Vor der Mutter Bild.Fast strenge sah sie zu mir nieder —„Gefallen Dir nicht meine Lieder,Die ich ja oftmals von Dir singe?Bin ich nicht gut und treu und bieder?Und thu’ ich jemals schlechte Dinge?“Antwort.„Du thuest gut, doch nicht so, wie du’s solltest,Und lange nicht so gut, als wie du’s wolltest —Dir ward das höchste, schwerste Ziel: ErringeEs ganz! Sonst sieht es aus, als wenn Du schmolltest,Daß aufgegeben Dir die größten Dinge!“
Fast strenge sah sie zu mir nieder —„Gefallen Dir nicht meine Lieder,Die ich ja oftmals von Dir singe?Bin ich nicht gut und treu und bieder?Und thu’ ich jemals schlechte Dinge?“Antwort.„Du thuest gut, doch nicht so, wie du’s solltest,Und lange nicht so gut, als wie du’s wolltest —Dir ward das höchste, schwerste Ziel: ErringeEs ganz! Sonst sieht es aus, als wenn Du schmolltest,Daß aufgegeben Dir die größten Dinge!“
Fast strenge sah sie zu mir nieder —„Gefallen Dir nicht meine Lieder,Die ich ja oftmals von Dir singe?Bin ich nicht gut und treu und bieder?Und thu’ ich jemals schlechte Dinge?“
Fast strenge sah sie zu mir nieder —„Gefallen Dir nicht meine Lieder,Die ich ja oftmals von Dir singe?Bin ich nicht gut und treu und bieder?Und thu’ ich jemals schlechte Dinge?“
Antwort.
„Du thuest gut, doch nicht so, wie du’s solltest,Und lange nicht so gut, als wie du’s wolltest —Dir ward das höchste, schwerste Ziel: ErringeEs ganz! Sonst sieht es aus, als wenn Du schmolltest,Daß aufgegeben Dir die größten Dinge!“
„Du thuest gut, doch nicht so, wie du’s solltest,Und lange nicht so gut, als wie du’s wolltest —Dir ward das höchste, schwerste Ziel: ErringeEs ganz! Sonst sieht es aus, als wenn Du schmolltest,Daß aufgegeben Dir die größten Dinge!“
Wenn man die Mütter aus der Erde graben könnte,Dann würden alle Menschenhände graben,Mit einer Eil’, als wenn es brennte:Denn Jeder will die Mutter wieder haben.Wenn man die Mütter aus der Erde könnte graben,Dann wäre Sonnenschein bei Tag und Nacht auf Erden,Und Alle würden wieder frohe Kinder werden,Wenn sie die Mütter würden wieder haben.Ein Jubelschrei, er würde rings ertönen,Ein Glück bei Armen und bei Reichen,Ach, reich sind Alle, welche nie vom Mutterherzen weichen. —Ein Lieben ohne End’ und Gleichen —Das Wiedersehen nach lang’ getrag’nem Sehnen,Nach stillen, lauten, heißen Thränen! —
Wenn man die Mütter aus der Erde graben könnte,Dann würden alle Menschenhände graben,Mit einer Eil’, als wenn es brennte:Denn Jeder will die Mutter wieder haben.Wenn man die Mütter aus der Erde könnte graben,Dann wäre Sonnenschein bei Tag und Nacht auf Erden,Und Alle würden wieder frohe Kinder werden,Wenn sie die Mütter würden wieder haben.Ein Jubelschrei, er würde rings ertönen,Ein Glück bei Armen und bei Reichen,Ach, reich sind Alle, welche nie vom Mutterherzen weichen. —Ein Lieben ohne End’ und Gleichen —Das Wiedersehen nach lang’ getrag’nem Sehnen,Nach stillen, lauten, heißen Thränen! —
Wenn man die Mütter aus der Erde graben könnte,Dann würden alle Menschenhände graben,Mit einer Eil’, als wenn es brennte:Denn Jeder will die Mutter wieder haben.Wenn man die Mütter aus der Erde könnte graben,Dann wäre Sonnenschein bei Tag und Nacht auf Erden,Und Alle würden wieder frohe Kinder werden,Wenn sie die Mütter würden wieder haben.Ein Jubelschrei, er würde rings ertönen,Ein Glück bei Armen und bei Reichen,Ach, reich sind Alle, welche nie vom Mutterherzen weichen. —Ein Lieben ohne End’ und Gleichen —Das Wiedersehen nach lang’ getrag’nem Sehnen,Nach stillen, lauten, heißen Thränen! —
Wenn man die Mütter aus der Erde graben könnte,Dann würden alle Menschenhände graben,Mit einer Eil’, als wenn es brennte:Denn Jeder will die Mutter wieder haben.
Wenn man die Mütter aus der Erde könnte graben,Dann wäre Sonnenschein bei Tag und Nacht auf Erden,Und Alle würden wieder frohe Kinder werden,Wenn sie die Mütter würden wieder haben.
Ein Jubelschrei, er würde rings ertönen,Ein Glück bei Armen und bei Reichen,Ach, reich sind Alle, welche nie vom Mutterherzen weichen. —
Ein Lieben ohne End’ und Gleichen —Das Wiedersehen nach lang’ getrag’nem Sehnen,Nach stillen, lauten, heißen Thränen! —
Klara Wuras.Klara Wuras, lebst nicht mehr,Bist der Welt so ganz entrückt?Eine Blüthe, schon geknickt —Ach, an Tönen warst ein Meer. —Tausend Melodien strömten,Brausten, Klara, auf’s Klavier —Ließest Deine Saiten hier?Deiner Töne Schmelz — verschämten? —Venetianisch süße Lieder —Deiner Brautfahrt Melodei —Klinget in dem Herzen wieder. —Goldne Wogen strömt herbei —Rauschen wie des Aars Gefieder —Klara’s große Phantasei.
Klara Wuras, lebst nicht mehr,Bist der Welt so ganz entrückt?Eine Blüthe, schon geknickt —Ach, an Tönen warst ein Meer. —Tausend Melodien strömten,Brausten, Klara, auf’s Klavier —Ließest Deine Saiten hier?Deiner Töne Schmelz — verschämten? —Venetianisch süße Lieder —Deiner Brautfahrt Melodei —Klinget in dem Herzen wieder. —Goldne Wogen strömt herbei —Rauschen wie des Aars Gefieder —Klara’s große Phantasei.
Klara Wuras, lebst nicht mehr,Bist der Welt so ganz entrückt?Eine Blüthe, schon geknickt —Ach, an Tönen warst ein Meer. —Tausend Melodien strömten,Brausten, Klara, auf’s Klavier —Ließest Deine Saiten hier?Deiner Töne Schmelz — verschämten? —Venetianisch süße Lieder —Deiner Brautfahrt Melodei —Klinget in dem Herzen wieder. —Goldne Wogen strömt herbei —Rauschen wie des Aars Gefieder —Klara’s große Phantasei.
Klara Wuras, lebst nicht mehr,Bist der Welt so ganz entrückt?Eine Blüthe, schon geknickt —Ach, an Tönen warst ein Meer. —
Tausend Melodien strömten,Brausten, Klara, auf’s Klavier —Ließest Deine Saiten hier?Deiner Töne Schmelz — verschämten? —
Venetianisch süße Lieder —Deiner Brautfahrt Melodei —Klinget in dem Herzen wieder. —
Goldne Wogen strömt herbei —Rauschen wie des Aars Gefieder —Klara’s große Phantasei.
Das Leben.Schwestern, Brüder, laßt uns leben,Leben ist gar hohes Gut,Machet stark die freie Seele,Frischet auf den Lebensmuth!Ist das Herz euch so verdorben,Daß das Leben euch nicht lieb?Ist das Feuer schon erstorben,Daß der Geist euch schwach und trüb?O vergeudet nicht die KräfteIn der eitlen Sinnenlust!Werfet ab den Staub zur Erde,Wenn ihr euch des Staub’s bewußt!Schließt das Leben in die Arme,Bis es euch zum Herzen dringt,Laßt den Arm nicht kraftlos hängen,Der dasGutegern vollbringt!O die Macht, die uns gegeben,Wer weiß, ob sie wiederkehrt?Ob die Macht, die klein uns dünketEinst uns auch noch angehört?Brüder, Kindheit ist das LebenEines höhern Lebens dort.Laßt der Kindheit würdig leben:Gott hält uns dort droben Wort!
Schwestern, Brüder, laßt uns leben,Leben ist gar hohes Gut,Machet stark die freie Seele,Frischet auf den Lebensmuth!Ist das Herz euch so verdorben,Daß das Leben euch nicht lieb?Ist das Feuer schon erstorben,Daß der Geist euch schwach und trüb?O vergeudet nicht die KräfteIn der eitlen Sinnenlust!Werfet ab den Staub zur Erde,Wenn ihr euch des Staub’s bewußt!Schließt das Leben in die Arme,Bis es euch zum Herzen dringt,Laßt den Arm nicht kraftlos hängen,Der dasGutegern vollbringt!O die Macht, die uns gegeben,Wer weiß, ob sie wiederkehrt?Ob die Macht, die klein uns dünketEinst uns auch noch angehört?Brüder, Kindheit ist das LebenEines höhern Lebens dort.Laßt der Kindheit würdig leben:Gott hält uns dort droben Wort!
Schwestern, Brüder, laßt uns leben,Leben ist gar hohes Gut,Machet stark die freie Seele,Frischet auf den Lebensmuth!Ist das Herz euch so verdorben,Daß das Leben euch nicht lieb?Ist das Feuer schon erstorben,Daß der Geist euch schwach und trüb?O vergeudet nicht die KräfteIn der eitlen Sinnenlust!Werfet ab den Staub zur Erde,Wenn ihr euch des Staub’s bewußt!Schließt das Leben in die Arme,Bis es euch zum Herzen dringt,Laßt den Arm nicht kraftlos hängen,Der dasGutegern vollbringt!O die Macht, die uns gegeben,Wer weiß, ob sie wiederkehrt?Ob die Macht, die klein uns dünketEinst uns auch noch angehört?Brüder, Kindheit ist das LebenEines höhern Lebens dort.Laßt der Kindheit würdig leben:Gott hält uns dort droben Wort!
Schwestern, Brüder, laßt uns leben,Leben ist gar hohes Gut,Machet stark die freie Seele,Frischet auf den Lebensmuth!
Ist das Herz euch so verdorben,Daß das Leben euch nicht lieb?Ist das Feuer schon erstorben,Daß der Geist euch schwach und trüb?
