Die ungerechte Geringschätzung, mit der die schottischen Staatsräthe Mackay betrachteten, verleitete sie zu einem großen Fehler, der leicht ein großes Unglück hätte nach sich ziehen können. Das Cameron’sche Regiment wurde nach Dunkeld in Garnison gelegt. Diese Maßregel mißbilligte Mackay entschieden. Er wußte, daß diese Truppen in Dunkeld dem Feinde nahe, daß sie von jedem Beistande entfernt, daß sie in einer offenen Stadt und von einer feindlichen Bevölkerung umgeben sein würden, daß sie, obgleich unzweifelhaft tapfer und voll Eifers, doch sehr unvollkommen disciplinirt waren, daß sie von der ganzen jakobitischen Partei in Schottland mit besonderem Mißfallen betrachtet wurden und daß aller Wahrscheinlichkeit nach große Anstrengungen gemacht werden würden, sie zu beschimpfen und zu vernichten.[118]
Die Ansicht des Generals wurde nicht beachtet und die Camerons besetzten den ihnen angewiesenen Posten. Es zeigte sich bald, daß seine Ahnungen gegründet waren. Die Bewohner der Umgegend von Dunkeld versahen Cannon mit Kundschaft und drangen in ihn einen kühnen Schlag zu versuchen. Das beutelustige Landvolk von Athol schloß sich in großer Anzahl seiner Armee an. Das Regiment erwartete stündlich angegriffen zu werden, und wurde mißmuthig und unruhig. Die Mannschaften, welche von Natur sowohl wie aus Enthusiasmus unerschrocken, aber noch nicht an militärische Subordination gewöhnt waren, beschwerten sich über Cleland, der sie befehligte. Sie glaubten rücksichtslos, wenn nicht arglistigerweise einem sicheren Untergange entgegengeschickt worden zu sein. Sie seien, meinten sie, durch keine Wälle geschützt, hätten nur geringen Munitionsvorrath und seien von Feinden umgeben. Ein Offizier könneaufsitzen und in einer Stunde außer dem Bereiche der Gefahr sein; der gemeine Soldat aber müsse bleiben und sich niedermachen lassen. „Weder ich,“ sagte Cleland, „noch irgend ein andrer meiner Offiziere wird Euch verlassen, was auch geschehen möge. Führt mein Pferd vor, führt alle unsere Pferde vor, sie sollen todtgeschossen werden.“ Diese Worte bewirkten eine vollständige Sinnesänderung. Die Mannschaften erwiederten darauf, daß die Pferde nicht todtgeschossen werden sollten, daß das Wort ihres tapferen Obersten die beste Bürgschaft für sie sei und daß sie mit ihm das Aeußerste wagen würden. Sie hielten ihr Versprechen treulich. Das puritanische Blut war jetzt gründlich aufgeregt, und was dieses Blut vermochte, wenn es aufgeregt war, hatte es auf vielen Schlachtfeldern bewiesen.
Das Regiment blieb diese Nacht unter den Waffen, und am Morgen des folgenden Tages, des 21. August, wimmelte es auf allen Anhöhen um Dunkeld von schottischen Mützen und Plaids. Cannon’s Armee war viel stärker als die, welche Dundee befehligt hatte. Mehr als tausend Bagagepferde begleiteten ihn auf dem Marsche. Die Pferde sowohl, wie das Gepäck, welches sie trugen, waren wahrscheinlich ein Theil der Kriegsbeute von Killiecrankie. Die Gesammtmacht der Hochländer wurde von Augenzeugen auf vier bis fünftausend Mann geschätzt. Sie kamen wüthend herangestürmt, warfen die Vorposten des Cameron’schen Regiments zurück und drangen von allen Seiten in die Straßen. Die Kirche hielt sich jedoch hartnäckig. Der größere Theil des Regiments aber stand hinter einer Mauer, welche ein dem Marquis von Athol gehörendes Haus umgab. Diese Mauer, welche einige Tage zuvor mit Holz und losen Steinen eiligst ausgebessert worden war, vertheidigten die Soldaten tapfer mit Muskete, Pike und Hellebarde. Ihr Kugelvorrath war bald erschöpft, aber einige von der Mannschaft mußten das Blei vom Dache des Hauses des Marquis losschneiden und es zu Geschossen formen. Mittlerweile wurden alle benachbarten Häuser von oben bis unten mit Hochländern besetzt, welche aus den Fenstern ein wirksames Feuer unterhielten. Cleland wurde getödtet, während er seine Leute anfeuerte, und Major Henderson übernahm das Commando. In der nächsten Minute fiel auch Henderson, von drei Kugeln getroffen. Hauptmann Munro trat an seine Stelle und der Kampf ward mit unverminderter Wuth fortgesetzt. Eine Abtheilung des Cameron’schen Regiments machte einen Ausfall, steckte die Häuser, aus denen die verderblichen Schüsse kamen, in Brand und verschloß die Thüren. In einem einzigen Hause verbrannten sechzehn Mann lebendig. Theilnehmer an dem Gefecht schilderten es als eine furchtbare Feuertaufe für Rekruten. Die halbe Stadt stand in Flammen und mit dem unaufhörlichen Knattern der Schüsse vermischte sich das durchdringende Geschrei der Unglücklichen, welche im Feuer umkamen. Der Kampf dauerte vier Stunden. Das Cameron’sche Regiment war jetzt fast bis auf das letzte Pulverhorn reducirt, aber der Muth der Leute wankte nicht. „Der Feind wird bald die Mauer erstürmen. Es sei. Wir werden uns dann in das Haus zurückziehen, es bis aufs Aeußerste vertheidigen und, wenn sie hereindringen sollten, es über ihren und unseren Köpfen anzünden.