Behüte Gott das deutsche VolkIn seiner Ehr' und stolzen Kraft.Behüt es Gott in seiner weisenTreuen Völkerführerschaft!Auf seiner Wacht, daß allerwärtsDer Menschen Freiheit sich erneue:Das große Volk, das deutsche Volk,Behüt es Gott in seiner Treue!Behüte Gott das deutsche VolkIn seines Hauses frohem Rat,In seiner Herzensinnigkeit,In seines Fleißes reicher Tat!Behüte Gott, daß nie der ZwietrachtGrauser Dämon es berücke!Das freie Volk, das deutsche Volk,Behüt es Gott in seinem Glücke!Behüte du das deutsche Volk,O Gott, in deiner Liebe HuldVor zagem Zweifel an sein Heil,Behüt es, Herr, vor aller Schuld!Verleih ihm kindliche Zuversicht,Wie reinen Herzen sie beschieden.Das edle Volk, das deutsche Volk,Behüt es Gott in seinem Frieden!Das deutsche Volk, behüt es Gott!Bis es in der Vollendung LichtDen Ölzweig wahrer MenschlichkeitErlösend um den Erdball flicht.In wilder Zeiten Sturm und Not,In Streit und Sieges Morgenrot,Das schwergeprüfte, hehre Volk,Mein deutsches Volk, behüt es Gott!
Behüte Gott das deutsche VolkIn seiner Ehr' und stolzen Kraft.Behüt es Gott in seiner weisenTreuen Völkerführerschaft!Auf seiner Wacht, daß allerwärtsDer Menschen Freiheit sich erneue:Das große Volk, das deutsche Volk,Behüt es Gott in seiner Treue!Behüte Gott das deutsche VolkIn seines Hauses frohem Rat,In seiner Herzensinnigkeit,In seines Fleißes reicher Tat!Behüte Gott, daß nie der ZwietrachtGrauser Dämon es berücke!Das freie Volk, das deutsche Volk,Behüt es Gott in seinem Glücke!Behüte du das deutsche Volk,O Gott, in deiner Liebe HuldVor zagem Zweifel an sein Heil,Behüt es, Herr, vor aller Schuld!Verleih ihm kindliche Zuversicht,Wie reinen Herzen sie beschieden.Das edle Volk, das deutsche Volk,Behüt es Gott in seinem Frieden!Das deutsche Volk, behüt es Gott!Bis es in der Vollendung LichtDen Ölzweig wahrer MenschlichkeitErlösend um den Erdball flicht.In wilder Zeiten Sturm und Not,In Streit und Sieges Morgenrot,Das schwergeprüfte, hehre Volk,Mein deutsches Volk, behüt es Gott!
Behüte Gott das deutsche VolkIn seiner Ehr' und stolzen Kraft.Behüt es Gott in seiner weisenTreuen Völkerführerschaft!Auf seiner Wacht, daß allerwärtsDer Menschen Freiheit sich erneue:Das große Volk, das deutsche Volk,Behüt es Gott in seiner Treue!
Behüte Gott das deutsche VolkIn seines Hauses frohem Rat,In seiner Herzensinnigkeit,In seines Fleißes reicher Tat!Behüte Gott, daß nie der ZwietrachtGrauser Dämon es berücke!Das freie Volk, das deutsche Volk,Behüt es Gott in seinem Glücke!
Behüte du das deutsche Volk,O Gott, in deiner Liebe HuldVor zagem Zweifel an sein Heil,Behüt es, Herr, vor aller Schuld!Verleih ihm kindliche Zuversicht,Wie reinen Herzen sie beschieden.Das edle Volk, das deutsche Volk,Behüt es Gott in seinem Frieden!
Das deutsche Volk, behüt es Gott!Bis es in der Vollendung LichtDen Ölzweig wahrer MenschlichkeitErlösend um den Erdball flicht.In wilder Zeiten Sturm und Not,In Streit und Sieges Morgenrot,Das schwergeprüfte, hehre Volk,Mein deutsches Volk, behüt es Gott!
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Ich ging im Frühling aus,Da stachen die Gräser hervor,Da schlugen die Bäume aus,Da schossen die Halme empor.Ihr Herrn, ich lachte nicht,Ich kam verwundert zurück.Das ist — ich wette! — vom Wicht,Dem Amor, ein Schelmenstück!
Ich ging im Frühling aus,Da stachen die Gräser hervor,Da schlugen die Bäume aus,Da schossen die Halme empor.Ihr Herrn, ich lachte nicht,Ich kam verwundert zurück.Das ist — ich wette! — vom Wicht,Dem Amor, ein Schelmenstück!
Ich ging im Frühling aus,Da stachen die Gräser hervor,Da schlugen die Bäume aus,Da schossen die Halme empor.Ihr Herrn, ich lachte nicht,Ich kam verwundert zurück.Das ist — ich wette! — vom Wicht,Dem Amor, ein Schelmenstück!
Zur Morgenfrüh' hab' ich erlebtWohl eine liebe Freude,Zwei Mägdlein standen am Gartenzaun,Das eine war blond, das andere braun;Und sie gefielen mir beide.Das eine war ernst gegürtet und blaß,Gehüllt in dunkle Seide,Das andre leicht geschürzt und bunt,Mit Veilchenaug' und Rosenmund;Und sie gefielen mir beide.Da scholl von der Kirche GlockenklangZum Jubel oder zum Leide,Die eine erglüht und betet leis,Die andre trillert muntere Weis';Und sie gefielen mir beide.Da scherzten zu Paaren in LiebeslustDie Schäflein auf grüner Weide,Die eine senkt das Auge mild,Die andre hüpft und jauchzet wild;Und sie gefielen mir beide.Da kam ein Vöglein geflogen herbei,Sich bergend im nahen Getreide,Die eine horcht dem fröhlichen Sang,Die andre hebt den Arm zum Fang;Und sie gefielen mir beide.Da neigte ich, bettelnd um einen Kuß,Mich über des Zaunes Scheide;Die eine blickte mit strafendem Stolz,Die andere blinzelte gegen das Holz;Und sie gefielen mir beide.
Zur Morgenfrüh' hab' ich erlebtWohl eine liebe Freude,Zwei Mägdlein standen am Gartenzaun,Das eine war blond, das andere braun;Und sie gefielen mir beide.Das eine war ernst gegürtet und blaß,Gehüllt in dunkle Seide,Das andre leicht geschürzt und bunt,Mit Veilchenaug' und Rosenmund;Und sie gefielen mir beide.Da scholl von der Kirche GlockenklangZum Jubel oder zum Leide,Die eine erglüht und betet leis,Die andre trillert muntere Weis';Und sie gefielen mir beide.Da scherzten zu Paaren in LiebeslustDie Schäflein auf grüner Weide,Die eine senkt das Auge mild,Die andre hüpft und jauchzet wild;Und sie gefielen mir beide.Da kam ein Vöglein geflogen herbei,Sich bergend im nahen Getreide,Die eine horcht dem fröhlichen Sang,Die andre hebt den Arm zum Fang;Und sie gefielen mir beide.Da neigte ich, bettelnd um einen Kuß,Mich über des Zaunes Scheide;Die eine blickte mit strafendem Stolz,Die andere blinzelte gegen das Holz;Und sie gefielen mir beide.
Zur Morgenfrüh' hab' ich erlebtWohl eine liebe Freude,Zwei Mägdlein standen am Gartenzaun,Das eine war blond, das andere braun;Und sie gefielen mir beide.
Das eine war ernst gegürtet und blaß,Gehüllt in dunkle Seide,Das andre leicht geschürzt und bunt,Mit Veilchenaug' und Rosenmund;Und sie gefielen mir beide.
Da scholl von der Kirche GlockenklangZum Jubel oder zum Leide,Die eine erglüht und betet leis,Die andre trillert muntere Weis';Und sie gefielen mir beide.
Da scherzten zu Paaren in LiebeslustDie Schäflein auf grüner Weide,Die eine senkt das Auge mild,Die andre hüpft und jauchzet wild;Und sie gefielen mir beide.
Da kam ein Vöglein geflogen herbei,Sich bergend im nahen Getreide,Die eine horcht dem fröhlichen Sang,Die andre hebt den Arm zum Fang;Und sie gefielen mir beide.
Da neigte ich, bettelnd um einen Kuß,Mich über des Zaunes Scheide;Die eine blickte mit strafendem Stolz,Die andere blinzelte gegen das Holz;Und sie gefielen mir beide.
Ein Knab' ging hinausVon Vaters Haus,Eine Jungfrau wollt' er suchen.Er schritt fürbaßDie Heeresstraß',Auf der Straßen lagen die Steine.Er nahm den PfadWohl in die Stadt,Eine Jungfrau wollt' er suchen.Er sah mit GierViel goldne Zier,Viel hohe Türme ragen.Drauf zog er baldZum grünen Wald,Eine Jungfrau wollt' er suchen.Im SchattenlandManch Blümlein stand,Auf den Bäumen die Vögel sangen.Zu Berg und Tal,Auf Burg und WallEine Jungfrau wollt' er suchen.Sein Wanderstab,Der schliff sich ab,Neun Paar Schuh hat er zertreten.Mit bloßem FußUnd müdem GrußEr ging in eine Hütten.Er sah in der WiegenEin Mägdlein liegen,Die Jungfrau hat er gefunden.