O vergeudet nicht die KräfteIn der eitlen Sinnenlust!Werfet ab den Staub zur Erde,Wenn ihr euch des Staub’s bewußt!
Schließt das Leben in die Arme,Bis es euch zum Herzen dringt,Laßt den Arm nicht kraftlos hängen,Der dasGutegern vollbringt!
O die Macht, die uns gegeben,Wer weiß, ob sie wiederkehrt?Ob die Macht, die klein uns dünketEinst uns auch noch angehört?
Brüder, Kindheit ist das LebenEines höhern Lebens dort.Laßt der Kindheit würdig leben:Gott hält uns dort droben Wort!
Franzensbad.Auf der Franzensbader HöheSteht ein prächtig Säulenbild,Franz der Kaiser, wie im Leben,Würdig, sinnig, ernst und mild.Welcher Meißel, welcher ZauberHält die Blicke festgebannt,Schönes letztes Werk des Künstlers,Schwanenthalers Meisterhand.Graf von Münch von Bellinghausen,Dessen Name einst ein Glanz,Weihte jenes große DenkmalSeinem Freunde Kaiser Franz.
Auf der Franzensbader HöheSteht ein prächtig Säulenbild,Franz der Kaiser, wie im Leben,Würdig, sinnig, ernst und mild.Welcher Meißel, welcher ZauberHält die Blicke festgebannt,Schönes letztes Werk des Künstlers,Schwanenthalers Meisterhand.Graf von Münch von Bellinghausen,Dessen Name einst ein Glanz,Weihte jenes große DenkmalSeinem Freunde Kaiser Franz.
Auf der Franzensbader HöheSteht ein prächtig Säulenbild,Franz der Kaiser, wie im Leben,Würdig, sinnig, ernst und mild.Welcher Meißel, welcher ZauberHält die Blicke festgebannt,Schönes letztes Werk des Künstlers,Schwanenthalers Meisterhand.Graf von Münch von Bellinghausen,Dessen Name einst ein Glanz,Weihte jenes große DenkmalSeinem Freunde Kaiser Franz.
Auf der Franzensbader HöheSteht ein prächtig Säulenbild,Franz der Kaiser, wie im Leben,Würdig, sinnig, ernst und mild.
Welcher Meißel, welcher ZauberHält die Blicke festgebannt,Schönes letztes Werk des Künstlers,Schwanenthalers Meisterhand.
Graf von Münch von Bellinghausen,Dessen Name einst ein Glanz,Weihte jenes große DenkmalSeinem Freunde Kaiser Franz.
Hannah Thorsch.Eine Blüthe abgefallen! —Ach, die lieblichste von allen,Unsre Hannah fiel,Hin ist Lust und Spiel.Alle Freuden jäh verhallen,Klagen überall erschallen,Ach, noch oft und viel,Ohne Zweck und Ziel. —Klaget nicht, die Seelen leben,Glücklicher sie sich erheben,Und von Welt zu Welt sie schweben —Ganz entrückt dem niedren Staube,Keinem Schmerze je zum Raube:Das ist des Deisten Glaube!
Eine Blüthe abgefallen! —Ach, die lieblichste von allen,Unsre Hannah fiel,Hin ist Lust und Spiel.Alle Freuden jäh verhallen,Klagen überall erschallen,Ach, noch oft und viel,Ohne Zweck und Ziel. —Klaget nicht, die Seelen leben,Glücklicher sie sich erheben,Und von Welt zu Welt sie schweben —Ganz entrückt dem niedren Staube,Keinem Schmerze je zum Raube:Das ist des Deisten Glaube!
Eine Blüthe abgefallen! —Ach, die lieblichste von allen,Unsre Hannah fiel,Hin ist Lust und Spiel.Alle Freuden jäh verhallen,Klagen überall erschallen,Ach, noch oft und viel,Ohne Zweck und Ziel. —Klaget nicht, die Seelen leben,Glücklicher sie sich erheben,Und von Welt zu Welt sie schweben —Ganz entrückt dem niedren Staube,Keinem Schmerze je zum Raube:Das ist des Deisten Glaube!
Eine Blüthe abgefallen! —Ach, die lieblichste von allen,Unsre Hannah fiel,Hin ist Lust und Spiel.
Alle Freuden jäh verhallen,Klagen überall erschallen,Ach, noch oft und viel,Ohne Zweck und Ziel. —
Klaget nicht, die Seelen leben,Glücklicher sie sich erheben,Und von Welt zu Welt sie schweben —Ganz entrückt dem niedren Staube,Keinem Schmerze je zum Raube:Das ist des Deisten Glaube!
Heinrich Heine.Ruh’ in Frieden, großer Dichter,Ruh’ in Frieden, Dichtergeist,Ruh’ in Frieden, Herz voll Saiten,Das kein Mißton mehr zerreißt.Oder singe, spiele weiter,In der selbstgeschaff’nen ArtJener Lieder süße Worte,Unvergleichlich, geistvoll, zart:Von des Fichtenbaumes TräumenIn des Nordens kalter Höh’,Von der armen Sünderblume,Von Ramiro’s düstrem Weh’!Singe in des Himmels Sphäre,Alle Engel stimmen ein,Witzli Putzli sei vergeben —Alle Poesie ist rein!
Ruh’ in Frieden, großer Dichter,Ruh’ in Frieden, Dichtergeist,Ruh’ in Frieden, Herz voll Saiten,Das kein Mißton mehr zerreißt.Oder singe, spiele weiter,In der selbstgeschaff’nen ArtJener Lieder süße Worte,Unvergleichlich, geistvoll, zart:Von des Fichtenbaumes TräumenIn des Nordens kalter Höh’,Von der armen Sünderblume,Von Ramiro’s düstrem Weh’!Singe in des Himmels Sphäre,Alle Engel stimmen ein,Witzli Putzli sei vergeben —Alle Poesie ist rein!
Ruh’ in Frieden, großer Dichter,Ruh’ in Frieden, Dichtergeist,Ruh’ in Frieden, Herz voll Saiten,Das kein Mißton mehr zerreißt.Oder singe, spiele weiter,In der selbstgeschaff’nen ArtJener Lieder süße Worte,Unvergleichlich, geistvoll, zart:Von des Fichtenbaumes TräumenIn des Nordens kalter Höh’,Von der armen Sünderblume,Von Ramiro’s düstrem Weh’!Singe in des Himmels Sphäre,Alle Engel stimmen ein,Witzli Putzli sei vergeben —Alle Poesie ist rein!
Ruh’ in Frieden, großer Dichter,Ruh’ in Frieden, Dichtergeist,Ruh’ in Frieden, Herz voll Saiten,Das kein Mißton mehr zerreißt.
Oder singe, spiele weiter,In der selbstgeschaff’nen ArtJener Lieder süße Worte,Unvergleichlich, geistvoll, zart:
Von des Fichtenbaumes TräumenIn des Nordens kalter Höh’,Von der armen Sünderblume,Von Ramiro’s düstrem Weh’!
Singe in des Himmels Sphäre,Alle Engel stimmen ein,Witzli Putzli sei vergeben —Alle Poesie ist rein!
Für Ferdinand Freiligrath.Liebt die Dichter! Seh’t, sie gebenEuch das Beste, was es giebt!Sie verschönern euch das Leben,Dankbar Gegenliebe üb’t!Blümlein wachsen, Wolken ziehen,Im Verborgenen wächst Metall,Eisen brechen, Sonnen glühen,Im Kontrast gedeiht das All!Jedes soll vom Seinen geben,Schönheit wird zur Harmonie,Reicher, edler wird das Streben,Es entsteht die Poesie! —Kennt ihr nicht der „Blumen Rache?“Nicht des Schwarzwalds braune Maid?Eines Volkes EhrensacheIst des Dichters Feierkleid! —
Liebt die Dichter! Seh’t, sie gebenEuch das Beste, was es giebt!Sie verschönern euch das Leben,Dankbar Gegenliebe üb’t!Blümlein wachsen, Wolken ziehen,Im Verborgenen wächst Metall,Eisen brechen, Sonnen glühen,Im Kontrast gedeiht das All!Jedes soll vom Seinen geben,Schönheit wird zur Harmonie,Reicher, edler wird das Streben,Es entsteht die Poesie! —Kennt ihr nicht der „Blumen Rache?“Nicht des Schwarzwalds braune Maid?Eines Volkes EhrensacheIst des Dichters Feierkleid! —
Liebt die Dichter! Seh’t, sie gebenEuch das Beste, was es giebt!Sie verschönern euch das Leben,Dankbar Gegenliebe üb’t!Blümlein wachsen, Wolken ziehen,Im Verborgenen wächst Metall,Eisen brechen, Sonnen glühen,Im Kontrast gedeiht das All!Jedes soll vom Seinen geben,Schönheit wird zur Harmonie,Reicher, edler wird das Streben,Es entsteht die Poesie! —Kennt ihr nicht der „Blumen Rache?“Nicht des Schwarzwalds braune Maid?Eines Volkes EhrensacheIst des Dichters Feierkleid! —
Liebt die Dichter! Seh’t, sie gebenEuch das Beste, was es giebt!Sie verschönern euch das Leben,Dankbar Gegenliebe üb’t!
Blümlein wachsen, Wolken ziehen,Im Verborgenen wächst Metall,Eisen brechen, Sonnen glühen,Im Kontrast gedeiht das All!
Jedes soll vom Seinen geben,Schönheit wird zur Harmonie,Reicher, edler wird das Streben,Es entsteht die Poesie! —
Kennt ihr nicht der „Blumen Rache?“Nicht des Schwarzwalds braune Maid?Eines Volkes EhrensacheIst des Dichters Feierkleid! —
Leipziger Lerchen.Die lieblichen Sänger des Feldes,Ach, nackt, und zum Fraße bereit,Ihr werdet doch Lerchen nicht essen?Mein Gott, ihr wär’t nicht gescheidt!Die Lerche, die wahre Poetin,Zum Himmel schwingt sie sich auf,Ihr Nestlein sorglos am Boden,Die Senner treten darauf.Allein der Bauer vom Lande,Er hat ein natürliches Herz, —Mit Schonung schwingt er die Sense,Die Sense von Stahl und Erz.In Leipzig aber schlachtenDie singenden Kehlchen sie,— Ach, nackt und klein zum Erbarmen —Ein Schlachten der Poesie!
