Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig
Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig
Der deutsche Staat des Mittelalters
Ein Grundriß der deutschen Verfassungsgeschichte von Geheimrat ProfessorDr.G. v. Below
2 Bände. 1. Band 407 Seiten. Gebunden M. 10.—2. Band in Vorbereitung.
Das vorliegende Werk, welches als eine Einführung in die Fragen der deutschen Verfassungsgeschichte jeden Historiker in Anspruch nimmt, wendet sich zugleich an die Nationalökonomen und Juristen, und von diesen nicht bloß an die Rechtshistoriker, sondern nicht weniger an die Vertreter eines systematischen Staatsrechts, für welches es zweifellos wichtige Beobachtungen zur Verfügung stellt. Im Mittelpunkt der Darstellung steht die so oft erörterte Frage, ob dem Mittelalter ein öffentliches Recht bekannt gewesen sei, ob die ältere deutsche Verfassung staatlichen Charakter gehabt habe. Sie wird zum erstenmal in umfassender Weise, literargeschichtlich wie systematisch untersucht. In erster Linie werden die Verhältnisse des Mittelalters behandelt, aber die sachlichen Zusammenhänge nötigen den Verfasser, auf die Verfassungsverhältnisse der Urzeit wie die der neueren Jahrhunderte mit einzugehen. So bedeutet das Bucheinen Gang durch die deutsche Verfassungsgeschichtemit einem bestimmten Zielpunkt.
Der vorliegende erste Band enthält die Literaturgeschichte des Problems, einen knappen Überblick über die wirtschaftlichen Grundlagen der mittelalterlichen Verfassung und die Darstellung eines Teils der Reichsverfassung. Es sind eingehend behandelt das Reichsgebiet und seine Teile, der Herrscher, der König und die Reichspersönlichkeit, der Staatszweck. Die Erörterung der bedeutsamen Tatsache der Durchbrechung des Reichsuntertanenverbandes gibt den Anlaß zu einer großen Schilderung des Feudalismus und seiner Ursachen. Mit einer zusammenfassenden Würdigung der Kaiserpolitik im Mittelalter schließt dieser Band.
Deutsche Kaisergeschichte
im Zeitalter der Salier und Staufer
Von Prof.Dr.K. Hampe. 3. Aufl. 302 S. In Lbd. M. 4.40
»Ein prächtiger, wohlgelungener Versuch, ein Lern- und Lesebuch für ein Vierteljahrtausend deutscher Geschichte zu schaffen. An wissenschaftlichen zusammenfassenden Lehrbüchern der deutschen und mittelalterlichen Geschichte herrscht wirklicher Mangel … Aber zum Lesen locken beide nicht allzuviel. Darauf soll programmäßig diese neue Geschichtsbibliothek hinarbeiten, undein Musterist nach dieser Hinsicht Hampes Erstlingsband … Seine Darstellung wirkt auch dort – ich habe es an mir selbst erprobt –, wo der Fachmann alles zu kennen glaubt: Tatsachen, Urteile und Probleme. So selbstverständlich im Grunde die Disposition erschien, der Verfasser weiß auch hier wie bei der Geschichte Friedrichs I. eigene Wege zu wandeln. Die Form seiner knappen, quellenkundlichen Einleitungen der einzelnen Abschnitte wird in ihrer Übersichtlichkeit den Examenskandidaten Freude machen … Es ist keine Phrase, wenn ich sage, ich erwarte mit großem Interesse und mit einer gewissen Spannung von H. die fernere Darstellung des ausgehenden Mittelalters.«
H. Finke, Literarische Rundschau.
Deutsche Geschichte
vom westfälischen Frieden bis zum Untergang des römisch-deutschen Reiches.
Von Prof.Dr.O. Weber. 212 S. In Leinenb. M. 3.40
»DiesevorzüglicheArbeit schildert in anschaulicherklarerDarstellung die Entwicklung der deutschen Geschichte in der Zeit zwischen dem Ende des großen Krieges und der Auflösung des römisch-deutschen Kaiserreiches. Dem Plan der Sammlung entsprechend ist der politischen Geschichte ein überwiegender Platz eingeräumt, doch zugleich der Versuch gemacht worden, auch der künstlerischen und volkswirtschaftlichen Ausgestaltung des deutschen Volkes in dieser Zeit gerecht zu werden … Verfasser hat esvorzüglich verstanden, bei einer kurz zusammengedrängten Darstellung die richtige Verteilung einzuhalten und eine Scheidung von dem mehr oder minder Wichtigen vorzunehmen … Wir können W.s gehaltvolle Studie jedermannauf das angelegentlichsteempfehlen.«
Lit. Zentralbl. f. Deutschland.