,Allein die Menschen sind so schwach:Sieh’ ihnen lieber Alles nach!
O Gott, Du weißt am Besten was uns frommt,Und gut ist Alles, was von Deiner Güte kommt,Allein die Menschen sind so schwach:Sieh’ ihnen lieber Alles nach!
O Gott, Du weißt am Besten was uns frommt,Und gut ist Alles, was von Deiner Güte kommt,Allein die Menschen sind so schwach:Sieh’ ihnen lieber Alles nach!
O Gott, Du weißt am Besten was uns frommt,Und gut ist Alles, was von Deiner Güte kommt,Allein die Menschen sind so schwach:Sieh’ ihnen lieber Alles nach!
Giebt’s ein Glück?Gab’s ein Glück?Ich bezweifl’ es sehr!Giebt es ohne Sturm und AngstIrgendwo ein Meer? —
Giebt’s ein Glück?Gab’s ein Glück?Ich bezweifl’ es sehr!Giebt es ohne Sturm und AngstIrgendwo ein Meer? —
Giebt’s ein Glück?Gab’s ein Glück?Ich bezweifl’ es sehr!Giebt es ohne Sturm und AngstIrgendwo ein Meer? —
Giebt’s ein Glück?Gab’s ein Glück?Ich bezweifl’ es sehr!Giebt es ohne Sturm und AngstIrgendwo ein Meer? —
Der Himmel ist hell,Das Feld es ist weiß,Es leuchten so kalt in der FerneUnzählige silberne Sterne.Die Nacht ist langDer Traum ist bangViel Geister, sie fehlen hienieden,Geb’ Gott den Fehlenden Frieden!
Der Himmel ist hell,Das Feld es ist weiß,Es leuchten so kalt in der FerneUnzählige silberne Sterne.Die Nacht ist langDer Traum ist bangViel Geister, sie fehlen hienieden,Geb’ Gott den Fehlenden Frieden!
Der Himmel ist hell,Das Feld es ist weiß,Es leuchten so kalt in der FerneUnzählige silberne Sterne.Die Nacht ist langDer Traum ist bangViel Geister, sie fehlen hienieden,Geb’ Gott den Fehlenden Frieden!
Der Himmel ist hell,Das Feld es ist weiß,Es leuchten so kalt in der FerneUnzählige silberne Sterne.
Die Nacht ist langDer Traum ist bangViel Geister, sie fehlen hienieden,Geb’ Gott den Fehlenden Frieden!
Es eilt der FlußDie Wiese entlang,Ein Vöglein hüpftDabei und sang,Doch da der FlußKein Ende nahmDas Vöglein müd’Zurücke kam,Und sang nicht mehrUnd grämt sich sehr,Weil’s, ach, so schwer —Ach, gar so schwer,Und freut sich nie:Weil alle MühIhm nicht gedieh —Ihm nicht gedieh.
Es eilt der FlußDie Wiese entlang,Ein Vöglein hüpftDabei und sang,Doch da der FlußKein Ende nahmDas Vöglein müd’Zurücke kam,Und sang nicht mehrUnd grämt sich sehr,Weil’s, ach, so schwer —Ach, gar so schwer,Und freut sich nie:Weil alle MühIhm nicht gedieh —Ihm nicht gedieh.
Es eilt der FlußDie Wiese entlang,Ein Vöglein hüpftDabei und sang,Doch da der FlußKein Ende nahmDas Vöglein müd’Zurücke kam,Und sang nicht mehrUnd grämt sich sehr,Weil’s, ach, so schwer —Ach, gar so schwer,Und freut sich nie:Weil alle MühIhm nicht gedieh —Ihm nicht gedieh.
Es eilt der FlußDie Wiese entlang,Ein Vöglein hüpftDabei und sang,Doch da der FlußKein Ende nahmDas Vöglein müd’Zurücke kam,Und sang nicht mehrUnd grämt sich sehr,Weil’s, ach, so schwer —Ach, gar so schwer,Und freut sich nie:Weil alle MühIhm nicht gedieh —Ihm nicht gedieh.
Im Traum sah ich die Mutter heut,O golden süßer Traum! —Ich sah sie so schön und wunderbar,Wie oft im Leben kaum.Was kommst Du zu verkünden mirDu liebes Engelsbild? —„Mein Kind, vergieb die Sünden all,Sei immer gut und mild!„Sei auch den Sündern gut gesinnt,Die Lüge ist ihr Brauch —Ein täglich wiederkehrend Gift —Vergieb den Sündern auch.“
Im Traum sah ich die Mutter heut,O golden süßer Traum! —Ich sah sie so schön und wunderbar,Wie oft im Leben kaum.Was kommst Du zu verkünden mirDu liebes Engelsbild? —„Mein Kind, vergieb die Sünden all,Sei immer gut und mild!„Sei auch den Sündern gut gesinnt,Die Lüge ist ihr Brauch —Ein täglich wiederkehrend Gift —Vergieb den Sündern auch.“
Im Traum sah ich die Mutter heut,O golden süßer Traum! —Ich sah sie so schön und wunderbar,Wie oft im Leben kaum.Was kommst Du zu verkünden mirDu liebes Engelsbild? —„Mein Kind, vergieb die Sünden all,Sei immer gut und mild!„Sei auch den Sündern gut gesinnt,Die Lüge ist ihr Brauch —Ein täglich wiederkehrend Gift —Vergieb den Sündern auch.“
Im Traum sah ich die Mutter heut,O golden süßer Traum! —Ich sah sie so schön und wunderbar,Wie oft im Leben kaum.
Was kommst Du zu verkünden mirDu liebes Engelsbild? —„Mein Kind, vergieb die Sünden all,Sei immer gut und mild!
„Sei auch den Sündern gut gesinnt,Die Lüge ist ihr Brauch —Ein täglich wiederkehrend Gift —Vergieb den Sündern auch.“
Einen Vers soll ich Dir machen;Verse, Freund, sie sind verschiedenWie das Leben ist hieniedenOft sehr ernst und oft zum Lachen —Will ’nen heiteren Dir machen:Heiterkeit sei Dir beschieden,Allen Denen, die hienieden,Man kein X für U kann machen; —
Einen Vers soll ich Dir machen;Verse, Freund, sie sind verschiedenWie das Leben ist hieniedenOft sehr ernst und oft zum Lachen —Will ’nen heiteren Dir machen:Heiterkeit sei Dir beschieden,Allen Denen, die hienieden,Man kein X für U kann machen; —
Einen Vers soll ich Dir machen;Verse, Freund, sie sind verschiedenWie das Leben ist hieniedenOft sehr ernst und oft zum Lachen —Will ’nen heiteren Dir machen:Heiterkeit sei Dir beschieden,Allen Denen, die hienieden,Man kein X für U kann machen; —
Einen Vers soll ich Dir machen;Verse, Freund, sie sind verschiedenWie das Leben ist hieniedenOft sehr ernst und oft zum Lachen —Will ’nen heiteren Dir machen:Heiterkeit sei Dir beschieden,Allen Denen, die hienieden,Man kein X für U kann machen; —
Den Studenten,Die nie flennten,Die mit eignen Ohren hören,Nie auf eine Dummheit schwören,Nimmer süßlich sich bethören,Nie in falsche Schlingen rennten. —
Den Studenten,Die nie flennten,Die mit eignen Ohren hören,Nie auf eine Dummheit schwören,Nimmer süßlich sich bethören,Nie in falsche Schlingen rennten. —
Den Studenten,Die nie flennten,Die mit eignen Ohren hören,Nie auf eine Dummheit schwören,Nimmer süßlich sich bethören,Nie in falsche Schlingen rennten. —
Den Studenten,Die nie flennten,Die mit eignen Ohren hören,Nie auf eine Dummheit schwören,Nimmer süßlich sich bethören,Nie in falsche Schlingen rennten. —
An Diejenige, welche immer das Böse von mir abwehrte.Vom Himmel schau hernieder,Und segne meine Lieder,Und halte Bosheit fern,Ich meide sie so gern;Die Bosheit eilt mir nach,Ist ewig für mich wach,Verfolgt mich schon so lange:Die dumme gift’ge Schlange!
Vom Himmel schau hernieder,Und segne meine Lieder,Und halte Bosheit fern,Ich meide sie so gern;Die Bosheit eilt mir nach,Ist ewig für mich wach,Verfolgt mich schon so lange:Die dumme gift’ge Schlange!
Vom Himmel schau hernieder,Und segne meine Lieder,Und halte Bosheit fern,Ich meide sie so gern;Die Bosheit eilt mir nach,Ist ewig für mich wach,Verfolgt mich schon so lange:Die dumme gift’ge Schlange!
Vom Himmel schau hernieder,Und segne meine Lieder,Und halte Bosheit fern,Ich meide sie so gern;Die Bosheit eilt mir nach,Ist ewig für mich wach,Verfolgt mich schon so lange:Die dumme gift’ge Schlange!
Sei ein Held, ertrag’ die Leiden,Laß Dein Aug’ daran sich weiden,Laß Dein Aug’ daran sich weiden,Sei ein Held, ertrag’ die Leiden.
Sei ein Held, ertrag’ die Leiden,Laß Dein Aug’ daran sich weiden,Laß Dein Aug’ daran sich weiden,Sei ein Held, ertrag’ die Leiden.
Sei ein Held, ertrag’ die Leiden,Laß Dein Aug’ daran sich weiden,Laß Dein Aug’ daran sich weiden,Sei ein Held, ertrag’ die Leiden.
Sei ein Held, ertrag’ die Leiden,Laß Dein Aug’ daran sich weiden,Laß Dein Aug’ daran sich weiden,Sei ein Held, ertrag’ die Leiden.
Depuis qui je suis née, j’ai vu la calomnieExhaler le venin de sa bouche impunie.Voltaire.Kennt ihr sie nicht die böse bunte Schlange,Die vom Gebüsch die Ferse sticht?Sie schleicht verderbend auf dem Gange,Und tretet nie vor’s Angesicht.Ihr Weg ist Mord, allein ganz ungefährdetVergiftet sie aus dem Versteck,Horch, zischend sie im Staube sich geberdet:O Menschen, schafft das Monstrum weg!