Die lieblichen Sänger des Feldes,Ach, nackt, und zum Fraße bereit,Ihr werdet doch Lerchen nicht essen?Mein Gott, ihr wär’t nicht gescheidt!Die Lerche, die wahre Poetin,Zum Himmel schwingt sie sich auf,Ihr Nestlein sorglos am Boden,Die Senner treten darauf.Allein der Bauer vom Lande,Er hat ein natürliches Herz, —Mit Schonung schwingt er die Sense,Die Sense von Stahl und Erz.In Leipzig aber schlachtenDie singenden Kehlchen sie,— Ach, nackt und klein zum Erbarmen —Ein Schlachten der Poesie!
Die lieblichen Sänger des Feldes,Ach, nackt, und zum Fraße bereit,Ihr werdet doch Lerchen nicht essen?Mein Gott, ihr wär’t nicht gescheidt!Die Lerche, die wahre Poetin,Zum Himmel schwingt sie sich auf,Ihr Nestlein sorglos am Boden,Die Senner treten darauf.Allein der Bauer vom Lande,Er hat ein natürliches Herz, —Mit Schonung schwingt er die Sense,Die Sense von Stahl und Erz.In Leipzig aber schlachtenDie singenden Kehlchen sie,— Ach, nackt und klein zum Erbarmen —Ein Schlachten der Poesie!
Die lieblichen Sänger des Feldes,Ach, nackt, und zum Fraße bereit,Ihr werdet doch Lerchen nicht essen?Mein Gott, ihr wär’t nicht gescheidt!
Die Lerche, die wahre Poetin,Zum Himmel schwingt sie sich auf,Ihr Nestlein sorglos am Boden,Die Senner treten darauf.
Allein der Bauer vom Lande,Er hat ein natürliches Herz, —Mit Schonung schwingt er die Sense,Die Sense von Stahl und Erz.
In Leipzig aber schlachtenDie singenden Kehlchen sie,— Ach, nackt und klein zum Erbarmen —Ein Schlachten der Poesie!
Droschkau.Gott im Himmel, sei gnädig,Schütze dieses Dorf!Schütze diese grünen Auen,Diesen Moor und Torf.Diese Wiesen, diese Felder,Dieses stille Thal,Diese dunklen Fichtenwälder,Sängers Ideal!
Gott im Himmel, sei gnädig,Schütze dieses Dorf!Schütze diese grünen Auen,Diesen Moor und Torf.Diese Wiesen, diese Felder,Dieses stille Thal,Diese dunklen Fichtenwälder,Sängers Ideal!
Gott im Himmel, sei gnädig,Schütze dieses Dorf!Schütze diese grünen Auen,Diesen Moor und Torf.Diese Wiesen, diese Felder,Dieses stille Thal,Diese dunklen Fichtenwälder,Sängers Ideal!
Gott im Himmel, sei gnädig,Schütze dieses Dorf!Schütze diese grünen Auen,Diesen Moor und Torf.
Diese Wiesen, diese Felder,Dieses stille Thal,Diese dunklen Fichtenwälder,Sängers Ideal!
Ihr wißt schon, wen ich meine,Die Stadt liegt an der Seine,Entschieden ist’s die schönste StadtDie man wohl je gesehen hat,Die man wohl je gesehen hat.Sie hat ein wunderbar Gesicht,Ihr Haar ist lang und ist auch dicht,Und zauberhaft wie ein GedichtIhr Wort zu meinem Herzen spricht,Ihr Wort zu meinem Herzen spricht.Du kennst ach, die Geschichte nicht,Und wie das Herz ihr brach und bricht,Der Mond strahlt kalt und reine,Die Stadt liegt an der Seine,Die Stadt liegt an der Seine.
Ihr wißt schon, wen ich meine,Die Stadt liegt an der Seine,Entschieden ist’s die schönste StadtDie man wohl je gesehen hat,Die man wohl je gesehen hat.Sie hat ein wunderbar Gesicht,Ihr Haar ist lang und ist auch dicht,Und zauberhaft wie ein GedichtIhr Wort zu meinem Herzen spricht,Ihr Wort zu meinem Herzen spricht.Du kennst ach, die Geschichte nicht,Und wie das Herz ihr brach und bricht,Der Mond strahlt kalt und reine,Die Stadt liegt an der Seine,Die Stadt liegt an der Seine.
Ihr wißt schon, wen ich meine,Die Stadt liegt an der Seine,Entschieden ist’s die schönste StadtDie man wohl je gesehen hat,Die man wohl je gesehen hat.Sie hat ein wunderbar Gesicht,Ihr Haar ist lang und ist auch dicht,Und zauberhaft wie ein GedichtIhr Wort zu meinem Herzen spricht,Ihr Wort zu meinem Herzen spricht.Du kennst ach, die Geschichte nicht,Und wie das Herz ihr brach und bricht,Der Mond strahlt kalt und reine,Die Stadt liegt an der Seine,Die Stadt liegt an der Seine.
Ihr wißt schon, wen ich meine,Die Stadt liegt an der Seine,Entschieden ist’s die schönste StadtDie man wohl je gesehen hat,Die man wohl je gesehen hat.
Sie hat ein wunderbar Gesicht,Ihr Haar ist lang und ist auch dicht,Und zauberhaft wie ein GedichtIhr Wort zu meinem Herzen spricht,Ihr Wort zu meinem Herzen spricht.
Du kennst ach, die Geschichte nicht,Und wie das Herz ihr brach und bricht,Der Mond strahlt kalt und reine,Die Stadt liegt an der Seine,Die Stadt liegt an der Seine.
Vor Hermann Bödekers Bildniß.Von Goethes Anblick überrascht,Nach Worten einst ein Kaiser hascht,Er sah ihn lange forschend an,Und rief dann aus: „Das ist ein Mann!“Ein wahrer Mensch — ja, ja, ganz recht!Des Menschen Typus, ganz und echt,Trägt an der Stirn ein geistig MalVon seinem innern Ideal:Wenn Wahrheit kündend die GestaltDas Schöne zeigt mit Allgewalt, —Und thatverkündend vor uns trittMit menschlich schönem Heldenschritt,Dann sind wir tief und froh bewegt,Und unser Herz nur Segen hegt:Denn selten ist der Anblick nurIn unsrer kleinlichen Natur.Man rühmt als große SeltenheitDas Götterfeuer Menschlichkeit, —(Es reiht Geschlecht sich an Geschlecht,Selbstsüchtig, kleinlich, ungerecht!)Ihr Funken hat fast ausgesprüht,Er lodert nicht, und nicht er glüht —Als Irrlicht nur noch auf dem Plan,Stirbt er im Sumpf — im dunklen Wahn —Wie ander’s ist’s bei Dir: hinaufZum Himmel schlägt die Flamme auf,Als Leuchte spendend rings ihr Licht,Dein Name, er verlöschet nicht!Es sitzt der Dichter zu Gericht,Sein Urtheil schreibt er im Gedicht,Und wer dem Ideale gleicht,Begeistert er die Palme reicht.
Von Goethes Anblick überrascht,Nach Worten einst ein Kaiser hascht,Er sah ihn lange forschend an,Und rief dann aus: „Das ist ein Mann!“Ein wahrer Mensch — ja, ja, ganz recht!Des Menschen Typus, ganz und echt,Trägt an der Stirn ein geistig MalVon seinem innern Ideal:Wenn Wahrheit kündend die GestaltDas Schöne zeigt mit Allgewalt, —Und thatverkündend vor uns trittMit menschlich schönem Heldenschritt,Dann sind wir tief und froh bewegt,Und unser Herz nur Segen hegt:Denn selten ist der Anblick nurIn unsrer kleinlichen Natur.Man rühmt als große SeltenheitDas Götterfeuer Menschlichkeit, —(Es reiht Geschlecht sich an Geschlecht,Selbstsüchtig, kleinlich, ungerecht!)Ihr Funken hat fast ausgesprüht,Er lodert nicht, und nicht er glüht —Als Irrlicht nur noch auf dem Plan,Stirbt er im Sumpf — im dunklen Wahn —Wie ander’s ist’s bei Dir: hinaufZum Himmel schlägt die Flamme auf,Als Leuchte spendend rings ihr Licht,Dein Name, er verlöschet nicht!Es sitzt der Dichter zu Gericht,Sein Urtheil schreibt er im Gedicht,Und wer dem Ideale gleicht,Begeistert er die Palme reicht.
Von Goethes Anblick überrascht,Nach Worten einst ein Kaiser hascht,Er sah ihn lange forschend an,Und rief dann aus: „Das ist ein Mann!“Ein wahrer Mensch — ja, ja, ganz recht!Des Menschen Typus, ganz und echt,Trägt an der Stirn ein geistig MalVon seinem innern Ideal:Wenn Wahrheit kündend die GestaltDas Schöne zeigt mit Allgewalt, —Und thatverkündend vor uns trittMit menschlich schönem Heldenschritt,Dann sind wir tief und froh bewegt,Und unser Herz nur Segen hegt:Denn selten ist der Anblick nurIn unsrer kleinlichen Natur.Man rühmt als große SeltenheitDas Götterfeuer Menschlichkeit, —(Es reiht Geschlecht sich an Geschlecht,Selbstsüchtig, kleinlich, ungerecht!)Ihr Funken hat fast ausgesprüht,Er lodert nicht, und nicht er glüht —Als Irrlicht nur noch auf dem Plan,Stirbt er im Sumpf — im dunklen Wahn —Wie ander’s ist’s bei Dir: hinaufZum Himmel schlägt die Flamme auf,Als Leuchte spendend rings ihr Licht,Dein Name, er verlöschet nicht!Es sitzt der Dichter zu Gericht,Sein Urtheil schreibt er im Gedicht,Und wer dem Ideale gleicht,Begeistert er die Palme reicht.
Von Goethes Anblick überrascht,Nach Worten einst ein Kaiser hascht,Er sah ihn lange forschend an,Und rief dann aus: „Das ist ein Mann!“
Ein wahrer Mensch — ja, ja, ganz recht!Des Menschen Typus, ganz und echt,Trägt an der Stirn ein geistig MalVon seinem innern Ideal:
Wenn Wahrheit kündend die GestaltDas Schöne zeigt mit Allgewalt, —Und thatverkündend vor uns trittMit menschlich schönem Heldenschritt,
Dann sind wir tief und froh bewegt,Und unser Herz nur Segen hegt:Denn selten ist der Anblick nurIn unsrer kleinlichen Natur.
