[218]P. Martyrerwähnt mehrfach den Goldreichthum von Haiti und Cuba.Ex sola Hispaniola vehitur in Hispaniam quotannis quadringentorum et quingentorum, interdum millium ducatorum auri summa. Id ex quinta regia intelligitur, quae ad fiscum venit: octoginta, nonaginta et centum millium castellanorum auri et aliquando maior. Dec. III. lib. 8. p. 297. Hac hora, qua haec scribo, coacta esse in Cuba referunt castellanorum auri centum octoginta milia conflanda, magnum opulentiae argumentum. ibid. p. 306.[219]Es ist sehr auffällig, daß in einer im Archive der Stadt befindlichen Chronik Barcelonas, welche vom Jahre 1411 bis auf die Gegenwart geführt ist und alle kleinen Vorfälle innerhalb der Stadt verzeichnet hat, der Anwesenheit des Columbus im April 1493 mit keiner Silbe Erwähnung geschieht.Harrisse,Bibl. Amer. vet. Additions. p. IX.[220]Peter MartyrDec. I. lib. 1. p. 10. Jobst Ruchhamer in seinem oben (S. 233) angeführten Werke gibt im Cap. 41 den Empfang des Columbus bei Hofe mit folgenden Worten: „Der Kunige vnd die Kunigin entpfingen disen Christoffel Dawber mit dem allerangenemsten angesicht, vnd thaten jme die allergrösten Eere, vnd liessen jne öffentlich sitzen vor Jnen, welches bey jnen ist von den ersten vnd grösten eeren. Vnd wolten, das er genant wurdeEin wunderer des Meres Occeani.“ Mit diesen letzten Worten überträgt Ruchhamer den Titel Almirante. Aehnliche confuse Verdeutschungen finden sich noch mehr. Aus Alonso Niño wird ihm ein Alonsus Schwartze, aus Lorenzo di Pier Francesco de Medici Laurentius petri artzte zu Florentia. Uebrigens wurde auch in der Sammlung von Reiseberichten, welche 1534 in Straßburg unter dem Titel: „Die New Welt der Landschaften vnnd Jnsvln“ herauskam, Admirans mit „verwunderer des Meers“ übersetzt.[221]Navarrete, I, 314–321.[222]Ibid. p. 327–343.[223]Tagebuch vom 13. Dec. 1492.[224]Brief an Luis de Sant-Angel.Navarrete, I, 338ob aequinoctiali linea distat (ut videtur) gradus sex et viginti.[225]Opus epistul. Ep. CXXXI ed. Compluti (Alcala) 1530 (ed. Amstelod. 1670: Ep. 130.)[226]Opus epistol. Ep. 136 (ed. Complu.) Ep. 135 (ed. Amstelod.).Man vergleiche damit Martyrs Ansicht in derDec. I. lib. I. p. 8. Haec volui de psittacis recitasse: quamvis huius Christophori Coloni opinio, magnitudini sphaerae et opinioni veterum de subnavigabili orbe videatur adversari, psittaci tamen inde absportari atque alia multa, vel propinquitate, vel natura solum Indicum has insulas sapere indicant.„Mußte doch jeder Gebildete einsehen, daß die von dem Genuesen hartnäckig wiederholte Behauptung, Asien reiche ziemlich nahe an den Westen Europas hinan, aller geographischen Kenntniß entgegen war.“Schumacher, Peter Martyr. S. 24.[227]Dec. I. lib. I. p. 4.[228]Dec. III. lib. 7. p. 282.[229]quae linea distet a qualibet insularum, quae vulgariter nuncupantur de los Azores et Cabo Verde, centum leucis versus occidentem et meridiem.NavarreteII.Nr. 18.p.83.[230]So viel als 11¼ Grad. Der Compaß zerfiel in 8 Winde oder 32 Viertelwinde (quarte di vento) oder 360 Grad, also ein Viertelwind gleich 11¼°. Vgl.Breusing, Zur Gesch. der Kartographie, in Kettler, Zeitschr. für wiss. Geogr. II, 132. 133.[231]NavarreteI, 395 und 402.[232]Kosmos II, 317.[233]NavarreteII. No.LXXIV u. LXXV.[234]Dec. II. X. p. 200.[235]NavarreteI, 347–372.[236]BeiP. Martyr,Dec. I. p. 19. Burichena.[237]Richtiger Guacanagari.[238]NavarreteI, 347–372.[239]Siehe seinen Bericht beiNavarreteI, 369.[240]P. Martyr,Opus Epist. Alcala 1530. Ep. 165. Ex Hispaniola, quam admirantus ipse Colonus... Offiram Salomonis aurifodinam putat.Im weiteren Verlauf des Briefes bezieht sich Martyr darauf, daß Columbus selbst ihm geschrieben (ad me scripsit).[241]M. G. Pauthier,Le livre de Marco Polo. Paris 1865. II, 550.Et si vous di que en ceste mer de Cim qui est au levant, si comme dient les pescheurs et les saiges mariniers de ceste contrée, il ya vii mille quatre cens. lix (7459) isles, là où lesdis mariniers vont... Et si vous di, qu’il n’y a nulle de ces isles où il n’ait arbres moult bons etde grant oudour.Die Wunderberichte des Ritters Mandeville, welcher die Reisebeobachtungen des Odorich von Pordenone (siehe obenS. 72) in frecher Weise ausbeutet, schienen diese Angaben zu bestätigen. Wahrscheinlich fußte Columbus auf Mandeville, dessen Buch er mit sich führte.[242]P. Martyr,Opus epist. 1530. No. 164: A laeva innumeras se vidisse insulas narrabat. Huius magnae telluris litoribus in mare advertit cadere flumina multiformia. In plerisque piscium ingentem copiam, alibi multa conchylia, ex quibus uniones abraduntur, invenit. Per maria se transisse inquit, testudinibus puta majoribus fere condensata.[243]Von der Ostspitze Cubas bis zur Isla de Pinos beträgt die Entfernung nur 8 Meridiane.[244]P. Martyr.Opus Epist. Ep. 164. Decad. I. 3. p. 35.[245]NavarreteII, 162. Nr. LXXVI.Informacion y testimonio de cómo el Almirante fue á reconocer la isla de Cuba quedando persuadido de que era tierra-firme.Danach gab der Pilot der Caravele Niña Francisco Niño auf seinen Eid die Erklärung ab, daß es keine Insel geben könne, welche in ostwestlicher Erstreckung 335 Leguas lang sei. Seiner Erklärung schlossen sich auch die anderen kundigen Seeleute an, unter ihnen auchJohan de la Cosa,„vicino de Puerto de Santa Maria, Maestro de hacer Cartas, Marinero de la carabela Niña“. Es ist derselbe Juan de la Cosa, dem wir die erste noch erhaltene Karte der neuen Welt verdanken, auf welcher er, trotz seines Schwurs, sechs Jahre später, Cuba als Insel darstellte.[246]Cadiz liegt6° 17′W. v. Greenwich,Saona, Ostspitze68° 35′„ „Differenz62° 18′,so daß Columbus sich also in seiner Längenbestimmung um 18° 27′ verrechnete.[247]Muñoz, Geschichte der neuen Welt. V, 25. S. 293.[248]NavarreteII, 118–120.[249]NavarreteI, 391–412.[250]Die Insel Cuba, welche Columbus für das Gestade Asiens hielt.[251]Columbus gerieth in die Region der Calmen.[252]Ibi malaciis et ardoribus adeo (ut ait) oppressus fuit, ut fere navigia illa incenderentur.P. Martyr,Dec. I. VI, 70.[253]P. Martyr,Dec. I. VI, 71 capillis quasi more Hispano scissis in fronte.[254]Ibi se, ex quo navigare a teneris coepit, nusquam tantum formidasse fatetur.P. Martyr,Dec. I. VI, 73.[255]P. Martyr(Dec. I. VI, 75) berichtet fast wörtlich dasselbe.[256]Vgl.Humboldt, Kosmos II, 317.[257]que en poco espacio haga tanta diferencia en cielo.NavarreteI, 404.P. Martyr,I. VI. p. 76/7. De poli varietate quaedam refert, quae quoniamcontra omnium astronomorum sententiamprolata mihi videntur, sicco pertingam pede. Compertum est, polarem illam stellam, quam nautae nostri Tramontanam vocant, non esse arctici poli punctum etc.Aber wie der Stern Abends 5 Grad und Morgens 15 Grad hoch stehen kann, fasse ich nicht, sagt P. Martyr, auch die Gründe billige ich nicht, welche Columbus für seine Ansicht von der Birnengestalt der Erde anführt. Er schließt dann mit den Worten:De his satis, cumfabulosa mihi videntur.[258]Da man nur die Continentalmasse der alten Welt kannte, lag also jene Gegend am östlichen Gestade Asiens, in dessen Nähe Columbus schon auf der ersten Reise gekommen zu sein wähnte. Vgl. den Behaim’schen Globus.[259]Dort fand Col. die Rechtweisung der Magnetnadel, von dort begann sich die Temperatur gegen Westen zu auffällig zu mildern.[260]Udjen oder Udjein in der Landschaft Malwa in Vorder-Indien, mitten zwischen Dehli und Bombay gelegen, in der Nähe des Wendekreises, eine heilige Stadt der Inder, nicht eine Insel, wie spätere Kosmographen annahmen. Von hier zählten die indischen Astronomen den ersten Meridian. Wie der indische Lautdjarabischz, also aus Udjein, Uzein, Ozein, Ozin wurde, und wie diese Form dann von den Copisten noch in Arin verstümmelt wurde, darüber vgl.Reinaud,Memoire sur l’Inde. p. 373.[261]Hier erst beginnt das Gebiet der eigentlichen Neger.[262]Beide liegen nahe dem 10. Grad n. Br., so daß Columbus in seinen Beobachtungen oder Schätzungen sich um 5 Breitengrade irrte.[263]Krit. Untersuchungen II, 76.[264]Col. denkt an den schon erwähnten äußersten Ostrand Asiens, diesem Punkte gegenüber schuf Gott die Sonne. (!)[265]Daß Col. den Aristoteles nicht selbst gelesen, ist gewiß. Seine Gewährsmänner, welche sich auf Aristoteles beziehen, haben aber denselben offenbar misverstanden. (Arist. Meteorol. II. 1, 15.)[266]Peschel, Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 228.[267]Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 230.[268]Kosmos II, 304.[269]Las CasasI,cp.160ms.bei Peschel.l. c.S. 238.[270]In den königlichen Briefen vom 21. und 26. Mai 1499 (NavarreteII, No. 127 und 128.Las CasasI,cp.179.ms.) wurde Columbus nur als „Admiral des Weltmeers“, nicht mehr als Vicekönig bezeichnet.[271]Peter Martyrurtheilt über das Verfahren gegen Columbus wie ein vorsichtiger Diplomat, wenn er schreibt:Quid in praefectum et ejus fratrem, quidve in illos qui eis adversati sunt, fuerit perquisitum, non bene percipio. Hoc unum scio: capitur uterque frater in vincula, omnibus bonis spoliatus, conjectus ducitur. (Dec. I. VII. p. 86.)[272]Dec. I. IV. c.10.[273]Agora será mi viage en nombre de la Santa Trinidad, y espero della la vitoria.NavarreteI, 479.[274]Opposition des Jupiter und des Mondes, Conjunction des Merkur mit der Sonne. Ausführliches beiPeschel, Zeitalter. S. 288. Anmerkung 3.[275]P. Martyrschreibt Guanassa.[276]Columbus, Brief aus Jamaica.NavarreteI, 446.[277]P. Martyr,Dec III. 4. p. 242. Regio Quicuri, in qua portus estCariai, ab ipso Almiranto Myrobalanus appellatus.Columbus schreibt Cariay und nannte den Ort Myrobale, weil er eine Baumfrucht für die indische Myrobalane hielt. Er zweifelte nicht mehr, an der Küste Indiens zu sein, wie auch aus dem folgenden hervorgeht.