Depuis qui je suis née, j’ai vu la calomnieExhaler le venin de sa bouche impunie.Voltaire.
Depuis qui je suis née, j’ai vu la calomnieExhaler le venin de sa bouche impunie.Voltaire.
Depuis qui je suis née, j’ai vu la calomnieExhaler le venin de sa bouche impunie.
Voltaire.
Kennt ihr sie nicht die böse bunte Schlange,Die vom Gebüsch die Ferse sticht?Sie schleicht verderbend auf dem Gange,Und tretet nie vor’s Angesicht.Ihr Weg ist Mord, allein ganz ungefährdetVergiftet sie aus dem Versteck,Horch, zischend sie im Staube sich geberdet:O Menschen, schafft das Monstrum weg!
Kennt ihr sie nicht die böse bunte Schlange,Die vom Gebüsch die Ferse sticht?Sie schleicht verderbend auf dem Gange,Und tretet nie vor’s Angesicht.Ihr Weg ist Mord, allein ganz ungefährdetVergiftet sie aus dem Versteck,Horch, zischend sie im Staube sich geberdet:O Menschen, schafft das Monstrum weg!
Kennt ihr sie nicht die böse bunte Schlange,Die vom Gebüsch die Ferse sticht?Sie schleicht verderbend auf dem Gange,Und tretet nie vor’s Angesicht.
Ihr Weg ist Mord, allein ganz ungefährdetVergiftet sie aus dem Versteck,Horch, zischend sie im Staube sich geberdet:O Menschen, schafft das Monstrum weg!
Verschiedenheit ist nöthig.„Ach wären All’ von einem Glauben!Ach gäb’s nur eine Sorte Trauben,Auch gelbe nicht und blaue nicht,Und gäb’s nur einerlei Gedicht —„Und einerlei sei das Gesicht,Und überall ein dunkel Licht,Ach, wären All’ von einem GlaubenUnd gäb’s nur eine Sorte Trauben!“
„Ach wären All’ von einem Glauben!Ach gäb’s nur eine Sorte Trauben,Auch gelbe nicht und blaue nicht,Und gäb’s nur einerlei Gedicht —„Und einerlei sei das Gesicht,Und überall ein dunkel Licht,Ach, wären All’ von einem GlaubenUnd gäb’s nur eine Sorte Trauben!“
„Ach wären All’ von einem Glauben!Ach gäb’s nur eine Sorte Trauben,Auch gelbe nicht und blaue nicht,Und gäb’s nur einerlei Gedicht —„Und einerlei sei das Gesicht,Und überall ein dunkel Licht,Ach, wären All’ von einem GlaubenUnd gäb’s nur eine Sorte Trauben!“
„Ach wären All’ von einem Glauben!Ach gäb’s nur eine Sorte Trauben,Auch gelbe nicht und blaue nicht,Und gäb’s nur einerlei Gedicht —
„Und einerlei sei das Gesicht,Und überall ein dunkel Licht,Ach, wären All’ von einem GlaubenUnd gäb’s nur eine Sorte Trauben!“
Wahrheit.Der Abend dämmert weich und mild,Nichts stört des Schweigens Stille,Da tritt der Mond hervor aus seiner Hülle,Beleuchtend ein erhabenes Bild.Die Kokospalme blüht und der Granatbaum brenntIm frischen menschenhohen Grase,Ist dies die menschliche Oase,Wo man nicht Haß, noch Liebe kennt?Im Schatten eines Palmenhains,Im weißen Kleid mit langen HaarenDa kniet die Priesterin von achtzehn Jahren,Bestrahlt vom Licht des Mondenscheins.Sie spricht ein wunderbar Gebet,Horch, was sie leise innig fleht:„Verbann’, was Deine Welt entstellt,Verbann’ die Lüge von der Welt.“
Der Abend dämmert weich und mild,Nichts stört des Schweigens Stille,Da tritt der Mond hervor aus seiner Hülle,Beleuchtend ein erhabenes Bild.Die Kokospalme blüht und der Granatbaum brenntIm frischen menschenhohen Grase,Ist dies die menschliche Oase,Wo man nicht Haß, noch Liebe kennt?Im Schatten eines Palmenhains,Im weißen Kleid mit langen HaarenDa kniet die Priesterin von achtzehn Jahren,Bestrahlt vom Licht des Mondenscheins.Sie spricht ein wunderbar Gebet,Horch, was sie leise innig fleht:„Verbann’, was Deine Welt entstellt,Verbann’ die Lüge von der Welt.“
Der Abend dämmert weich und mild,Nichts stört des Schweigens Stille,Da tritt der Mond hervor aus seiner Hülle,Beleuchtend ein erhabenes Bild.Die Kokospalme blüht und der Granatbaum brenntIm frischen menschenhohen Grase,Ist dies die menschliche Oase,Wo man nicht Haß, noch Liebe kennt?Im Schatten eines Palmenhains,Im weißen Kleid mit langen HaarenDa kniet die Priesterin von achtzehn Jahren,Bestrahlt vom Licht des Mondenscheins.Sie spricht ein wunderbar Gebet,Horch, was sie leise innig fleht:„Verbann’, was Deine Welt entstellt,Verbann’ die Lüge von der Welt.“
Der Abend dämmert weich und mild,Nichts stört des Schweigens Stille,Da tritt der Mond hervor aus seiner Hülle,Beleuchtend ein erhabenes Bild.
Die Kokospalme blüht und der Granatbaum brenntIm frischen menschenhohen Grase,Ist dies die menschliche Oase,Wo man nicht Haß, noch Liebe kennt?
Im Schatten eines Palmenhains,Im weißen Kleid mit langen HaarenDa kniet die Priesterin von achtzehn Jahren,Bestrahlt vom Licht des Mondenscheins.
Sie spricht ein wunderbar Gebet,Horch, was sie leise innig fleht:„Verbann’, was Deine Welt entstellt,Verbann’ die Lüge von der Welt.“
Das Mädchen vom See.Es toben die Wellen des Meeres,Sie heben ein Weib in die Höh’,Wer bist Du, lichtes Bildniß,Bist Du das Mädchen vom See?Ich bin einstmals versunkenIm tiefen Meeresschlund,Doch wenn die Sonne goldigBestrahlt den tiefen Grund,Dann steig’ ich in die Höh’:Dennmirgehört die See.
Es toben die Wellen des Meeres,Sie heben ein Weib in die Höh’,Wer bist Du, lichtes Bildniß,Bist Du das Mädchen vom See?Ich bin einstmals versunkenIm tiefen Meeresschlund,Doch wenn die Sonne goldigBestrahlt den tiefen Grund,Dann steig’ ich in die Höh’:Dennmirgehört die See.
Es toben die Wellen des Meeres,Sie heben ein Weib in die Höh’,Wer bist Du, lichtes Bildniß,Bist Du das Mädchen vom See?Ich bin einstmals versunkenIm tiefen Meeresschlund,Doch wenn die Sonne goldigBestrahlt den tiefen Grund,Dann steig’ ich in die Höh’:Dennmirgehört die See.
Es toben die Wellen des Meeres,Sie heben ein Weib in die Höh’,Wer bist Du, lichtes Bildniß,Bist Du das Mädchen vom See?Ich bin einstmals versunkenIm tiefen Meeresschlund,Doch wenn die Sonne goldigBestrahlt den tiefen Grund,Dann steig’ ich in die Höh’:Dennmirgehört die See.
Des Abends letztes Gold,Es spiegelt sich im Rhein,Still kniet das MägdeleinAm Ufer, wunderhold!Ihr Haar, so licht wie Gold,Ihr Aug’ so himmelsrein,Was kniest Du so allein,Komm Maid, das Wetter grollt! —Still winkt die Jungfrau mir:„Ein Opfer ruhet hier,Auf einem Grab’ sind wir;“Lieblosigkeit ist Mord —Entfliehe diesem Ort’,Doch sprich ein segnend Wort!
Des Abends letztes Gold,Es spiegelt sich im Rhein,Still kniet das MägdeleinAm Ufer, wunderhold!Ihr Haar, so licht wie Gold,Ihr Aug’ so himmelsrein,Was kniest Du so allein,Komm Maid, das Wetter grollt! —Still winkt die Jungfrau mir:„Ein Opfer ruhet hier,Auf einem Grab’ sind wir;“Lieblosigkeit ist Mord —Entfliehe diesem Ort’,Doch sprich ein segnend Wort!
Des Abends letztes Gold,Es spiegelt sich im Rhein,Still kniet das MägdeleinAm Ufer, wunderhold!Ihr Haar, so licht wie Gold,Ihr Aug’ so himmelsrein,Was kniest Du so allein,Komm Maid, das Wetter grollt! —Still winkt die Jungfrau mir:„Ein Opfer ruhet hier,Auf einem Grab’ sind wir;“Lieblosigkeit ist Mord —Entfliehe diesem Ort’,Doch sprich ein segnend Wort!
Des Abends letztes Gold,Es spiegelt sich im Rhein,Still kniet das MägdeleinAm Ufer, wunderhold!
Ihr Haar, so licht wie Gold,Ihr Aug’ so himmelsrein,Was kniest Du so allein,Komm Maid, das Wetter grollt! —
Still winkt die Jungfrau mir:„Ein Opfer ruhet hier,Auf einem Grab’ sind wir;“
Lieblosigkeit ist Mord —Entfliehe diesem Ort’,Doch sprich ein segnend Wort!