Ein Knab' ging hinausVon Vaters Haus,Eine Jungfrau wollt' er suchen.Er schritt fürbaßDie Heeresstraß',Auf der Straßen lagen die Steine.Er nahm den PfadWohl in die Stadt,Eine Jungfrau wollt' er suchen.Er sah mit GierViel goldne Zier,Viel hohe Türme ragen.Drauf zog er baldZum grünen Wald,Eine Jungfrau wollt' er suchen.Im SchattenlandManch Blümlein stand,Auf den Bäumen die Vögel sangen.Zu Berg und Tal,Auf Burg und WallEine Jungfrau wollt' er suchen.Sein Wanderstab,Der schliff sich ab,Neun Paar Schuh hat er zertreten.Mit bloßem FußUnd müdem GrußEr ging in eine Hütten.Er sah in der WiegenEin Mägdlein liegen,Die Jungfrau hat er gefunden.
Ein Knab' ging hinausVon Vaters Haus,Eine Jungfrau wollt' er suchen.Er schritt fürbaßDie Heeresstraß',Auf der Straßen lagen die Steine.
Er nahm den PfadWohl in die Stadt,Eine Jungfrau wollt' er suchen.Er sah mit GierViel goldne Zier,Viel hohe Türme ragen.
Drauf zog er baldZum grünen Wald,Eine Jungfrau wollt' er suchen.Im SchattenlandManch Blümlein stand,Auf den Bäumen die Vögel sangen.
Zu Berg und Tal,Auf Burg und WallEine Jungfrau wollt' er suchen.Sein Wanderstab,Der schliff sich ab,Neun Paar Schuh hat er zertreten.
Mit bloßem FußUnd müdem GrußEr ging in eine Hütten.Er sah in der WiegenEin Mägdlein liegen,Die Jungfrau hat er gefunden.
O Herr, des Nachbars ValentinDer stahl mir gestern meinen Hafer,Er — stahl ihn mir — er — stahl mir ihn,Es war nur — eine Handvoll — aber —Am Hafer hing mein kleines Huhn,Es hat so gern von ihm geklaubt;So hat er mir den Hafer nunUnd auch mein kleines Huhn geraubt.Mein ganzes Herz hing an dem Tier,Es war so fett und schwarz wie Kohlen:Jetzt hat der Strolch das Hühnchen mirUnd auch — mein ganzes Herz gestohlen.
O Herr, des Nachbars ValentinDer stahl mir gestern meinen Hafer,Er — stahl ihn mir — er — stahl mir ihn,Es war nur — eine Handvoll — aber —Am Hafer hing mein kleines Huhn,Es hat so gern von ihm geklaubt;So hat er mir den Hafer nunUnd auch mein kleines Huhn geraubt.Mein ganzes Herz hing an dem Tier,Es war so fett und schwarz wie Kohlen:Jetzt hat der Strolch das Hühnchen mirUnd auch — mein ganzes Herz gestohlen.
O Herr, des Nachbars ValentinDer stahl mir gestern meinen Hafer,Er — stahl ihn mir — er — stahl mir ihn,Es war nur — eine Handvoll — aber —
Am Hafer hing mein kleines Huhn,Es hat so gern von ihm geklaubt;So hat er mir den Hafer nunUnd auch mein kleines Huhn geraubt.
Mein ganzes Herz hing an dem Tier,Es war so fett und schwarz wie Kohlen:Jetzt hat der Strolch das Hühnchen mirUnd auch — mein ganzes Herz gestohlen.
Du fragst, warum ich gewinkt dir hab',Du fragst, warum ich das Röslein dir gab?— Ei, das solltest du wissen!Du fragst, warum man jung sein muß,Du fragst, wozu so verstohlen der Kuß?— Ei, das solltest du wissen!»Mein Knab', daß Mägdlein fragen gernUnd tun, als läg' ihnen alles fern —Ei, das solltest du wissen!«
Du fragst, warum ich gewinkt dir hab',Du fragst, warum ich das Röslein dir gab?— Ei, das solltest du wissen!Du fragst, warum man jung sein muß,Du fragst, wozu so verstohlen der Kuß?— Ei, das solltest du wissen!»Mein Knab', daß Mägdlein fragen gernUnd tun, als läg' ihnen alles fern —Ei, das solltest du wissen!«
Du fragst, warum ich gewinkt dir hab',Du fragst, warum ich das Röslein dir gab?— Ei, das solltest du wissen!
Du fragst, warum man jung sein muß,Du fragst, wozu so verstohlen der Kuß?— Ei, das solltest du wissen!
»Mein Knab', daß Mägdlein fragen gernUnd tun, als läg' ihnen alles fern —Ei, das solltest du wissen!«
Er will mich nicht verstehen.Und wenn ich ihm nickeMit glühendem BlickeDen Morgengruß zu;Und wenn ich ihm pflückeEin Blümlein, und schickeEin Bändchen dazu;So fragt er noch: Warum?Und will mich nicht verstehen!Er will mich nicht verstehen.Und wenn ich die loseUnd blühende RoseGar minniglich küß';Und ich ihm dann sage,Halb klage, halb frage:Ist küssen nicht süß?So fragt er kalt: Warum?Und will mich nicht verstehen!Er will mich nicht verstehen!Und sag' ich auch innig:Ich habe so sinnigGeträumt von dir;Als hätt' ich am RaineDas Häuschen, das kleine,Bewohnt mit dir!So fragt er leis': Warum?Und will mich nicht verstehen!Er mag mich nicht verstehen.Und wenn ich die ArmeIhm reich', Gott erbarme!Er ist viel zu blöd'! —— Ei! wäre ich MädchenDes Nachbars jung' Gretchen,Er tät nicht so spröd';Er fragte nicht: Warum?Er würde mich verstehen!
Er will mich nicht verstehen.Und wenn ich ihm nickeMit glühendem BlickeDen Morgengruß zu;Und wenn ich ihm pflückeEin Blümlein, und schickeEin Bändchen dazu;So fragt er noch: Warum?Und will mich nicht verstehen!Er will mich nicht verstehen.Und wenn ich die loseUnd blühende RoseGar minniglich küß';Und ich ihm dann sage,Halb klage, halb frage:Ist küssen nicht süß?So fragt er kalt: Warum?Und will mich nicht verstehen!Er will mich nicht verstehen!Und sag' ich auch innig:Ich habe so sinnigGeträumt von dir;Als hätt' ich am RaineDas Häuschen, das kleine,Bewohnt mit dir!So fragt er leis': Warum?Und will mich nicht verstehen!Er mag mich nicht verstehen.Und wenn ich die ArmeIhm reich', Gott erbarme!Er ist viel zu blöd'! —— Ei! wäre ich MädchenDes Nachbars jung' Gretchen,Er tät nicht so spröd';Er fragte nicht: Warum?Er würde mich verstehen!
Er will mich nicht verstehen.Und wenn ich ihm nickeMit glühendem BlickeDen Morgengruß zu;Und wenn ich ihm pflückeEin Blümlein, und schickeEin Bändchen dazu;So fragt er noch: Warum?Und will mich nicht verstehen!
Er will mich nicht verstehen.Und wenn ich die loseUnd blühende RoseGar minniglich küß';Und ich ihm dann sage,Halb klage, halb frage:Ist küssen nicht süß?So fragt er kalt: Warum?Und will mich nicht verstehen!
Er will mich nicht verstehen!Und sag' ich auch innig:Ich habe so sinnigGeträumt von dir;Als hätt' ich am RaineDas Häuschen, das kleine,Bewohnt mit dir!So fragt er leis': Warum?Und will mich nicht verstehen!
Er mag mich nicht verstehen.Und wenn ich die ArmeIhm reich', Gott erbarme!Er ist viel zu blöd'! —— Ei! wäre ich MädchenDes Nachbars jung' Gretchen,Er tät nicht so spröd';Er fragte nicht: Warum?Er würde mich verstehen!
Ein schöner SternGanz lockend lichtErglänzt im See so wunderlich.— Ein Mädchen lachtSo süß und spricht:Ich liebe dich!Gib acht, gib acht,Der See ist kalt,ErspiegeltnurDas Himmelslicht —Ein falscher Stern,Ein falsches Herz;Vertrau ihm nicht!Vertrau ihm nicht,Wenn es zu buntIn fremder Pracht will blühen voll.Ein echtes HerzDarf funkeln nicht,Muß tief und still erglühen wohl.
Ein schöner SternGanz lockend lichtErglänzt im See so wunderlich.— Ein Mädchen lachtSo süß und spricht:Ich liebe dich!Gib acht, gib acht,Der See ist kalt,ErspiegeltnurDas Himmelslicht —Ein falscher Stern,Ein falsches Herz;Vertrau ihm nicht!Vertrau ihm nicht,Wenn es zu buntIn fremder Pracht will blühen voll.Ein echtes HerzDarf funkeln nicht,Muß tief und still erglühen wohl.
