Chapter 32

FUSSNOTEN:[1]Vgl.v. Richthofen, China. I, 443.[2]Eine Ahnung davon verräth schon der merkwürdige Brief des Maximilian Transsilvanus über die Molukken und die Fahrt des Magalhaes, Oktob. 1522. Vgl.Fr. Wieser, Magalhaesstraße und Austral-Continent. Innsbruck 1881. S. 113.[3]H. Kiepert, Lehrbuch der alten Geographie. Berlin 1878. S. 44.[4]F. v. Richthofen, China. I, 469 ff.[5]W. Heyd, Geschichte des Levantehandels im Mittelalter. Stuttgart 1879. I, 182.[6]H. Kiepert, Lehrbuch der alten Geographie. S. 222.[7]K. Müllenhoff, Deutsche Alterthumskunde. Berlin 1870. I, 73 ff.[8]Ebd. I, 211 ff.[9]Transscription und Uebersetzung zu dem Facsimile:3. „Ohthere sæde his hlaforde, Ælfrede [cyninge], þæt he ealra Norðmanna norðmest bude. He cwæð þæt he bude on þæm lande norðeweardum wið ða west sǽ. He sæde ðeah þæt þæt land sy swyðe lang norð þanon; ac hit is eall weste, buton on feawum stowum, sticcemælum wiciað Finnas,—on huntaðe on wintra, and on sumera on fiscoðe be ðære sǽ: He sæde þæt he, æt sumum cyrre, wolde fandian hû lange þæt land norðrihte læge; oððe hwæþer ænig man be norðan þæm westene bude.“Ohthere erzählte seinem Herrn, König Alfred, daß er nördlicher als alle Normannen wohnte. Er sagte, daß er wohnte in dem Lande im Norden an der Westsee. Er sagte ferner, daß das Land sich weit nach Norden erstrecke, aber es ist alles wüste, außer an wenigen Stellen, hie und da, wo Finnen sitzen, um im Winter zu jagen und im Sommer zu fischen in der See. Er sagte, daß er zu einer gewissen Zeit wissen wollte, wie weit das Land nordwärts läge, oder ob noch jemand nördlich von dem Wüstengebiet wohne.[10]Jos. Bosworth,A description of Europe and the voyages of Ohthere and Wulfstan, written in anglo-saxon by King Alfred the great. London MDCCCLV.Vergl. auf Seite 15 die Probe des angelsächs. Originals.[11]A. Letronne,Recherches geogr. et critiques sur le livre de Mensura Orbis Terrae par Dicuil.Paris 1814. Zweite Abtheilung. S. 38. 39.[12]Adam,Hist. eccles. IV. cp.39. Vgl. auchJ. G. Kohl, die erste deutsche Entdeckungsreise zum Nordpol, in Bremisches Jahrbuch V, 174–191.[13]H. Major,The voyages of Nic. & Antonio Zeno(Hakluyt Soc.1873)p. LXV.gibt 1406 als letztes Jahr an.[14]Vgl. dieKartenbeilage. Dieselben Länderumrisse erschienen schon auf Weltgemälden aus dem Ende des 15. Jahrhunderts und wurden von hier getreu in die genannte Ausgabe des Ptolemäus hinübergenommen.[15]H. Major,Henry the Navigator, pp.58. 59.[16]Abweichend von allen andern Seekarten jener Zeit ist Südafrika hier dargestellt, aber leider nur ein Phantasiegemälde, wie die charakterlosen Contouren beweisen.[17]The voyages of the Venetian brothers Nicolo & Antonio Zeno.Ausgabe der Hakluyt Soc. London 1873. Man vgl. auch den Aufsatz von Prof.Dr.Hermann Vogelsang: Die Insel Friesland und die Reisen der Gebrüder Zeno im Ausland. 1872. S. 1162 bis 1168.[18]H. Major,l. c. Introd. p. 1. IX.[19]Admiral Irminger, welcher imJourn. R. Geogr. Soc. 1879 p. 398 sq.zu beweisen sucht, daß Zenos Frislanda Island sei, gibt zur Bestätigung obiger Thatsachen die nachstehenden Beobachtungen von seinem zweimaligen Besuche Islands in den Jahren 1826 und 1834. Irminger schildert die ehemalige Wohnung des berühmten Historikers Snorre Sturleson in Reikholt (1178–1241), welcher neben seinem Hause sich ein großes Badebassin erbaut hatte, zu dem das heiße Wasser einer nahen Quelle geleitet war. Die Anlage war so dauerhaft gemacht, daß man noch nach 600 Jahren dieselben hätte benutzen können. Auch erwähnt Irminger noch andere Vorkehrungen in Reikjadal, welche darauf abzielten, heißes Quellwasser zum Kochen zu benutzen. Der alte Bericht Zenos findet durch diese Wahrnehmung seine Bestätigung.[20]Ztschr. der Ges. f. Erdkunde. Berlin. Bd. IX, 279–314.[21]Fr. Zarncke, der Priester Johannes, in d. Abhdl. d. kgl. sächs. Ges. d. Wiss. phil.-hist. Cl. VII, 852.[22]Vgl. die beifolgende Karte.[23]Pauthier,Le livre de Marco Polo. 2 vol. Paris 1865.[24]H. Yule,The book of Ser Marco Polo. 2 vol. 2. edit. London 1875.[25]Die New Welt der Landschaften vnnd Insvln etc. Straßburg 1534. Fol. 107.[26]Der Uebersetzer hat also auch Formosa wieder verdeutscht, wie man zur selben Zeit auch den Namen Christoph Columbus in Christoffel Dawber übertrug und seinen Titel„admirante del mar“mit „Wunderer des Meeres“ übersetzte.[27]Die Abwesenheit der Vögel ist aber nur zeitweilig. Im Sommer sind vielmehr die Gewässer sehr belebt, wie es bereits um 644 p. C. der berühmte chinesische Reisende Hwen Thsang schildert.[28]„Auch kann es die Speisen nicht so weich kochen,“ fügen andere Handschriften von Polo’s Reise hinzu.[29]d. h. der ganze Uebergang über das Plateau.[30]M. Polo erwähnt den See Lop (Lopnor) nicht. Auch heute noch heißt der ganzeLandstrichLopnor. Charakteristisch ist folgende Bemerkung Prschewalskys (Russ. Revue, XV, 568) Als wir in das erste am Tarim gelegene Dorf kamen, antwortete der Dorfälteste auf meine Frage: Ist es noch weit bis zum Lopnor? indem er mit dem Finger auf sich zeigte. „Ich bin Lop-Nor“.[31]Noch jetzt nennen die Eleuten des Alaschangebirges der Stadt Ning-Nia Yargai, was an Polo’s Egrigaia erinnert. Damals war der District wegen des Anbaus von Safflor (carthamus tinctorius) berühmt.[32]Ein türkischer Stamm.[33]BeiPauthier,le livre de Marco Polo. I, 220,Sugdatu, und unter dieser entstellten Form nicht identificirt.[34]Folgende Sitte des dortigen Volks mongolischen Stammes, welche Polo erwähnt, mag hier verzeichnet werden: „Dis Volck yßt roh fleisch, das bereyten sie vor also. Sie zertreybens vor klein, darnach thund sie öll vnd gute specerey dran, vnd essens dann also.“ Also ein echtes Beefsteakà la tatare![35]H. Yule(II, 104) sucht Anin in dem Stamm des Volkes und in der Stadt Hon-hi oder Ngoming, jetzt Homi-tscheu. Andere Lesearten für dieses, den Geographen früherer Jahrhunderte unfindbare Länder sind Amu, Aniu, Ania, Anian. Aus Verlegenheit schoben die Kartographen diesen Namen nebst andern immer weiter nordwärts, bis in der Mitte des 16. Jahrhunderts einFretum Aniandie postulirte Meerenge zwischen der alten und neuen Welt im Nordosten Asiens bildete.[36]60 = 1 Aequatorialgrad, 3–4 Li = 1 solche Meile.[37]Von den Arabern des Mittelalters vielbesuchter Hafen, den sie Kan-pu oder Khan-fu nennen.[38]Alle spätern Karten, welche auf Polo’s Angaben Bezug nehmen, haben das südchinesische Meer nach Kräften mit zahlreichen Inseln besäet.[39]Das Cap Comorin hat seinen Namen von skr.kumari, d. h. Jungfrau, nämlich die Göttin Durga. Schon der Periplus des erythräischen Meeres und nach ihm Ptolomäus nennt das Κομαρια ακρον.[40]Vgl.H. Yule, Marco Polo. I, 103. Introd.[41]Hist. des Sc. Math. II, 150.[42]SieheS. 68.[43]Auch in Zayton entstanden christliche Kirchen. Dort waren um 1326 als Bischöfe die Franziskaner Gerardus, Peregrinus und Andreas. Zu derselben Zeit trieben dort Genuesen Handel.W. Heyd, Gesch. d. Levantehandels. II, 221.[44]H. Yule, Cathay. I, 172.[45]H. Yule, Cathay. I, 75.[46]Lamori, bei Polo Lambri, ebenso bei malaiischen Schriftstellern, bei den Arabern Al-Rami, Ramin, Ramni, lag wahrscheinlich im nordwestlichen Theile der Insel Sumatra, zwischen Daya und Atschin.H. Yule, Cathay. I, 84.[47]Auf der catalan. Karte Cincalan, bei Marignolli Cynkalan, d. h. Großtschin oder Großchina.[48]60 Meilen auf einen Aequatorialgrad gerechnet.[49]v. Richthofen, China. I, 617.[50]H. Yule, Cathay. I, 231–237.[51]Bei Ptolomäus Zaba und Zabae, möglicherweise Sanf oder Tschampa an der Ostküste Hinterindiens.H. Yule, M. Polo. II, 250.[52]W. Heyd, Geschichte des Levantehandels im Mittelalter. Stuttgart 1879. II, 149.[53]H. Yule, Cathay. I, 311–394.[54]NachRichthofen, China I, 614, ist der Tan-ho, ein Zufluß des Han gemeint, aber nicht, wie Yule noch annahm, der große Canal.[55]Frdr. Kunstmann, die Kenntniß Indiens im 15. Jahrhundert. München 1863. 13. 14. 39.[56]Nach dem Glauben jener Zeit war Babylon und Bagdad identisch; auch auf der catalanischen Karte lesen wir:Ciudad de Baldach, aci fu Babilonia la gran.[57]Vielleicht das in Aman liegende Calhat.[58]W. Heyd, Gesch. d. Levantehandels. II, 360.[59]W. Heyd, der Reisende Niccolo de’ Conti. Ausland 1881, Nr. 25.H. Yule, M. Polo. II, 375.[60]H. Yule, M. Polo. II, 360.[61]Der malayische Archipel, deutsch von A. B.Meyer. Braunschweig 1869. I, 104–107.[62]A. R.Wallace, der malayische Archipel. II, 360.[63]Conti ist der erste und einzige mittelalterliche Reisende, der auf der Rückkehr von Indien her seinen Weg durchs rothe Meer statt durch den persischen Golf nahm.[64]Fr. v. Löher, Canarische Reisetage, in der Allg. Zeitung 1876. Nr. 57 u. f.[65]R. H.Major,The life of Prince Henry of Portugal. London 1868. p. 314.[66]Möglicherweise war der arabische Seefahrer Ibn Fatima einmal bis zum Cap Branco verschlagen, welches er als „glänzendes Vorgebirge“ bezeichnet. (O.Peschel, Gesch. d. Erdkunde. 2. Aufl. S. 130). Auch hatte Bethencourt 1405 die Küste von Bojador (port de Bugeder), südlich neben dem Vorgebirge gelegen, erreicht. R. H.Major,The conquest and conversion of the Canarians by J. de Bethencourt (Hakluyt Soc. 1872) p. 180.[67]Zur Erklärung dieses Horoskops diene folgendes: Die Astrologen bezeichneten mit dem Ausdruck „Haus“ ein sphärisches Zweieck (Winkel) am Himmelsgewölbe, im Thierkreise. Die zwölf Zeichen des Thierkreises waren aber als „Häuser“ derart an die sieben Planeten vertheilt, daß jeder Wandelstern zwei Häuser hatte, außer Sonne und Mond, denen nur eins zugewiesen war.Fig. 1.Häuser des TierkreisesDanach herrschte also die Sonne im Hause des Löwen, der Mond im Krebs, Merkur in den Zwillingen und in der Jungfrau, Venus im Stier und in der Wage, Mars im Widder und im Scorpion, Jupiter in den Fischen und im Schützen, und endlich Saturn im Wassermann und im Steinbock.Die Exaltation war anders vertheilt, und zwar:Fig. 2.Verteilung der ExaltationDasSpeculum astrologicumoder die Stellung der Gestirne war demnach bei der Geburt des Prinzen:Fig. 3.Speculum astrologicumDer Mars stand im Wassermann, der Wassermann ist das Haus des Saturn (sieheFigur 1) und ist das eilfte Haus, im zwölften steht die Sonne in Exaltation (vgl.Figur 2erste Zeile). Das sind die Elemente dieses einfachen Horoskops, auf das man so großes Gewicht legte.