Die Spitzen-Klöpplerin im Harz.Im weißen Gewande von Spitzenzeug,Die Blüthen in braunen Locken,So sieht man das Bildniß, das schöne Weib,Dort oben hoch thronen am Brocken.Was ist Dir denn heut, und was weinest Du Kind?Ich liebe nur lustige Leute,Dein Auge ist naß, und Dein Lächeln ist trüb,Du bist ja so schwermüthig heute. —Mein Auge ist naß und mein Lächeln ist trüb,Ich bin, ach, so schwermüthig heute,Mich plaget ein Leid, ach, ein mächtiges Leid,Ich hasse den Ballanzug heute.Ich hasse die Spitzen aus Thränen gewebt,Drin werden zu Wasser die Freuden,Ein Wehe, ein Seufzen da drinnen lebt,Ein Chaos von bittersten Leiden! —
Im weißen Gewande von Spitzenzeug,Die Blüthen in braunen Locken,So sieht man das Bildniß, das schöne Weib,Dort oben hoch thronen am Brocken.Was ist Dir denn heut, und was weinest Du Kind?Ich liebe nur lustige Leute,Dein Auge ist naß, und Dein Lächeln ist trüb,Du bist ja so schwermüthig heute. —Mein Auge ist naß und mein Lächeln ist trüb,Ich bin, ach, so schwermüthig heute,Mich plaget ein Leid, ach, ein mächtiges Leid,Ich hasse den Ballanzug heute.Ich hasse die Spitzen aus Thränen gewebt,Drin werden zu Wasser die Freuden,Ein Wehe, ein Seufzen da drinnen lebt,Ein Chaos von bittersten Leiden! —
Im weißen Gewande von Spitzenzeug,Die Blüthen in braunen Locken,So sieht man das Bildniß, das schöne Weib,Dort oben hoch thronen am Brocken.Was ist Dir denn heut, und was weinest Du Kind?Ich liebe nur lustige Leute,Dein Auge ist naß, und Dein Lächeln ist trüb,Du bist ja so schwermüthig heute. —Mein Auge ist naß und mein Lächeln ist trüb,Ich bin, ach, so schwermüthig heute,Mich plaget ein Leid, ach, ein mächtiges Leid,Ich hasse den Ballanzug heute.Ich hasse die Spitzen aus Thränen gewebt,Drin werden zu Wasser die Freuden,Ein Wehe, ein Seufzen da drinnen lebt,Ein Chaos von bittersten Leiden! —
Im weißen Gewande von Spitzenzeug,Die Blüthen in braunen Locken,So sieht man das Bildniß, das schöne Weib,Dort oben hoch thronen am Brocken.
Was ist Dir denn heut, und was weinest Du Kind?Ich liebe nur lustige Leute,Dein Auge ist naß, und Dein Lächeln ist trüb,Du bist ja so schwermüthig heute. —
Mein Auge ist naß und mein Lächeln ist trüb,Ich bin, ach, so schwermüthig heute,Mich plaget ein Leid, ach, ein mächtiges Leid,Ich hasse den Ballanzug heute.
Ich hasse die Spitzen aus Thränen gewebt,Drin werden zu Wasser die Freuden,Ein Wehe, ein Seufzen da drinnen lebt,Ein Chaos von bittersten Leiden! —
Das Mägdelein.Ich traf einmal im fremden Land,Ein Mägdlein zierlich und gewandt;„Wo kommst Du her, wo weilest Du?“„Ich find’ im fremden Land nicht Ruh’!“„Bist Du ein deutsches Mägdelein?Geboren an dem deutschen Rhein? —“„Mein Vater war ein Kriegersmann,Die Mutter keine Seide spann! —“„Wie kamst Du in das fremde Land?An eines Fremden falscher Hand.“„Die Treue wohnt in Deutschland nur;Von ihr ist hier, ach, keine Spur! —“
Ich traf einmal im fremden Land,Ein Mägdlein zierlich und gewandt;„Wo kommst Du her, wo weilest Du?“„Ich find’ im fremden Land nicht Ruh’!“„Bist Du ein deutsches Mägdelein?Geboren an dem deutschen Rhein? —“„Mein Vater war ein Kriegersmann,Die Mutter keine Seide spann! —“„Wie kamst Du in das fremde Land?An eines Fremden falscher Hand.“„Die Treue wohnt in Deutschland nur;Von ihr ist hier, ach, keine Spur! —“
Ich traf einmal im fremden Land,Ein Mägdlein zierlich und gewandt;„Wo kommst Du her, wo weilest Du?“„Ich find’ im fremden Land nicht Ruh’!“„Bist Du ein deutsches Mägdelein?Geboren an dem deutschen Rhein? —“„Mein Vater war ein Kriegersmann,Die Mutter keine Seide spann! —“„Wie kamst Du in das fremde Land?An eines Fremden falscher Hand.“„Die Treue wohnt in Deutschland nur;Von ihr ist hier, ach, keine Spur! —“
Ich traf einmal im fremden Land,Ein Mägdlein zierlich und gewandt;„Wo kommst Du her, wo weilest Du?“„Ich find’ im fremden Land nicht Ruh’!“
„Bist Du ein deutsches Mägdelein?Geboren an dem deutschen Rhein? —“„Mein Vater war ein Kriegersmann,Die Mutter keine Seide spann! —“
„Wie kamst Du in das fremde Land?An eines Fremden falscher Hand.“„Die Treue wohnt in Deutschland nur;Von ihr ist hier, ach, keine Spur! —“
Gebet.O, laß mir die Welt der Erscheinungen stehn, sie ist so schön,O, laß mich die Sonne immer sehn,Die Bäume unter Blätter wehn,Die Blumen, die auf Erden stehn,Die Sterne in den lichten Höhn,O, laß’ mir das Licht, das herrliche Licht,Ein anderes Glück begehr ich nicht.Du gabst’s jedem Wurme, den Wesen all,Auf jedem Erd- und Sonnenball,O, schließe mich nicht, nicht mich g’rade ausAus Deines Lichtes glücklichem Haus,O, laß mich die Sonne immer sehn,Die Berge und die grünen Seen,Die Bäume unter Blätter wehn,Die Blumen, die auf Erden stehn.
O, laß mir die Welt der Erscheinungen stehn, sie ist so schön,O, laß mich die Sonne immer sehn,Die Bäume unter Blätter wehn,Die Blumen, die auf Erden stehn,Die Sterne in den lichten Höhn,O, laß’ mir das Licht, das herrliche Licht,Ein anderes Glück begehr ich nicht.Du gabst’s jedem Wurme, den Wesen all,Auf jedem Erd- und Sonnenball,O, schließe mich nicht, nicht mich g’rade ausAus Deines Lichtes glücklichem Haus,O, laß mich die Sonne immer sehn,Die Berge und die grünen Seen,Die Bäume unter Blätter wehn,Die Blumen, die auf Erden stehn.
O, laß mir die Welt der Erscheinungen stehn, sie ist so schön,O, laß mich die Sonne immer sehn,Die Bäume unter Blätter wehn,Die Blumen, die auf Erden stehn,Die Sterne in den lichten Höhn,O, laß’ mir das Licht, das herrliche Licht,Ein anderes Glück begehr ich nicht.Du gabst’s jedem Wurme, den Wesen all,Auf jedem Erd- und Sonnenball,O, schließe mich nicht, nicht mich g’rade ausAus Deines Lichtes glücklichem Haus,O, laß mich die Sonne immer sehn,Die Berge und die grünen Seen,Die Bäume unter Blätter wehn,Die Blumen, die auf Erden stehn.
O, laß mir die Welt der Erscheinungen stehn, sie ist so schön,O, laß mich die Sonne immer sehn,Die Bäume unter Blätter wehn,Die Blumen, die auf Erden stehn,Die Sterne in den lichten Höhn,O, laß’ mir das Licht, das herrliche Licht,Ein anderes Glück begehr ich nicht.
Du gabst’s jedem Wurme, den Wesen all,Auf jedem Erd- und Sonnenball,O, schließe mich nicht, nicht mich g’rade ausAus Deines Lichtes glücklichem Haus,O, laß mich die Sonne immer sehn,Die Berge und die grünen Seen,Die Bäume unter Blätter wehn,Die Blumen, die auf Erden stehn.
Ach, Sternlein dort,Am Himmelsort,Du glänzest so alleineUnd scheinest uns so kleine.Doch sprich, was geht denn dorten vor,Doch mach’ mir keine Wippchen vor,Ist es denn dort erquicklich?Und lebt man dorten glücklich?Ach, MägdeleinIm grünen Hain,Du glänzest so alleineUnd scheinest nur so kleine.Was geht in Deinem Herzen vor,Doch mach’ mir keine Wippchen vor,Ist es darin erquicklich,Und lebt sich’s drinnen glücklich?
Ach, Sternlein dort,Am Himmelsort,Du glänzest so alleineUnd scheinest uns so kleine.Doch sprich, was geht denn dorten vor,Doch mach’ mir keine Wippchen vor,Ist es denn dort erquicklich?Und lebt man dorten glücklich?Ach, MägdeleinIm grünen Hain,Du glänzest so alleineUnd scheinest nur so kleine.Was geht in Deinem Herzen vor,Doch mach’ mir keine Wippchen vor,Ist es darin erquicklich,Und lebt sich’s drinnen glücklich?
Ach, Sternlein dort,Am Himmelsort,Du glänzest so alleineUnd scheinest uns so kleine.Doch sprich, was geht denn dorten vor,Doch mach’ mir keine Wippchen vor,Ist es denn dort erquicklich?Und lebt man dorten glücklich?Ach, MägdeleinIm grünen Hain,Du glänzest so alleineUnd scheinest nur so kleine.Was geht in Deinem Herzen vor,Doch mach’ mir keine Wippchen vor,Ist es darin erquicklich,Und lebt sich’s drinnen glücklich?
Ach, Sternlein dort,Am Himmelsort,Du glänzest so alleineUnd scheinest uns so kleine.
Doch sprich, was geht denn dorten vor,Doch mach’ mir keine Wippchen vor,Ist es denn dort erquicklich?Und lebt man dorten glücklich?
Ach, MägdeleinIm grünen Hain,Du glänzest so alleineUnd scheinest nur so kleine.
Was geht in Deinem Herzen vor,Doch mach’ mir keine Wippchen vor,Ist es darin erquicklich,Und lebt sich’s drinnen glücklich?