Ein schöner SternGanz lockend lichtErglänzt im See so wunderlich.— Ein Mädchen lachtSo süß und spricht:Ich liebe dich!
Gib acht, gib acht,Der See ist kalt,ErspiegeltnurDas Himmelslicht —Ein falscher Stern,Ein falsches Herz;Vertrau ihm nicht!
Vertrau ihm nicht,Wenn es zu buntIn fremder Pracht will blühen voll.Ein echtes HerzDarf funkeln nicht,Muß tief und still erglühen wohl.
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Oh nichts gibt es auf Erden,Was mich so sehr entzückt,Als deine schönen Augen,Seit sie mich angeblickt.Sie sind meine Himmelssterne,Die ich so selig schau;Sie sind mein Sonnenschein;Sie sind mein Morgentau;Sie sind meine Frühlingsblumen;Sie sind mein Alpensee,Wo mein Schifflein schaukelt,Und wo ich untergeh'.
Oh nichts gibt es auf Erden,Was mich so sehr entzückt,Als deine schönen Augen,Seit sie mich angeblickt.Sie sind meine Himmelssterne,Die ich so selig schau;Sie sind mein Sonnenschein;Sie sind mein Morgentau;Sie sind meine Frühlingsblumen;Sie sind mein Alpensee,Wo mein Schifflein schaukelt,Und wo ich untergeh'.
Oh nichts gibt es auf Erden,Was mich so sehr entzückt,Als deine schönen Augen,Seit sie mich angeblickt.Sie sind meine Himmelssterne,Die ich so selig schau;Sie sind mein Sonnenschein;Sie sind mein Morgentau;Sie sind meine Frühlingsblumen;Sie sind mein Alpensee,Wo mein Schifflein schaukelt,Und wo ich untergeh'.
Noch nie ein so wüster April, wie dies Jahr.Und nie ein so holder Mai.Und nie im Wandern so stolz ich war,So königlich fessellos frei.Wie weit bleibt alles zurück, wie weit,Was sonst mich bekümmert, beschwert.Zur Rosenblühzeit, zur RosenblühzeitIst es nicht des Umschauens wert.Das Haupt blüht weiß, die Wange blüht rot,Das Herz aller Freuden voll!Ich frag' mit dem Dichter fast bang, o Gott,»Was da noch werden soll!«
Noch nie ein so wüster April, wie dies Jahr.Und nie ein so holder Mai.Und nie im Wandern so stolz ich war,So königlich fessellos frei.Wie weit bleibt alles zurück, wie weit,Was sonst mich bekümmert, beschwert.Zur Rosenblühzeit, zur RosenblühzeitIst es nicht des Umschauens wert.Das Haupt blüht weiß, die Wange blüht rot,Das Herz aller Freuden voll!Ich frag' mit dem Dichter fast bang, o Gott,»Was da noch werden soll!«
Noch nie ein so wüster April, wie dies Jahr.Und nie ein so holder Mai.Und nie im Wandern so stolz ich war,So königlich fessellos frei.Wie weit bleibt alles zurück, wie weit,Was sonst mich bekümmert, beschwert.Zur Rosenblühzeit, zur RosenblühzeitIst es nicht des Umschauens wert.Das Haupt blüht weiß, die Wange blüht rot,Das Herz aller Freuden voll!Ich frag' mit dem Dichter fast bang, o Gott,»Was da noch werden soll!«
*
Wenn ich der Himmel wär',Blieb' ich dir klar,Legt' dir die Sonne insGoldige Haar.Käme der Abend dann,Tät' ich zu Ehrn,Mädchen, dir leuchten denGlänzendsten Stern.Wenn ich die Erde wär',Tät ich schön blühn;Gäb' ich die holde Blum',Mädchen, dir hin!Hätt' ich dann Früchte, rechtSüß und recht groß,Legt' ich die schönsten wohlDir in den Schoß!Wenn ich die Hölle trüg'Feurig in mir,Tät ich nur brennen ausLiebe zu dir:Müßte dich holen derTeufel herein;Würde die Hölle einHimmelreich sein!
Wenn ich der Himmel wär',Blieb' ich dir klar,Legt' dir die Sonne insGoldige Haar.Käme der Abend dann,Tät' ich zu Ehrn,Mädchen, dir leuchten denGlänzendsten Stern.Wenn ich die Erde wär',Tät ich schön blühn;Gäb' ich die holde Blum',Mädchen, dir hin!Hätt' ich dann Früchte, rechtSüß und recht groß,Legt' ich die schönsten wohlDir in den Schoß!Wenn ich die Hölle trüg'Feurig in mir,Tät ich nur brennen ausLiebe zu dir:Müßte dich holen derTeufel herein;Würde die Hölle einHimmelreich sein!
Wenn ich der Himmel wär',Blieb' ich dir klar,Legt' dir die Sonne insGoldige Haar.Käme der Abend dann,Tät' ich zu Ehrn,Mädchen, dir leuchten denGlänzendsten Stern.
Wenn ich die Erde wär',Tät ich schön blühn;Gäb' ich die holde Blum',Mädchen, dir hin!Hätt' ich dann Früchte, rechtSüß und recht groß,Legt' ich die schönsten wohlDir in den Schoß!
Wenn ich die Hölle trüg'Feurig in mir,Tät ich nur brennen ausLiebe zu dir:Müßte dich holen derTeufel herein;Würde die Hölle einHimmelreich sein!
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Weißt du, Mädchen, daß ich sterbe,Sterben muß an deinem Blicke,Wenn er weg von mir sich wendet?Weißt du, Mädchen, daß ich sterbe,Daß dein Mündchen mich vergiftet,Wenn es keinen Hauch mir sendet?Weißt du, Mädchen, daß ich sterbe,Und an deinen Armen sterbe,Wenn mich diese nicht umschlingen?Mädchen, schenke mir mein Leben,Daß ich dir dasselbe schenke,Soll das deine ich erringen!
Weißt du, Mädchen, daß ich sterbe,Sterben muß an deinem Blicke,Wenn er weg von mir sich wendet?Weißt du, Mädchen, daß ich sterbe,Daß dein Mündchen mich vergiftet,Wenn es keinen Hauch mir sendet?Weißt du, Mädchen, daß ich sterbe,Und an deinen Armen sterbe,Wenn mich diese nicht umschlingen?Mädchen, schenke mir mein Leben,Daß ich dir dasselbe schenke,Soll das deine ich erringen!
Weißt du, Mädchen, daß ich sterbe,Sterben muß an deinem Blicke,Wenn er weg von mir sich wendet?Weißt du, Mädchen, daß ich sterbe,Daß dein Mündchen mich vergiftet,Wenn es keinen Hauch mir sendet?Weißt du, Mädchen, daß ich sterbe,Und an deinen Armen sterbe,Wenn mich diese nicht umschlingen?Mädchen, schenke mir mein Leben,Daß ich dir dasselbe schenke,Soll das deine ich erringen!
Wenn ich durch den Winter geh',Denk' ich mir, es gibt auf ErdenDoch nichts Schöneres, als den Schnee,Und er muß zu Wasser werden.Ruht im Hag die Jungfrau mild,Denk' ich mir, es gibt auf ErdenDoch nichts Schöneres, als dies Bild!— Und sie muß zum Weibe werden.Tau ich auf dem Röslein seh',Tau an ihrem Augenstern.Tauf' mit Wasser Freud' und Weh,So gewillt es Gott dem Herrn.
Wenn ich durch den Winter geh',Denk' ich mir, es gibt auf ErdenDoch nichts Schöneres, als den Schnee,Und er muß zu Wasser werden.Ruht im Hag die Jungfrau mild,Denk' ich mir, es gibt auf ErdenDoch nichts Schöneres, als dies Bild!— Und sie muß zum Weibe werden.Tau ich auf dem Röslein seh',Tau an ihrem Augenstern.Tauf' mit Wasser Freud' und Weh,So gewillt es Gott dem Herrn.
Wenn ich durch den Winter geh',Denk' ich mir, es gibt auf ErdenDoch nichts Schöneres, als den Schnee,Und er muß zu Wasser werden.
Ruht im Hag die Jungfrau mild,Denk' ich mir, es gibt auf ErdenDoch nichts Schöneres, als dies Bild!— Und sie muß zum Weibe werden.
Tau ich auf dem Röslein seh',Tau an ihrem Augenstern.Tauf' mit Wasser Freud' und Weh,So gewillt es Gott dem Herrn.
Mädchen, wenn ich sehnend flehe,Hörst du nichts?Mädchen, wenn das Aug' du senkest,Siehst du nichts?Mädchen, wenn ich sterben gehe,Willst du nichts?Mädchen, wenn du mein gedenkest,Fühlst du nichts?
Mädchen, wenn ich sehnend flehe,Hörst du nichts?Mädchen, wenn das Aug' du senkest,Siehst du nichts?Mädchen, wenn ich sterben gehe,Willst du nichts?Mädchen, wenn du mein gedenkest,Fühlst du nichts?