[68]In der That ist es nur eine flache Sandzunge, welche ins Meer vortritt und von einem Riffe umgürtet ist, welches kaum eine deutsche Meile lang ist. Nur ungeschickte Küstenfahrer konnten davon zurückgeschreckt werden.[69]Studien über das Klima der Mittelmeerländer. Gotha 1879. S. 25 im Ergänzungsheft Nr. 58 der „Mittheilungen“.[70]Fr. Kunstmann, Die Handelsverbindungen der Portugiesen mit Timbuktu im XV. Jahrh. d. Abh. d. III. Cl. d. k. Ak. d. Wiss. VI., I. Abthl. 178.[71]e la costa è tutta terra bassa, copiosa di bellissimi e grandissimi arbori verde.[72]tutta bagnata di molte riviere e fiumi piccoli.[73]Ein Italiener war sogar bis Timbuktu vorgedrungen (Peschel, Geschichte der Erdkunde. 2. Auflage. 190).[74]Peschel, Zeitalter der Entdeckungen. 2. Auflage. S. 55.[75]H.Major,Prince Henry. 277 et seq.[76]Margarita phil. Basil. 1508. Lib. VII. Cap. XLII.[77]Der von Regiomontan erfundene Jakobsstab oder Kreuzstab bestand aus einem längeren graduirten Ellenstabe mit verschiebbarem kürzerem Querholz. Das Ende des Ellenstabes brachte man beim Visiren möglichst nahe vors Auge und schob dann das Querholz so weit, bis das eine, untere Ende den Horizont, das obere den Stern, dessen Höhe man messen wollte, berührte. In ähnlicher Weise konnte man auch den Abstand eines Sternes vom Monde messen. Wollte man Sonnenhöhen messen, so brachte man farbige Gläser an dem Querholze an, um das Auge zu schützen. Dieses Instrument bürgerte sich bald bei allen seefahrenden Nationen ein und hieß bei den Portugiesenbalestilha, bei den Spaniernbaculo de Santiago(Jakobsstab), bei den Engländerncross-staff, bei den Holländerngraedboog. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war er noch allgemein in Gebrauch.[78]Auf unseren Karten gewöhnlich C. Montserrado.[79]In der neuesten Zeit hat die portugiesische Regierung die Pfeiler wieder aufsuchen und ihre Stätte fixiren lassen.[80]Die Karten Juans de la Cosa (1500) und S. Cabots (ca. 1525) verlegen die Manga das Areas, den äußersten Punkt der Fahrt, nördl. v. C. Negro.[81]DieAstrolabiendienten bereits bei den Griechen des Alterthums und bei den Arabern des Mittelalters zur Messung der Sternhöhen, d. h. des Winkels vom Horizont bis zur momentanen Stellung des Gestirnes (der Sonne, des Mondes). Einer unter den arabischen Astronomen, Ali ben Isa (um 833), erhielt sogar den Beinamenal astralabi, der Astrolabienmacher, weil seine Instrumente besonders geschätzt und über das ganze mohammedan. Reich verbreitet waren. Die europäischen Gelehrten entlehnten bereits seit dem 11. Jahrhundert das Instrument von den Arabern. Dasselbe bestand in seiner einfachen Form aus einem großen Kreisbogen von Holz, in dessen Mitte um einen Zapfen sich ein Winkelzeiger (arab. Alidad) drehte, welcher an beiden Enden mit feinen Visirlöchern versehen war. Wenn das Instrument aufgehängt war, zeigte der eine Durchmesser des Kreises die horizontale Linie an, während der andere Durchmesser die verticale Richtung erhielt. Da der Holzkreis in Grade abgetheilt war, ließ sich durch die genaue Richtung des Alidad auf den Stern der Höhenwinkel auf dem graduirten Kreise ablesen. Regiomontan ließ in seiner Werkstatt in Nürnberg diese Instrumente verbessern und aus Metall herstellen und wahrscheinlich machte Martin Behaim die Portugiesen mit denselben bekannt. Gewiß ist, daß alle großen Seefahrer: Columbus, Gama, Magalhães sich der von den Deutschen verbesserten Instrumente bedienten.[82]Gaspar Correa, Lendas da India. I, 5 (Lisboa 1858) nennt ihn Gonçalo de Pavia und bezeichnet ihn als eingeborenen Canarier.[83]geboren um 1469 in Sines.[84]Henry E. J. Stanley,The three voyages of Vasco da Gama and his Viceroyalty. From the Lendas da India of Gaspar Correa. London (Hakluyt Soc. MDCCCLXIX. p. VI.)Bei der folgenden Darstellung ist dieses Werk vielfach benutzt.[85]Osoriogibt an, die Helenabai und der Jacobusfluß seien nach dem Heiligentag benannt, St. Helena fällt auf den 18. August, Jacobus noch früher. Wenn nach Barros die ganze Fahrt bis dahin etwa 5 Monate gedauert, dann fällt die Ausfahrt auf die von Correa angegebene Zeit, in den März. Die Landung im August stimmt auch mit den Angaben der Winterzeit und den kurzen, dunklen Tagen. Die Dublirung des Caps müßte danach vor dem 20. Nov. (Castanheda) oder 22. Nov. (Barros) fallen.[86]Barros gibt irrthümlich den 7. April an, vgl.H. E. J. Stanley,Vasco da Gama. p. 111. Note 1.[87]Diese Darstellung nach Correa scheint der Wahrheit mehr zu entsprechen als die Angabe Barros, der Mann sei ein Araber aus Tunis gewesen, der in Oran mit den Portugiesen verkehrt habe. Denn es klingt nicht wahrscheinlich, daß ein geborner Mohammedaner sollte seine Glaubensgenossen verrathen und, wie von allen Seiten berichtet wird, später den christlichen Glauben angenommen haben.[88]Namentlich stehen sich Barros und Correa gegenüber. Wenn man jedoch die (von Correavordie Audienz verlegte) Gefangennahme Gama’s als eine Folge der offenen Aussprache des Capitäns in Gegenwart des Samorin auffaßt, und sienachder Audienz als eine eigenmächtige Maßnahme der mohammedanischen Partei annimmt, lassen sich die Berichte bis auf einen gewissen Punkt vereinigen.[89]Barros läßt die Fahrt vor Eintreten des Monsuns beginnen, in Folge dessen die Schiffe, durch Windstille und Gegenwinde aufgehalten, viel Mannschaft verloren, da bei der langen Dauer der Fahrt Mangel an Wasser und frischen Lebensmitteln eintrat. Allein es ist wahrscheinlicher, daß Gama, da er einmal von Kalikut vor der Monsun-Zeit aufbrechen mußte, nordwärts segelnd, den günstigen Fahrwind bei den Andjediven abwartete, als daß er gegen den Rath der Piloten sich zu früh über den Ocean gewagt.[90]Correa’s Bericht erscheint auch hier in sich correct. Wie er die Flotte erst nach dem Auftreten des Monsun von der indischen Küste Abschied nehmen und mit günstiger Fahrt rasch nach Afrika gelangen läßt, ungehemmt durch Gegenwinde und Windstille, deren drückende Schwüle nach den Angaben der anderen Historiker die Ursache der zahlreichen Todesfälle unter dem Schiffsvolk gewesen sein soll, so daß in Folge dessen die Mannschaft zur Bedienung dreier Schiffe nicht mehr ausreichte, so weiß er auch nichts von dem nothwendig gewordenen Aufgeben des dritten Schiffes. Und dabei beruft er sich grade hier, wo er die Rückfahrt schildert, auf die authentischen Berichte des Geistlichen João Figueira, welcher als Augenzeuge seine Erlebnisse niederschrieb.[91]Als Tag der Ankunft nennen Barros und Goes den 29. September, Correa den 18. September. Den Monat September gibt, ohne Tagesangabe, auch Castanheda an.[92]Cruzado = 2,75 Mark.[93]Der Quintal Pfeffer galt damals in Lissabon 80 Cruzados, Zimmt 180, Näglein 200, Ingwer 120, Muskatnuß 100, Mazis 300 Cruzados.[94]P. A. Thiele,De vestiging der Portugeezen in Indië, (zie de Gids 1873. no. 8)Bl. 15. Anm. 1. führt das Auftauchen des Namens Brasilien bis ins Jahr 1504 zurück.[95]G. Correa, Lendas I, 152 nennt den CapitänAndré Gonsalvez, der in der Liste des Barros unter den Führern der dreizehn Schiffe nicht mit aufgeführt ist. Werthvoll ist aber die Angabe Correa’s, weil er hinzufügt, derselbe Gonsalvez sei von König Manuel sofort mit einer zweiten Fahrt nach Brasilien beauftragt. Dies würde die Expedition sein, an welcher Vespucci theilnahm, und von der man bisher den Namen des Capitäns nicht kannte.[96]F. Kunstmann, die Fahrt der ersten Deutschen nach dem portugiesischen Indien. München 1861. S. 2.[97]B. Greiff, Tagebuch des Lucas Rem aus den Jahren 1494–1541. Augsburg 1861, mitgetheilt im 26. Jahresberichte des Histor. Kreisvereins im Regierungsbezirk von Schwaben und Neuburg.[98]Kunstmann, a. a. O. S. 6.[99]Ebenda. S. 8.[100]Es war das Schiff des Sancho de Toar, von der Flotte Cabrals, welches 1501 hier gescheitert war.[101]Tagebuch S. 8.[102]The travels of Ludovico di Varthema, translated from the original edition of 1510 and edited by G. P. Badger (London, Hakluyt Soc. 1863).Eine deutsche Uebersetzung findet sich bereits in: „Die New Welt der Landschaften vnnd Insvln, etc.“, Straßburg 1534, Fol. 58 u. f. Eine lateinische Uebersetzung gab vorher Grynäus in seinem„Novus orbis regionum ac insularum“,Basil. 1532, fol. 189u. f.[103]Diese und dieAbbildung auf nächster Seiteist entnommen (Facsimile in ⅓ der Breite des Originals) aus:Linschoten, Itinerarium ofte Schipvaert naer Oostofte Portugaels Indiën. Amsterdam 1614.[104]N. de Gray Birch,The Commentaries of the great Afonso d’Alboquerque. London, (Hakluyt Soc.) 1875. Vol. I. 225.[105]Vollständig wiedergegeben in denCommentaries of the great A. d’Alboquerque. I, 227. 228.[106]Dec. II. liv. III. cap. 9.[107]Dec. II, 4. 3. que usam vestir panno et outras cousas a nosso modo.[108]Ajuthia liegt nördlich von Bangkok am Menam. Sie war damals nicht blos die prächtige Residenz der Könige, sondern auch eine belebte Handelsstadt, in deren Hafen sich Schiffe aller ost-asiatischen Nationen, selbst der Japaner einfanden. Sie wurde 1555 zuerst vom Könige von Pegu zerstört und nach ihrem Wiederaufbau zum zweitenmale vom Könige von Birma 1767 vernichtet, so daß nur jene Ruinen übrig blieben, „die in einer Wildniß wuchernden Gestrüppes noch jetzt von der einst berühmten und glänzenden Residenz zeugen und in ihren gebrochenen Pagoden, von dichtem Epheu umflort, über die verwaiste Stadt zu klagen scheinen, die später wieder neben ihnen aufgebaut wurde, aber ihren Herrschersitz verlor“.A. Bastian, die Geschichte der Indochinesen. Leipzig 1866. S. 369. 371. 382.[109]Osorio,de rebus Emmanuelis. Colon. 1586 p. 264b. Elephantus accessit et ter genibus flexis et demisso corporis habitu venerabundus illum salutavit, quod non mediocrem admirationem spectantibus incussit.[110]Dagegen rühmt Osorio das milde Klima und die herrliche Gegend.Coeli temperies et regionis amoenitas.A. a. O. S. 191.