Man rühmt als große SeltenheitDas Götterfeuer Menschlichkeit, —(Es reiht Geschlecht sich an Geschlecht,Selbstsüchtig, kleinlich, ungerecht!)
Ihr Funken hat fast ausgesprüht,Er lodert nicht, und nicht er glüht —Als Irrlicht nur noch auf dem Plan,Stirbt er im Sumpf — im dunklen Wahn —
Wie ander’s ist’s bei Dir: hinaufZum Himmel schlägt die Flamme auf,Als Leuchte spendend rings ihr Licht,Dein Name, er verlöschet nicht!
Es sitzt der Dichter zu Gericht,Sein Urtheil schreibt er im Gedicht,Und wer dem Ideale gleicht,Begeistert er die Palme reicht.
Meiner Schwester Luise zum Geburtstage.Blätter rauschenWunderreigen,Vögel lauschenIn den ZweigenUnd das Purpurröslein blüht.MaienwonneHerrlich milde;Vor der SonneZauberbildeSingt das Vögelein ein Lied:Lautre Schöne,Strahlend Feuer,Horch, die TöneMeiner LeierHat mein Herz für Dich entbrannt!Deinem Glanze,Purpurlichte,Weih’ ich ganzeSinngedichte,Die der Himmel mir gesandt.Kühne Träume,Rebenranken,BlüthenbäumeDer Gedanken,Eine ungezählte Schaar! —Vogellieder,Vogelweise,Klangen wiederErnst und leiseTief in meiner Brust.Und ich dachte:Poesien,Vögleins sachteMelodien,Sie besitzen, welche Lust.Einer Holden,Strahlend prächtig,Haare golden,Mien’ andächtig,Lippen schön und treu und wahr.Ihre Blicke,Züge, milde,— Wie AntiqueAuf dem Bilde —Würd’ ich bringen den Gesang! —
Blätter rauschenWunderreigen,Vögel lauschenIn den ZweigenUnd das Purpurröslein blüht.MaienwonneHerrlich milde;Vor der SonneZauberbildeSingt das Vögelein ein Lied:Lautre Schöne,Strahlend Feuer,Horch, die TöneMeiner LeierHat mein Herz für Dich entbrannt!Deinem Glanze,Purpurlichte,Weih’ ich ganzeSinngedichte,Die der Himmel mir gesandt.Kühne Träume,Rebenranken,BlüthenbäumeDer Gedanken,Eine ungezählte Schaar! —Vogellieder,Vogelweise,Klangen wiederErnst und leiseTief in meiner Brust.Und ich dachte:Poesien,Vögleins sachteMelodien,Sie besitzen, welche Lust.Einer Holden,Strahlend prächtig,Haare golden,Mien’ andächtig,Lippen schön und treu und wahr.Ihre Blicke,Züge, milde,— Wie AntiqueAuf dem Bilde —Würd’ ich bringen den Gesang! —
Blätter rauschenWunderreigen,Vögel lauschenIn den ZweigenUnd das Purpurröslein blüht.MaienwonneHerrlich milde;Vor der SonneZauberbildeSingt das Vögelein ein Lied:Lautre Schöne,Strahlend Feuer,Horch, die TöneMeiner LeierHat mein Herz für Dich entbrannt!Deinem Glanze,Purpurlichte,Weih’ ich ganzeSinngedichte,Die der Himmel mir gesandt.Kühne Träume,Rebenranken,BlüthenbäumeDer Gedanken,Eine ungezählte Schaar! —Vogellieder,Vogelweise,Klangen wiederErnst und leiseTief in meiner Brust.Und ich dachte:Poesien,Vögleins sachteMelodien,Sie besitzen, welche Lust.Einer Holden,Strahlend prächtig,Haare golden,Mien’ andächtig,Lippen schön und treu und wahr.Ihre Blicke,Züge, milde,— Wie AntiqueAuf dem Bilde —Würd’ ich bringen den Gesang! —
Blätter rauschenWunderreigen,Vögel lauschenIn den ZweigenUnd das Purpurröslein blüht.
MaienwonneHerrlich milde;Vor der SonneZauberbildeSingt das Vögelein ein Lied:
Lautre Schöne,Strahlend Feuer,Horch, die TöneMeiner LeierHat mein Herz für Dich entbrannt!
Deinem Glanze,Purpurlichte,Weih’ ich ganzeSinngedichte,Die der Himmel mir gesandt.
Kühne Träume,Rebenranken,BlüthenbäumeDer Gedanken,Eine ungezählte Schaar! —
Vogellieder,Vogelweise,Klangen wiederErnst und leiseTief in meiner Brust.
Und ich dachte:Poesien,Vögleins sachteMelodien,Sie besitzen, welche Lust.
Einer Holden,Strahlend prächtig,Haare golden,Mien’ andächtig,Lippen schön und treu und wahr.
Ihre Blicke,Züge, milde,— Wie AntiqueAuf dem Bilde —Würd’ ich bringen den Gesang! —
Das Lied der braven Frau.[3]Ein Jeder kennt im deutschen GauDas Lied vom braven Mann.Mit Recht so mancher fragen kann:Gieb’s keine brave Frau? —Die „brave Frau“ ist mir bekannt:Wer kühn das Vorurtheil zertritt,Voraus uns geht mit Riesenschritt —Ein Beispiel für das ganze Land; —Was uns’re Zeit begriffen kaum,Was Mancher kaum zu denken wagt,Die „brave Frau“ gab unverzagtIn wackrer That der Wahrheit Raum! —„Der Wahrheit Raum,“ der erste SchrittIm Kampf für Alle, Aller Wohl —Das ist das Allerbravste wohl —Wo mancher Held schon seitwärts glitt. —Dies Lied sing ich der braven Frau,Die einfach „Christel Wiesen“ heißt,Gefeiert sei ihr Herz und Geist,Als Vorbild hoch im deutschen Gau.Anmerkung[3]Frau Wiesen auf Egestorf erklärte sich zuerst für die Leichenverbrennung.A. d. V.
Ein Jeder kennt im deutschen GauDas Lied vom braven Mann.Mit Recht so mancher fragen kann:Gieb’s keine brave Frau? —Die „brave Frau“ ist mir bekannt:Wer kühn das Vorurtheil zertritt,Voraus uns geht mit Riesenschritt —Ein Beispiel für das ganze Land; —Was uns’re Zeit begriffen kaum,Was Mancher kaum zu denken wagt,Die „brave Frau“ gab unverzagtIn wackrer That der Wahrheit Raum! —„Der Wahrheit Raum,“ der erste SchrittIm Kampf für Alle, Aller Wohl —Das ist das Allerbravste wohl —Wo mancher Held schon seitwärts glitt. —Dies Lied sing ich der braven Frau,Die einfach „Christel Wiesen“ heißt,Gefeiert sei ihr Herz und Geist,Als Vorbild hoch im deutschen Gau.
Ein Jeder kennt im deutschen GauDas Lied vom braven Mann.Mit Recht so mancher fragen kann:Gieb’s keine brave Frau? —Die „brave Frau“ ist mir bekannt:Wer kühn das Vorurtheil zertritt,Voraus uns geht mit Riesenschritt —Ein Beispiel für das ganze Land; —Was uns’re Zeit begriffen kaum,Was Mancher kaum zu denken wagt,Die „brave Frau“ gab unverzagtIn wackrer That der Wahrheit Raum! —„Der Wahrheit Raum,“ der erste SchrittIm Kampf für Alle, Aller Wohl —Das ist das Allerbravste wohl —Wo mancher Held schon seitwärts glitt. —Dies Lied sing ich der braven Frau,Die einfach „Christel Wiesen“ heißt,Gefeiert sei ihr Herz und Geist,Als Vorbild hoch im deutschen Gau.
Ein Jeder kennt im deutschen GauDas Lied vom braven Mann.Mit Recht so mancher fragen kann:Gieb’s keine brave Frau? —
Die „brave Frau“ ist mir bekannt:Wer kühn das Vorurtheil zertritt,Voraus uns geht mit Riesenschritt —Ein Beispiel für das ganze Land; —
Was uns’re Zeit begriffen kaum,Was Mancher kaum zu denken wagt,Die „brave Frau“ gab unverzagtIn wackrer That der Wahrheit Raum! —
„Der Wahrheit Raum,“ der erste SchrittIm Kampf für Alle, Aller Wohl —Das ist das Allerbravste wohl —Wo mancher Held schon seitwärts glitt. —
Dies Lied sing ich der braven Frau,Die einfach „Christel Wiesen“ heißt,Gefeiert sei ihr Herz und Geist,Als Vorbild hoch im deutschen Gau.
Anmerkung[3]Frau Wiesen auf Egestorf erklärte sich zuerst für die Leichenverbrennung.A. d. V.
Anmerkung
[3]Frau Wiesen auf Egestorf erklärte sich zuerst für die Leichenverbrennung.A. d. V.
[3]Frau Wiesen auf Egestorf erklärte sich zuerst für die Leichenverbrennung.
A. d. V.
August Böckh.Böckh ist todt! Aeolsharfen spielet,Trauerweide, senke Dich hinab!Grüner Lorbeer, schlanke Palme,Werfet Schatten auf des Griechen Grab!Geist des Böckh! Offen sind die Hallen,Freude herrschet im Elysium!Lauten Jubel hört man drinn erschallen,Horcht, man feiert seinen Ruhm!Chor der Griechen! dankbar froh, vor AllenDrücken die Athener ihm die Hand,Götter zeigen ihm ihr Wohlgefallen,Psyche selber einen Lorbeer wand.Böckh ist todt, Aeolsharfen spielet,Trauerweide, senke Dich hinab.Grüner Lorbeer, schlanke Palme,Werfet Schatten auf des Weisen Grab!
Böckh ist todt! Aeolsharfen spielet,Trauerweide, senke Dich hinab!Grüner Lorbeer, schlanke Palme,Werfet Schatten auf des Griechen Grab!Geist des Böckh! Offen sind die Hallen,Freude herrschet im Elysium!Lauten Jubel hört man drinn erschallen,Horcht, man feiert seinen Ruhm!Chor der Griechen! dankbar froh, vor AllenDrücken die Athener ihm die Hand,Götter zeigen ihm ihr Wohlgefallen,Psyche selber einen Lorbeer wand.Böckh ist todt, Aeolsharfen spielet,Trauerweide, senke Dich hinab.Grüner Lorbeer, schlanke Palme,Werfet Schatten auf des Weisen Grab!
