The Project Gutenberg eBook ofMartin Luthers Geistliche Lieder

The Project Gutenberg eBook ofMartin Luthers Geistliche LiederThis ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.Title: Martin Luthers Geistliche LiederAuthor: Martin LutherCommentator: Conrad HöferRelease date: January 3, 2015 [eBook #47861]Most recently updated: October 24, 2024Language: GermanCredits: Produced by Norbert H. Langkau, G. Decknatel and the OnlineDistributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK MARTIN LUTHERS GEISTLICHE LIEDER ***

This ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.

Title: Martin Luthers Geistliche LiederAuthor: Martin LutherCommentator: Conrad HöferRelease date: January 3, 2015 [eBook #47861]Most recently updated: October 24, 2024Language: GermanCredits: Produced by Norbert H. Langkau, G. Decknatel and the OnlineDistributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net

Title: Martin Luthers Geistliche Lieder

Author: Martin LutherCommentator: Conrad Höfer

Author: Martin Luther

Commentator: Conrad Höfer

Release date: January 3, 2015 [eBook #47861]Most recently updated: October 24, 2024

Language: German

Credits: Produced by Norbert H. Langkau, G. Decknatel and the OnlineDistributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net

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Anmerkungen zur Transkription:Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden beibehalten. Im Nachwort wurden einzelne Druckfehler korrigiert.Änderungen sindwie hiergekennzeichnet, der Originaltext erscheint beim Überfahren mit der Maus.DasInhaltsverzeichnisbefindet sich am Ende des Buches.

Anmerkungen zur Transkription:

Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden beibehalten. Im Nachwort wurden einzelne Druckfehler korrigiert.Änderungen sindwie hiergekennzeichnet, der Originaltext erscheint beim Überfahren mit der Maus.

DasInhaltsverzeichnisbefindet sich am Ende des Buches.

Martin Luther'sGeistliche LiederIm Insel-Verlag zu Leipzig

Martin Luther's

Im Insel-Verlag zu Leipzig

Daß geistliche Lieder singen gut und Gott angenehme sei, acht' ich, sei keinem Christen verborgen, dieweil idermann nicht allein das Exempel der Propheten und Könige im alten Testament (die mit singen und klingen, mit dichten und allerlei Saitenspiel Gott gelobt haben) sondern auch solcher Brauch sonderlich mit Psalmen gemeiner Christenheit von Anfang kund ist. Ja, auch St. Paulus solchs 1. Cor. 14 einsetzt und zu den Kollossern gebeut, von Herzen dem Herrn [zu] singen geistliche Lieder und Psalmen: auf daß dadurch Gottes Wort und christliche Lehre auf allerlei Weise getrieben und geübt werden.

Demnach hab ich auch, samt etlichen andern, zum guten Anfang und Ursach zu geben denen, die es besser vermügen, etliche geistliche Lieder zusammen bracht, das heilige Evangelion, so itzt von Gottes Gnaden wieder aufgangen ist, zu treiben und in Schwang zu bringen, daß wir auch uns möchten rühmen, wie Moses in seim Gesang tut, Exodus 15, daß Christus unser Lob und Gesang sei, und nichts wissen sollen, zu singen noch zu sagen, denn Jesum Christum, unsern Heiland, wie Paulus sagt 1. Cor. 2.

Und sind dazu auch in vier Stimme bracht, nicht aus anderer Ursach, denn daß ich gerne wollte, die Jugend, die doch sonst soll und muß in der Musica und andern rechten Künsten erzogen werden, etwas hätte, damit sie der Buhllieder und fleischlichen Gesänge los worde und an derselben statt etwas Heilsames lernete und also das Gute mit Lust, wie den Jungen gebührt, einginge. Auch daß ich nicht der Meinung bin, daß durchs Evangelion sollten alle Künste zu Boden geschlagen werden und vergehen, wie etliche Abergeistlichen furgeben; sondern ich wollt alle Künste, sonderlich die Musica gerne sehen im Dienst des, der sie geben und geschaffen hat. Bitte derhalben, ein iglicher frummer Christ wollt solchs ihm lassen gefallenund, wo ihm Gott mehr oder desgleichen verleihet, helfen fodern. Es ist sonst leider alle welt all zu laß und zu vergessen, die arme Jugend zu ziehen und lehren, daß man nicht allererst darf auch Ursach dazu geben. Gott geb uns seine Gnade. Amen.

Frau Musica.

Für allen Freuden auf ErdenKann niemand kein feiner werden,Denn die ich geb mit meim SingenUnd mit manchem süßen Klingen.Hie kann nicht sein ein böser Mut,Wo da singen Gesellen gut;Hie bleibt kein Zorn, Zank, Haß noch Neid,Weichen muß alles Herzeleid;Geiz, Sorg und was sonst hart anleit,Fährt hin mit aller Traurigkeit.Auch ist ein Jeder des wohl frei,Daß solche Freud kein Sünde sei,Sondern auch Gott viel baß gefällt,Denn alle Freud der ganzen Welt:Dem Teufel sie sein Werk zerstörtUnd verhindert viel böser Mörd.Das zeugt Davids, des Kön'ges, Tat,Der dem Saul oft gewehret hatMit gutem süßen Harfenspiel,Daß er in großen Mord nicht fiel.Zum göttlichen Wort und WahrheitMacht sie das Herz still und bereit,Solchs hat Elisäus bekannt,Da er den Geist durchs Harfen fand.Die beste Zeit im Jahr ist mein,Da singen alle Vögelein,Himmel und Erden ist der voll,Viel gut Gesang da lautet wohl.Voran die liebe NachtigallMacht alles fröhlich uberallMit ihrem lieblichen Gesang,Des muß sie haben immer Dank.Viel mehr der liebe Herre Gott,Der sie also geschaffen hat,Zu sein die rechte Sängerin,Der Musica ein Meisterin.Dem singt und springt sie Tag und Nacht,Seins Lobes sie nichts müde macht:Den ehrt und lobt auch mein GesangUnd sagt ihm ein ewigen Dank.

Für allen Freuden auf ErdenKann niemand kein feiner werden,Denn die ich geb mit meim SingenUnd mit manchem süßen Klingen.Hie kann nicht sein ein böser Mut,Wo da singen Gesellen gut;Hie bleibt kein Zorn, Zank, Haß noch Neid,Weichen muß alles Herzeleid;Geiz, Sorg und was sonst hart anleit,Fährt hin mit aller Traurigkeit.Auch ist ein Jeder des wohl frei,Daß solche Freud kein Sünde sei,Sondern auch Gott viel baß gefällt,Denn alle Freud der ganzen Welt:Dem Teufel sie sein Werk zerstörtUnd verhindert viel böser Mörd.Das zeugt Davids, des Kön'ges, Tat,Der dem Saul oft gewehret hatMit gutem süßen Harfenspiel,Daß er in großen Mord nicht fiel.Zum göttlichen Wort und WahrheitMacht sie das Herz still und bereit,Solchs hat Elisäus bekannt,Da er den Geist durchs Harfen fand.Die beste Zeit im Jahr ist mein,Da singen alle Vögelein,Himmel und Erden ist der voll,Viel gut Gesang da lautet wohl.Voran die liebe NachtigallMacht alles fröhlich uberallMit ihrem lieblichen Gesang,Des muß sie haben immer Dank.Viel mehr der liebe Herre Gott,Der sie also geschaffen hat,Zu sein die rechte Sängerin,Der Musica ein Meisterin.Dem singt und springt sie Tag und Nacht,Seins Lobes sie nichts müde macht:Den ehrt und lobt auch mein GesangUnd sagt ihm ein ewigen Dank.

Für allen Freuden auf ErdenKann niemand kein feiner werden,Denn die ich geb mit meim SingenUnd mit manchem süßen Klingen.

Für allen Freuden auf Erden

Kann niemand kein feiner werden,

Denn die ich geb mit meim Singen

Und mit manchem süßen Klingen.

Hie kann nicht sein ein böser Mut,Wo da singen Gesellen gut;Hie bleibt kein Zorn, Zank, Haß noch Neid,Weichen muß alles Herzeleid;Geiz, Sorg und was sonst hart anleit,Fährt hin mit aller Traurigkeit.

Hie kann nicht sein ein böser Mut,

Wo da singen Gesellen gut;

Hie bleibt kein Zorn, Zank, Haß noch Neid,

Weichen muß alles Herzeleid;

Geiz, Sorg und was sonst hart anleit,

Fährt hin mit aller Traurigkeit.

Auch ist ein Jeder des wohl frei,Daß solche Freud kein Sünde sei,Sondern auch Gott viel baß gefällt,Denn alle Freud der ganzen Welt:Dem Teufel sie sein Werk zerstörtUnd verhindert viel böser Mörd.

Auch ist ein Jeder des wohl frei,

Daß solche Freud kein Sünde sei,

Sondern auch Gott viel baß gefällt,

Denn alle Freud der ganzen Welt:

Dem Teufel sie sein Werk zerstört

Und verhindert viel böser Mörd.

Das zeugt Davids, des Kön'ges, Tat,Der dem Saul oft gewehret hatMit gutem süßen Harfenspiel,Daß er in großen Mord nicht fiel.

Das zeugt Davids, des Kön'ges, Tat,

Der dem Saul oft gewehret hat

Mit gutem süßen Harfenspiel,

Daß er in großen Mord nicht fiel.

Zum göttlichen Wort und WahrheitMacht sie das Herz still und bereit,Solchs hat Elisäus bekannt,Da er den Geist durchs Harfen fand.

Zum göttlichen Wort und Wahrheit

Macht sie das Herz still und bereit,

Solchs hat Elisäus bekannt,

Da er den Geist durchs Harfen fand.

Die beste Zeit im Jahr ist mein,Da singen alle Vögelein,Himmel und Erden ist der voll,Viel gut Gesang da lautet wohl.Voran die liebe NachtigallMacht alles fröhlich uberallMit ihrem lieblichen Gesang,Des muß sie haben immer Dank.

Die beste Zeit im Jahr ist mein,

Da singen alle Vögelein,

Himmel und Erden ist der voll,

Viel gut Gesang da lautet wohl.

Voran die liebe Nachtigall

Macht alles fröhlich uberall

Mit ihrem lieblichen Gesang,

Des muß sie haben immer Dank.

Viel mehr der liebe Herre Gott,Der sie also geschaffen hat,Zu sein die rechte Sängerin,Der Musica ein Meisterin.Dem singt und springt sie Tag und Nacht,Seins Lobes sie nichts müde macht:Den ehrt und lobt auch mein GesangUnd sagt ihm ein ewigen Dank.

Viel mehr der liebe Herre Gott,

Der sie also geschaffen hat,

Zu sein die rechte Sängerin,

Der Musica ein Meisterin.

Dem singt und springt sie Tag und Nacht,

Seins Lobes sie nichts müde macht:

Den ehrt und lobt auch mein Gesang

Und sagt ihm ein ewigen Dank.

Ein neues Lied wir heben an,Des walt Gott, unser Herre,Zu singen, was Gott hat getanZu seinem Lob und Ehre:Zu Brussel in dem NiederlandWohl durch zween junge KnabenHat er sein Wundermacht bekannt,Die er mit seinen GabenSo reichlich hat gezieret.Der erst recht wohl Johannes heißt,So reich an Gottes Hulden,Sein Bruder Heinrich nach dem Geist,Ein rechter Christ ohn Schulden:Von dieser Welt gescheiden sind,Sie han die Kron erworben,Recht wie die frummen Gotteskind'Für sein Wort sind gestorben,Sein Märt'rer sind sie worden.Der alte Feind sie fangen ließ,Erschreckt' sie lang mit Dräuen,Das Wort Gotts er sie leugnen hieß,Mit List auch wollt sie täuben.Von Löwen der Sophisten viel,Mit ihrer Kunst verloren,Versammlet er zu diesem Spiel,Der Geist sie macht zu Toren,Sie kundten nichts gewinnen.Sie sungen suß, sie sungen saur,Versuchten manche Listen.Die Knaben stunden wie ein Maur,Verachten die Sophisten.Den alten Feind das sehr verdroß,Daß er war uberwundenVon solchen Jungen, er, so groß,Er ward voll Zorn von Stunden,Gedacht', sie zu verbrennen.Sie raubten ihn'n das Klosterkleid,Die Weih sie ihn'n auch nahmen.Die Knaben waren des bereit,Sie sprachen frohlich: Amen.Sie dankten ihrem Vater Gott,Daß sie los sollten werdenDes Teufels Larvenspiel und Spott,Darin durch falsche 'berdenDie Welt er gar betreuget.Das schickt Gott durch sein Gnad also,Daß sie recht Priester worden,Sich selbs ihm mußten opfern doUnd gehn im Christenorden,Der Welt ganz abgestorben sein,Die Heuchelei ablegen,Zu Himmel kommen frei und rein,Die Moncherei ausfegenUnd Menschentand hie lassen.Man schreib ihn'n fur ein Brieflin klein,Das hieß man sie selbs lesen,Die Stuck sie zeichten alle drein,Was ihr Glaub war gewesen.Der hochste Irrtum dieser war:»Man muß allein Gott glauben,Der Mensch leugt und treugt immer dar,Dem soll man nichts vertrauen«;Des mußten sie verbrennen.Zwei große Feur sie zundten an,Die Knaben sie her brachten.Es nahm groß Wunder idermann,Daß sie solch Pein verachten.Mit Freuden sie sich gaben drein,Mit Gottes Lob und Singen,Der Mut ward den Sophisten kleinFur disen neuen Dingen,Da sich Gott ließ so merken.Der Schimpf sie nu gereuen hat,Sie wolltens gern schon machen.Sie turn nicht ruhmen sich der Tat,Sie bergen fast die Sachen.Die Schand im Herzen beißet sieUnd klagens ihr'n Genossen;Doch kann der Geist nicht schweigen hie:Des Habels Blut vergossen,Es muß den Kain melden.Die Aschen will nicht lassen ab,Sie stäubt in allen Landen,Hie hilft kein Bach, Loch, Grub noch Grab,Sie macht den Feind zu Schanden.Die er im Leben durch den MordZu schweigen hat gedrungen,Die muß er tot an allem OrtMit aller Stimm und ZungenGar frohlich lassen singen.Noch lassen sie ihr Lugen nicht,Den großen Mord zu schmucken:Sie geben fur ein falsch Gedicht,Ihr Gewissen tut sie drucken.Die Heilgen Gotts auch nach dem TodVon ihn'n gelästert werden,Sie sagen: in der letzten NotDie Knaben noch auf ErdenSich sollen han umkehret.Die laß man lügen immer hin,Sie habens kleinen frommen.Wir sollen danken Gott darin,Sein Wort ist wieder kommen.Der Sommer ist hart fur der Tur,Der Winter ist vergangen,Die zarten Blumen gehn herfur,Der das hat angefangen,Der wird es wohl vollenden.

