Footnotes

Ein anderes werk Chaucer’s ist The Testament of Love, offenbar eine nachahmung der abhandlung des Boethius, welche Chaucer in seinen letzten lebensjahren schrieb. Beide letzteren schriften Chaucer’s sind in den alten ausgaben seinen gedichten beigefügt. Auch zwei seiner Canterbury Tales,nämlich The Tale of Meliboeus und The Parson’s Tale sind in prosa geschrieben. Die erstere ist eine ziemlich genaue übersetzung einer französischen sowohl in prosa als in versen vorhandenen erzählung „Le Livre de Melibee et de Dame Prudence“ und in einer schwunghaften, rhetorischen prosa geschrieben; die letztere, welche die Canterbury Tales beschliesst, ist eine lange moralische abhandlung über und gegen verschiedene sünden. Obwohl sonst nicht gerade interessant, giebt diese Parson’s (Persenes) Tale eine gute schilderung der sitten damaliger zeit.

Fortescue.Der nächste prosaiker, dessen styl und sprache schon einen bedeutenden fortschritt verräth, ist der oberrichter der King’s Bench unter der regierung Heinrich’s VI., Sir JohnFortescue, welcher von 1430 bis 1470 blühte. Ausser mehreren lateinischen abhandlungen benutzte Fortescue auch die volkssprache zu einer schrift, betitelt: The difference between Absolute and Limited Monarchy, as it more particularly regards the English Constitution, worin er eine vergleichung des zustandes der Franzosen unter einer absoluten regierung mit dem der Engländer in einer beschränkten monarchie anstellt, welche, manche seltsame ansichten und arge übertreibungen abgerechnet, sehr zum vortheil seiner landsleute ausfällt und ausserdem ein lebendiges bild von den damaligen sitten liefert.

R. Fabian.Die früheren reimchroniken verwandelten sich nun ebenfalls in prosaische, zuweilen sehr langweilige tage- oder jahrbücher, deren einziger werth in der ängstlichen genauigkeit der aufzeichnung gleichzeitiger begebenheiten besteht. Die chronisten machten dabei gewöhnlich keinen unterschied zwischen wichtigen und unwichtigen vorfällen, sondern verzeichneten, was gerade vorfiel und sie interessirte. Einer der ersten dieser chronisten in prosa ist der Alderman und Sheriff von London RobertFabian, welcher im jahre 1512 starb. Er schrieb eine allgemeine englische geschichtschronik unter dem titel „The Concordance of Stories,“ welche verschiedene male, zuletzt im jahre 1811 von Sir Henry Ellis gedruckt und herausgegeben worden ist. Obgleich Fabian die alten fabeln des Geoffrey of Monmouth von neuem wiederin umlauf brachte, ist jedoch seine chronik gleichzeitiger begebenheiten besonders bezüglich der stadt London genau und sorgfältig.

John de Irlandia. A. Cadiou.Auch in Schottland ward die volkssprache gegen ende des 15. jahrhunderts zur prosa verwendet. Der erste beweis hiervon ist ein zum gebrauche königs Jacob IV. von einem priesterJohnde Irlandia im jahre 1490 verfasster abriss der practischen theologie, welches buch augenscheinlich in der urschrift des autors in der advocatenbibliothek zu Edinburgh aufbewahrt wird. Dieses werk, sagt John Leyden, welcher einige auszüge daraus in der einleitung seiner ausgabe von The Complaint of Scotland gegeben hat, giebt eine probe der schottischen sprache jener zeit; styl und orthographie nähern sich mehr der modernen weise, als man erwarten sollte. Eine moralische abhandlung, unter dem titel The Porteous (manual) of Nobleness von AndrewCadiouaus dem Französischen in schottische prosa übersetzt, wurde im jahre 1508 in Edinburgh gedruckt, ist aber mit ausnahme des schlusses verloren gegangen. Dieser ist von Leyden in seiner einleitung (seite 203-208) und von David Laing in seiner sammlung The knightly Tale of Golagrus and Gawayne, Edinburgh, 1827 abgedruckt worden.

Caxton.Die buchdruckerkunst war beinahe dreissig jahre erfunden, ehe sie ihren weg nach England fand. Endlich sicherte sich ein londoner kaufmann einen ehrenplatz in der geschichte der englischen cultur, indem er aller wahrscheinlichkeit nach der erste seiner landsleute war, welcher die neue kunst erlernte, und sicherlich der erste, welcher ein englisches buch druckte oder die buchdruckerkunst in England ausübte. Dieser mann war WilliamCaxton, geboren, wie er selbst erzählt, in the weald of Kent, ungefähr um das jahr 1412. Dreissig jahre später findet sich sein name unter den mitgliedern der gesellschaft der kaufleute (mercers) zu London. Als kaufmann scheint Caxton mehrmals die Niederlande besucht zu haben, zuerst in eigenen geschäften, dann 1464 mit einem anderen kaufmann im auftrage Eduard’s IV.,um einen handelsvertrag mit dem herzog von Burgund zu verabreden. Caxton trat sogar in die dienste der herzogin von Burgund. Während er sich in Deutschland, oder in den Niederlanden aufhielt, muss er die neue kunst des buchdrucks kennen gelernt haben und soll das von ihm aus dem Französischen des Raoul le Favre in das Englische übersetzte buch The Recuyell of the Histories of Troye fol. im jahre 1471 zu Ghent gedruckt haben, „whyche sayd translacion and werke“, wie der titel besagt, „was begonne in Brugis in 1468, and ended in the holy cyte of Colen, 19. September 1471“, welche worte sich jedoch nur auf die übersetzung beziehen. Von Knight, dem letzten lebensbeschreiber Caxton’s, sind jedoch gewichtige gründe vorgebracht worden, welche es mindestens sehr zweifelhaft machen, ob das genannte buch von Caxton gedruckt worden sei.205Das früheste als unzweifelhaft ächt angenommene werk Caxton’s ist eine übersetzung von ihm selbst aus dem Französischen, betitelt: The Garne and Playe of the Chesse, ein folioband, welcher am letzten märz 1474 beendigt worden sein soll. Man nimmt gewöhnlich dieses buch als das erste an, das in England gedruckt worden sei, und setzt mithin in dieses jahr die einführung der buchdruckerkunst in England. Vollständig gewiss ist aber nur, dass Caxton 1477 seine presse in der Almonry unweit Westminster-Abbey aufgestellt hatte, wo er in diesem jahre The Dictes and Notable Wyse Sayenges of the Phylosophers, eine übersetzung aus dem Französischen von Anthony Woodville, Earl Rivers, in folio druckte. Von dieser zeit ab übersetzte und druckte Caxton mit unermüdlichem fleisse bis zum jahre 1490, welches datum sein letzter druck trägt. Sein tod erfolgte wahrscheinlich im jahre 1491 oder 1492. Noch vor seinem tode liessen sich mehrere buchdrucker in London nieder, wahrscheinlich, wenigstens zum grossen theil, Caxton’s frühere gehilfen, welche er von dem festlande nach England gezogen hatte. Theodore Rood, John Lettow, William Machelina und Wynkyn de Worde, sämmtlich fremde, und Thomas Hunt, ein Engländer, waren dieunmittelbaren fortsetzer der kunst Caxton’s. Zu St. Albans richtete ein Schulmeister, dessen namen nicht überliefert worden ist, eine presse ein, und zu Oxford begann man im jahre 1478 ebenfalls zu drucken. Es scheint sogar, dass die englischen drucker bald das festland mit ihren werken versorgten, denn zu ende einer lateinischen übersetzung der briefe des Phalaris, welche im jahre 1485 zu Oxford gedruckt wurde, befinden sich folgende zwei verse:

Celatos, Veneti, nobis transmittere librosCedite; nos aliis vendimus, o Veneti.D

Natürlich druckten Caxton und seine unmittelbaren nachfolger zunächst solche bücher, welche gesucht waren und einen grossen leserkreis fanden; ihr eigener vortheil musste sie diesen weg führen. Eine aufzählung der drucke Caxton’s wird also nicht allein den besten beweis von dem unermüdlichen fleisse und umfassenden geiste dieses mannes geben, sondern uns zugleich den literarischen character seiner zeit am treuesten schildern. Geistlichkeit und adel waren damals noch beinahe allein die gebildeten klassen des volkes; sie gaben auch den ton in der literatur an, welche der kirchlichen und ritterlichen romantik huldigen musste, wenn sie freunde und leser finden wollte. Die klassische literatur des alterthums, welche einen weltlichen gelehrtenstand voraussetzt, dann aber nicht bloss einzelnen klassen, sondern dem ganzen volke seine schätze erschliesst, äusserte noch keinen directen einfluss auf die englische literatur, sondern höchstens einen mittelbaren durch das medium der französischen, welche damals eine hauptquelle für englische schriftsteller war. Caxton’s drucke umfassen folgende werke: The Pilgrimage of the Soul (aus dem Französischen); Liber Festivalis, or, Directions for keeping Feasts all the Year; Quatuor Sermones (in englischer sprache); The Golden Legend (eine sammlung lebensbeschreibungen der heiligen) in drei ausgaben; The Art and Craft to know well to Die (aus dem Französischen); Infantia Salvatoris; The Life of St. Catherine of Sens; Speculum Vitae Christi, or Mirror of the Blessed Life of Jesu Christ; Directorium Sacerdotum; A Bookof Divers Ghostly Matters; The Life of St. Wynefrid; The Provincial Constitutions of Bishop Lyndwood of St. Asaph (lateinisch); the Profitable Book of Man’s Soul, called the Chastising of God’s Children. Alle diese bücher behandeln religiöse und kirchliche stoffe; die folgenden gehören nach ihrem inhalte in das gebiet der ritterlichen romantik: The History of Troy (wenigstens von Caxton übersetzt, wenn nicht gedruckt); The Book of the whole Life of Jason; Godfrey of Boloyn; The Knight of the Tower (aus dem Französischen); The Book of the Order of Chivalry or knighthood (aus dem Französischen); The Book Royal, or the Book for a King; A Book of the Noble Histories of king Arthur and of Certain of his knights; The History of the Noble, Right Valiant, and Right Worthy knight Paris and of the Fair Vienne; The Book of Feats of Arms and of Chivalry (aus dem Französischen); The History of king Blanchardine and Queen Eglantine his Wife. Von englischer nationalliteratur druckte Caxton: The Tales of Canterbury (in zwei ausgaben), The Book of Fame, Troylus and Cresseide und einige kleinere gedichte,—sämmtlich von Chaucer; The Confessio Amantis, that is to say, in English, the Confession of the Lover, von Gower; The Work of Sapience; The Life of our Lady von Lydgate; ausserdem einige andere kleinere gedichte gemeinschaftlich mit Chaucer’s. Dabei möge bemerkt werden, dass Caxton die werke Chaucer’s in seiner zweiten auflage aus einem besseren und richtigeren manuscripte entlehnte, als in der ersten ausgabe, welche er nach einer mangelhaften handschrift veranstaltete. Dieses erste beispiel der kritik bei der ausgabe eines englischen buches war nothwendig geworden, wie Caxton in der vorrede zur zweiten auflage so ehrlich ist unumwunden einzugestehen, „for to satisfy the auctor, whereas tofore by ignorance I erred in hurting and defaming his book in divers places, in setting in some things that he never said ne made, and leaving out many things that he made which been requisite to be set in it.“ Von den klassikern wurden folgende übersetzungen auf Caxton’s presse gedruckt: Cicero über das Alter und die Freundschaft; Boethius’ trost der philosophie, von Chaucer;Aussprüche der Philosophen; Virgil’s Aeneis; Cato Magnus und Cato Parvus; Subtle Histories and Fables of Aesop. Auch geschichtswerke fing Caxton zu drucken an: The Chronicles of England; The Description of Britain; The Polychronicon; The Life of Charles the Great (zwei ausgaben) und The Siege of the Noble and invincible City of Rhodes. Endlich gingen noch einige bücher allgemeinen inhalts aus Caxton’s presse hervor: The Game of Chess; The Moral Proverbs of Christine of Pisa; The Book of Good Manners; The Doctrinal of Sapience (aus dem Französischen); The History of Renard the Fox (aus dem Deutschen) und A Booke for Travellers. Endlich druckte Caxton noch die gesetze (Statutes) des ersten parlaments von Richard III. und der drei ersten parlamente Heinrich’s VII.

Mit der einführung der buchdruckerkunst schliesst die geschichte der altenglischen sprache und literatur. Die sprache, welche, so lange sie nur im munde des volkes lebte, in rechtschreibung und ausdruck individuell und dialektisch geschwankt hatte, erhält nach kurzer zeit festigkeit und sicherheit in orthographie und grammatik; die literatur, deren poetische unmittelbarkeit und natürlichkeit verständigem fleisse und prosaischer überlegtheit wich, wird dadurch zur belehrung und bildung geschickter. Das geistige leben des englischen volkes tritt in der folgenden periode deutlicher und allgemeiner hervor.

1.Auch Plinius, Ptolomæus und Stephanus Byzant. bezeichnen Britannien mit diesem namen.

2.Beide namen mögen von den phönizischen und karthagischen kaufleuten herrühren, indem sie offenbar semitischen ursprungs sind und dieselbe bedeutung haben, wie Bochart (Canaan, lib. 1. c. 39) zuerst vermuthet hat, indem er Kassiteron, worunter Plinius zinn versteht, mit dem chaldäischen kastira und kistara und dem arabischen kasdar, welche worte zinn bedeuten, in verbindung bringt und das wort Brettanike, wie es griechisch geschrieben wird, von dem semitischen barat anuk, zinnland, ableitet, wonach die phönizischen kaufleute den fundort des zinnes in ähnlicher weise benannt hätten, als die neue zeit von den gewürzinseln, der gold- oder sklavenküste spricht. Höchst unwahrscheinlich ist es dagegen, dass Britannien nach dem keltischen wort bryt, bemalt, wegen des tätowirens der eingeborenen seinen namen empfangen hätte. Die dichter und chronisten von Wales nennen die keltischen bewohner von Wales Kymry (Cimbern). Den grössten theil von England nennen sie Lloegr und dessen bewohner Lloegrwys (Sharon Turner’s hist. of the Angl. Sax. vol. I. Book I. chap. II. III.). Die ähnlichkeit des namens Brutus und Britannia mag Nennius, aus dem Geoffrey von Monmouth in späterer zeit geschöpft hat, zu der fabelhaften annahme veranlasst haben, Britannien sei von „Brutus,“ dem enkel des Askanius und urenkel des Aeneas, benannt und bevölkert worden. Nennius’ fabel, welche angeblich aus römischen quellen geschöpft ist, dürfte eine ausmalung der angäbe des Ammianus Marcellinus XV, 9 sein. (Am angeführten orte chap. IV.)

3.Sharon Turner in seiner History of the Anglo-Saxons (Vol. I. Book I. chapt. 2) hat über die ältesten bewohner Britanniens alles zusammen getragen, was geschichte, sage und fabel uns überliefert haben.

4.Cæsar de bell. Gall. V, 12: „qui omnes fere iis nominibus civitatum adpellantur, quibus orti ex civitatibus eo pervenerunt et bello illato ibi remanserunt atque agros colere coeperunt.“

5.Die in Gallien wohnenden Belgen, so wie die Aquitanier waren nach Cæs. de bell. Gall. I, 1 von den eigentlichen Galliern, oder Kelten lingua, institutis, legibus verschieden. Wenn Cæsar de bell. Gall. II, 4 von den zunächst den Galliern wohnenden Belgen (Remi, um das heutige Rheims) erfuhr, dass plerosque Belgas ortos a Germanis, und dass sie Rhenum transductos propter loci fertilitatem ibi consedisse, Gallosqne qui ea loca incolerent, expulisse, so scheint dieses darauf hinzudeuten, dass die ursprünglichen Belgen (Gallier, Kelten.—Bel im keltischen ein morast) sich nach dem gegenüberliegenden Britannien geflüchtet und dort neue niederlassungen gegründet hatten. Will man dieses nicht zugeben, so würde man zu der annahme gedrängt werden, dass die bevölkerung der brittischen südküste, besonders aber von Kent, schon lange vor Cäsar’s zeit eine deutsche gewesen sei.

