Ich bin daheim auf waldiger Flur.

Ich bin ein armer Hirtenknab',Der Wald, das grüne Feld,Mein Brotsack und mein BirkenstabIst meine ganze Welt.Und zieht mein Schäflein grasend hinAuf grüner, frischer Au,So gras' auch ich für meinen SinnIm hohen Himmelsblau.Und bricht die dunkle Nacht herein,So schau ich dort hinauf:Es blühet in der Sterne ScheinDie Liebe Gottes auf! —

Ich bin ein armer Hirtenknab',Der Wald, das grüne Feld,Mein Brotsack und mein BirkenstabIst meine ganze Welt.Und zieht mein Schäflein grasend hinAuf grüner, frischer Au,So gras' auch ich für meinen SinnIm hohen Himmelsblau.Und bricht die dunkle Nacht herein,So schau ich dort hinauf:Es blühet in der Sterne ScheinDie Liebe Gottes auf! —

Ich bin ein armer Hirtenknab',Der Wald, das grüne Feld,Mein Brotsack und mein BirkenstabIst meine ganze Welt.

Und zieht mein Schäflein grasend hinAuf grüner, frischer Au,So gras' auch ich für meinen SinnIm hohen Himmelsblau.

Und bricht die dunkle Nacht herein,So schau ich dort hinauf:Es blühet in der Sterne ScheinDie Liebe Gottes auf! —

Ich bin daheim auf waldiger Flur,Mein Hüttchen ist ein grüner Baum,Mein Ruhebett der WiesensaumAm Herzen der Natur.Ein Rehlein kommt durch Zweige dicht,Mir dringt ans Ohr sein weicher Laut,Es sieht mich an, es spricht so traut,Und ich versteh' es nicht.Nun kommt ein blühend Mädchen noch,Und sinnend steht es auf der Flur;Es sieht mir stumm ins Auge nur,Und ich versteh' es doch.

Ich bin daheim auf waldiger Flur,Mein Hüttchen ist ein grüner Baum,Mein Ruhebett der WiesensaumAm Herzen der Natur.Ein Rehlein kommt durch Zweige dicht,Mir dringt ans Ohr sein weicher Laut,Es sieht mich an, es spricht so traut,Und ich versteh' es nicht.Nun kommt ein blühend Mädchen noch,Und sinnend steht es auf der Flur;Es sieht mir stumm ins Auge nur,Und ich versteh' es doch.

Ich bin daheim auf waldiger Flur,Mein Hüttchen ist ein grüner Baum,Mein Ruhebett der WiesensaumAm Herzen der Natur.

Ein Rehlein kommt durch Zweige dicht,Mir dringt ans Ohr sein weicher Laut,Es sieht mich an, es spricht so traut,Und ich versteh' es nicht.

Nun kommt ein blühend Mädchen noch,Und sinnend steht es auf der Flur;Es sieht mir stumm ins Auge nur,Und ich versteh' es doch.

Da hat mir einmal ein Vöglein erzählt,Wenn fromm ein Kind im AbendgebetVoll Liebe für Vater und Mutter fleht,Da klinge ein Lied durch die ganze Welt,Da säusle ein Mai'n durch die Lüfte hin,Da strahlten die Felsen im Alpenglühn,Da steige der Ewige niederwärtsUnd schließe Eltern und Kind ans Herz!

Da hat mir einmal ein Vöglein erzählt,Wenn fromm ein Kind im AbendgebetVoll Liebe für Vater und Mutter fleht,Da klinge ein Lied durch die ganze Welt,Da säusle ein Mai'n durch die Lüfte hin,Da strahlten die Felsen im Alpenglühn,Da steige der Ewige niederwärtsUnd schließe Eltern und Kind ans Herz!

Da hat mir einmal ein Vöglein erzählt,Wenn fromm ein Kind im AbendgebetVoll Liebe für Vater und Mutter fleht,Da klinge ein Lied durch die ganze Welt,Da säusle ein Mai'n durch die Lüfte hin,Da strahlten die Felsen im Alpenglühn,Da steige der Ewige niederwärtsUnd schließe Eltern und Kind ans Herz!