[278]Asia, cp. XII. Opera geogr. Francof. et Lips. 1707. p. 22.[279]Diese Berechnung der Größe eines Aequatorialgrades zu 56⅔ arabischen Meilen stammt von der Erdmessung arabischer Astronomen unter dem Chalifen Almamun. Columbus entlehnte dieselbe aus seinem beliebten Gewährsmanne Pierre d’Ailly (Comp. Cosmogr.cap.4).[280]P. Martyr,Dec.III. IV, 247.[281]Col. schreibt darüber in seinem Briefe aus Jamaica: „Man versichert, daß beim Tode der Fürsten von Veragua mit ihren Leichen all ihr Gold beerdigt werde. Man brachte zu Salomo voneinerReise 660 Centner Gold, außer dem, was die Kaufleute und Seeleute besaßen und außer dem, was man in Arabien kaufte. Er machte aus diesem Golde 200 Lanzen und 300 Schilde und andern Schmuck, sowie eine große Zahl mit Edelsteinen besetzter großer Gefäße. Josephus erzählt davon in der Chronik de Antiquitatibus und meint, daß dieses Gold von dem goldenen Chersonese (en la Aurea) stamme. Wenn dem so ist, so behaupte ich, daß diese Minen der Aurea absolut dieselben sind, wie in Veragua. Salomo kaufte all dies: Gold, Silber und kostbare Steine, und hier hat man es nur suchen zu lassen, wenn man will. David hinterließ in seinem Testamente 3000 Ctnr. indisches Gold dem Salomo zum Tempelbau, und nach Josephus kam es aus diesen Ländern.“ Columbus hatte zwar die Meerenge nicht gefunden; daß seine Zeitgenossen aber an ihrer Existenz auch noch Jahre lang nach dem Tode des Entdeckers nicht zweifelten, läßt sich aus mehreren Karten jener Zeit erkennen. Die Meerenge ist gezeichnet auf dem Globus der Lenoxbibliothek in New-York etwa vom Jahre 1507, ferner auf zwei Globen in der Sammlung des Feldzeugmeisters Fr. R. v. Hauslab in Wien, deren Entstehungszeit nach F. A. de Varnhagen in die Jahre 1509 u. 1513 fallen mag, sodann auf den beiden Globen von Johannes Schöner von 1515 (in Frankfurt a. M. und in Weimar) und vom Jahre 1520 (in Nürnberg), weiterhin auf der handschriftlichen Globuszeichnung von Leonardo da Vinci (etwa 1515–1516) und endlich auf der Weltkarte des P. Apianus (in Camers’ Ausgabe des Solinus, Wien 1520). Vgl. darüber Fr.Wieser, Magalhâes-Straße, Innspruck 1881. S. 15, 27, 42. Anm. 3.[282]Brief aus Jamaica. 1503.[283]Las Casas,hist. Ind. II, 37.[284]W. Irving, Christoph Columbus, Buch 18, Cap. 3.[285]Die Angaben, man habe 1877 in Domingo die wahren Ueberreste des Columbus aufgefunden, sind falsch; man fand Gebeine von den Verwandten.[286]Humboldt, Krit. Untersuchungen I, 91.[287]Humboldt, Krit. Untersuchungen II, 17.[288]Humboldt, Krit. Untersuchungen II, 107. 108.[289]Vergleiche Breusings Urtheil in der Zeitschrift für wissenschaftl. Geographie II, 193. 194.[290]NavarreteII, 289 u. folg.[291]La Sancta Trenydad guarde à Vuestras Alteças como deseo y menester habemos, con todos sus grandes estades y senorios. De Granada à seys de hebrero de mill y quinientos y dos años.(Die heilige Trinität bewahre Eure Hoheiten, wie ich bitte und wie wir es bedürfen, mit allen ihren Staaten und Herrschaften. In Granada am 6. Febr. 1502.) Man vergleiche mit diesem frommen Briefschlusse die nüchterne geschäftsmäßige Form, mit welcher Vespucci unterzeichnet. Χρο Abkürzung für Χριστος = der Haupttheil von Columbus’ Vornamen,ferensdie letzte Hälfte = Christus-Träger.[292]V. Margry,Les navigations françaises.p.362. Paris 1867.[293]The Landfall of Columbus p.283.[294]Leben des Columbus, Anhang Nr. XXXV.[295]Krit. Untersuchungen II, 284.[296]Psalterium Hebreum, Grecum, Arabicum et Chaldeum cum tribus interpretationibus et glossis1511.[297]Harrisse,Bibl. Am. Vetust. p.154.[298]Opus Epistol. Compluti (Alcalá)1530.Ep.CXXXI.[299]ibid. Ep.CXXXIIII.[300]Ep.CXXXV.[301]Ep.CXXXVI.[302]Ep. CXXXXIII.[303]Epist. CLIII.[304]Copia de la lettera per Columbo mandata ali SeremeRe et Regina di Spagna: de le insule et luoghi per lui trouate. Stampata in Venetia (a nome de Constantio Bayuera citadino di Bressa) per Simone de Louere. a di7di Mazo1505. Dieser Brief ist im höchsten Grade selten geworden. Im Jahre 1810 wurde er in Venedig wieder abgedruckt unter dem seit der Zeit allgemein üblichen Titellettera rarissima.[305]VergleicheBreusing, Zur Geschichte der Kartographie in Zeitschrift für wissenschaftl. Geogr. II, 185. Daß Columbus bei einem Seezuge im Mittelmeer die grobe List gebraucht habe, der Rose über der Magnetnadel Abends die entgegengesetzte Richtung zu geben, um die Matrosen über die Richtung der Fahrt zu täuschen, wird als ungeschickte Erfindung bezeichnet, weil auf nichts an Bord so genau acht gegeben wird als auf die Richtung des Windes und schon aus der Vergleichung der Windrichtung mit dem herrschenden Seegange sich die Täuschung ergeben hätte.[306]Harrisse,D. Fernando Colon, Historiador de su padre. Sevilla 1871. 4o. Dagegen schrieb d’Avezac:Le livre de Fernan Colomb.Paris 1873.[307]Die New Welt der Landtschaften und Inseln. Straßburg 1534. Fol. 37.[308]Von dieser anmuthigsten aller spanischen Rittergestalten entwirft Las Casas ein mit Vorliebe gezeichnetes Bild (NavarreteIII, 163). Hojeda war von kleiner Gestalt, aber von vollendetem Ebenmaß und von angenehmer Erscheinung, in dem schönen Gesicht ein Paar große Augen. Er war in allen Leibesübungen außerordentlich gewandt und sicher. Als einst die Königin Isabella auf den Thurm der Kathedrale zu Sevilla stieg, um von da aus die klein erscheinenden Menschen, welche unten standen, zu betrachten, stieg er auf einen Balken, welcher zwanzig Fuß aus dem Thurme herausragte und schritt auf demselben hin bis zum Ende, drehte sich hier auf einem Fuße herum und schritt mit derselben Schnelligkeit wieder zum Thurm zurück. Es war einer der verwegensten Streiche, die man ausführen konnte; alle, die es mit ansahen, zitterten vor Aufregung. Dann stellte er sich an den Fuß des Thurmes und warf eine Pommeranze bis zur Thurmspitze hinauf, um die außergewöhnliche Kraft seines Armes zu zeigen. Er war unserer lieben Frauen ergeben und schwur stets bei der Jungfrau Maria.[309]NavarreteIII, 317. Juanoto Berardi starb 1495.[310]Neque enim desunt, qui se circuisse Cubam audeant dicere. Dec. I. cp. VI, p.78.[311]W. Irving besuchte 1828 diese Plätze und hat davon eine eingehende Schilderung gegeben, welche alsA visit to Palosseinem Werke„Voyages and Discoveries of the Companions of Columbus“beigegeben ist. Palos ist ein armes Dorf, eine viertel englische Meile vom Fluß entfernt, in einer Bodensenkung. Es hat nur einige hundert Einwohner, welche sich lediglich von Feld- und Weinbau nähren. Die besseren Familien, darunter die noch blühende, angesehene Familie der Pinzone, sind alle in Moguer ansässig. In Palos gibt’s weder Schiffer noch Kaufleute. Kein Schiff gehört dem Platze, am Ufer finden sich keinerlei Hafenbauten. Das Volk ist ganz unwissend, und vermuthlich kennen die wenigsten den Namen Amerika.[312]NavarreteIII, 542.[313]P. Martyr,Dec. I. lib. VIII, p.87et seq.[314]P. Martyr,Dec. I. lib. VIII, p.90. 91.[315]este cabo se descubrio en ano de mil y CCCC CIX por Castilla, syendo descobridor vincentians (Vicente Yañez).Trotz der beiden, auf der beigegebenen Karte bezeichneten Defecte im Original können wir auf Cosa’s Karte den Verlauf der Entdeckung recht wohl verfolgen.[316]Nach ihrer Heimkehr richtete P. Martyr an die Entdecker die Frage, ob es auch einen antarktischen Polarstern gäbe, was verneint wurde.Dec. I. lib. IX. p.96.[317]Verzinum mercatores Itali, Hispani brasilum appellant.P. Martyr,Dec. I. lib. IX. p. 99.[318]ut ipsi putant, ultra urbem Cataii et littus Indicum, ultra Gangem percurrerant.P. Martyr,l. c. p. 101.[319]Quatuor Americi Vesputii navigationes. Urbs Deodate (St. Dié) 1507.Diese „Vier Schifffahrten“ des Vespucci wurden zusammen mit derCosmographiae Introductiovon Martin Waltzemüller veröffentlicht, in welcher zuerst der Name „Amerika“ für die neue Welt vorgeschlagen wurde. Amerigo nennt in seiner zweiten Schifffahrt den leitenden Capitän nicht, nennt den Mai 1499 als Abfahrtszeit und den September 1499 als Zeit der Rückkunft, und doch sagt er, die Schiffe seien ein ganzes Jahr unterwegs gewesen. Die Zeitbestimmungen sind offenbar falsch. Die Gründe für die Annahme, daß Vespucci auf Lepe’s Schiffen mitfuhr, liegen in dem Verlauf der Fahrt.Humboldt(Krit. Untersuchungen II, 428 u. f.) hat versucht, Vespucci’s zweite Fahrt mit der ersten Reise des Vicente Yanez Pinzon zu identificiren, d’Avezac weist, wohl richtiger, auf Lepe hin. (Bull. Soc. géogr. Paris 1857. Avril et Mai.)[320]Bastidas warescribano(Notar)de Sevilla.NavarreteIII, 25.[321]NavarreteIII, 95.[322]In der deutschen Uebersetzung des Briefes an Lorenzo Pierfrancesco de Medici (auf der königl. öffentl. Bibl. zu Dresden) lautet die Schilderung folgendermaßen: Vnd das ich mit einē wort alle ding begriffe solt du wissen, das in Sechtzig tagen vn̄ siben tagen die wir schiffeten vier vn̄ viertzig tag an vnderlaß an einander gehebt habē mit kegen tonnern vn̄ plitzen so gar finster das wir weder Sonnen im tag noch liechtē hymel in der nacht nie gesehen haben, Da von so geschach das vns solicher grosser schrecke einfiel das wir gar nach alle hoffnuug vnsers lebens hinwurffen, In solichen angsten dennoch vn̄ so wütungen des mers vn̄ des himels gefiel dem hochstē gott vns ze zeygen ingewont ertrich vn̄ new lantschafften vn̄ ein vnbekante welt.[323]Vgl. Kunstmann und Thomas, Atlas zur Entdeckung Amerikas, München 1859.[324]NachHumboldt, Kritische Untersuchungen III, 10 sinkt dasselbe in der südl. Breite von 16° 24′ unter den Horizont.[325]Der Stern η des großen Bären verschwindet unter 18° 10′ s. Br. (Humboldta. a. O.)