6.Cæsar de bell. Gall. V, 14: „Ex his omnibus longe sunt humanissimi, qui Cantium incolunt, quæ regio est maritima omnis, neque multum a Gallica differunt consuetudine.“

7.Dio Cassius im IX. buche, Sueton und Plutarch in ihren lebensbeschreibungen, Tacitus in den annalen und besonders in seiner lebensbeschreibung des Agricola sind die hauptquellen für diesen theil der geschichte Britanniens.

8.Vergleiche Sharon Turner’s Hist. of the A.-S. vol. I. Book I, chapt. 5, wo 42 keltische stämme nach ihren wohnsitzen zur zeit der Römer aufgeführt werden.

9.Leibnitius, G. G., Collectanea etymologica, illustr. linguar. veteris Celticæ, Germ., Galicæ aliarumque inservientia. 2. part. 8. Hannov. 1717.

Bullet, J. B., Mémoires de la langue Celtique (l’hist. de la langue; descript. étymol. des villes, rivières etc. des Gaules; dictionaire Celtique). 3 tom. fol. Besançon 1754-60.

Denina, C. J. M., Sur la langue Celtique et celles qu’on prétend en être sorties. 4. Berol. 1787.

De Bast, M. J., Recherches hist. et littér. sur la langue Celtique. Gauloise et Tudesque. 2 voll. 4. Gand 1815. 16.

Diefenbach, L., Celtica. I. Sprachl. documente zur geschichte der Kelten. II. Versuch einer geneal. geschichte der Kelten. 8. Stuttg. 1839. 40.

Maclean, L., History of the Celtic languages. 12. Lond. 1840.

Galli, C., Essai sur le nom et la langue des anciens Celtes. 8. Paris 1844.

Edwards, W. F., Recherches sur les langues Celtiques. 8. Paris 1844.

10.Walter, An English and Welsh dictionary. 2 vols. 8. London 1829.

Gambold, W., A Welsh grammar. 12. Carmarthen 1842. (4. ausgabe.)

11.Macpherson, J., Critical dissertation on the origin, antiquities, language of the ancient Caledonians. 4. London 1768.

Dictionarium Scoto-Celticum; a dict. of the Gælic lang. publ. under the direction of the Highland Society of Scotland. 2 vols. 4. Edinb. 1828.

M’Alpine, N., Pronouncing Gælic Dictionary, to which is præfix. a concise grammar. 8. Edinb. 1845.

12.Neilson, W., An introduction on the Irish language. 3 vols. 8. Dublin 1808.

O’Reilly, E., Sauas Gasidhilge-Sags-Bhéarla. An Irish-English dictionary. To which is annexed a compendious Irish grammar. 4. Dublin 1817. 1822.

13.Cregeen, A., A dictionary of the Manks language. 8. Douglas 1835.

Kelly, J., A practical grammar of the ancient Galic or lang, of the isle of Man, usually called Manks. 4. London 1803. Essex 1806.

14.De Courson, A., Essai sur l’histoire, la langue et les institutions de la Bretagne Armoricaine. 8. Paris 1840.

De Rostrenen, Gr., Dictionnaire Français-Celtique ou Français-Breton. 4. Rennes 1738. Rev. et corr. par B. Jollivet. 2 vols. 8. Guingamps 1834.

De Rostrenen, Gr., Grammaire Française—Celtique ou Française—Bretonne. 8. Rennes 1738. Guingamps 1833.

15.Das Baskische mit seinen mundarten mag ein rest des alten Aquitanischen sein, von dem schon Cäsar (de bell. Gall. I, 1) sagt, dass es von dem Gallischen und Keltischen verschieden sei.Diefenbach, L., Celtica. Zweite abtheilung. S. 5 u. ff.

16.Eine vorzügliche culturgeschichtliche schilderung Britanniens unter den Römern findet sich in The Celt, the Roman and the Saxon: a history of the early Inhabitants of Britain, down to the conversion of the Anglo-Saxons to Christianity. By Thomas Wright. 8. London 1852. Aus älterer zeit enthalten Horsley’s Britannia Romana und Camden’s Britannia interessante mittheilungen. Die römischen alterthümer Schottlands sind in der Caledonia Romana (Edinburgh 1845, in einem bande) von Robert Stuart gesammelt worden. Ausserdem sind eine grosse anzahl monographien über die römischen alterthümer einzelner städte und örter, so wie ganzer districte England’s in neuerer und älterer zeit erschienen, welche zum theil in dem oben genannten werke von Thomas Wright aufgeführt werden.

17.Cal — Gal — Gæl: keltisch, und don — down: berg, so dass Caledonia so viel heisst als keltisches gebirgsland.

18.Kein theil England’s enthält so viele und merkwürdige römische alterthümer, als derjenige strich, durch welchen die mauer Hadrian’s führte; sie ist daher gegenstand einer besonderen schrift geworden: The Roman Wall: a historical, topographical, and descriptive Account of the Barrier of the Lower Isthmus, extending from the Tyne to the Solway, deduced from numerous personal Surveys. By the Rev. J. Collingwood Bruce, of Newcastle-upon-Tyne.

19.Da nach Beda’s kirchengeschichte (Denique [Osvaldus rex] omnes nationes et provincias Britanniæ, quæ in quatuor linguas, i. e. Britonum, Pictorum, Scotorum, Anglorum divisæ sunt, in ditione accepit. III, 7.) die Picten eine von den Scoten verschiedene sprache redeten, so hat man wohl zu voreilig angenommen, dass sie ein scandinavischer stamm gewesen seien, und darauf die eigenthümlichkeiten des schottisch-englischen dialektes gegründet. Vergl. Dissertation on the Origin of the Scotish Language von J. Jamieson, vor dessen Dictionary of the Scotish language. 2 vols. 4. Edinburgh 1808. Neue ausgabe von J. Johnstone. 2 parts. 4. London 1840.

20.Apud Britannias Gratianus,municepseiusdem insulæ tyrannus creatur et occiditur. Orosius histor. VII, 40.

21.Sharon Turner’s History of the Anglo-Saxons vol. I., Book II., chapt. VIII. handelt von der eintheilung Britannien’s als provinz und ihren kaiserlichen regierungsbeamten.

22.Dieser merkwürdige moment der brittischen geschichte ist aufbewahrt und überliefert von Zosimus VI, 6. 10.

23.Abgedruckt mit bezug auf Britannien aus der ausgabe von Wesseling in Thomas Wright’s The Celt, the Roman etc. (S. 455.)

24.Diese compilation Richard’s von Cirencester wurde zuerst im jahre 1757 nach einer handschrift des vierzehnten Jahrhunderts zu Copenhagen in 8. von Bertram herausgegeben. Sie enthält achtzehn itinera, welche, wie Richard sagt, aus den zusammenstellungen geschöpft sind, die ein römischer heerführer habe veranstalten lassen. Thomas Wright’s buch enthält (S. 459) diese achtzehn itinera Richard’s von Cirencester, so wie den auf Britannien bezüglichen theil (S. 463) des im siebenten jahrhunderte zu Ravenna entstandenen geographischen werkes, welches in zwei handschriften (im Vatican und in der pariser bibliothek) auf uns gekommen ist.

25.Gildas spricht von Britanniens romanisirung „ita, ut non Britannia. sed Romana insula censeretur.“

26.Tungrier standen als besatzung an mehreren orten in Britannien. Sie waren Deutsche, welche zu Cäsar’s zeit unter dem namen Aduatuci bekannt und mit anderen Deutschen, den stammen der Condrusi, Eburones, Cæræsi, Pæmani und Segni, noch vor Cäsar unter die keltische bevölkerung Belgien’s eingedrungen waren. Cæs. de bell. Gall. II, 4. und Mannert geogr. der Griechen und Römer II, 1. p. 199.