“ Während sie jedoch mit diesen verzweifelten Plänen umgingen, bemerkten sie, daß die Heftigkeit des Angriffs nachließ. Die Hochländer begannen bald zurückzuweichen, es verbreitete sich sichtbare Unordnung unter ihnen und ganze Schaaren marschirten dem Gebirgezu. Umsonst befahl ihnen ihr General zum Angriff zurückzukehren; Beharrlichkeit gehörte nicht zu ihren militärischen Tugenden. Die Camerons luden inzwischen Amalek und Moab mit herausforderndem Geschrei ein zurückzukommen und noch einmal gegen das auserwählte Volk ihr Heil zu versuchen. Aber diese Aufforderungen hatten ebenso wenig Erfolg wie die Cannon’s. In kurzer Zeit war die ganze gälische Armee in vollem Rückzuge gegen Blair. Jetzt wirbelten die Trommeln, die siegreichen Puritaner warfen ihre Mützen in die Luft, stimmten aus einem Munde einen Psalm des Triumphes und des Dankes an und schwenkten ihre Fahnen, welche an diesem Tage zum ersten Male angesichts eines Feindes entrollt wurden, die aber seitdem stolz nach allen Welttheilen getragen worden und die jetzt mit einer Sphinx und einem Drachen, den Emblemen der in Egypten und China vollbrachten Heldenthaten, geschmückt sind.[119]
Das Cameron’sche Regiment hatte guten Grund, erfreut und dankbar zu sein, denn es hatte dem Kriege ein Ende gemacht. Im Lager der Rebellen herrschte nichts als Uneinigkeit und Entmuthigung. Die Hochländer tadelten Cannon, Cannon tadelte die Hochländer, und das Heer, welches der Schrecken Schottland’s gewesen war, ging rasch seiner Auflösung entgegen. Die verbündeten Häuptlinge unterzeichneten einen gemeinschaftlichen Vertrag, durch den sie sich für treue Unterthanen König Jakob’s erklärten und sich verpflichteten, später wieder zusammenzutreten. Nachdem sie diese Formalität — denn weiter war es nichts — beobachtet hatten, begab sich jeder in seine Heimath. Cannon kehrte mit seinen Irländern auf die Insel Mull zurück, und die Niederländer,[120]welche Dundee ins Gebirge begleitet hatten, sorgten für sich so gut sie konnten. Am 24. August, gerade vier Wochen nachdem die gälische Armee die Schlacht von Killiecrankie gewonnen, hatte diese Armee aufgehört zu existiren. Sie hatte aufgehört zu existiren wie die Armee Montrose’s über vierzig Jahre früher aufhörte zu existiren, nicht in Folge eines vernichtenden Schlages von Außen, sondern durch eine natürliche Auflösung, das Resultat innerer Mißbildung. Die Besiegten ernteten alle Früchte des Sieges. Das Schloß Blair, welches das unmittelbare Streitobject gewesen war, öffnete Mackay seine Thore, und eine Kette von Militärposten, die sich nördlich bis Inverneß erstreckte, schützte die Landleute in der Ebene gegen die räuberischen Einfälle der Gebirgsbewohner.
Während des Herbstes machten die Whigs des Niederlandes der Regierung viel mehr zu schaffen, als die Jakobiten des Hochlandes. Der Club, der zur Zeit der letzten Parlamentssession das Land in eine oligarchische Republik zu verwandeln versucht und die Stände dazu vermocht hatte, Geldzuschüsse zu verweigern und die Justizverwaltung zu sistiren, hielt auch während der Suspension des Parlaments nach wie vor seine Sitzungenund peinigte die Minister der Krone durch systematische Agitation. So verächtlich die Organisation dieses Vereins der Generation erscheinen mag, welche die römischkatholische Association und die Ligue gegen die Korngesetze gesehen hat, damals galt sie für ausgezeichnet und furchtbar. Die Häupter der Verbindung rühmten sich laut, daß sie den König zwingen würden, ihnen gerecht zu werden. Sie brachten Petitionen und Adressen zu Stande, suchten mit Hülfe der Presse und der Kanzel die Waffen aufzuregen, bearbeiteten die Soldaten durch Emissäre und sprachen davon, ein starkes Heer Covenanters aus dem Westen herbeizuziehen, um den Geheimen Rath einzuschüchtern. Trotz aller Kunstgriffe aber legte sich die Gährung des Volks allmälig. Nach kurzem Zaudern wagte es die Regierung, die von den Ständen geschlossenen Gerichtshöfe wieder zu öffnen, die vom König ernannten Sessionslords nahmen ihre Plätze ein, und Sir Jakob Dalrymple präsidirte. Der Club bemühte sich nun, die Advokaten von der Barre zurückzuhalten und hegte einige Hoffnung, daß der Pöbel die Richter von der Bank verjagen werde. Allein es zeigte sich sehr bald deutlich, daß eher Mangel an Gebühren als an Anwälten, um dieselben einzustreichen, zu erwarten stand; das Volk sah sehr gern wieder ein Tribunal fungiren, das in seinen Augen ein nothwendiges Attribut des Ansehens und Gedeihens seiner Stadt war, und aus vielen Anzeichen ließ sich erkennen, daß die falsche und habgierige Partei, welche die Majorität der Legislatur beherrscht hatte, nicht auch die Majorität der Nation beherrschte.[121]
[1]Act. Parl. Scot., Aug. 31. 1689.
[2]Balcarras’s Memoirs; Short History of the Revolution in Scotland in a letter from a Scotch gentleman in Amsterdam to his friend in London, 1712.
[3]Balcarras’s Memoirs; Life of James, II. 341.
[4]A Memorial for His Highness the Prince of Orange in relation to the Affairs of Scotland, by two Persons of Quality, 1689.
[5]Rabbledsagte man in der Landessprache, ein ausrabble, Pöbel, gebildetes Zeitwort, daß sich im Deutschen nicht erschöpfend wiedergeben läßt. — D. Uebers.