[218]P. Martyrerwähnt mehrfach den Goldreichthum von Haiti und Cuba.Ex sola Hispaniola vehitur in Hispaniam quotannis quadringentorum et quingentorum, interdum millium ducatorum auri summa. Id ex quinta regia intelligitur, quae ad fiscum venit: octoginta, nonaginta et centum millium castellanorum auri et aliquando maior. Dec. III. lib. 8. p. 297. Hac hora, qua haec scribo, coacta esse in Cuba referunt castellanorum auri centum octoginta milia conflanda, magnum opulentiae argumentum. ibid. p. 306.[219]Es ist sehr auffällig, daß in einer im Archive der Stadt befindlichen Chronik Barcelonas, welche vom Jahre 1411 bis auf die Gegenwart geführt ist und alle kleinen Vorfälle innerhalb der Stadt verzeichnet hat, der Anwesenheit des Columbus im April 1493 mit keiner Silbe Erwähnung geschieht.Harrisse,Bibl. Amer. vet. Additions. p. IX.[220]Peter MartyrDec. I. lib. 1. p. 10. Jobst Ruchhamer in seinem oben (S. 233) angeführten Werke gibt im Cap. 41 den Empfang des Columbus bei Hofe mit folgenden Worten: „Der Kunige vnd die Kunigin entpfingen disen Christoffel Dawber mit dem allerangenemsten angesicht, vnd thaten jme die allergrösten Eere, vnd liessen jne öffentlich sitzen vor Jnen, welches bey jnen ist von den ersten vnd grösten eeren. Vnd wolten, das er genant wurdeEin wunderer des Meres Occeani.“ Mit diesen letzten Worten überträgt Ruchhamer den Titel Almirante. Aehnliche confuse Verdeutschungen finden sich noch mehr. Aus Alonso Niño wird ihm ein Alonsus Schwartze, aus Lorenzo di Pier Francesco de Medici Laurentius petri artzte zu Florentia. Uebrigens wurde auch in der Sammlung von Reiseberichten, welche 1534 in Straßburg unter dem Titel: „Die New Welt der Landschaften vnnd Jnsvln“ herauskam, Admirans mit „verwunderer des Meers“ übersetzt.[221]Navarrete, I, 314–321.[222]Ibid. p. 327–343.[223]Tagebuch vom 13. Dec. 1492.[224]Brief an Luis de Sant-Angel.Navarrete, I, 338ob aequinoctiali linea distat (ut videtur) gradus sex et viginti.[225]Opus epistul. Ep. CXXXI ed. Compluti (Alcala) 1530 (ed. Amstelod. 1670: Ep. 130.)[226]Opus epistol. Ep. 136 (ed. Complu.) Ep. 135 (ed. Amstelod.).Man vergleiche damit Martyrs Ansicht in derDec. I. lib. I. p. 8. Haec volui de psittacis recitasse: quamvis huius Christophori Coloni opinio, magnitudini sphaerae et opinioni veterum de subnavigabili orbe videatur adversari, psittaci tamen inde absportari atque alia multa, vel propinquitate, vel natura solum Indicum has insulas sapere indicant.„Mußte doch jeder Gebildete einsehen, daß die von dem Genuesen hartnäckig wiederholte Behauptung, Asien reiche ziemlich nahe an den Westen Europas hinan, aller geographischen Kenntniß entgegen war.“Schumacher, Peter Martyr. S. 24.[227]Dec. I. lib. I. p. 4.[228]Dec. III. lib. 7. p. 282.[229]quae linea distet a qualibet insularum, quae vulgariter nuncupantur de los Azores et Cabo Verde, centum leucis versus occidentem et meridiem.NavarreteII.Nr. 18.p.83.[230]So viel als 11¼ Grad. Der Compaß zerfiel in 8 Winde oder 32 Viertelwinde (quarte di vento) oder 360 Grad, also ein Viertelwind gleich 11¼°. Vgl.Breusing, Zur Gesch. der Kartographie, in Kettler, Zeitschr. für wiss. Geogr. II, 132. 133.[231]NavarreteI, 395 und 402.[232]Kosmos II, 317.[233]NavarreteII. No.LXXIV u. LXXV.[234]Dec. II. X. p. 200.[235]NavarreteI, 347–372.[236]BeiP. Martyr,Dec. I. p. 19. Burichena.[237]Richtiger Guacanagari.[238]NavarreteI, 347–372.[239]Siehe seinen Bericht beiNavarreteI, 369.[240]P. Martyr,Opus Epist. Alcala 1530. Ep. 165. Ex Hispaniola, quam admirantus ipse Colonus... Offiram Salomonis aurifodinam putat.Im weiteren Verlauf des Briefes bezieht sich Martyr darauf, daß Columbus selbst ihm geschrieben (ad me scripsit).[241]M. G. Pauthier,Le livre de Marco Polo. Paris 1865. II, 550.Et si vous di que en ceste mer de Cim qui est au levant, si comme dient les pescheurs et les saiges mariniers de ceste contrée, il ya vii mille quatre cens. lix (7459) isles, là où lesdis mariniers vont... Et si vous di, qu’il n’y a nulle de ces isles où il n’ait arbres moult bons etde grant oudour.Die Wunderberichte des Ritters Mandeville, welcher die Reisebeobachtungen des Odorich von Pordenone (siehe obenS. 72) in frecher Weise ausbeutet, schienen diese Angaben zu bestätigen. Wahrscheinlich fußte Columbus auf Mandeville, dessen Buch er mit sich führte.[242]P. Martyr,Opus epist. 1530. No. 164: A laeva innumeras se vidisse insulas narrabat. Huius magnae telluris litoribus in mare advertit cadere flumina multiformia. In plerisque piscium ingentem copiam, alibi multa conchylia, ex quibus uniones abraduntur, invenit. Per maria se transisse inquit, testudinibus puta majoribus fere condensata.[243]Von der Ostspitze Cubas bis zur Isla de Pinos beträgt die Entfernung nur 8 Meridiane.[244]P. Martyr.Opus Epist. Ep. 164. Decad. I. 3. p. 35.[245]NavarreteII, 162. Nr. LXXVI.Informacion y testimonio de cómo el Almirante fue á reconocer la isla de Cuba quedando persuadido de que era tierra-firme.Danach gab der Pilot der Caravele Niña Francisco Niño auf seinen Eid die Erklärung ab, daß es keine Insel geben könne, welche in ostwestlicher Erstreckung 335 Leguas lang sei. Seiner Erklärung schlossen sich auch die anderen kundigen Seeleute an, unter ihnen auchJohan de la Cosa,„vicino de Puerto de Santa Maria, Maestro de hacer Cartas, Marinero de la carabela Niña“. Es ist derselbe Juan de la Cosa, dem wir die erste noch erhaltene Karte der neuen Welt verdanken, auf welcher er, trotz seines Schwurs, sechs Jahre später, Cuba als Insel darstellte.[246]Cadiz liegt6° 17′W. v. Greenwich,Saona, Ostspitze68° 35′„ „Differenz62° 18′,so daß Columbus sich also in seiner Längenbestimmung um 18° 27′ verrechnete.[247]Muñoz, Geschichte der neuen Welt. V, 25. S. 293.[248]NavarreteII, 118–120.[249]NavarreteI, 391–412.[250]Die Insel Cuba, welche Columbus für das Gestade Asiens hielt.[251]Columbus gerieth in die Region der Calmen.[252]Ibi malaciis et ardoribus adeo (ut ait) oppressus fuit, ut fere navigia illa incenderentur.P. Martyr,Dec. I. VI, 70.[253]P. Martyr,Dec. I. VI, 71 capillis quasi more Hispano scissis in fronte.[254]Ibi se, ex quo navigare a teneris coepit, nusquam tantum formidasse fatetur.P. Martyr,Dec. I. VI, 73.[255]P. Martyr(Dec. I. VI, 75) berichtet fast wörtlich dasselbe.[256]Vgl.Humboldt, Kosmos II, 317.[257]que en poco espacio haga tanta diferencia en cielo.NavarreteI, 404.P. Martyr,I. VI. p. 76/7. De poli varietate quaedam refert, quae quoniamcontra omnium astronomorum sententiamprolata mihi videntur, sicco pertingam pede. Compertum est, polarem illam stellam, quam nautae nostri Tramontanam vocant, non esse arctici poli punctum etc.Aber wie der Stern Abends 5 Grad und Morgens 15 Grad hoch stehen kann, fasse ich nicht, sagt P. Martyr, auch die Gründe billige ich nicht, welche Columbus für seine Ansicht von der Birnengestalt der Erde anführt. Er schließt dann mit den Worten:De his satis, cumfabulosa mihi videntur.[258]Da man nur die Continentalmasse der alten Welt kannte, lag also jene Gegend am östlichen Gestade Asiens, in dessen Nähe Columbus schon auf der ersten Reise gekommen zu sein wähnte. Vgl. den Behaim’schen Globus.[259]Dort fand Col. die Rechtweisung der Magnetnadel, von dort begann sich die Temperatur gegen Westen zu auffällig zu mildern.[260]Udjen oder Udjein in der Landschaft Malwa in Vorder-Indien, mitten zwischen Dehli und Bombay gelegen, in der Nähe des Wendekreises, eine heilige Stadt der Inder, nicht eine Insel, wie spätere Kosmographen annahmen. Von hier zählten die indischen Astronomen den ersten Meridian. Wie der indische Lautdjarabischz, also aus Udjein, Uzein, Ozein, Ozin wurde, und wie diese Form dann von den Copisten noch in Arin verstümmelt wurde, darüber vgl.Reinaud,Memoire sur l’Inde. p. 373.[261]Hier erst beginnt das Gebiet der eigentlichen Neger.[262]Beide liegen nahe dem 10. Grad n. Br., so daß Columbus in seinen Beobachtungen oder Schätzungen sich um 5 Breitengrade irrte.[263]Krit. Untersuchungen II, 76.[264]Col. denkt an den schon erwähnten äußersten Ostrand Asiens, diesem Punkte gegenüber schuf Gott die Sonne. (!)[265]Daß Col. den Aristoteles nicht selbst gelesen, ist gewiß. Seine Gewährsmänner, welche sich auf Aristoteles beziehen, haben aber denselben offenbar misverstanden. (Arist. Meteorol. II. 1, 15.)[266]Peschel, Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 228.[267]Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 230.[268]Kosmos II, 304.[269]Las CasasI,cp.160ms.bei Peschel.l. c.S. 238.[270]In den königlichen Briefen vom 21. und 26. Mai 1499 (NavarreteII, No. 127 und 128.Las CasasI,cp.179.ms.) wurde Columbus nur als „Admiral des Weltmeers“, nicht mehr als Vicekönig bezeichnet.[271]Peter Martyrurtheilt über das Verfahren gegen Columbus wie ein vorsichtiger Diplomat, wenn er schreibt:Quid in praefectum et ejus fratrem, quidve in illos qui eis adversati sunt, fuerit perquisitum, non bene percipio. Hoc unum scio: capitur uterque frater in vincula, omnibus bonis spoliatus, conjectus ducitur. (Dec. I. VII. p. 86.)[272]Dec. I. IV. c.10.[273]Agora será mi viage en nombre de la Santa Trinidad, y espero della la vitoria.NavarreteI, 479.[274]Opposition des Jupiter und des Mondes, Conjunction des Merkur mit der Sonne. Ausführliches beiPeschel, Zeitalter. S. 288. Anmerkung 3.[275]P. Martyrschreibt Guanassa.[276]Columbus, Brief aus Jamaica.NavarreteI, 446.[277]P. Martyr,Dec III. 4. p. 242. Regio Quicuri, in qua portus estCariai, ab ipso Almiranto Myrobalanus appellatus.Columbus schreibt Cariay und nannte den Ort Myrobale, weil er eine Baumfrucht für die indische Myrobalane hielt. Er zweifelte nicht mehr, an der Küste Indiens zu sein, wie auch aus dem folgenden hervorgeht.