Böckh ist todt! Aeolsharfen spielet,Trauerweide, senke Dich hinab!Grüner Lorbeer, schlanke Palme,Werfet Schatten auf des Griechen Grab!Geist des Böckh! Offen sind die Hallen,Freude herrschet im Elysium!Lauten Jubel hört man drinn erschallen,Horcht, man feiert seinen Ruhm!Chor der Griechen! dankbar froh, vor AllenDrücken die Athener ihm die Hand,Götter zeigen ihm ihr Wohlgefallen,Psyche selber einen Lorbeer wand.Böckh ist todt, Aeolsharfen spielet,Trauerweide, senke Dich hinab.Grüner Lorbeer, schlanke Palme,Werfet Schatten auf des Weisen Grab!
Böckh ist todt! Aeolsharfen spielet,Trauerweide, senke Dich hinab!Grüner Lorbeer, schlanke Palme,Werfet Schatten auf des Griechen Grab!
Geist des Böckh! Offen sind die Hallen,Freude herrschet im Elysium!Lauten Jubel hört man drinn erschallen,Horcht, man feiert seinen Ruhm!
Chor der Griechen! dankbar froh, vor AllenDrücken die Athener ihm die Hand,Götter zeigen ihm ihr Wohlgefallen,Psyche selber einen Lorbeer wand.
Böckh ist todt, Aeolsharfen spielet,Trauerweide, senke Dich hinab.Grüner Lorbeer, schlanke Palme,Werfet Schatten auf des Weisen Grab!
Auf das Zimmer meines Vaters, des Rittergutsbesitzers Joachim Kempner auf Droschkau.Fast verfallen ist das Fenster.Keiner wohnt im Zimmer drin,Der Erinnerung Gespenster,Sie umnebeln meinen Sinn. —Wohnt’ der Vater nicht leibhaftig,Wie das Leben selber drin?Wünschend, wollend, einzig-kräftig,Stets miteinemfrischen Sinn? —Blaue Augen, braune Haare,Stark und groß, ein Riese fast,Ungebleicht trotz sechzig Jahre,Urgeschäftig ohne Rast!Und verschwunden ist das Alles,Die lebendige Gestalt,Und kein Nachhall eines Schalles,Mehr aus diesen Fenstern schallt!!O, die Träume nur, sie leben,Und die Wirklichkeit, sie stirbt, —Nur der Dichtung Reich entschwebenGeister, die kein Hauch verdirbt!
Fast verfallen ist das Fenster.Keiner wohnt im Zimmer drin,Der Erinnerung Gespenster,Sie umnebeln meinen Sinn. —Wohnt’ der Vater nicht leibhaftig,Wie das Leben selber drin?Wünschend, wollend, einzig-kräftig,Stets miteinemfrischen Sinn? —Blaue Augen, braune Haare,Stark und groß, ein Riese fast,Ungebleicht trotz sechzig Jahre,Urgeschäftig ohne Rast!Und verschwunden ist das Alles,Die lebendige Gestalt,Und kein Nachhall eines Schalles,Mehr aus diesen Fenstern schallt!!O, die Träume nur, sie leben,Und die Wirklichkeit, sie stirbt, —Nur der Dichtung Reich entschwebenGeister, die kein Hauch verdirbt!
Fast verfallen ist das Fenster.Keiner wohnt im Zimmer drin,Der Erinnerung Gespenster,Sie umnebeln meinen Sinn. —Wohnt’ der Vater nicht leibhaftig,Wie das Leben selber drin?Wünschend, wollend, einzig-kräftig,Stets miteinemfrischen Sinn? —Blaue Augen, braune Haare,Stark und groß, ein Riese fast,Ungebleicht trotz sechzig Jahre,Urgeschäftig ohne Rast!Und verschwunden ist das Alles,Die lebendige Gestalt,Und kein Nachhall eines Schalles,Mehr aus diesen Fenstern schallt!!O, die Träume nur, sie leben,Und die Wirklichkeit, sie stirbt, —Nur der Dichtung Reich entschwebenGeister, die kein Hauch verdirbt!
Fast verfallen ist das Fenster.Keiner wohnt im Zimmer drin,Der Erinnerung Gespenster,Sie umnebeln meinen Sinn. —
Wohnt’ der Vater nicht leibhaftig,Wie das Leben selber drin?Wünschend, wollend, einzig-kräftig,Stets miteinemfrischen Sinn? —
Blaue Augen, braune Haare,Stark und groß, ein Riese fast,Ungebleicht trotz sechzig Jahre,Urgeschäftig ohne Rast!
Und verschwunden ist das Alles,Die lebendige Gestalt,Und kein Nachhall eines Schalles,Mehr aus diesen Fenstern schallt!!
O, die Träume nur, sie leben,Und die Wirklichkeit, sie stirbt, —Nur der Dichtung Reich entschwebenGeister, die kein Hauch verdirbt!
Dem Priester-Philanthropen Franz Marson.Gleich selten auf dem Throne,Wie im geweihten Kleid,Ein Räthsel für die And’ren,Wer And’ren sich geweiht.
Gleich selten auf dem Throne,Wie im geweihten Kleid,Ein Räthsel für die And’ren,Wer And’ren sich geweiht.
Gleich selten auf dem Throne,Wie im geweihten Kleid,Ein Räthsel für die And’ren,Wer And’ren sich geweiht.
Gleich selten auf dem Throne,Wie im geweihten Kleid,Ein Räthsel für die And’ren,Wer And’ren sich geweiht.
Zum 70jährigen Geburtstage eines Onkels.Was auch die Menschen trennt, die Geister scheidet,Eins giebt’s, was alle Welt verehrt,Die Tugend mit dem reinen Strahlenkranze,Die uns sich selbst vergessen lehrt.Wer so wie Du in ihr gelebt, gewandelt,Sie liebend keinen Augenblick verließ,Mit aller Kraft und Lust nur gut gehandelt,Zu jeder Zeit man gerne pries!Ob viel geprüft, gekämpft, ob viel gelitten:Bewußtsein heißt das inn’re Glück,Den Allerbesten ward nicht mehr beschieden —Kein höh’res strahlt vom Thron zurück. —
Was auch die Menschen trennt, die Geister scheidet,Eins giebt’s, was alle Welt verehrt,Die Tugend mit dem reinen Strahlenkranze,Die uns sich selbst vergessen lehrt.Wer so wie Du in ihr gelebt, gewandelt,Sie liebend keinen Augenblick verließ,Mit aller Kraft und Lust nur gut gehandelt,Zu jeder Zeit man gerne pries!Ob viel geprüft, gekämpft, ob viel gelitten:Bewußtsein heißt das inn’re Glück,Den Allerbesten ward nicht mehr beschieden —Kein höh’res strahlt vom Thron zurück. —
Was auch die Menschen trennt, die Geister scheidet,Eins giebt’s, was alle Welt verehrt,Die Tugend mit dem reinen Strahlenkranze,Die uns sich selbst vergessen lehrt.Wer so wie Du in ihr gelebt, gewandelt,Sie liebend keinen Augenblick verließ,Mit aller Kraft und Lust nur gut gehandelt,Zu jeder Zeit man gerne pries!Ob viel geprüft, gekämpft, ob viel gelitten:Bewußtsein heißt das inn’re Glück,Den Allerbesten ward nicht mehr beschieden —Kein höh’res strahlt vom Thron zurück. —
Was auch die Menschen trennt, die Geister scheidet,Eins giebt’s, was alle Welt verehrt,Die Tugend mit dem reinen Strahlenkranze,Die uns sich selbst vergessen lehrt.
Wer so wie Du in ihr gelebt, gewandelt,Sie liebend keinen Augenblick verließ,Mit aller Kraft und Lust nur gut gehandelt,Zu jeder Zeit man gerne pries!
Ob viel geprüft, gekämpft, ob viel gelitten:Bewußtsein heißt das inn’re Glück,Den Allerbesten ward nicht mehr beschieden —Kein höh’res strahlt vom Thron zurück. —
Daktylen, Jamben, Trochäen,Sie schließ’ ich in einen Bund,Die Regel sie ewig zu trennenHat keinen vernünft’gen Grund!Nicht Stände giebt es und KastenIm Reiche der Poesie,Das Mannigfache im Schönen,Es bildet die Harmonie!
Daktylen, Jamben, Trochäen,Sie schließ’ ich in einen Bund,Die Regel sie ewig zu trennenHat keinen vernünft’gen Grund!Nicht Stände giebt es und KastenIm Reiche der Poesie,Das Mannigfache im Schönen,Es bildet die Harmonie!
Daktylen, Jamben, Trochäen,Sie schließ’ ich in einen Bund,Die Regel sie ewig zu trennenHat keinen vernünft’gen Grund!Nicht Stände giebt es und KastenIm Reiche der Poesie,Das Mannigfache im Schönen,Es bildet die Harmonie!
Daktylen, Jamben, Trochäen,Sie schließ’ ich in einen Bund,Die Regel sie ewig zu trennenHat keinen vernünft’gen Grund!
Nicht Stände giebt es und KastenIm Reiche der Poesie,Das Mannigfache im Schönen,Es bildet die Harmonie!
Oft ist verhaßtUnd gilt als LastWer engelsrein,Denn nur der ScheinUnd der BombastEr gilt allein.
Oft ist verhaßtUnd gilt als LastWer engelsrein,Denn nur der ScheinUnd der BombastEr gilt allein.
Oft ist verhaßtUnd gilt als LastWer engelsrein,Denn nur der ScheinUnd der BombastEr gilt allein.
Oft ist verhaßtUnd gilt als LastWer engelsrein,Denn nur der ScheinUnd der BombastEr gilt allein.
Wär’ ich ein VögeleinUnd wär’ ich noch so klein,Flög’ ich von Feld zu FeldRasch durch die ganze Welt!
Wär’ ich ein VögeleinUnd wär’ ich noch so klein,Flög’ ich von Feld zu FeldRasch durch die ganze Welt!
Wär’ ich ein VögeleinUnd wär’ ich noch so klein,Flög’ ich von Feld zu FeldRasch durch die ganze Welt!
Wär’ ich ein VögeleinUnd wär’ ich noch so klein,Flög’ ich von Feld zu FeldRasch durch die ganze Welt!