Mädchen, wenn ich sehnend flehe,Hörst du nichts?Mädchen, wenn das Aug' du senkest,Siehst du nichts?Mädchen, wenn ich sterben gehe,Willst du nichts?Mädchen, wenn du mein gedenkest,Fühlst du nichts?
Was du dir denkst, ist längst gedacht,Was ich dich frag', ist längst gefragt,Wenn Wange glüht und Auge lacht,Ist alles, was uns blüht, gesagt.Oh, sag nicht nein und sag nicht ja,Wenn ich an deinem Busen ruh',Zum Plaudern sind wir uns zu nah,Drumschweigmir deine Liebe zu.
Was du dir denkst, ist längst gedacht,Was ich dich frag', ist längst gefragt,Wenn Wange glüht und Auge lacht,Ist alles, was uns blüht, gesagt.Oh, sag nicht nein und sag nicht ja,Wenn ich an deinem Busen ruh',Zum Plaudern sind wir uns zu nah,Drumschweigmir deine Liebe zu.
Was du dir denkst, ist längst gedacht,Was ich dich frag', ist längst gefragt,Wenn Wange glüht und Auge lacht,Ist alles, was uns blüht, gesagt.
Oh, sag nicht nein und sag nicht ja,Wenn ich an deinem Busen ruh',Zum Plaudern sind wir uns zu nah,Drumschweigmir deine Liebe zu.
Ich geh' durchs Tal am Waldessaum,Tief unten rauscht der Fluß,Oh, wie ist doch das Wandern, traun,Im Wald ein Hochgenuß!Dort seh' ich stehn ein Mädel fein,Ich wink' ihm meinen GrußUnd ruf' es an: »Feins Liebchen mein,Komm, gib mir einen Kuß!Du hast ein braunes Röckel an,Es deckt kaum deinen Fuß,Das zarte, runde Wädchen kaum,Geh, gib mir einen Kuß.Du hast ein blaues AugenpaarUnd Haare wie von Ruß,Dein rosenroter Mund — ich merk's —Hat Durst nach einem Kuß.Nur scheint die Sonne viel zu heiß,Mir fällt was ein, ich tu's,Ich führ' dich ins Gehege hinUnd geb' dir — —« fällt ein Schuß.»Juchhe!« schreit jetzt das Mädchen auf,»Das ist Hieronymus!«Ihr Liebster war's, der Jägersmann,Und damit Schluß.
Ich geh' durchs Tal am Waldessaum,Tief unten rauscht der Fluß,Oh, wie ist doch das Wandern, traun,Im Wald ein Hochgenuß!Dort seh' ich stehn ein Mädel fein,Ich wink' ihm meinen GrußUnd ruf' es an: »Feins Liebchen mein,Komm, gib mir einen Kuß!Du hast ein braunes Röckel an,Es deckt kaum deinen Fuß,Das zarte, runde Wädchen kaum,Geh, gib mir einen Kuß.Du hast ein blaues AugenpaarUnd Haare wie von Ruß,Dein rosenroter Mund — ich merk's —Hat Durst nach einem Kuß.Nur scheint die Sonne viel zu heiß,Mir fällt was ein, ich tu's,Ich führ' dich ins Gehege hinUnd geb' dir — —« fällt ein Schuß.»Juchhe!« schreit jetzt das Mädchen auf,»Das ist Hieronymus!«Ihr Liebster war's, der Jägersmann,Und damit Schluß.
Ich geh' durchs Tal am Waldessaum,Tief unten rauscht der Fluß,Oh, wie ist doch das Wandern, traun,Im Wald ein Hochgenuß!Dort seh' ich stehn ein Mädel fein,Ich wink' ihm meinen GrußUnd ruf' es an: »Feins Liebchen mein,Komm, gib mir einen Kuß!Du hast ein braunes Röckel an,Es deckt kaum deinen Fuß,Das zarte, runde Wädchen kaum,Geh, gib mir einen Kuß.Du hast ein blaues AugenpaarUnd Haare wie von Ruß,Dein rosenroter Mund — ich merk's —Hat Durst nach einem Kuß.Nur scheint die Sonne viel zu heiß,Mir fällt was ein, ich tu's,Ich führ' dich ins Gehege hinUnd geb' dir — —« fällt ein Schuß.»Juchhe!« schreit jetzt das Mädchen auf,»Das ist Hieronymus!«Ihr Liebster war's, der Jägersmann,Und damit Schluß.
Vor des Ewigen AngesichteKlag' ich ihn, o Himmel, richte!Ach, wie hab' ich ihn geliebt,Während er den Tod mir gibt!Möge ihm in dunkeln TagenAuch die grause Stunde schlagen!Möge er in Qual sich winden,Und kein Herz, kein treues, finden!Mög' der Mensch zum Teufel werden,Dem er hoffend sich auf ErdenVoll Vertraun zu eigen gibt!— Ach, wie hab' ich ihn geliebt!Ein Verworfner mög' er lungernAuf der Heide und verhungern.Welche Lust mir, wenn er schmachtet,Glückverlassen, notumnachtet!Und ich dürfte ihm begegnen,Wie wollt' ich die Stunde segnen!Ihn an meinem Herzen haben,Ihn mit meinem Blute laben!— Wärst dumeinerQual versunken,HättestmeinLeid du getrunken,Wüßtest du, was Hölle ist.— Wollte dich so lange küssen,Bis du wieder selig bist.
Vor des Ewigen AngesichteKlag' ich ihn, o Himmel, richte!Ach, wie hab' ich ihn geliebt,Während er den Tod mir gibt!Möge ihm in dunkeln TagenAuch die grause Stunde schlagen!Möge er in Qual sich winden,Und kein Herz, kein treues, finden!Mög' der Mensch zum Teufel werden,Dem er hoffend sich auf ErdenVoll Vertraun zu eigen gibt!— Ach, wie hab' ich ihn geliebt!Ein Verworfner mög' er lungernAuf der Heide und verhungern.Welche Lust mir, wenn er schmachtet,Glückverlassen, notumnachtet!Und ich dürfte ihm begegnen,Wie wollt' ich die Stunde segnen!Ihn an meinem Herzen haben,Ihn mit meinem Blute laben!— Wärst dumeinerQual versunken,HättestmeinLeid du getrunken,Wüßtest du, was Hölle ist.— Wollte dich so lange küssen,Bis du wieder selig bist.
Vor des Ewigen AngesichteKlag' ich ihn, o Himmel, richte!Ach, wie hab' ich ihn geliebt,Während er den Tod mir gibt!Möge ihm in dunkeln TagenAuch die grause Stunde schlagen!Möge er in Qual sich winden,Und kein Herz, kein treues, finden!Mög' der Mensch zum Teufel werden,Dem er hoffend sich auf ErdenVoll Vertraun zu eigen gibt!— Ach, wie hab' ich ihn geliebt!Ein Verworfner mög' er lungernAuf der Heide und verhungern.Welche Lust mir, wenn er schmachtet,Glückverlassen, notumnachtet!Und ich dürfte ihm begegnen,Wie wollt' ich die Stunde segnen!Ihn an meinem Herzen haben,Ihn mit meinem Blute laben!— Wärst dumeinerQual versunken,HättestmeinLeid du getrunken,Wüßtest du, was Hölle ist.— Wollte dich so lange küssen,Bis du wieder selig bist.
Ich mach' in meinem Leben kein Gedicht mehr an ein Mädchen,Das ich nicht darf lieben.Es ist zu gefährlich, um das Licht zu schwärmen,Das bestimmt ist, andere zu wärmen.Wer hatt' mich auch dazu getrieben? —Wo Auserwählter war mein liebster Freund,Und sie des liebsten Freundes Auserwählte.Und ich? Ich war nebstbei so da, und wie es scheintEin wenig lecker auch. Und sieh, da stellteDer Knirps von einem Amor mir die Falle.Dem Freund zulieb und seiner Maid zu EhreGedacht ich ein Gedichtchen ihr zu weihn.Aus Eigennutz war's nicht, denn ich begehre,So dachte ich, dafür das bißchen HeiligenscheinDes Ruhmes nur. War noch erklecklich eitelUnd meint', mit einem Vers müßt' ich beglückenEin Mädel von der Zehe bis zum Scheitel,Und mindestens dem Erdball es entrücken.Gedacht, getan, ich schrieb ihr ein GedichtIn leichten Jamben. Für eines andern LiebeSind Jamben gut genug. Schweres tauget nicht.Was anders, wenn ich eine Ode schriebeIm tiefen Seufzertakte eines Romeo!Dann allerdings schwerschreitende Trochäen.Doch, was wollt' ich nur sagen? — Ei ja so!Ich schrieb der Liebsten meines Freunds,Um mich verbindlich bei ihr einzustellen.Sie war zu herzig, traun, sie war's wohl wert,Der holden Muse warm sie zu empfehlen.Begann zu dichten, wie's ein Herz begehrt,Beschrieb die zarten Reize, sagte ihr auf Ehre,Wie ich an ihrem Glücke Anteil nähme,Und daß als Freund ich gar imstande wäre,Dergleichen selber — wenn die Stunde käme —Zu gönnen mir. Doch müßte auch mein PüppchenSo lieblich sein wie sie. Es stünde immerMein Sinn nach solchen Wänglein, solchen GrübchenUnd solchen Äuglein auch, wie man sonst nimmerSie gesehn auf dieser Welt, als — im VertrauenNur sei's gesagt — an ihr, der TreuenMeines lieben, einzigen Freundes, sind zu schauen.Unmöglich, sang ich, wäre zu bereuenEine Wahl, wie diese. Ließ es ihr auch merken,Daß sie, nur sie allein, die Schönste sei der Schönen.Und es gelang mir, solches zu bestärken,So gründlich, daß — bevor ich es konnt' wähnen —Diese kunstvoll hübsch gedrehten LiebesphrasenIch selber treulich glaubte. Und bevorDas Liedchen fertig noch, begann ich schon zu rasen,Aus purer Leidenschaft, die bis ans OhrMir tückisch heiß tat steigen — —Was dann geschah! — Ach, laßt mich schweigen. —Und hast du einen Freund, das lehret die Moral,So schicke seinem Liebchen nie ein Liedel,Auch wenn er's selbst erlaubt, wie's hier der Fall,Sonst gibt es einen Tanz nach seiner Fiedel.Und hast du weidlich Pfeile zu verschießen,Ich gratulier' dazu, doch mußt du wissen,Auf welche Scheibe du mit Recht darfst zielen,Denn Amor, dieser Wicht, er läßt mit sich nicht spielen.