[278]Asia, cp. XII. Opera geogr. Francof. et Lips. 1707. p. 22.[279]Diese Berechnung der Größe eines Aequatorialgrades zu 56⅔ arabischen Meilen stammt von der Erdmessung arabischer Astronomen unter dem Chalifen Almamun. Columbus entlehnte dieselbe aus seinem beliebten Gewährsmanne Pierre d’Ailly (Comp. Cosmogr.cap.4).[280]P. Martyr,Dec.III. IV, 247.[281]Col. schreibt darüber in seinem Briefe aus Jamaica: „Man versichert, daß beim Tode der Fürsten von Veragua mit ihren Leichen all ihr Gold beerdigt werde. Man brachte zu Salomo voneinerReise 660 Centner Gold, außer dem, was die Kaufleute und Seeleute besaßen und außer dem, was man in Arabien kaufte. Er machte aus diesem Golde 200 Lanzen und 300 Schilde und andern Schmuck, sowie eine große Zahl mit Edelsteinen besetzter großer Gefäße. Josephus erzählt davon in der Chronik de Antiquitatibus und meint, daß dieses Gold von dem goldenen Chersonese (en la Aurea) stamme. Wenn dem so ist, so behaupte ich, daß diese Minen der Aurea absolut dieselben sind, wie in Veragua. Salomo kaufte all dies: Gold, Silber und kostbare Steine, und hier hat man es nur suchen zu lassen, wenn man will. David hinterließ in seinem Testamente 3000 Ctnr. indisches Gold dem Salomo zum Tempelbau, und nach Josephus kam es aus diesen Ländern.“ Columbus hatte zwar die Meerenge nicht gefunden; daß seine Zeitgenossen aber an ihrer Existenz auch noch Jahre lang nach dem Tode des Entdeckers nicht zweifelten, läßt sich aus mehreren Karten jener Zeit erkennen. Die Meerenge ist gezeichnet auf dem Globus der Lenoxbibliothek in New-York etwa vom Jahre 1507, ferner auf zwei Globen in der Sammlung des Feldzeugmeisters Fr. R. v. Hauslab in Wien, deren Entstehungszeit nach F. A. de Varnhagen in die Jahre 1509 u. 1513 fallen mag, sodann auf den beiden Globen von Johannes Schöner von 1515 (in Frankfurt a. M. und in Weimar) und vom Jahre 1520 (in Nürnberg), weiterhin auf der handschriftlichen Globuszeichnung von Leonardo da Vinci (etwa 1515–1516) und endlich auf der Weltkarte des P. Apianus (in Camers’ Ausgabe des Solinus, Wien 1520). Vgl. darüber Fr.Wieser, Magalhâes-Straße, Innspruck 1881. S. 15, 27, 42. Anm. 3.[282]Brief aus Jamaica. 1503.[283]Las Casas,hist. Ind. II, 37.[284]W. Irving, Christoph Columbus, Buch 18, Cap. 3.[285]Die Angaben, man habe 1877 in Domingo die wahren Ueberreste des Columbus aufgefunden, sind falsch; man fand Gebeine von den Verwandten.[286]Humboldt, Krit. Untersuchungen I, 91.[287]Humboldt, Krit. Untersuchungen II, 17.[288]Humboldt, Krit. Untersuchungen II, 107. 108.[289]Vergleiche Breusings Urtheil in der Zeitschrift für wissenschaftl. Geographie II, 193. 194.[290]NavarreteII, 289 u. folg.[291]La Sancta Trenydad guarde à Vuestras Alteças como deseo y menester habemos, con todos sus grandes estades y senorios. De Granada à seys de hebrero de mill y quinientos y dos años.(Die heilige Trinität bewahre Eure Hoheiten, wie ich bitte und wie wir es bedürfen, mit allen ihren Staaten und Herrschaften. In Granada am 6. Febr. 1502.) Man vergleiche mit diesem frommen Briefschlusse die nüchterne geschäftsmäßige Form, mit welcher Vespucci unterzeichnet. Χρο Abkürzung für Χριστος = der Haupttheil von Columbus’ Vornamen,ferensdie letzte Hälfte = Christus-Träger.[292]V. Margry,Les navigations françaises.p.362. Paris 1867.[293]The Landfall of Columbus p.283.[294]Leben des Columbus, Anhang Nr. XXXV.[295]Krit. Untersuchungen II, 284.[296]Psalterium Hebreum, Grecum, Arabicum et Chaldeum cum tribus interpretationibus et glossis1511.[297]Harrisse,Bibl. Am. Vetust. p.154.[298]Opus Epistol. Compluti (Alcalá)1530.Ep.CXXXI.[299]ibid. Ep.CXXXIIII.[300]Ep.CXXXV.[301]Ep.CXXXVI.[302]Ep. CXXXXIII.[303]Epist. CLIII.[304]Copia de la lettera per Columbo mandata ali SeremeRe et Regina di Spagna: de le insule et luoghi per lui trouate. Stampata in Venetia (a nome de Constantio Bayuera citadino di Bressa) per Simone de Louere. a di7di Mazo1505. Dieser Brief ist im höchsten Grade selten geworden. Im Jahre 1810 wurde er in Venedig wieder abgedruckt unter dem seit der Zeit allgemein üblichen Titellettera rarissima.[305]VergleicheBreusing, Zur Geschichte der Kartographie in Zeitschrift für wissenschaftl. Geogr. II, 185. Daß Columbus bei einem Seezuge im Mittelmeer die grobe List gebraucht habe, der Rose über der Magnetnadel Abends die entgegengesetzte Richtung zu geben, um die Matrosen über die Richtung der Fahrt zu täuschen, wird als ungeschickte Erfindung bezeichnet, weil auf nichts an Bord so genau acht gegeben wird als auf die Richtung des Windes und schon aus der Vergleichung der Windrichtung mit dem herrschenden Seegange sich die Täuschung ergeben hätte.[306]Harrisse,D. Fernando Colon, Historiador de su padre. Sevilla 1871. 4o. Dagegen schrieb d’Avezac:Le livre de Fernan Colomb.Paris 1873.[307]Die New Welt der Landtschaften und Inseln. Straßburg 1534. Fol. 37.[308]Von dieser anmuthigsten aller spanischen Rittergestalten entwirft Las Casas ein mit Vorliebe gezeichnetes Bild (NavarreteIII, 163). Hojeda war von kleiner Gestalt, aber von vollendetem Ebenmaß und von angenehmer Erscheinung, in dem schönen Gesicht ein Paar große Augen. Er war in allen Leibesübungen außerordentlich gewandt und sicher. Als einst die Königin Isabella auf den Thurm der Kathedrale zu Sevilla stieg, um von da aus die klein erscheinenden Menschen, welche unten standen, zu betrachten, stieg er auf einen Balken, welcher zwanzig Fuß aus dem Thurme herausragte und schritt auf demselben hin bis zum Ende, drehte sich hier auf einem Fuße herum und schritt mit derselben Schnelligkeit wieder zum Thurm zurück. Es war einer der verwegensten Streiche, die man ausführen konnte; alle, die es mit ansahen, zitterten vor Aufregung. Dann stellte er sich an den Fuß des Thurmes und warf eine Pommeranze bis zur Thurmspitze hinauf, um die außergewöhnliche Kraft seines Armes zu zeigen. Er war unserer lieben Frauen ergeben und schwur stets bei der Jungfrau Maria.[309]NavarreteIII, 317. Juanoto Berardi starb 1495.[310]Neque enim desunt, qui se circuisse Cubam audeant dicere. Dec. I. cp. VI, p.78.[311]W. Irving besuchte 1828 diese Plätze und hat davon eine eingehende Schilderung gegeben, welche alsA visit to Palosseinem Werke„Voyages and Discoveries of the Companions of Columbus“beigegeben ist. Palos ist ein armes Dorf, eine viertel englische Meile vom Fluß entfernt, in einer Bodensenkung. Es hat nur einige hundert Einwohner, welche sich lediglich von Feld- und Weinbau nähren. Die besseren Familien, darunter die noch blühende, angesehene Familie der Pinzone, sind alle in Moguer ansässig. In Palos gibt’s weder Schiffer noch Kaufleute. Kein Schiff gehört dem Platze, am Ufer finden sich keinerlei Hafenbauten. Das Volk ist ganz unwissend, und vermuthlich kennen die wenigsten den Namen Amerika.[312]NavarreteIII, 542.[313]P. Martyr,Dec. I. lib. VIII, p.87et seq.[314]P. Martyr,Dec. I. lib. VIII, p.90. 91.[315]este cabo se descubrio en ano de mil y CCCC CIX por Castilla, syendo descobridor vincentians (Vicente Yañez).Trotz der beiden, auf der beigegebenen Karte bezeichneten Defecte im Original können wir auf Cosa’s Karte den Verlauf der Entdeckung recht wohl verfolgen.[316]Nach ihrer Heimkehr richtete P. Martyr an die Entdecker die Frage, ob es auch einen antarktischen Polarstern gäbe, was verneint wurde.Dec. I. lib. IX. p.96.[317]Verzinum mercatores Itali, Hispani brasilum appellant.P. Martyr,Dec. I. lib. IX. p. 99.[318]ut ipsi putant, ultra urbem Cataii et littus Indicum, ultra Gangem percurrerant.P. Martyr,l. c. p. 101.[319]Quatuor Americi Vesputii navigationes. Urbs Deodate (St. Dié) 1507.Diese „Vier Schifffahrten“ des Vespucci wurden zusammen mit derCosmographiae Introductiovon Martin Waltzemüller veröffentlicht, in welcher zuerst der Name „Amerika“ für die neue Welt vorgeschlagen wurde. Amerigo nennt in seiner zweiten Schifffahrt den leitenden Capitän nicht, nennt den Mai 1499 als Abfahrtszeit und den September 1499 als Zeit der Rückkunft, und doch sagt er, die Schiffe seien ein ganzes Jahr unterwegs gewesen. Die Zeitbestimmungen sind offenbar falsch. Die Gründe für die Annahme, daß Vespucci auf Lepe’s Schiffen mitfuhr, liegen in dem Verlauf der Fahrt.Humboldt(Krit. Untersuchungen II, 428 u. f.) hat versucht, Vespucci’s zweite Fahrt mit der ersten Reise des Vicente Yanez Pinzon zu identificiren, d’Avezac weist, wohl richtiger, auf Lepe hin. (Bull. Soc. géogr. Paris 1857. Avril et Mai.)[320]Bastidas warescribano(Notar)de Sevilla.NavarreteIII, 25.[321]NavarreteIII, 95.[322]In der deutschen Uebersetzung des Briefes an Lorenzo Pierfrancesco de Medici (auf der königl. öffentl. Bibl. zu Dresden) lautet die Schilderung folgendermaßen: Vnd das ich mit einē wort alle ding begriffe solt du wissen, das in Sechtzig tagen vn̄ siben tagen die wir schiffeten vier vn̄ viertzig tag an vnderlaß an einander gehebt habē mit kegen tonnern vn̄ plitzen so gar finster das wir weder Sonnen im tag noch liechtē hymel in der nacht nie gesehen haben, Da von so geschach das vns solicher grosser schrecke einfiel das wir gar nach alle hoffnuug vnsers lebens hinwurffen, In solichen angsten dennoch vn̄ so wütungen des mers vn̄ des himels gefiel dem hochstē gott vns ze zeygen ingewont ertrich vn̄ new lantschafften vn̄ ein vnbekante welt.[323]Vgl. Kunstmann und Thomas, Atlas zur Entdeckung Amerikas, München 1859.[324]NachHumboldt, Kritische Untersuchungen III, 10 sinkt dasselbe in der südl. Breite von 16° 24′ unter den Horizont.[325]Der Stern η des großen Bären verschwindet unter 18° 10′ s. Br. (Humboldta. a. O.)