Man sagt, die Liebe wäre blind,Ich sage: Haß und Groll es sind:Von Einsicht seh’ ich keine SpurDie Hasser hassen eben nur. —
Man sagt, die Liebe wäre blind,Ich sage: Haß und Groll es sind:Von Einsicht seh’ ich keine SpurDie Hasser hassen eben nur. —
Man sagt, die Liebe wäre blind,Ich sage: Haß und Groll es sind:Von Einsicht seh’ ich keine SpurDie Hasser hassen eben nur. —
Man sagt, die Liebe wäre blind,Ich sage: Haß und Groll es sind:Von Einsicht seh’ ich keine SpurDie Hasser hassen eben nur. —
Holden Träume, ging’t verloren,In des Lebens Dunkelheit,Bleibt zum Traume auserkoren!Traum ist keine Wirklichkeit. —
Holden Träume, ging’t verloren,In des Lebens Dunkelheit,Bleibt zum Traume auserkoren!Traum ist keine Wirklichkeit. —
Holden Träume, ging’t verloren,In des Lebens Dunkelheit,Bleibt zum Traume auserkoren!Traum ist keine Wirklichkeit. —
Holden Träume, ging’t verloren,In des Lebens Dunkelheit,Bleibt zum Traume auserkoren!Traum ist keine Wirklichkeit. —
Nicht im Reichthum wohnt das Glück,Ach, es weichet scheu zurückVor den vielen Eitelkeiten,Die sich rasch durch’s Geld bereiten:Nicht im Reichthum wohnt das Glück,Ach! es weichet scheu zurückVor dem vielen UeberflusseUnd dem dummen Scheingenusse.
Nicht im Reichthum wohnt das Glück,Ach, es weichet scheu zurückVor den vielen Eitelkeiten,Die sich rasch durch’s Geld bereiten:Nicht im Reichthum wohnt das Glück,Ach! es weichet scheu zurückVor dem vielen UeberflusseUnd dem dummen Scheingenusse.
Nicht im Reichthum wohnt das Glück,Ach, es weichet scheu zurückVor den vielen Eitelkeiten,Die sich rasch durch’s Geld bereiten:Nicht im Reichthum wohnt das Glück,Ach! es weichet scheu zurückVor dem vielen UeberflusseUnd dem dummen Scheingenusse.
Nicht im Reichthum wohnt das Glück,Ach, es weichet scheu zurückVor den vielen Eitelkeiten,Die sich rasch durch’s Geld bereiten:
Nicht im Reichthum wohnt das Glück,Ach! es weichet scheu zurückVor dem vielen UeberflusseUnd dem dummen Scheingenusse.
Als Jemand beim Anblick einer armen Frau den Kopf wegwendete.Wendest Deinen Blick Du nichtWeil das Mitleid zu Dir spricht?Spricht von Deiner Menschenpflicht?Mensch, o täusch’ Dich selber nicht,Wende nur den Kopf zurück:Helfen ist das größte Glück! —
Wendest Deinen Blick Du nichtWeil das Mitleid zu Dir spricht?Spricht von Deiner Menschenpflicht?Mensch, o täusch’ Dich selber nicht,Wende nur den Kopf zurück:Helfen ist das größte Glück! —
Wendest Deinen Blick Du nichtWeil das Mitleid zu Dir spricht?Spricht von Deiner Menschenpflicht?Mensch, o täusch’ Dich selber nicht,Wende nur den Kopf zurück:Helfen ist das größte Glück! —
Wendest Deinen Blick Du nichtWeil das Mitleid zu Dir spricht?Spricht von Deiner Menschenpflicht?Mensch, o täusch’ Dich selber nicht,Wende nur den Kopf zurück:Helfen ist das größte Glück! —
Grüne Saaten, grüne Blätter,Braune Stämme, gelbes Schilf,Ach, der Landmann mit den Sorgen,Gott, dem armen Landmann hilf!
Grüne Saaten, grüne Blätter,Braune Stämme, gelbes Schilf,Ach, der Landmann mit den Sorgen,Gott, dem armen Landmann hilf!
Grüne Saaten, grüne Blätter,Braune Stämme, gelbes Schilf,Ach, der Landmann mit den Sorgen,Gott, dem armen Landmann hilf!
Grüne Saaten, grüne Blätter,Braune Stämme, gelbes Schilf,Ach, der Landmann mit den Sorgen,Gott, dem armen Landmann hilf!
Sperrt euch ein in große Städte,Athmet ein die dicke Luft,Die ein And’rer ausgeathmet —Unbeschreiblich süßer Duft!Brauchet dann noch eine KurEine Morphium-Mixtur,Und ihr bauet eine KluftZwischen euch und der Natur:Ach, ihr bauet eure Gruft!
Sperrt euch ein in große Städte,Athmet ein die dicke Luft,Die ein And’rer ausgeathmet —Unbeschreiblich süßer Duft!Brauchet dann noch eine KurEine Morphium-Mixtur,Und ihr bauet eine KluftZwischen euch und der Natur:Ach, ihr bauet eure Gruft!
Sperrt euch ein in große Städte,Athmet ein die dicke Luft,Die ein And’rer ausgeathmet —Unbeschreiblich süßer Duft!Brauchet dann noch eine KurEine Morphium-Mixtur,Und ihr bauet eine KluftZwischen euch und der Natur:Ach, ihr bauet eure Gruft!
Sperrt euch ein in große Städte,Athmet ein die dicke Luft,Die ein And’rer ausgeathmet —Unbeschreiblich süßer Duft!Brauchet dann noch eine KurEine Morphium-Mixtur,Und ihr bauet eine KluftZwischen euch und der Natur:Ach, ihr bauet eure Gruft!
Kälte.Kälte, eis’ge KälteWärme nur belebt!Auf so manchem AntlitzGanzes Eismeer schwebt. —
Kälte, eis’ge KälteWärme nur belebt!Auf so manchem AntlitzGanzes Eismeer schwebt. —
Kälte, eis’ge KälteWärme nur belebt!Auf so manchem AntlitzGanzes Eismeer schwebt. —
Kälte, eis’ge KälteWärme nur belebt!Auf so manchem AntlitzGanzes Eismeer schwebt. —
Der Egoist.Und schliefest Du, Schläfer, noch einmal so lang,Erwachen wirst Du schwer und bangIm liebeleeren Raume —Aus Deiner Selbstsucht Traume —Dein „ich“ so traurig und so bang —Und das Erwachen währet lang.
Und schliefest Du, Schläfer, noch einmal so lang,Erwachen wirst Du schwer und bangIm liebeleeren Raume —Aus Deiner Selbstsucht Traume —Dein „ich“ so traurig und so bang —Und das Erwachen währet lang.
Und schliefest Du, Schläfer, noch einmal so lang,Erwachen wirst Du schwer und bangIm liebeleeren Raume —Aus Deiner Selbstsucht Traume —Dein „ich“ so traurig und so bang —Und das Erwachen währet lang.
Und schliefest Du, Schläfer, noch einmal so lang,Erwachen wirst Du schwer und bangIm liebeleeren Raume —Aus Deiner Selbstsucht Traume —Dein „ich“ so traurig und so bang —Und das Erwachen währet lang.
Feldarbeit.Arme Menschen, arme Thiere,Ist’s noch finster, müßt ihr raus!Arme Thiere, arme Menschen,Lang’ ist’s finster, geht’s nach Haus. —
Arme Menschen, arme Thiere,Ist’s noch finster, müßt ihr raus!Arme Thiere, arme Menschen,Lang’ ist’s finster, geht’s nach Haus. —
Arme Menschen, arme Thiere,Ist’s noch finster, müßt ihr raus!Arme Thiere, arme Menschen,Lang’ ist’s finster, geht’s nach Haus. —
Arme Menschen, arme Thiere,Ist’s noch finster, müßt ihr raus!Arme Thiere, arme Menschen,Lang’ ist’s finster, geht’s nach Haus. —
Ein Reiter auf der Haide,Er trägt ein Wams von Seide,Ein weißes Wams, ’n schwarzen Hut,Er scheinet noch ein junges Blut,Er scheinet noch ein junges Blut.Er führt sein Pferd zur Weide,Zu einer Trauerweide,Dort harret, ach, die Liebste seinMit Augen frisch, wie Bächelein,Mit Augen frisch wie Bächelein.„Du, meine Augenweide,Mein Blümlein auf der Haide,Du gleichst dem Reh im dichten Wald,An wunderlieblicher Gestalt,An wunderlieblicher Gestalt!“So schmeichelt auf der HaideDer Ritter in der Seide,Der schlanken frischen Bauernmaid:Er hat sie aber nie gefreit,Er hat sie aber nie gefreit.
Ein Reiter auf der Haide,Er trägt ein Wams von Seide,Ein weißes Wams, ’n schwarzen Hut,Er scheinet noch ein junges Blut,Er scheinet noch ein junges Blut.Er führt sein Pferd zur Weide,Zu einer Trauerweide,Dort harret, ach, die Liebste seinMit Augen frisch, wie Bächelein,Mit Augen frisch wie Bächelein.„Du, meine Augenweide,Mein Blümlein auf der Haide,Du gleichst dem Reh im dichten Wald,An wunderlieblicher Gestalt,An wunderlieblicher Gestalt!“So schmeichelt auf der HaideDer Ritter in der Seide,Der schlanken frischen Bauernmaid:Er hat sie aber nie gefreit,Er hat sie aber nie gefreit.
Ein Reiter auf der Haide,Er trägt ein Wams von Seide,Ein weißes Wams, ’n schwarzen Hut,Er scheinet noch ein junges Blut,Er scheinet noch ein junges Blut.Er führt sein Pferd zur Weide,Zu einer Trauerweide,Dort harret, ach, die Liebste seinMit Augen frisch, wie Bächelein,Mit Augen frisch wie Bächelein.„Du, meine Augenweide,Mein Blümlein auf der Haide,Du gleichst dem Reh im dichten Wald,An wunderlieblicher Gestalt,An wunderlieblicher Gestalt!“So schmeichelt auf der HaideDer Ritter in der Seide,Der schlanken frischen Bauernmaid:Er hat sie aber nie gefreit,Er hat sie aber nie gefreit.
Ein Reiter auf der Haide,Er trägt ein Wams von Seide,Ein weißes Wams, ’n schwarzen Hut,Er scheinet noch ein junges Blut,Er scheinet noch ein junges Blut.
Er führt sein Pferd zur Weide,Zu einer Trauerweide,Dort harret, ach, die Liebste seinMit Augen frisch, wie Bächelein,Mit Augen frisch wie Bächelein.