Ein neues Lied wir heben an,Des walt Gott, unser Herre,Zu singen, was Gott hat getanZu seinem Lob und Ehre:Zu Brussel in dem NiederlandWohl durch zween junge KnabenHat er sein Wundermacht bekannt,Die er mit seinen GabenSo reichlich hat gezieret.Der erst recht wohl Johannes heißt,So reich an Gottes Hulden,Sein Bruder Heinrich nach dem Geist,Ein rechter Christ ohn Schulden:Von dieser Welt gescheiden sind,Sie han die Kron erworben,Recht wie die frummen Gotteskind'Für sein Wort sind gestorben,Sein Märt'rer sind sie worden.Der alte Feind sie fangen ließ,Erschreckt' sie lang mit Dräuen,Das Wort Gotts er sie leugnen hieß,Mit List auch wollt sie täuben.Von Löwen der Sophisten viel,Mit ihrer Kunst verloren,Versammlet er zu diesem Spiel,Der Geist sie macht zu Toren,Sie kundten nichts gewinnen.Sie sungen suß, sie sungen saur,Versuchten manche Listen.Die Knaben stunden wie ein Maur,Verachten die Sophisten.Den alten Feind das sehr verdroß,Daß er war uberwundenVon solchen Jungen, er, so groß,Er ward voll Zorn von Stunden,Gedacht', sie zu verbrennen.Sie raubten ihn'n das Klosterkleid,Die Weih sie ihn'n auch nahmen.Die Knaben waren des bereit,Sie sprachen frohlich: Amen.Sie dankten ihrem Vater Gott,Daß sie los sollten werdenDes Teufels Larvenspiel und Spott,Darin durch falsche 'berdenDie Welt er gar betreuget.Das schickt Gott durch sein Gnad also,Daß sie recht Priester worden,Sich selbs ihm mußten opfern doUnd gehn im Christenorden,Der Welt ganz abgestorben sein,Die Heuchelei ablegen,Zu Himmel kommen frei und rein,Die Moncherei ausfegenUnd Menschentand hie lassen.Man schreib ihn'n fur ein Brieflin klein,Das hieß man sie selbs lesen,Die Stuck sie zeichten alle drein,Was ihr Glaub war gewesen.Der hochste Irrtum dieser war:»Man muß allein Gott glauben,Der Mensch leugt und treugt immer dar,Dem soll man nichts vertrauen«;Des mußten sie verbrennen.Zwei große Feur sie zundten an,Die Knaben sie her brachten.Es nahm groß Wunder idermann,Daß sie solch Pein verachten.Mit Freuden sie sich gaben drein,Mit Gottes Lob und Singen,Der Mut ward den Sophisten kleinFur disen neuen Dingen,Da sich Gott ließ so merken.Der Schimpf sie nu gereuen hat,Sie wolltens gern schon machen.Sie turn nicht ruhmen sich der Tat,Sie bergen fast die Sachen.Die Schand im Herzen beißet sieUnd klagens ihr'n Genossen;Doch kann der Geist nicht schweigen hie:Des Habels Blut vergossen,Es muß den Kain melden.Die Aschen will nicht lassen ab,Sie stäubt in allen Landen,Hie hilft kein Bach, Loch, Grub noch Grab,Sie macht den Feind zu Schanden.Die er im Leben durch den MordZu schweigen hat gedrungen,Die muß er tot an allem OrtMit aller Stimm und ZungenGar frohlich lassen singen.Noch lassen sie ihr Lugen nicht,Den großen Mord zu schmucken:Sie geben fur ein falsch Gedicht,Ihr Gewissen tut sie drucken.Die Heilgen Gotts auch nach dem TodVon ihn'n gelästert werden,Sie sagen: in der letzten NotDie Knaben noch auf ErdenSich sollen han umkehret.Die laß man lügen immer hin,Sie habens kleinen frommen.Wir sollen danken Gott darin,Sein Wort ist wieder kommen.Der Sommer ist hart fur der Tur,Der Winter ist vergangen,Die zarten Blumen gehn herfur,Der das hat angefangen,Der wird es wohl vollenden.

Ein neues Lied wir heben an,Des walt Gott, unser Herre,Zu singen, was Gott hat getanZu seinem Lob und Ehre:Zu Brussel in dem NiederlandWohl durch zween junge KnabenHat er sein Wundermacht bekannt,Die er mit seinen GabenSo reichlich hat gezieret.

Ein neues Lied wir heben an,

Des walt Gott, unser Herre,

Zu singen, was Gott hat getan

Zu seinem Lob und Ehre:

Zu Brussel in dem Niederland

Wohl durch zween junge Knaben

Hat er sein Wundermacht bekannt,

Die er mit seinen Gaben

So reichlich hat gezieret.

Der erst recht wohl Johannes heißt,So reich an Gottes Hulden,Sein Bruder Heinrich nach dem Geist,Ein rechter Christ ohn Schulden:Von dieser Welt gescheiden sind,Sie han die Kron erworben,Recht wie die frummen Gotteskind'Für sein Wort sind gestorben,Sein Märt'rer sind sie worden.

Der erst recht wohl Johannes heißt,

So reich an Gottes Hulden,

Sein Bruder Heinrich nach dem Geist,

Ein rechter Christ ohn Schulden:

Von dieser Welt gescheiden sind,

Sie han die Kron erworben,

Recht wie die frummen Gotteskind'

Für sein Wort sind gestorben,

Sein Märt'rer sind sie worden.

Der alte Feind sie fangen ließ,Erschreckt' sie lang mit Dräuen,Das Wort Gotts er sie leugnen hieß,Mit List auch wollt sie täuben.Von Löwen der Sophisten viel,Mit ihrer Kunst verloren,Versammlet er zu diesem Spiel,Der Geist sie macht zu Toren,Sie kundten nichts gewinnen.

Der alte Feind sie fangen ließ,

Erschreckt' sie lang mit Dräuen,

Das Wort Gotts er sie leugnen hieß,

Mit List auch wollt sie täuben.

Von Löwen der Sophisten viel,

Mit ihrer Kunst verloren,

Versammlet er zu diesem Spiel,

Der Geist sie macht zu Toren,

Sie kundten nichts gewinnen.

Sie sungen suß, sie sungen saur,Versuchten manche Listen.Die Knaben stunden wie ein Maur,Verachten die Sophisten.Den alten Feind das sehr verdroß,Daß er war uberwundenVon solchen Jungen, er, so groß,Er ward voll Zorn von Stunden,Gedacht', sie zu verbrennen.

Sie sungen suß, sie sungen saur,

Versuchten manche Listen.

Die Knaben stunden wie ein Maur,

Verachten die Sophisten.

Den alten Feind das sehr verdroß,

Daß er war uberwunden

Von solchen Jungen, er, so groß,

Er ward voll Zorn von Stunden,

Gedacht', sie zu verbrennen.

Sie raubten ihn'n das Klosterkleid,Die Weih sie ihn'n auch nahmen.Die Knaben waren des bereit,Sie sprachen frohlich: Amen.Sie dankten ihrem Vater Gott,Daß sie los sollten werdenDes Teufels Larvenspiel und Spott,Darin durch falsche 'berdenDie Welt er gar betreuget.

Sie raubten ihn'n das Klosterkleid,

Die Weih sie ihn'n auch nahmen.

Die Knaben waren des bereit,

Sie sprachen frohlich: Amen.

Sie dankten ihrem Vater Gott,

Daß sie los sollten werden

Des Teufels Larvenspiel und Spott,

Darin durch falsche 'berden

Die Welt er gar betreuget.

Das schickt Gott durch sein Gnad also,Daß sie recht Priester worden,Sich selbs ihm mußten opfern doUnd gehn im Christenorden,Der Welt ganz abgestorben sein,Die Heuchelei ablegen,Zu Himmel kommen frei und rein,Die Moncherei ausfegenUnd Menschentand hie lassen.

Das schickt Gott durch sein Gnad also,

Daß sie recht Priester worden,

Sich selbs ihm mußten opfern do

Und gehn im Christenorden,

Der Welt ganz abgestorben sein,

Die Heuchelei ablegen,

Zu Himmel kommen frei und rein,

Die Moncherei ausfegen

Und Menschentand hie lassen.

Man schreib ihn'n fur ein Brieflin klein,Das hieß man sie selbs lesen,Die Stuck sie zeichten alle drein,Was ihr Glaub war gewesen.Der hochste Irrtum dieser war:»Man muß allein Gott glauben,Der Mensch leugt und treugt immer dar,Dem soll man nichts vertrauen«;Des mußten sie verbrennen.

Man schreib ihn'n fur ein Brieflin klein,

Das hieß man sie selbs lesen,

Die Stuck sie zeichten alle drein,

Was ihr Glaub war gewesen.

Der hochste Irrtum dieser war:

»Man muß allein Gott glauben,

Der Mensch leugt und treugt immer dar,

Dem soll man nichts vertrauen«;

Des mußten sie verbrennen.

Zwei große Feur sie zundten an,Die Knaben sie her brachten.Es nahm groß Wunder idermann,Daß sie solch Pein verachten.Mit Freuden sie sich gaben drein,Mit Gottes Lob und Singen,Der Mut ward den Sophisten kleinFur disen neuen Dingen,Da sich Gott ließ so merken.

Zwei große Feur sie zundten an,

Die Knaben sie her brachten.

Es nahm groß Wunder idermann,

Daß sie solch Pein verachten.

Mit Freuden sie sich gaben drein,

Mit Gottes Lob und Singen,

Der Mut ward den Sophisten klein

Fur disen neuen Dingen,

Da sich Gott ließ so merken.

Der Schimpf sie nu gereuen hat,Sie wolltens gern schon machen.Sie turn nicht ruhmen sich der Tat,Sie bergen fast die Sachen.Die Schand im Herzen beißet sieUnd klagens ihr'n Genossen;Doch kann der Geist nicht schweigen hie:Des Habels Blut vergossen,Es muß den Kain melden.

Der Schimpf sie nu gereuen hat,

Sie wolltens gern schon machen.

Sie turn nicht ruhmen sich der Tat,

Sie bergen fast die Sachen.

Die Schand im Herzen beißet sie

Und klagens ihr'n Genossen;

Doch kann der Geist nicht schweigen hie:

Des Habels Blut vergossen,

Es muß den Kain melden.

Die Aschen will nicht lassen ab,Sie stäubt in allen Landen,Hie hilft kein Bach, Loch, Grub noch Grab,Sie macht den Feind zu Schanden.Die er im Leben durch den MordZu schweigen hat gedrungen,Die muß er tot an allem OrtMit aller Stimm und ZungenGar frohlich lassen singen.

Die Aschen will nicht lassen ab,

Sie stäubt in allen Landen,

Hie hilft kein Bach, Loch, Grub noch Grab,

Sie macht den Feind zu Schanden.

Die er im Leben durch den Mord

Zu schweigen hat gedrungen,

Die muß er tot an allem Ort

Mit aller Stimm und Zungen

Gar frohlich lassen singen.

Noch lassen sie ihr Lugen nicht,Den großen Mord zu schmucken:Sie geben fur ein falsch Gedicht,Ihr Gewissen tut sie drucken.Die Heilgen Gotts auch nach dem TodVon ihn'n gelästert werden,Sie sagen: in der letzten NotDie Knaben noch auf ErdenSich sollen han umkehret.

Noch lassen sie ihr Lugen nicht,

Den großen Mord zu schmucken:

Sie geben fur ein falsch Gedicht,

Ihr Gewissen tut sie drucken.

Die Heilgen Gotts auch nach dem Tod

Von ihn'n gelästert werden,

Sie sagen: in der letzten Not

Die Knaben noch auf Erden

Sich sollen han umkehret.

Die laß man lügen immer hin,Sie habens kleinen frommen.Wir sollen danken Gott darin,Sein Wort ist wieder kommen.Der Sommer ist hart fur der Tur,Der Winter ist vergangen,Die zarten Blumen gehn herfur,Der das hat angefangen,Der wird es wohl vollenden.

Die laß man lügen immer hin,

Sie habens kleinen frommen.

Wir sollen danken Gott darin,

Sein Wort ist wieder kommen.

Der Sommer ist hart fur der Tur,

Der Winter ist vergangen,

Die zarten Blumen gehn herfur,

Der das hat angefangen,

Der wird es wohl vollenden.