FUSSNOTEN:[1]Vgl.v. Richthofen, China. I, 443.[2]Eine Ahnung davon verräth schon der merkwürdige Brief des Maximilian Transsilvanus über die Molukken und die Fahrt des Magalhaes, Oktob. 1522. Vgl.Fr. Wieser, Magalhaesstraße und Austral-Continent. Innsbruck 1881. S. 113.[3]H. Kiepert, Lehrbuch der alten Geographie. Berlin 1878. S. 44.[4]F. v. Richthofen, China. I, 469 ff.[5]W. Heyd, Geschichte des Levantehandels im Mittelalter. Stuttgart 1879. I, 182.[6]H. Kiepert, Lehrbuch der alten Geographie. S. 222.[7]K. Müllenhoff, Deutsche Alterthumskunde. Berlin 1870. I, 73 ff.[8]Ebd. I, 211 ff.[9]Transscription und Uebersetzung zu dem Facsimile:3. „Ohthere sæde his hlaforde, Ælfrede [cyninge], þæt he ealra Norðmanna norðmest bude. He cwæð þæt he bude on þæm lande norðeweardum wið ða west sǽ. He sæde ðeah þæt þæt land sy swyðe lang norð þanon; ac hit is eall weste, buton on feawum stowum, sticcemælum wiciað Finnas,—on huntaðe on wintra, and on sumera on fiscoðe be ðære sǽ: He sæde þæt he, æt sumum cyrre, wolde fandian hû lange þæt land norðrihte læge; oððe hwæþer ænig man be norðan þæm westene bude.“Ohthere erzählte seinem Herrn, König Alfred, daß er nördlicher als alle Normannen wohnte. Er sagte, daß er wohnte in dem Lande im Norden an der Westsee. Er sagte ferner, daß das Land sich weit nach Norden erstrecke, aber es ist alles wüste, außer an wenigen Stellen, hie und da, wo Finnen sitzen, um im Winter zu jagen und im Sommer zu fischen in der See. Er sagte, daß er zu einer gewissen Zeit wissen wollte, wie weit das Land nordwärts läge, oder ob noch jemand nördlich von dem Wüstengebiet wohne.[10]Jos. Bosworth,A description of Europe and the voyages of Ohthere and Wulfstan, written in anglo-saxon by King Alfred the great. London MDCCCLV.Vergl. auf Seite 15 die Probe des angelsächs. Originals.[11]A. Letronne,Recherches geogr. et critiques sur le livre de Mensura Orbis Terrae par Dicuil.Paris 1814. Zweite Abtheilung. S. 38. 39.[12]Adam,Hist. eccles. IV. cp.39. Vgl. auchJ. G. Kohl, die erste deutsche Entdeckungsreise zum Nordpol, in Bremisches Jahrbuch V, 174–191.[13]H. Major,The voyages of Nic. & Antonio Zeno(Hakluyt Soc.1873)p. LXV.gibt 1406 als letztes Jahr an.[14]Vgl. dieKartenbeilage. Dieselben Länderumrisse erschienen schon auf Weltgemälden aus dem Ende des 15. Jahrhunderts und wurden von hier getreu in die genannte Ausgabe des Ptolemäus hinübergenommen.[15]H. Major,Henry the Navigator, pp.58. 59.[16]Abweichend von allen andern Seekarten jener Zeit ist Südafrika hier dargestellt, aber leider nur ein Phantasiegemälde, wie die charakterlosen Contouren beweisen.[17]The voyages of the Venetian brothers Nicolo & Antonio Zeno.Ausgabe der Hakluyt Soc. London 1873. Man vgl. auch den Aufsatz von Prof.Dr.Hermann Vogelsang: Die Insel Friesland und die Reisen der Gebrüder Zeno im Ausland. 1872. S. 1162 bis 1168.[18]H. Major,l. c. Introd. p. 1. IX.[19]Admiral Irminger, welcher imJourn. R. Geogr. Soc. 1879 p. 398 sq.zu beweisen sucht, daß Zenos Frislanda Island sei, gibt zur Bestätigung obiger Thatsachen die nachstehenden Beobachtungen von seinem zweimaligen Besuche Islands in den Jahren 1826 und 1834. Irminger schildert die ehemalige Wohnung des berühmten Historikers Snorre Sturleson in Reikholt (1178–1241), welcher neben seinem Hause sich ein großes Badebassin erbaut hatte, zu dem das heiße Wasser einer nahen Quelle geleitet war. Die Anlage war so dauerhaft gemacht, daß man noch nach 600 Jahren dieselben hätte benutzen können. Auch erwähnt Irminger noch andere Vorkehrungen in Reikjadal, welche darauf abzielten, heißes Quellwasser zum Kochen zu benutzen. Der alte Bericht Zenos findet durch diese Wahrnehmung seine Bestätigung.[20]Ztschr. der Ges. f. Erdkunde. Berlin. Bd. IX, 279–314.[21]Fr. Zarncke, der Priester Johannes, in d. Abhdl. d. kgl. sächs. Ges. d. Wiss. phil.-hist. Cl. VII, 852.[22]Vgl. die beifolgende Karte.[23]Pauthier,Le livre de Marco Polo. 2 vol. Paris 1865.[24]H. Yule,The book of Ser Marco Polo. 2 vol. 2. edit. London 1875.[25]Die New Welt der Landschaften vnnd Insvln etc. Straßburg 1534. Fol. 107.[26]Der Uebersetzer hat also auch Formosa wieder verdeutscht, wie man zur selben Zeit auch den Namen Christoph Columbus in Christoffel Dawber übertrug und seinen Titel„admirante del mar“mit „Wunderer des Meeres“ übersetzte.[27]Die Abwesenheit der Vögel ist aber nur zeitweilig. Im Sommer sind vielmehr die Gewässer sehr belebt, wie es bereits um 644 p. C. der berühmte chinesische Reisende Hwen Thsang schildert.[28]„Auch kann es die Speisen nicht so weich kochen,“ fügen andere Handschriften von Polo’s Reise hinzu.[29]d. h. der ganze Uebergang über das Plateau.[30]M. Polo erwähnt den See Lop (Lopnor) nicht. Auch heute noch heißt der ganzeLandstrichLopnor. Charakteristisch ist folgende Bemerkung Prschewalskys (Russ. Revue, XV, 568) Als wir in das erste am Tarim gelegene Dorf kamen, antwortete der Dorfälteste auf meine Frage: Ist es noch weit bis zum Lopnor? indem er mit dem Finger auf sich zeigte. „Ich bin Lop-Nor“.[31]Noch jetzt nennen die Eleuten des Alaschangebirges der Stadt Ning-Nia Yargai, was an Polo’s Egrigaia erinnert. Damals war der District wegen des Anbaus von Safflor (carthamus tinctorius) berühmt.[32]Ein türkischer Stamm.[33]BeiPauthier,le livre de Marco Polo. I, 220,Sugdatu, und unter dieser entstellten Form nicht identificirt.[34]Folgende Sitte des dortigen Volks mongolischen Stammes, welche Polo erwähnt, mag hier verzeichnet werden: „Dis Volck yßt roh fleisch, das bereyten sie vor also. Sie zertreybens vor klein, darnach thund sie öll vnd gute specerey dran, vnd essens dann also.“ Also ein echtes Beefsteakà la tatare![35]H. Yule(II, 104) sucht Anin in dem Stamm des Volkes und in der Stadt Hon-hi oder Ngoming, jetzt Homi-tscheu. Andere Lesearten für dieses, den Geographen früherer Jahrhunderte unfindbare Länder sind Amu, Aniu, Ania, Anian. Aus Verlegenheit schoben die Kartographen diesen Namen nebst andern immer weiter nordwärts, bis in der Mitte des 16. Jahrhunderts einFretum Aniandie postulirte Meerenge zwischen der alten und neuen Welt im Nordosten Asiens bildete.[36]60 = 1 Aequatorialgrad, 3–4 Li = 1 solche Meile.[37]Von den Arabern des Mittelalters vielbesuchter Hafen, den sie Kan-pu oder Khan-fu nennen.[38]Alle spätern Karten, welche auf Polo’s Angaben Bezug nehmen, haben das südchinesische Meer nach Kräften mit zahlreichen Inseln besäet.[39]Das Cap Comorin hat seinen Namen von skr.kumari, d. h. Jungfrau, nämlich die Göttin Durga. Schon der Periplus des erythräischen Meeres und nach ihm Ptolomäus nennt das Κομαρια ακρον.[40]Vgl.H. Yule, Marco Polo. I, 103. Introd.[41]Hist. des Sc. Math. II, 150.[42]SieheS. 68.[43]Auch in Zayton entstanden christliche Kirchen. Dort waren um 1326 als Bischöfe die Franziskaner Gerardus, Peregrinus und Andreas. Zu derselben Zeit trieben dort Genuesen Handel.W. Heyd, Gesch. d. Levantehandels. II, 221.[44]H. Yule, Cathay. I, 172.[45]H. Yule, Cathay. I, 75.[46]Lamori, bei Polo Lambri, ebenso bei malaiischen Schriftstellern, bei den Arabern Al-Rami, Ramin, Ramni, lag wahrscheinlich im nordwestlichen Theile der Insel Sumatra, zwischen Daya und Atschin.H. Yule, Cathay. I, 84.[47]Auf der catalan. Karte Cincalan, bei Marignolli Cynkalan, d. h. Großtschin oder Großchina.[48]60 Meilen auf einen Aequatorialgrad gerechnet.[49]v. Richthofen, China. I, 617.[50]H. Yule, Cathay. I, 231–237.[51]Bei Ptolomäus Zaba und Zabae, möglicherweise Sanf oder Tschampa an der Ostküste Hinterindiens.H. Yule, M. Polo. II, 250.[52]W. Heyd, Geschichte des Levantehandels im Mittelalter. Stuttgart 1879. II, 149.[53]H. Yule, Cathay. I, 311–394.[54]NachRichthofen, China I, 614, ist der Tan-ho, ein Zufluß des Han gemeint, aber nicht, wie Yule noch annahm, der große Canal.[55]Frdr. Kunstmann, die Kenntniß Indiens im 15. Jahrhundert. München 1863. 13. 14. 39.[56]Nach dem Glauben jener Zeit war Babylon und Bagdad identisch; auch auf der catalanischen Karte lesen wir:Ciudad de Baldach, aci fu Babilonia la gran.[57]Vielleicht das in Aman liegende Calhat.[58]W. Heyd, Gesch. d. Levantehandels. II, 360.[59]W. Heyd, der Reisende Niccolo de’ Conti. Ausland 1881, Nr. 25.H. Yule, M. Polo. II, 375.[60]H. Yule, M. Polo. II, 360.[61]Der malayische Archipel, deutsch von A. B.Meyer. Braunschweig 1869. I, 104–107.[62]A. R.Wallace, der malayische Archipel. II, 360.[63]Conti ist der erste und einzige mittelalterliche Reisende, der auf der Rückkehr von Indien her seinen Weg durchs rothe Meer statt durch den persischen Golf nahm.[64]Fr. v. Löher, Canarische Reisetage, in der Allg. Zeitung 1876. Nr. 57 u. f.[65]R. H.Major,The life of Prince Henry of Portugal. London 1868. p. 314.[66]Möglicherweise war der arabische Seefahrer Ibn Fatima einmal bis zum Cap Branco verschlagen, welches er als „glänzendes Vorgebirge“ bezeichnet. (O.Peschel, Gesch. d. Erdkunde. 2. Aufl. S. 130). Auch hatte Bethencourt 1405 die Küste von Bojador (port de Bugeder), südlich neben dem Vorgebirge gelegen, erreicht. R. H.Major,The conquest and conversion of the Canarians by J. de Bethencourt (Hakluyt Soc. 1872) p. 180.[67]Zur Erklärung dieses Horoskops diene folgendes: Die Astrologen bezeichneten mit dem Ausdruck „Haus“ ein sphärisches Zweieck (Winkel) am Himmelsgewölbe, im Thierkreise. Die zwölf Zeichen des Thierkreises waren aber als „Häuser“ derart an die sieben Planeten vertheilt, daß jeder Wandelstern zwei Häuser hatte, außer Sonne und Mond, denen nur eins zugewiesen war.Fig. 1.Häuser des TierkreisesDanach herrschte also die Sonne im Hause des Löwen, der Mond im Krebs, Merkur in den Zwillingen und in der Jungfrau, Venus im Stier und in der Wage, Mars im Widder und im Scorpion, Jupiter in den Fischen und im Schützen, und endlich Saturn im Wassermann und im Steinbock.Die Exaltation war anders vertheilt, und zwar:Fig. 2.Verteilung der ExaltationDasSpeculum astrologicumoder die Stellung der Gestirne war demnach bei der Geburt des Prinzen:Fig. 3.Speculum astrologicumDer Mars stand im Wassermann, der Wassermann ist das Haus des Saturn (sieheFigur 1) und ist das eilfte Haus, im zwölften steht die Sonne in Exaltation (vgl.Figur 2erste Zeile). Das sind die Elemente dieses einfachen Horoskops, auf das man so großes Gewicht legte.