Eine Mitternacht in Tyrol.Die großen Kaiser sind alle erwacht,Stehn aufrecht da in der Gruft,Sie tragen die deutsche Reichskrönungstracht,Es glühet und zischt in der Luft.Der Reichsverweser schläft ein in Tyrol,Die Uhr schlägt Mitternacht,Da wecket ihn dumpf, da wecket ihn hohlDer Ahnherr’n gespenstische Pracht.Wie bist Du so klein, wie bist Du so schwach,Du kleinlicher Enkelsohn,Du brachtest dem Reich, Du brachtest uns Schmach,So hallt es in grollendem Ton.Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach!Und Rudolf von Habsburg mit Hoheit begann:„Du Reichsverweser Erzherzog Johann,Bewahre, Du bist mir kein Rittersmann,Ich schleudere Dich in Acht und Bann.“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Und Karl der fünfte in seiner Art:„Wer unehrlich, sei klug, Johann,Und weil Ihr nicht klug und nicht ehrlich war’t,So thun wir Euch in Acht und Bann.“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Und Maximilian spricht, Schmerz im Gesicht,„Fluchwürdig, wer die Treue bricht,Wer weiß, ereilt Dich kein Gottesgericht.In Bergen Tyrols verbirg Dich nicht!“ —Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach!Und Joseph der Gute wehmüthig klagt:„In Wien ein Stand- und Kriegsgericht?Das Beste, das Schönste hast Du gewagt,Die Mutter — sie vergißt Dir’s nicht!“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Und Marie Theresia, die schönste Frau,Mit unmuthiger Miene spricht sie,Mit der Rechten zeigt sie Brigittenau:„Auch dieses vergeß’ ich Dir nie!“„Die Söhne Arpads, sie schützten mein Haus,Das Reich und des Habsburgers Thron,Und“ — ruft mit Beben die Kaiserin aus,„Verderben war darum ihr Lohn.“Im weißen Gewand, das Haar in die Höh’,Die Rechte zum Himmel hinan:„Den Feinden Arpads sei ewiges Weh,Vergeßlichen Enkeln mein Bann!“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Dem Reichsverweser wird bang um das Herz,Die Ahnen, sie haben vollend’t,Die Worte lasten wie Panzer von Erz,Der Bannstrahl das Hirn ihm verbrennt. —Und scheu, aus den Armen des schweren Alp,Reißt entsetzt und matt er sich auf,Da sieh da, nach Schatten ein blutiger, halb, —Er steigt aus der Erde herauf!Ein Jüngling, das lockige Haupt in der Hand,Um die Stirne den Streifen von Blut:„An Deiner Statt“ — ruft er, „mein wär’ das Land,Dir fehlte mein reichlicher Muth! —“Ein Nu, der blutige Schatten war hin,Es lachte noch jugendlich auf:„Nicht Jeder, nicht Jeder ist Konradin,Nicht Jeder ein Hohenstauf’.“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als wenn Fels an Felsen sich brach.Den Erzherzog schwindelt, zur Erd’ er fällt,Und siehe, es war nur ein Traum,O Volksmann Johann, die Meinung der Welt,Sie fand in dem Traume den Raum.
Die großen Kaiser sind alle erwacht,Stehn aufrecht da in der Gruft,Sie tragen die deutsche Reichskrönungstracht,Es glühet und zischt in der Luft.Der Reichsverweser schläft ein in Tyrol,Die Uhr schlägt Mitternacht,Da wecket ihn dumpf, da wecket ihn hohlDer Ahnherr’n gespenstische Pracht.Wie bist Du so klein, wie bist Du so schwach,Du kleinlicher Enkelsohn,Du brachtest dem Reich, Du brachtest uns Schmach,So hallt es in grollendem Ton.Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach!Und Rudolf von Habsburg mit Hoheit begann:„Du Reichsverweser Erzherzog Johann,Bewahre, Du bist mir kein Rittersmann,Ich schleudere Dich in Acht und Bann.“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Und Karl der fünfte in seiner Art:„Wer unehrlich, sei klug, Johann,Und weil Ihr nicht klug und nicht ehrlich war’t,So thun wir Euch in Acht und Bann.“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Und Maximilian spricht, Schmerz im Gesicht,„Fluchwürdig, wer die Treue bricht,Wer weiß, ereilt Dich kein Gottesgericht.In Bergen Tyrols verbirg Dich nicht!“ —Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach!Und Joseph der Gute wehmüthig klagt:„In Wien ein Stand- und Kriegsgericht?Das Beste, das Schönste hast Du gewagt,Die Mutter — sie vergißt Dir’s nicht!“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Und Marie Theresia, die schönste Frau,Mit unmuthiger Miene spricht sie,Mit der Rechten zeigt sie Brigittenau:„Auch dieses vergeß’ ich Dir nie!“„Die Söhne Arpads, sie schützten mein Haus,Das Reich und des Habsburgers Thron,Und“ — ruft mit Beben die Kaiserin aus,„Verderben war darum ihr Lohn.“Im weißen Gewand, das Haar in die Höh’,Die Rechte zum Himmel hinan:„Den Feinden Arpads sei ewiges Weh,Vergeßlichen Enkeln mein Bann!“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Dem Reichsverweser wird bang um das Herz,Die Ahnen, sie haben vollend’t,Die Worte lasten wie Panzer von Erz,Der Bannstrahl das Hirn ihm verbrennt. —Und scheu, aus den Armen des schweren Alp,Reißt entsetzt und matt er sich auf,Da sieh da, nach Schatten ein blutiger, halb, —Er steigt aus der Erde herauf!Ein Jüngling, das lockige Haupt in der Hand,Um die Stirne den Streifen von Blut:„An Deiner Statt“ — ruft er, „mein wär’ das Land,Dir fehlte mein reichlicher Muth! —“Ein Nu, der blutige Schatten war hin,Es lachte noch jugendlich auf:„Nicht Jeder, nicht Jeder ist Konradin,Nicht Jeder ein Hohenstauf’.“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als wenn Fels an Felsen sich brach.Den Erzherzog schwindelt, zur Erd’ er fällt,Und siehe, es war nur ein Traum,O Volksmann Johann, die Meinung der Welt,Sie fand in dem Traume den Raum.
Die großen Kaiser sind alle erwacht,Stehn aufrecht da in der Gruft,Sie tragen die deutsche Reichskrönungstracht,Es glühet und zischt in der Luft.Der Reichsverweser schläft ein in Tyrol,Die Uhr schlägt Mitternacht,Da wecket ihn dumpf, da wecket ihn hohlDer Ahnherr’n gespenstische Pracht.Wie bist Du so klein, wie bist Du so schwach,Du kleinlicher Enkelsohn,Du brachtest dem Reich, Du brachtest uns Schmach,So hallt es in grollendem Ton.Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach!Und Rudolf von Habsburg mit Hoheit begann:„Du Reichsverweser Erzherzog Johann,Bewahre, Du bist mir kein Rittersmann,Ich schleudere Dich in Acht und Bann.“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Und Karl der fünfte in seiner Art:„Wer unehrlich, sei klug, Johann,Und weil Ihr nicht klug und nicht ehrlich war’t,So thun wir Euch in Acht und Bann.“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Und Maximilian spricht, Schmerz im Gesicht,„Fluchwürdig, wer die Treue bricht,Wer weiß, ereilt Dich kein Gottesgericht.In Bergen Tyrols verbirg Dich nicht!“ —Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach!Und Joseph der Gute wehmüthig klagt:„In Wien ein Stand- und Kriegsgericht?Das Beste, das Schönste hast Du gewagt,Die Mutter — sie vergißt Dir’s nicht!“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Und Marie Theresia, die schönste Frau,Mit unmuthiger Miene spricht sie,Mit der Rechten zeigt sie Brigittenau:„Auch dieses vergeß’ ich Dir nie!“„Die Söhne Arpads, sie schützten mein Haus,Das Reich und des Habsburgers Thron,Und“ — ruft mit Beben die Kaiserin aus,„Verderben war darum ihr Lohn.“Im weißen Gewand, das Haar in die Höh’,Die Rechte zum Himmel hinan:„Den Feinden Arpads sei ewiges Weh,Vergeßlichen Enkeln mein Bann!“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.Dem Reichsverweser wird bang um das Herz,Die Ahnen, sie haben vollend’t,Die Worte lasten wie Panzer von Erz,Der Bannstrahl das Hirn ihm verbrennt. —Und scheu, aus den Armen des schweren Alp,Reißt entsetzt und matt er sich auf,Da sieh da, nach Schatten ein blutiger, halb, —Er steigt aus der Erde herauf!Ein Jüngling, das lockige Haupt in der Hand,Um die Stirne den Streifen von Blut:„An Deiner Statt“ — ruft er, „mein wär’ das Land,Dir fehlte mein reichlicher Muth! —“Ein Nu, der blutige Schatten war hin,Es lachte noch jugendlich auf:„Nicht Jeder, nicht Jeder ist Konradin,Nicht Jeder ein Hohenstauf’.“Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als wenn Fels an Felsen sich brach.Den Erzherzog schwindelt, zur Erd’ er fällt,Und siehe, es war nur ein Traum,O Volksmann Johann, die Meinung der Welt,Sie fand in dem Traume den Raum.
Die großen Kaiser sind alle erwacht,Stehn aufrecht da in der Gruft,Sie tragen die deutsche Reichskrönungstracht,Es glühet und zischt in der Luft.
Der Reichsverweser schläft ein in Tyrol,Die Uhr schlägt Mitternacht,Da wecket ihn dumpf, da wecket ihn hohlDer Ahnherr’n gespenstische Pracht.
Wie bist Du so klein, wie bist Du so schwach,Du kleinlicher Enkelsohn,Du brachtest dem Reich, Du brachtest uns Schmach,So hallt es in grollendem Ton.
Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach!
Und Rudolf von Habsburg mit Hoheit begann:„Du Reichsverweser Erzherzog Johann,Bewahre, Du bist mir kein Rittersmann,Ich schleudere Dich in Acht und Bann.“
Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.
Und Karl der fünfte in seiner Art:„Wer unehrlich, sei klug, Johann,Und weil Ihr nicht klug und nicht ehrlich war’t,So thun wir Euch in Acht und Bann.“
Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.