Nu freut euch, lieben Christen gmein,Und laßt uns frohlich springen,Daß wir getrost und all in einMit Lust und Liebe singen,Was Gott an uns gewendet hatUnd seine suße Wundertat,Gar teur hat ers erworben.Dem Teufel ich gefangen lag,Im Tod war ich verloren,Mein Sund mich quälet Nacht und Tag,Darin ich war geboren.Ich fiel auch immer tiefer drein,Es war kein Guts am Leben mein,Die Sund hat mich besessen.Mein gute Werk', die golten nicht,Es war mit ihn'n verdorben,Der frei Will hasset Gotts Gericht,Er war zum Gut' erstorben.Die Angst mich zu verzweifeln treib,Daß nichts denn Sterben bei mir bleib,Zur Hellen mußt ich sinken.Da jammert Gott in EwigkeitMein Elend ubermassen,Er dacht an sein Barmherzigkeit,Er wollt mir helfen lassen.Er wandt zu mir das Vaterherz,Es war bei ihm furwahr kein Scherz,Er ließ sein Bestes kosten.Er sprach zu seinem lieben Sohn:Die Zeit ist hie zu 'rbarmen,Fahr hin, meins Herzens werte Kron,Und sei das Heil dem ArmenUnd hilf ihm aus der Sundennot,Erwurg fur ihn den bittern TodUnd laß ihn mit dir leben.Der Sohn dem Vater g'horsam ward,Er kam zu mir auf ErdenVon einer Jungfrau rein und zart,Er sollt mein Bruder werden.Gar heimlich fuhrt' er sein Gewalt,Er ging in meiner armen G'stalt,Den Teufel wollt er fangen.Er sprach zu mir: Halt dich an mich,Es soll dir itzt gelingen,Ich geb mich selber ganz fur dich,Da will ich fur dich ringen,Denn ich bin dein und du bist mein,Und wo ich bleib, da solltu sein,Uns soll der Feind nicht scheiden.Vergießen wird er mir mein Blut,Dazu mein Leben rauben,Das leid' ich alles dir zu gut,Das halt mit festem Glauben:Den Tod verschlingt das Leben mein,Mein Unschuld trägt die Sunden dein,Da bist du selig worden.Gen Himmel zu dem Vater meinFahr ich von diesem Leben,Da will ich sein der Meister dein,Den Geist will ich dir geben,Der dich in Trubnis trosten sollUnd lernen mich erkennen wohlUnd in der Wahrheit leiten.Was ich getan hab und gelehrt,Das solltu tun und lehren,Damit das Reich Gotts werd gemehrtZu Lob und seinen Ehren,Und hut dich fur der Menschen G'satz,Davon verdirbt der edle Schatz,Das laß ich dir zur letze.

Nu freut euch, lieben Christen gmein,Und laßt uns frohlich springen,Daß wir getrost und all in einMit Lust und Liebe singen,Was Gott an uns gewendet hatUnd seine suße Wundertat,Gar teur hat ers erworben.Dem Teufel ich gefangen lag,Im Tod war ich verloren,Mein Sund mich quälet Nacht und Tag,Darin ich war geboren.Ich fiel auch immer tiefer drein,Es war kein Guts am Leben mein,Die Sund hat mich besessen.Mein gute Werk', die golten nicht,Es war mit ihn'n verdorben,Der frei Will hasset Gotts Gericht,Er war zum Gut' erstorben.Die Angst mich zu verzweifeln treib,Daß nichts denn Sterben bei mir bleib,Zur Hellen mußt ich sinken.Da jammert Gott in EwigkeitMein Elend ubermassen,Er dacht an sein Barmherzigkeit,Er wollt mir helfen lassen.Er wandt zu mir das Vaterherz,Es war bei ihm furwahr kein Scherz,Er ließ sein Bestes kosten.Er sprach zu seinem lieben Sohn:Die Zeit ist hie zu 'rbarmen,Fahr hin, meins Herzens werte Kron,Und sei das Heil dem ArmenUnd hilf ihm aus der Sundennot,Erwurg fur ihn den bittern TodUnd laß ihn mit dir leben.Der Sohn dem Vater g'horsam ward,Er kam zu mir auf ErdenVon einer Jungfrau rein und zart,Er sollt mein Bruder werden.Gar heimlich fuhrt' er sein Gewalt,Er ging in meiner armen G'stalt,Den Teufel wollt er fangen.Er sprach zu mir: Halt dich an mich,Es soll dir itzt gelingen,Ich geb mich selber ganz fur dich,Da will ich fur dich ringen,Denn ich bin dein und du bist mein,Und wo ich bleib, da solltu sein,Uns soll der Feind nicht scheiden.Vergießen wird er mir mein Blut,Dazu mein Leben rauben,Das leid' ich alles dir zu gut,Das halt mit festem Glauben:Den Tod verschlingt das Leben mein,Mein Unschuld trägt die Sunden dein,Da bist du selig worden.Gen Himmel zu dem Vater meinFahr ich von diesem Leben,Da will ich sein der Meister dein,Den Geist will ich dir geben,Der dich in Trubnis trosten sollUnd lernen mich erkennen wohlUnd in der Wahrheit leiten.Was ich getan hab und gelehrt,Das solltu tun und lehren,Damit das Reich Gotts werd gemehrtZu Lob und seinen Ehren,Und hut dich fur der Menschen G'satz,Davon verdirbt der edle Schatz,Das laß ich dir zur letze.

Nu freut euch, lieben Christen gmein,Und laßt uns frohlich springen,Daß wir getrost und all in einMit Lust und Liebe singen,Was Gott an uns gewendet hatUnd seine suße Wundertat,Gar teur hat ers erworben.

Nu freut euch, lieben Christen gmein,

Und laßt uns frohlich springen,

Daß wir getrost und all in ein

Mit Lust und Liebe singen,

Was Gott an uns gewendet hat

Und seine suße Wundertat,

Gar teur hat ers erworben.

Dem Teufel ich gefangen lag,Im Tod war ich verloren,Mein Sund mich quälet Nacht und Tag,Darin ich war geboren.Ich fiel auch immer tiefer drein,Es war kein Guts am Leben mein,Die Sund hat mich besessen.

Dem Teufel ich gefangen lag,

Im Tod war ich verloren,

Mein Sund mich quälet Nacht und Tag,

Darin ich war geboren.

Ich fiel auch immer tiefer drein,

Es war kein Guts am Leben mein,

Die Sund hat mich besessen.

Mein gute Werk', die golten nicht,Es war mit ihn'n verdorben,Der frei Will hasset Gotts Gericht,Er war zum Gut' erstorben.Die Angst mich zu verzweifeln treib,Daß nichts denn Sterben bei mir bleib,Zur Hellen mußt ich sinken.

Mein gute Werk', die golten nicht,

Es war mit ihn'n verdorben,

Der frei Will hasset Gotts Gericht,

Er war zum Gut' erstorben.

Die Angst mich zu verzweifeln treib,

Daß nichts denn Sterben bei mir bleib,

Zur Hellen mußt ich sinken.

Da jammert Gott in EwigkeitMein Elend ubermassen,Er dacht an sein Barmherzigkeit,Er wollt mir helfen lassen.Er wandt zu mir das Vaterherz,Es war bei ihm furwahr kein Scherz,Er ließ sein Bestes kosten.

Da jammert Gott in Ewigkeit

Mein Elend ubermassen,

Er dacht an sein Barmherzigkeit,

Er wollt mir helfen lassen.

Er wandt zu mir das Vaterherz,

Es war bei ihm furwahr kein Scherz,

Er ließ sein Bestes kosten.

Er sprach zu seinem lieben Sohn:Die Zeit ist hie zu 'rbarmen,Fahr hin, meins Herzens werte Kron,Und sei das Heil dem ArmenUnd hilf ihm aus der Sundennot,Erwurg fur ihn den bittern TodUnd laß ihn mit dir leben.

Er sprach zu seinem lieben Sohn:

Die Zeit ist hie zu 'rbarmen,

Fahr hin, meins Herzens werte Kron,

Und sei das Heil dem Armen

Und hilf ihm aus der Sundennot,

Erwurg fur ihn den bittern Tod

Und laß ihn mit dir leben.

Der Sohn dem Vater g'horsam ward,Er kam zu mir auf ErdenVon einer Jungfrau rein und zart,Er sollt mein Bruder werden.Gar heimlich fuhrt' er sein Gewalt,Er ging in meiner armen G'stalt,Den Teufel wollt er fangen.

Der Sohn dem Vater g'horsam ward,

Er kam zu mir auf Erden

Von einer Jungfrau rein und zart,

Er sollt mein Bruder werden.

Gar heimlich fuhrt' er sein Gewalt,

Er ging in meiner armen G'stalt,

Den Teufel wollt er fangen.

Er sprach zu mir: Halt dich an mich,Es soll dir itzt gelingen,Ich geb mich selber ganz fur dich,Da will ich fur dich ringen,Denn ich bin dein und du bist mein,Und wo ich bleib, da solltu sein,Uns soll der Feind nicht scheiden.

Er sprach zu mir: Halt dich an mich,

Es soll dir itzt gelingen,

Ich geb mich selber ganz fur dich,

Da will ich fur dich ringen,

Denn ich bin dein und du bist mein,

Und wo ich bleib, da solltu sein,

Uns soll der Feind nicht scheiden.

Vergießen wird er mir mein Blut,Dazu mein Leben rauben,Das leid' ich alles dir zu gut,Das halt mit festem Glauben:Den Tod verschlingt das Leben mein,Mein Unschuld trägt die Sunden dein,Da bist du selig worden.

Vergießen wird er mir mein Blut,

Dazu mein Leben rauben,

Das leid' ich alles dir zu gut,

Das halt mit festem Glauben:

Den Tod verschlingt das Leben mein,

Mein Unschuld trägt die Sunden dein,

Da bist du selig worden.

Gen Himmel zu dem Vater meinFahr ich von diesem Leben,Da will ich sein der Meister dein,Den Geist will ich dir geben,Der dich in Trubnis trosten sollUnd lernen mich erkennen wohlUnd in der Wahrheit leiten.

Gen Himmel zu dem Vater mein

Fahr ich von diesem Leben,

Da will ich sein der Meister dein,

Den Geist will ich dir geben,

Der dich in Trubnis trosten soll

Und lernen mich erkennen wohl

Und in der Wahrheit leiten.

Was ich getan hab und gelehrt,Das solltu tun und lehren,Damit das Reich Gotts werd gemehrtZu Lob und seinen Ehren,Und hut dich fur der Menschen G'satz,Davon verdirbt der edle Schatz,Das laß ich dir zur letze.

Was ich getan hab und gelehrt,

Das solltu tun und lehren,

Damit das Reich Gotts werd gemehrt

Zu Lob und seinen Ehren,

Und hut dich fur der Menschen G'satz,

Davon verdirbt der edle Schatz,

Das laß ich dir zur letze.

Ach Gott von Himmel, siehe dareinUnd laß dich das erbarmen!Wie wenig sind der Heiligen dein,Verlassen sind wir Armen.Dein Wort man läßt nicht haben wahr,Der Glaub ist auch verloschen garBei allen Menschenkindern.Sie lehren eitel falsche List,Was Eigenwitz erfindet,Ihr Herz nicht eines Sinnes ist,In Gottis Wort gegründet.Der wählet dies, der ander das,Sie trennen uns ohn alle MaßUnd gleißen schon von außen.Gott wollt ausrotten alle Lahr,Die falschen Schein uns lehren,Dazu ihr Zung stolz offinbarSpricht: Trotz, wer wills uns wehren?Wir haben Recht und Macht allein,Was wir setzen, das gilt gmein,Wer ist, der uns sollt meistern?Darum spricht Gott: Ich muß auf sein,Die Armen sind verstoret,Ihr Seufzen dringt zu mir 'erein,Ich hab ihr Klag erhoret.Mein heilsam Wort soll auf dem PlanGetrost und frisch sie greifen anUnd sein die Kraft der Armen.Das Silber, durchs Feur sieben malBewährt, wird lauter 'funden.Am Gotteswort man 'warten sallDesgleichen alle Stunden.Es will durchs Kreuz bewähret sein,Da wird sein Kraft erkannt und ScheinUnd leucht't stark in die Lande.Das wollst du, Gott, bewahren reinFur diesem argen G'schlechte,Und laß uns dir befohlen sein,Daß sichs in uns nit flechte.Der gottlos Hauf sich umher find't,Wo diese lose Leute sindIn deinem Volk erhaben.

Ach Gott von Himmel, siehe dareinUnd laß dich das erbarmen!Wie wenig sind der Heiligen dein,Verlassen sind wir Armen.Dein Wort man läßt nicht haben wahr,Der Glaub ist auch verloschen garBei allen Menschenkindern.Sie lehren eitel falsche List,Was Eigenwitz erfindet,Ihr Herz nicht eines Sinnes ist,In Gottis Wort gegründet.Der wählet dies, der ander das,Sie trennen uns ohn alle MaßUnd gleißen schon von außen.Gott wollt ausrotten alle Lahr,Die falschen Schein uns lehren,Dazu ihr Zung stolz offinbarSpricht: Trotz, wer wills uns wehren?Wir haben Recht und Macht allein,Was wir setzen, das gilt gmein,Wer ist, der uns sollt meistern?Darum spricht Gott: Ich muß auf sein,Die Armen sind verstoret,Ihr Seufzen dringt zu mir 'erein,Ich hab ihr Klag erhoret.Mein heilsam Wort soll auf dem PlanGetrost und frisch sie greifen anUnd sein die Kraft der Armen.Das Silber, durchs Feur sieben malBewährt, wird lauter 'funden.Am Gotteswort man 'warten sallDesgleichen alle Stunden.Es will durchs Kreuz bewähret sein,Da wird sein Kraft erkannt und ScheinUnd leucht't stark in die Lande.Das wollst du, Gott, bewahren reinFur diesem argen G'schlechte,Und laß uns dir befohlen sein,Daß sichs in uns nit flechte.Der gottlos Hauf sich umher find't,Wo diese lose Leute sindIn deinem Volk erhaben.

Ach Gott von Himmel, siehe dareinUnd laß dich das erbarmen!Wie wenig sind der Heiligen dein,Verlassen sind wir Armen.Dein Wort man läßt nicht haben wahr,Der Glaub ist auch verloschen garBei allen Menschenkindern.