27.Sharon Turner’s vorzügliches werk The History of the Anglo-Saxons ist trotz aller neueren forschungen immer noch unübertroffen und für denjenigen, welchem die handschriften nicht zu gebote stehen, die hauptquelle für die kulturgeschichte der in Britannien eingedrungenen Angelsachsen.

28.Daher wandte sich auch Honorius im jahre 410 an die „städte“ Britannien’s, als die einzigen staatlichen organisationen, welche nach dem aufgeben der römischen herrschaft in Britannien noch vorhanden und lebenskräftig waren. Ausser vielen andern örtern gab es nach Richard solcher städte (civitates) mit ihren districten drei und dreissig in Britannien, darunter zwei municipia, Verolamium und Eburacum, neun coloniae, darunter Londinium und Camulodunum, zehn städte mit lateinischem rechte und zwölf tributäre städte (stipendiariae). Vergl. The History of the A. S. Vol. I. Book II. ch. 8.

29.Eine zurückführung dieser fabelhaften geschichte, worin Gurthrigern wahrscheinlich mit dem Römer Gerontius verwechselt wird, auf historische thatsachen findet sich in Sharon Turner’s Hist. of the Anglo-Saxons. Vol. I. Book II. chap. 7.

30.Die jütische niederlassung in Kent und Wight, welche die früheste der germanischen stämme gewesen sein soll, ist indessen sehr angezweifelt worden, obwohl Beda und nach ihm die sachsenchronik ausdrücklich von den Jüten in Kent sprechen: „Of Iotum comon Cantware and Wihtware, thæt is seo mæiadh, the nu eardath on Wiht, and thæt cynn on West-Seaxum dhe man gyt hæt Jutnacynn,“ (von den Jüten kamen die Kentmänner und Wightmänner, das ist der stamm, welcher jetzt auf Wight wohnt, und das volk unter den Westsachsen, welches man noch Jütenvolk heisst.) Alfred giebt diese stelle also: „comon hi of thrym folcum tham strangestan Germanie, thæt of Seaxum, and of Angle, and of Geatum. Of Geatum fruman sindon Cantware and Wihtsætan, thæt is seo theod so Wiht thæt ealond oneardadh“ (sie kamen von drei Völkern, den stärksten Deutschland’s, dem der Sachsen, und der Angeln, und der Geaten [Gothen — Jüten]. Von den Geaten stammen die Kentmänner und Wightsassen, d. h. das volk, welches die insel Wight bewohnt). Nach der gegenseitigen stellung der drei stämme in ihren ursprünglichen sitzen zu schliessen, welchen ihre späteren in England zu entsprechen scheinen, müssten die ansiedler der südöstlichsten spitze von England eher von der gegenüberliegenden küste Friesland’s als aus Jütland gekommen sein. Und die chronik Maerlant’s spricht in der that von Hengist:

Een hiet Engistus een Vriese, een sas,

Die uten lande verdreven was.

Einer hiess Hengist ein Friese, ein Sachs,

der aus dem lande vertrieben ward.

31.Eine „authentische“ geschichte des gefeierten Arthur enthält Sharon Turner’s History of the Anglo-Saxons. Vol. I. Book III. chapt. 3.

32.Die Jüten, Sachsen und Angeln hatten zu ende des sechsten jahrhunderts in England sich in folgender weise fest gesetzt: dieJütenin Kent, der insel Wight und einem theile von Hampshire; dieSachsenalsSüdsachsenin Sussex, alsOstsachsenin Essex, Middlesex und im süden von Hertfordshire, alsWestsachsenin Surrey, Hampshire, Berks, Wilts, Dorset, Somerset, Devon und einem theile von Cornwall; dieAngelnalsOstangelnin Norfolk, Suffolk, Cambridge, der insel Ely und einem theile von Bedfordshire; alsMittelangelnin Leicestershire, welches zu Mercia gehörte; alsMercier, getheilt durch den Trent inSüdmercier in den grafschaften Lincoln, Northampton, Rutland, Huntingdon, dem nördlichen theile von Bedfordshire und Hertfordshire, Bucks, Oxfordshire, Gloucestershire, Warwickshire, Worcestershire, Herefordshire, Staffordshire, Shropshire, — und inNordmercier in Chester, Derby und Nottingham; alsNorthumbrierinDeira, d. h. in Lancaster, York, Westmoreland, Cumberland, Durham, und inBernicia, d. h. Northumberland und dem südlichen Schottland zwischen dem Tweed und demFirthof Forth.

33.Wanley hat nach den nachrichten des Thomas de Elmham, eines mönches aus Augustin’s kloster zur zeit Heinrich’s V., die von Gregor nach England geschickten bücher verzeichnet; sie bestanden aus einer verzierten bibel in zwei bänden, den psalmen Augustin’s mit dem credo, pater noster und mehreren lateinischen hymnen, zwei evangelienbüchern, einem andern psalmbuch mit hymnen, einem legendenbuch von den leiden der apostel, einem ändern reich mit edelsteinen gezierten martyrergeschichtenbuch und einer erklärung der episteln und evangelien. Auch brachte Augustin das pastorale Gregor’s nach England, welches Alfred später in das Angelsächsische übersetzte.

34.Mehreres hierüber ist in der einleitung zu R. Schmid’s gesetzen der Angelsachsen, thl. I. 8. Leipzig 1832 zu finden. Schmid schöpfte hauptsächlich aus Sharon Turner’s abhandlung A Vindication of the Genuineness of the Ancient British Poems of Aneurin, Taliesin, Llywarch Hen, and Merdhin with specimens of the Poems, welche dem dritten bande der geschichte der Angelsachsen (seite 313 bis 418 der pariser ausgabe von Baudry. 1840) beigefügt ist.

35.Eine ausführliche kritische abhandlung über die persönlichkeit dieses autors, die ihm beigelegten schriften und die mss., woraus dieselben genommen sind, befindet sich in Thomas Wright’s Biographia Britannica Literaria. A. S. Period. London. 8. 1842. Seite 115 bis 135. Mit übergehung der älteren ausgaben dieses autors, so wie von zwei alten englischen übersetzungen möge hier nur die letzte ausgabe des Gildas erwähnt werden: Gildas de Excidio Britanniæ. Ad fidem Codicum Manuscriptorum recensuit Josephus Stevenson. 8. Lond. 1838, welche von der Historical Society herausgegeben worden ist.

36.Siehe Wright’s Biogr. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 135 bis 142. Neueste ausgaben des Nennius: The „Historia Brittonum,“ commonly attributed to Nennius; from a manuscript lately discovered in the Library of the Vatican Palace, at Rome; edited in the tenth Century, by Mark the Hermit; with an English version. By the Rev. W. Gunn. 8. Lond. 1819. Nennii Historia Britonum. Ad fidem Codicum Manuscriptorum recensuit Josephus Stevenson. 8. Lond. 1838. (By the Historical Society.)

37.Siehe Wright’s Biogr. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 142 bis 163. Eine lebensbeschreibung Columban’s von Jonas, einem mönche zu Bobbio, einige jahre nach Columban’s tode geschrieben, findet sich in Mabillon’s Acta Sanctorum Ord. Bened. sæc. II. Ueber Columban’s gedichte handelt Bæhr, die christlichen dichter und geschichtsschreiber Rom’s. 8. Carlsruhe 1836. Seite 79. Columban’s übrig gebliebene werke sind abgedruckt in der Maxima Bibliotheca Veterum Patrum. Vol. XII. Fol. Lugd. 1677. Seite 1 bis 37, so wie in der kölner und pariser ausgäbe der Bibliotheca Patrum.

38.Vergleiche Seite LI. der vorrede zu Andreas und Elene von J. Grimm. 8. Cassel. 1840.