Ich mach' in meinem Leben kein Gedicht mehr an ein Mädchen,Das ich nicht darf lieben.Es ist zu gefährlich, um das Licht zu schwärmen,Das bestimmt ist, andere zu wärmen.Wer hatt' mich auch dazu getrieben? —Wo Auserwählter war mein liebster Freund,Und sie des liebsten Freundes Auserwählte.Und ich? Ich war nebstbei so da, und wie es scheintEin wenig lecker auch. Und sieh, da stellteDer Knirps von einem Amor mir die Falle.Dem Freund zulieb und seiner Maid zu EhreGedacht ich ein Gedichtchen ihr zu weihn.Aus Eigennutz war's nicht, denn ich begehre,So dachte ich, dafür das bißchen HeiligenscheinDes Ruhmes nur. War noch erklecklich eitelUnd meint', mit einem Vers müßt' ich beglückenEin Mädel von der Zehe bis zum Scheitel,Und mindestens dem Erdball es entrücken.Gedacht, getan, ich schrieb ihr ein GedichtIn leichten Jamben. Für eines andern LiebeSind Jamben gut genug. Schweres tauget nicht.Was anders, wenn ich eine Ode schriebeIm tiefen Seufzertakte eines Romeo!Dann allerdings schwerschreitende Trochäen.Doch, was wollt' ich nur sagen? — Ei ja so!Ich schrieb der Liebsten meines Freunds,Um mich verbindlich bei ihr einzustellen.Sie war zu herzig, traun, sie war's wohl wert,Der holden Muse warm sie zu empfehlen.Begann zu dichten, wie's ein Herz begehrt,Beschrieb die zarten Reize, sagte ihr auf Ehre,Wie ich an ihrem Glücke Anteil nähme,Und daß als Freund ich gar imstande wäre,Dergleichen selber — wenn die Stunde käme —Zu gönnen mir. Doch müßte auch mein PüppchenSo lieblich sein wie sie. Es stünde immerMein Sinn nach solchen Wänglein, solchen GrübchenUnd solchen Äuglein auch, wie man sonst nimmerSie gesehn auf dieser Welt, als — im VertrauenNur sei's gesagt — an ihr, der TreuenMeines lieben, einzigen Freundes, sind zu schauen.Unmöglich, sang ich, wäre zu bereuenEine Wahl, wie diese. Ließ es ihr auch merken,Daß sie, nur sie allein, die Schönste sei der Schönen.Und es gelang mir, solches zu bestärken,So gründlich, daß — bevor ich es konnt' wähnen —Diese kunstvoll hübsch gedrehten LiebesphrasenIch selber treulich glaubte. Und bevorDas Liedchen fertig noch, begann ich schon zu rasen,Aus purer Leidenschaft, die bis ans OhrMir tückisch heiß tat steigen — —Was dann geschah! — Ach, laßt mich schweigen. —Und hast du einen Freund, das lehret die Moral,So schicke seinem Liebchen nie ein Liedel,Auch wenn er's selbst erlaubt, wie's hier der Fall,Sonst gibt es einen Tanz nach seiner Fiedel.Und hast du weidlich Pfeile zu verschießen,Ich gratulier' dazu, doch mußt du wissen,Auf welche Scheibe du mit Recht darfst zielen,Denn Amor, dieser Wicht, er läßt mit sich nicht spielen.
Ich mach' in meinem Leben kein Gedicht mehr an ein Mädchen,Das ich nicht darf lieben.Es ist zu gefährlich, um das Licht zu schwärmen,Das bestimmt ist, andere zu wärmen.Wer hatt' mich auch dazu getrieben? —Wo Auserwählter war mein liebster Freund,Und sie des liebsten Freundes Auserwählte.Und ich? Ich war nebstbei so da, und wie es scheintEin wenig lecker auch. Und sieh, da stellteDer Knirps von einem Amor mir die Falle.Dem Freund zulieb und seiner Maid zu EhreGedacht ich ein Gedichtchen ihr zu weihn.Aus Eigennutz war's nicht, denn ich begehre,So dachte ich, dafür das bißchen HeiligenscheinDes Ruhmes nur. War noch erklecklich eitelUnd meint', mit einem Vers müßt' ich beglückenEin Mädel von der Zehe bis zum Scheitel,Und mindestens dem Erdball es entrücken.Gedacht, getan, ich schrieb ihr ein GedichtIn leichten Jamben. Für eines andern LiebeSind Jamben gut genug. Schweres tauget nicht.Was anders, wenn ich eine Ode schriebeIm tiefen Seufzertakte eines Romeo!Dann allerdings schwerschreitende Trochäen.Doch, was wollt' ich nur sagen? — Ei ja so!Ich schrieb der Liebsten meines Freunds,Um mich verbindlich bei ihr einzustellen.Sie war zu herzig, traun, sie war's wohl wert,Der holden Muse warm sie zu empfehlen.Begann zu dichten, wie's ein Herz begehrt,Beschrieb die zarten Reize, sagte ihr auf Ehre,Wie ich an ihrem Glücke Anteil nähme,Und daß als Freund ich gar imstande wäre,Dergleichen selber — wenn die Stunde käme —Zu gönnen mir. Doch müßte auch mein PüppchenSo lieblich sein wie sie. Es stünde immerMein Sinn nach solchen Wänglein, solchen GrübchenUnd solchen Äuglein auch, wie man sonst nimmerSie gesehn auf dieser Welt, als — im VertrauenNur sei's gesagt — an ihr, der TreuenMeines lieben, einzigen Freundes, sind zu schauen.Unmöglich, sang ich, wäre zu bereuenEine Wahl, wie diese. Ließ es ihr auch merken,Daß sie, nur sie allein, die Schönste sei der Schönen.Und es gelang mir, solches zu bestärken,So gründlich, daß — bevor ich es konnt' wähnen —Diese kunstvoll hübsch gedrehten LiebesphrasenIch selber treulich glaubte. Und bevorDas Liedchen fertig noch, begann ich schon zu rasen,Aus purer Leidenschaft, die bis ans OhrMir tückisch heiß tat steigen — —Was dann geschah! — Ach, laßt mich schweigen. —
Und hast du einen Freund, das lehret die Moral,So schicke seinem Liebchen nie ein Liedel,Auch wenn er's selbst erlaubt, wie's hier der Fall,Sonst gibt es einen Tanz nach seiner Fiedel.Und hast du weidlich Pfeile zu verschießen,Ich gratulier' dazu, doch mußt du wissen,Auf welche Scheibe du mit Recht darfst zielen,Denn Amor, dieser Wicht, er läßt mit sich nicht spielen.
Als ich dem Liebel im Stübel gestand,Ich würd' es küssen müssen,Da gab's ein Bildchen mir in die Hand,Daß ich was hätt' zum Küssen.Es war der heilige Antonius,Der Findpatron zum Glücke;Hatt' ich verloren des Liebchens Herz,So bracht' er mir's zurücke.Dann, als sie sah, wie glühend ichDas Amulett tat küssen,Da hat sie's heftig, zornig, wildMir aus der Hand gerissen.Nun hab' ich gewußt, was zu geschehn,Die Eifersucht zu kühlen.Die Mädels, die mögen das Küssen nicht sehn,Aber fühlen, fühlen, fühlen.