Das Grünen ist ein Auferstehn,Das Reifen ist ein Sinken.Drum laß' das Kind zu seiner ZeitDie reinen Freuden trinken.Das Kind in seiner jungen ZeitIst Brennpunkt aller Sonnen,Des Daseins hold begrenztes Ziel,Des heiligen Glückes Bronnen.Wächst es heran, ist nichts mehr sein,Muß um die Wette laufen,Mit jedem Tag und jeder Plag'Sein Leben neu erkaufen.Der erste Drang der Lieb' ist schonDes Todes erstes Fodern,Ein Korn, das junge Keime treibt,Fängt selbst schon an zu modern.Das Grünen ist ein Auferstehn,Das Reifen ist ein Sinken,Drum laß' das Kind zu seiner ZeitDie reinen Freuden trinken.

Das Grünen ist ein Auferstehn,Das Reifen ist ein Sinken.Drum laß' das Kind zu seiner ZeitDie reinen Freuden trinken.Das Kind in seiner jungen ZeitIst Brennpunkt aller Sonnen,Des Daseins hold begrenztes Ziel,Des heiligen Glückes Bronnen.Wächst es heran, ist nichts mehr sein,Muß um die Wette laufen,Mit jedem Tag und jeder Plag'Sein Leben neu erkaufen.Der erste Drang der Lieb' ist schonDes Todes erstes Fodern,Ein Korn, das junge Keime treibt,Fängt selbst schon an zu modern.Das Grünen ist ein Auferstehn,Das Reifen ist ein Sinken,Drum laß' das Kind zu seiner ZeitDie reinen Freuden trinken.

Das Grünen ist ein Auferstehn,Das Reifen ist ein Sinken.Drum laß' das Kind zu seiner ZeitDie reinen Freuden trinken.

Das Kind in seiner jungen ZeitIst Brennpunkt aller Sonnen,Des Daseins hold begrenztes Ziel,Des heiligen Glückes Bronnen.

Wächst es heran, ist nichts mehr sein,Muß um die Wette laufen,Mit jedem Tag und jeder Plag'Sein Leben neu erkaufen.

Der erste Drang der Lieb' ist schonDes Todes erstes Fodern,Ein Korn, das junge Keime treibt,Fängt selbst schon an zu modern.

Das Grünen ist ein Auferstehn,Das Reifen ist ein Sinken,Drum laß' das Kind zu seiner ZeitDie reinen Freuden trinken.

Da hüpft mein liebes, lockiges KindIm grünen, sonnigen Rosenhag,Umblüht von Knösplein schwellend hold,Umschallt von hellem Lerchenschlag.Sein Äuglein strahlt, sein Mündchen jauchztIn unbewußter Lebenslust.Mein süßes Kind, du weißt noch nicht,Wie bald du wieder sterben mußt.Wie sieht sich doch im Wahn des ewigenLebenstags ein Frühling an?Du fühlst, was aufblüht — doch was welkt?Zu Grabe sinkt? Du denkst nicht dran.Ein junger Gott bist heute noch;Wie wirst du dich entsetzen, Kind,Wenn dir die erste Botschaft kommt,Daß alle Wesen sterblich sind.Ach, ich verschweig' dir, was ich weiß,Nur blick mir nicht ins Aug' hinein,Es könnt' sich spiegeln drinnen noch,Was ich gesehn im schwarzen Schrein. —O, leb in Glück, mein Kind! Und erstWenn du von allem, allem satt,Erst dann vernimm, was Gott für dichIn seiner Lieb' bereitet hat.

Da hüpft mein liebes, lockiges KindIm grünen, sonnigen Rosenhag,Umblüht von Knösplein schwellend hold,Umschallt von hellem Lerchenschlag.Sein Äuglein strahlt, sein Mündchen jauchztIn unbewußter Lebenslust.Mein süßes Kind, du weißt noch nicht,Wie bald du wieder sterben mußt.Wie sieht sich doch im Wahn des ewigenLebenstags ein Frühling an?Du fühlst, was aufblüht — doch was welkt?Zu Grabe sinkt? Du denkst nicht dran.Ein junger Gott bist heute noch;Wie wirst du dich entsetzen, Kind,Wenn dir die erste Botschaft kommt,Daß alle Wesen sterblich sind.Ach, ich verschweig' dir, was ich weiß,Nur blick mir nicht ins Aug' hinein,Es könnt' sich spiegeln drinnen noch,Was ich gesehn im schwarzen Schrein. —O, leb in Glück, mein Kind! Und erstWenn du von allem, allem satt,Erst dann vernimm, was Gott für dichIn seiner Lieb' bereitet hat.