„Du, meine Augenweide,Mein Blümlein auf der Haide,Du gleichst dem Reh im dichten Wald,An wunderlieblicher Gestalt,An wunderlieblicher Gestalt!“
So schmeichelt auf der HaideDer Ritter in der Seide,Der schlanken frischen Bauernmaid:Er hat sie aber nie gefreit,Er hat sie aber nie gefreit.
Der Mond erscheint,Er hat geweint.Man sieht es ihm anDem traurigen Mann.Aus jenen HöhnHat er gesehnDes Bösen so viel —Gefährliches Spiel. —Die Menschen all’,Sie spielen BallMit jeglichem Gut,Mit Flamme und Gluth;Der Weisheit taub,Der Thorheit Raub,Dem Bösen so hold,Und so hold dem — Gold.Der Mond erscheint,Ach, ganz verweint,Er sah zu vielVom bösen Spiel. —
Der Mond erscheint,Er hat geweint.Man sieht es ihm anDem traurigen Mann.Aus jenen HöhnHat er gesehnDes Bösen so viel —Gefährliches Spiel. —Die Menschen all’,Sie spielen BallMit jeglichem Gut,Mit Flamme und Gluth;Der Weisheit taub,Der Thorheit Raub,Dem Bösen so hold,Und so hold dem — Gold.Der Mond erscheint,Ach, ganz verweint,Er sah zu vielVom bösen Spiel. —
Der Mond erscheint,Er hat geweint.Man sieht es ihm anDem traurigen Mann.Aus jenen HöhnHat er gesehnDes Bösen so viel —Gefährliches Spiel. —Die Menschen all’,Sie spielen BallMit jeglichem Gut,Mit Flamme und Gluth;Der Weisheit taub,Der Thorheit Raub,Dem Bösen so hold,Und so hold dem — Gold.Der Mond erscheint,Ach, ganz verweint,Er sah zu vielVom bösen Spiel. —
Der Mond erscheint,Er hat geweint.Man sieht es ihm anDem traurigen Mann.
Aus jenen HöhnHat er gesehnDes Bösen so viel —Gefährliches Spiel. —
Die Menschen all’,Sie spielen BallMit jeglichem Gut,Mit Flamme und Gluth;
Der Weisheit taub,Der Thorheit Raub,Dem Bösen so hold,Und so hold dem — Gold.
Der Mond erscheint,Ach, ganz verweint,Er sah zu vielVom bösen Spiel. —
Zertrümmert das Leben,Zertrümmert das Glück,Die Freuden, sie schweben,Ach, niemals zurück.Geopfert das LebenDer höchsten Idee —Umsonst es gegeben —Wem thät’ es nicht weh?Geopfert das LebenDem menschlichen Glück,Sie schlugen das Streben,Zerschlugen’s in Stück’. —Geopfert das LebenDer höchsten Idee —Umsonst es gegeben:Wem thät’ es nicht weh!
Zertrümmert das Leben,Zertrümmert das Glück,Die Freuden, sie schweben,Ach, niemals zurück.Geopfert das LebenDer höchsten Idee —Umsonst es gegeben —Wem thät’ es nicht weh?Geopfert das LebenDem menschlichen Glück,Sie schlugen das Streben,Zerschlugen’s in Stück’. —Geopfert das LebenDer höchsten Idee —Umsonst es gegeben:Wem thät’ es nicht weh!
Zertrümmert das Leben,Zertrümmert das Glück,Die Freuden, sie schweben,Ach, niemals zurück.Geopfert das LebenDer höchsten Idee —Umsonst es gegeben —Wem thät’ es nicht weh?Geopfert das LebenDem menschlichen Glück,Sie schlugen das Streben,Zerschlugen’s in Stück’. —Geopfert das LebenDer höchsten Idee —Umsonst es gegeben:Wem thät’ es nicht weh!
Zertrümmert das Leben,Zertrümmert das Glück,Die Freuden, sie schweben,Ach, niemals zurück.
Geopfert das LebenDer höchsten Idee —Umsonst es gegeben —Wem thät’ es nicht weh?
Geopfert das LebenDem menschlichen Glück,Sie schlugen das Streben,Zerschlugen’s in Stück’. —
Geopfert das LebenDer höchsten Idee —Umsonst es gegeben:Wem thät’ es nicht weh!
Lord Byron.Eine Blume blühetDunkler Horizont —Bei dem schweren WetterSchwerlich sie sich sonnt.Eine Blume blühet —Dunkler Horizont —Schwarze Wellen peitschet,Schäumt der Hellespont;Eines Mannes HandTauchet oben aufIn der Fluthen Lauf.Byron schwamm an’s LandWo die Blume standGab den Geist er auf.
Eine Blume blühetDunkler Horizont —Bei dem schweren WetterSchwerlich sie sich sonnt.Eine Blume blühet —Dunkler Horizont —Schwarze Wellen peitschet,Schäumt der Hellespont;Eines Mannes HandTauchet oben aufIn der Fluthen Lauf.Byron schwamm an’s LandWo die Blume standGab den Geist er auf.
Eine Blume blühetDunkler Horizont —Bei dem schweren WetterSchwerlich sie sich sonnt.Eine Blume blühet —Dunkler Horizont —Schwarze Wellen peitschet,Schäumt der Hellespont;Eines Mannes HandTauchet oben aufIn der Fluthen Lauf.Byron schwamm an’s LandWo die Blume standGab den Geist er auf.
Eine Blume blühetDunkler Horizont —Bei dem schweren WetterSchwerlich sie sich sonnt.
Eine Blume blühet —Dunkler Horizont —Schwarze Wellen peitschet,Schäumt der Hellespont;
Eines Mannes HandTauchet oben aufIn der Fluthen Lauf.
Byron schwamm an’s LandWo die Blume standGab den Geist er auf.
Die Wolken sich thürmenAm himmlischen Zelt,Gepeitschet von StürmenEin Strahl sie erhellt;Ein Sonnenstrahl eiletZerstreuet sie bald,Im Nu sie zertheiletDes Lichtes Gewalt.Im menschlichen LebenErleuchtet ein StrahlDes Friedens manchmalDie menschliche Qual:Die Wolken entschweben,Die Freuden sich heben.
Die Wolken sich thürmenAm himmlischen Zelt,Gepeitschet von StürmenEin Strahl sie erhellt;Ein Sonnenstrahl eiletZerstreuet sie bald,Im Nu sie zertheiletDes Lichtes Gewalt.Im menschlichen LebenErleuchtet ein StrahlDes Friedens manchmalDie menschliche Qual:Die Wolken entschweben,Die Freuden sich heben.
Die Wolken sich thürmenAm himmlischen Zelt,Gepeitschet von StürmenEin Strahl sie erhellt;Ein Sonnenstrahl eiletZerstreuet sie bald,Im Nu sie zertheiletDes Lichtes Gewalt.Im menschlichen LebenErleuchtet ein StrahlDes Friedens manchmalDie menschliche Qual:Die Wolken entschweben,Die Freuden sich heben.
Die Wolken sich thürmenAm himmlischen Zelt,Gepeitschet von StürmenEin Strahl sie erhellt;
Ein Sonnenstrahl eiletZerstreuet sie bald,Im Nu sie zertheiletDes Lichtes Gewalt.
Im menschlichen LebenErleuchtet ein StrahlDes Friedens manchmalDie menschliche Qual:Die Wolken entschweben,Die Freuden sich heben.
Auf des Lebens OceanFährt der Dampfer stolz geehrt,Mancher, ach, im schwanken KahnStehend jeder Welle wehrt.Seht das Schiff mit sichrer HastFast im Hafen liegt —Und der Nachen ohne RastAuf den Wogen fliegt.Himmelhoch und Abgrundstief— Gott, der Mensch zu Hilfe rief —Endlich er vor Anker lief;Doch es rennt des Dampfers LastAn der Klippen mächt’gen AstUnd zerschellet Kiel und Mast. —
Auf des Lebens OceanFährt der Dampfer stolz geehrt,Mancher, ach, im schwanken KahnStehend jeder Welle wehrt.Seht das Schiff mit sichrer HastFast im Hafen liegt —Und der Nachen ohne RastAuf den Wogen fliegt.Himmelhoch und Abgrundstief— Gott, der Mensch zu Hilfe rief —Endlich er vor Anker lief;Doch es rennt des Dampfers LastAn der Klippen mächt’gen AstUnd zerschellet Kiel und Mast. —
Auf des Lebens OceanFährt der Dampfer stolz geehrt,Mancher, ach, im schwanken KahnStehend jeder Welle wehrt.Seht das Schiff mit sichrer HastFast im Hafen liegt —Und der Nachen ohne RastAuf den Wogen fliegt.Himmelhoch und Abgrundstief— Gott, der Mensch zu Hilfe rief —Endlich er vor Anker lief;Doch es rennt des Dampfers LastAn der Klippen mächt’gen AstUnd zerschellet Kiel und Mast. —
Auf des Lebens OceanFährt der Dampfer stolz geehrt,Mancher, ach, im schwanken KahnStehend jeder Welle wehrt.
Seht das Schiff mit sichrer HastFast im Hafen liegt —Und der Nachen ohne RastAuf den Wogen fliegt.
Himmelhoch und Abgrundstief— Gott, der Mensch zu Hilfe rief —Endlich er vor Anker lief;Doch es rennt des Dampfers LastAn der Klippen mächt’gen AstUnd zerschellet Kiel und Mast. —
Lied.An Waldes Saum, an Waldes Saum,Da träumt das Blümlein einen Traum,Da träumt das Blümlein einen Traum.„Mir ist so weh, mir ist so bangDrum sing’ ich diesen MinnesangDrum sing’ ich diesen Minnesang;„Ihr Zauberblick, ihr Riesenschritt,Er nahm mir all die Ruhe mit,Er nahm mir all die Ruhe mit.“Zu Ende war des Blümleins Lied,Das Blümlein sang’s und es verschied —Das Blümlein sang’s und es verschied —Wen es wohl so geliebet hat,Das blaue Blümlein todesmatt?Das blaue Blümlein todesmatt?Ich wette, ihr errathet’s nicht,Drum sag’ ich’s euch ins Angesicht,Drum sag’ ich’s euch ins Angesicht:Das Blümlein hat die Pflicht geliebt —Die Pflicht hat seinen Kelch zerstiebt,Die Pflicht hat seinen Kelch zerstiebt.Und als man ihm ins Herze sah,Da lag das Herz entblättert da,Da lag das Herz entblättert da.