Und Maximilian spricht, Schmerz im Gesicht,„Fluchwürdig, wer die Treue bricht,Wer weiß, ereilt Dich kein Gottesgericht.In Bergen Tyrols verbirg Dich nicht!“ —
Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach!
Und Joseph der Gute wehmüthig klagt:„In Wien ein Stand- und Kriegsgericht?Das Beste, das Schönste hast Du gewagt,Die Mutter — sie vergißt Dir’s nicht!“
Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.
Und Marie Theresia, die schönste Frau,Mit unmuthiger Miene spricht sie,Mit der Rechten zeigt sie Brigittenau:„Auch dieses vergeß’ ich Dir nie!“
„Die Söhne Arpads, sie schützten mein Haus,Das Reich und des Habsburgers Thron,Und“ — ruft mit Beben die Kaiserin aus,„Verderben war darum ihr Lohn.“
Im weißen Gewand, das Haar in die Höh’,Die Rechte zum Himmel hinan:„Den Feinden Arpads sei ewiges Weh,Vergeßlichen Enkeln mein Bann!“
Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als ob Fels an Felsen sich brach.
Dem Reichsverweser wird bang um das Herz,Die Ahnen, sie haben vollend’t,Die Worte lasten wie Panzer von Erz,Der Bannstrahl das Hirn ihm verbrennt. —
Und scheu, aus den Armen des schweren Alp,Reißt entsetzt und matt er sich auf,Da sieh da, nach Schatten ein blutiger, halb, —Er steigt aus der Erde herauf!
Ein Jüngling, das lockige Haupt in der Hand,Um die Stirne den Streifen von Blut:„An Deiner Statt“ — ruft er, „mein wär’ das Land,Dir fehlte mein reichlicher Muth! —“
Ein Nu, der blutige Schatten war hin,Es lachte noch jugendlich auf:„Nicht Jeder, nicht Jeder ist Konradin,Nicht Jeder ein Hohenstauf’.“
Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,Sie hallen es tausendfach nach,Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,Als wenn Fels an Felsen sich brach.
Den Erzherzog schwindelt, zur Erd’ er fällt,Und siehe, es war nur ein Traum,O Volksmann Johann, die Meinung der Welt,Sie fand in dem Traume den Raum.
Kalt ist’s, eine trockene Kälte,Aus modernen Burgen schalltTadel für das Holz, den HeizerDurch die weiten Säle bald.Aber in des Armen HütteIst von Tadel keine Spur,Eingefroren ist das WasserUnd man weint und zittert nur.
Kalt ist’s, eine trockene Kälte,Aus modernen Burgen schalltTadel für das Holz, den HeizerDurch die weiten Säle bald.Aber in des Armen HütteIst von Tadel keine Spur,Eingefroren ist das WasserUnd man weint und zittert nur.
Kalt ist’s, eine trockene Kälte,Aus modernen Burgen schalltTadel für das Holz, den HeizerDurch die weiten Säle bald.Aber in des Armen HütteIst von Tadel keine Spur,Eingefroren ist das WasserUnd man weint und zittert nur.
Kalt ist’s, eine trockene Kälte,Aus modernen Burgen schalltTadel für das Holz, den HeizerDurch die weiten Säle bald.
Aber in des Armen HütteIst von Tadel keine Spur,Eingefroren ist das WasserUnd man weint und zittert nur.
Ich träumte tausend LiederUnd alle schön und hold,Sie hatten blaue AugenUnd Haare licht wie Gold.Die Welt lag mitten drinnen,Ein Purpurröslein rein,Unangehaucht vom Menschen,Bestrahlt vom Sonnenschein.Jetzt träum’ ich viele Lieder,Doch all’ mit dunklem Haar,Mit großen dunklen Augen,Und thränenvoll wohl gar.Die schattigen Gestalten,Sie schwanken hin und her,Wie sturmbewegte Wellen,Auf sturmbewegtem Meer.Ihr großen dunklen Augen,Mit tief und ernstem Blick,Ihr gleicht an Ernst und Wunder,Dem tragischen Geschick.Ihr schattigen Gedanken,Die Wahrheit Euch verzehrt,Ihr zeigtet mir im RösleinDen Wurm, der es zerstört. —
Ich träumte tausend LiederUnd alle schön und hold,Sie hatten blaue AugenUnd Haare licht wie Gold.Die Welt lag mitten drinnen,Ein Purpurröslein rein,Unangehaucht vom Menschen,Bestrahlt vom Sonnenschein.Jetzt träum’ ich viele Lieder,Doch all’ mit dunklem Haar,Mit großen dunklen Augen,Und thränenvoll wohl gar.Die schattigen Gestalten,Sie schwanken hin und her,Wie sturmbewegte Wellen,Auf sturmbewegtem Meer.Ihr großen dunklen Augen,Mit tief und ernstem Blick,Ihr gleicht an Ernst und Wunder,Dem tragischen Geschick.Ihr schattigen Gedanken,Die Wahrheit Euch verzehrt,Ihr zeigtet mir im RösleinDen Wurm, der es zerstört. —
Ich träumte tausend LiederUnd alle schön und hold,Sie hatten blaue AugenUnd Haare licht wie Gold.Die Welt lag mitten drinnen,Ein Purpurröslein rein,Unangehaucht vom Menschen,Bestrahlt vom Sonnenschein.Jetzt träum’ ich viele Lieder,Doch all’ mit dunklem Haar,Mit großen dunklen Augen,Und thränenvoll wohl gar.Die schattigen Gestalten,Sie schwanken hin und her,Wie sturmbewegte Wellen,Auf sturmbewegtem Meer.Ihr großen dunklen Augen,Mit tief und ernstem Blick,Ihr gleicht an Ernst und Wunder,Dem tragischen Geschick.Ihr schattigen Gedanken,Die Wahrheit Euch verzehrt,Ihr zeigtet mir im RösleinDen Wurm, der es zerstört. —
Ich träumte tausend LiederUnd alle schön und hold,Sie hatten blaue AugenUnd Haare licht wie Gold.
Die Welt lag mitten drinnen,Ein Purpurröslein rein,Unangehaucht vom Menschen,Bestrahlt vom Sonnenschein.
Jetzt träum’ ich viele Lieder,Doch all’ mit dunklem Haar,Mit großen dunklen Augen,Und thränenvoll wohl gar.
Die schattigen Gestalten,Sie schwanken hin und her,Wie sturmbewegte Wellen,Auf sturmbewegtem Meer.
Ihr großen dunklen Augen,Mit tief und ernstem Blick,Ihr gleicht an Ernst und Wunder,Dem tragischen Geschick.
Ihr schattigen Gedanken,Die Wahrheit Euch verzehrt,Ihr zeigtet mir im RösleinDen Wurm, der es zerstört. —
Wer einsam kam zu trüber Höhe,Oft unverstanden angegafft,Dem rauschet jedes Lüftchen WeheUnd jedes Blättchen: halte Kraft.Ja Kraft soll dem die Gottheit geben,Wer selbstlos nur das Gute will,Mit seinem Herzblut, seinem Leben,Und sich verblutet einsam still.
Wer einsam kam zu trüber Höhe,Oft unverstanden angegafft,Dem rauschet jedes Lüftchen WeheUnd jedes Blättchen: halte Kraft.Ja Kraft soll dem die Gottheit geben,Wer selbstlos nur das Gute will,Mit seinem Herzblut, seinem Leben,Und sich verblutet einsam still.
Wer einsam kam zu trüber Höhe,Oft unverstanden angegafft,Dem rauschet jedes Lüftchen WeheUnd jedes Blättchen: halte Kraft.Ja Kraft soll dem die Gottheit geben,Wer selbstlos nur das Gute will,Mit seinem Herzblut, seinem Leben,Und sich verblutet einsam still.
Wer einsam kam zu trüber Höhe,Oft unverstanden angegafft,Dem rauschet jedes Lüftchen WeheUnd jedes Blättchen: halte Kraft.
Ja Kraft soll dem die Gottheit geben,Wer selbstlos nur das Gute will,Mit seinem Herzblut, seinem Leben,Und sich verblutet einsam still.
Der Tag so kurz, der Tag so lang,Die Stunde so froh, die Stunde so bang,Das Leben so kurz, das Leben so lang,Die Freude so kurz, ach, und niemals lang.
Der Tag so kurz, der Tag so lang,Die Stunde so froh, die Stunde so bang,Das Leben so kurz, das Leben so lang,Die Freude so kurz, ach, und niemals lang.
Der Tag so kurz, der Tag so lang,Die Stunde so froh, die Stunde so bang,Das Leben so kurz, das Leben so lang,Die Freude so kurz, ach, und niemals lang.
Der Tag so kurz, der Tag so lang,Die Stunde so froh, die Stunde so bang,Das Leben so kurz, das Leben so lang,Die Freude so kurz, ach, und niemals lang.
Seh’ ich euch wieder, goldne Sterne,Hab’ euch lange nicht gesehn,Wußt’ euch freilich in der FerneUnsichtbar am Himmel steh’n!
Seh’ ich euch wieder, goldne Sterne,Hab’ euch lange nicht gesehn,Wußt’ euch freilich in der FerneUnsichtbar am Himmel steh’n!
Seh’ ich euch wieder, goldne Sterne,Hab’ euch lange nicht gesehn,Wußt’ euch freilich in der FerneUnsichtbar am Himmel steh’n!
Seh’ ich euch wieder, goldne Sterne,Hab’ euch lange nicht gesehn,Wußt’ euch freilich in der FerneUnsichtbar am Himmel steh’n!
Es hat uns Gott gegebenDas menschliche Gefühl,Der Tugend nachzustreben,Sei unser Lebensziel.Barmherzigkeit zu üben,Das sei das Losungswort,Die Menschen all’ zu lieben,An jedem, jedem Ort.
Es hat uns Gott gegebenDas menschliche Gefühl,Der Tugend nachzustreben,Sei unser Lebensziel.Barmherzigkeit zu üben,Das sei das Losungswort,Die Menschen all’ zu lieben,An jedem, jedem Ort.
Es hat uns Gott gegebenDas menschliche Gefühl,Der Tugend nachzustreben,Sei unser Lebensziel.Barmherzigkeit zu üben,Das sei das Losungswort,Die Menschen all’ zu lieben,An jedem, jedem Ort.