[68]In der That ist es nur eine flache Sandzunge, welche ins Meer vortritt und von einem Riffe umgürtet ist, welches kaum eine deutsche Meile lang ist. Nur ungeschickte Küstenfahrer konnten davon zurückgeschreckt werden.[69]Studien über das Klima der Mittelmeerländer. Gotha 1879. S. 25 im Ergänzungsheft Nr. 58 der „Mittheilungen“.[70]Fr. Kunstmann, Die Handelsverbindungen der Portugiesen mit Timbuktu im XV. Jahrh. d. Abh. d. III. Cl. d. k. Ak. d. Wiss. VI., I. Abthl. 178.[71]e la costa è tutta terra bassa, copiosa di bellissimi e grandissimi arbori verde.[72]tutta bagnata di molte riviere e fiumi piccoli.[73]Ein Italiener war sogar bis Timbuktu vorgedrungen (Peschel, Geschichte der Erdkunde. 2. Auflage. 190).[74]Peschel, Zeitalter der Entdeckungen. 2. Auflage. S. 55.[75]H.Major,Prince Henry. 277 et seq.[76]Margarita phil. Basil. 1508. Lib. VII. Cap. XLII.[77]Der von Regiomontan erfundene Jakobsstab oder Kreuzstab bestand aus einem längeren graduirten Ellenstabe mit verschiebbarem kürzerem Querholz. Das Ende des Ellenstabes brachte man beim Visiren möglichst nahe vors Auge und schob dann das Querholz so weit, bis das eine, untere Ende den Horizont, das obere den Stern, dessen Höhe man messen wollte, berührte. In ähnlicher Weise konnte man auch den Abstand eines Sternes vom Monde messen. Wollte man Sonnenhöhen messen, so brachte man farbige Gläser an dem Querholze an, um das Auge zu schützen. Dieses Instrument bürgerte sich bald bei allen seefahrenden Nationen ein und hieß bei den Portugiesenbalestilha, bei den Spaniernbaculo de Santiago(Jakobsstab), bei den Engländerncross-staff, bei den Holländerngraedboog. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war er noch allgemein in Gebrauch.[78]Auf unseren Karten gewöhnlich C. Montserrado.[79]In der neuesten Zeit hat die portugiesische Regierung die Pfeiler wieder aufsuchen und ihre Stätte fixiren lassen.[80]Die Karten Juans de la Cosa (1500) und S. Cabots (ca. 1525) verlegen die Manga das Areas, den äußersten Punkt der Fahrt, nördl. v. C. Negro.[81]DieAstrolabiendienten bereits bei den Griechen des Alterthums und bei den Arabern des Mittelalters zur Messung der Sternhöhen, d. h. des Winkels vom Horizont bis zur momentanen Stellung des Gestirnes (der Sonne, des Mondes). Einer unter den arabischen Astronomen, Ali ben Isa (um 833), erhielt sogar den Beinamenal astralabi, der Astrolabienmacher, weil seine Instrumente besonders geschätzt und über das ganze mohammedan. Reich verbreitet waren. Die europäischen Gelehrten entlehnten bereits seit dem 11. Jahrhundert das Instrument von den Arabern. Dasselbe bestand in seiner einfachen Form aus einem großen Kreisbogen von Holz, in dessen Mitte um einen Zapfen sich ein Winkelzeiger (arab. Alidad) drehte, welcher an beiden Enden mit feinen Visirlöchern versehen war. Wenn das Instrument aufgehängt war, zeigte der eine Durchmesser des Kreises die horizontale Linie an, während der andere Durchmesser die verticale Richtung erhielt. Da der Holzkreis in Grade abgetheilt war, ließ sich durch die genaue Richtung des Alidad auf den Stern der Höhenwinkel auf dem graduirten Kreise ablesen. Regiomontan ließ in seiner Werkstatt in Nürnberg diese Instrumente verbessern und aus Metall herstellen und wahrscheinlich machte Martin Behaim die Portugiesen mit denselben bekannt. Gewiß ist, daß alle großen Seefahrer: Columbus, Gama, Magalhães sich der von den Deutschen verbesserten Instrumente bedienten.[82]Gaspar Correa, Lendas da India. I, 5 (Lisboa 1858) nennt ihn Gonçalo de Pavia und bezeichnet ihn als eingeborenen Canarier.[83]geboren um 1469 in Sines.[84]Henry E. J. Stanley,The three voyages of Vasco da Gama and his Viceroyalty. From the Lendas da India of Gaspar Correa. London (Hakluyt Soc. MDCCCLXIX. p. VI.)Bei der folgenden Darstellung ist dieses Werk vielfach benutzt.[85]Osoriogibt an, die Helenabai und der Jacobusfluß seien nach dem Heiligentag benannt, St. Helena fällt auf den 18. August, Jacobus noch früher. Wenn nach Barros die ganze Fahrt bis dahin etwa 5 Monate gedauert, dann fällt die Ausfahrt auf die von Correa angegebene Zeit, in den März. Die Landung im August stimmt auch mit den Angaben der Winterzeit und den kurzen, dunklen Tagen. Die Dublirung des Caps müßte danach vor dem 20. Nov. (Castanheda) oder 22. Nov. (Barros) fallen.[86]Barros gibt irrthümlich den 7. April an, vgl.H. E. J. Stanley,Vasco da Gama. p. 111. Note 1.[87]Diese Darstellung nach Correa scheint der Wahrheit mehr zu entsprechen als die Angabe Barros, der Mann sei ein Araber aus Tunis gewesen, der in Oran mit den Portugiesen verkehrt habe. Denn es klingt nicht wahrscheinlich, daß ein geborner Mohammedaner sollte seine Glaubensgenossen verrathen und, wie von allen Seiten berichtet wird, später den christlichen Glauben angenommen haben.[88]Namentlich stehen sich Barros und Correa gegenüber. Wenn man jedoch die (von Correavordie Audienz verlegte) Gefangennahme Gama’s als eine Folge der offenen Aussprache des Capitäns in Gegenwart des Samorin auffaßt, und sienachder Audienz als eine eigenmächtige Maßnahme der mohammedanischen Partei annimmt, lassen sich die Berichte bis auf einen gewissen Punkt vereinigen.[89]Barros läßt die Fahrt vor Eintreten des Monsuns beginnen, in Folge dessen die Schiffe, durch Windstille und Gegenwinde aufgehalten, viel Mannschaft verloren, da bei der langen Dauer der Fahrt Mangel an Wasser und frischen Lebensmitteln eintrat. Allein es ist wahrscheinlicher, daß Gama, da er einmal von Kalikut vor der Monsun-Zeit aufbrechen mußte, nordwärts segelnd, den günstigen Fahrwind bei den Andjediven abwartete, als daß er gegen den Rath der Piloten sich zu früh über den Ocean gewagt.[90]Correa’s Bericht erscheint auch hier in sich correct. Wie er die Flotte erst nach dem Auftreten des Monsun von der indischen Küste Abschied nehmen und mit günstiger Fahrt rasch nach Afrika gelangen läßt, ungehemmt durch Gegenwinde und Windstille, deren drückende Schwüle nach den Angaben der anderen Historiker die Ursache der zahlreichen Todesfälle unter dem Schiffsvolk gewesen sein soll, so daß in Folge dessen die Mannschaft zur Bedienung dreier Schiffe nicht mehr ausreichte, so weiß er auch nichts von dem nothwendig gewordenen Aufgeben des dritten Schiffes. Und dabei beruft er sich grade hier, wo er die Rückfahrt schildert, auf die authentischen Berichte des Geistlichen João Figueira, welcher als Augenzeuge seine Erlebnisse niederschrieb.[91]Als Tag der Ankunft nennen Barros und Goes den 29. September, Correa den 18. September. Den Monat September gibt, ohne Tagesangabe, auch Castanheda an.[92]Cruzado = 2,75 Mark.[93]Der Quintal Pfeffer galt damals in Lissabon 80 Cruzados, Zimmt 180, Näglein 200, Ingwer 120, Muskatnuß 100, Mazis 300 Cruzados.[94]P. A. Thiele,De vestiging der Portugeezen in Indië, (zie de Gids 1873. no. 8)Bl. 15. Anm. 1. führt das Auftauchen des Namens Brasilien bis ins Jahr 1504 zurück.[95]G. Correa, Lendas I, 152 nennt den CapitänAndré Gonsalvez, der in der Liste des Barros unter den Führern der dreizehn Schiffe nicht mit aufgeführt ist. Werthvoll ist aber die Angabe Correa’s, weil er hinzufügt, derselbe Gonsalvez sei von König Manuel sofort mit einer zweiten Fahrt nach Brasilien beauftragt. Dies würde die Expedition sein, an welcher Vespucci theilnahm, und von der man bisher den Namen des Capitäns nicht kannte.[96]F. Kunstmann, die Fahrt der ersten Deutschen nach dem portugiesischen Indien. München 1861. S. 2.[97]B. Greiff, Tagebuch des Lucas Rem aus den Jahren 1494–1541. Augsburg 1861, mitgetheilt im 26. Jahresberichte des Histor. Kreisvereins im Regierungsbezirk von Schwaben und Neuburg.[98]Kunstmann, a. a. O. S. 6.[99]Ebenda. S. 8.[100]Es war das Schiff des Sancho de Toar, von der Flotte Cabrals, welches 1501 hier gescheitert war.[101]Tagebuch S. 8.[102]The travels of Ludovico di Varthema, translated from the original edition of 1510 and edited by G. P. Badger (London, Hakluyt Soc. 1863).Eine deutsche Uebersetzung findet sich bereits in: „Die New Welt der Landschaften vnnd Insvln, etc.“, Straßburg 1534, Fol. 58 u. f. Eine lateinische Uebersetzung gab vorher Grynäus in seinem„Novus orbis regionum ac insularum“,Basil. 1532, fol. 189u. f.[103]Diese und dieAbbildung auf nächster Seiteist entnommen (Facsimile in ⅓ der Breite des Originals) aus:Linschoten, Itinerarium ofte Schipvaert naer Oostofte Portugaels Indiën. Amsterdam 1614.[104]N. de Gray Birch,The Commentaries of the great Afonso d’Alboquerque. London, (Hakluyt Soc.) 1875. Vol. I. 225.[105]Vollständig wiedergegeben in denCommentaries of the great A. d’Alboquerque. I, 227. 228.[106]Dec. II. liv. III. cap. 9.[107]Dec. II, 4. 3. que usam vestir panno et outras cousas a nosso modo.[108]Ajuthia liegt nördlich von Bangkok am Menam. Sie war damals nicht blos die prächtige Residenz der Könige, sondern auch eine belebte Handelsstadt, in deren Hafen sich Schiffe aller ost-asiatischen Nationen, selbst der Japaner einfanden. Sie wurde 1555 zuerst vom Könige von Pegu zerstört und nach ihrem Wiederaufbau zum zweitenmale vom Könige von Birma 1767 vernichtet, so daß nur jene Ruinen übrig blieben, „die in einer Wildniß wuchernden Gestrüppes noch jetzt von der einst berühmten und glänzenden Residenz zeugen und in ihren gebrochenen Pagoden, von dichtem Epheu umflort, über die verwaiste Stadt zu klagen scheinen, die später wieder neben ihnen aufgebaut wurde, aber ihren Herrschersitz verlor“.A. Bastian, die Geschichte der Indochinesen. Leipzig 1866. S. 369. 371. 382.[109]Osorio,de rebus Emmanuelis. Colon. 1586 p. 264b. Elephantus accessit et ter genibus flexis et demisso corporis habitu venerabundus illum salutavit, quod non mediocrem admirationem spectantibus incussit.[110]Dagegen rühmt Osorio das milde Klima und die herrliche Gegend.Coeli temperies et regionis amoenitas.A. a. O. S. 191.