An Waldes Saum, an Waldes Saum,Da träumt das Blümlein einen Traum,Da träumt das Blümlein einen Traum.„Mir ist so weh, mir ist so bangDrum sing’ ich diesen MinnesangDrum sing’ ich diesen Minnesang;„Ihr Zauberblick, ihr Riesenschritt,Er nahm mir all die Ruhe mit,Er nahm mir all die Ruhe mit.“Zu Ende war des Blümleins Lied,Das Blümlein sang’s und es verschied —Das Blümlein sang’s und es verschied —Wen es wohl so geliebet hat,Das blaue Blümlein todesmatt?Das blaue Blümlein todesmatt?Ich wette, ihr errathet’s nicht,Drum sag’ ich’s euch ins Angesicht,Drum sag’ ich’s euch ins Angesicht:Das Blümlein hat die Pflicht geliebt —Die Pflicht hat seinen Kelch zerstiebt,Die Pflicht hat seinen Kelch zerstiebt.Und als man ihm ins Herze sah,Da lag das Herz entblättert da,Da lag das Herz entblättert da.
An Waldes Saum, an Waldes Saum,Da träumt das Blümlein einen Traum,Da träumt das Blümlein einen Traum.„Mir ist so weh, mir ist so bangDrum sing’ ich diesen MinnesangDrum sing’ ich diesen Minnesang;„Ihr Zauberblick, ihr Riesenschritt,Er nahm mir all die Ruhe mit,Er nahm mir all die Ruhe mit.“Zu Ende war des Blümleins Lied,Das Blümlein sang’s und es verschied —Das Blümlein sang’s und es verschied —Wen es wohl so geliebet hat,Das blaue Blümlein todesmatt?Das blaue Blümlein todesmatt?Ich wette, ihr errathet’s nicht,Drum sag’ ich’s euch ins Angesicht,Drum sag’ ich’s euch ins Angesicht:Das Blümlein hat die Pflicht geliebt —Die Pflicht hat seinen Kelch zerstiebt,Die Pflicht hat seinen Kelch zerstiebt.Und als man ihm ins Herze sah,Da lag das Herz entblättert da,Da lag das Herz entblättert da.
An Waldes Saum, an Waldes Saum,Da träumt das Blümlein einen Traum,Da träumt das Blümlein einen Traum.
„Mir ist so weh, mir ist so bangDrum sing’ ich diesen MinnesangDrum sing’ ich diesen Minnesang;
„Ihr Zauberblick, ihr Riesenschritt,Er nahm mir all die Ruhe mit,Er nahm mir all die Ruhe mit.“
Zu Ende war des Blümleins Lied,Das Blümlein sang’s und es verschied —Das Blümlein sang’s und es verschied —
Wen es wohl so geliebet hat,Das blaue Blümlein todesmatt?Das blaue Blümlein todesmatt?
Ich wette, ihr errathet’s nicht,Drum sag’ ich’s euch ins Angesicht,Drum sag’ ich’s euch ins Angesicht:
Das Blümlein hat die Pflicht geliebt —Die Pflicht hat seinen Kelch zerstiebt,Die Pflicht hat seinen Kelch zerstiebt.
Und als man ihm ins Herze sah,Da lag das Herz entblättert da,Da lag das Herz entblättert da.
Kennst Du vielleicht ein LandWo keine Bösen sind?Das wär’ mein Heimathland,Ich ginge hin geschwind.Kennst Du vielleicht ein Land,Wo Niemand Böses thut?Das wär mein Heimathland,Für Das gäb’ ich mein Blut!
Kennst Du vielleicht ein LandWo keine Bösen sind?Das wär’ mein Heimathland,Ich ginge hin geschwind.Kennst Du vielleicht ein Land,Wo Niemand Böses thut?Das wär mein Heimathland,Für Das gäb’ ich mein Blut!
Kennst Du vielleicht ein LandWo keine Bösen sind?Das wär’ mein Heimathland,Ich ginge hin geschwind.Kennst Du vielleicht ein Land,Wo Niemand Böses thut?Das wär mein Heimathland,Für Das gäb’ ich mein Blut!
Kennst Du vielleicht ein LandWo keine Bösen sind?Das wär’ mein Heimathland,Ich ginge hin geschwind.
Kennst Du vielleicht ein Land,Wo Niemand Böses thut?Das wär mein Heimathland,Für Das gäb’ ich mein Blut!
Bitterböse ist das Leben,Und vergeblich alles StrebenNach dem höh’ren Ziel:Alles bleibt ein Spiel,Illusionen es umschweben,Die sich nie als Wahrheit geben.
Bitterböse ist das Leben,Und vergeblich alles StrebenNach dem höh’ren Ziel:Alles bleibt ein Spiel,Illusionen es umschweben,Die sich nie als Wahrheit geben.
Bitterböse ist das Leben,Und vergeblich alles StrebenNach dem höh’ren Ziel:Alles bleibt ein Spiel,Illusionen es umschweben,Die sich nie als Wahrheit geben.
Bitterböse ist das Leben,Und vergeblich alles StrebenNach dem höh’ren Ziel:Alles bleibt ein Spiel,Illusionen es umschweben,Die sich nie als Wahrheit geben.
Menschliche Hilfe ist bald kaput,Göttliche Hilfe allein es thut. —
Menschliche Hilfe ist bald kaput,Göttliche Hilfe allein es thut. —
Menschliche Hilfe ist bald kaput,Göttliche Hilfe allein es thut. —
Menschliche Hilfe ist bald kaput,Göttliche Hilfe allein es thut. —
Mich greift die Langeweile,Ich schreibe keine Zeile,Kein Vogel gedeiht in solcher Luft,Wo Alles nur nach Gelde ruft;Wo Alles raset nach Gewinn,Kommt einem gar kein Lied in Sinn;Die Bäume stehen öd’ und leer,Man hört kein einzig Zwitschern mehr!
Mich greift die Langeweile,Ich schreibe keine Zeile,Kein Vogel gedeiht in solcher Luft,Wo Alles nur nach Gelde ruft;Wo Alles raset nach Gewinn,Kommt einem gar kein Lied in Sinn;Die Bäume stehen öd’ und leer,Man hört kein einzig Zwitschern mehr!
Mich greift die Langeweile,Ich schreibe keine Zeile,Kein Vogel gedeiht in solcher Luft,Wo Alles nur nach Gelde ruft;Wo Alles raset nach Gewinn,Kommt einem gar kein Lied in Sinn;Die Bäume stehen öd’ und leer,Man hört kein einzig Zwitschern mehr!
Mich greift die Langeweile,Ich schreibe keine Zeile,Kein Vogel gedeiht in solcher Luft,Wo Alles nur nach Gelde ruft;Wo Alles raset nach Gewinn,Kommt einem gar kein Lied in Sinn;Die Bäume stehen öd’ und leer,Man hört kein einzig Zwitschern mehr!
Stimmung.Kalt von außen und von innen,Alles kalt und freudlos nur,Und von Wärme und von SonneUnd von Freude keine Spur.
Kalt von außen und von innen,Alles kalt und freudlos nur,Und von Wärme und von SonneUnd von Freude keine Spur.
Kalt von außen und von innen,Alles kalt und freudlos nur,Und von Wärme und von SonneUnd von Freude keine Spur.
Kalt von außen und von innen,Alles kalt und freudlos nur,Und von Wärme und von SonneUnd von Freude keine Spur.
Auf meinem GesichtSteht ein Gedicht,Drin ist zu lesen,Wie ’s stets gewesen.
Auf meinem GesichtSteht ein Gedicht,Drin ist zu lesen,Wie ’s stets gewesen.
Auf meinem GesichtSteht ein Gedicht,Drin ist zu lesen,Wie ’s stets gewesen.
Auf meinem GesichtSteht ein Gedicht,Drin ist zu lesen,Wie ’s stets gewesen.
Der Traum der Poesie,Der Reiz der Phantasie,Der Kindheit Glück:Nichts kehrt zurück.
Der Traum der Poesie,Der Reiz der Phantasie,Der Kindheit Glück:Nichts kehrt zurück.
Der Traum der Poesie,Der Reiz der Phantasie,Der Kindheit Glück:Nichts kehrt zurück.
Der Traum der Poesie,Der Reiz der Phantasie,Der Kindheit Glück:Nichts kehrt zurück.
Vor meiner Mutter Bild.Ich sah Dich heut im TraumeAn eines Waldes Saume,Du sprachst ein großes Wort:„Mein Kind, geh’ eilig fort.„Auf, zögere nicht mit Säumen,In lieblos engen RäumenVersteht man kein GedichtUnd auch — Dich selber nicht!“
Ich sah Dich heut im TraumeAn eines Waldes Saume,Du sprachst ein großes Wort:„Mein Kind, geh’ eilig fort.„Auf, zögere nicht mit Säumen,In lieblos engen RäumenVersteht man kein GedichtUnd auch — Dich selber nicht!“
Ich sah Dich heut im TraumeAn eines Waldes Saume,Du sprachst ein großes Wort:„Mein Kind, geh’ eilig fort.„Auf, zögere nicht mit Säumen,In lieblos engen RäumenVersteht man kein GedichtUnd auch — Dich selber nicht!“
Ich sah Dich heut im TraumeAn eines Waldes Saume,Du sprachst ein großes Wort:„Mein Kind, geh’ eilig fort.
„Auf, zögere nicht mit Säumen,In lieblos engen RäumenVersteht man kein GedichtUnd auch — Dich selber nicht!“
Vor demselben Bilde meiner Mutter.Wenn Du noch wärst am Leben,Dann lohnte sich’s fürwahr —Doch da du nicht am Leben,So lohnt sich’s nimmerdar.
Wenn Du noch wärst am Leben,Dann lohnte sich’s fürwahr —Doch da du nicht am Leben,So lohnt sich’s nimmerdar.
Wenn Du noch wärst am Leben,Dann lohnte sich’s fürwahr —Doch da du nicht am Leben,So lohnt sich’s nimmerdar.
Wenn Du noch wärst am Leben,Dann lohnte sich’s fürwahr —Doch da du nicht am Leben,So lohnt sich’s nimmerdar.
Goldner SonnenscheinSteigt zum Fenster ein:„Weil Du so alleinWill ich bei Dir sein.“
Goldner SonnenscheinSteigt zum Fenster ein:„Weil Du so alleinWill ich bei Dir sein.“
Goldner SonnenscheinSteigt zum Fenster ein:„Weil Du so alleinWill ich bei Dir sein.“
Goldner SonnenscheinSteigt zum Fenster ein:„Weil Du so alleinWill ich bei Dir sein.“