[218]P. Martyrerwähnt mehrfach den Goldreichthum von Haiti und Cuba.Ex sola Hispaniola vehitur in Hispaniam quotannis quadringentorum et quingentorum, interdum millium ducatorum auri summa. Id ex quinta regia intelligitur, quae ad fiscum venit: octoginta, nonaginta et centum millium castellanorum auri et aliquando maior. Dec. III. lib. 8. p. 297. Hac hora, qua haec scribo, coacta esse in Cuba referunt castellanorum auri centum octoginta milia conflanda, magnum opulentiae argumentum. ibid. p. 306.
[218]P. Martyrerwähnt mehrfach den Goldreichthum von Haiti und Cuba.Ex sola Hispaniola vehitur in Hispaniam quotannis quadringentorum et quingentorum, interdum millium ducatorum auri summa. Id ex quinta regia intelligitur, quae ad fiscum venit: octoginta, nonaginta et centum millium castellanorum auri et aliquando maior. Dec. III. lib. 8. p. 297. Hac hora, qua haec scribo, coacta esse in Cuba referunt castellanorum auri centum octoginta milia conflanda, magnum opulentiae argumentum. ibid. p. 306.
[219]Es ist sehr auffällig, daß in einer im Archive der Stadt befindlichen Chronik Barcelonas, welche vom Jahre 1411 bis auf die Gegenwart geführt ist und alle kleinen Vorfälle innerhalb der Stadt verzeichnet hat, der Anwesenheit des Columbus im April 1493 mit keiner Silbe Erwähnung geschieht.Harrisse,Bibl. Amer. vet. Additions. p. IX.
[219]Es ist sehr auffällig, daß in einer im Archive der Stadt befindlichen Chronik Barcelonas, welche vom Jahre 1411 bis auf die Gegenwart geführt ist und alle kleinen Vorfälle innerhalb der Stadt verzeichnet hat, der Anwesenheit des Columbus im April 1493 mit keiner Silbe Erwähnung geschieht.Harrisse,Bibl. Amer. vet. Additions. p. IX.
[220]Peter MartyrDec. I. lib. 1. p. 10. Jobst Ruchhamer in seinem oben (S. 233) angeführten Werke gibt im Cap. 41 den Empfang des Columbus bei Hofe mit folgenden Worten: „Der Kunige vnd die Kunigin entpfingen disen Christoffel Dawber mit dem allerangenemsten angesicht, vnd thaten jme die allergrösten Eere, vnd liessen jne öffentlich sitzen vor Jnen, welches bey jnen ist von den ersten vnd grösten eeren. Vnd wolten, das er genant wurdeEin wunderer des Meres Occeani.“ Mit diesen letzten Worten überträgt Ruchhamer den Titel Almirante. Aehnliche confuse Verdeutschungen finden sich noch mehr. Aus Alonso Niño wird ihm ein Alonsus Schwartze, aus Lorenzo di Pier Francesco de Medici Laurentius petri artzte zu Florentia. Uebrigens wurde auch in der Sammlung von Reiseberichten, welche 1534 in Straßburg unter dem Titel: „Die New Welt der Landschaften vnnd Jnsvln“ herauskam, Admirans mit „verwunderer des Meers“ übersetzt.
[220]Peter MartyrDec. I. lib. 1. p. 10. Jobst Ruchhamer in seinem oben (S. 233) angeführten Werke gibt im Cap. 41 den Empfang des Columbus bei Hofe mit folgenden Worten: „Der Kunige vnd die Kunigin entpfingen disen Christoffel Dawber mit dem allerangenemsten angesicht, vnd thaten jme die allergrösten Eere, vnd liessen jne öffentlich sitzen vor Jnen, welches bey jnen ist von den ersten vnd grösten eeren. Vnd wolten, das er genant wurdeEin wunderer des Meres Occeani.“ Mit diesen letzten Worten überträgt Ruchhamer den Titel Almirante. Aehnliche confuse Verdeutschungen finden sich noch mehr. Aus Alonso Niño wird ihm ein Alonsus Schwartze, aus Lorenzo di Pier Francesco de Medici Laurentius petri artzte zu Florentia. Uebrigens wurde auch in der Sammlung von Reiseberichten, welche 1534 in Straßburg unter dem Titel: „Die New Welt der Landschaften vnnd Jnsvln“ herauskam, Admirans mit „verwunderer des Meers“ übersetzt.
[221]Navarrete, I, 314–321.
[221]Navarrete, I, 314–321.
[222]Ibid. p. 327–343.
[222]Ibid. p. 327–343.
[223]Tagebuch vom 13. Dec. 1492.
[223]Tagebuch vom 13. Dec. 1492.
[224]Brief an Luis de Sant-Angel.Navarrete, I, 338ob aequinoctiali linea distat (ut videtur) gradus sex et viginti.
[224]Brief an Luis de Sant-Angel.Navarrete, I, 338ob aequinoctiali linea distat (ut videtur) gradus sex et viginti.
[225]Opus epistul. Ep. CXXXI ed. Compluti (Alcala) 1530 (ed. Amstelod. 1670: Ep. 130.)
[225]Opus epistul. Ep. CXXXI ed. Compluti (Alcala) 1530 (ed. Amstelod. 1670: Ep. 130.)
[226]Opus epistol. Ep. 136 (ed. Complu.) Ep. 135 (ed. Amstelod.).Man vergleiche damit Martyrs Ansicht in derDec. I. lib. I. p. 8. Haec volui de psittacis recitasse: quamvis huius Christophori Coloni opinio, magnitudini sphaerae et opinioni veterum de subnavigabili orbe videatur adversari, psittaci tamen inde absportari atque alia multa, vel propinquitate, vel natura solum Indicum has insulas sapere indicant.„Mußte doch jeder Gebildete einsehen, daß die von dem Genuesen hartnäckig wiederholte Behauptung, Asien reiche ziemlich nahe an den Westen Europas hinan, aller geographischen Kenntniß entgegen war.“Schumacher, Peter Martyr. S. 24.
[226]Opus epistol. Ep. 136 (ed. Complu.) Ep. 135 (ed. Amstelod.).Man vergleiche damit Martyrs Ansicht in derDec. I. lib. I. p. 8. Haec volui de psittacis recitasse: quamvis huius Christophori Coloni opinio, magnitudini sphaerae et opinioni veterum de subnavigabili orbe videatur adversari, psittaci tamen inde absportari atque alia multa, vel propinquitate, vel natura solum Indicum has insulas sapere indicant.„Mußte doch jeder Gebildete einsehen, daß die von dem Genuesen hartnäckig wiederholte Behauptung, Asien reiche ziemlich nahe an den Westen Europas hinan, aller geographischen Kenntniß entgegen war.“Schumacher, Peter Martyr. S. 24.
[227]Dec. I. lib. I. p. 4.
[227]Dec. I. lib. I. p. 4.
[228]Dec. III. lib. 7. p. 282.
[228]Dec. III. lib. 7. p. 282.
[229]quae linea distet a qualibet insularum, quae vulgariter nuncupantur de los Azores et Cabo Verde, centum leucis versus occidentem et meridiem.NavarreteII.Nr. 18.p.83.
[229]quae linea distet a qualibet insularum, quae vulgariter nuncupantur de los Azores et Cabo Verde, centum leucis versus occidentem et meridiem.NavarreteII.Nr. 18.p.83.
[230]So viel als 11¼ Grad. Der Compaß zerfiel in 8 Winde oder 32 Viertelwinde (quarte di vento) oder 360 Grad, also ein Viertelwind gleich 11¼°. Vgl.Breusing, Zur Gesch. der Kartographie, in Kettler, Zeitschr. für wiss. Geogr. II, 132. 133.
[230]So viel als 11¼ Grad. Der Compaß zerfiel in 8 Winde oder 32 Viertelwinde (quarte di vento) oder 360 Grad, also ein Viertelwind gleich 11¼°. Vgl.Breusing, Zur Gesch. der Kartographie, in Kettler, Zeitschr. für wiss. Geogr. II, 132. 133.
[231]NavarreteI, 395 und 402.
[231]NavarreteI, 395 und 402.
[232]Kosmos II, 317.
[232]Kosmos II, 317.
[233]NavarreteII. No.LXXIV u. LXXV.
[233]NavarreteII. No.LXXIV u. LXXV.
[234]Dec. II. X. p. 200.
[234]Dec. II. X. p. 200.
[235]NavarreteI, 347–372.
[235]NavarreteI, 347–372.
[236]BeiP. Martyr,Dec. I. p. 19. Burichena.
[236]BeiP. Martyr,Dec. I. p. 19. Burichena.
[237]Richtiger Guacanagari.
[237]Richtiger Guacanagari.
[238]NavarreteI, 347–372.
[238]NavarreteI, 347–372.
[239]Siehe seinen Bericht beiNavarreteI, 369.
[239]Siehe seinen Bericht beiNavarreteI, 369.
[240]P. Martyr,Opus Epist. Alcala 1530. Ep. 165. Ex Hispaniola, quam admirantus ipse Colonus... Offiram Salomonis aurifodinam putat.Im weiteren Verlauf des Briefes bezieht sich Martyr darauf, daß Columbus selbst ihm geschrieben (ad me scripsit).
[240]P. Martyr,Opus Epist. Alcala 1530. Ep. 165. Ex Hispaniola, quam admirantus ipse Colonus... Offiram Salomonis aurifodinam putat.Im weiteren Verlauf des Briefes bezieht sich Martyr darauf, daß Columbus selbst ihm geschrieben (ad me scripsit).
[241]M. G. Pauthier,Le livre de Marco Polo. Paris 1865. II, 550.Et si vous di que en ceste mer de Cim qui est au levant, si comme dient les pescheurs et les saiges mariniers de ceste contrée, il ya vii mille quatre cens. lix (7459) isles, là où lesdis mariniers vont... Et si vous di, qu’il n’y a nulle de ces isles où il n’ait arbres moult bons etde grant oudour.Die Wunderberichte des Ritters Mandeville, welcher die Reisebeobachtungen des Odorich von Pordenone (siehe obenS. 72) in frecher Weise ausbeutet, schienen diese Angaben zu bestätigen. Wahrscheinlich fußte Columbus auf Mandeville, dessen Buch er mit sich führte.
[241]M. G. Pauthier,Le livre de Marco Polo. Paris 1865. II, 550.Et si vous di que en ceste mer de Cim qui est au levant, si comme dient les pescheurs et les saiges mariniers de ceste contrée, il ya vii mille quatre cens. lix (7459) isles, là où lesdis mariniers vont... Et si vous di, qu’il n’y a nulle de ces isles où il n’ait arbres moult bons etde grant oudour.Die Wunderberichte des Ritters Mandeville, welcher die Reisebeobachtungen des Odorich von Pordenone (siehe obenS. 72) in frecher Weise ausbeutet, schienen diese Angaben zu bestätigen. Wahrscheinlich fußte Columbus auf Mandeville, dessen Buch er mit sich führte.
[242]P. Martyr,Opus epist. 1530. No. 164: A laeva innumeras se vidisse insulas narrabat. Huius magnae telluris litoribus in mare advertit cadere flumina multiformia. In plerisque piscium ingentem copiam, alibi multa conchylia, ex quibus uniones abraduntur, invenit. Per maria se transisse inquit, testudinibus puta majoribus fere condensata.
[242]P. Martyr,Opus epist. 1530. No. 164: A laeva innumeras se vidisse insulas narrabat. Huius magnae telluris litoribus in mare advertit cadere flumina multiformia. In plerisque piscium ingentem copiam, alibi multa conchylia, ex quibus uniones abraduntur, invenit. Per maria se transisse inquit, testudinibus puta majoribus fere condensata.
[243]Von der Ostspitze Cubas bis zur Isla de Pinos beträgt die Entfernung nur 8 Meridiane.
[243]Von der Ostspitze Cubas bis zur Isla de Pinos beträgt die Entfernung nur 8 Meridiane.
[244]P. Martyr.Opus Epist. Ep. 164. Decad. I. 3. p. 35.
[244]P. Martyr.Opus Epist. Ep. 164. Decad. I. 3. p. 35.
