GEBET
Barmherzigkeit, mein Gott, Barmherzigkeit,Dass ich schon an des Wollens Schwelle fehle!Bleich ist vor Ohnmacht meine Seele,Vor weisser Ohnmacht und Untätigkeit.Die Seele mit den halbvollbrachten Taten,Die Seele, bleich von Weinen und von Klagen,Sieht vor dem Unerschlossnen ihre mattenUnd schwachen Hände zittern und verzagen.Und während aus dem Herzen veilchenblaueTraumblasen steigen, hat ein MondenstrahlDie schwachen Hände ihr, wie Wachs so fahl,Benetzt mit seinem müden Silbertaue, —Ein Mondenstrahl, darinnen schon ein SchimmerDer welken Lilien künft'ger Tage lebt,Ein Mondenstrahl, aus dessen bleichem FlimmerSich trüb der Schatten ihrer Hände hebt.
Barmherzigkeit, mein Gott, Barmherzigkeit,Dass ich schon an des Wollens Schwelle fehle!Bleich ist vor Ohnmacht meine Seele,Vor weisser Ohnmacht und Untätigkeit.
Die Seele mit den halbvollbrachten Taten,Die Seele, bleich von Weinen und von Klagen,Sieht vor dem Unerschlossnen ihre mattenUnd schwachen Hände zittern und verzagen.
Und während aus dem Herzen veilchenblaueTraumblasen steigen, hat ein MondenstrahlDie schwachen Hände ihr, wie Wachs so fahl,Benetzt mit seinem müden Silbertaue, —
Ein Mondenstrahl, darinnen schon ein SchimmerDer welken Lilien künft'ger Tage lebt,Ein Mondenstrahl, aus dessen bleichem FlimmerSich trüb der Schatten ihrer Hände hebt.