Ach Gott von Himmel, siehe darein

Und laß dich das erbarmen!

Wie wenig sind der Heiligen dein,

Verlassen sind wir Armen.

Dein Wort man läßt nicht haben wahr,

Der Glaub ist auch verloschen gar

Bei allen Menschenkindern.

Sie lehren eitel falsche List,Was Eigenwitz erfindet,Ihr Herz nicht eines Sinnes ist,In Gottis Wort gegründet.Der wählet dies, der ander das,Sie trennen uns ohn alle MaßUnd gleißen schon von außen.

Sie lehren eitel falsche List,

Was Eigenwitz erfindet,

Ihr Herz nicht eines Sinnes ist,

In Gottis Wort gegründet.

Der wählet dies, der ander das,

Sie trennen uns ohn alle Maß

Und gleißen schon von außen.

Gott wollt ausrotten alle Lahr,Die falschen Schein uns lehren,Dazu ihr Zung stolz offinbarSpricht: Trotz, wer wills uns wehren?Wir haben Recht und Macht allein,Was wir setzen, das gilt gmein,Wer ist, der uns sollt meistern?

Gott wollt ausrotten alle Lahr,

Die falschen Schein uns lehren,

Dazu ihr Zung stolz offinbar

Spricht: Trotz, wer wills uns wehren?

Wir haben Recht und Macht allein,

Was wir setzen, das gilt gmein,

Wer ist, der uns sollt meistern?

Darum spricht Gott: Ich muß auf sein,Die Armen sind verstoret,Ihr Seufzen dringt zu mir 'erein,Ich hab ihr Klag erhoret.Mein heilsam Wort soll auf dem PlanGetrost und frisch sie greifen anUnd sein die Kraft der Armen.

Darum spricht Gott: Ich muß auf sein,

Die Armen sind verstoret,

Ihr Seufzen dringt zu mir 'erein,

Ich hab ihr Klag erhoret.

Mein heilsam Wort soll auf dem Plan

Getrost und frisch sie greifen an

Und sein die Kraft der Armen.

Das Silber, durchs Feur sieben malBewährt, wird lauter 'funden.Am Gotteswort man 'warten sallDesgleichen alle Stunden.Es will durchs Kreuz bewähret sein,Da wird sein Kraft erkannt und ScheinUnd leucht't stark in die Lande.

Das Silber, durchs Feur sieben mal

Bewährt, wird lauter 'funden.

Am Gotteswort man 'warten sall

Desgleichen alle Stunden.

Es will durchs Kreuz bewähret sein,

Da wird sein Kraft erkannt und Schein

Und leucht't stark in die Lande.

Das wollst du, Gott, bewahren reinFur diesem argen G'schlechte,Und laß uns dir befohlen sein,Daß sichs in uns nit flechte.Der gottlos Hauf sich umher find't,Wo diese lose Leute sindIn deinem Volk erhaben.

Das wollst du, Gott, bewahren rein

Fur diesem argen G'schlechte,

Und laß uns dir befohlen sein,

Daß sichs in uns nit flechte.

Der gottlos Hauf sich umher find't,

Wo diese lose Leute sind

In deinem Volk erhaben.

Es spricht der Unweisen Mund wohl:Den rechten Gott wir meinen.Doch ist ihr Herz Unglaubens voll,Mit Tat sie ihn verneinen.Ihr Wesen ist verderbet zwar,Fur Gott ist es ein Greuel gar,Es tut ihr keiner kein gut.Gott selb vom Himmel sah 'erabAuf aller Menschen Kinden.Zu schauen sie, er sich begab,Ob er jemand wurd finden,Der sein Verstand gerichtet hätt,Mit Ernst nach Gottes Worten tätUnd fragt nach seinem Willen.Da war niemand auf rechter Bahn,Sie waren all ausschritten,Ein jeder ging nach seinem WahnUnd hielt verlorne Sitten.Es tät ihr keiner doch kein gut,Wie wohl gar viel betrog der Mut,Ihr Tun müßt Gott gefallen.Wie lang wöllen unwissend sein,Die solche Müh aufladen,Und fressen dafür das Volk meinUnd nähren sich mit seim Schaden.Es steht ihr Trauen nicht auf Gott,Sie rufen ihm nicht in der Not,Sie wolln sich selb versorgen.Darum ist ihr Herz nimmer stillUnd steht allzeit in Forchten.Gott bei den Frommen bleiben will,Dem sie mit Glauben g'horchen.Ihr aber schmecht des Armen RatUnd höhnet alles, was er sagt,Daß Gott sein Trost ist worden.Wer soll Israel, dem armen,Zu Zion Heil erlangen?Gott wird sich seins Volks erbarmenUnd lösen, die gefangen.Das wird er tun durch seinen Sohn,Davon wird Jakob Wonne hanUnd Israel sich freuen.

Es spricht der Unweisen Mund wohl:Den rechten Gott wir meinen.Doch ist ihr Herz Unglaubens voll,Mit Tat sie ihn verneinen.Ihr Wesen ist verderbet zwar,Fur Gott ist es ein Greuel gar,Es tut ihr keiner kein gut.Gott selb vom Himmel sah 'erabAuf aller Menschen Kinden.Zu schauen sie, er sich begab,Ob er jemand wurd finden,Der sein Verstand gerichtet hätt,Mit Ernst nach Gottes Worten tätUnd fragt nach seinem Willen.Da war niemand auf rechter Bahn,Sie waren all ausschritten,Ein jeder ging nach seinem WahnUnd hielt verlorne Sitten.Es tät ihr keiner doch kein gut,Wie wohl gar viel betrog der Mut,Ihr Tun müßt Gott gefallen.Wie lang wöllen unwissend sein,Die solche Müh aufladen,Und fressen dafür das Volk meinUnd nähren sich mit seim Schaden.Es steht ihr Trauen nicht auf Gott,Sie rufen ihm nicht in der Not,Sie wolln sich selb versorgen.Darum ist ihr Herz nimmer stillUnd steht allzeit in Forchten.Gott bei den Frommen bleiben will,Dem sie mit Glauben g'horchen.Ihr aber schmecht des Armen RatUnd höhnet alles, was er sagt,Daß Gott sein Trost ist worden.Wer soll Israel, dem armen,Zu Zion Heil erlangen?Gott wird sich seins Volks erbarmenUnd lösen, die gefangen.Das wird er tun durch seinen Sohn,Davon wird Jakob Wonne hanUnd Israel sich freuen.

Es spricht der Unweisen Mund wohl:Den rechten Gott wir meinen.Doch ist ihr Herz Unglaubens voll,Mit Tat sie ihn verneinen.Ihr Wesen ist verderbet zwar,Fur Gott ist es ein Greuel gar,Es tut ihr keiner kein gut.

Es spricht der Unweisen Mund wohl:

Den rechten Gott wir meinen.

Doch ist ihr Herz Unglaubens voll,

Mit Tat sie ihn verneinen.

Ihr Wesen ist verderbet zwar,

Fur Gott ist es ein Greuel gar,

Es tut ihr keiner kein gut.

Gott selb vom Himmel sah 'erabAuf aller Menschen Kinden.Zu schauen sie, er sich begab,Ob er jemand wurd finden,Der sein Verstand gerichtet hätt,Mit Ernst nach Gottes Worten tätUnd fragt nach seinem Willen.

Gott selb vom Himmel sah 'erab

Auf aller Menschen Kinden.

Zu schauen sie, er sich begab,

Ob er jemand wurd finden,

Der sein Verstand gerichtet hätt,

Mit Ernst nach Gottes Worten tät

Und fragt nach seinem Willen.

Da war niemand auf rechter Bahn,Sie waren all ausschritten,Ein jeder ging nach seinem WahnUnd hielt verlorne Sitten.Es tät ihr keiner doch kein gut,Wie wohl gar viel betrog der Mut,Ihr Tun müßt Gott gefallen.

Da war niemand auf rechter Bahn,

Sie waren all ausschritten,

Ein jeder ging nach seinem Wahn

Und hielt verlorne Sitten.

Es tät ihr keiner doch kein gut,

Wie wohl gar viel betrog der Mut,

Ihr Tun müßt Gott gefallen.

Wie lang wöllen unwissend sein,Die solche Müh aufladen,Und fressen dafür das Volk meinUnd nähren sich mit seim Schaden.Es steht ihr Trauen nicht auf Gott,Sie rufen ihm nicht in der Not,Sie wolln sich selb versorgen.

Wie lang wöllen unwissend sein,

Die solche Müh aufladen,

Und fressen dafür das Volk mein

Und nähren sich mit seim Schaden.

Es steht ihr Trauen nicht auf Gott,

Sie rufen ihm nicht in der Not,

Sie wolln sich selb versorgen.

Darum ist ihr Herz nimmer stillUnd steht allzeit in Forchten.Gott bei den Frommen bleiben will,Dem sie mit Glauben g'horchen.Ihr aber schmecht des Armen RatUnd höhnet alles, was er sagt,Daß Gott sein Trost ist worden.

Darum ist ihr Herz nimmer still

Und steht allzeit in Forchten.

Gott bei den Frommen bleiben will,

Dem sie mit Glauben g'horchen.

Ihr aber schmecht des Armen Rat

Und höhnet alles, was er sagt,

Daß Gott sein Trost ist worden.

Wer soll Israel, dem armen,Zu Zion Heil erlangen?Gott wird sich seins Volks erbarmenUnd lösen, die gefangen.Das wird er tun durch seinen Sohn,Davon wird Jakob Wonne hanUnd Israel sich freuen.

Wer soll Israel, dem armen,

Zu Zion Heil erlangen?

Gott wird sich seins Volks erbarmen

Und lösen, die gefangen.

Das wird er tun durch seinen Sohn,

Davon wird Jakob Wonne han

Und Israel sich freuen.

Aus tiefer Not schrei ich zu dir,Herr Gott, erhor mein Rufen;Dein gnädig Ohren kehr zu mirUnd meiner Bitt sie offen'.Denn so du willt das sehen an,Was Sund und Unrecht ist getan,Wer kann, Herr, fur dir bleiben?Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gonst,Die Sunden zu vergeben.Es ist doch unser Tun umsonst,Auch in dem besten Leben.Fur dir niemand sich ruhmen kann,Des muß dich furchten idermannUnd deiner Gnaden leben.Darum auf Gott will hoffen ich,Auf mein Verdienst nicht bauen.Auf ihn mein Herz soll 'lassen sichUnd seiner Güte trauen,Die mir zusagt sein wertes Wort,Das ist mein Trost und treuer Hort,Des will ich allzeit harren.Und ob es währt bis in die NachtUnd wieder an den Morgen,Doch soll mein Herz an Gottes MachtVerzweifeln nicht noch sorgen.So tu' Israel rechter Art,Der aus dem Geist erzeuget ward,Und seines Gotts erharre.Ob bei uns ist der Sunden viel,Bei Gott ist viel mehr Gnaden.Sein Hand zu helfen, hat kein Ziel,Wie groß auch sei der Schaden.Er ist allein der gute Hirt,Der Israel erlosen wirdAus seinen Sunden allen.

Aus tiefer Not schrei ich zu dir,Herr Gott, erhor mein Rufen;Dein gnädig Ohren kehr zu mirUnd meiner Bitt sie offen'.Denn so du willt das sehen an,Was Sund und Unrecht ist getan,Wer kann, Herr, fur dir bleiben?Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gonst,Die Sunden zu vergeben.Es ist doch unser Tun umsonst,Auch in dem besten Leben.Fur dir niemand sich ruhmen kann,Des muß dich furchten idermannUnd deiner Gnaden leben.Darum auf Gott will hoffen ich,Auf mein Verdienst nicht bauen.Auf ihn mein Herz soll 'lassen sichUnd seiner Güte trauen,Die mir zusagt sein wertes Wort,Das ist mein Trost und treuer Hort,Des will ich allzeit harren.Und ob es währt bis in die NachtUnd wieder an den Morgen,Doch soll mein Herz an Gottes MachtVerzweifeln nicht noch sorgen.So tu' Israel rechter Art,Der aus dem Geist erzeuget ward,Und seines Gotts erharre.Ob bei uns ist der Sunden viel,Bei Gott ist viel mehr Gnaden.Sein Hand zu helfen, hat kein Ziel,Wie groß auch sei der Schaden.Er ist allein der gute Hirt,Der Israel erlosen wirdAus seinen Sunden allen.

Aus tiefer Not schrei ich zu dir,Herr Gott, erhor mein Rufen;Dein gnädig Ohren kehr zu mirUnd meiner Bitt sie offen'.Denn so du willt das sehen an,Was Sund und Unrecht ist getan,Wer kann, Herr, fur dir bleiben?

Aus tiefer Not schrei ich zu dir,

Herr Gott, erhor mein Rufen;

Dein gnädig Ohren kehr zu mir

Und meiner Bitt sie offen'.

Denn so du willt das sehen an,

Was Sund und Unrecht ist getan,

Wer kann, Herr, fur dir bleiben?

Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gonst,Die Sunden zu vergeben.Es ist doch unser Tun umsonst,Auch in dem besten Leben.Fur dir niemand sich ruhmen kann,Des muß dich furchten idermannUnd deiner Gnaden leben.

Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gonst,

Die Sunden zu vergeben.

Es ist doch unser Tun umsonst,

Auch in dem besten Leben.

Fur dir niemand sich ruhmen kann,

Des muß dich furchten idermann

Und deiner Gnaden leben.

Darum auf Gott will hoffen ich,Auf mein Verdienst nicht bauen.Auf ihn mein Herz soll 'lassen sichUnd seiner Güte trauen,Die mir zusagt sein wertes Wort,Das ist mein Trost und treuer Hort,Des will ich allzeit harren.

Darum auf Gott will hoffen ich,

Auf mein Verdienst nicht bauen.