Es hat uns Gott gegebenDas menschliche Gefühl,Der Tugend nachzustreben,Sei unser Lebensziel.
Barmherzigkeit zu üben,Das sei das Losungswort,Die Menschen all’ zu lieben,An jedem, jedem Ort.
Die Nachtigall und die Katze.Die Nachtigall sie schlagetIn Blitz und Donner fort,So lang’ ein Baum noch stehet,Bleibt jubelnd sie am Ort.Sie jauchzet auf am Morgen,Sie bliebt das Tageslicht,Doch Katzen, ihre Feinde,Vertragen solches nicht.Die Katze webt im DunkelnIst Königin der Nacht,Doch Nachtigall trotzt singendNächtlich der finstern Macht.Die Dichter alle dichten,Trotz Nacht, Verrat und Spott,Inmitten ihrer FeindeRuhig getrost auf Gott! —Von jedem Platz der Erde,Von dem er nicht verbannt,Hat stets der wahre DichterSein Veto ausgesandt.Und Beide, Beide hörenZu singen niemals auf:Ihr Katzen und Philister,Mein Ehrenwort darauf! —
Die Nachtigall sie schlagetIn Blitz und Donner fort,So lang’ ein Baum noch stehet,Bleibt jubelnd sie am Ort.Sie jauchzet auf am Morgen,Sie bliebt das Tageslicht,Doch Katzen, ihre Feinde,Vertragen solches nicht.Die Katze webt im DunkelnIst Königin der Nacht,Doch Nachtigall trotzt singendNächtlich der finstern Macht.Die Dichter alle dichten,Trotz Nacht, Verrat und Spott,Inmitten ihrer FeindeRuhig getrost auf Gott! —Von jedem Platz der Erde,Von dem er nicht verbannt,Hat stets der wahre DichterSein Veto ausgesandt.Und Beide, Beide hörenZu singen niemals auf:Ihr Katzen und Philister,Mein Ehrenwort darauf! —
Die Nachtigall sie schlagetIn Blitz und Donner fort,So lang’ ein Baum noch stehet,Bleibt jubelnd sie am Ort.Sie jauchzet auf am Morgen,Sie bliebt das Tageslicht,Doch Katzen, ihre Feinde,Vertragen solches nicht.Die Katze webt im DunkelnIst Königin der Nacht,Doch Nachtigall trotzt singendNächtlich der finstern Macht.Die Dichter alle dichten,Trotz Nacht, Verrat und Spott,Inmitten ihrer FeindeRuhig getrost auf Gott! —Von jedem Platz der Erde,Von dem er nicht verbannt,Hat stets der wahre DichterSein Veto ausgesandt.Und Beide, Beide hörenZu singen niemals auf:Ihr Katzen und Philister,Mein Ehrenwort darauf! —
Die Nachtigall sie schlagetIn Blitz und Donner fort,So lang’ ein Baum noch stehet,Bleibt jubelnd sie am Ort.
Sie jauchzet auf am Morgen,Sie bliebt das Tageslicht,Doch Katzen, ihre Feinde,Vertragen solches nicht.
Die Katze webt im DunkelnIst Königin der Nacht,Doch Nachtigall trotzt singendNächtlich der finstern Macht.
Die Dichter alle dichten,Trotz Nacht, Verrat und Spott,Inmitten ihrer FeindeRuhig getrost auf Gott! —
Von jedem Platz der Erde,Von dem er nicht verbannt,Hat stets der wahre DichterSein Veto ausgesandt.
Und Beide, Beide hörenZu singen niemals auf:Ihr Katzen und Philister,Mein Ehrenwort darauf! —
Das Burschenlied.Die Poesie ist ein Gebiet,Wo alle Blüthen treiben.Jetzt soll ich gar ein BurschenliedFür die Studenten schreiben.Wohlan, es sei, ich fange an,Und schreib’, so gut ich schreiben kann.Ich lob’ mir die Studentenschaft,Die brav, fidel und bieder,Mit hellem Geist und Muth und KraftHoch hält die deutschen Lieder.Mit Liedern zieht er in die Welt,Ein solcher Bursche ist ein Held.Im schmucken, reichgestickten Kleid,Mit Humpen und mit DegenIst gern gesehn er weit und breit,Auf allen deutschen Wegen.Ein solcher Bursche ist ein Held,Er zieht als Sieger durch die Welt.Und zeigt man ihm ein böses Weib,Die Braut ihm zu ersetzen,Weicht tausend Schritte er vom Leib,Er läßt sich nichts verhetzen.Mit achtzehn Jahr’ hat er gefreit,Und damals war er grundgescheidt.Studenten, unsere Zukunft einstHängt ab von eurem Werden,Ob’s freund- und friedlich wird dereinst,Ob’s heimlich wird auf Erden.Und Eins noch hänget von euch ab,Ob man lebendig muß in’s Grab. —Ob Nacht, ob Finsterniß, ob Licht,In eurer Hand wird’s liegen.Vergeßt der großen Ahnen nicht,Dann wird das Rechte siegen.Die Burschenschaft, sie ist ein Held,Und ihr gehört die ganze Welt.
Die Poesie ist ein Gebiet,Wo alle Blüthen treiben.Jetzt soll ich gar ein BurschenliedFür die Studenten schreiben.Wohlan, es sei, ich fange an,Und schreib’, so gut ich schreiben kann.Ich lob’ mir die Studentenschaft,Die brav, fidel und bieder,Mit hellem Geist und Muth und KraftHoch hält die deutschen Lieder.Mit Liedern zieht er in die Welt,Ein solcher Bursche ist ein Held.Im schmucken, reichgestickten Kleid,Mit Humpen und mit DegenIst gern gesehn er weit und breit,Auf allen deutschen Wegen.Ein solcher Bursche ist ein Held,Er zieht als Sieger durch die Welt.Und zeigt man ihm ein böses Weib,Die Braut ihm zu ersetzen,Weicht tausend Schritte er vom Leib,Er läßt sich nichts verhetzen.Mit achtzehn Jahr’ hat er gefreit,Und damals war er grundgescheidt.Studenten, unsere Zukunft einstHängt ab von eurem Werden,Ob’s freund- und friedlich wird dereinst,Ob’s heimlich wird auf Erden.Und Eins noch hänget von euch ab,Ob man lebendig muß in’s Grab. —Ob Nacht, ob Finsterniß, ob Licht,In eurer Hand wird’s liegen.Vergeßt der großen Ahnen nicht,Dann wird das Rechte siegen.Die Burschenschaft, sie ist ein Held,Und ihr gehört die ganze Welt.
Die Poesie ist ein Gebiet,Wo alle Blüthen treiben.Jetzt soll ich gar ein BurschenliedFür die Studenten schreiben.Wohlan, es sei, ich fange an,Und schreib’, so gut ich schreiben kann.Ich lob’ mir die Studentenschaft,Die brav, fidel und bieder,Mit hellem Geist und Muth und KraftHoch hält die deutschen Lieder.Mit Liedern zieht er in die Welt,Ein solcher Bursche ist ein Held.Im schmucken, reichgestickten Kleid,Mit Humpen und mit DegenIst gern gesehn er weit und breit,Auf allen deutschen Wegen.Ein solcher Bursche ist ein Held,Er zieht als Sieger durch die Welt.Und zeigt man ihm ein böses Weib,Die Braut ihm zu ersetzen,Weicht tausend Schritte er vom Leib,Er läßt sich nichts verhetzen.Mit achtzehn Jahr’ hat er gefreit,Und damals war er grundgescheidt.Studenten, unsere Zukunft einstHängt ab von eurem Werden,Ob’s freund- und friedlich wird dereinst,Ob’s heimlich wird auf Erden.Und Eins noch hänget von euch ab,Ob man lebendig muß in’s Grab. —Ob Nacht, ob Finsterniß, ob Licht,In eurer Hand wird’s liegen.Vergeßt der großen Ahnen nicht,Dann wird das Rechte siegen.Die Burschenschaft, sie ist ein Held,Und ihr gehört die ganze Welt.
Die Poesie ist ein Gebiet,Wo alle Blüthen treiben.Jetzt soll ich gar ein BurschenliedFür die Studenten schreiben.Wohlan, es sei, ich fange an,Und schreib’, so gut ich schreiben kann.
Ich lob’ mir die Studentenschaft,Die brav, fidel und bieder,Mit hellem Geist und Muth und KraftHoch hält die deutschen Lieder.Mit Liedern zieht er in die Welt,Ein solcher Bursche ist ein Held.
Im schmucken, reichgestickten Kleid,Mit Humpen und mit DegenIst gern gesehn er weit und breit,Auf allen deutschen Wegen.Ein solcher Bursche ist ein Held,Er zieht als Sieger durch die Welt.
Und zeigt man ihm ein böses Weib,Die Braut ihm zu ersetzen,Weicht tausend Schritte er vom Leib,Er läßt sich nichts verhetzen.Mit achtzehn Jahr’ hat er gefreit,Und damals war er grundgescheidt.
Studenten, unsere Zukunft einstHängt ab von eurem Werden,Ob’s freund- und friedlich wird dereinst,Ob’s heimlich wird auf Erden.Und Eins noch hänget von euch ab,Ob man lebendig muß in’s Grab. —
Ob Nacht, ob Finsterniß, ob Licht,In eurer Hand wird’s liegen.Vergeßt der großen Ahnen nicht,Dann wird das Rechte siegen.Die Burschenschaft, sie ist ein Held,Und ihr gehört die ganze Welt.