[6]Siehe Calvin’s Brief an Haller,IV. Non. Jan. 1551.„Priusquam urbem unquam ingrederer, nullae prorsus erant feriae.“
[7]InThe Act, Declamation and Testimony of the Seceders, dated in December 1736, heißt es, daß „unter Autorität des Parlaments der Beobachtung der Feiertage in Schottland durch Suspension der Thätigkeit unserer angesehensten Gerichtshöfe Vorschub geleistet wird.“ Dies wird für eine Nationalsünde und für einen Grund des Unwillens Gottes erklärt. Im März 1758 richtete die Vereinigte Synode eine „Feierliche Warnung“ an die Nation, worin die nämliche Klage wiederholt wird. Ein einfältiger Mensch, dessen Unsinn sogar in unseren Tagen für werth gehalten worden ist, neu gedruckt zu werden, sagt: „Ich hinterlasse mein Zeugniß gegen die abscheuliche Acte der Königin Anna und ihres angeblichen britischen, in Wirklichkeit aber viehischen (brutish) Parlaments, welche die Beobachtung der sogenannten Yul-Ferien (Yule Vacancy) vorschreibt.“The Dying Testimony of William Wilson, sometime Schoolmaster in Park in the Parish of Douglas, aged 68, who died in 1757.
[8]An Account of the Present Persecution of the Church in Scotland, in several Letters, 1690; The Case of the afflicted Clergy in Scotland truly represented, 1690; Faithful Contendings Displayed; Burnet I. 805.
[9]Die Formel dieser Benachrichtigung findet man in dem Buche:Faithful Contendings Displayed.
[10]Account of the Present Persecution, 1690; Case of the afflicted Clergy, 1690; A true Account of that Interruption that was made of the Service of God on Sunday last, being the 17th of February 1689, signed by James Gibson, acting for the Lord Provost of Glasgow.
[11]Balcarras’s Memoirs; Mackay’s Memoirs.
[12]Burnet II. 21.
[13]Scobell 1654, Kap. 9 und Olivers Verordnung vom 12. April des nämlichen Jahres.
[14]Burnet und Fletcher von Saltoun sprechen von dem Aufschwunge Schottland’s unter dem Protector, schreiben es aber einer Ursache zu, welche eine solche Wirkung keineswegs hervorzubringen vermochte. „Es wurde,“ sagte Burnet, „eine ansehnliche Truppenmacht von etwa sieben- bis achttausend Mann in Schottland unterhalten. Der Sold dieser Armee brachte soviel Geld ins Land, daß es während dieser ganzen Zeit in einem, sehr blühenden Zustande blieb ... Wir werden diese acht Jahre der Usurpation stets als eine Zeit großen Friedens und Gedeihens betrachten.“ „Zur Zeit des Usurpators Cromwell,“ sagt Fletcher, „glaubten wir uns bezüglich des letzteren Punktes (Handel und Geld) in einer erträglichen Lage zu befinden in Folge des Aufwandes, den die Truppen machten, welche uns in Unterwürfigkeit erhielten.“ Die richtige Erklärung der Erscheinung, über welche Burnet und Fletcher in so großem Irrthum waren, findet man in einer Flugschrift betitelt: „Some reasonable and modest Thoughts partly occasioned by and partly concerning the Scotch East India Company, Edinburgh, 1696.“ Siehe auch die Verhandlungen des Mittwochsclubs in Friday Street über eine Union mit Schottland vom December 1705. Siehe ferner das 7. Kapitel von Burton’s vortrefflicher Geschichte Schottland’s.
[15]Siehe die Schrift, in welcher die Forderungen der schottischen Commissare aufgestellt sind. Man findet sie im Anhange zu De Foe’sHistory of de Union, Nr. 13.
[16]Act. Parl. Scot., 30. Juli 1670.
[17]Burnet II. 23.
[18]Man sehe zum Beispiel eine Flugschrift betitelt: „Some questions resolved concerning episcopal and presbyterian Government in Scotland, 1690.“ Eine der „Fragen“ ist die, ob das schottische Presbyterium den allgemeinen Neigungen dieses Volks entspreche. Der Verfasser verneint diese Frage, weil die höheren und mittleren Stände sich schon vor der Revolution größtentheils der bischöflichen Kirche conformirt hätten.
[19]Die Instructionen befinden sich in denLeven and Melville Papersund sind vom 7. März 1688/89 datirt. Bei der ersten Gelegenheit, wo ich diese werthvolle Sammlung aufführe, kann ich nicht umhin es anzuerkennen, zu wie großem Danke ich und Alle, die sich für die Geschichte unsrer Insel interessiren, dem Herrn verpflichtet sind, der daß Amt eines Herausgebers so vortrefflich erfüllt hat.
[20]Ueber die Dalrymple sehe man des Lord Präsidenten eigene Schriften und darunter seineVindication of the Divine Perfections;fernerWodrow’s Analecta; Douglas’s Peerage; Lockhardt’s Memoirs; Satyre on the Family of Stairs; Satyric Lines upon the long wished for and timely Death of the Right Honorable Lady Stairs; Law’s Memorialsund dieHyndford Papers,geschrieben 1704/5 und zugleich mit den Briefen von Carstairs gedruckt. Lockhardt, obgleich ein Todfeind Johann Dalrymple’s, sagt: „Es war Keiner im Parlament, der es mit ihm aufnehmen konnte.“
[21]Ueber Melville sehe man dieLeven and Melville Papersan verschiedenen Stellen, und die Vorrede; dieAct. Parl. Scot.vom 16. Juni 1685 und den Anhang unterm 13. Juni;Burnet II. 24, und dasBurnet M. S. Harl. 6584.
[22]Creichton’s Memoirs.
[23]Mackay’s Memoirs.
[24]Memoirs of the Lindsays.
