SEHNEN IM WINTER

SEHNEN IM WINTER

Ich weine über Lippen ohne Farben,Auf denen keine Küsse je geboren,Und über Wünsche wein' ich, die verlorenIn hingemähten Traurigkeiten starben.Und immer ist der Himmel regenblass,Und immer deckt der Schnee die Meeressäume.Und Wölfe sind gelagert in das GrasVor der geschlossnen Schwelle meiner Träume.In meine matte Seele, ganz verschwommenVon fernen Tagen, ist ihr Blick gesenkt;Sie sehn sie von der Lämmer Blut getränkt,Die eines Tags im Eise umgekommen.Und endlich tritt der Mond hervorUnd starrt mit seinem Strahl, dem trübsalschweren,Darin des Herbstes welkes Laub gefror,Auf all mein krankes, hungerndes Begehren.

Ich weine über Lippen ohne Farben,Auf denen keine Küsse je geboren,Und über Wünsche wein' ich, die verlorenIn hingemähten Traurigkeiten starben.

Und immer ist der Himmel regenblass,Und immer deckt der Schnee die Meeressäume.Und Wölfe sind gelagert in das GrasVor der geschlossnen Schwelle meiner Träume.

In meine matte Seele, ganz verschwommenVon fernen Tagen, ist ihr Blick gesenkt;Sie sehn sie von der Lämmer Blut getränkt,Die eines Tags im Eise umgekommen.

Und endlich tritt der Mond hervorUnd starrt mit seinem Strahl, dem trübsalschweren,Darin des Herbstes welkes Laub gefror,Auf all mein krankes, hungerndes Begehren.


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