Auf ihn mein Herz soll 'lassen sich

Und seiner Güte trauen,

Die mir zusagt sein wertes Wort,

Das ist mein Trost und treuer Hort,

Des will ich allzeit harren.

Und ob es währt bis in die NachtUnd wieder an den Morgen,Doch soll mein Herz an Gottes MachtVerzweifeln nicht noch sorgen.So tu' Israel rechter Art,Der aus dem Geist erzeuget ward,Und seines Gotts erharre.

Und ob es währt bis in die Nacht

Und wieder an den Morgen,

Doch soll mein Herz an Gottes Macht

Verzweifeln nicht noch sorgen.

So tu' Israel rechter Art,

Der aus dem Geist erzeuget ward,

Und seines Gotts erharre.

Ob bei uns ist der Sunden viel,Bei Gott ist viel mehr Gnaden.Sein Hand zu helfen, hat kein Ziel,Wie groß auch sei der Schaden.Er ist allein der gute Hirt,Der Israel erlosen wirdAus seinen Sunden allen.

Ob bei uns ist der Sunden viel,

Bei Gott ist viel mehr Gnaden.

Sein Hand zu helfen, hat kein Ziel,

Wie groß auch sei der Schaden.

Er ist allein der gute Hirt,

Der Israel erlosen wird

Aus seinen Sunden allen.

Es wollt uns Gott genädig seinUnd seinen Segen geben,Sein Antlitz uns mit hellem ScheinErleucht' zum ewigen Leben,Daß wir erkennen seine WerkUnd was ihm 'liebt auf Erden,Und Jesus Christus Heil und StärkBekannt den Heiden werdenUnd sie zu Gott bekehren.So danken, Gott und loben dichDie Heiden uber alle,Und alle Welt, die freue sichUnd sing mit großem Schalle,Daß du auf Erden Richter bistUnd läßt die Sund nicht walten,Dein Wort die Hut und Weide ist,Die alles Volk erhaltenIn rechter Bahn zu wallen.Es danke, Gott, und lobe dichDas Volk in guten Taten,Das Land bringt Frucht und bessert sich,Dein Wort ist wohl geraten.Uns segen' Vater und der Sohn,Uns segen' Gott, der heilig Geist,Dem alle Welt die Ehre tun,Fur ihm sich furchten allermeist.Nu sprecht von Herzen Amen.

Es wollt uns Gott genädig seinUnd seinen Segen geben,Sein Antlitz uns mit hellem ScheinErleucht' zum ewigen Leben,Daß wir erkennen seine WerkUnd was ihm 'liebt auf Erden,Und Jesus Christus Heil und StärkBekannt den Heiden werdenUnd sie zu Gott bekehren.So danken, Gott und loben dichDie Heiden uber alle,Und alle Welt, die freue sichUnd sing mit großem Schalle,Daß du auf Erden Richter bistUnd läßt die Sund nicht walten,Dein Wort die Hut und Weide ist,Die alles Volk erhaltenIn rechter Bahn zu wallen.Es danke, Gott, und lobe dichDas Volk in guten Taten,Das Land bringt Frucht und bessert sich,Dein Wort ist wohl geraten.Uns segen' Vater und der Sohn,Uns segen' Gott, der heilig Geist,Dem alle Welt die Ehre tun,Fur ihm sich furchten allermeist.Nu sprecht von Herzen Amen.

Es wollt uns Gott genädig seinUnd seinen Segen geben,Sein Antlitz uns mit hellem ScheinErleucht' zum ewigen Leben,Daß wir erkennen seine WerkUnd was ihm 'liebt auf Erden,Und Jesus Christus Heil und StärkBekannt den Heiden werdenUnd sie zu Gott bekehren.

Es wollt uns Gott genädig sein

Und seinen Segen geben,

Sein Antlitz uns mit hellem Schein

Erleucht' zum ewigen Leben,

Daß wir erkennen seine Werk

Und was ihm 'liebt auf Erden,

Und Jesus Christus Heil und Stärk

Bekannt den Heiden werden

Und sie zu Gott bekehren.

So danken, Gott und loben dichDie Heiden uber alle,Und alle Welt, die freue sichUnd sing mit großem Schalle,Daß du auf Erden Richter bistUnd läßt die Sund nicht walten,Dein Wort die Hut und Weide ist,Die alles Volk erhaltenIn rechter Bahn zu wallen.

So danken, Gott und loben dich

Die Heiden uber alle,

Und alle Welt, die freue sich

Und sing mit großem Schalle,

Daß du auf Erden Richter bist

Und läßt die Sund nicht walten,

Dein Wort die Hut und Weide ist,

Die alles Volk erhalten

In rechter Bahn zu wallen.

Es danke, Gott, und lobe dichDas Volk in guten Taten,Das Land bringt Frucht und bessert sich,Dein Wort ist wohl geraten.Uns segen' Vater und der Sohn,Uns segen' Gott, der heilig Geist,Dem alle Welt die Ehre tun,Fur ihm sich furchten allermeist.Nu sprecht von Herzen Amen.

Es danke, Gott, und lobe dich

Das Volk in guten Taten,

Das Land bringt Frucht und bessert sich,

Dein Wort ist wohl geraten.

Uns segen' Vater und der Sohn,

Uns segen' Gott, der heilig Geist,

Dem alle Welt die Ehre tun,

Fur ihm sich furchten allermeist.

Nu sprecht von Herzen Amen.

Wohl dem, der in Gottes Furcht stehtUnd der auf seinem Wege geht.Dein eigen Hand dich nähren soll,So lebst du recht und geht dir wohl.Dein Weib wird in deim Hause seinWie ein Reben voll Trauben fein,Und dein' Kinder umb deinen TischWie Ölpflanzen gesund und frisch.Sich, so reich' Segen hangt dem an,Wo in Gottes Furcht lebt ein Mann.Von ihm läßt der alt Fluch und Zorn,Den Menschenkindern angeborn.Aus Zorn wird Gott seg'en dich,Daß du wirst schauen stetiglichDas Gluck der Stadt JerusalemFur Gott in Gnaden angenehm.Fristen wird er das Leben deinUnd mit Gute stets bei dir sein,Daß du sehen wirst Kindes Kind,Und daß Israel Friede find't.

Wohl dem, der in Gottes Furcht stehtUnd der auf seinem Wege geht.Dein eigen Hand dich nähren soll,So lebst du recht und geht dir wohl.Dein Weib wird in deim Hause seinWie ein Reben voll Trauben fein,Und dein' Kinder umb deinen TischWie Ölpflanzen gesund und frisch.Sich, so reich' Segen hangt dem an,Wo in Gottes Furcht lebt ein Mann.Von ihm läßt der alt Fluch und Zorn,Den Menschenkindern angeborn.Aus Zorn wird Gott seg'en dich,Daß du wirst schauen stetiglichDas Gluck der Stadt JerusalemFur Gott in Gnaden angenehm.Fristen wird er das Leben deinUnd mit Gute stets bei dir sein,Daß du sehen wirst Kindes Kind,Und daß Israel Friede find't.

Wohl dem, der in Gottes Furcht stehtUnd der auf seinem Wege geht.Dein eigen Hand dich nähren soll,So lebst du recht und geht dir wohl.

Wohl dem, der in Gottes Furcht steht

Und der auf seinem Wege geht.

Dein eigen Hand dich nähren soll,

So lebst du recht und geht dir wohl.

Dein Weib wird in deim Hause seinWie ein Reben voll Trauben fein,Und dein' Kinder umb deinen TischWie Ölpflanzen gesund und frisch.

Dein Weib wird in deim Hause sein

Wie ein Reben voll Trauben fein,

Und dein' Kinder umb deinen Tisch

Wie Ölpflanzen gesund und frisch.

Sich, so reich' Segen hangt dem an,Wo in Gottes Furcht lebt ein Mann.Von ihm läßt der alt Fluch und Zorn,Den Menschenkindern angeborn.

Sich, so reich' Segen hangt dem an,

Wo in Gottes Furcht lebt ein Mann.

Von ihm läßt der alt Fluch und Zorn,

Den Menschenkindern angeborn.

Aus Zorn wird Gott seg'en dich,Daß du wirst schauen stetiglichDas Gluck der Stadt JerusalemFur Gott in Gnaden angenehm.

Aus Zorn wird Gott seg'en dich,

Daß du wirst schauen stetiglich

Das Gluck der Stadt Jerusalem

Fur Gott in Gnaden angenehm.

Fristen wird er das Leben deinUnd mit Gute stets bei dir sein,Daß du sehen wirst Kindes Kind,Und daß Israel Friede find't.

Fristen wird er das Leben dein

Und mit Gute stets bei dir sein,

Daß du sehen wirst Kindes Kind,

Und daß Israel Friede find't.

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,So soll Israel sagen,Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,Wir hätten mußt verzagen,Die so ein armes Häuflin sind,Veracht't von so viel Menschenkind,Die an uns setzen alle.Auf uns ist so zornig ihr Sinn;Wo Gott hätt das zugeben,Verschlungen hätten sie uns hinMit ganzem Leib und Leben.Wir wär'n, als die ein Flut ersäuftUnd uber die groß Wasser läuftUnd mit Gewalt verschwemmet.Gott Lob und Dank, der nicht zu gab,Daß ihr Schlund uns möcht fangen,Wie ein Vogel des Stricks kommt ab,Ist unser Seel entgangen.Strick ist entzwei, und wir sind frei,Des Herren Namen stehet uns bei,Des Gotts Himmels und Erden.

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,So soll Israel sagen,Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,Wir hätten mußt verzagen,Die so ein armes Häuflin sind,Veracht't von so viel Menschenkind,Die an uns setzen alle.Auf uns ist so zornig ihr Sinn;Wo Gott hätt das zugeben,Verschlungen hätten sie uns hinMit ganzem Leib und Leben.Wir wär'n, als die ein Flut ersäuftUnd uber die groß Wasser läuftUnd mit Gewalt verschwemmet.Gott Lob und Dank, der nicht zu gab,Daß ihr Schlund uns möcht fangen,Wie ein Vogel des Stricks kommt ab,Ist unser Seel entgangen.Strick ist entzwei, und wir sind frei,Des Herren Namen stehet uns bei,Des Gotts Himmels und Erden.

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,So soll Israel sagen,Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,Wir hätten mußt verzagen,Die so ein armes Häuflin sind,Veracht't von so viel Menschenkind,Die an uns setzen alle.

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,

So soll Israel sagen,

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,

Wir hätten mußt verzagen,

Die so ein armes Häuflin sind,

Veracht't von so viel Menschenkind,

Die an uns setzen alle.

Auf uns ist so zornig ihr Sinn;Wo Gott hätt das zugeben,Verschlungen hätten sie uns hinMit ganzem Leib und Leben.Wir wär'n, als die ein Flut ersäuftUnd uber die groß Wasser läuftUnd mit Gewalt verschwemmet.

Auf uns ist so zornig ihr Sinn;

Wo Gott hätt das zugeben,

Verschlungen hätten sie uns hin

Mit ganzem Leib und Leben.

Wir wär'n, als die ein Flut ersäuft

Und uber die groß Wasser läuft

Und mit Gewalt verschwemmet.

Gott Lob und Dank, der nicht zu gab,Daß ihr Schlund uns möcht fangen,Wie ein Vogel des Stricks kommt ab,Ist unser Seel entgangen.Strick ist entzwei, und wir sind frei,Des Herren Namen stehet uns bei,Des Gotts Himmels und Erden.

Gott Lob und Dank, der nicht zu gab,

Daß ihr Schlund uns möcht fangen,

Wie ein Vogel des Stricks kommt ab,

Ist unser Seel entgangen.

Strick ist entzwei, und wir sind frei,

Des Herren Namen stehet uns bei,

Des Gotts Himmels und Erden.

Gelobet seist du, Jesu Christ,Daß du Mensch geboren bistVon einer Jungfrau, das ist wahr,Des freuet sich der Engel Schar.Kyrioleis.Des ewigen Vaters einig KindItzt man in der Krippen find't.In unser armes Fleisch und BlutVerkleidet sich das ewig Gut.Kyrioleis.Den aller Welt Kreis nie beschloß,Der liegt in Maria Schoß.Er ist ein Kindlin worden klein,Der alle Ding erhält allein.Kyrioleis.Das ewig Licht geht da herein,Gibt der Welt ein'n neuen Schein.Es leucht't wohl mitten in der NachtUnd uns des Lichtes Kinder macht.Kyrioleis.Der Sohn des Vaters, Gott von Art,Ein Gast in der Werlet ward,Und fuhrt' uns aus dem Jammertal,Er macht' uns Erben in seim Saal.Kyrioleis.Er ist auf Erden kommen arm,Daß er unser sich erbarmUnd in dem Himmel machet reichUnd seinen lieben Engeln gleich.Kyrioleis.Das hat er alles uns getan,Sein groß Lieb zu zeigen an,Des freu sich alle ChristenheitUnd dank ihm des in Ewigkeit.Kyrioleis.

Gelobet seist du, Jesu Christ,Daß du Mensch geboren bistVon einer Jungfrau, das ist wahr,Des freuet sich der Engel Schar.Kyrioleis.Des ewigen Vaters einig KindItzt man in der Krippen find't.In unser armes Fleisch und BlutVerkleidet sich das ewig Gut.Kyrioleis.Den aller Welt Kreis nie beschloß,Der liegt in Maria Schoß.Er ist ein Kindlin worden klein,Der alle Ding erhält allein.Kyrioleis.Das ewig Licht geht da herein,Gibt der Welt ein'n neuen Schein.Es leucht't wohl mitten in der NachtUnd uns des Lichtes Kinder macht.Kyrioleis.Der Sohn des Vaters, Gott von Art,Ein Gast in der Werlet ward,Und fuhrt' uns aus dem Jammertal,Er macht' uns Erben in seim Saal.Kyrioleis.Er ist auf Erden kommen arm,Daß er unser sich erbarmUnd in dem Himmel machet reichUnd seinen lieben Engeln gleich.Kyrioleis.Das hat er alles uns getan,Sein groß Lieb zu zeigen an,Des freu sich alle ChristenheitUnd dank ihm des in Ewigkeit.Kyrioleis.