[25]Ueber das frühere Verhältniß zwischen Wilhelm und Dundee haben einigeJakobiten viele Jahre nach dem Tode Beider eine Geschichte erfunden, welche durch successive Ausschmückungen zu einem Roman wurde, bei dessen Lesung man sich wundern muß, wie nur ein Kind ihn für wahr halten konnte. Die letzte Ausgabe lautet wie folgt. Bei Seneff wurde Wilhelm das Pferd unter dem Leibe getödtet und sein Leben war in der größten Gefahr. Dundee, damals Kapitain Graham, gab Seiner Hoheit ein andres Pferd. Wilhelm versprach, diesen Dienst durch Beförderung zu belohnen, brach aber sein Wort und gab einem andren das Patent, auf welches er Graham Hoffnung gemacht hatte. Der beleidigte Held ging nach Loo. Dort traf er seinen glücklichen Rivalen und gab ihm eine Ohrfeige. Die auf Thätlichkeiten innerhalb des Palastes gesetzte Strafe war der Verlust der schuldigen rechten Hand; aber der Prinz von Oranien erließ diese Strafe in ungroßmüthiger Weise. „Sie haben mir,“ sagte er, „das Leben gerettet, ich lasse Ihnen Ihre rechte Hand, so sind wir quitt.“
Diejenigen, welche bis auf unsre Zeit diesen Unsinn wiederholt haben, müssen erstens in dem Wahne gewesen sein, daß die Acte Heinrich’s VIII. „zur Bestrafung von Mord und böswilligem Blutvergießen innerhalb des königlichen Hoflagers“ (Stat. 33 Hen. VIII. c. 2.) in Geldern Gesetz war, und zweitens daß Wilhelm 1674 König und sein Haus ein königliches Hoflager war. Ebenso müssen sie nicht gewußt haben, daß er Loo erst lange nachdem Dundee die Niederlande verlassen hatte, kaufte. Siehe Harris’Description of Loo, 1699.
Diese Fabel, von der ich in der umfangreichen jakobitischen Literatur aus Wilhelm’s Regierungszeit nicht die geringste Spur habe entdecken können, scheint etwa ein Vierteljahrhundert nach Dundee’s Tode entstanden zu sein und im Laufe eines weiteren Vierteljahrhunderts sich zu ihrer vollen Absurdität ausgebildet zu haben.
[26]Memoirs of the Lindsays.
[27]Memoirs of the Lindsays.
[28]Balcarras’s Memoirs.
[29]Burnet II. 22; Memoirs of the Lindsays.
[30]Act. Parl. Scot. March 14. 1689; History of the late Revolution in Scotland, 1690; An Account of the Proceedings of die Estates of Scotland, fol. London 1689.
[31]Balcarras’ Erzählung stellt sowohl Hamilton als Athol in einem sehr ungünstigen Lichte dar. Siehe auchLife of James, II. 338, 339.
[32]Act. Parl. Scot. March 14. 1688/89; Balcarras’s Memoirs; History of the late Revolution in Scotland; Life of James, II. 342.
[33]Balcarras’s Memoirs; History of the late Revolution in Scotland, 1690.
[34]Act. Parl. Scot. March 14, 15. 1689; Balcarras’s Memoirs; London Gazette, March 25; History of the late Revolution in Scotland 1690; Account of the Proceedings of the Estates of Scotland, 1689.
[35]Siehe Cleland’s Gedichte und die in demselben Bande enthaltenen Loblieder, Edinburg 1697. Es ist wiederholt behauptet worden, dieser Wilhelm Cleland sei der Vater des Steuercommissars gleichen Namens gewesen, der zwanzig Jahre später in den literarischen Kreisen London’s wohl bekannt war, welcher Pope einige eben nicht sehr lobenswerthe Dienste leistete und dessen Sohn Johann der Verfasser eines nur zu weit berühmten Schandbuches war. Dies ist ein vollständiger Irrthum. Der Wilhelm Cleland, welcher bei der Bothwellbrücke focht, war noch nicht achtundzwanzig Jahr alt, als er im August 1689 fiel, und der Steuercommissar Wilhelm Cleland starb in seinem siebenundsechzigsten Lebensjahre im September 1741. Ersterer kann daher nicht der Vater des letzteren gewesen sein. Siehe dieExact Narrative of the Battle of Dunkeld,das Gentleman’s Magazine von 1740 und Warburton’s Anmerkung zu dem Briefe an den Verleger der „Dunciade“, ein Brief, der mit W. Cleland unterzeichnet, in Wirklichkeit aber von Pope verfaßt ist. In einem Aufsatze von Sir Robert Hamilton, dem Orakel der extremen Covenanters und einem blutdürstigen Wüthrich, wird Cleland’s als eines ehemaligen Bundesgenossen dieser Fanatiker, aber nachmaligen heftigen Widersachers derselben erwähnt. Cleland stimmte wahrscheinlich nicht mit Hamilton darin überein, die Abschlachtung von Kriegsgefangenen, die sich auf Pardon ergeben hatten, als eine heilige Pflicht anzusehen. Siehe Hamilton’sLetter to the Societiesvom 7. December 1685.
[36]Balcarras’s Memoirs.
[37]Balcarras’s Memoirs.Den vollständigsten Bericht über diese Verhandlungen geben jedoch einige handschriftliche Notizen, welche sich in der Bibliothek der Advokatenfacultät befinden. Balcarras’ Angaben sind nicht ganz genau. Er verließ sich wahrscheinlich zu sehr auf sein Gedächtniß. Ich habe dieselben nach den Parlamentsacten berichtigt.
[38]Act. Parl. Scot. March 16. 1688/89; Balcarras’s Memoirs; History of the late Revolution in Scotland, 1690; Account of the Proceedings of the Estates of Scotland, 1689; London Gazette, March 25. 1689; Life of James II. 342.Burnet irrt sonderbar in Bezug auf diese Vorgänge.
[39]Balcarras’s Memoirs;Manuscript in der Bibliothek der Advokatenfacultät.
[40]Act. Parl. Scot. March 19. 1688/89; History of the late Revolution in Scotland.
[41]Balcarras.
[42]Balcarras.
[43]Act. Parl. Scot; History of the late Revolution, 1690; Memoirs of North Britain 1715.
[44]Balcarras.
[45]Jeder Leser wird sich der Verwünschung erinnern, welche Sir Walter Scott im fünften Gesange des „Marmion“ über die Dummköpfe aussprach, welche dieses interessante Denkmal entfernten.