FUSSNOTEN:

[1]Vgl.v. Richthofen, China. I, 443.

[1]Vgl.v. Richthofen, China. I, 443.

[2]Eine Ahnung davon verräth schon der merkwürdige Brief des Maximilian Transsilvanus über die Molukken und die Fahrt des Magalhaes, Oktob. 1522. Vgl.Fr. Wieser, Magalhaesstraße und Austral-Continent. Innsbruck 1881. S. 113.

[2]Eine Ahnung davon verräth schon der merkwürdige Brief des Maximilian Transsilvanus über die Molukken und die Fahrt des Magalhaes, Oktob. 1522. Vgl.Fr. Wieser, Magalhaesstraße und Austral-Continent. Innsbruck 1881. S. 113.

[3]H. Kiepert, Lehrbuch der alten Geographie. Berlin 1878. S. 44.

[3]H. Kiepert, Lehrbuch der alten Geographie. Berlin 1878. S. 44.

[4]F. v. Richthofen, China. I, 469 ff.

[4]F. v. Richthofen, China. I, 469 ff.

[5]W. Heyd, Geschichte des Levantehandels im Mittelalter. Stuttgart 1879. I, 182.

[5]W. Heyd, Geschichte des Levantehandels im Mittelalter. Stuttgart 1879. I, 182.

[6]H. Kiepert, Lehrbuch der alten Geographie. S. 222.

[6]H. Kiepert, Lehrbuch der alten Geographie. S. 222.

[7]K. Müllenhoff, Deutsche Alterthumskunde. Berlin 1870. I, 73 ff.

[7]K. Müllenhoff, Deutsche Alterthumskunde. Berlin 1870. I, 73 ff.

[8]Ebd. I, 211 ff.

[8]Ebd. I, 211 ff.

[9]Transscription und Uebersetzung zu dem Facsimile:3. „Ohthere sæde his hlaforde, Ælfrede [cyninge], þæt he ealra Norðmanna norðmest bude. He cwæð þæt he bude on þæm lande norðeweardum wið ða west sǽ. He sæde ðeah þæt þæt land sy swyðe lang norð þanon; ac hit is eall weste, buton on feawum stowum, sticcemælum wiciað Finnas,—on huntaðe on wintra, and on sumera on fiscoðe be ðære sǽ: He sæde þæt he, æt sumum cyrre, wolde fandian hû lange þæt land norðrihte læge; oððe hwæþer ænig man be norðan þæm westene bude.“Ohthere erzählte seinem Herrn, König Alfred, daß er nördlicher als alle Normannen wohnte. Er sagte, daß er wohnte in dem Lande im Norden an der Westsee. Er sagte ferner, daß das Land sich weit nach Norden erstrecke, aber es ist alles wüste, außer an wenigen Stellen, hie und da, wo Finnen sitzen, um im Winter zu jagen und im Sommer zu fischen in der See. Er sagte, daß er zu einer gewissen Zeit wissen wollte, wie weit das Land nordwärts läge, oder ob noch jemand nördlich von dem Wüstengebiet wohne.

[9]Transscription und Uebersetzung zu dem Facsimile:

3. „Ohthere sæde his hlaforde, Ælfrede [cyninge], þæt he ealra Norðmanna norðmest bude. He cwæð þæt he bude on þæm lande norðeweardum wið ða west sǽ. He sæde ðeah þæt þæt land sy swyðe lang norð þanon; ac hit is eall weste, buton on feawum stowum, sticcemælum wiciað Finnas,—on huntaðe on wintra, and on sumera on fiscoðe be ðære sǽ: He sæde þæt he, æt sumum cyrre, wolde fandian hû lange þæt land norðrihte læge; oððe hwæþer ænig man be norðan þæm westene bude.“

Ohthere erzählte seinem Herrn, König Alfred, daß er nördlicher als alle Normannen wohnte. Er sagte, daß er wohnte in dem Lande im Norden an der Westsee. Er sagte ferner, daß das Land sich weit nach Norden erstrecke, aber es ist alles wüste, außer an wenigen Stellen, hie und da, wo Finnen sitzen, um im Winter zu jagen und im Sommer zu fischen in der See. Er sagte, daß er zu einer gewissen Zeit wissen wollte, wie weit das Land nordwärts läge, oder ob noch jemand nördlich von dem Wüstengebiet wohne.

[10]Jos. Bosworth,A description of Europe and the voyages of Ohthere and Wulfstan, written in anglo-saxon by King Alfred the great. London MDCCCLV.Vergl. auf Seite 15 die Probe des angelsächs. Originals.

[10]Jos. Bosworth,A description of Europe and the voyages of Ohthere and Wulfstan, written in anglo-saxon by King Alfred the great. London MDCCCLV.Vergl. auf Seite 15 die Probe des angelsächs. Originals.

[11]A. Letronne,Recherches geogr. et critiques sur le livre de Mensura Orbis Terrae par Dicuil.Paris 1814. Zweite Abtheilung. S. 38. 39.

[11]A. Letronne,Recherches geogr. et critiques sur le livre de Mensura Orbis Terrae par Dicuil.Paris 1814. Zweite Abtheilung. S. 38. 39.

[12]Adam,Hist. eccles. IV. cp.39. Vgl. auchJ. G. Kohl, die erste deutsche Entdeckungsreise zum Nordpol, in Bremisches Jahrbuch V, 174–191.

[12]Adam,Hist. eccles. IV. cp.39. Vgl. auchJ. G. Kohl, die erste deutsche Entdeckungsreise zum Nordpol, in Bremisches Jahrbuch V, 174–191.

[13]H. Major,The voyages of Nic. & Antonio Zeno(Hakluyt Soc.1873)p. LXV.gibt 1406 als letztes Jahr an.

[13]H. Major,The voyages of Nic. & Antonio Zeno(Hakluyt Soc.1873)p. LXV.gibt 1406 als letztes Jahr an.

[14]Vgl. dieKartenbeilage. Dieselben Länderumrisse erschienen schon auf Weltgemälden aus dem Ende des 15. Jahrhunderts und wurden von hier getreu in die genannte Ausgabe des Ptolemäus hinübergenommen.

[14]Vgl. dieKartenbeilage. Dieselben Länderumrisse erschienen schon auf Weltgemälden aus dem Ende des 15. Jahrhunderts und wurden von hier getreu in die genannte Ausgabe des Ptolemäus hinübergenommen.

[15]H. Major,Henry the Navigator, pp.58. 59.

[15]H. Major,Henry the Navigator, pp.58. 59.

[16]Abweichend von allen andern Seekarten jener Zeit ist Südafrika hier dargestellt, aber leider nur ein Phantasiegemälde, wie die charakterlosen Contouren beweisen.

[16]Abweichend von allen andern Seekarten jener Zeit ist Südafrika hier dargestellt, aber leider nur ein Phantasiegemälde, wie die charakterlosen Contouren beweisen.

[17]The voyages of the Venetian brothers Nicolo & Antonio Zeno.Ausgabe der Hakluyt Soc. London 1873. Man vgl. auch den Aufsatz von Prof.Dr.Hermann Vogelsang: Die Insel Friesland und die Reisen der Gebrüder Zeno im Ausland. 1872. S. 1162 bis 1168.

[17]The voyages of the Venetian brothers Nicolo & Antonio Zeno.Ausgabe der Hakluyt Soc. London 1873. Man vgl. auch den Aufsatz von Prof.Dr.Hermann Vogelsang: Die Insel Friesland und die Reisen der Gebrüder Zeno im Ausland. 1872. S. 1162 bis 1168.

[18]H. Major,l. c. Introd. p. 1. IX.

[18]H. Major,l. c. Introd. p. 1. IX.

[19]Admiral Irminger, welcher imJourn. R. Geogr. Soc. 1879 p. 398 sq.zu beweisen sucht, daß Zenos Frislanda Island sei, gibt zur Bestätigung obiger Thatsachen die nachstehenden Beobachtungen von seinem zweimaligen Besuche Islands in den Jahren 1826 und 1834. Irminger schildert die ehemalige Wohnung des berühmten Historikers Snorre Sturleson in Reikholt (1178–1241), welcher neben seinem Hause sich ein großes Badebassin erbaut hatte, zu dem das heiße Wasser einer nahen Quelle geleitet war. Die Anlage war so dauerhaft gemacht, daß man noch nach 600 Jahren dieselben hätte benutzen können. Auch erwähnt Irminger noch andere Vorkehrungen in Reikjadal, welche darauf abzielten, heißes Quellwasser zum Kochen zu benutzen. Der alte Bericht Zenos findet durch diese Wahrnehmung seine Bestätigung.

[19]Admiral Irminger, welcher imJourn. R. Geogr. Soc. 1879 p. 398 sq.zu beweisen sucht, daß Zenos Frislanda Island sei, gibt zur Bestätigung obiger Thatsachen die nachstehenden Beobachtungen von seinem zweimaligen Besuche Islands in den Jahren 1826 und 1834. Irminger schildert die ehemalige Wohnung des berühmten Historikers Snorre Sturleson in Reikholt (1178–1241), welcher neben seinem Hause sich ein großes Badebassin erbaut hatte, zu dem das heiße Wasser einer nahen Quelle geleitet war. Die Anlage war so dauerhaft gemacht, daß man noch nach 600 Jahren dieselben hätte benutzen können. Auch erwähnt Irminger noch andere Vorkehrungen in Reikjadal, welche darauf abzielten, heißes Quellwasser zum Kochen zu benutzen. Der alte Bericht Zenos findet durch diese Wahrnehmung seine Bestätigung.

[20]Ztschr. der Ges. f. Erdkunde. Berlin. Bd. IX, 279–314.

[20]Ztschr. der Ges. f. Erdkunde. Berlin. Bd. IX, 279–314.

[21]Fr. Zarncke, der Priester Johannes, in d. Abhdl. d. kgl. sächs. Ges. d. Wiss. phil.-hist. Cl. VII, 852.

[21]Fr. Zarncke, der Priester Johannes, in d. Abhdl. d. kgl. sächs. Ges. d. Wiss. phil.-hist. Cl. VII, 852.

[22]Vgl. die beifolgende Karte.

[22]Vgl. die beifolgende Karte.

[23]Pauthier,Le livre de Marco Polo. 2 vol. Paris 1865.

[23]Pauthier,Le livre de Marco Polo. 2 vol. Paris 1865.

[24]H. Yule,The book of Ser Marco Polo. 2 vol. 2. edit. London 1875.

[24]H. Yule,The book of Ser Marco Polo. 2 vol. 2. edit. London 1875.

[25]Die New Welt der Landschaften vnnd Insvln etc. Straßburg 1534. Fol. 107.

[25]Die New Welt der Landschaften vnnd Insvln etc. Straßburg 1534. Fol. 107.

[26]Der Uebersetzer hat also auch Formosa wieder verdeutscht, wie man zur selben Zeit auch den Namen Christoph Columbus in Christoffel Dawber übertrug und seinen Titel„admirante del mar“mit „Wunderer des Meeres“ übersetzte.

[26]Der Uebersetzer hat also auch Formosa wieder verdeutscht, wie man zur selben Zeit auch den Namen Christoph Columbus in Christoffel Dawber übertrug und seinen Titel„admirante del mar“mit „Wunderer des Meeres“ übersetzte.

[27]Die Abwesenheit der Vögel ist aber nur zeitweilig. Im Sommer sind vielmehr die Gewässer sehr belebt, wie es bereits um 644 p. C. der berühmte chinesische Reisende Hwen Thsang schildert.

[27]Die Abwesenheit der Vögel ist aber nur zeitweilig. Im Sommer sind vielmehr die Gewässer sehr belebt, wie es bereits um 644 p. C. der berühmte chinesische Reisende Hwen Thsang schildert.

[28]„Auch kann es die Speisen nicht so weich kochen,“ fügen andere Handschriften von Polo’s Reise hinzu.

[28]„Auch kann es die Speisen nicht so weich kochen,“ fügen andere Handschriften von Polo’s Reise hinzu.

[29]d. h. der ganze Uebergang über das Plateau.

[29]d. h. der ganze Uebergang über das Plateau.

[30]M. Polo erwähnt den See Lop (Lopnor) nicht. Auch heute noch heißt der ganzeLandstrichLopnor. Charakteristisch ist folgende Bemerkung Prschewalskys (Russ. Revue, XV, 568) Als wir in das erste am Tarim gelegene Dorf kamen, antwortete der Dorfälteste auf meine Frage: Ist es noch weit bis zum Lopnor? indem er mit dem Finger auf sich zeigte. „Ich bin Lop-Nor“.