39.Genauere nachrichten über Aldhelm’s leben und schriften enthält Wright’s Biogr. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 209 bis 222. Ausgaben: Canisii Antiquae Lectiones, tom. V. 4. 1608. Edit. Basnage fol. Antw. 1725. tom. I. Seite 709 bis 762. Maxima Bibliotheca Veterum Patrum, tom. XIII., fol. 1677. Seite 1.

40.Ueber Ceolfrid’s leben und wirken siehe Wright’s Biogr. Brit. Lit. A. S. Period. Seite 234 bis 237.

41.Ueber Tatwine vergleiche Wright’s Biogr. Brit. Lit. A. S. Period. Seite 244 bis 246.

42.Th. Wright’s Biogr. Brit. Liter. A. S. Period. seite 246 bis 249. Ausgaben: Mabillon, Acta Sanctorum Ord. S. Benedicti, Sæc. III. Part. I. Par. 1672. Seite 263 bis 284 nach einem manuscript des klosters Lira in der Normandie. The History and Antiquities of Croyland-Abbey in the county of Lincoln. By R. Gough. 4. London, 1783. Seite 131 bis 153, aus einem manuscript Harl. 3097.

43.Beda’s gesammelte werke wurden zuerst zu Paris 1544, 1545 und 1554 in sechs foliobänden gedruckt, später zu Basel 1563, zu Cöln 1612 und 1688 in acht folianten. Die wichtigste ältere ausgabe der historischen werke Beda’s ist von John Smith im jahre 1722 zu Cambridge in folio unter folgendem titel erschienen: Historiæ Ecclesiasticæ Gentis Anglorum Libri Quinque, auctore Sancto et Venerabili Bæda Presbytero Anglo-Saxone, una cum reliquis eius Operibus Historicis in unum volumen collectis. Die beste neuere ausgabe ist von der Historical Society unter dem titel herausgegeben worden: Verabilis Bedæ Historia Ecclesiastica Gentis Anglorum. Ad fidem Codicum Manuscriptorum recensuit Josephus Stevenson. 8. London. 1838. Die Popular Treatises on Science, written during the Middle Ages. Edited by Th. Wright. 8. London. 1841, von der Historical Society of Science veröffentlicht, enthalten seite 1 bis 19 einen auszug aus der angelsächsischen übersetzung von Beda’s abhandlung De Natura Rerum. Im übrigen ist auf Wright’s Biogr. Brit. Liter. A. S. Period. zu verweisen, wo nebst einer lebensbeschreibung Beda’s ein ausführlicher wissenschaftlicher apparat zu dessen werken von seite 263 bis 288 gegeben wird.

44.Der beste abdruck von Egbert’s schriften findet sich in: Ancient Laws and Institutes of England; comprising Laws enacted under the Anglo-Saxon kings etc.—also Monumenta Ecclesiastica Anglicana. fol. London. 1840. Edited by Benjamin Thorpe, and published by the Record Commission. Im übrigen siehe Wright’s Biogr. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 297 bis 305.

45.Mone in seinen forschungen zur geschichte der teutschen literatur und sprache. 8. Achen und Leipzig, 1830. Bd. I. Seite 509 giebt Varianten aus einer brüsseler handschrift (Nr. 300 in 4.), welche jedoch den sinn nicht ändern. Wichtig ist, was Mone über das poenitentiale Egbert’s im allgemeinen und insbesondere über das vierte buch desselben spricht, welches er (seite 457) für jünger hält. Man vergleiche hierüber, was Hildenbrand in seinen untersuchungen über die germanischen pönitentialbücher. 8. Würzburg, 1851. Seite 65 ff. und Wasserschleben in den bussordnungen der abendländischen kirche. 8. Halle, 1851. Seite 37 ff., auf quellenstudium und vergleichung vieler handschriften gestützt, über das Egbert’sche beicht- und bussbuch sagen, woraus mit ziemlicher gewissheit hervorgeht, dass das ganze nicht auf Egbert zurückzuführen, mindestens als eine sehr überarbeitete zusammenstellung mehrerer älterer beicht- und bussordnungen, worunter sich auch eine Egbert’sche arbeit befinden mag, zu betrachten sei.

46.Ueber die drei götter Thunar, Vuoden und Saxnot, besonders über den letzteren handelt J. Grimm in der Deutschen Mythologie. 8. Göttingen, 1844. Seite 149. 184. 196. 839. Saxnot = Seaxna-Eowðen?

47.Martene und Durand, Veterum Scriptorum et Monumentorum Historicorum, Dogmaticorum, Moralium, Amplissima Collectio. Tomus IX. fol. Paris, 1733. enthält Bonifacii Sermones. Die beste ausgabe der briefe ist: Epistolae S. Bonifacii Archiepiscopi Magontini ordine chronologico dispositæ, notis et variantibus illustratæ a Stephano Alex. Würdtwein. fol. Magont. 1789. Vergleiche Wright’s Biog. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 308 bis 334.

48.Beati Flacci Albini seu Alcvini Abbatis, Caroli Magni Regis ac Imperatoris Magistri, Opera. Post primam editionem, a viro clarissimo D. Andrea Quercetano curatam, de novo collecta, multis locis emendata, et opusculis primum repertis plurimum aucta, variisque modis illustrata. Cura ac Studio Frobenii. Tomi duo in quatuor voluminibus, fol. Ratisbonæ, 1777. Siehe die reiche Alcuinliteratur in Wright’s Biog. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 366-368.

49.Vergleiche Wright’s Biog. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 405 bis 413.

50.Vergleiche Wright’s Biog. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 512 bis 521.

51.Im allgemeinen handeln hiervon S. Turner’s history of the A. S. Vol. III. Book IX. Wright’s Introductory Essay on the State of Literature and Learning under the Anglo-Saxons, 1842 zu London erschienen und auch als einleitung der Biog. Brit. Liter. beigefügt. L. Ettmüller’s handbuch der deutschen literaturgeschichte. 8. Leipzig 1847. Seite 120 bis 153. Michel, Bibliotheca Anglo-Saxonica, containing an accurate Catalogue of all works published in Anglo-Saxon, with an introductory letter, by J. P. Kemble. 8. Paris. 1837.

52.Deutsche grammatik v. J. Grimm. 4 theile. 8. Göttingen 1819-37. 1840.

53.Literatur der grammatiken, lexica und wörtersammlungen von J. S. Vater. 2. Aufl. von B. Jülg. 8. Berlin 1847 enthält von Seite 79 bis 98 einen vollständigen philologischen apparat übersichtlich geordnet.

54.Altnordisches lesebuch, von Fr. Ed. Chr. Dietrich. 8. Leipzig. 1843 enthält von seite IX bis LIV eine übersicht der literatur, von seite 1 bis 196 sprachproben, auf welche von seite 197 bis 288 grammatik und glossar folgen. Runensprachschatz; oder wörterbuch über die ältesten sprachdenkmale Skandinavien’s, von U. W. Dieterich. 8. Stockholm. 1844.

55.Geschichte der niedersächsischen oder plattdeutschen sprache von J. Fr. A. Kinderling. 8. Magdeburg. 1800.

56.Vergl. Wright’s Introductory Essay zu Biogr. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 15. Ferner desselben Essays on subjects connected with the Literature, Popular superstitions and History of England in the Middle Ages. 8. London, 1846. vol. I. Seite 25, und Essay XIV. Adventures of Hereward the Saxon. vol. II. Seite 91.

57.Im Exeter manuscripte (Thorpe’s Codex Exoniensis, seite 352) kommt ein vollständig gereimtes, aber bis jetzt noch nicht verstandenes gedicht vor, in welchem auch dieAlliterationnicht fehlt. In anderen gedichten werden gereimte verse stellenweise bemerkt. Allein dieses sind nur ausnahmen von der regel. Man vergleiche, was J. Grimm in der vorrede (seite XLIII) zu Andrêas und Elêne über reim und alliteration der angelsächsischen poesie sagt.