[46]„Es wird weder sicher noch gut für den König sein, es nach der Thronbesteigung von einer Parlamentsacte zu erwarten, die es vor seine Thür legen wird.“ Dalrymple an Melville, 5. April 1689;Leven and Melville Papers.
[47]Eine interessante Stelle über diesen Gegenstand findet sich bei Fortescue.
[48]Act. Parl. Scot. April 1. 1689; Orders of Committee of Estates, Mai 16. 1689; London Gazette, April 11.
[49]Da es kürzlich in Abrede gestellt worden ist, daß die extremen Presbyterianer eine ungünstige Meinung von den Lutheranern hegten, so will ich zwei entscheidende Beweise für meine oben aufgestellte Behauptung beibringen. In dem Buche:Faithful Contendings Displayedbefindet sich ein Bericht über die Vorgänge bei der Generalversammlung der Vereinigten Covenantergesellschaften vom 24. October 1688. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob eine Verbindung mit den Holländern stattfinden solle. „Es ward einstimmig beschlossen,“ sagt der Sekretär der Gesellschaften, „daß wir uns mit den Holländern nicht zu einem Körper vereinigen, noch förmlich unter ihre Leitung kommen könnten, da sie ein Gemisch von reformirten lutherischen Uebelgesinnten und Sectirern seien, mit denen gemeinschaftliche Sache zu machen dem Zeugniß der Kirche von Schottland widerstreiten würde.“ In dem am 2. October 1707 aufgesetzten „Protest und Testimonium“ beschweren sich die Vereinigten Gesellschaften darüber, daß die Krone „dem Prinzen von Hannover verliehen worden sei, der in der lutherischen Religion erzogen und aufgewachsen ist, welche, wie allgemein bekannt, nicht allein abweicht von der Reinheit in Lehre, Reformation und Glauben, die wir in diesen Nationen erreicht hatten, sondern derselben in vielen Dingen sogar zuwiderläuft.“ Sie setzen hinzu: „Die Annahme einer solchen Person zum Herrscher über uns widerstreitet nicht nur unserm feierlichen Bund und Covenant, sondern dem Worte Gottes selbst: 5. Buch Mosis XVII.“
[50]History of the late Revolution in Scotland; London Gazette, Mai 16. 1689.Der officielle Bericht über die Vorgänge war offenbar mit großer Sorgfalt abgefaßt. Siehe auch dasRoyal Diary, 1702. Der Verfasser dieses Werks versichert, daß er seine Angaben den Mittheilungen eines Geistlichen verdanke, welcher anwesend war.
[51]Siehe Crawford’s Briefe und Reden an verschiedenen Stellen. Seine Art und Weise, um eine Stelle anzusuchen, war eigenthümlich. Nachdem er, nicht ohne Grund, zugegeben hatte, daß sein Herz voller Arglist und verzweifelt sündig sei, fuhr er fort: „Das nämliche allmächtige Wesen, welches gesagt hat: Wenn die Armen und Bedürftigen Wasser suchen und es ist keins da und ihre Zunge verschmachtet vor Durst, wird Er sie nicht verlassen, — kann mir trotz meiner jetzigen dürftigen Umstände ein Haus bauen, wenn es dies für gut findet.“ — Brief an Melville vom 28. Mai 1689. Ueber Crawford’s Armuth und sein Verlangen nach bischöflichen Ländereien sehe man seinen Brief an Melville vom 4. December 1690. Ueber seine Humanität siehe seine Briefe an Melville vom 11. December 1690. Alle diese Briefe findet man in denLeven and Melville Papers. Der Verfasser von:An Account of the Late Establishment of Presbyterian Governmentsagt von Jemandem, der sich mit zehn oder zwölf Pfund Sterling hatte bestechen lassen: „Wäre er so arm gewesen wie Mylord Crawford, so würde er vielleicht eher zu entschuldigen gewesen sein.“ Siehe auch die Dedication der berühmten Schrift:Scotch Presbyterian Eloquence Displayed.
[52]Burnet II. 23. 24; Fountainhall Papers,13. Aug. 1684, 14., 15. Oct. 1684, 3. Mai 1685; Montgomery an Melville, 23. Juni 1689 in denLeven and Melville Papers; Pretences of the French Invasion Examined, licensed May 25. 1692.
[53]SieheThe Life andCorrespondence of Carstairsund die interessanten Abhandlungen über ihn in den 1854 gedrucktenCaldwell Papers. Ferner seine Characteristik von Mackay und Swift’s Note. Swift’s Wort kann gegen einen Schotten und Presbyterianer kein Gewicht haben. Ich glaube jedoch, daß Carstairs, obgleich im Wesentlichen ein rechtschaffener und frommer Mann, sein gutes Theil von der Klugheit der Schlange besaß.
[54]Sir Johann Dalrymple an Lord Melville, 18., 20., 25. Juni 1689;Leven and Melville Papers.
[55]In dem 1704 geschriebenen und in denCarstairs Papersabgedruckten Hyndford-Manuscripte kommt eine ergötzliche Beschreibung Sir Patrick’s vor: „Er liebt wohleinstudirte Reden und kann selbst Privatfreunden ohne solche kaum Audienz geben.“
[56]„Niemand ist thätiger als Saltoun, obgleich nicht Mitglied.“ Lockhart an Melville, 11. Juli 1689;Leven and Melville Papers. Siehe Fletcher’s eigene Werke und die Beschreibungen von ihm in Lockhart’s und Mackay’s Memoiren.
[57]Dalrymple sagt in einem Briefe vom 5. Juni: „Alle Uebelgesinnten sind aus Furcht in den Club gekommen, und sie stimmen Alle gleich.“
[58]Balcarras.