[30]M. Polo erwähnt den See Lop (Lopnor) nicht. Auch heute noch heißt der ganzeLandstrichLopnor. Charakteristisch ist folgende Bemerkung Prschewalskys (Russ. Revue, XV, 568) Als wir in das erste am Tarim gelegene Dorf kamen, antwortete der Dorfälteste auf meine Frage: Ist es noch weit bis zum Lopnor? indem er mit dem Finger auf sich zeigte. „Ich bin Lop-Nor“.

[31]Noch jetzt nennen die Eleuten des Alaschangebirges der Stadt Ning-Nia Yargai, was an Polo’s Egrigaia erinnert. Damals war der District wegen des Anbaus von Safflor (carthamus tinctorius) berühmt.

[31]Noch jetzt nennen die Eleuten des Alaschangebirges der Stadt Ning-Nia Yargai, was an Polo’s Egrigaia erinnert. Damals war der District wegen des Anbaus von Safflor (carthamus tinctorius) berühmt.

[32]Ein türkischer Stamm.

[32]Ein türkischer Stamm.

[33]BeiPauthier,le livre de Marco Polo. I, 220,Sugdatu, und unter dieser entstellten Form nicht identificirt.

[33]BeiPauthier,le livre de Marco Polo. I, 220,Sugdatu, und unter dieser entstellten Form nicht identificirt.

[34]Folgende Sitte des dortigen Volks mongolischen Stammes, welche Polo erwähnt, mag hier verzeichnet werden: „Dis Volck yßt roh fleisch, das bereyten sie vor also. Sie zertreybens vor klein, darnach thund sie öll vnd gute specerey dran, vnd essens dann also.“ Also ein echtes Beefsteakà la tatare!

[34]Folgende Sitte des dortigen Volks mongolischen Stammes, welche Polo erwähnt, mag hier verzeichnet werden: „Dis Volck yßt roh fleisch, das bereyten sie vor also. Sie zertreybens vor klein, darnach thund sie öll vnd gute specerey dran, vnd essens dann also.“ Also ein echtes Beefsteakà la tatare!

[35]H. Yule(II, 104) sucht Anin in dem Stamm des Volkes und in der Stadt Hon-hi oder Ngoming, jetzt Homi-tscheu. Andere Lesearten für dieses, den Geographen früherer Jahrhunderte unfindbare Länder sind Amu, Aniu, Ania, Anian. Aus Verlegenheit schoben die Kartographen diesen Namen nebst andern immer weiter nordwärts, bis in der Mitte des 16. Jahrhunderts einFretum Aniandie postulirte Meerenge zwischen der alten und neuen Welt im Nordosten Asiens bildete.

[35]H. Yule(II, 104) sucht Anin in dem Stamm des Volkes und in der Stadt Hon-hi oder Ngoming, jetzt Homi-tscheu. Andere Lesearten für dieses, den Geographen früherer Jahrhunderte unfindbare Länder sind Amu, Aniu, Ania, Anian. Aus Verlegenheit schoben die Kartographen diesen Namen nebst andern immer weiter nordwärts, bis in der Mitte des 16. Jahrhunderts einFretum Aniandie postulirte Meerenge zwischen der alten und neuen Welt im Nordosten Asiens bildete.

[36]60 = 1 Aequatorialgrad, 3–4 Li = 1 solche Meile.

[36]60 = 1 Aequatorialgrad, 3–4 Li = 1 solche Meile.

[37]Von den Arabern des Mittelalters vielbesuchter Hafen, den sie Kan-pu oder Khan-fu nennen.

[37]Von den Arabern des Mittelalters vielbesuchter Hafen, den sie Kan-pu oder Khan-fu nennen.

[38]Alle spätern Karten, welche auf Polo’s Angaben Bezug nehmen, haben das südchinesische Meer nach Kräften mit zahlreichen Inseln besäet.

[38]Alle spätern Karten, welche auf Polo’s Angaben Bezug nehmen, haben das südchinesische Meer nach Kräften mit zahlreichen Inseln besäet.

[39]Das Cap Comorin hat seinen Namen von skr.kumari, d. h. Jungfrau, nämlich die Göttin Durga. Schon der Periplus des erythräischen Meeres und nach ihm Ptolomäus nennt das Κομαρια ακρον.

[39]Das Cap Comorin hat seinen Namen von skr.kumari, d. h. Jungfrau, nämlich die Göttin Durga. Schon der Periplus des erythräischen Meeres und nach ihm Ptolomäus nennt das Κομαρια ακρον.

[40]Vgl.H. Yule, Marco Polo. I, 103. Introd.

[40]Vgl.H. Yule, Marco Polo. I, 103. Introd.

[41]Hist. des Sc. Math. II, 150.

[41]Hist. des Sc. Math. II, 150.

[42]SieheS. 68.

[42]SieheS. 68.

[43]Auch in Zayton entstanden christliche Kirchen. Dort waren um 1326 als Bischöfe die Franziskaner Gerardus, Peregrinus und Andreas. Zu derselben Zeit trieben dort Genuesen Handel.W. Heyd, Gesch. d. Levantehandels. II, 221.

[43]Auch in Zayton entstanden christliche Kirchen. Dort waren um 1326 als Bischöfe die Franziskaner Gerardus, Peregrinus und Andreas. Zu derselben Zeit trieben dort Genuesen Handel.W. Heyd, Gesch. d. Levantehandels. II, 221.

[44]H. Yule, Cathay. I, 172.

[44]H. Yule, Cathay. I, 172.

[45]H. Yule, Cathay. I, 75.

[45]H. Yule, Cathay. I, 75.

[46]Lamori, bei Polo Lambri, ebenso bei malaiischen Schriftstellern, bei den Arabern Al-Rami, Ramin, Ramni, lag wahrscheinlich im nordwestlichen Theile der Insel Sumatra, zwischen Daya und Atschin.H. Yule, Cathay. I, 84.

[46]Lamori, bei Polo Lambri, ebenso bei malaiischen Schriftstellern, bei den Arabern Al-Rami, Ramin, Ramni, lag wahrscheinlich im nordwestlichen Theile der Insel Sumatra, zwischen Daya und Atschin.H. Yule, Cathay. I, 84.

[47]Auf der catalan. Karte Cincalan, bei Marignolli Cynkalan, d. h. Großtschin oder Großchina.

[47]Auf der catalan. Karte Cincalan, bei Marignolli Cynkalan, d. h. Großtschin oder Großchina.

[48]60 Meilen auf einen Aequatorialgrad gerechnet.

[48]60 Meilen auf einen Aequatorialgrad gerechnet.

[49]v. Richthofen, China. I, 617.

[49]v. Richthofen, China. I, 617.

[50]H. Yule, Cathay. I, 231–237.

[50]H. Yule, Cathay. I, 231–237.

[51]Bei Ptolomäus Zaba und Zabae, möglicherweise Sanf oder Tschampa an der Ostküste Hinterindiens.H. Yule, M. Polo. II, 250.

[51]Bei Ptolomäus Zaba und Zabae, möglicherweise Sanf oder Tschampa an der Ostküste Hinterindiens.H. Yule, M. Polo. II, 250.

[52]W. Heyd, Geschichte des Levantehandels im Mittelalter. Stuttgart 1879. II, 149.

[52]W. Heyd, Geschichte des Levantehandels im Mittelalter. Stuttgart 1879. II, 149.

[53]H. Yule, Cathay. I, 311–394.

[53]H. Yule, Cathay. I, 311–394.

[54]NachRichthofen, China I, 614, ist der Tan-ho, ein Zufluß des Han gemeint, aber nicht, wie Yule noch annahm, der große Canal.

[54]NachRichthofen, China I, 614, ist der Tan-ho, ein Zufluß des Han gemeint, aber nicht, wie Yule noch annahm, der große Canal.

[55]Frdr. Kunstmann, die Kenntniß Indiens im 15. Jahrhundert. München 1863. 13. 14. 39.

[55]Frdr. Kunstmann, die Kenntniß Indiens im 15. Jahrhundert. München 1863. 13. 14. 39.

[56]Nach dem Glauben jener Zeit war Babylon und Bagdad identisch; auch auf der catalanischen Karte lesen wir:Ciudad de Baldach, aci fu Babilonia la gran.

[56]Nach dem Glauben jener Zeit war Babylon und Bagdad identisch; auch auf der catalanischen Karte lesen wir:Ciudad de Baldach, aci fu Babilonia la gran.

[57]Vielleicht das in Aman liegende Calhat.

[57]Vielleicht das in Aman liegende Calhat.

[58]W. Heyd, Gesch. d. Levantehandels. II, 360.

[58]W. Heyd, Gesch. d. Levantehandels. II, 360.

[59]W. Heyd, der Reisende Niccolo de’ Conti. Ausland 1881, Nr. 25.H. Yule, M. Polo. II, 375.

[59]W. Heyd, der Reisende Niccolo de’ Conti. Ausland 1881, Nr. 25.H. Yule, M. Polo. II, 375.

[60]H. Yule, M. Polo. II, 360.

[60]H. Yule, M. Polo. II, 360.

[61]Der malayische Archipel, deutsch von A. B.Meyer. Braunschweig 1869. I, 104–107.

[61]Der malayische Archipel, deutsch von A. B.Meyer. Braunschweig 1869. I, 104–107.

[62]A. R.Wallace, der malayische Archipel. II, 360.

[62]A. R.Wallace, der malayische Archipel. II, 360.

[63]Conti ist der erste und einzige mittelalterliche Reisende, der auf der Rückkehr von Indien her seinen Weg durchs rothe Meer statt durch den persischen Golf nahm.

[63]Conti ist der erste und einzige mittelalterliche Reisende, der auf der Rückkehr von Indien her seinen Weg durchs rothe Meer statt durch den persischen Golf nahm.

[64]Fr. v. Löher, Canarische Reisetage, in der Allg. Zeitung 1876. Nr. 57 u. f.

[64]Fr. v. Löher, Canarische Reisetage, in der Allg. Zeitung 1876. Nr. 57 u. f.

[65]R. H.Major,The life of Prince Henry of Portugal. London 1868. p. 314.

[65]R. H.Major,The life of Prince Henry of Portugal. London 1868. p. 314.

[66]Möglicherweise war der arabische Seefahrer Ibn Fatima einmal bis zum Cap Branco verschlagen, welches er als „glänzendes Vorgebirge“ bezeichnet. (O.Peschel, Gesch. d. Erdkunde. 2. Aufl. S. 130). Auch hatte Bethencourt 1405 die Küste von Bojador (port de Bugeder), südlich neben dem Vorgebirge gelegen, erreicht. R. H.Major,The conquest and conversion of the Canarians by J. de Bethencourt (Hakluyt Soc. 1872) p. 180.

[66]Möglicherweise war der arabische Seefahrer Ibn Fatima einmal bis zum Cap Branco verschlagen, welches er als „glänzendes Vorgebirge“ bezeichnet. (O.Peschel, Gesch. d. Erdkunde. 2. Aufl. S. 130). Auch hatte Bethencourt 1405 die Küste von Bojador (port de Bugeder), südlich neben dem Vorgebirge gelegen, erreicht. R. H.Major,The conquest and conversion of the Canarians by J. de Bethencourt (Hakluyt Soc. 1872) p. 180.

[67]Zur Erklärung dieses Horoskops diene folgendes: Die Astrologen bezeichneten mit dem Ausdruck „Haus“ ein sphärisches Zweieck (Winkel) am Himmelsgewölbe, im Thierkreise. Die zwölf Zeichen des Thierkreises waren aber als „Häuser“ derart an die sieben Planeten vertheilt, daß jeder Wandelstern zwei Häuser hatte, außer Sonne und Mond, denen nur eins zugewiesen war.Fig. 1.Häuser des TierkreisesDanach herrschte also die Sonne im Hause des Löwen, der Mond im Krebs, Merkur in den Zwillingen und in der Jungfrau, Venus im Stier und in der Wage, Mars im Widder und im Scorpion, Jupiter in den Fischen und im Schützen, und endlich Saturn im Wassermann und im Steinbock.Die Exaltation war anders vertheilt, und zwar:Fig. 2.Verteilung der ExaltationDasSpeculum astrologicumoder die Stellung der Gestirne war demnach bei der Geburt des Prinzen:Fig. 3.Speculum astrologicumDer Mars stand im Wassermann, der Wassermann ist das Haus des Saturn (sieheFigur 1) und ist das eilfte Haus, im zwölften steht die Sonne in Exaltation (vgl.Figur 2erste Zeile). Das sind die Elemente dieses einfachen Horoskops, auf das man so großes Gewicht legte.