Als ich dem Liebel im Stübel gestand,Ich würd' es küssen müssen,Da gab's ein Bildchen mir in die Hand,Daß ich was hätt' zum Küssen.Es war der heilige Antonius,Der Findpatron zum Glücke;Hatt' ich verloren des Liebchens Herz,So bracht' er mir's zurücke.Dann, als sie sah, wie glühend ichDas Amulett tat küssen,Da hat sie's heftig, zornig, wildMir aus der Hand gerissen.Nun hab' ich gewußt, was zu geschehn,Die Eifersucht zu kühlen.Die Mädels, die mögen das Küssen nicht sehn,Aber fühlen, fühlen, fühlen.
Als ich dem Liebel im Stübel gestand,Ich würd' es küssen müssen,Da gab's ein Bildchen mir in die Hand,Daß ich was hätt' zum Küssen.
Es war der heilige Antonius,Der Findpatron zum Glücke;Hatt' ich verloren des Liebchens Herz,So bracht' er mir's zurücke.
Dann, als sie sah, wie glühend ichDas Amulett tat küssen,Da hat sie's heftig, zornig, wildMir aus der Hand gerissen.
Nun hab' ich gewußt, was zu geschehn,Die Eifersucht zu kühlen.Die Mädels, die mögen das Küssen nicht sehn,Aber fühlen, fühlen, fühlen.
Du beklagst dich, daß dein WeibchenNicht will deine Lieder lesen.Schreib in Küssen, statt in Versen,Wird sie's immer wieder lesen.Bist du ferne, wird sie gerneLieder unterm Flieder lesen.Doch, wenn selber singt der Vogel,Wozu im Gefieder lesen?Wisse, sie hat nicht die RichtungLiterarisch weiser Richter;Lieber, als die größte Dichtung,Ist dem Weib der junge Dichter.Deshalb ist, seid ihr beisammen,Nicht die Zeit zum Liederlesen.
Du beklagst dich, daß dein WeibchenNicht will deine Lieder lesen.Schreib in Küssen, statt in Versen,Wird sie's immer wieder lesen.Bist du ferne, wird sie gerneLieder unterm Flieder lesen.Doch, wenn selber singt der Vogel,Wozu im Gefieder lesen?Wisse, sie hat nicht die RichtungLiterarisch weiser Richter;Lieber, als die größte Dichtung,Ist dem Weib der junge Dichter.Deshalb ist, seid ihr beisammen,Nicht die Zeit zum Liederlesen.
Du beklagst dich, daß dein WeibchenNicht will deine Lieder lesen.Schreib in Küssen, statt in Versen,Wird sie's immer wieder lesen.Bist du ferne, wird sie gerneLieder unterm Flieder lesen.Doch, wenn selber singt der Vogel,Wozu im Gefieder lesen?Wisse, sie hat nicht die RichtungLiterarisch weiser Richter;Lieber, als die größte Dichtung,Ist dem Weib der junge Dichter.Deshalb ist, seid ihr beisammen,Nicht die Zeit zum Liederlesen.
Wenn du, mein Freund, zur wonnigen MundlustDen kühlen Schnabel des Krugs an den Mund tust,So halte zur lieblichen, süßen GeleitschaftDen glühenden Schnabel der Maid in Bereitschaft.
Wenn du, mein Freund, zur wonnigen MundlustDen kühlen Schnabel des Krugs an den Mund tust,So halte zur lieblichen, süßen GeleitschaftDen glühenden Schnabel der Maid in Bereitschaft.
Wenn du, mein Freund, zur wonnigen MundlustDen kühlen Schnabel des Krugs an den Mund tust,So halte zur lieblichen, süßen GeleitschaftDen glühenden Schnabel der Maid in Bereitschaft.
Der Hüttenrauch[B], das Küssen auch,Das sind zwei schlimme Dinge.Wer's einmal tut genießen auch,Der kann es nicht mehr missen auch,Selbst wenn er am gewissen BrauchZuletzt zugrunde ginge.
Der Hüttenrauch[B], das Küssen auch,Das sind zwei schlimme Dinge.Wer's einmal tut genießen auch,Der kann es nicht mehr missen auch,Selbst wenn er am gewissen BrauchZuletzt zugrunde ginge.
Der Hüttenrauch[B], das Küssen auch,Das sind zwei schlimme Dinge.Wer's einmal tut genießen auch,Der kann es nicht mehr missen auch,Selbst wenn er am gewissen BrauchZuletzt zugrunde ginge.
[B]Arsenik.
[B]Arsenik.
Schon dreißig Jahre bin ich alt,Und noch allein geblieben.Und seh' die Knaben mannigfaltWohl ihre Schätzlein lieben.Ich seh', wie sie sich froh einandDie Hochzeitskränze winden;Ich wandre durch das weite LandUnd kann meinen Schatz nicht finden.Ich such' ihn, wo bei HerdesglanzDie holden Mädlein blühen,Ich such' ihn, wo bei KirmestanzDie Dirnen alle glühen.Ich seh' die Jahre rascher ziehnUnd fühl' die Jugend schwinden,Und suche ihn und rufe ihn,Und kann meinen Schatz nicht finden.Und sie, die mir bestimmt muß seinFür meine Lebensfahrten,Wird irgendwo allein, alleinMit Bangen auf mich warten.Der Alte hier, die Alte dortWird einsam einst begraben,Zwei, die sich treu und heiß geliebtUnd nie gesehen haben.
Schon dreißig Jahre bin ich alt,Und noch allein geblieben.Und seh' die Knaben mannigfaltWohl ihre Schätzlein lieben.Ich seh', wie sie sich froh einandDie Hochzeitskränze winden;Ich wandre durch das weite LandUnd kann meinen Schatz nicht finden.Ich such' ihn, wo bei HerdesglanzDie holden Mädlein blühen,Ich such' ihn, wo bei KirmestanzDie Dirnen alle glühen.Ich seh' die Jahre rascher ziehnUnd fühl' die Jugend schwinden,Und suche ihn und rufe ihn,Und kann meinen Schatz nicht finden.Und sie, die mir bestimmt muß seinFür meine Lebensfahrten,Wird irgendwo allein, alleinMit Bangen auf mich warten.Der Alte hier, die Alte dortWird einsam einst begraben,Zwei, die sich treu und heiß geliebtUnd nie gesehen haben.
Schon dreißig Jahre bin ich alt,Und noch allein geblieben.Und seh' die Knaben mannigfaltWohl ihre Schätzlein lieben.
Ich seh', wie sie sich froh einandDie Hochzeitskränze winden;Ich wandre durch das weite LandUnd kann meinen Schatz nicht finden.
Ich such' ihn, wo bei HerdesglanzDie holden Mädlein blühen,Ich such' ihn, wo bei KirmestanzDie Dirnen alle glühen.
Ich seh' die Jahre rascher ziehnUnd fühl' die Jugend schwinden,Und suche ihn und rufe ihn,Und kann meinen Schatz nicht finden.
Und sie, die mir bestimmt muß seinFür meine Lebensfahrten,Wird irgendwo allein, alleinMit Bangen auf mich warten.
Der Alte hier, die Alte dortWird einsam einst begraben,Zwei, die sich treu und heiß geliebtUnd nie gesehen haben.
Was das Rosenblatt bedeutet,Das in sich zusammenkauerndVor dem Hauch des Mundes schauerndAuf der Hand mir liegt gebreitet?Kann ich nicht dem toten, süßenRosenblatt mit SehnsuchtsbebenNoch einmal ein junges LebenMinnend in die Adern gießen?Oh, vor meinem heißen KusseWird es nimmer frischen können,Wird es, ach, nur still verbrennen,Asche, Asche sein zum Schlusse.Rosenblatt, warum alleineKommst du mir vonihrgeflogen,Ach, daß du nicht mitgezogenSie, die Holde, die ich meine!Jene Süße, von den MusenAhnend mir so lang verheißen.Nächtig, wenn die Sterne gleißen,Möcht' ich ruhn an ihrem Busen.Möcht' ins scheue Aug' ihr sehen,Ihr ins tiefe Herz mich graben,Möcht' in heißer Glut mich labenUnd in Liebeslust vergehen.Soll ich warten, bis die TageWachsen und die Nächte schwinden,Die so lockend, Lieb' zu finden?Rosenblatt, flieg hin und frage.Soll ich warten auf die Tage,Wo zur Form wird, was heut Kuß ist,Und zur Pflicht, was heut Genuß ist?Rosenblatt, flieg hin und frage.Denk an deine Maientage,Rosenblatt, du kennst das Leben;Kennst der Liebe Pein und Beben.Nun, so flieg zu ihr und frage.