Da hüpft mein liebes, lockiges KindIm grünen, sonnigen Rosenhag,Umblüht von Knösplein schwellend hold,Umschallt von hellem Lerchenschlag.Sein Äuglein strahlt, sein Mündchen jauchztIn unbewußter Lebenslust.Mein süßes Kind, du weißt noch nicht,Wie bald du wieder sterben mußt.Wie sieht sich doch im Wahn des ewigenLebenstags ein Frühling an?Du fühlst, was aufblüht — doch was welkt?Zu Grabe sinkt? Du denkst nicht dran.Ein junger Gott bist heute noch;Wie wirst du dich entsetzen, Kind,Wenn dir die erste Botschaft kommt,Daß alle Wesen sterblich sind.Ach, ich verschweig' dir, was ich weiß,Nur blick mir nicht ins Aug' hinein,Es könnt' sich spiegeln drinnen noch,Was ich gesehn im schwarzen Schrein. —O, leb in Glück, mein Kind! Und erstWenn du von allem, allem satt,Erst dann vernimm, was Gott für dichIn seiner Lieb' bereitet hat.

Ein Herzensgruß allen kindlichen Gemütern.

*

Friede war im Wald und jeder Baum beglücktDurch schöne, reife Frucht, womit der Herbst geschmücktDie Äste all, daß jeder Zweig sich bieget,Bis hoch hinauf, wo leis' die Krone wieget.Doch höret: wo's zum Segen will gedeihn,Da findet sich auch gern der Hochmut einUnd selbst der Neid. Und jeder wollt' sich prahlen,DaßseineFrucht die schönste sei von allen;Und jeder hing an seine längsten ÄsteAls stolzes Aushängschild der Früchte beste.Es war ein herrlich Wogen bis zur Spitze,Ein Wetten, wer das Feinste wohl besitze. —Nur Eines litt im Wald viel Weh und GramUnd barg sich ins Gesträuch voll tiefer Scham.Ein Tannenbäumchen war's, gar schmächtig, schlank,Wohl aller Früchte, auch der ärmsten, blank;Und während andere stolz im vollen Prangen,Hatt' es an seinem Stamm nur Nadeln hangen,Nur dunkelgrüne Nadeln, zart und spitz;Sie stachen leicht, doch schärfer stach der WitzDer andern, und ihr Höhnen, schal und widrig,Dieweil das Bäumchen, ach, so arm und niedrig.Es flüsterte der Wald sich in die OhrenVom Taugenichts, der da umsonst geboren,Und warf ihm boshaft gar zu Spott und SchmachDie ersten gelben, dürren Blätter nach.Das schnitt dem Bäumchen tief ins junge Herz,Es wollte schier vergehn in Leid und SchmerzUnd weinte, tiefbedrängt vom Weh, dem schweren,Das Harz heraus, die bittersten der Zähren. —So duldete das Bäumchen still und fromm;Da zog hernieder durch den nächtigen DomEin Engel aus des Himmels heiligen Hainen,Der sah den armen Dulder schmerzlich weinen.Er ließ sich erdenwärts vom weiten RaumZur armen Tanne, sprechend: »Liebster Baum!Du warst bisher verachtet und verflucht,Doch tragen wirst du noch die schönste Frucht,Die je ein Baum getragen hier auf Erden,Du sollst der Baum der höchsten Freude werden!« —Wie wurde jetzt der Himmel trüb und grau.Es blies ein kalter Wind auf Heid' und Au,Er heulte durch den Wald voll herber HastUnd rüttelte die letzte Frucht vom Ast.Wie bald war jeder Baum, der einst geprahlt,Der Frucht und Blätter bar — gar kahl und alt,Es fielen Flocken, und es krächzten Raben,Und sieh, der stolze Wald war wie begraben.Nur jenes Bäumchen steht noch frisch und freiUnd grünt und flüstert sanft, wie einst im Mai. —Und als die heilige Nacht gekommen war,Da schwebte durch den Wald die EngelsscharZum Bäumchen zart und trug es durch die NachtIn festlich aufgegangener Strahlenpracht.— Wie Flammen sich zu Sternenkränzen reihn!Und Früchte, die im Himmel nur gedeihn,Die reifen auf dem Baum, und Gottes HerzSank liebevoll erlösend erdenwärts. —So trägt der Baum, dereinst verschmäht, verfluchtWie unser Heiland selbst, die schönste Frucht.Und wo er kommt, da kommt er nicht allein,Da bringt er Gaben mit für groß und klein,Er führt den Jubel ein ins stille HausUnd streckt die hundert vollen Arme aus,Und bei dem Kindsgemüt im trauten Raum,Da ist er recht daheim, der Weihnachtsbaum. —— O, hört ihr säuseln es in seinen Zweigen,O, hört ihr klingen sie, die Himmelslieder?O, seht die Engelsschar in lichten Reigen,Sie steigt zum lieben Kindesherzen nieder.Dann grünt und blüht sie auf, die Lieb', im reinenAllseligen, alleinzigen Erdentraum.O sei mir hoch gegrüßt, du Freund der Kleinen,Du Himmelsbote, heiliger Weihnachtsbaum!