[67]Zur Erklärung dieses Horoskops diene folgendes: Die Astrologen bezeichneten mit dem Ausdruck „Haus“ ein sphärisches Zweieck (Winkel) am Himmelsgewölbe, im Thierkreise. Die zwölf Zeichen des Thierkreises waren aber als „Häuser“ derart an die sieben Planeten vertheilt, daß jeder Wandelstern zwei Häuser hatte, außer Sonne und Mond, denen nur eins zugewiesen war.

Fig. 1.Häuser des Tierkreises

Fig. 1.

Danach herrschte also die Sonne im Hause des Löwen, der Mond im Krebs, Merkur in den Zwillingen und in der Jungfrau, Venus im Stier und in der Wage, Mars im Widder und im Scorpion, Jupiter in den Fischen und im Schützen, und endlich Saturn im Wassermann und im Steinbock.

Die Exaltation war anders vertheilt, und zwar:

Fig. 2.Verteilung der Exaltation

Fig. 2.

DasSpeculum astrologicumoder die Stellung der Gestirne war demnach bei der Geburt des Prinzen:

Fig. 3.Speculum astrologicum

Fig. 3.

Der Mars stand im Wassermann, der Wassermann ist das Haus des Saturn (sieheFigur 1) und ist das eilfte Haus, im zwölften steht die Sonne in Exaltation (vgl.Figur 2erste Zeile). Das sind die Elemente dieses einfachen Horoskops, auf das man so großes Gewicht legte.

[68]In der That ist es nur eine flache Sandzunge, welche ins Meer vortritt und von einem Riffe umgürtet ist, welches kaum eine deutsche Meile lang ist. Nur ungeschickte Küstenfahrer konnten davon zurückgeschreckt werden.

[68]In der That ist es nur eine flache Sandzunge, welche ins Meer vortritt und von einem Riffe umgürtet ist, welches kaum eine deutsche Meile lang ist. Nur ungeschickte Küstenfahrer konnten davon zurückgeschreckt werden.

[69]Studien über das Klima der Mittelmeerländer. Gotha 1879. S. 25 im Ergänzungsheft Nr. 58 der „Mittheilungen“.

[69]Studien über das Klima der Mittelmeerländer. Gotha 1879. S. 25 im Ergänzungsheft Nr. 58 der „Mittheilungen“.

[70]Fr. Kunstmann, Die Handelsverbindungen der Portugiesen mit Timbuktu im XV. Jahrh. d. Abh. d. III. Cl. d. k. Ak. d. Wiss. VI., I. Abthl. 178.

[70]Fr. Kunstmann, Die Handelsverbindungen der Portugiesen mit Timbuktu im XV. Jahrh. d. Abh. d. III. Cl. d. k. Ak. d. Wiss. VI., I. Abthl. 178.

[71]e la costa è tutta terra bassa, copiosa di bellissimi e grandissimi arbori verde.

[71]e la costa è tutta terra bassa, copiosa di bellissimi e grandissimi arbori verde.

[72]tutta bagnata di molte riviere e fiumi piccoli.

[72]tutta bagnata di molte riviere e fiumi piccoli.

[73]Ein Italiener war sogar bis Timbuktu vorgedrungen (Peschel, Geschichte der Erdkunde. 2. Auflage. 190).

[73]Ein Italiener war sogar bis Timbuktu vorgedrungen (Peschel, Geschichte der Erdkunde. 2. Auflage. 190).

[74]Peschel, Zeitalter der Entdeckungen. 2. Auflage. S. 55.

[74]Peschel, Zeitalter der Entdeckungen. 2. Auflage. S. 55.

[75]H.Major,Prince Henry. 277 et seq.

[75]H.Major,Prince Henry. 277 et seq.

[76]Margarita phil. Basil. 1508. Lib. VII. Cap. XLII.

[76]Margarita phil. Basil. 1508. Lib. VII. Cap. XLII.

[77]Der von Regiomontan erfundene Jakobsstab oder Kreuzstab bestand aus einem längeren graduirten Ellenstabe mit verschiebbarem kürzerem Querholz. Das Ende des Ellenstabes brachte man beim Visiren möglichst nahe vors Auge und schob dann das Querholz so weit, bis das eine, untere Ende den Horizont, das obere den Stern, dessen Höhe man messen wollte, berührte. In ähnlicher Weise konnte man auch den Abstand eines Sternes vom Monde messen. Wollte man Sonnenhöhen messen, so brachte man farbige Gläser an dem Querholze an, um das Auge zu schützen. Dieses Instrument bürgerte sich bald bei allen seefahrenden Nationen ein und hieß bei den Portugiesenbalestilha, bei den Spaniernbaculo de Santiago(Jakobsstab), bei den Engländerncross-staff, bei den Holländerngraedboog. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war er noch allgemein in Gebrauch.

[77]Der von Regiomontan erfundene Jakobsstab oder Kreuzstab bestand aus einem längeren graduirten Ellenstabe mit verschiebbarem kürzerem Querholz. Das Ende des Ellenstabes brachte man beim Visiren möglichst nahe vors Auge und schob dann das Querholz so weit, bis das eine, untere Ende den Horizont, das obere den Stern, dessen Höhe man messen wollte, berührte. In ähnlicher Weise konnte man auch den Abstand eines Sternes vom Monde messen. Wollte man Sonnenhöhen messen, so brachte man farbige Gläser an dem Querholze an, um das Auge zu schützen. Dieses Instrument bürgerte sich bald bei allen seefahrenden Nationen ein und hieß bei den Portugiesenbalestilha, bei den Spaniernbaculo de Santiago(Jakobsstab), bei den Engländerncross-staff, bei den Holländerngraedboog. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war er noch allgemein in Gebrauch.

[78]Auf unseren Karten gewöhnlich C. Montserrado.

[78]Auf unseren Karten gewöhnlich C. Montserrado.

[79]In der neuesten Zeit hat die portugiesische Regierung die Pfeiler wieder aufsuchen und ihre Stätte fixiren lassen.

[79]In der neuesten Zeit hat die portugiesische Regierung die Pfeiler wieder aufsuchen und ihre Stätte fixiren lassen.

[80]Die Karten Juans de la Cosa (1500) und S. Cabots (ca. 1525) verlegen die Manga das Areas, den äußersten Punkt der Fahrt, nördl. v. C. Negro.

[80]Die Karten Juans de la Cosa (1500) und S. Cabots (ca. 1525) verlegen die Manga das Areas, den äußersten Punkt der Fahrt, nördl. v. C. Negro.

[81]DieAstrolabiendienten bereits bei den Griechen des Alterthums und bei den Arabern des Mittelalters zur Messung der Sternhöhen, d. h. des Winkels vom Horizont bis zur momentanen Stellung des Gestirnes (der Sonne, des Mondes). Einer unter den arabischen Astronomen, Ali ben Isa (um 833), erhielt sogar den Beinamenal astralabi, der Astrolabienmacher, weil seine Instrumente besonders geschätzt und über das ganze mohammedan. Reich verbreitet waren. Die europäischen Gelehrten entlehnten bereits seit dem 11. Jahrhundert das Instrument von den Arabern. Dasselbe bestand in seiner einfachen Form aus einem großen Kreisbogen von Holz, in dessen Mitte um einen Zapfen sich ein Winkelzeiger (arab. Alidad) drehte, welcher an beiden Enden mit feinen Visirlöchern versehen war. Wenn das Instrument aufgehängt war, zeigte der eine Durchmesser des Kreises die horizontale Linie an, während der andere Durchmesser die verticale Richtung erhielt. Da der Holzkreis in Grade abgetheilt war, ließ sich durch die genaue Richtung des Alidad auf den Stern der Höhenwinkel auf dem graduirten Kreise ablesen. Regiomontan ließ in seiner Werkstatt in Nürnberg diese Instrumente verbessern und aus Metall herstellen und wahrscheinlich machte Martin Behaim die Portugiesen mit denselben bekannt. Gewiß ist, daß alle großen Seefahrer: Columbus, Gama, Magalhães sich der von den Deutschen verbesserten Instrumente bedienten.

[81]DieAstrolabiendienten bereits bei den Griechen des Alterthums und bei den Arabern des Mittelalters zur Messung der Sternhöhen, d. h. des Winkels vom Horizont bis zur momentanen Stellung des Gestirnes (der Sonne, des Mondes). Einer unter den arabischen Astronomen, Ali ben Isa (um 833), erhielt sogar den Beinamenal astralabi, der Astrolabienmacher, weil seine Instrumente besonders geschätzt und über das ganze mohammedan. Reich verbreitet waren. Die europäischen Gelehrten entlehnten bereits seit dem 11. Jahrhundert das Instrument von den Arabern. Dasselbe bestand in seiner einfachen Form aus einem großen Kreisbogen von Holz, in dessen Mitte um einen Zapfen sich ein Winkelzeiger (arab. Alidad) drehte, welcher an beiden Enden mit feinen Visirlöchern versehen war. Wenn das Instrument aufgehängt war, zeigte der eine Durchmesser des Kreises die horizontale Linie an, während der andere Durchmesser die verticale Richtung erhielt. Da der Holzkreis in Grade abgetheilt war, ließ sich durch die genaue Richtung des Alidad auf den Stern der Höhenwinkel auf dem graduirten Kreise ablesen. Regiomontan ließ in seiner Werkstatt in Nürnberg diese Instrumente verbessern und aus Metall herstellen und wahrscheinlich machte Martin Behaim die Portugiesen mit denselben bekannt. Gewiß ist, daß alle großen Seefahrer: Columbus, Gama, Magalhães sich der von den Deutschen verbesserten Instrumente bedienten.

[82]Gaspar Correa, Lendas da India. I, 5 (Lisboa 1858) nennt ihn Gonçalo de Pavia und bezeichnet ihn als eingeborenen Canarier.

[82]Gaspar Correa, Lendas da India. I, 5 (Lisboa 1858) nennt ihn Gonçalo de Pavia und bezeichnet ihn als eingeborenen Canarier.

[83]geboren um 1469 in Sines.

[83]geboren um 1469 in Sines.

[84]Henry E. J. Stanley,The three voyages of Vasco da Gama and his Viceroyalty. From the Lendas da India of Gaspar Correa. London (Hakluyt Soc. MDCCCLXIX. p. VI.)Bei der folgenden Darstellung ist dieses Werk vielfach benutzt.

[84]Henry E. J. Stanley,The three voyages of Vasco da Gama and his Viceroyalty. From the Lendas da India of Gaspar Correa. London (Hakluyt Soc. MDCCCLXIX. p. VI.)Bei der folgenden Darstellung ist dieses Werk vielfach benutzt.

[85]Osoriogibt an, die Helenabai und der Jacobusfluß seien nach dem Heiligentag benannt, St. Helena fällt auf den 18. August, Jacobus noch früher. Wenn nach Barros die ganze Fahrt bis dahin etwa 5 Monate gedauert, dann fällt die Ausfahrt auf die von Correa angegebene Zeit, in den März. Die Landung im August stimmt auch mit den Angaben der Winterzeit und den kurzen, dunklen Tagen. Die Dublirung des Caps müßte danach vor dem 20. Nov. (Castanheda) oder 22. Nov. (Barros) fallen.

[85]Osoriogibt an, die Helenabai und der Jacobusfluß seien nach dem Heiligentag benannt, St. Helena fällt auf den 18. August, Jacobus noch früher. Wenn nach Barros die ganze Fahrt bis dahin etwa 5 Monate gedauert, dann fällt die Ausfahrt auf die von Correa angegebene Zeit, in den März. Die Landung im August stimmt auch mit den Angaben der Winterzeit und den kurzen, dunklen Tagen. Die Dublirung des Caps müßte danach vor dem 20. Nov. (Castanheda) oder 22. Nov. (Barros) fallen.

[86]Barros gibt irrthümlich den 7. April an, vgl.H. E. J. Stanley,Vasco da Gama. p. 111. Note 1.

[86]Barros gibt irrthümlich den 7. April an, vgl.H. E. J. Stanley,Vasco da Gama. p. 111. Note 1.

[87]Diese Darstellung nach Correa scheint der Wahrheit mehr zu entsprechen als die Angabe Barros, der Mann sei ein Araber aus Tunis gewesen, der in Oran mit den Portugiesen verkehrt habe. Denn es klingt nicht wahrscheinlich, daß ein geborner Mohammedaner sollte seine Glaubensgenossen verrathen und, wie von allen Seiten berichtet wird, später den christlichen Glauben angenommen haben.