[59]„Soll ich Sie mit einer Schilderung dieses unfruchtbaren Landes langweilen, wo ich Sie über Berge, ganz braun von Haidekraut, oder durch Thäler führen muß, welche kaum Futter genug für ein Kaninchen enthalten? ... Jeder Punkt des Landes bietet die nämliche reizlose Landschaft dar. Kein Gehölz oder Bach erfreut den Fremden durch seine trauliche Musik.“ — Goldsmith an Bryanton, Edinburg, 26. September 1753. In einem bald nachher aus Leyden an den ehrwürdigen Thomas Contarine geschriebenen Briefe sagt Goldsmith: „Ich war ganz versunken in das Anschauen der Gegend. Nichts kann der Schönheit derselben gleichkommen. Wohin ich den Blick wendete, überall zeigten sich schöne Häuser, anmuthige Gärten, Statuen, Grotten und Fernsichten. Schottland bildet mit diesem Lande den grellsten Contrast: dort versperren Hügel und Felsen jede Aussicht; hier ist Alles eine ununterbrochene Ebene.“ Siehe den Anhang C. zum ersten Bande von Mr. Forster’sLife of Goldsmith.
[60]Northern Memoirs, by R. Franck Philanthropus, 1694.Der Verfasser hatte etwas von der Scenerie der Hochlande gesehen, und er spricht davon fast ganz so wie Burt unter der folgenden Generation: „Es ist ein verwahrloster Theil der Schöpfung, Schutt, der beim Prachtbau der Welt bei Seite geworfen wurde, und eben so arm an Form und Gestalt wie die Eingebornen an Moral und guten Sitten.“
[61]Journey through Scotland, by the author of the Journey through England, 1723.
[62]Fast alle diese Umstände sind Burt’s Briefen entlehnt. Bezüglich des Theers ist meine Quelle Cleland’s Poesie. In seinen Versen über den „Highland Host“ sagt er:
„Dieweil sie sind beschmiert mit Theer,Der ihren Kopf und Hals beschützt,Ganz wie bei ihren Schafen.“
„Dieweil sie sind beschmiert mit Theer,
Der ihren Kopf und Hals beschützt,
Ganz wie bei ihren Schafen.“
[63]Ein schlagender Beleg für die Meinung, welche der Bewohner des Niederlandes von dem Hochländer hegte und die sich von jenem auch den Engländern mittheilte, findet man in einem BandeMiscellanies, von Afra Behn im Jahre 1685 herausgegeben. Eines der interessantesten Stücke dieser Sammlung ist ein rohes und profanes schottisches Gedicht betitelt: „Wie der erste Hochländer gemacht wurde.“ Wie und aus welchen Stoffen er gemacht wurde, wage ich nicht zu erzählen. Das unmittelbar auf seine Schöpfung folgende Gespräch aber wird, wie ich hoffe, hier ohne großen Anstoß einen Platz finden dürfen.
Spricht Gott zum Hochlandsmann: „Wohin willst Du?“„Ich will ins Niederland hinab, o Herr, zu stehlen eine Kuh.“„Pfui!“ sagt St. Peter, „wirst ein arger Sünder werden,Wenn Du schon stehlen willst, kaum angelangt auf Erden.“„Hm!“ drauf der Hochlandsmann mit einem Schwure spricht,„So lang ich stehlen kann, arbeit’ ich nicht.“
Spricht Gott zum Hochlandsmann: „Wohin willst Du?“
„Ich will ins Niederland hinab, o Herr, zu stehlen eine Kuh.“
„Pfui!“ sagt St. Peter, „wirst ein arger Sünder werden,
Wenn Du schon stehlen willst, kaum angelangt auf Erden.“
„Hm!“ drauf der Hochlandsmann mit einem Schwure spricht,
„So lang ich stehlen kann, arbeit’ ich nicht.“
Ein andrer schottischer Niederländer, der tapfre Oberst Cleland, beschreibt den Hochländer um die nämliche Zeit in gleicher Weise
Ein einz’ges ihr mißfäll’ges WortKann treiben sie zu einem Mord.Und wollt Ihr wissen was sie thut?Sie lebt nur von gestohlnem Gut.
Ein einz’ges ihr mißfäll’ges Wort
Kann treiben sie zu einem Mord.
Und wollt Ihr wissen was sie thut?
Sie lebt nur von gestohlnem Gut.
Ganz in ähnlichem Sinne sind die wenigen Worte, welche Franck Philanthropus (1694) den Hochländern widmet: „Sie leben wie große Herren und sterben wie Taugenichtse, hassen die Arbeit und haben keinen Kredit, um zu borgen; sie unternehmen Raubzüge und bestehlen ihre Nachbarn.“ In der 1690 in Edinburg gedrucktenHistory of the Revolution in Scotlandkommt folgende Stelle vor: „Die schottischen Hochländer sind Elende, die sich nur in so weit um Ehre, Freundschaft, Gehorsam und Regierung kümmern, als sie sich durch eine Aenderung in den Angelegenheiten oder durch eine Revolution in der Regierung Gelegenheit verschaffen können, ihre Grenznachbarn zu bestehlen oder auszuplündern.“
[64]Nachdem diese Stelle geschrieben war, fand ich mit großem Vergnügen, daß Lord Fountainhall im Juli 1676 ganz den nämlichen Vergleich anwendete, der mir aufgestoßen ist. Er sagt, daß Argyle’s ehrgeiziges Streben nach der Oberherrschaft über die Hochlande und über die westlichen Inseln Mull, Ila &c. andere Clans zu einem Bündnisse aufreizte, um ihn zu demüthigen, wie die Mächte Deutschland, Spanien, Holland &c. sich gegen die Vergrößerung der französischen Macht verbündeten.
[65]In der Einleitung zu den Memoiren Sir Ewan Cameron’s findet sich eine sehr verständige Bemerkung: „Es mag paradox klingen, aber der Herausgeber kann nicht umhin, die Vermuthung auszusprechen, daß die Beweggründe, welche die Hochländer veranlaßten, den König Jakob zu unterstützen, im Wesentlichen dieselben waren die diejenigen, unter deren Einflusse die Anstifter der Revolution handelten.“ Die ganze Einleitung verdient überhaupt gelesen zu werden.