[245]NavarreteII, 162. Nr. LXXVI.Informacion y testimonio de cómo el Almirante fue á reconocer la isla de Cuba quedando persuadido de que era tierra-firme.Danach gab der Pilot der Caravele Niña Francisco Niño auf seinen Eid die Erklärung ab, daß es keine Insel geben könne, welche in ostwestlicher Erstreckung 335 Leguas lang sei. Seiner Erklärung schlossen sich auch die anderen kundigen Seeleute an, unter ihnen auchJohan de la Cosa,„vicino de Puerto de Santa Maria, Maestro de hacer Cartas, Marinero de la carabela Niña“. Es ist derselbe Juan de la Cosa, dem wir die erste noch erhaltene Karte der neuen Welt verdanken, auf welcher er, trotz seines Schwurs, sechs Jahre später, Cuba als Insel darstellte.
[245]NavarreteII, 162. Nr. LXXVI.Informacion y testimonio de cómo el Almirante fue á reconocer la isla de Cuba quedando persuadido de que era tierra-firme.Danach gab der Pilot der Caravele Niña Francisco Niño auf seinen Eid die Erklärung ab, daß es keine Insel geben könne, welche in ostwestlicher Erstreckung 335 Leguas lang sei. Seiner Erklärung schlossen sich auch die anderen kundigen Seeleute an, unter ihnen auchJohan de la Cosa,„vicino de Puerto de Santa Maria, Maestro de hacer Cartas, Marinero de la carabela Niña“. Es ist derselbe Juan de la Cosa, dem wir die erste noch erhaltene Karte der neuen Welt verdanken, auf welcher er, trotz seines Schwurs, sechs Jahre später, Cuba als Insel darstellte.
[246]Cadiz liegt6° 17′W. v. Greenwich,Saona, Ostspitze68° 35′„ „Differenz62° 18′,so daß Columbus sich also in seiner Längenbestimmung um 18° 27′ verrechnete.
[246]
[247]Muñoz, Geschichte der neuen Welt. V, 25. S. 293.
[247]Muñoz, Geschichte der neuen Welt. V, 25. S. 293.
[248]NavarreteII, 118–120.
[248]NavarreteII, 118–120.
[249]NavarreteI, 391–412.
[249]NavarreteI, 391–412.
[250]Die Insel Cuba, welche Columbus für das Gestade Asiens hielt.
[250]Die Insel Cuba, welche Columbus für das Gestade Asiens hielt.
[251]Columbus gerieth in die Region der Calmen.
[251]Columbus gerieth in die Region der Calmen.
[252]Ibi malaciis et ardoribus adeo (ut ait) oppressus fuit, ut fere navigia illa incenderentur.P. Martyr,Dec. I. VI, 70.
[252]Ibi malaciis et ardoribus adeo (ut ait) oppressus fuit, ut fere navigia illa incenderentur.P. Martyr,Dec. I. VI, 70.
[253]P. Martyr,Dec. I. VI, 71 capillis quasi more Hispano scissis in fronte.
[253]P. Martyr,Dec. I. VI, 71 capillis quasi more Hispano scissis in fronte.
[254]Ibi se, ex quo navigare a teneris coepit, nusquam tantum formidasse fatetur.P. Martyr,Dec. I. VI, 73.
[254]Ibi se, ex quo navigare a teneris coepit, nusquam tantum formidasse fatetur.P. Martyr,Dec. I. VI, 73.
[255]P. Martyr(Dec. I. VI, 75) berichtet fast wörtlich dasselbe.
[255]P. Martyr(Dec. I. VI, 75) berichtet fast wörtlich dasselbe.
[256]Vgl.Humboldt, Kosmos II, 317.
[256]Vgl.Humboldt, Kosmos II, 317.
[257]que en poco espacio haga tanta diferencia en cielo.NavarreteI, 404.P. Martyr,I. VI. p. 76/7. De poli varietate quaedam refert, quae quoniamcontra omnium astronomorum sententiamprolata mihi videntur, sicco pertingam pede. Compertum est, polarem illam stellam, quam nautae nostri Tramontanam vocant, non esse arctici poli punctum etc.Aber wie der Stern Abends 5 Grad und Morgens 15 Grad hoch stehen kann, fasse ich nicht, sagt P. Martyr, auch die Gründe billige ich nicht, welche Columbus für seine Ansicht von der Birnengestalt der Erde anführt. Er schließt dann mit den Worten:De his satis, cumfabulosa mihi videntur.
[257]que en poco espacio haga tanta diferencia en cielo.NavarreteI, 404.P. Martyr,I. VI. p. 76/7. De poli varietate quaedam refert, quae quoniamcontra omnium astronomorum sententiamprolata mihi videntur, sicco pertingam pede. Compertum est, polarem illam stellam, quam nautae nostri Tramontanam vocant, non esse arctici poli punctum etc.Aber wie der Stern Abends 5 Grad und Morgens 15 Grad hoch stehen kann, fasse ich nicht, sagt P. Martyr, auch die Gründe billige ich nicht, welche Columbus für seine Ansicht von der Birnengestalt der Erde anführt. Er schließt dann mit den Worten:De his satis, cumfabulosa mihi videntur.
[258]Da man nur die Continentalmasse der alten Welt kannte, lag also jene Gegend am östlichen Gestade Asiens, in dessen Nähe Columbus schon auf der ersten Reise gekommen zu sein wähnte. Vgl. den Behaim’schen Globus.
[258]Da man nur die Continentalmasse der alten Welt kannte, lag also jene Gegend am östlichen Gestade Asiens, in dessen Nähe Columbus schon auf der ersten Reise gekommen zu sein wähnte. Vgl. den Behaim’schen Globus.
[259]Dort fand Col. die Rechtweisung der Magnetnadel, von dort begann sich die Temperatur gegen Westen zu auffällig zu mildern.
[259]Dort fand Col. die Rechtweisung der Magnetnadel, von dort begann sich die Temperatur gegen Westen zu auffällig zu mildern.
[260]Udjen oder Udjein in der Landschaft Malwa in Vorder-Indien, mitten zwischen Dehli und Bombay gelegen, in der Nähe des Wendekreises, eine heilige Stadt der Inder, nicht eine Insel, wie spätere Kosmographen annahmen. Von hier zählten die indischen Astronomen den ersten Meridian. Wie der indische Lautdjarabischz, also aus Udjein, Uzein, Ozein, Ozin wurde, und wie diese Form dann von den Copisten noch in Arin verstümmelt wurde, darüber vgl.Reinaud,Memoire sur l’Inde. p. 373.
[260]Udjen oder Udjein in der Landschaft Malwa in Vorder-Indien, mitten zwischen Dehli und Bombay gelegen, in der Nähe des Wendekreises, eine heilige Stadt der Inder, nicht eine Insel, wie spätere Kosmographen annahmen. Von hier zählten die indischen Astronomen den ersten Meridian. Wie der indische Lautdjarabischz, also aus Udjein, Uzein, Ozein, Ozin wurde, und wie diese Form dann von den Copisten noch in Arin verstümmelt wurde, darüber vgl.Reinaud,Memoire sur l’Inde. p. 373.
[261]Hier erst beginnt das Gebiet der eigentlichen Neger.
[261]Hier erst beginnt das Gebiet der eigentlichen Neger.
[262]Beide liegen nahe dem 10. Grad n. Br., so daß Columbus in seinen Beobachtungen oder Schätzungen sich um 5 Breitengrade irrte.
[262]Beide liegen nahe dem 10. Grad n. Br., so daß Columbus in seinen Beobachtungen oder Schätzungen sich um 5 Breitengrade irrte.
[263]Krit. Untersuchungen II, 76.
[263]Krit. Untersuchungen II, 76.
[264]Col. denkt an den schon erwähnten äußersten Ostrand Asiens, diesem Punkte gegenüber schuf Gott die Sonne. (!)
[264]Col. denkt an den schon erwähnten äußersten Ostrand Asiens, diesem Punkte gegenüber schuf Gott die Sonne. (!)
[265]Daß Col. den Aristoteles nicht selbst gelesen, ist gewiß. Seine Gewährsmänner, welche sich auf Aristoteles beziehen, haben aber denselben offenbar misverstanden. (Arist. Meteorol. II. 1, 15.)
[265]Daß Col. den Aristoteles nicht selbst gelesen, ist gewiß. Seine Gewährsmänner, welche sich auf Aristoteles beziehen, haben aber denselben offenbar misverstanden. (Arist. Meteorol. II. 1, 15.)
[266]Peschel, Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 228.
[266]Peschel, Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 228.
[267]Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 230.
[267]Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 230.
[268]Kosmos II, 304.
[268]Kosmos II, 304.
[269]Las CasasI,cp.160ms.bei Peschel.l. c.S. 238.
[269]Las CasasI,cp.160ms.bei Peschel.l. c.S. 238.
[270]In den königlichen Briefen vom 21. und 26. Mai 1499 (NavarreteII, No. 127 und 128.Las CasasI,cp.179.ms.) wurde Columbus nur als „Admiral des Weltmeers“, nicht mehr als Vicekönig bezeichnet.
[270]In den königlichen Briefen vom 21. und 26. Mai 1499 (NavarreteII, No. 127 und 128.Las CasasI,cp.179.ms.) wurde Columbus nur als „Admiral des Weltmeers“, nicht mehr als Vicekönig bezeichnet.
[271]Peter Martyrurtheilt über das Verfahren gegen Columbus wie ein vorsichtiger Diplomat, wenn er schreibt:Quid in praefectum et ejus fratrem, quidve in illos qui eis adversati sunt, fuerit perquisitum, non bene percipio. Hoc unum scio: capitur uterque frater in vincula, omnibus bonis spoliatus, conjectus ducitur. (Dec. I. VII. p. 86.)
[271]Peter Martyrurtheilt über das Verfahren gegen Columbus wie ein vorsichtiger Diplomat, wenn er schreibt:Quid in praefectum et ejus fratrem, quidve in illos qui eis adversati sunt, fuerit perquisitum, non bene percipio. Hoc unum scio: capitur uterque frater in vincula, omnibus bonis spoliatus, conjectus ducitur. (Dec. I. VII. p. 86.)
[272]Dec. I. IV. c.10.
[272]Dec. I. IV. c.10.
[273]Agora será mi viage en nombre de la Santa Trinidad, y espero della la vitoria.NavarreteI, 479.
[273]Agora será mi viage en nombre de la Santa Trinidad, y espero della la vitoria.NavarreteI, 479.
[274]Opposition des Jupiter und des Mondes, Conjunction des Merkur mit der Sonne. Ausführliches beiPeschel, Zeitalter. S. 288. Anmerkung 3.
[274]Opposition des Jupiter und des Mondes, Conjunction des Merkur mit der Sonne. Ausführliches beiPeschel, Zeitalter. S. 288. Anmerkung 3.
[275]P. Martyrschreibt Guanassa.
[275]P. Martyrschreibt Guanassa.
[276]Columbus, Brief aus Jamaica.NavarreteI, 446.
[276]Columbus, Brief aus Jamaica.NavarreteI, 446.
[277]P. Martyr,Dec III. 4. p. 242. Regio Quicuri, in qua portus estCariai, ab ipso Almiranto Myrobalanus appellatus.Columbus schreibt Cariay und nannte den Ort Myrobale, weil er eine Baumfrucht für die indische Myrobalane hielt. Er zweifelte nicht mehr, an der Küste Indiens zu sein, wie auch aus dem folgenden hervorgeht.
[277]P. Martyr,Dec III. 4. p. 242. Regio Quicuri, in qua portus estCariai, ab ipso Almiranto Myrobalanus appellatus.Columbus schreibt Cariay und nannte den Ort Myrobale, weil er eine Baumfrucht für die indische Myrobalane hielt. Er zweifelte nicht mehr, an der Küste Indiens zu sein, wie auch aus dem folgenden hervorgeht.