Was das Rosenblatt bedeutet,Das in sich zusammenkauerndVor dem Hauch des Mundes schauerndAuf der Hand mir liegt gebreitet?Kann ich nicht dem toten, süßenRosenblatt mit SehnsuchtsbebenNoch einmal ein junges LebenMinnend in die Adern gießen?Oh, vor meinem heißen KusseWird es nimmer frischen können,Wird es, ach, nur still verbrennen,Asche, Asche sein zum Schlusse.Rosenblatt, warum alleineKommst du mir vonihrgeflogen,Ach, daß du nicht mitgezogenSie, die Holde, die ich meine!Jene Süße, von den MusenAhnend mir so lang verheißen.Nächtig, wenn die Sterne gleißen,Möcht' ich ruhn an ihrem Busen.Möcht' ins scheue Aug' ihr sehen,Ihr ins tiefe Herz mich graben,Möcht' in heißer Glut mich labenUnd in Liebeslust vergehen.Soll ich warten, bis die TageWachsen und die Nächte schwinden,Die so lockend, Lieb' zu finden?Rosenblatt, flieg hin und frage.Soll ich warten auf die Tage,Wo zur Form wird, was heut Kuß ist,Und zur Pflicht, was heut Genuß ist?Rosenblatt, flieg hin und frage.Denk an deine Maientage,Rosenblatt, du kennst das Leben;Kennst der Liebe Pein und Beben.Nun, so flieg zu ihr und frage.
Was das Rosenblatt bedeutet,Das in sich zusammenkauerndVor dem Hauch des Mundes schauerndAuf der Hand mir liegt gebreitet?
Kann ich nicht dem toten, süßenRosenblatt mit SehnsuchtsbebenNoch einmal ein junges LebenMinnend in die Adern gießen?
Oh, vor meinem heißen KusseWird es nimmer frischen können,Wird es, ach, nur still verbrennen,Asche, Asche sein zum Schlusse.
Rosenblatt, warum alleineKommst du mir vonihrgeflogen,Ach, daß du nicht mitgezogenSie, die Holde, die ich meine!
Jene Süße, von den MusenAhnend mir so lang verheißen.Nächtig, wenn die Sterne gleißen,Möcht' ich ruhn an ihrem Busen.
Möcht' ins scheue Aug' ihr sehen,Ihr ins tiefe Herz mich graben,Möcht' in heißer Glut mich labenUnd in Liebeslust vergehen.
Soll ich warten, bis die TageWachsen und die Nächte schwinden,Die so lockend, Lieb' zu finden?Rosenblatt, flieg hin und frage.
Soll ich warten auf die Tage,Wo zur Form wird, was heut Kuß ist,Und zur Pflicht, was heut Genuß ist?Rosenblatt, flieg hin und frage.
Denk an deine Maientage,Rosenblatt, du kennst das Leben;Kennst der Liebe Pein und Beben.Nun, so flieg zu ihr und frage.
Wie nah, mein schönes, süßes Kind,Ist mir dein holdes Angesicht,Ich trinke deinen AtemhauchUnd deines Auges lächelnd Licht;Doch was in deiner Stirne sinnt,Und was in deiner Seele spinnt,Ich weiß es nicht.Ich weiß den von JahrtausendenEmporgebauten Erdengrund,Ich kenne das mit SternenweltenReich geschmückte Himmelsrund;Doch was in deiner Stirne sinnt,Und was in deiner Seele spinnt,Ist mir nicht kund.Entzückt von deiner Zunge Klang,Und doch in tiefster Einsamkeit,Mein Lippenpaar an deins gepreßt:Und dennoch mir unendlich weitIst, was in deiner Stirne sinnt,Und was in deiner Seele spinntFür alle Zeit.Denn das, worauf ich wollte baun,Hat mich getäuscht, die Träne dein. —Es müßte denn dein Herzblut, traun,Der opferfrohe Bote sein,Daß Lieb' mir deine Seele spinntUnd Treu mir deine Stirne sinnt,Dann bin ich dein.
Wie nah, mein schönes, süßes Kind,Ist mir dein holdes Angesicht,Ich trinke deinen AtemhauchUnd deines Auges lächelnd Licht;Doch was in deiner Stirne sinnt,Und was in deiner Seele spinnt,Ich weiß es nicht.Ich weiß den von JahrtausendenEmporgebauten Erdengrund,Ich kenne das mit SternenweltenReich geschmückte Himmelsrund;Doch was in deiner Stirne sinnt,Und was in deiner Seele spinnt,Ist mir nicht kund.Entzückt von deiner Zunge Klang,Und doch in tiefster Einsamkeit,Mein Lippenpaar an deins gepreßt:Und dennoch mir unendlich weitIst, was in deiner Stirne sinnt,Und was in deiner Seele spinntFür alle Zeit.Denn das, worauf ich wollte baun,Hat mich getäuscht, die Träne dein. —Es müßte denn dein Herzblut, traun,Der opferfrohe Bote sein,Daß Lieb' mir deine Seele spinntUnd Treu mir deine Stirne sinnt,Dann bin ich dein.
Wie nah, mein schönes, süßes Kind,Ist mir dein holdes Angesicht,Ich trinke deinen AtemhauchUnd deines Auges lächelnd Licht;Doch was in deiner Stirne sinnt,Und was in deiner Seele spinnt,Ich weiß es nicht.
Ich weiß den von JahrtausendenEmporgebauten Erdengrund,Ich kenne das mit SternenweltenReich geschmückte Himmelsrund;Doch was in deiner Stirne sinnt,Und was in deiner Seele spinnt,Ist mir nicht kund.
Entzückt von deiner Zunge Klang,Und doch in tiefster Einsamkeit,Mein Lippenpaar an deins gepreßt:Und dennoch mir unendlich weitIst, was in deiner Stirne sinnt,Und was in deiner Seele spinntFür alle Zeit.
Denn das, worauf ich wollte baun,Hat mich getäuscht, die Träne dein. —Es müßte denn dein Herzblut, traun,Der opferfrohe Bote sein,Daß Lieb' mir deine Seele spinntUnd Treu mir deine Stirne sinnt,Dann bin ich dein.
Einst tat ich im Walde spazieren gehn,Da sah ich im Wald ein Maßlieb stehn.O Herzlieb, du bist mein Entzücken!Doch Maßliebchen, die kann man pflücken.Ich tat's und fragt' es inniglich:Verrat's, mein Schätzel, liebt es mich?Da log es mir frech ins Angesicht:Dein feines Schätzel, das liebt dich nicht. —Ich grub mit dem Messer ein tiefes GrabUnd warf das böse Blümlein hinab,Und wälzte darauf einen schweren Stein,Sollst ewig und ewig vergessen sein.Dann tat ich sinnend weitergehnUnd sah ein Schlüsselblümlein stehn.O Mädel, du bist mein Entzücken!Und Blumen die kann man zerpflücken.Ich tat's und fragte inniglich:Verrat's, meine Traute, liebt sie mich?Die Blume in Sterbensschmerzen:Sie liebt dich, sie liebt dich von Herzen! —Ich grub mit der Hand ein Beetlein aufUnd tat die zerrissene Blume darauf.Doch als sie lag auf der Totenbahr,Da ward sie lebendig, erhob sich gar,Das eine Blättchen, es jauchzte aufs neu:Sie liebt dich von Herzen, sie liebt dich treu! —Dann wuchsen der Blume in KranzesflorDie Blätter all von neuem hervor,Schneeblendend weiß, die Spitzen rot,Wie Unschuld und Liebesmärtyrertod.Und jegliches blinkte mir traulich zu:Sie liebt dich von Herzen! O Glücklicher, du! —Nun kam ein Sturm und knickte die Bäume,Und Blitze durchzuckten die himmlischen Räume;Die Blume wiegte ihr Haupt und rief mich:Sie liebt dich von Herzen! Sie liebt dich, sie liebt dich! —Dann nahte der Winter und senkte im SchneeAuf alle Gefilde ein eisiges Weh.Doch sieh, die Blume hold und weiß,Sie blühte hervor aus Schnee und Eis,Und nickte mir zu in Ernsten und Scherzen:Sie liebt dich von Herzen! Sie liebt dich von Herzen! —Und als von neuem der Frühling kam,Da führte zum Wald mich ein tödlicher Gram,Ein tödlicher Gram, eine höllische Pein,O selig, glückselig, gestorben zu sein! —Auf grünendem Beete die Blume stand,In üppiger Blüte mir zugewandt,Und winkte und flüsterte süß und innig:Sie liebt dich von Herzen! Sie liebt dich unsinnig! —Ich hob meinen Fuß und trat sie tot,Die gleißnerisch Blume, so weiß und rot.Und ging noch tiefer in den Wald hinein,Und suchte das Grab mit dem schweren Stein,Und habe geweint und habe geklagt:Duhast es gesagt!Duhast es gesagt!