Friede war im Wald und jeder Baum beglücktDurch schöne, reife Frucht, womit der Herbst geschmücktDie Äste all, daß jeder Zweig sich bieget,Bis hoch hinauf, wo leis' die Krone wieget.Doch höret: wo's zum Segen will gedeihn,Da findet sich auch gern der Hochmut einUnd selbst der Neid. Und jeder wollt' sich prahlen,DaßseineFrucht die schönste sei von allen;Und jeder hing an seine längsten ÄsteAls stolzes Aushängschild der Früchte beste.Es war ein herrlich Wogen bis zur Spitze,Ein Wetten, wer das Feinste wohl besitze. —Nur Eines litt im Wald viel Weh und GramUnd barg sich ins Gesträuch voll tiefer Scham.Ein Tannenbäumchen war's, gar schmächtig, schlank,Wohl aller Früchte, auch der ärmsten, blank;Und während andere stolz im vollen Prangen,Hatt' es an seinem Stamm nur Nadeln hangen,Nur dunkelgrüne Nadeln, zart und spitz;Sie stachen leicht, doch schärfer stach der WitzDer andern, und ihr Höhnen, schal und widrig,Dieweil das Bäumchen, ach, so arm und niedrig.Es flüsterte der Wald sich in die OhrenVom Taugenichts, der da umsonst geboren,Und warf ihm boshaft gar zu Spott und SchmachDie ersten gelben, dürren Blätter nach.Das schnitt dem Bäumchen tief ins junge Herz,Es wollte schier vergehn in Leid und SchmerzUnd weinte, tiefbedrängt vom Weh, dem schweren,Das Harz heraus, die bittersten der Zähren. —So duldete das Bäumchen still und fromm;Da zog hernieder durch den nächtigen DomEin Engel aus des Himmels heiligen Hainen,Der sah den armen Dulder schmerzlich weinen.Er ließ sich erdenwärts vom weiten RaumZur armen Tanne, sprechend: »Liebster Baum!Du warst bisher verachtet und verflucht,Doch tragen wirst du noch die schönste Frucht,Die je ein Baum getragen hier auf Erden,Du sollst der Baum der höchsten Freude werden!« —Wie wurde jetzt der Himmel trüb und grau.Es blies ein kalter Wind auf Heid' und Au,Er heulte durch den Wald voll herber HastUnd rüttelte die letzte Frucht vom Ast.Wie bald war jeder Baum, der einst geprahlt,Der Frucht und Blätter bar — gar kahl und alt,Es fielen Flocken, und es krächzten Raben,Und sieh, der stolze Wald war wie begraben.Nur jenes Bäumchen steht noch frisch und freiUnd grünt und flüstert sanft, wie einst im Mai. —Und als die heilige Nacht gekommen war,Da schwebte durch den Wald die EngelsscharZum Bäumchen zart und trug es durch die NachtIn festlich aufgegangener Strahlenpracht.— Wie Flammen sich zu Sternenkränzen reihn!Und Früchte, die im Himmel nur gedeihn,Die reifen auf dem Baum, und Gottes HerzSank liebevoll erlösend erdenwärts. —So trägt der Baum, dereinst verschmäht, verfluchtWie unser Heiland selbst, die schönste Frucht.Und wo er kommt, da kommt er nicht allein,Da bringt er Gaben mit für groß und klein,Er führt den Jubel ein ins stille HausUnd streckt die hundert vollen Arme aus,Und bei dem Kindsgemüt im trauten Raum,Da ist er recht daheim, der Weihnachtsbaum. —— O, hört ihr säuseln es in seinen Zweigen,O, hört ihr klingen sie, die Himmelslieder?O, seht die Engelsschar in lichten Reigen,Sie steigt zum lieben Kindesherzen nieder.Dann grünt und blüht sie auf, die Lieb', im reinenAllseligen, alleinzigen Erdentraum.O sei mir hoch gegrüßt, du Freund der Kleinen,Du Himmelsbote, heiliger Weihnachtsbaum!