Der Thierbändiger.Des Thierbändigers Bude ist drückend voll,Die Menge lauscht lautlos andächtig schier,Da tritt zornig herein das Pantherthier,Und stattlich der Löwe und würdevoll,Und mit grausigen Tönen dicht hinterdreinZwei schwarze Hyänen hinein in die Reih’n.Des Bändigers Tochter von hoher Figur,Von lieblich rundem, rosigem GesichtVon glänzend hellbraunem Augenlicht,Das schwarze Köpfchen in Mannesfrisur,Betritt grüßend den Kreis, im Miederchen nett,Um schneeige Schultern und lächelt kokett.Johanna, gewappnet mit festem Blick,Schwingt behend’ sich hinauf auf den Leu,Mit sanftem Muth und mit selt’ner TreuErträgt sie das königliche Genick,Stolz kreuzt sie die Arme und lächelt dabeiUnd die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.Die Jungfrau steigt ab und mit HeldenmuthFährt in des Panthers Rachen ihr Arm,Drinn braust’s gewaltig wie BienenschwarmUnd wilder tobt es in Heißhungers Gluth,Sie reicht ihm das Becken mit Blut gefülltUnd gierig, doch langsam den Durst er nun stillt.Inzwischen sieht man die Königin der WuthGefräßig, schnaubend, spähen ringsum,Das Mädchen bieget den Nacken krumm,Und hinten hinauf steigt die wilde Brut:Den Mörder am Halse, sie lächelt dabei,Und die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.Die zweite Hyäne eilt nun hinan,Die erste klettert rückwärts hinab,Johanna Beiden die Fütterung gab,Ihr strahlender Blick, er hält sie in Bann.Und dankend entflieht sie dem stürm’schen Applaus,Der Bändiger führet die Thiere hinaus.Hierauf tritt herein das gehörnte Pferd,Das seltsam geformte, seltene GnuUnd leicht hüpft herein das Känguruh.Ein „Ach“ des Staunens im Kreise man hört,Denn des Känguruh’s seitwärts laufender SprungErregt die allgemeinste Bewunderung.Der Bändiger führt nun auch Affen hinein,Die Thiere ledig der keuschen Scham,Die Menge es demüthigend überkamBeim Schattenbilde vom menschlichen Sein —Die thörichten Knaben nur jubeln dazu,Der Bändiger benennet die Thiere im Nu.„Ich sparte,“ ruft laut er, „trotz niederm Preis,Was am meisten die Augen ergötzt,Das Allerschönste Euch auf, auf zuletzt; —Johanna, getrocknet schon ist Dein Schweiß,Wir zeigen nun endlich die zwanzig Fuß langeUnd hundert Pfund schwere Riesenschlange.“Und siehe, man treibt aus dem SeitenstallHinaus ein schneeweißes junges Lamm,Ach, zaghaft das Auge in Thränen ihm schwamm,Doch vorwärts dröhnt ihm der Peitsche Geknall.Das Lämmchen, das heute zum Tode bestimmt,Die Unschuld zu retten, kein Mensch unternimmt.Nun trägt man hinein die riesige List,Mit Kraft und Schönheit herrlich geschmückt,Und drohend und schlau sie rings um sich blickt,Und aus der Menge ertönet ein lautes Pst!Johanna daneben, sie lächelt dabeiUnd zeigt’ ihrer Zähne hell glänzende Reih’.Die prächtige Riesin, sie wendet sich um,Raubgierig spähend und unheilvoll,Man sah, wie am Kopfe das Blut ihr schwoll,Und windet sich um das Mädchen herum.Die männliche Jungfrau, sie lächelt dabei,Und die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.Nun holt sie das Lamm, das niedliche Thier,Hält’s geschickt vor ihr hin in der Hand,Die Schlange blickt glühend unverwandtUnd zischend hascht sie darnach mit Begier,Da zittert das Mädchen, das Antlitz entstellt,Das Haar sich ihr sträubt, und das Lamm ihr entfällt.Schnell will sie’s erhaschen, den Kopf sie senkt,Doch im Zug sich das Unthier befand,Ein Nu, ein Schrei, das Köpfchen verschwand,Und die schöne Gestalt am Rachen hängt.Noch hebt sich die Brust, noch zuckt es darin,Und dem starren Vater läuft’s wild durch den Sinn.Er zieht ein Terzerol, er feuert es losRasch in den giftigen Schlund hinein,Die Tochter will er vom Fraße befrein.Und richtig er traf, denn richtig er schoß:Es wälzt sich in schwärzlichen Strömen von Blut,In schäumenden Geifer die furchtbare Brut.Nun öffnet der Bändiger den riesigen Mund,Sein stierer Blick sprüht funkelnden Glanz,Johanna ist todt, doch sie ist ganz,Nur rund um den Hals, da ist es wie wund.Die grausame Schlange nahm langsam sich Zeit,Fast schien’s, als thät’s um die Jungfrau ihr leid.Der Bändiger blickt scheu im Kreise herumDa dringt kein einziger Laut an sein OhrDie Menge sich fühllos längst verlor,Und im Bretterzelt ist’s entsetzlich stumm,Der Mond durch die Spalten bescheinet darinDen Thierbändiger zu Füßen der Thierbändigerin.
Des Thierbändigers Bude ist drückend voll,Die Menge lauscht lautlos andächtig schier,Da tritt zornig herein das Pantherthier,Und stattlich der Löwe und würdevoll,Und mit grausigen Tönen dicht hinterdreinZwei schwarze Hyänen hinein in die Reih’n.Des Bändigers Tochter von hoher Figur,Von lieblich rundem, rosigem GesichtVon glänzend hellbraunem Augenlicht,Das schwarze Köpfchen in Mannesfrisur,Betritt grüßend den Kreis, im Miederchen nett,Um schneeige Schultern und lächelt kokett.Johanna, gewappnet mit festem Blick,Schwingt behend’ sich hinauf auf den Leu,Mit sanftem Muth und mit selt’ner TreuErträgt sie das königliche Genick,Stolz kreuzt sie die Arme und lächelt dabeiUnd die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.Die Jungfrau steigt ab und mit HeldenmuthFährt in des Panthers Rachen ihr Arm,Drinn braust’s gewaltig wie BienenschwarmUnd wilder tobt es in Heißhungers Gluth,Sie reicht ihm das Becken mit Blut gefülltUnd gierig, doch langsam den Durst er nun stillt.Inzwischen sieht man die Königin der WuthGefräßig, schnaubend, spähen ringsum,Das Mädchen bieget den Nacken krumm,Und hinten hinauf steigt die wilde Brut:Den Mörder am Halse, sie lächelt dabei,Und die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.Die zweite Hyäne eilt nun hinan,Die erste klettert rückwärts hinab,Johanna Beiden die Fütterung gab,Ihr strahlender Blick, er hält sie in Bann.Und dankend entflieht sie dem stürm’schen Applaus,Der Bändiger führet die Thiere hinaus.Hierauf tritt herein das gehörnte Pferd,Das seltsam geformte, seltene GnuUnd leicht hüpft herein das Känguruh.Ein „Ach“ des Staunens im Kreise man hört,Denn des Känguruh’s seitwärts laufender SprungErregt die allgemeinste Bewunderung.Der Bändiger führt nun auch Affen hinein,Die Thiere ledig der keuschen Scham,Die Menge es demüthigend überkamBeim Schattenbilde vom menschlichen Sein —Die thörichten Knaben nur jubeln dazu,Der Bändiger benennet die Thiere im Nu.„Ich sparte,“ ruft laut er, „trotz niederm Preis,Was am meisten die Augen ergötzt,Das Allerschönste Euch auf, auf zuletzt; —Johanna, getrocknet schon ist Dein Schweiß,Wir zeigen nun endlich die zwanzig Fuß langeUnd hundert Pfund schwere Riesenschlange.“Und siehe, man treibt aus dem SeitenstallHinaus ein schneeweißes junges Lamm,Ach, zaghaft das Auge in Thränen ihm schwamm,Doch vorwärts dröhnt ihm der Peitsche Geknall.Das Lämmchen, das heute zum Tode bestimmt,Die Unschuld zu retten, kein Mensch unternimmt.Nun trägt man hinein die riesige List,Mit Kraft und Schönheit herrlich geschmückt,Und drohend und schlau sie rings um sich blickt,Und aus der Menge ertönet ein lautes Pst!Johanna daneben, sie lächelt dabeiUnd zeigt’ ihrer Zähne hell glänzende Reih’.Die prächtige Riesin, sie wendet sich um,Raubgierig spähend und unheilvoll,Man sah, wie am Kopfe das Blut ihr schwoll,Und windet sich um das Mädchen herum.Die männliche Jungfrau, sie lächelt dabei,Und die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.Nun holt sie das Lamm, das niedliche Thier,Hält’s geschickt vor ihr hin in der Hand,Die Schlange blickt glühend unverwandtUnd zischend hascht sie darnach mit Begier,Da zittert das Mädchen, das Antlitz entstellt,Das Haar sich ihr sträubt, und das Lamm ihr entfällt.Schnell will sie’s erhaschen, den Kopf sie senkt,Doch im Zug sich das Unthier befand,Ein Nu, ein Schrei, das Köpfchen verschwand,Und die schöne Gestalt am Rachen hängt.Noch hebt sich die Brust, noch zuckt es darin,Und dem starren Vater läuft’s wild durch den Sinn.Er zieht ein Terzerol, er feuert es losRasch in den giftigen Schlund hinein,Die Tochter will er vom Fraße befrein.Und richtig er traf, denn richtig er schoß:Es wälzt sich in schwärzlichen Strömen von Blut,In schäumenden Geifer die furchtbare Brut.Nun öffnet der Bändiger den riesigen Mund,Sein stierer Blick sprüht funkelnden Glanz,Johanna ist todt, doch sie ist ganz,Nur rund um den Hals, da ist es wie wund.Die grausame Schlange nahm langsam sich Zeit,Fast schien’s, als thät’s um die Jungfrau ihr leid.Der Bändiger blickt scheu im Kreise herumDa dringt kein einziger Laut an sein OhrDie Menge sich fühllos längst verlor,Und im Bretterzelt ist’s entsetzlich stumm,Der Mond durch die Spalten bescheinet darinDen Thierbändiger zu Füßen der Thierbändigerin.