Einst tat ich im Walde spazieren gehn,Da sah ich im Wald ein Maßlieb stehn.O Herzlieb, du bist mein Entzücken!Doch Maßliebchen, die kann man pflücken.Ich tat's und fragt' es inniglich:Verrat's, mein Schätzel, liebt es mich?Da log es mir frech ins Angesicht:Dein feines Schätzel, das liebt dich nicht. —Ich grub mit dem Messer ein tiefes GrabUnd warf das böse Blümlein hinab,Und wälzte darauf einen schweren Stein,Sollst ewig und ewig vergessen sein.Dann tat ich sinnend weitergehnUnd sah ein Schlüsselblümlein stehn.O Mädel, du bist mein Entzücken!Und Blumen die kann man zerpflücken.Ich tat's und fragte inniglich:Verrat's, meine Traute, liebt sie mich?Die Blume in Sterbensschmerzen:Sie liebt dich, sie liebt dich von Herzen! —Ich grub mit der Hand ein Beetlein aufUnd tat die zerrissene Blume darauf.Doch als sie lag auf der Totenbahr,Da ward sie lebendig, erhob sich gar,Das eine Blättchen, es jauchzte aufs neu:Sie liebt dich von Herzen, sie liebt dich treu! —Dann wuchsen der Blume in KranzesflorDie Blätter all von neuem hervor,Schneeblendend weiß, die Spitzen rot,Wie Unschuld und Liebesmärtyrertod.Und jegliches blinkte mir traulich zu:Sie liebt dich von Herzen! O Glücklicher, du! —Nun kam ein Sturm und knickte die Bäume,Und Blitze durchzuckten die himmlischen Räume;Die Blume wiegte ihr Haupt und rief mich:Sie liebt dich von Herzen! Sie liebt dich, sie liebt dich! —Dann nahte der Winter und senkte im SchneeAuf alle Gefilde ein eisiges Weh.Doch sieh, die Blume hold und weiß,Sie blühte hervor aus Schnee und Eis,Und nickte mir zu in Ernsten und Scherzen:Sie liebt dich von Herzen! Sie liebt dich von Herzen! —Und als von neuem der Frühling kam,Da führte zum Wald mich ein tödlicher Gram,Ein tödlicher Gram, eine höllische Pein,O selig, glückselig, gestorben zu sein! —Auf grünendem Beete die Blume stand,In üppiger Blüte mir zugewandt,Und winkte und flüsterte süß und innig:Sie liebt dich von Herzen! Sie liebt dich unsinnig! —Ich hob meinen Fuß und trat sie tot,Die gleißnerisch Blume, so weiß und rot.Und ging noch tiefer in den Wald hinein,Und suchte das Grab mit dem schweren Stein,Und habe geweint und habe geklagt:Duhast es gesagt!Duhast es gesagt!
Einst tat ich im Walde spazieren gehn,Da sah ich im Wald ein Maßlieb stehn.O Herzlieb, du bist mein Entzücken!Doch Maßliebchen, die kann man pflücken.Ich tat's und fragt' es inniglich:Verrat's, mein Schätzel, liebt es mich?Da log es mir frech ins Angesicht:Dein feines Schätzel, das liebt dich nicht. —Ich grub mit dem Messer ein tiefes GrabUnd warf das böse Blümlein hinab,Und wälzte darauf einen schweren Stein,Sollst ewig und ewig vergessen sein.
Dann tat ich sinnend weitergehnUnd sah ein Schlüsselblümlein stehn.O Mädel, du bist mein Entzücken!Und Blumen die kann man zerpflücken.Ich tat's und fragte inniglich:Verrat's, meine Traute, liebt sie mich?Die Blume in Sterbensschmerzen:Sie liebt dich, sie liebt dich von Herzen! —Ich grub mit der Hand ein Beetlein aufUnd tat die zerrissene Blume darauf.
Doch als sie lag auf der Totenbahr,Da ward sie lebendig, erhob sich gar,Das eine Blättchen, es jauchzte aufs neu:Sie liebt dich von Herzen, sie liebt dich treu! —Dann wuchsen der Blume in KranzesflorDie Blätter all von neuem hervor,Schneeblendend weiß, die Spitzen rot,Wie Unschuld und Liebesmärtyrertod.Und jegliches blinkte mir traulich zu:Sie liebt dich von Herzen! O Glücklicher, du! —Nun kam ein Sturm und knickte die Bäume,Und Blitze durchzuckten die himmlischen Räume;Die Blume wiegte ihr Haupt und rief mich:Sie liebt dich von Herzen! Sie liebt dich, sie liebt dich! —Dann nahte der Winter und senkte im SchneeAuf alle Gefilde ein eisiges Weh.Doch sieh, die Blume hold und weiß,Sie blühte hervor aus Schnee und Eis,Und nickte mir zu in Ernsten und Scherzen:Sie liebt dich von Herzen! Sie liebt dich von Herzen! —
Und als von neuem der Frühling kam,Da führte zum Wald mich ein tödlicher Gram,Ein tödlicher Gram, eine höllische Pein,O selig, glückselig, gestorben zu sein! —Auf grünendem Beete die Blume stand,In üppiger Blüte mir zugewandt,Und winkte und flüsterte süß und innig:Sie liebt dich von Herzen! Sie liebt dich unsinnig! —
Ich hob meinen Fuß und trat sie tot,Die gleißnerisch Blume, so weiß und rot.Und ging noch tiefer in den Wald hinein,Und suchte das Grab mit dem schweren Stein,Und habe geweint und habe geklagt:Duhast es gesagt!Duhast es gesagt!
Ach, du klagst, daß deine SchöneNicht dein Herz auf Rosen bette,Sondern statt mit BlumenketteEs mit spitzen Dornen kröne.Nur Geduld, einst wird sie kosenDeinen Strauß bei Grabeskerzen,Rosen pflanzt man nicht auf Herzen,Nur aufErdepflanzt man Rosen.
Ach, du klagst, daß deine SchöneNicht dein Herz auf Rosen bette,Sondern statt mit BlumenketteEs mit spitzen Dornen kröne.Nur Geduld, einst wird sie kosenDeinen Strauß bei Grabeskerzen,Rosen pflanzt man nicht auf Herzen,Nur aufErdepflanzt man Rosen.
Ach, du klagst, daß deine SchöneNicht dein Herz auf Rosen bette,Sondern statt mit BlumenketteEs mit spitzen Dornen kröne.
Nur Geduld, einst wird sie kosenDeinen Strauß bei Grabeskerzen,Rosen pflanzt man nicht auf Herzen,Nur aufErdepflanzt man Rosen.
*
Heb dich weg und küß mich nicht!Du nicht, ich bitte dich,Ein Kuß von dir — o küß mich nicht!Ein Kuß, er wär' mein Tod.Kleine Schelmin, lächle nicht!Du nicht; — blick mich nicht an!Das traute Du, o nenn es nicht!Sprich nichts, kein Wort zu mir!O laß mich gehn, berühr mich nicht!Ich weiß, mein Kind, du liebst mich nicht.Und ist nicht auch die Seele mein,Den Leib allein, den mag ich nicht.
Heb dich weg und küß mich nicht!Du nicht, ich bitte dich,Ein Kuß von dir — o küß mich nicht!Ein Kuß, er wär' mein Tod.Kleine Schelmin, lächle nicht!Du nicht; — blick mich nicht an!Das traute Du, o nenn es nicht!Sprich nichts, kein Wort zu mir!O laß mich gehn, berühr mich nicht!Ich weiß, mein Kind, du liebst mich nicht.Und ist nicht auch die Seele mein,Den Leib allein, den mag ich nicht.
Heb dich weg und küß mich nicht!Du nicht, ich bitte dich,Ein Kuß von dir — o küß mich nicht!Ein Kuß, er wär' mein Tod.Kleine Schelmin, lächle nicht!Du nicht; — blick mich nicht an!Das traute Du, o nenn es nicht!Sprich nichts, kein Wort zu mir!O laß mich gehn, berühr mich nicht!Ich weiß, mein Kind, du liebst mich nicht.Und ist nicht auch die Seele mein,Den Leib allein, den mag ich nicht.
In alten grauen Tagen,Da hat sich's zugetragen,Da tat ein Knab' das Maidlein schaun,Das Maidlein tat dem Knaben traun,In alten, grauen Tagen.Der Knab' tat nit lang bitten,Nahm 's Mädl um die MittenUnd hub mit ihr ein Tänzlein an,Der Atem tat ihr stille stahnIn alten grauen Tagen.Und als er satt am Tanzen,Da nahm er seinen Ranzen,Und ließ die Maid zu zwein — allein. —Das Märchen soll geschehen seinIn alten grauen Tagen.
In alten grauen Tagen,Da hat sich's zugetragen,Da tat ein Knab' das Maidlein schaun,Das Maidlein tat dem Knaben traun,In alten, grauen Tagen.Der Knab' tat nit lang bitten,Nahm 's Mädl um die MittenUnd hub mit ihr ein Tänzlein an,Der Atem tat ihr stille stahnIn alten grauen Tagen.Und als er satt am Tanzen,Da nahm er seinen Ranzen,Und ließ die Maid zu zwein — allein. —Das Märchen soll geschehen seinIn alten grauen Tagen.
In alten grauen Tagen,Da hat sich's zugetragen,Da tat ein Knab' das Maidlein schaun,Das Maidlein tat dem Knaben traun,In alten, grauen Tagen.
Der Knab' tat nit lang bitten,Nahm 's Mädl um die MittenUnd hub mit ihr ein Tänzlein an,Der Atem tat ihr stille stahnIn alten grauen Tagen.
Und als er satt am Tanzen,Da nahm er seinen Ranzen,Und ließ die Maid zu zwein — allein. —Das Märchen soll geschehen seinIn alten grauen Tagen.