Gelobet seist du, Jesu Christ,Daß du Mensch geboren bistVon einer Jungfrau, das ist wahr,Des freuet sich der Engel Schar.Kyrioleis.

Gelobet seist du, Jesu Christ,

Daß du Mensch geboren bist

Von einer Jungfrau, das ist wahr,

Des freuet sich der Engel Schar.

Kyrioleis.

Des ewigen Vaters einig KindItzt man in der Krippen find't.In unser armes Fleisch und BlutVerkleidet sich das ewig Gut.Kyrioleis.

Des ewigen Vaters einig Kind

Itzt man in der Krippen find't.

In unser armes Fleisch und Blut

Verkleidet sich das ewig Gut.

Kyrioleis.

Den aller Welt Kreis nie beschloß,Der liegt in Maria Schoß.Er ist ein Kindlin worden klein,Der alle Ding erhält allein.Kyrioleis.

Den aller Welt Kreis nie beschloß,

Der liegt in Maria Schoß.

Er ist ein Kindlin worden klein,

Der alle Ding erhält allein.

Kyrioleis.

Das ewig Licht geht da herein,Gibt der Welt ein'n neuen Schein.Es leucht't wohl mitten in der NachtUnd uns des Lichtes Kinder macht.Kyrioleis.

Das ewig Licht geht da herein,

Gibt der Welt ein'n neuen Schein.

Es leucht't wohl mitten in der Nacht

Und uns des Lichtes Kinder macht.

Kyrioleis.

Der Sohn des Vaters, Gott von Art,Ein Gast in der Werlet ward,Und fuhrt' uns aus dem Jammertal,Er macht' uns Erben in seim Saal.Kyrioleis.

Der Sohn des Vaters, Gott von Art,

Ein Gast in der Werlet ward,

Und fuhrt' uns aus dem Jammertal,

Er macht' uns Erben in seim Saal.

Kyrioleis.

Er ist auf Erden kommen arm,Daß er unser sich erbarmUnd in dem Himmel machet reichUnd seinen lieben Engeln gleich.Kyrioleis.

Er ist auf Erden kommen arm,

Daß er unser sich erbarm

Und in dem Himmel machet reich

Und seinen lieben Engeln gleich.

Kyrioleis.

Das hat er alles uns getan,Sein groß Lieb zu zeigen an,Des freu sich alle ChristenheitUnd dank ihm des in Ewigkeit.Kyrioleis.

Das hat er alles uns getan,

Sein groß Lieb zu zeigen an,

Des freu sich alle Christenheit

Und dank ihm des in Ewigkeit.

Kyrioleis.

Nu komm, der Heiden Heiland,Der Jungfrauen Kind erkannt,Daß sich wunder' alle Welt,Gott solch Geburt sich bestellt.Nicht von Mann's Blut, noch von Fleisch,Allein von dem heilgen GeistIst Gottes Wort worden ein MenschUnd blüht' ein Frucht Weibs Fleisch.Der Jungfrau Leib schwanger ward,Doch blieb Keuschheit rein bewahrt.Leucht't hervur manch Tugend schon,Gott da war in seinem Thron.Er ging aus der Kammer sein,Dem königlichen Saal so rein,Gott von Art und Mensch, ein Held,Sein'n Weg er zu laufen eilt.Sein Lauf kam vom Vater herUnd kehrt wieder zum Vater,Fuhr hinuntern zu der Hell'Und wieder zu Gottes Stuel.Der du bist dem Vater gleich,Führ hinaus den Sieg im Fleisch,Daß dein ewig Gotts GewaltIn uns das krank Fleisch enthalt.Dein Krippen glänzt hell und klar,Die Nacht gibt ein neu Licht dar,Dunkel muß nicht kommen drein,Der Glaub bleib immer im Schein.Lob sei Gott dem Vater g'ton,Lob sei Gott, seim ein'gen Sohn,Lob sei Gott, dem heiligen Geist,Immer und in Ewigkeit.

Nu komm, der Heiden Heiland,Der Jungfrauen Kind erkannt,Daß sich wunder' alle Welt,Gott solch Geburt sich bestellt.Nicht von Mann's Blut, noch von Fleisch,Allein von dem heilgen GeistIst Gottes Wort worden ein MenschUnd blüht' ein Frucht Weibs Fleisch.Der Jungfrau Leib schwanger ward,Doch blieb Keuschheit rein bewahrt.Leucht't hervur manch Tugend schon,Gott da war in seinem Thron.Er ging aus der Kammer sein,Dem königlichen Saal so rein,Gott von Art und Mensch, ein Held,Sein'n Weg er zu laufen eilt.Sein Lauf kam vom Vater herUnd kehrt wieder zum Vater,Fuhr hinuntern zu der Hell'Und wieder zu Gottes Stuel.Der du bist dem Vater gleich,Führ hinaus den Sieg im Fleisch,Daß dein ewig Gotts GewaltIn uns das krank Fleisch enthalt.Dein Krippen glänzt hell und klar,Die Nacht gibt ein neu Licht dar,Dunkel muß nicht kommen drein,Der Glaub bleib immer im Schein.Lob sei Gott dem Vater g'ton,Lob sei Gott, seim ein'gen Sohn,Lob sei Gott, dem heiligen Geist,Immer und in Ewigkeit.

Nu komm, der Heiden Heiland,Der Jungfrauen Kind erkannt,Daß sich wunder' alle Welt,Gott solch Geburt sich bestellt.

Nu komm, der Heiden Heiland,

Der Jungfrauen Kind erkannt,

Daß sich wunder' alle Welt,

Gott solch Geburt sich bestellt.

Nicht von Mann's Blut, noch von Fleisch,Allein von dem heilgen GeistIst Gottes Wort worden ein MenschUnd blüht' ein Frucht Weibs Fleisch.

Nicht von Mann's Blut, noch von Fleisch,

Allein von dem heilgen Geist

Ist Gottes Wort worden ein Mensch

Und blüht' ein Frucht Weibs Fleisch.

Der Jungfrau Leib schwanger ward,Doch blieb Keuschheit rein bewahrt.Leucht't hervur manch Tugend schon,Gott da war in seinem Thron.

Der Jungfrau Leib schwanger ward,

Doch blieb Keuschheit rein bewahrt.

Leucht't hervur manch Tugend schon,

Gott da war in seinem Thron.

Er ging aus der Kammer sein,Dem königlichen Saal so rein,Gott von Art und Mensch, ein Held,Sein'n Weg er zu laufen eilt.

Er ging aus der Kammer sein,

Dem königlichen Saal so rein,

Gott von Art und Mensch, ein Held,

Sein'n Weg er zu laufen eilt.

Sein Lauf kam vom Vater herUnd kehrt wieder zum Vater,Fuhr hinuntern zu der Hell'Und wieder zu Gottes Stuel.

Sein Lauf kam vom Vater her

Und kehrt wieder zum Vater,

Fuhr hinuntern zu der Hell'

Und wieder zu Gottes Stuel.

Der du bist dem Vater gleich,Führ hinaus den Sieg im Fleisch,Daß dein ewig Gotts GewaltIn uns das krank Fleisch enthalt.

Der du bist dem Vater gleich,

Führ hinaus den Sieg im Fleisch,

Daß dein ewig Gotts Gewalt

In uns das krank Fleisch enthalt.

Dein Krippen glänzt hell und klar,Die Nacht gibt ein neu Licht dar,Dunkel muß nicht kommen drein,Der Glaub bleib immer im Schein.

Dein Krippen glänzt hell und klar,

Die Nacht gibt ein neu Licht dar,

Dunkel muß nicht kommen drein,

Der Glaub bleib immer im Schein.

Lob sei Gott dem Vater g'ton,Lob sei Gott, seim ein'gen Sohn,Lob sei Gott, dem heiligen Geist,Immer und in Ewigkeit.

Lob sei Gott dem Vater g'ton,

Lob sei Gott, seim ein'gen Sohn,

Lob sei Gott, dem heiligen Geist,

Immer und in Ewigkeit.

Christum wir sollen loben schon,Der reinen Magd Marien Sohn,So weit die liebe Sonne leucht'tUnd an aller Welt Ende reicht.Der selig Schöpfer aller DingZog an eins Knechtes Leib gering,Daß er das Fleisch durch Fleisch erworbUnd sein Geschepf nicht all's verdorb.Die göttlich Gnad von Himmel großSich in die keusche Mutter goß.Ein Meidlein trug ein heimlich Pfand,Das der Natur war unbekannt.Das zuchtig Haus des Herzens zartGar bald ein Tempel Gottis ward,Die kein Mann ruhret' noch erkannt',Von Gotts Wort sie man schwanger fand.Die edle Mutter hat geborn,Den Gabriel verhieß zuvorn,Den Sankt Johanns mit Springen zeigt,Da er noch lag in Mutterleib.Er lag im Heu mit Armut groß,Die Krippen hart ihn nicht verdroß.Es ward ein kleine Milch sein Speiß,Der nie ein Voglin hungern ließ.Des Himmels Chör' sich freuen drob,Und die Engel singen Gott Lob.Den armen Hirten wird vermeldtDer Hirt und Schepfer aller Welt.Lob, Ehr und Dank sei dir gesagt,Christe, geborn von reiner Magd,Mit Vater und dem heilgen GeistVon nun an bis in Ewigkeit.

Christum wir sollen loben schon,Der reinen Magd Marien Sohn,So weit die liebe Sonne leucht'tUnd an aller Welt Ende reicht.Der selig Schöpfer aller DingZog an eins Knechtes Leib gering,Daß er das Fleisch durch Fleisch erworbUnd sein Geschepf nicht all's verdorb.Die göttlich Gnad von Himmel großSich in die keusche Mutter goß.Ein Meidlein trug ein heimlich Pfand,Das der Natur war unbekannt.Das zuchtig Haus des Herzens zartGar bald ein Tempel Gottis ward,Die kein Mann ruhret' noch erkannt',Von Gotts Wort sie man schwanger fand.Die edle Mutter hat geborn,Den Gabriel verhieß zuvorn,Den Sankt Johanns mit Springen zeigt,Da er noch lag in Mutterleib.Er lag im Heu mit Armut groß,Die Krippen hart ihn nicht verdroß.Es ward ein kleine Milch sein Speiß,Der nie ein Voglin hungern ließ.Des Himmels Chör' sich freuen drob,Und die Engel singen Gott Lob.Den armen Hirten wird vermeldtDer Hirt und Schepfer aller Welt.Lob, Ehr und Dank sei dir gesagt,Christe, geborn von reiner Magd,Mit Vater und dem heilgen GeistVon nun an bis in Ewigkeit.

Christum wir sollen loben schon,Der reinen Magd Marien Sohn,So weit die liebe Sonne leucht'tUnd an aller Welt Ende reicht.

Christum wir sollen loben schon,

Der reinen Magd Marien Sohn,

So weit die liebe Sonne leucht't

Und an aller Welt Ende reicht.

Der selig Schöpfer aller DingZog an eins Knechtes Leib gering,Daß er das Fleisch durch Fleisch erworbUnd sein Geschepf nicht all's verdorb.

Der selig Schöpfer aller Ding

Zog an eins Knechtes Leib gering,

Daß er das Fleisch durch Fleisch erworb

Und sein Geschepf nicht all's verdorb.

Die göttlich Gnad von Himmel großSich in die keusche Mutter goß.Ein Meidlein trug ein heimlich Pfand,Das der Natur war unbekannt.

Die göttlich Gnad von Himmel groß

Sich in die keusche Mutter goß.

Ein Meidlein trug ein heimlich Pfand,

Das der Natur war unbekannt.

Das zuchtig Haus des Herzens zartGar bald ein Tempel Gottis ward,Die kein Mann ruhret' noch erkannt',Von Gotts Wort sie man schwanger fand.

Das zuchtig Haus des Herzens zart

Gar bald ein Tempel Gottis ward,

Die kein Mann ruhret' noch erkannt',

Von Gotts Wort sie man schwanger fand.

Die edle Mutter hat geborn,Den Gabriel verhieß zuvorn,Den Sankt Johanns mit Springen zeigt,Da er noch lag in Mutterleib.

Die edle Mutter hat geborn,

Den Gabriel verhieß zuvorn,

Den Sankt Johanns mit Springen zeigt,

Da er noch lag in Mutterleib.

Er lag im Heu mit Armut groß,Die Krippen hart ihn nicht verdroß.Es ward ein kleine Milch sein Speiß,Der nie ein Voglin hungern ließ.

Er lag im Heu mit Armut groß,

Die Krippen hart ihn nicht verdroß.

Es ward ein kleine Milch sein Speiß,

Der nie ein Voglin hungern ließ.

Des Himmels Chör' sich freuen drob,Und die Engel singen Gott Lob.Den armen Hirten wird vermeldtDer Hirt und Schepfer aller Welt.

Des Himmels Chör' sich freuen drob,

Und die Engel singen Gott Lob.

Den armen Hirten wird vermeldt

Der Hirt und Schepfer aller Welt.

Lob, Ehr und Dank sei dir gesagt,Christe, geborn von reiner Magd,Mit Vater und dem heilgen GeistVon nun an bis in Ewigkeit.

Lob, Ehr und Dank sei dir gesagt,

Christe, geborn von reiner Magd,

Mit Vater und dem heilgen Geist

Von nun an bis in Ewigkeit.

Jesus Christ, unser Heiland,Der den Tod uberwand,Ist auferstanden,Die Sund hat er gefangen.Kyrieleison.Der ohn Sunden war geborn,Trug fur uns Gottis Zorn,Hat uns versuhnet,Daß Gott uns sein Huld gunnet,Kyrieleison.Tod, Sund, Leben und auch Gnad,All's in Händen er hat;Er kann errettenAlle, die zu ihm treten.Kyrieleison.