[278]Asia, cp. XII. Opera geogr. Francof. et Lips. 1707. p. 22.
[278]Asia, cp. XII. Opera geogr. Francof. et Lips. 1707. p. 22.
[279]Diese Berechnung der Größe eines Aequatorialgrades zu 56⅔ arabischen Meilen stammt von der Erdmessung arabischer Astronomen unter dem Chalifen Almamun. Columbus entlehnte dieselbe aus seinem beliebten Gewährsmanne Pierre d’Ailly (Comp. Cosmogr.cap.4).
[279]Diese Berechnung der Größe eines Aequatorialgrades zu 56⅔ arabischen Meilen stammt von der Erdmessung arabischer Astronomen unter dem Chalifen Almamun. Columbus entlehnte dieselbe aus seinem beliebten Gewährsmanne Pierre d’Ailly (Comp. Cosmogr.cap.4).
[280]P. Martyr,Dec.III. IV, 247.
[280]P. Martyr,Dec.III. IV, 247.
[281]Col. schreibt darüber in seinem Briefe aus Jamaica: „Man versichert, daß beim Tode der Fürsten von Veragua mit ihren Leichen all ihr Gold beerdigt werde. Man brachte zu Salomo voneinerReise 660 Centner Gold, außer dem, was die Kaufleute und Seeleute besaßen und außer dem, was man in Arabien kaufte. Er machte aus diesem Golde 200 Lanzen und 300 Schilde und andern Schmuck, sowie eine große Zahl mit Edelsteinen besetzter großer Gefäße. Josephus erzählt davon in der Chronik de Antiquitatibus und meint, daß dieses Gold von dem goldenen Chersonese (en la Aurea) stamme. Wenn dem so ist, so behaupte ich, daß diese Minen der Aurea absolut dieselben sind, wie in Veragua. Salomo kaufte all dies: Gold, Silber und kostbare Steine, und hier hat man es nur suchen zu lassen, wenn man will. David hinterließ in seinem Testamente 3000 Ctnr. indisches Gold dem Salomo zum Tempelbau, und nach Josephus kam es aus diesen Ländern.“ Columbus hatte zwar die Meerenge nicht gefunden; daß seine Zeitgenossen aber an ihrer Existenz auch noch Jahre lang nach dem Tode des Entdeckers nicht zweifelten, läßt sich aus mehreren Karten jener Zeit erkennen. Die Meerenge ist gezeichnet auf dem Globus der Lenoxbibliothek in New-York etwa vom Jahre 1507, ferner auf zwei Globen in der Sammlung des Feldzeugmeisters Fr. R. v. Hauslab in Wien, deren Entstehungszeit nach F. A. de Varnhagen in die Jahre 1509 u. 1513 fallen mag, sodann auf den beiden Globen von Johannes Schöner von 1515 (in Frankfurt a. M. und in Weimar) und vom Jahre 1520 (in Nürnberg), weiterhin auf der handschriftlichen Globuszeichnung von Leonardo da Vinci (etwa 1515–1516) und endlich auf der Weltkarte des P. Apianus (in Camers’ Ausgabe des Solinus, Wien 1520). Vgl. darüber Fr.Wieser, Magalhâes-Straße, Innspruck 1881. S. 15, 27, 42. Anm. 3.
[281]Col. schreibt darüber in seinem Briefe aus Jamaica: „Man versichert, daß beim Tode der Fürsten von Veragua mit ihren Leichen all ihr Gold beerdigt werde. Man brachte zu Salomo voneinerReise 660 Centner Gold, außer dem, was die Kaufleute und Seeleute besaßen und außer dem, was man in Arabien kaufte. Er machte aus diesem Golde 200 Lanzen und 300 Schilde und andern Schmuck, sowie eine große Zahl mit Edelsteinen besetzter großer Gefäße. Josephus erzählt davon in der Chronik de Antiquitatibus und meint, daß dieses Gold von dem goldenen Chersonese (en la Aurea) stamme. Wenn dem so ist, so behaupte ich, daß diese Minen der Aurea absolut dieselben sind, wie in Veragua. Salomo kaufte all dies: Gold, Silber und kostbare Steine, und hier hat man es nur suchen zu lassen, wenn man will. David hinterließ in seinem Testamente 3000 Ctnr. indisches Gold dem Salomo zum Tempelbau, und nach Josephus kam es aus diesen Ländern.“ Columbus hatte zwar die Meerenge nicht gefunden; daß seine Zeitgenossen aber an ihrer Existenz auch noch Jahre lang nach dem Tode des Entdeckers nicht zweifelten, läßt sich aus mehreren Karten jener Zeit erkennen. Die Meerenge ist gezeichnet auf dem Globus der Lenoxbibliothek in New-York etwa vom Jahre 1507, ferner auf zwei Globen in der Sammlung des Feldzeugmeisters Fr. R. v. Hauslab in Wien, deren Entstehungszeit nach F. A. de Varnhagen in die Jahre 1509 u. 1513 fallen mag, sodann auf den beiden Globen von Johannes Schöner von 1515 (in Frankfurt a. M. und in Weimar) und vom Jahre 1520 (in Nürnberg), weiterhin auf der handschriftlichen Globuszeichnung von Leonardo da Vinci (etwa 1515–1516) und endlich auf der Weltkarte des P. Apianus (in Camers’ Ausgabe des Solinus, Wien 1520). Vgl. darüber Fr.Wieser, Magalhâes-Straße, Innspruck 1881. S. 15, 27, 42. Anm. 3.
[282]Brief aus Jamaica. 1503.
[282]Brief aus Jamaica. 1503.
[283]Las Casas,hist. Ind. II, 37.
[283]Las Casas,hist. Ind. II, 37.
[284]W. Irving, Christoph Columbus, Buch 18, Cap. 3.
[284]W. Irving, Christoph Columbus, Buch 18, Cap. 3.
[285]Die Angaben, man habe 1877 in Domingo die wahren Ueberreste des Columbus aufgefunden, sind falsch; man fand Gebeine von den Verwandten.
[285]Die Angaben, man habe 1877 in Domingo die wahren Ueberreste des Columbus aufgefunden, sind falsch; man fand Gebeine von den Verwandten.
[286]Humboldt, Krit. Untersuchungen I, 91.
[286]Humboldt, Krit. Untersuchungen I, 91.
[287]Humboldt, Krit. Untersuchungen II, 17.
[287]Humboldt, Krit. Untersuchungen II, 17.
[288]Humboldt, Krit. Untersuchungen II, 107. 108.
[288]Humboldt, Krit. Untersuchungen II, 107. 108.
[289]Vergleiche Breusings Urtheil in der Zeitschrift für wissenschaftl. Geographie II, 193. 194.
[289]Vergleiche Breusings Urtheil in der Zeitschrift für wissenschaftl. Geographie II, 193. 194.
[290]NavarreteII, 289 u. folg.
[290]NavarreteII, 289 u. folg.
[291]La Sancta Trenydad guarde à Vuestras Alteças como deseo y menester habemos, con todos sus grandes estades y senorios. De Granada à seys de hebrero de mill y quinientos y dos años.(Die heilige Trinität bewahre Eure Hoheiten, wie ich bitte und wie wir es bedürfen, mit allen ihren Staaten und Herrschaften. In Granada am 6. Febr. 1502.) Man vergleiche mit diesem frommen Briefschlusse die nüchterne geschäftsmäßige Form, mit welcher Vespucci unterzeichnet. Χρο Abkürzung für Χριστος = der Haupttheil von Columbus’ Vornamen,ferensdie letzte Hälfte = Christus-Träger.
[291]La Sancta Trenydad guarde à Vuestras Alteças como deseo y menester habemos, con todos sus grandes estades y senorios. De Granada à seys de hebrero de mill y quinientos y dos años.(Die heilige Trinität bewahre Eure Hoheiten, wie ich bitte und wie wir es bedürfen, mit allen ihren Staaten und Herrschaften. In Granada am 6. Febr. 1502.) Man vergleiche mit diesem frommen Briefschlusse die nüchterne geschäftsmäßige Form, mit welcher Vespucci unterzeichnet. Χρο Abkürzung für Χριστος = der Haupttheil von Columbus’ Vornamen,ferensdie letzte Hälfte = Christus-Träger.
[292]V. Margry,Les navigations françaises.p.362. Paris 1867.
[292]V. Margry,Les navigations françaises.p.362. Paris 1867.
[293]The Landfall of Columbus p.283.
[293]The Landfall of Columbus p.283.
[294]Leben des Columbus, Anhang Nr. XXXV.
[294]Leben des Columbus, Anhang Nr. XXXV.
[295]Krit. Untersuchungen II, 284.
[295]Krit. Untersuchungen II, 284.
[296]Psalterium Hebreum, Grecum, Arabicum et Chaldeum cum tribus interpretationibus et glossis1511.
[296]Psalterium Hebreum, Grecum, Arabicum et Chaldeum cum tribus interpretationibus et glossis1511.
[297]Harrisse,Bibl. Am. Vetust. p.154.
[297]Harrisse,Bibl. Am. Vetust. p.154.
[298]Opus Epistol. Compluti (Alcalá)1530.Ep.CXXXI.
[298]Opus Epistol. Compluti (Alcalá)1530.Ep.CXXXI.
[299]ibid. Ep.CXXXIIII.
[299]ibid. Ep.CXXXIIII.
[300]Ep.CXXXV.
[300]Ep.CXXXV.
[301]Ep.CXXXVI.
[301]Ep.CXXXVI.
[302]Ep. CXXXXIII.
[302]Ep. CXXXXIII.
[303]Epist. CLIII.
[303]Epist. CLIII.
[304]Copia de la lettera per Columbo mandata ali SeremeRe et Regina di Spagna: de le insule et luoghi per lui trouate. Stampata in Venetia (a nome de Constantio Bayuera citadino di Bressa) per Simone de Louere. a di7di Mazo1505. Dieser Brief ist im höchsten Grade selten geworden. Im Jahre 1810 wurde er in Venedig wieder abgedruckt unter dem seit der Zeit allgemein üblichen Titellettera rarissima.
[304]Copia de la lettera per Columbo mandata ali SeremeRe et Regina di Spagna: de le insule et luoghi per lui trouate. Stampata in Venetia (a nome de Constantio Bayuera citadino di Bressa) per Simone de Louere. a di7di Mazo1505. Dieser Brief ist im höchsten Grade selten geworden. Im Jahre 1810 wurde er in Venedig wieder abgedruckt unter dem seit der Zeit allgemein üblichen Titellettera rarissima.
[305]VergleicheBreusing, Zur Geschichte der Kartographie in Zeitschrift für wissenschaftl. Geogr. II, 185. Daß Columbus bei einem Seezuge im Mittelmeer die grobe List gebraucht habe, der Rose über der Magnetnadel Abends die entgegengesetzte Richtung zu geben, um die Matrosen über die Richtung der Fahrt zu täuschen, wird als ungeschickte Erfindung bezeichnet, weil auf nichts an Bord so genau acht gegeben wird als auf die Richtung des Windes und schon aus der Vergleichung der Windrichtung mit dem herrschenden Seegange sich die Täuschung ergeben hätte.
[305]VergleicheBreusing, Zur Geschichte der Kartographie in Zeitschrift für wissenschaftl. Geogr. II, 185. Daß Columbus bei einem Seezuge im Mittelmeer die grobe List gebraucht habe, der Rose über der Magnetnadel Abends die entgegengesetzte Richtung zu geben, um die Matrosen über die Richtung der Fahrt zu täuschen, wird als ungeschickte Erfindung bezeichnet, weil auf nichts an Bord so genau acht gegeben wird als auf die Richtung des Windes und schon aus der Vergleichung der Windrichtung mit dem herrschenden Seegange sich die Täuschung ergeben hätte.
[306]Harrisse,D. Fernando Colon, Historiador de su padre. Sevilla 1871. 4o. Dagegen schrieb d’Avezac:Le livre de Fernan Colomb.Paris 1873.