[66]Skene’s Highlanders of Scotland; Douglas’s Baronage of Scotland.
[67]SieheThe Memoirs of the Life of Sir Ewan Cameron, undThe Historical and Genealogical Account of the Clan Maclean, by a Senachie. Obgleich das letztgenannte Werk erst 1838 erschien, so scheint doch der Verfasser desselben von einem eben so heftigen Hasse beseelt gewesen zu sein als der, mit welchem die Macleans des 17. Jahrhunderts die Campbells betrachteten. Auf dem kleinen Raume einer einzigen Seite wird der Marquis von Argyle „der diabolische schottische Cromwell“, „der gemeine, rachsüchtige Verfolger“, „der nichtswürdige Verräther“, und „der Betrüger Argyle“ genannt. Auf einer andren Seite ist er „der heimtückische, an Schurkereien furchtbare Campbell“, „der habgierige Sklave“, „der feige Argyle“ und „der schottische Verräther.“ Auf der nächsten Seite heißt er „der niedrige und rachsüchtige Feind des Hauses Maclean“, „der heuchlerische Covenanter“, „der unverbesserliche Verräther“, „der feige und boshafte Feind.“ Es ist ein Glück, daß so heftige Leidenschaften sich heutzutage nur noch in Schmähungen Luft machen können.
[68]Brief von Avaux an Ludwig vom 6. (16.) April 1689, dem eine Abhandlung beigeschlossen ist, betitelt:Mémoire du Chevalier Macklean.
[69]Siehe die höchst interessanten Memoiren Sir Ewan Cameron’s von Lochiel, 1842 in Edinburg für den Abbotsfordclub gedruckt. Das Manuscript muß mindestens hundert Jahre älter gewesen sein. Man vergleiche auch in dem nämlichen Werke die Erzählung des Todes Sir Ewan’s, denBalhadie Papersentlehnt. Ich muß bemerken, daß der Herausgeber der Memoiren Sir Ewan’s zwar über die Angelegenheiten der Hochlande und über den Character der vornehmsten Häuptlinge gut unterrichtet, in Bezug auf englische Politik und Geschichte aber sehr unwissend war. Ich will anführen, was Van Citters unterm 26. Nov. (6. Dec.) 1689 über Lochiel an die Generalstaaten schrieb: „Sir Evan Cameron, Lord Locheale, een man — soo ick hoor van die hem lange gekent en dagelyk hebben mede omgegaan, — van so groot verstant, courage, en beleyt, als weyniges syns gelycke syn.“
[70]Act. Parl. July 5. 1661.
[71]Siehe Burt’s dritten und vierten Brief. In den ersten Ausgaben befindet sich eine Abbildung von dem Marktkeuze von Inverneß und von dem Straßentheile, wo die Kaufleute ihre Zusammenkünfte hielten.
Ich muß hier bemerken, wie sehr ich Mr. Robert Carruthers verpflichtet bin, der so freundlich war, mir manche interessante Auskunft über Inverneß zu geben und mir einige Auszüge aus den städtischen Acten zu liefern.
[72]Ich verdanke Mr. Carruthers eine Abschrift von den Forderungen der Macdonalds und von der Antwort des Stadtraths.
[73]Colt’s Aussage im Anhange zu den Parlamentsacten vom 14. Juli 1690.
[74]Siehe die Biographie Sir Ewan Cameron’s.
[75]Balcarras’s Memoirs; History of the late Revolution in Scotland.
[76]Unter denNairne Papersin der Bodlejanischen Bibliothek befindet sich ein interessantes Manuscript, betitelt: „Journal de ce qui c’est passé en Irlande depuis l’arrivée de sa Majesté.“ Es finden sich in diesem Tagebuche englische und französische Anmerkungen und Correcturen, die englischen von Jakob’s Hand, die französischen von Melfort’s Hand. Die von Hamilton aufgefangenen Briefe sind darin erwähnt, und zwar in einer Weise, welche deutlich zeigt, daß sie ächt waren; auch findet man nirgends die geringste Andeutung, daß Jakob sie gemißbilligt hätte.
[77]„Der Viscount von Dundee“, schreibt Balcarras an Jakob, „dachte auch nicht daran, ohne weitere Befehle von Ihnen nach den Hochlanden zu gehen, bis eine Truppenabtheilung zu seiner Verhaftung ausgesandt wurde.“
[78]Siehe den an Jakob nach Irland gesandten Bericht, den er am 7. Juli 1689 empfing. Er befindet sich unter denNairne Papers. Ferner sehe man die Memoiren Dundee’s, 1714, Sir Ewan Cameron’s, Balcarras’ und Mackay’s. Diese Erzählungen stimmen jedoch weder mit einander noch mit den Mittheilungen, die ich aus Inverneß erhielt, völlig überein.
[79]Memoiren Dundee’s; Tarbet an Melville von 1. Juni 1689 in denLeven and Melville Papers.
[80]Erzählung in denNairne Papers, Aussagen Colt’s, Osburne’s, Malcolm’s und Stewart’s von Ballachan im Anhange zu den Parlamentsacten vom 14. Juli 1690;Memoirs of Sir Ewan Cameron. Einige wenige Züge habe ich einer englischen Uebersetzung einiger Stellen aus einem verloren gegangenen epischen Gedicht in lateinischer Sprache, die Grameis genannt, entnommen. Der Verfasser desselben war ein eifriger Jakobit, Namens Philipps. Die im Jahre 1714 erschienenen Memoiren Dundee’s habe ich nur selten und nie ohne Mißtrauen benutzt. Der Herausgeber derselben war gewiß nicht, wie er vorgiebt, einer von Dundee’s Offizieren, sondern ein einfältiger und unwissender Scribent aus Grub Street. Seine Angaben in Betreff des Schauplatzes wie des Datums der Schlacht von Killiecrankie sind ganz falsch. Er sagt, sie sei an den Ufern des Tummell und am 13. Juni geschlagen worden. Aber sie wurde an den Ufern des Garry und am 27. Juli geschlagen. Nachdem ich ein solches Beispiel von Ungenauigkeit angeführt, würde es unnütz sein, kleinere Fehler nachzuweisen.