Jesus Christ, unser Heiland,Der den Tod uberwand,Ist auferstanden,Die Sund hat er gefangen.Kyrieleison.Der ohn Sunden war geborn,Trug fur uns Gottis Zorn,Hat uns versuhnet,Daß Gott uns sein Huld gunnet,Kyrieleison.Tod, Sund, Leben und auch Gnad,All's in Händen er hat;Er kann errettenAlle, die zu ihm treten.Kyrieleison.

Jesus Christ, unser Heiland,Der den Tod uberwand,Ist auferstanden,Die Sund hat er gefangen.Kyrieleison.

Jesus Christ, unser Heiland,

Der den Tod uberwand,

Ist auferstanden,

Die Sund hat er gefangen.

Kyrieleison.

Der ohn Sunden war geborn,Trug fur uns Gottis Zorn,Hat uns versuhnet,Daß Gott uns sein Huld gunnet,Kyrieleison.

Der ohn Sunden war geborn,

Trug fur uns Gottis Zorn,

Hat uns versuhnet,

Daß Gott uns sein Huld gunnet,

Kyrieleison.

Tod, Sund, Leben und auch Gnad,All's in Händen er hat;Er kann errettenAlle, die zu ihm treten.Kyrieleison.

Tod, Sund, Leben und auch Gnad,

All's in Händen er hat;

Er kann erretten

Alle, die zu ihm treten.

Kyrieleison.

Christ lag in Todesbanden,Fur unser Sund gegeben,Der ist wieder erstandenUnd hat uns bracht das Leben;Des wir sollen frohlich sein,Gott loben und dankbar seinUnd singen Alleluja.Den Tod niemand zwingen kunntBei allen Menschenkinden,Das macht alles unser Sund,Kein Unschuld war zu finden.Davon kam der Tod so baldUnd nahm uber uns Gewalt,Hielt uns in seim Reich gefangen.Jesus Christus, Gottes Sohn,An unser statt ist kommenUnd hat die Sund abgetan,Damit dem Tod genommenAll sein Recht und sein Gewalt,Da bleibt nichts denn Tods Gestalt,Die Stachel hat er verloren.Es war ein wunderlich Krieg,Da Tod und Leben rungen:Das Leben behielt den Sieg,Es hat den Tod verschlungen.Die Schrift hat verkundet das,Wie ein Tod den andern fraß,Ein Spott aus dem Tod ist worden.Hie ist das recht Osterlamm,Davon Gott hat geboten,Das ist an des Kreuzes StammIn heißer Lieb gebroten,Deß Blut zeichnet unser' Tur,Das hält der Glaub dem Tod fur,Der Wurger kann uns nicht rühren.So feiren wir dies hoch FestMit Herzenfreud und Wonne,Das uns der Herr scheinen läßt,Er ist selber die Sonne,Der durch seiner Gnaden GlanzErleucht't unser' Herzen ganz,Der Sunden Nacht ist vergangen.Wir essen und leben wohlIn rechten Osternfladen.Der alte Saurteig nicht sollSein bei dem Wort der Gnaden.Christus will die Koste seinUnd speisen die Seel allein,Der Glaub will keins andern leben.

Christ lag in Todesbanden,Fur unser Sund gegeben,Der ist wieder erstandenUnd hat uns bracht das Leben;Des wir sollen frohlich sein,Gott loben und dankbar seinUnd singen Alleluja.Den Tod niemand zwingen kunntBei allen Menschenkinden,Das macht alles unser Sund,Kein Unschuld war zu finden.Davon kam der Tod so baldUnd nahm uber uns Gewalt,Hielt uns in seim Reich gefangen.Jesus Christus, Gottes Sohn,An unser statt ist kommenUnd hat die Sund abgetan,Damit dem Tod genommenAll sein Recht und sein Gewalt,Da bleibt nichts denn Tods Gestalt,Die Stachel hat er verloren.Es war ein wunderlich Krieg,Da Tod und Leben rungen:Das Leben behielt den Sieg,Es hat den Tod verschlungen.Die Schrift hat verkundet das,Wie ein Tod den andern fraß,Ein Spott aus dem Tod ist worden.Hie ist das recht Osterlamm,Davon Gott hat geboten,Das ist an des Kreuzes StammIn heißer Lieb gebroten,Deß Blut zeichnet unser' Tur,Das hält der Glaub dem Tod fur,Der Wurger kann uns nicht rühren.So feiren wir dies hoch FestMit Herzenfreud und Wonne,Das uns der Herr scheinen läßt,Er ist selber die Sonne,Der durch seiner Gnaden GlanzErleucht't unser' Herzen ganz,Der Sunden Nacht ist vergangen.Wir essen und leben wohlIn rechten Osternfladen.Der alte Saurteig nicht sollSein bei dem Wort der Gnaden.Christus will die Koste seinUnd speisen die Seel allein,Der Glaub will keins andern leben.

Christ lag in Todesbanden,Fur unser Sund gegeben,Der ist wieder erstandenUnd hat uns bracht das Leben;Des wir sollen frohlich sein,Gott loben und dankbar seinUnd singen Alleluja.

Christ lag in Todesbanden,

Fur unser Sund gegeben,

Der ist wieder erstanden

Und hat uns bracht das Leben;

Des wir sollen frohlich sein,

Gott loben und dankbar sein

Und singen Alleluja.

Den Tod niemand zwingen kunntBei allen Menschenkinden,Das macht alles unser Sund,Kein Unschuld war zu finden.Davon kam der Tod so baldUnd nahm uber uns Gewalt,Hielt uns in seim Reich gefangen.

Den Tod niemand zwingen kunnt

Bei allen Menschenkinden,

Das macht alles unser Sund,

Kein Unschuld war zu finden.

Davon kam der Tod so bald

Und nahm uber uns Gewalt,

Hielt uns in seim Reich gefangen.

Jesus Christus, Gottes Sohn,An unser statt ist kommenUnd hat die Sund abgetan,Damit dem Tod genommenAll sein Recht und sein Gewalt,Da bleibt nichts denn Tods Gestalt,Die Stachel hat er verloren.

Jesus Christus, Gottes Sohn,

An unser statt ist kommen

Und hat die Sund abgetan,

Damit dem Tod genommen

All sein Recht und sein Gewalt,

Da bleibt nichts denn Tods Gestalt,

Die Stachel hat er verloren.

Es war ein wunderlich Krieg,Da Tod und Leben rungen:Das Leben behielt den Sieg,Es hat den Tod verschlungen.Die Schrift hat verkundet das,Wie ein Tod den andern fraß,Ein Spott aus dem Tod ist worden.

Es war ein wunderlich Krieg,

Da Tod und Leben rungen:

Das Leben behielt den Sieg,

Es hat den Tod verschlungen.

Die Schrift hat verkundet das,

Wie ein Tod den andern fraß,

Ein Spott aus dem Tod ist worden.

Hie ist das recht Osterlamm,Davon Gott hat geboten,Das ist an des Kreuzes StammIn heißer Lieb gebroten,Deß Blut zeichnet unser' Tur,Das hält der Glaub dem Tod fur,Der Wurger kann uns nicht rühren.

Hie ist das recht Osterlamm,

Davon Gott hat geboten,

Das ist an des Kreuzes Stamm

In heißer Lieb gebroten,

Deß Blut zeichnet unser' Tur,

Das hält der Glaub dem Tod fur,

Der Wurger kann uns nicht rühren.

So feiren wir dies hoch FestMit Herzenfreud und Wonne,Das uns der Herr scheinen läßt,Er ist selber die Sonne,Der durch seiner Gnaden GlanzErleucht't unser' Herzen ganz,Der Sunden Nacht ist vergangen.

So feiren wir dies hoch Fest

Mit Herzenfreud und Wonne,

Das uns der Herr scheinen läßt,

Er ist selber die Sonne,

Der durch seiner Gnaden Glanz

Erleucht't unser' Herzen ganz,

Der Sunden Nacht ist vergangen.

Wir essen und leben wohlIn rechten Osternfladen.Der alte Saurteig nicht sollSein bei dem Wort der Gnaden.Christus will die Koste seinUnd speisen die Seel allein,Der Glaub will keins andern leben.

Wir essen und leben wohl

In rechten Osternfladen.

Der alte Saurteig nicht soll

Sein bei dem Wort der Gnaden.

Christus will die Koste sein

Und speisen die Seel allein,

Der Glaub will keins andern leben.

Komm, Gott Schepfer, heiliger Geist,Besuch das Herz der Menschen dein,Mit Gnaden sie full', wie du weißt,Daß [sie] dein' Geschepf' vor hin sein.Denn du bist der Tröster genannt,Des Allerhöchsten Gabe teur,Ein geistlich Salb, an uns gewandt,Ein lebend Brunn, Lieb und Feur.Zund uns ein Licht an im Verstand,Gib uns ins Herz der Liebe Brunst,Das schwach Fleisch in uns, dir bekannt,Erhalt fest dein Kraft und Gunst.Du bist mit Gaben siebenfaltDer Finger an Gotts rechter Hand,Des Vaters Wort gibst du gar baldMit Zungen in alle Land.Des Feindes List treib von uns fern,Den Fried' schaff bei uns deine Gnad,Daß wir dein'm Leiten folgen gernUnd meiden der Seelen Schad.Lehr uns den Vater kennen wohl,Dazu Jesu Christ, seinen Sohn,Daß wir des Glaubens werden voll,Dich, beider Geist, zu verstohn.Gott Vater sei Lob und dem Sohn,Der von den Toten auferstund,Dem Tröster sei dasselb getonIn Ewigkeit alle Stund.

Komm, Gott Schepfer, heiliger Geist,Besuch das Herz der Menschen dein,Mit Gnaden sie full', wie du weißt,Daß [sie] dein' Geschepf' vor hin sein.Denn du bist der Tröster genannt,Des Allerhöchsten Gabe teur,Ein geistlich Salb, an uns gewandt,Ein lebend Brunn, Lieb und Feur.Zund uns ein Licht an im Verstand,Gib uns ins Herz der Liebe Brunst,Das schwach Fleisch in uns, dir bekannt,Erhalt fest dein Kraft und Gunst.Du bist mit Gaben siebenfaltDer Finger an Gotts rechter Hand,Des Vaters Wort gibst du gar baldMit Zungen in alle Land.Des Feindes List treib von uns fern,Den Fried' schaff bei uns deine Gnad,Daß wir dein'm Leiten folgen gernUnd meiden der Seelen Schad.Lehr uns den Vater kennen wohl,Dazu Jesu Christ, seinen Sohn,Daß wir des Glaubens werden voll,Dich, beider Geist, zu verstohn.Gott Vater sei Lob und dem Sohn,Der von den Toten auferstund,Dem Tröster sei dasselb getonIn Ewigkeit alle Stund.

Komm, Gott Schepfer, heiliger Geist,Besuch das Herz der Menschen dein,Mit Gnaden sie full', wie du weißt,Daß [sie] dein' Geschepf' vor hin sein.

Komm, Gott Schepfer, heiliger Geist,

Besuch das Herz der Menschen dein,

Mit Gnaden sie full', wie du weißt,

Daß [sie] dein' Geschepf' vor hin sein.

Denn du bist der Tröster genannt,Des Allerhöchsten Gabe teur,Ein geistlich Salb, an uns gewandt,Ein lebend Brunn, Lieb und Feur.

Denn du bist der Tröster genannt,

Des Allerhöchsten Gabe teur,

Ein geistlich Salb, an uns gewandt,

Ein lebend Brunn, Lieb und Feur.

Zund uns ein Licht an im Verstand,Gib uns ins Herz der Liebe Brunst,Das schwach Fleisch in uns, dir bekannt,Erhalt fest dein Kraft und Gunst.

Zund uns ein Licht an im Verstand,

Gib uns ins Herz der Liebe Brunst,

Das schwach Fleisch in uns, dir bekannt,

Erhalt fest dein Kraft und Gunst.

Du bist mit Gaben siebenfaltDer Finger an Gotts rechter Hand,Des Vaters Wort gibst du gar baldMit Zungen in alle Land.

Du bist mit Gaben siebenfalt

Der Finger an Gotts rechter Hand,

Des Vaters Wort gibst du gar bald

Mit Zungen in alle Land.

Des Feindes List treib von uns fern,Den Fried' schaff bei uns deine Gnad,Daß wir dein'm Leiten folgen gernUnd meiden der Seelen Schad.

Des Feindes List treib von uns fern,

Den Fried' schaff bei uns deine Gnad,

Daß wir dein'm Leiten folgen gern

Und meiden der Seelen Schad.

Lehr uns den Vater kennen wohl,Dazu Jesu Christ, seinen Sohn,Daß wir des Glaubens werden voll,Dich, beider Geist, zu verstohn.

Lehr uns den Vater kennen wohl,

Dazu Jesu Christ, seinen Sohn,

Daß wir des Glaubens werden voll,

Dich, beider Geist, zu verstohn.

Gott Vater sei Lob und dem Sohn,Der von den Toten auferstund,Dem Tröster sei dasselb getonIn Ewigkeit alle Stund.

Gott Vater sei Lob und dem Sohn,

Der von den Toten auferstund,

Dem Tröster sei dasselb geton

In Ewigkeit alle Stund.

