Der Versteigerer.

Der Versteigerer.

Um etwas dem Meistbietenden zu überlassen, sind in Europa erst lange Berathungen, Edikte, Zeitungen, Lizitazionskommissarien nöthig. Niemand versteht besser, auf krummem Wege das Ziel zu verfolgen, als der Abendländer.

Ein Araber ging in die Frankengasse, in der Hand ein Hausgeräthe, womit er die Schaulust möglichst reizte, und rief den Preis desselben mit lauter Stimme aus. Er hört aus einer Bude ein Gebot; er wiederholt es; aus einer andern Bude vernimmt er ein höheres Gebot; er wiederholt auch dieses. Hin- und herrennend, als hätten ihn die Bremsen angebohrt, wiederholt er die Gebote, bald in arabischer, bald in italienischer Sprache. Sobald die Gebote nicht höher steigen, und das höchste dem Versteigerer anständig ist, so überläßt derselbe den Gegenstand dem Meistbietenden. Hier befindet sich der Araber in der That auf dem rechten Flecke, wo es ihm denn trefflich zu Statten kommen mag, daß er so gerne lärmt und schreit.


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