[306]Harrisse,D. Fernando Colon, Historiador de su padre. Sevilla 1871. 4o. Dagegen schrieb d’Avezac:Le livre de Fernan Colomb.Paris 1873.
[307]Die New Welt der Landtschaften und Inseln. Straßburg 1534. Fol. 37.
[307]Die New Welt der Landtschaften und Inseln. Straßburg 1534. Fol. 37.
[308]Von dieser anmuthigsten aller spanischen Rittergestalten entwirft Las Casas ein mit Vorliebe gezeichnetes Bild (NavarreteIII, 163). Hojeda war von kleiner Gestalt, aber von vollendetem Ebenmaß und von angenehmer Erscheinung, in dem schönen Gesicht ein Paar große Augen. Er war in allen Leibesübungen außerordentlich gewandt und sicher. Als einst die Königin Isabella auf den Thurm der Kathedrale zu Sevilla stieg, um von da aus die klein erscheinenden Menschen, welche unten standen, zu betrachten, stieg er auf einen Balken, welcher zwanzig Fuß aus dem Thurme herausragte und schritt auf demselben hin bis zum Ende, drehte sich hier auf einem Fuße herum und schritt mit derselben Schnelligkeit wieder zum Thurm zurück. Es war einer der verwegensten Streiche, die man ausführen konnte; alle, die es mit ansahen, zitterten vor Aufregung. Dann stellte er sich an den Fuß des Thurmes und warf eine Pommeranze bis zur Thurmspitze hinauf, um die außergewöhnliche Kraft seines Armes zu zeigen. Er war unserer lieben Frauen ergeben und schwur stets bei der Jungfrau Maria.
[308]Von dieser anmuthigsten aller spanischen Rittergestalten entwirft Las Casas ein mit Vorliebe gezeichnetes Bild (NavarreteIII, 163). Hojeda war von kleiner Gestalt, aber von vollendetem Ebenmaß und von angenehmer Erscheinung, in dem schönen Gesicht ein Paar große Augen. Er war in allen Leibesübungen außerordentlich gewandt und sicher. Als einst die Königin Isabella auf den Thurm der Kathedrale zu Sevilla stieg, um von da aus die klein erscheinenden Menschen, welche unten standen, zu betrachten, stieg er auf einen Balken, welcher zwanzig Fuß aus dem Thurme herausragte und schritt auf demselben hin bis zum Ende, drehte sich hier auf einem Fuße herum und schritt mit derselben Schnelligkeit wieder zum Thurm zurück. Es war einer der verwegensten Streiche, die man ausführen konnte; alle, die es mit ansahen, zitterten vor Aufregung. Dann stellte er sich an den Fuß des Thurmes und warf eine Pommeranze bis zur Thurmspitze hinauf, um die außergewöhnliche Kraft seines Armes zu zeigen. Er war unserer lieben Frauen ergeben und schwur stets bei der Jungfrau Maria.
[309]NavarreteIII, 317. Juanoto Berardi starb 1495.
[309]NavarreteIII, 317. Juanoto Berardi starb 1495.
[310]Neque enim desunt, qui se circuisse Cubam audeant dicere. Dec. I. cp. VI, p.78.
[310]Neque enim desunt, qui se circuisse Cubam audeant dicere. Dec. I. cp. VI, p.78.
[311]W. Irving besuchte 1828 diese Plätze und hat davon eine eingehende Schilderung gegeben, welche alsA visit to Palosseinem Werke„Voyages and Discoveries of the Companions of Columbus“beigegeben ist. Palos ist ein armes Dorf, eine viertel englische Meile vom Fluß entfernt, in einer Bodensenkung. Es hat nur einige hundert Einwohner, welche sich lediglich von Feld- und Weinbau nähren. Die besseren Familien, darunter die noch blühende, angesehene Familie der Pinzone, sind alle in Moguer ansässig. In Palos gibt’s weder Schiffer noch Kaufleute. Kein Schiff gehört dem Platze, am Ufer finden sich keinerlei Hafenbauten. Das Volk ist ganz unwissend, und vermuthlich kennen die wenigsten den Namen Amerika.
[311]W. Irving besuchte 1828 diese Plätze und hat davon eine eingehende Schilderung gegeben, welche alsA visit to Palosseinem Werke„Voyages and Discoveries of the Companions of Columbus“beigegeben ist. Palos ist ein armes Dorf, eine viertel englische Meile vom Fluß entfernt, in einer Bodensenkung. Es hat nur einige hundert Einwohner, welche sich lediglich von Feld- und Weinbau nähren. Die besseren Familien, darunter die noch blühende, angesehene Familie der Pinzone, sind alle in Moguer ansässig. In Palos gibt’s weder Schiffer noch Kaufleute. Kein Schiff gehört dem Platze, am Ufer finden sich keinerlei Hafenbauten. Das Volk ist ganz unwissend, und vermuthlich kennen die wenigsten den Namen Amerika.
[312]NavarreteIII, 542.
[312]NavarreteIII, 542.
[313]P. Martyr,Dec. I. lib. VIII, p.87et seq.
[313]P. Martyr,Dec. I. lib. VIII, p.87et seq.
[314]P. Martyr,Dec. I. lib. VIII, p.90. 91.
[314]P. Martyr,Dec. I. lib. VIII, p.90. 91.
[315]este cabo se descubrio en ano de mil y CCCC CIX por Castilla, syendo descobridor vincentians (Vicente Yañez).Trotz der beiden, auf der beigegebenen Karte bezeichneten Defecte im Original können wir auf Cosa’s Karte den Verlauf der Entdeckung recht wohl verfolgen.
[315]este cabo se descubrio en ano de mil y CCCC CIX por Castilla, syendo descobridor vincentians (Vicente Yañez).Trotz der beiden, auf der beigegebenen Karte bezeichneten Defecte im Original können wir auf Cosa’s Karte den Verlauf der Entdeckung recht wohl verfolgen.
[316]Nach ihrer Heimkehr richtete P. Martyr an die Entdecker die Frage, ob es auch einen antarktischen Polarstern gäbe, was verneint wurde.Dec. I. lib. IX. p.96.
[316]Nach ihrer Heimkehr richtete P. Martyr an die Entdecker die Frage, ob es auch einen antarktischen Polarstern gäbe, was verneint wurde.Dec. I. lib. IX. p.96.
[317]Verzinum mercatores Itali, Hispani brasilum appellant.P. Martyr,Dec. I. lib. IX. p. 99.
[317]Verzinum mercatores Itali, Hispani brasilum appellant.P. Martyr,Dec. I. lib. IX. p. 99.
[318]ut ipsi putant, ultra urbem Cataii et littus Indicum, ultra Gangem percurrerant.P. Martyr,l. c. p. 101.
[318]ut ipsi putant, ultra urbem Cataii et littus Indicum, ultra Gangem percurrerant.P. Martyr,l. c. p. 101.
[319]Quatuor Americi Vesputii navigationes. Urbs Deodate (St. Dié) 1507.Diese „Vier Schifffahrten“ des Vespucci wurden zusammen mit derCosmographiae Introductiovon Martin Waltzemüller veröffentlicht, in welcher zuerst der Name „Amerika“ für die neue Welt vorgeschlagen wurde. Amerigo nennt in seiner zweiten Schifffahrt den leitenden Capitän nicht, nennt den Mai 1499 als Abfahrtszeit und den September 1499 als Zeit der Rückkunft, und doch sagt er, die Schiffe seien ein ganzes Jahr unterwegs gewesen. Die Zeitbestimmungen sind offenbar falsch. Die Gründe für die Annahme, daß Vespucci auf Lepe’s Schiffen mitfuhr, liegen in dem Verlauf der Fahrt.Humboldt(Krit. Untersuchungen II, 428 u. f.) hat versucht, Vespucci’s zweite Fahrt mit der ersten Reise des Vicente Yanez Pinzon zu identificiren, d’Avezac weist, wohl richtiger, auf Lepe hin. (Bull. Soc. géogr. Paris 1857. Avril et Mai.)
[319]Quatuor Americi Vesputii navigationes. Urbs Deodate (St. Dié) 1507.Diese „Vier Schifffahrten“ des Vespucci wurden zusammen mit derCosmographiae Introductiovon Martin Waltzemüller veröffentlicht, in welcher zuerst der Name „Amerika“ für die neue Welt vorgeschlagen wurde. Amerigo nennt in seiner zweiten Schifffahrt den leitenden Capitän nicht, nennt den Mai 1499 als Abfahrtszeit und den September 1499 als Zeit der Rückkunft, und doch sagt er, die Schiffe seien ein ganzes Jahr unterwegs gewesen. Die Zeitbestimmungen sind offenbar falsch. Die Gründe für die Annahme, daß Vespucci auf Lepe’s Schiffen mitfuhr, liegen in dem Verlauf der Fahrt.Humboldt(Krit. Untersuchungen II, 428 u. f.) hat versucht, Vespucci’s zweite Fahrt mit der ersten Reise des Vicente Yanez Pinzon zu identificiren, d’Avezac weist, wohl richtiger, auf Lepe hin. (Bull. Soc. géogr. Paris 1857. Avril et Mai.)
[320]Bastidas warescribano(Notar)de Sevilla.NavarreteIII, 25.
[320]Bastidas warescribano(Notar)de Sevilla.NavarreteIII, 25.
[321]NavarreteIII, 95.
[321]NavarreteIII, 95.
[322]In der deutschen Uebersetzung des Briefes an Lorenzo Pierfrancesco de Medici (auf der königl. öffentl. Bibl. zu Dresden) lautet die Schilderung folgendermaßen: Vnd das ich mit einē wort alle ding begriffe solt du wissen, das in Sechtzig tagen vn̄ siben tagen die wir schiffeten vier vn̄ viertzig tag an vnderlaß an einander gehebt habē mit kegen tonnern vn̄ plitzen so gar finster das wir weder Sonnen im tag noch liechtē hymel in der nacht nie gesehen haben, Da von so geschach das vns solicher grosser schrecke einfiel das wir gar nach alle hoffnuug vnsers lebens hinwurffen, In solichen angsten dennoch vn̄ so wütungen des mers vn̄ des himels gefiel dem hochstē gott vns ze zeygen ingewont ertrich vn̄ new lantschafften vn̄ ein vnbekante welt.
[322]In der deutschen Uebersetzung des Briefes an Lorenzo Pierfrancesco de Medici (auf der königl. öffentl. Bibl. zu Dresden) lautet die Schilderung folgendermaßen: Vnd das ich mit einē wort alle ding begriffe solt du wissen, das in Sechtzig tagen vn̄ siben tagen die wir schiffeten vier vn̄ viertzig tag an vnderlaß an einander gehebt habē mit kegen tonnern vn̄ plitzen so gar finster das wir weder Sonnen im tag noch liechtē hymel in der nacht nie gesehen haben, Da von so geschach das vns solicher grosser schrecke einfiel das wir gar nach alle hoffnuug vnsers lebens hinwurffen, In solichen angsten dennoch vn̄ so wütungen des mers vn̄ des himels gefiel dem hochstē gott vns ze zeygen ingewont ertrich vn̄ new lantschafften vn̄ ein vnbekante welt.
[323]Vgl. Kunstmann und Thomas, Atlas zur Entdeckung Amerikas, München 1859.
[323]Vgl. Kunstmann und Thomas, Atlas zur Entdeckung Amerikas, München 1859.
[324]NachHumboldt, Kritische Untersuchungen III, 10 sinkt dasselbe in der südl. Breite von 16° 24′ unter den Horizont.
[324]NachHumboldt, Kritische Untersuchungen III, 10 sinkt dasselbe in der südl. Breite von 16° 24′ unter den Horizont.
[325]Der Stern η des großen Bären verschwindet unter 18° 10′ s. Br. (Humboldta. a. O.)
[325]Der Stern η des großen Bären verschwindet unter 18° 10′ s. Br. (Humboldta. a. O.)