58.Vergleiche dagegen Grimm’s ansicht, dass die angelsächsischen gedichte in langzeilen von zwei hemistichen zu fassen seien, in der vorrede (seite LV.) zu Andreas und Elene.

59.The Anglo-Saxon Poems of Beowulf, the Traveller’s Song and the battle of Finnesburgh, edited by John M. Kemble. 8. London. 1833. Second edition, 1835. A Translation of the Anglo-Saxon Poem of Beowulf, with a copious glossary, preface and philological notes, by John M. Kemble, 8. London, 1837. Beowulf, das älteste deutsche, in angelsächsischer mundart erhaltene heldengedicht nach seinem inhalte und nach seinen historischen und mythologischen beziehungen betrachtet. Ein beitrag zur geschichte alter deutscher geisteszustände, von H. Leo. 8. Halle, 1839. Beowulf, ein heldengedicht des achten jahrhunderts, stabreimend übersetzt, mit einleitung etc. von L. Ettmüller. 8. Zürich, 1840. Ueber das geschlecht Beowulf’s vergleiche: Ueber die stammtafel der Westsachsen, von Kemble. 8. München, 1836, und Grimm’s recension darüber in den götting. gelehrt. anzeig. d. J.

60.In Leo’s alt- und angelsächsischen sprachproben, seite 88-92, und nochmals in dessen Beowulf mit deutscher übersetzung seite 79-88 besonders abgedruckt.

61.Dieselbe ist im druck erschienen unter dem titel: Codex Exoniensis. A Collection of Anglo-Saxon Poetry, from a manuscript in the library of the Dean and Chapter of Exeter, with an English Translation, Notes, and Indexes, by B. Thorpe. 8. London 1842 (published for the Society of Antiquaries of London). Dieses manuscript wurde der bibliothek des domes zu Exeter von Leofric, welcher im jahre 1046 als erster bischof nach Exeter kam, geschenkt. Dasselbe ist auf pergament in folio in einer schönen hand des zehnten jahrhunderts geschrieben, jedoch fehlen zu anfang, in der mitte und am ende einige blätter, und die schrift ist gegen das ende an vielen stellen unleserlich. (Siehe vorrede des herausgebers.)

62.Recensionen der Leo’schen sprachproben von L. Ettmüller in der allg. hall. literaturzeitung 1838, von Lappenberg in den berlin. jahrbüchern für wissensch. kritik. August 1838. Vergleiche hiermit fehlerverbesserungen zu den alt- und angelsächs. sprachproben in der vorrede zu Beowulf etc. von Leo. 8. Halle 1839. Eine besondere ausgabe des Traveller’s Song’s unter dem titel: Scopes vidsið, sängers weitfahrt, mit umfassender erklärung hat L. Ettmüller, Zürich 1839, veranstaltet.

63.Das Angelsächsische aus dem Codex Exoniensis, seite 326. 327.

64.Das geschichtliche in Beda’s werke dürfte in folgenden worten zu finden sein: „In huius monasterio Abbatissae (Hilda zu Whitby) fuit frater quidam divina gratia specialiter insignis, quia carmina religioni et pietati apta facere solebat, ita ut quicquid ex divinis literis per interpretes disceret, hoc ipse post pusillum verbis poeticis maxima suavitate et compunctione compositis in sua, i. e. Anglorum lingua proferret.... Canebat autem de creatione mundi et origine humani generis et tota Genesis historia: de egressu Israel ex Aegypto et ingressu in terram repromissionis, de aliis plurimis sacræ scripturæ historiis, de incarnatione dominica, passione, resurrectione et ascensione in coelum, de spiritus sancti adventu et apostolorum doctrina, item de terrore futuri judicii et horrore poenæ gehennalis ac dulcedine regni coelestis multa carmina faciebat.“

65.Caedmonis Monachi Paraphrasis Poetica Geneseos ac præcipuarum sacræ paginæ historiarum, abhinc annos MLXX Anglo-Saxonice conscripta, et nunc primum edita a Francisco Junio, Amst. 1655.

66.Eine ausführliche inhaltsangabe der handschrift mit proben im „jahresbericht über das gymnasium zu Elberfeld“ 1845, von K. W. Bouterwek.

67.Caedmon’s Metrical Paraphrase of Parts of the Holy scriptures, in Anglo-Saxon, with an English translation, notes and a verbal index, by B. Thorpe. 8. London 1832. Caedmon’s des Angelsachsen biblische dichtungen. Herausgegeben von K. W. Bouterwek (Abth. I. Text. 1849. Abth. II. Glossar. 1851). 8. Elberfeld. Dem ersten bande ist ein facsimile der beiderlei handschriften des oxforder codex beigegeben. (Vergl. seite 164.)

68.Auch Ettmüller ist dieser meinung. Siehe sein handbuch der deutschen literaturgeschichte. Leipzig 1847. Seite 135 u. f. Dagegen giebt Th. Wright in seinem Introductory Essay seite 22-24 die autorschaft Caedmon’s nicht auf, obwohl er eine gänzliche umänderung der gedichte in sprache und form annimmt, was einer verneinung der autorschaft Caedmon’s fast gleichsteht.

69.Zu vergleichen hierüber Sharon Turner’s History of the A. S. Vol. III, Book IX, chap. 3. seite 186 der pariser ausgabe von Baudry.

70.Das Angelsächsische nach Bouterwek’s redaktion, jedoch mit trennung der ganzzeilen in hemistiche nach anleitung der handschrift. Die alliteration der consonanten ist durch fettere lettern hervorgehoben.

71.Hohes haupt aller geschöpfe? In der handschrift ist diese zeile in punkten eingeschlossen, also nicht in zwei hemistiche zerlegt.

72.Die handschrift liest dælon; Junius, der erste Herausgeber, setzte dæl on. Die stelle ist jedenfalls unklar, vielleicht lückenhaft, daher ich nicht erst eine gekünstelte Übersetzung versucht habe.

73.Das Angelsächsische aus Leo’s sprachproben (seite 69. 70) mit auflösung in hemistiche und weglassung der accente.

74.Der text hat behðe; Sh. Turner muss to hehðe gelesen haben, denn er übersetzt on high.

75.Rheinisches museum 1832. 4, 232. Bibl. Mss. italica p. 6.

76.Im Appendix B. zu Purton Cooper’s Report on Rhymer’s foedera. (Enthält Edgar’s Canones, das vierte buch von Egbert’s Poenitentiale, ein angelsächsisches glossarium aus brüsseler handschriften, die gedichte des Vercelli Ms. und angelsächsische glossen aus handschriften zu Boulogne und Epinal.) Das buch ist nur in wenigen exemplaren vorhanden; von einem solchen, als geschenk verschickten hat J. Grimm Andrêas und Elêne herausgegeben. Siehe J. Grimm’s vorrede.

77.Codex Exoniensis. S. 107-184.

78.In Leo’s Sprachproben seite 23 und in Ettmüller’s Scôpas and Bôceras. S. 77 abgedruckt.

79.Der angelsächsiche text ist sehr fehlerhaft in Ellis’ Specimens of the Early English Poets. 3. vols. 8. London, 1801. Bd. 1. Seite 14 bis 31 zu finden; er ist ferner in Ettmüller’s Scopas and Boceras, seite 204 nach der angelsächsischen chronik abgedruckt, aus welcher (edit. Gibson seite 212 ff.) derselbe auch hier unter benutzung der angegebenen Varianten entlehnt ist.

80.Thorpe’s Codex Exoniensis, seite 377. Ettmüller’s Scôpas and bôceras seite 211. Auch in Conybeare’s Illustrations of A. S. poetry.

81.Thorpe’s Codex Exoniensis, seite 441. 306. Ettmüller’s Scôpas and bôceras, seite 214. 216. 218. Das erste gedicht auch in Conybeare’s Illustrations of A. S. poetry.

82.Thorpe’s Codex Exoniensis, seite 367-377.

