Witterungsbeschaffenheit.

Witterungsbeschaffenheit.

Während meines Aufenthaltes in Jaffa ließ sich die Witterung im Ganzen milde an. Viele Leute gingen barfuß; andere badeten sich im Meere. Das Bedürfniß des Heizens machte sich nicht fühlbar. Die Regentage waren, nach dem Gefühle zu urtheilen, nicht kälter, als bei uns manche des Sommers, und zudem nicht so eigentliche, wie die unserigen zu sein pflegen. Nach kurzem Regen oder Schauer blickte die Sonne zwischen den Wolkenklößen freundlich hervor. Bei dieser veränderlichen Witterung wechselte fast jeden Tag das Schauspiel des Sonnenscheins und Regens; bloß an einem einzigen Tage war die Sonne vom Gewölke allenthalben verhüllt. Zur Seltenheit sollen Schneeflocken fallen. Ich sah reichlich schloßen.

Die Regenzeit dieses Landes ist unsere Schneezeit, die Zeit der Regenlosigkeit unsere Regenzeit. Gott gab uns also zwei Dinge mehr, im Sommer den Regen und im Winter den Schnee.

Zur Zeit der Regenlosigkeit wird das Erdreich ungemein trocken, und klafft an vielen Stellen breit und tief von einander. Die Pflanzenwelt verliert dann das fröhliche Aussehen, welches ihr die Regenzeit, der eigentliche Frühling, verleiht. Diese Zeit beginnt Ende Wintermonats, dauertüber den Christmonat und Jenner, und der Hornung mag etwa vier bis fünf Regentage zählen.


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