Komm, heiliger Geist, Herre Gott,Erfull mit deiner Gnaden GutDeiner Gläubgen Herz, Mut und Sinn,Dein brunstig Lieb entzund in ihn'n,O Herr, durch deines Lichtes GlastZu dem Glauben versammlet hastDas Volk aus aller Welt Zungen,Das sei dir, Herr, zu Lob gesungen.Alleluja, Alleluja.Du heiliges Licht, edler Hort,Laß uns leuchten des Lebens WortUnd lern uns Gott recht erkennen,Von Herzen Vater ihn nennen.O Herr, behut fur fremder Lehr,Daß wir nicht Meister suchen mehrDenn Jesum mit rechtem GlaubenUnd ihm aus ganzer Macht vertrauen.Alleluja, Alleluja.Du heilige Brunst, sußer Trost,Nu hilf uns frohlich und getrost,In deim Dienst beständig bleiben,Die Trubsal uns nicht abtreiben.O Herr, durch dein Kraft uns bereit'Und stärk des Fleisches Blodigkeit,Daß wir hie ritterlich ringen,Durch Tod und Leben zu dir dringen.Alleluja, Alleluja.

Komm, heiliger Geist, Herre Gott,Erfull mit deiner Gnaden GutDeiner Gläubgen Herz, Mut und Sinn,Dein brunstig Lieb entzund in ihn'n,O Herr, durch deines Lichtes GlastZu dem Glauben versammlet hastDas Volk aus aller Welt Zungen,Das sei dir, Herr, zu Lob gesungen.Alleluja, Alleluja.Du heiliges Licht, edler Hort,Laß uns leuchten des Lebens WortUnd lern uns Gott recht erkennen,Von Herzen Vater ihn nennen.O Herr, behut fur fremder Lehr,Daß wir nicht Meister suchen mehrDenn Jesum mit rechtem GlaubenUnd ihm aus ganzer Macht vertrauen.Alleluja, Alleluja.Du heilige Brunst, sußer Trost,Nu hilf uns frohlich und getrost,In deim Dienst beständig bleiben,Die Trubsal uns nicht abtreiben.O Herr, durch dein Kraft uns bereit'Und stärk des Fleisches Blodigkeit,Daß wir hie ritterlich ringen,Durch Tod und Leben zu dir dringen.Alleluja, Alleluja.

Komm, heiliger Geist, Herre Gott,Erfull mit deiner Gnaden GutDeiner Gläubgen Herz, Mut und Sinn,Dein brunstig Lieb entzund in ihn'n,O Herr, durch deines Lichtes GlastZu dem Glauben versammlet hastDas Volk aus aller Welt Zungen,Das sei dir, Herr, zu Lob gesungen.Alleluja, Alleluja.

Komm, heiliger Geist, Herre Gott,

Erfull mit deiner Gnaden Gut

Deiner Gläubgen Herz, Mut und Sinn,

Dein brunstig Lieb entzund in ihn'n,

O Herr, durch deines Lichtes Glast

Zu dem Glauben versammlet hast

Das Volk aus aller Welt Zungen,

Das sei dir, Herr, zu Lob gesungen.

Alleluja, Alleluja.

Du heiliges Licht, edler Hort,Laß uns leuchten des Lebens WortUnd lern uns Gott recht erkennen,Von Herzen Vater ihn nennen.O Herr, behut fur fremder Lehr,Daß wir nicht Meister suchen mehrDenn Jesum mit rechtem GlaubenUnd ihm aus ganzer Macht vertrauen.Alleluja, Alleluja.

Du heiliges Licht, edler Hort,

Laß uns leuchten des Lebens Wort

Und lern uns Gott recht erkennen,

Von Herzen Vater ihn nennen.

O Herr, behut fur fremder Lehr,

Daß wir nicht Meister suchen mehr

Denn Jesum mit rechtem Glauben

Und ihm aus ganzer Macht vertrauen.

Alleluja, Alleluja.

Du heilige Brunst, sußer Trost,Nu hilf uns frohlich und getrost,In deim Dienst beständig bleiben,Die Trubsal uns nicht abtreiben.O Herr, durch dein Kraft uns bereit'Und stärk des Fleisches Blodigkeit,Daß wir hie ritterlich ringen,Durch Tod und Leben zu dir dringen.Alleluja, Alleluja.

Du heilige Brunst, sußer Trost,

Nu hilf uns frohlich und getrost,

In deim Dienst beständig bleiben,

Die Trubsal uns nicht abtreiben.

O Herr, durch dein Kraft uns bereit'

Und stärk des Fleisches Blodigkeit,

Daß wir hie ritterlich ringen,

Durch Tod und Leben zu dir dringen.

Alleluja, Alleluja.

Nu bitten wir den heiligen GeistUmb den rechten Glauben allermeist,Daß er uns behute an unserm Ende,Wenn wir heim fahrn aus diesem Elende.Kyrioleis.Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,Lern uns Jesum Christ kennen allein,Daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,Der uns 'bracht hat zum rechten Vaterland.Kyrioleis.Du suße Lieb, schenk uns deine Gunst,Laß uns empfinden der Liebe Brunst,Daß wir uns von Herzen einander liebenUnd im Friede auf einem Sinn bleiben.Kyrioleis.Du hochster Troster in aller Not,Hilf, daß wir nicht furchten Schand noch Tod,Daß in uns die Sinnen nicht verzagen,Wenn der Feind wird das Leben verklagen.Kyrioleis.

Nu bitten wir den heiligen GeistUmb den rechten Glauben allermeist,Daß er uns behute an unserm Ende,Wenn wir heim fahrn aus diesem Elende.Kyrioleis.Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,Lern uns Jesum Christ kennen allein,Daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,Der uns 'bracht hat zum rechten Vaterland.Kyrioleis.Du suße Lieb, schenk uns deine Gunst,Laß uns empfinden der Liebe Brunst,Daß wir uns von Herzen einander liebenUnd im Friede auf einem Sinn bleiben.Kyrioleis.Du hochster Troster in aller Not,Hilf, daß wir nicht furchten Schand noch Tod,Daß in uns die Sinnen nicht verzagen,Wenn der Feind wird das Leben verklagen.Kyrioleis.

Nu bitten wir den heiligen GeistUmb den rechten Glauben allermeist,Daß er uns behute an unserm Ende,Wenn wir heim fahrn aus diesem Elende.Kyrioleis.

Nu bitten wir den heiligen Geist

Umb den rechten Glauben allermeist,

Daß er uns behute an unserm Ende,

Wenn wir heim fahrn aus diesem Elende.

Kyrioleis.

Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,Lern uns Jesum Christ kennen allein,Daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,Der uns 'bracht hat zum rechten Vaterland.Kyrioleis.

Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,

Lern uns Jesum Christ kennen allein,

Daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,

Der uns 'bracht hat zum rechten Vaterland.

Kyrioleis.

Du suße Lieb, schenk uns deine Gunst,Laß uns empfinden der Liebe Brunst,Daß wir uns von Herzen einander liebenUnd im Friede auf einem Sinn bleiben.Kyrioleis.

Du suße Lieb, schenk uns deine Gunst,

Laß uns empfinden der Liebe Brunst,

Daß wir uns von Herzen einander lieben

Und im Friede auf einem Sinn bleiben.

Kyrioleis.

Du hochster Troster in aller Not,Hilf, daß wir nicht furchten Schand noch Tod,Daß in uns die Sinnen nicht verzagen,Wenn der Feind wird das Leben verklagen.Kyrioleis.

Du hochster Troster in aller Not,

Hilf, daß wir nicht furchten Schand noch Tod,

Daß in uns die Sinnen nicht verzagen,

Wenn der Feind wird das Leben verklagen.

Kyrioleis.

Jesus Christus, unser Heiland,Der von uns den Zorn Gottis wandt,Durch das bitter Leiden seinHalf er uns aus der Höllen Pein.Daß wir nimmer des vergessen,Gab er uns sein'n Leib zu essen,Verborgen im Brot so klein,Und zu trinken sein Blut im Wein.Wer sich zu dem Tisch will machen,Der hab wohl acht auf sein' Sachen:Wer unwirdig hie zu geht,Fur das Leben den Tod empfäht.Du sollt Gott den Vater preisen,Daß er dich so wohl wollt speisenUnd fur deine MissetatIn den Tod sein'n Sohn geben hat.Du sollt gläuben und nicht wanken,Daß ein Speise sei der Kranken,Den' ihr Herz von Sunden schwerUnd fur Angst ist betrubet sehr.Solch groß Gnad und BarmherzigkeitSucht ein Herz in großer Ärbeit:Ist dir wohl, so bleib davon,Daß du nicht kriegest bosen Lohn.Er spricht selber: »Kommt, ihr Armen,Laßt mich uber euch erbarmen,Kein Arzt ist dem Starken not,Sein Kunst wird an ihm gar ein Spott.Hättst du dir was 'kunnt erwerben,Was durft dann ich fur dich sterben?Dieser Tisch auch dir nicht gilt,So du selber dir helfen willt.«Gläubst du das von Herzen GrundeUnd bekennest mit dem Munde,So bist du recht wohl geschickt,Und die Speise dein Seel erquickt.Die Frucht soll auch nit ausbleiben:Deinen Nähsten sollt du lieben,Daß er dein' genießen kann,Wie dein Gott hat an dir getan.

Jesus Christus, unser Heiland,Der von uns den Zorn Gottis wandt,Durch das bitter Leiden seinHalf er uns aus der Höllen Pein.Daß wir nimmer des vergessen,Gab er uns sein'n Leib zu essen,Verborgen im Brot so klein,Und zu trinken sein Blut im Wein.Wer sich zu dem Tisch will machen,Der hab wohl acht auf sein' Sachen:Wer unwirdig hie zu geht,Fur das Leben den Tod empfäht.Du sollt Gott den Vater preisen,Daß er dich so wohl wollt speisenUnd fur deine MissetatIn den Tod sein'n Sohn geben hat.Du sollt gläuben und nicht wanken,Daß ein Speise sei der Kranken,Den' ihr Herz von Sunden schwerUnd fur Angst ist betrubet sehr.Solch groß Gnad und BarmherzigkeitSucht ein Herz in großer Ärbeit:Ist dir wohl, so bleib davon,Daß du nicht kriegest bosen Lohn.Er spricht selber: »Kommt, ihr Armen,Laßt mich uber euch erbarmen,Kein Arzt ist dem Starken not,Sein Kunst wird an ihm gar ein Spott.Hättst du dir was 'kunnt erwerben,Was durft dann ich fur dich sterben?Dieser Tisch auch dir nicht gilt,So du selber dir helfen willt.«Gläubst du das von Herzen GrundeUnd bekennest mit dem Munde,So bist du recht wohl geschickt,Und die Speise dein Seel erquickt.Die Frucht soll auch nit ausbleiben:Deinen Nähsten sollt du lieben,Daß er dein' genießen kann,Wie dein Gott hat an dir getan.

Jesus Christus, unser Heiland,Der von uns den Zorn Gottis wandt,Durch das bitter Leiden seinHalf er uns aus der Höllen Pein.

Jesus Christus, unser Heiland,

Der von uns den Zorn Gottis wandt,

Durch das bitter Leiden sein

Half er uns aus der Höllen Pein.

Daß wir nimmer des vergessen,Gab er uns sein'n Leib zu essen,Verborgen im Brot so klein,Und zu trinken sein Blut im Wein.

Daß wir nimmer des vergessen,

Gab er uns sein'n Leib zu essen,

Verborgen im Brot so klein,

Und zu trinken sein Blut im Wein.

Wer sich zu dem Tisch will machen,Der hab wohl acht auf sein' Sachen:Wer unwirdig hie zu geht,Fur das Leben den Tod empfäht.

Wer sich zu dem Tisch will machen,

Der hab wohl acht auf sein' Sachen:

Wer unwirdig hie zu geht,

Fur das Leben den Tod empfäht.

Du sollt Gott den Vater preisen,Daß er dich so wohl wollt speisenUnd fur deine MissetatIn den Tod sein'n Sohn geben hat.

Du sollt Gott den Vater preisen,

Daß er dich so wohl wollt speisen

Und fur deine Missetat

In den Tod sein'n Sohn geben hat.

Du sollt gläuben und nicht wanken,Daß ein Speise sei der Kranken,Den' ihr Herz von Sunden schwerUnd fur Angst ist betrubet sehr.

Du sollt gläuben und nicht wanken,

Daß ein Speise sei der Kranken,

Den' ihr Herz von Sunden schwer

Und fur Angst ist betrubet sehr.

Solch groß Gnad und BarmherzigkeitSucht ein Herz in großer Ärbeit:Ist dir wohl, so bleib davon,Daß du nicht kriegest bosen Lohn.

Solch groß Gnad und Barmherzigkeit

Sucht ein Herz in großer Ärbeit:

Ist dir wohl, so bleib davon,

Daß du nicht kriegest bosen Lohn.

Er spricht selber: »Kommt, ihr Armen,Laßt mich uber euch erbarmen,Kein Arzt ist dem Starken not,Sein Kunst wird an ihm gar ein Spott.

Er spricht selber: »Kommt, ihr Armen,

Laßt mich uber euch erbarmen,

Kein Arzt ist dem Starken not,

Sein Kunst wird an ihm gar ein Spott.

Hättst du dir was 'kunnt erwerben,Was durft dann ich fur dich sterben?Dieser Tisch auch dir nicht gilt,So du selber dir helfen willt.«

Hättst du dir was 'kunnt erwerben,

Was durft dann ich fur dich sterben?

Dieser Tisch auch dir nicht gilt,

So du selber dir helfen willt.«

Gläubst du das von Herzen GrundeUnd bekennest mit dem Munde,So bist du recht wohl geschickt,Und die Speise dein Seel erquickt.

Gläubst du das von Herzen Grunde

Und bekennest mit dem Munde,

So bist du recht wohl geschickt,

Und die Speise dein Seel erquickt.

Die Frucht soll auch nit ausbleiben:Deinen Nähsten sollt du lieben,Daß er dein' genießen kann,Wie dein Gott hat an dir getan.

Die Frucht soll auch nit ausbleiben:

Deinen Nähsten sollt du lieben,

Daß er dein' genießen kann,

Wie dein Gott hat an dir getan.


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