83.Libri Psalmorum versio antiqua Latina; cum paraphrasi Anglo-Saxonica, partim soluta oratione, partim metrice composita, nunc primum e cod. Ms., in Bibl. Regia Parisiensi adservato, descripsit et edidit B. Thorpe. 8. Oxonii, 1835.

84.Thorpe’s Codex Exoniensis, seite 360. 355. 224.

85.Aus dem Codex Exoniensis, seite 293.

86.Dieses wort kommt ausser an dieser stelle nur noch einmal im Cod. Exon. vor: Seite 497 zeile 18 sworfen feole, welche stelle Thorpe mit „geriebenmit einer Feile“ übersetzt. Th. Wright in dem Introductory Essay seite 79 übersetzt dieses wort gar nicht. Hängt das wort sworfen mit dem englischen to swerve zusammen?

87.Von Wright mit „poured out,“ von Thorpe mit „equip’d“ übersetzt. Möchte es nicht von æt-eowian, ywan herzuleiten sein? Offenbar hat der gesuchte binnenreim dem räthseldichter schwierigkeiten gemacht.

88.Das englische to cling, anhangen? Thorpe übersetzt es mit „adorns“ und Wright mit „knocks.“ Auch hier ist der binnenreim zu beachten.

89.Diese stelle ist sehr dunkel. Wright übersetzt die vorhergehenden vier hemistichen: „It knocks and slights those, of whom before while alive a long while it obeys the will,“ Thorpe dagegen: „adorns and lengthens the tedious time of those who ere living their desires enjoy.“ Meine übersetzung ist wörtlich, obwohl þara þe ær lifgende auch eine andere fassung zulässt.

90.Die älteste Sammlung angelsächsischer gesetze von William Lambard unter dem titel Archaionomia, sive de priscis Anglorum legibus libri etc. 4. Londini 1568. Eine neue auflage von Wheloc, Cambridge 1644. Neuere ausgaben sind: Leges Anglo-Saxonicæ ecclesiast. et civil. ed. D. Wilkins. fol. Lond. 1721. Gesetze der Angelsachsen (mit einer historisch-kritischen einleitung und sorgfältigen kritik des textes) von R. Schmid, 8. Leipzig 1832. Die neuesten ausgaben sind für die Record Commission zu London veranstaltet worden: Codex Diplomaticus Aevi Saxonici, opera J. M. Kemble. II vols. 8. London. 1839. 1840. Ancient Laws and Institutes of England; comprising Laws enacted under the Anglo-Saxon kings, from Aethelbert to Canute, with an English Translation of the Saxon. With a compendious Glossary, etc. Edited by B. Thorpe, and published by the Record Commission. II vols. fol. London. 1840.

91.Rituale Ecclesiæ Dunelmensis. Nunc primum typis mandatum. Published by the Surtees Society, and edited by J. Stevenson. 8. London. 1840.

92.Bosworth’s A. S. Dictionary. Preface p. XXII. ff.

93.Die gründe sind von Wright in seiner Biog. Brit. Liter. A. S. Period., seite 400-403 zusammengestellt.

94.Diese sprüchwörter sind in doppelter redaction aus Ms. Trin. Coll. Cambr. B. 14, 39 und aus Ms. Coll. Jes. Oxon. I, 29, fol. 262 im ersten bande, seite 170 bis 188 der Reliquiæ Antiquæ, scraps from ancient Mss. Edit. by Th. Wright and J. O. Halliwell. 2 vols. 8. London, 1841. 1843 abgedruckt.

95.S. Turner hat dem könig Alfred das ganze fünfte buch (vol. II.) seiner geschichte der Angelsachsen gewidmet. Ausgaben: Alfred’s angelsächsische übersetzung des Beda in Smith’s Historiæ Ecclesiasticæ Gentis Anglorum etc. Auctore Bædæ. fol. Cantabrigiæ, 1722. Seite 471-649. The Anglo-Saxon Version, from the Historian Orosius. By Aelfred the Great. Together with an English Translation from the A. S. by D. Barrington. 8. London, 1773. The Will of King Alfred, reprinted from the Oxford Edition of 1788; with a preface, and additional notes. By J. S. Cardale. 8. London, 1828. King Alfred’s A. S. version of Boethius de Consolatione Philosophiæ, with an English translation, and notes. By J. S. Cardale. 8. London, 1829. King Alfred’s A. S. version of the Metres of Boethius, with an English translation, and notes; by S. Fox. 8. Lond. 1835. The Proverbs of King Alfred in Reliquiæ Antiquæ, herausgegeben von Th. Wright und J. O. Halliwell. 8. London, 1841. vol. I. Seite 170-188.

96.Aus Cardale’s ausgabe entlehnt.

97.Inhalt und sprache dieser stelle zeigt die spätere interpolation der vorrede.

98.Der angelsächsische text aus Darrington’s ausgabe. 8. London. 1773. Seite 21. 22.

99.Ausgaben ausser mehreren älteren: Dictionarium Saxonico-Latino-Anglicum. Opera et Studio G. Somneri. Accesserunt Aelfrici Abbatis Grammatica Latino-Saxonica, cum Glossario suo eiusdem generis. Fol. Oxon. 1659. Heptateuchus, Liber Job, et Evangelium Nicodemi; Anglo-Saxonice. Historiae Judith Fragmentum; Dano-Saxonice. Edidit nunc primum ex Mss. codicibus Edw. Thwaites. 8. Oxon. 1699. An English-Saxon Homily on the birth-day of St. Gregory. Translated into modern English, with notes, by Eliz. Elstob. 8. London, 1709. Thorpe’s Analecta Saxonica. 8. London. 1834 enthalten seite 25 bis 28 Alfric’s Preface to Genesis, seite 59-84 Homilies, seite 101-118 Alfric’s colloquium. Mit ausnahme der homilien auch in Leo’s alt- und angelsächsischen sprachproben. 8. Halle. 1838. Ancient Laws and Institutes of England; edited by B. Thorpe. Fol. London. 1840. Enthaltend die Canones Alfrici, Alfric’s hirtenbrief an Wulfstan und noch einen anderen brief desselben: „quando dividis Chrisma.“

100.Das Angelsächsische aus Biog. Brit. Liter. A. S. Period, seite 488. 489.

101.Wright’s Biog. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 496-501, woraus auch die mitgetheilten sprachproben entlehnt sind.

102.Das Angelsächsische aus Biog. Brit. Liter. A. S. Period. Seite 497. 498.

103.Am letzt angeführten orte seite 505 ff.,woherauch die sprachprobe genommen ist.

104.The Anglo-Saxon Version of the Story of Apollonius of Tyre, upon which is founded the Play of Pericles, attributed to Shakespeare; from a Ms. in the library of C. C. C. Cambridge. With a literal translation etc.; by B. Thorpe. 8. London. 1834.

105.Da diese abhandlung sich auch in einer handschrift der werke Alfric’s (Wanley, p. 160) in der öffentlichen bibliothek zu Cambridge befindet, so ist sie von ihrem herausgeber Wright (Popular Treatises on Science written during the Middle-Ages in Anglo-Saxon, Anglo-Norman, and English. 8. London, 1841. Seite 1-19) dem Alfric Grammaticus zugeschrieben worden.

106.Oder vielleicht ellen, ellarn, holder, hollunder?

107.Die älteste ausgäbe erschien unter dem titel Chronologia Saxonica als anhang zur Alfred’schen übersetzung von Beda’s kirchengeschichte von A. Wheloc, fol. Cambridge, 1644. Eine genauere ausgabe: Chronicon Saxonicum ex Mss. Codicibus nunc primum integrum edidit ac latinum fecit Edm. Gibson. 4. Oxonii, 1692. Besser ist: The Saxon Chronicle, with an English translation and notes critical and explanatory, by J. Ingram. 4. London, 1823. Zuletzt in den werken der Record Commission von Richard Price. Eine kritik der Ingram’schen ausgabe von R. Schmid in Hermes, band XXX, heft 2. Leipzig, 1828. Seite 286 ff.