[87]Diese Darstellung nach Correa scheint der Wahrheit mehr zu entsprechen als die Angabe Barros, der Mann sei ein Araber aus Tunis gewesen, der in Oran mit den Portugiesen verkehrt habe. Denn es klingt nicht wahrscheinlich, daß ein geborner Mohammedaner sollte seine Glaubensgenossen verrathen und, wie von allen Seiten berichtet wird, später den christlichen Glauben angenommen haben.

[88]Namentlich stehen sich Barros und Correa gegenüber. Wenn man jedoch die (von Correavordie Audienz verlegte) Gefangennahme Gama’s als eine Folge der offenen Aussprache des Capitäns in Gegenwart des Samorin auffaßt, und sienachder Audienz als eine eigenmächtige Maßnahme der mohammedanischen Partei annimmt, lassen sich die Berichte bis auf einen gewissen Punkt vereinigen.

[88]Namentlich stehen sich Barros und Correa gegenüber. Wenn man jedoch die (von Correavordie Audienz verlegte) Gefangennahme Gama’s als eine Folge der offenen Aussprache des Capitäns in Gegenwart des Samorin auffaßt, und sienachder Audienz als eine eigenmächtige Maßnahme der mohammedanischen Partei annimmt, lassen sich die Berichte bis auf einen gewissen Punkt vereinigen.

[89]Barros läßt die Fahrt vor Eintreten des Monsuns beginnen, in Folge dessen die Schiffe, durch Windstille und Gegenwinde aufgehalten, viel Mannschaft verloren, da bei der langen Dauer der Fahrt Mangel an Wasser und frischen Lebensmitteln eintrat. Allein es ist wahrscheinlicher, daß Gama, da er einmal von Kalikut vor der Monsun-Zeit aufbrechen mußte, nordwärts segelnd, den günstigen Fahrwind bei den Andjediven abwartete, als daß er gegen den Rath der Piloten sich zu früh über den Ocean gewagt.

[89]Barros läßt die Fahrt vor Eintreten des Monsuns beginnen, in Folge dessen die Schiffe, durch Windstille und Gegenwinde aufgehalten, viel Mannschaft verloren, da bei der langen Dauer der Fahrt Mangel an Wasser und frischen Lebensmitteln eintrat. Allein es ist wahrscheinlicher, daß Gama, da er einmal von Kalikut vor der Monsun-Zeit aufbrechen mußte, nordwärts segelnd, den günstigen Fahrwind bei den Andjediven abwartete, als daß er gegen den Rath der Piloten sich zu früh über den Ocean gewagt.

[90]Correa’s Bericht erscheint auch hier in sich correct. Wie er die Flotte erst nach dem Auftreten des Monsun von der indischen Küste Abschied nehmen und mit günstiger Fahrt rasch nach Afrika gelangen läßt, ungehemmt durch Gegenwinde und Windstille, deren drückende Schwüle nach den Angaben der anderen Historiker die Ursache der zahlreichen Todesfälle unter dem Schiffsvolk gewesen sein soll, so daß in Folge dessen die Mannschaft zur Bedienung dreier Schiffe nicht mehr ausreichte, so weiß er auch nichts von dem nothwendig gewordenen Aufgeben des dritten Schiffes. Und dabei beruft er sich grade hier, wo er die Rückfahrt schildert, auf die authentischen Berichte des Geistlichen João Figueira, welcher als Augenzeuge seine Erlebnisse niederschrieb.

[90]Correa’s Bericht erscheint auch hier in sich correct. Wie er die Flotte erst nach dem Auftreten des Monsun von der indischen Küste Abschied nehmen und mit günstiger Fahrt rasch nach Afrika gelangen läßt, ungehemmt durch Gegenwinde und Windstille, deren drückende Schwüle nach den Angaben der anderen Historiker die Ursache der zahlreichen Todesfälle unter dem Schiffsvolk gewesen sein soll, so daß in Folge dessen die Mannschaft zur Bedienung dreier Schiffe nicht mehr ausreichte, so weiß er auch nichts von dem nothwendig gewordenen Aufgeben des dritten Schiffes. Und dabei beruft er sich grade hier, wo er die Rückfahrt schildert, auf die authentischen Berichte des Geistlichen João Figueira, welcher als Augenzeuge seine Erlebnisse niederschrieb.

[91]Als Tag der Ankunft nennen Barros und Goes den 29. September, Correa den 18. September. Den Monat September gibt, ohne Tagesangabe, auch Castanheda an.

[91]Als Tag der Ankunft nennen Barros und Goes den 29. September, Correa den 18. September. Den Monat September gibt, ohne Tagesangabe, auch Castanheda an.

[92]Cruzado = 2,75 Mark.

[92]Cruzado = 2,75 Mark.

[93]Der Quintal Pfeffer galt damals in Lissabon 80 Cruzados, Zimmt 180, Näglein 200, Ingwer 120, Muskatnuß 100, Mazis 300 Cruzados.

[93]Der Quintal Pfeffer galt damals in Lissabon 80 Cruzados, Zimmt 180, Näglein 200, Ingwer 120, Muskatnuß 100, Mazis 300 Cruzados.

[94]P. A. Thiele,De vestiging der Portugeezen in Indië, (zie de Gids 1873. no. 8)Bl. 15. Anm. 1. führt das Auftauchen des Namens Brasilien bis ins Jahr 1504 zurück.

[94]P. A. Thiele,De vestiging der Portugeezen in Indië, (zie de Gids 1873. no. 8)Bl. 15. Anm. 1. führt das Auftauchen des Namens Brasilien bis ins Jahr 1504 zurück.

[95]G. Correa, Lendas I, 152 nennt den CapitänAndré Gonsalvez, der in der Liste des Barros unter den Führern der dreizehn Schiffe nicht mit aufgeführt ist. Werthvoll ist aber die Angabe Correa’s, weil er hinzufügt, derselbe Gonsalvez sei von König Manuel sofort mit einer zweiten Fahrt nach Brasilien beauftragt. Dies würde die Expedition sein, an welcher Vespucci theilnahm, und von der man bisher den Namen des Capitäns nicht kannte.

[95]G. Correa, Lendas I, 152 nennt den CapitänAndré Gonsalvez, der in der Liste des Barros unter den Führern der dreizehn Schiffe nicht mit aufgeführt ist. Werthvoll ist aber die Angabe Correa’s, weil er hinzufügt, derselbe Gonsalvez sei von König Manuel sofort mit einer zweiten Fahrt nach Brasilien beauftragt. Dies würde die Expedition sein, an welcher Vespucci theilnahm, und von der man bisher den Namen des Capitäns nicht kannte.

[96]F. Kunstmann, die Fahrt der ersten Deutschen nach dem portugiesischen Indien. München 1861. S. 2.

[96]F. Kunstmann, die Fahrt der ersten Deutschen nach dem portugiesischen Indien. München 1861. S. 2.

[97]B. Greiff, Tagebuch des Lucas Rem aus den Jahren 1494–1541. Augsburg 1861, mitgetheilt im 26. Jahresberichte des Histor. Kreisvereins im Regierungsbezirk von Schwaben und Neuburg.

[97]B. Greiff, Tagebuch des Lucas Rem aus den Jahren 1494–1541. Augsburg 1861, mitgetheilt im 26. Jahresberichte des Histor. Kreisvereins im Regierungsbezirk von Schwaben und Neuburg.

[98]Kunstmann, a. a. O. S. 6.

[98]Kunstmann, a. a. O. S. 6.

[99]Ebenda. S. 8.

[99]Ebenda. S. 8.

[100]Es war das Schiff des Sancho de Toar, von der Flotte Cabrals, welches 1501 hier gescheitert war.

[100]Es war das Schiff des Sancho de Toar, von der Flotte Cabrals, welches 1501 hier gescheitert war.

[101]Tagebuch S. 8.

[101]Tagebuch S. 8.

[102]The travels of Ludovico di Varthema, translated from the original edition of 1510 and edited by G. P. Badger (London, Hakluyt Soc. 1863).Eine deutsche Uebersetzung findet sich bereits in: „Die New Welt der Landschaften vnnd Insvln, etc.“, Straßburg 1534, Fol. 58 u. f. Eine lateinische Uebersetzung gab vorher Grynäus in seinem„Novus orbis regionum ac insularum“,Basil. 1532, fol. 189u. f.

[102]The travels of Ludovico di Varthema, translated from the original edition of 1510 and edited by G. P. Badger (London, Hakluyt Soc. 1863).Eine deutsche Uebersetzung findet sich bereits in: „Die New Welt der Landschaften vnnd Insvln, etc.“, Straßburg 1534, Fol. 58 u. f. Eine lateinische Uebersetzung gab vorher Grynäus in seinem„Novus orbis regionum ac insularum“,Basil. 1532, fol. 189u. f.

[103]Diese und dieAbbildung auf nächster Seiteist entnommen (Facsimile in ⅓ der Breite des Originals) aus:Linschoten, Itinerarium ofte Schipvaert naer Oostofte Portugaels Indiën. Amsterdam 1614.

[103]Diese und dieAbbildung auf nächster Seiteist entnommen (Facsimile in ⅓ der Breite des Originals) aus:Linschoten, Itinerarium ofte Schipvaert naer Oostofte Portugaels Indiën. Amsterdam 1614.

[104]N. de Gray Birch,The Commentaries of the great Afonso d’Alboquerque. London, (Hakluyt Soc.) 1875. Vol. I. 225.

[104]N. de Gray Birch,The Commentaries of the great Afonso d’Alboquerque. London, (Hakluyt Soc.) 1875. Vol. I. 225.

[105]Vollständig wiedergegeben in denCommentaries of the great A. d’Alboquerque. I, 227. 228.

[105]Vollständig wiedergegeben in denCommentaries of the great A. d’Alboquerque. I, 227. 228.

[106]Dec. II. liv. III. cap. 9.

[106]Dec. II. liv. III. cap. 9.

[107]Dec. II, 4. 3. que usam vestir panno et outras cousas a nosso modo.

[107]Dec. II, 4. 3. que usam vestir panno et outras cousas a nosso modo.

[108]Ajuthia liegt nördlich von Bangkok am Menam. Sie war damals nicht blos die prächtige Residenz der Könige, sondern auch eine belebte Handelsstadt, in deren Hafen sich Schiffe aller ost-asiatischen Nationen, selbst der Japaner einfanden. Sie wurde 1555 zuerst vom Könige von Pegu zerstört und nach ihrem Wiederaufbau zum zweitenmale vom Könige von Birma 1767 vernichtet, so daß nur jene Ruinen übrig blieben, „die in einer Wildniß wuchernden Gestrüppes noch jetzt von der einst berühmten und glänzenden Residenz zeugen und in ihren gebrochenen Pagoden, von dichtem Epheu umflort, über die verwaiste Stadt zu klagen scheinen, die später wieder neben ihnen aufgebaut wurde, aber ihren Herrschersitz verlor“.A. Bastian, die Geschichte der Indochinesen. Leipzig 1866. S. 369. 371. 382.

[108]Ajuthia liegt nördlich von Bangkok am Menam. Sie war damals nicht blos die prächtige Residenz der Könige, sondern auch eine belebte Handelsstadt, in deren Hafen sich Schiffe aller ost-asiatischen Nationen, selbst der Japaner einfanden. Sie wurde 1555 zuerst vom Könige von Pegu zerstört und nach ihrem Wiederaufbau zum zweitenmale vom Könige von Birma 1767 vernichtet, so daß nur jene Ruinen übrig blieben, „die in einer Wildniß wuchernden Gestrüppes noch jetzt von der einst berühmten und glänzenden Residenz zeugen und in ihren gebrochenen Pagoden, von dichtem Epheu umflort, über die verwaiste Stadt zu klagen scheinen, die später wieder neben ihnen aufgebaut wurde, aber ihren Herrschersitz verlor“.A. Bastian, die Geschichte der Indochinesen. Leipzig 1866. S. 369. 371. 382.

[109]Osorio,de rebus Emmanuelis. Colon. 1586 p. 264b. Elephantus accessit et ter genibus flexis et demisso corporis habitu venerabundus illum salutavit, quod non mediocrem admirationem spectantibus incussit.

[109]Osorio,de rebus Emmanuelis. Colon. 1586 p. 264b. Elephantus accessit et ter genibus flexis et demisso corporis habitu venerabundus illum salutavit, quod non mediocrem admirationem spectantibus incussit.

[110]Dagegen rühmt Osorio das milde Klima und die herrliche Gegend.Coeli temperies et regionis amoenitas.A. a. O. S. 191.

[110]Dagegen rühmt Osorio das milde Klima und die herrliche Gegend.Coeli temperies et regionis amoenitas.A. a. O. S. 191.


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