Des Thierbändigers Bude ist drückend voll,Die Menge lauscht lautlos andächtig schier,Da tritt zornig herein das Pantherthier,Und stattlich der Löwe und würdevoll,Und mit grausigen Tönen dicht hinterdreinZwei schwarze Hyänen hinein in die Reih’n.Des Bändigers Tochter von hoher Figur,Von lieblich rundem, rosigem GesichtVon glänzend hellbraunem Augenlicht,Das schwarze Köpfchen in Mannesfrisur,Betritt grüßend den Kreis, im Miederchen nett,Um schneeige Schultern und lächelt kokett.Johanna, gewappnet mit festem Blick,Schwingt behend’ sich hinauf auf den Leu,Mit sanftem Muth und mit selt’ner TreuErträgt sie das königliche Genick,Stolz kreuzt sie die Arme und lächelt dabeiUnd die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.Die Jungfrau steigt ab und mit HeldenmuthFährt in des Panthers Rachen ihr Arm,Drinn braust’s gewaltig wie BienenschwarmUnd wilder tobt es in Heißhungers Gluth,Sie reicht ihm das Becken mit Blut gefülltUnd gierig, doch langsam den Durst er nun stillt.Inzwischen sieht man die Königin der WuthGefräßig, schnaubend, spähen ringsum,Das Mädchen bieget den Nacken krumm,Und hinten hinauf steigt die wilde Brut:Den Mörder am Halse, sie lächelt dabei,Und die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.Die zweite Hyäne eilt nun hinan,Die erste klettert rückwärts hinab,Johanna Beiden die Fütterung gab,Ihr strahlender Blick, er hält sie in Bann.Und dankend entflieht sie dem stürm’schen Applaus,Der Bändiger führet die Thiere hinaus.Hierauf tritt herein das gehörnte Pferd,Das seltsam geformte, seltene GnuUnd leicht hüpft herein das Känguruh.Ein „Ach“ des Staunens im Kreise man hört,Denn des Känguruh’s seitwärts laufender SprungErregt die allgemeinste Bewunderung.Der Bändiger führt nun auch Affen hinein,Die Thiere ledig der keuschen Scham,Die Menge es demüthigend überkamBeim Schattenbilde vom menschlichen Sein —Die thörichten Knaben nur jubeln dazu,Der Bändiger benennet die Thiere im Nu.„Ich sparte,“ ruft laut er, „trotz niederm Preis,Was am meisten die Augen ergötzt,Das Allerschönste Euch auf, auf zuletzt; —Johanna, getrocknet schon ist Dein Schweiß,Wir zeigen nun endlich die zwanzig Fuß langeUnd hundert Pfund schwere Riesenschlange.“Und siehe, man treibt aus dem SeitenstallHinaus ein schneeweißes junges Lamm,Ach, zaghaft das Auge in Thränen ihm schwamm,Doch vorwärts dröhnt ihm der Peitsche Geknall.Das Lämmchen, das heute zum Tode bestimmt,Die Unschuld zu retten, kein Mensch unternimmt.Nun trägt man hinein die riesige List,Mit Kraft und Schönheit herrlich geschmückt,Und drohend und schlau sie rings um sich blickt,Und aus der Menge ertönet ein lautes Pst!Johanna daneben, sie lächelt dabeiUnd zeigt’ ihrer Zähne hell glänzende Reih’.Die prächtige Riesin, sie wendet sich um,Raubgierig spähend und unheilvoll,Man sah, wie am Kopfe das Blut ihr schwoll,Und windet sich um das Mädchen herum.Die männliche Jungfrau, sie lächelt dabei,Und die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.Nun holt sie das Lamm, das niedliche Thier,Hält’s geschickt vor ihr hin in der Hand,Die Schlange blickt glühend unverwandtUnd zischend hascht sie darnach mit Begier,Da zittert das Mädchen, das Antlitz entstellt,Das Haar sich ihr sträubt, und das Lamm ihr entfällt.Schnell will sie’s erhaschen, den Kopf sie senkt,Doch im Zug sich das Unthier befand,Ein Nu, ein Schrei, das Köpfchen verschwand,Und die schöne Gestalt am Rachen hängt.Noch hebt sich die Brust, noch zuckt es darin,Und dem starren Vater läuft’s wild durch den Sinn.Er zieht ein Terzerol, er feuert es losRasch in den giftigen Schlund hinein,Die Tochter will er vom Fraße befrein.Und richtig er traf, denn richtig er schoß:Es wälzt sich in schwärzlichen Strömen von Blut,In schäumenden Geifer die furchtbare Brut.Nun öffnet der Bändiger den riesigen Mund,Sein stierer Blick sprüht funkelnden Glanz,Johanna ist todt, doch sie ist ganz,Nur rund um den Hals, da ist es wie wund.Die grausame Schlange nahm langsam sich Zeit,Fast schien’s, als thät’s um die Jungfrau ihr leid.Der Bändiger blickt scheu im Kreise herumDa dringt kein einziger Laut an sein OhrDie Menge sich fühllos längst verlor,Und im Bretterzelt ist’s entsetzlich stumm,Der Mond durch die Spalten bescheinet darinDen Thierbändiger zu Füßen der Thierbändigerin.
Des Thierbändigers Bude ist drückend voll,Die Menge lauscht lautlos andächtig schier,Da tritt zornig herein das Pantherthier,Und stattlich der Löwe und würdevoll,Und mit grausigen Tönen dicht hinterdreinZwei schwarze Hyänen hinein in die Reih’n.
Des Bändigers Tochter von hoher Figur,Von lieblich rundem, rosigem GesichtVon glänzend hellbraunem Augenlicht,Das schwarze Köpfchen in Mannesfrisur,Betritt grüßend den Kreis, im Miederchen nett,Um schneeige Schultern und lächelt kokett.
Johanna, gewappnet mit festem Blick,Schwingt behend’ sich hinauf auf den Leu,Mit sanftem Muth und mit selt’ner TreuErträgt sie das königliche Genick,Stolz kreuzt sie die Arme und lächelt dabeiUnd die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.
Die Jungfrau steigt ab und mit HeldenmuthFährt in des Panthers Rachen ihr Arm,Drinn braust’s gewaltig wie BienenschwarmUnd wilder tobt es in Heißhungers Gluth,Sie reicht ihm das Becken mit Blut gefülltUnd gierig, doch langsam den Durst er nun stillt.
Inzwischen sieht man die Königin der WuthGefräßig, schnaubend, spähen ringsum,Das Mädchen bieget den Nacken krumm,Und hinten hinauf steigt die wilde Brut:Den Mörder am Halse, sie lächelt dabei,Und die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.
Die zweite Hyäne eilt nun hinan,Die erste klettert rückwärts hinab,Johanna Beiden die Fütterung gab,Ihr strahlender Blick, er hält sie in Bann.Und dankend entflieht sie dem stürm’schen Applaus,Der Bändiger führet die Thiere hinaus.
Hierauf tritt herein das gehörnte Pferd,Das seltsam geformte, seltene GnuUnd leicht hüpft herein das Känguruh.Ein „Ach“ des Staunens im Kreise man hört,Denn des Känguruh’s seitwärts laufender SprungErregt die allgemeinste Bewunderung.
Der Bändiger führt nun auch Affen hinein,Die Thiere ledig der keuschen Scham,Die Menge es demüthigend überkamBeim Schattenbilde vom menschlichen Sein —Die thörichten Knaben nur jubeln dazu,Der Bändiger benennet die Thiere im Nu.
„Ich sparte,“ ruft laut er, „trotz niederm Preis,Was am meisten die Augen ergötzt,Das Allerschönste Euch auf, auf zuletzt; —Johanna, getrocknet schon ist Dein Schweiß,Wir zeigen nun endlich die zwanzig Fuß langeUnd hundert Pfund schwere Riesenschlange.“
Und siehe, man treibt aus dem SeitenstallHinaus ein schneeweißes junges Lamm,Ach, zaghaft das Auge in Thränen ihm schwamm,Doch vorwärts dröhnt ihm der Peitsche Geknall.Das Lämmchen, das heute zum Tode bestimmt,Die Unschuld zu retten, kein Mensch unternimmt.
Nun trägt man hinein die riesige List,Mit Kraft und Schönheit herrlich geschmückt,Und drohend und schlau sie rings um sich blickt,Und aus der Menge ertönet ein lautes Pst!Johanna daneben, sie lächelt dabeiUnd zeigt’ ihrer Zähne hell glänzende Reih’.
Die prächtige Riesin, sie wendet sich um,Raubgierig spähend und unheilvoll,Man sah, wie am Kopfe das Blut ihr schwoll,Und windet sich um das Mädchen herum.Die männliche Jungfrau, sie lächelt dabei,Und die Menge lohnt ihr mit Bravogeschrei.
Nun holt sie das Lamm, das niedliche Thier,Hält’s geschickt vor ihr hin in der Hand,Die Schlange blickt glühend unverwandtUnd zischend hascht sie darnach mit Begier,Da zittert das Mädchen, das Antlitz entstellt,Das Haar sich ihr sträubt, und das Lamm ihr entfällt.
Schnell will sie’s erhaschen, den Kopf sie senkt,Doch im Zug sich das Unthier befand,Ein Nu, ein Schrei, das Köpfchen verschwand,Und die schöne Gestalt am Rachen hängt.Noch hebt sich die Brust, noch zuckt es darin,Und dem starren Vater läuft’s wild durch den Sinn.
Er zieht ein Terzerol, er feuert es losRasch in den giftigen Schlund hinein,Die Tochter will er vom Fraße befrein.Und richtig er traf, denn richtig er schoß:Es wälzt sich in schwärzlichen Strömen von Blut,In schäumenden Geifer die furchtbare Brut.
Nun öffnet der Bändiger den riesigen Mund,Sein stierer Blick sprüht funkelnden Glanz,Johanna ist todt, doch sie ist ganz,Nur rund um den Hals, da ist es wie wund.Die grausame Schlange nahm langsam sich Zeit,Fast schien’s, als thät’s um die Jungfrau ihr leid.
Der Bändiger blickt scheu im Kreise herumDa dringt kein einziger Laut an sein OhrDie Menge sich fühllos längst verlor,Und im Bretterzelt ist’s entsetzlich stumm,Der Mond durch die Spalten bescheinet darinDen Thierbändiger zu Füßen der Thierbändigerin.