108.Ein kenner angelsächsischer handschriften, John M. Kemble, klagt in seiner vorrede zum Beowulf (seite XXIII) nicht minder über die verderbtheit der Mss. durch schuld der abschreiber. „All persons,“ sagt er, „who have had much experience of Anglo-Saxon Mss. know how hopelessly incorrect they in general are; when every allowance has been made for date and dialect, and even for the etymological ignorance of early times, we are yet met at every turn with faults of grammar, with omissions or redundancies, of letters and words.“

109.Codex Ms. omnium vetustissimus non ita pridem erat penes egregium illum literarum fautorem Joannem Morum, episcopum nuper Eliensem, hodieque in Bibliotheca Regia Cantabrigiae asservatur. Smith’s Bede; Cantabrigiae, folio. 1722. Vorrede seite 3. Dr. John Moore war bischof von Norwich, als Wanley seinen catalog anlegte und dieses manuscript unter den Codd. Mss. Episc. Norwicensis seite 287 aufführte; später wurde er bischof von Ely. Nach seinem tode kaufte könig Georg I. diese handschrift mit des bischofs bibliothek, welche er der universität Cambridge schenkte, wo dieses Ms. gegenwärtig in der öffentlichen bibliothek aufbewahrt wird.

110.Sie sind ausserdem, das erstere in Wanley’s Antiq. literat. septent. Vol. II. p. 287., das letztere in Hikkes’ Gramm. Anglo-Saxon. p. 187. abgedruckt.

111.Fragment of Aelfric’s Grammar, Aelfric’s Glossary, and a Poem on the Soul and Body, in the Orthography of the 12. century: discovered among the Archives of Worcester Cathedral, by Sir T. Phillipps. fol. London, 1838.

112.Der lange titel der ersten ausgabe vom jahre 1566 mit dem namen dieser fünfzehn kirchenfürsten ist angegeben in Wright’s Biog. Brit. Liter. A. S. Period, seite 491.

113.Dafür, dass man darauf auch in späterer zeit wenig gewicht legte, lassen sich viele beispiele anführen. Auf den alten tapeten zu Bayeux, welche den sieg Wilhelm’s des eroberers feiern, findet sich dessen namen sehr verschieden geschrieben: Wilielmi, Willelmi, Wilgelmvm, Willielmvs, Willem, Wilel. In den acten zu Stratford kommt der namen von Shakespeare’s vater, welcher mitglied des gemeinderathes war, hundert sechs und sechszig mal in vierzehn ver schiedenen gestalten vor, nämlich: Shackesper, Shackespere, Shacksper, Shakspere, Shakespere, Shaksper, Shakspare, Shakspeyr, Shakyspere, Shakspire, Shaxpeare, Shaxsper, Shakxpere, Shaxpear, worunter sich die gegenwärtig angenommene schreibart des dichternamens nicht einmal befindet.

114.Bosworth in der vorrede zu seinem A. S. Dictionary besonders seite XVIII-XXII, wo sich eine nach inhalt und zeit des erscheinens geordnete übersicht der hauptwerke angelsächsischer literatur befindet, ferner Th. Wright am ende seines Introductory Essay und in seinen Essays on the Literature of England during the middle ages. Essay I. A. S. Poetry, seite 1-30, theilen schätzenswerthes material zur geschichte des studiums angelsächsischer sprachdenkmale mit.

115.Es sind hier nur die hauptformen aufgeführt, auf welche die orthographischen und mundartlichen nebenformen gegründet sind.

116.„Rex autem Edwardus natus in Anglia, sed nutritus in Normannia et diutissime immoratus, pene in Gallicum transierat, adducens ac attrahens de Normannia plurimos, quos variis dignitatibus promotos in immensum exaltabat.“ Ingulph. Hist. Croyl. p. 62 ed. Gale. Ingulph, ein geborner Angelsachse, lebte einige zeit am hofe Wilhelm’s des eroberers als dessen schreiber und wurde im jahre 1075 abt von Croyland, wo er 1109 gestorben ist. Die unter seinem namen citirte und wahrscheinlich im kloster von Croyland entstandene geschichte rührt indessen nicht von ihm her, oder müsste wenigstens sehr interpolirt sein.

117.Wilhelm von Malmsbury, welcher in der ersten hälfte des zwölften jahrhunderts als geschichtsschreiber blühte, beschreibt indessen den zustand der Angelsachsen kurz vor der eroberung Wilhelm’s in einer solchen weise, dass man die pfropfung des normännischen reises auf den angelsächsischen stamm jedenfalls als eine verbesserung ansehen muss. In seiner betrachtung über die folgen der schlacht von Hastings klagt dieser autor in seiner Historia Regum Anglorum unter anderem:„Clerici literatura tumultuaria contenti, vix sacramentorum verba balbutiebant; stupori et miraculo erant cæteris, qui grammaticam nossent. Monachi subtilibus indumentis et indifferenti genere ciborum regulam ludificabant. Optimates gulæ et veneri dediti, ecclesiam more Christiano mane non adibant, sed in cubiculo et inter uxorios amplexus matutinarum solemnia et missarum a festinante presbytero auribus tantum libabant. Vulgus in medio expositum præda erat potentioribus, ut vel eorum substantiis exhaustis, vel etiam corporibus in longinquas terras distractis, acervos thesaurorum congererent, quanquam magis ingenitum sit illi genti commessationibus quam operibus inhiare. Illud erat a natura abhorrens, quod multi ancillas suas ex se gravidas, ubi libidini satisfecissent, aut ad publicum prostibulum aut ad æternum obsequium vendicabant. Potabatur in commune ab omnibus, in hoc studio noctes perinde ut dies perpetuantibus, parvis et abjectis domibus totos sumptus absumebant; Francis et Normannis absimiles, qui amplis et superbis ædificiis modicas expensas agunt. Sequebantur vitia ebrietatis socia, quæ virorum animos effoeminant.“

118.„Modus etiam scribendi anglicus omitteretur, et modus gallicus in chartis et in libris omnibus admitteretur.“ Ingulph, seite 71.

119.„Coepit ergo tota terra sub Rege (Edwardo) et sub aliis Normannis introductis Anglicos ritus dimittere, et Francorum mores in multis imitari, Gallicum scilicet idioma omnes Magnates in suis curiis tanquam magnum gentilitium loqui, chartas et chirographa sua more Francorum conficere, et propriam consuetudinem in his et in aliis multis erubescere.“ Ingulph, seite 62.

120.„Anglicam locutionem plerumque sategit ediscere, ut sine interprete querelam subjectæ legis possit intelligere. Ast a perceptione huiusmodi durior ætas illum compescebat, et tumultus multimodarum occupationum ad alia necessario adtrahebat.“ Ordericus Vitalis l. IV, 520. Dieser autor war der sohn eines verheiratheten normännischen priesters, und im jahre 1075 am ufer des Severn in England geboren. Seine dreizehn bücher geschichte, welche er bis zum jahre 1143 in der Normandie abfasste, sind eine hauptquelle für die geschichte der Normannen seiner zeit.

121.Die unkenntniss der volkssprache war den Normannen zuweilen auch verderblich. Als die Northumbrier im jahre 1080 den bischof Vaulcher mit mehreren bitten angingen, wollte er ihnen die erfüllung derselben nur um vierhundert pfund silber zugestehen. Da rief der redner der Northumbrier seinen landsleuten in deren sprache zu: short red, god red, slea ye the byshoppe, wie Matth. Paris I, 1. seite 10 in späterem Englisch anführt, worauf der bischof und mit ihm hundert Franzosen und Flamländer (frencisce and flemisce nach der sachsenchronik) umgebracht wurden. Als im jahre 1191 Wilhelm Longchamps, der allmächtige minister Richard’s I., welcher selbst die volkssprache nicht verstand, nachdem er wegen seiner erpressungen in ungnade gefallen war, als weib verkleidet, sich über das meer flüchten wollte, wurde er am strande von dem volke festgehalten, weil er auf keine frage antworten konnte („quia linguam anglicam prorsus ignorabat“), und in das gefängniss geworfen.


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