[81]Aus einem Briefe von Archibald, Earl von Argyle, an Lauderdale, datirt vom 25. Juni 1664, ist ersichtlich, daß hunderttausend schottische Mark, das heißt wenig mehr als fünftausend Pfund Sterling, damals alle Ansprüche Mac Callum More’s an seine Nachbarn so ziemlich befriedigt haben würden.
[82]Mackay’s Memoirs; Tarbet an Melville vom 1. Juni 1689 in denLeven and Melville Papers; Dundee an Melfort vom 27. Juni in denNairne Papers.
[83]Siehe Mackay’s Memoiren und seinen Brief an Hamilton vom 14. Juni 1689.
[84]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[85]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[86]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[87]Dundee an Melfort, 27. Juni 1689.
[88]SieheFaithful Contendings Displayed, namentlich die Verhandlungen vom 29. und 30. April und vom 13. und 14. Mai 1689; die Petition des Regiments an das Parlament vom 18. Juli 1689; den Protest Sir Robert Hamilton’s vom 6. November 1689, und die ermahnende Epistel an das Regiment vom 27. März 1690. Die „Societätsleute“, wie sie sich nannten, scheinen besonders über die Art und Weise entrüstet gewesen zu sein, wie der Geburtstag des Königs begangen worden war. „Wir hoffen“, schrieben sie, „daß Ihr ebenso gegen die Feier von Geburtstagen seid wie wir, und daß Ihr bereuen werdet, was Ihr gethan habt.“ Ueber die Meinungen und den Character Alexander Shield’s sehe man seinHind Let Loose.
[89]Siege of the Castle of Edinburgh, printed for the Bannatyne Club London Gazette, June 10. (20.) 1689.
[90]Act. Parl. Scot. June 5., 17. 1689.
[91]Die Instructionen findet man in den Somers’schen Schriften.
[92]Ueber Sir Patrick’s Ansichten siehe seinen Brief vom 7. Juni und Lockhart’s Brief vom 11. Juli, in denLeven and Melville Papers.
[93]Meine Hauptmaterialien für die Geschichte dieser Session waren die Acten, die Protokolle und dieLeven and Melville Papers.
[94]„Athol,“ sagt Dundee verächtlich, „ist nach England gegangen, da er nicht wußte, was er thun sollte.“ Dundee an Melfort, 27. Juni 1689. Siehe Athol’s Briefe an Melville vom 21. Mai und 8. Juni, in denLeven and Melville Papers.
[95]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[96]Mackay’s Memoirs.
[97]Mackay’s Memoirs.
[98]Van Odyck an den Greffier der Generalstaaten, 2. (12.) August, 1689.
[99]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[100]Balcarras’s Memoirs.
[101]Mackay’s Short Relation, Aug. 17, 1689.
[102]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[103]Memoirs of Sir Ewan Cameron, Mackay’s Memoirs.
[104]Douglas’s Baronage of Scotland.
[105]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[106]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[107]Ueber die Schlacht siehe Mackay’s Memoiren und Briefe und seineShort Relation; ferner die Memoiren Dundee’s und Sir Ewan Cameron’s, Nisbet’s und Osburne’s Aussagen im Anhange zu den Parlamentsacten vom 14. Juli 1690. Auch sehe man den Bericht über dieSchlacht in einem von Burt’s Briefen. Macpherson druckte einen vom Tage nach der Schlacht datirten Brief von Dundee an Jakob. Ich brauche nicht zu sagen, daß dies eine eben so schamlose Fälschung ist wie Fingal. Der Herausgeber der Memoiren Dundee’s sagt, Lord Leven sei durch den Anblick der hochländischen Waffen erschreckt worden und habe das Beispiel der Flucht gegeben. Dies ist eine abscheuliche Lüge. Daß Leven sich ganz vorzüglich gut benahm, beweisen Mackay’s Memoiren, Briefe undShort Relation.
[108]Mackay’s Memoirs; Life of General Hugh Mackay by Mackay of Bockfield.
[109]Brief der außerordentlichen Gesandten an den Greffier der Generalstaaten vom 2. (12.) August 1689 und ein Brief von Van Odyck, der sich in Hampton Court befand, von dem nämlichen Datum.
[110]Memoirs of Sir Ewan Cameron; Memoirs of Dundee.
[111]Die Tradition ist bestimmt über hundertzwanzig Jahr alt. Der Stein wurde Burt gezeigt.
[112]Siehe die Geschichte, welche den Gedichten Alexander Robertson’s vorausgeschickt ist. In dieser Geschichte heißt es von ihm, er habe sich vor der Schlacht von Killiecrankie angeschlossen. Aus einer Zeugenaussage im Anhange zu denAct. Parl. Scot.vom 14. Juli 1690 aber ergiebt sich, daß er erst am folgenden Tage eintraf.
[113]Mackay’s Memoirs.
[114]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[115]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[116]Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[117]Siehe Portland’s Briefe an Melville vom 22. April und 15. Mai 1690 in denLeven and Melville Papers.
[118]Mackay’s Memoirs; Memoirs of Sir Ewan Cameron.
[119]Exact Narrative of the Conflict at Dunkeld between the Earl of Angus’s Regiment and the Rebels, collected from several Officiers of that Regiment who were Actors in or Eyewitnesses of all that’s here narrated. In Reference to those Actions; Brief von Leutnant Blackader an seinen Bruder, datirt Dunkeld, 21. August 1689;Faithful Contendings Displayed; Protokoll des schottischen Geheimraths vom 28. August, citirt von Mr. Burton.
[120]Die schottischen natürlich. — Der Uebers.
[121]Die Geschichte Schottland’s während dieses Herbstes läßt sich am besten in denLeven and Melville Papersstudiren.