Friede war im Wald und jeder Baum beglücktDurch schöne, reife Frucht, womit der Herbst geschmücktDie Äste all, daß jeder Zweig sich bieget,Bis hoch hinauf, wo leis' die Krone wieget.Doch höret: wo's zum Segen will gedeihn,Da findet sich auch gern der Hochmut einUnd selbst der Neid. Und jeder wollt' sich prahlen,DaßseineFrucht die schönste sei von allen;Und jeder hing an seine längsten ÄsteAls stolzes Aushängschild der Früchte beste.Es war ein herrlich Wogen bis zur Spitze,Ein Wetten, wer das Feinste wohl besitze. —Nur Eines litt im Wald viel Weh und GramUnd barg sich ins Gesträuch voll tiefer Scham.Ein Tannenbäumchen war's, gar schmächtig, schlank,Wohl aller Früchte, auch der ärmsten, blank;Und während andere stolz im vollen Prangen,Hatt' es an seinem Stamm nur Nadeln hangen,Nur dunkelgrüne Nadeln, zart und spitz;Sie stachen leicht, doch schärfer stach der WitzDer andern, und ihr Höhnen, schal und widrig,Dieweil das Bäumchen, ach, so arm und niedrig.Es flüsterte der Wald sich in die OhrenVom Taugenichts, der da umsonst geboren,Und warf ihm boshaft gar zu Spott und SchmachDie ersten gelben, dürren Blätter nach.Das schnitt dem Bäumchen tief ins junge Herz,Es wollte schier vergehn in Leid und SchmerzUnd weinte, tiefbedrängt vom Weh, dem schweren,Das Harz heraus, die bittersten der Zähren. —So duldete das Bäumchen still und fromm;Da zog hernieder durch den nächtigen DomEin Engel aus des Himmels heiligen Hainen,Der sah den armen Dulder schmerzlich weinen.Er ließ sich erdenwärts vom weiten RaumZur armen Tanne, sprechend: »Liebster Baum!Du warst bisher verachtet und verflucht,Doch tragen wirst du noch die schönste Frucht,Die je ein Baum getragen hier auf Erden,Du sollst der Baum der höchsten Freude werden!« —Wie wurde jetzt der Himmel trüb und grau.Es blies ein kalter Wind auf Heid' und Au,Er heulte durch den Wald voll herber HastUnd rüttelte die letzte Frucht vom Ast.Wie bald war jeder Baum, der einst geprahlt,Der Frucht und Blätter bar — gar kahl und alt,Es fielen Flocken, und es krächzten Raben,Und sieh, der stolze Wald war wie begraben.Nur jenes Bäumchen steht noch frisch und freiUnd grünt und flüstert sanft, wie einst im Mai. —Und als die heilige Nacht gekommen war,Da schwebte durch den Wald die EngelsscharZum Bäumchen zart und trug es durch die NachtIn festlich aufgegangener Strahlenpracht.— Wie Flammen sich zu Sternenkränzen reihn!Und Früchte, die im Himmel nur gedeihn,Die reifen auf dem Baum, und Gottes HerzSank liebevoll erlösend erdenwärts. —So trägt der Baum, dereinst verschmäht, verfluchtWie unser Heiland selbst, die schönste Frucht.Und wo er kommt, da kommt er nicht allein,Da bringt er Gaben mit für groß und klein,Er führt den Jubel ein ins stille HausUnd streckt die hundert vollen Arme aus,Und bei dem Kindsgemüt im trauten Raum,Da ist er recht daheim, der Weihnachtsbaum. —— O, hört ihr säuseln es in seinen Zweigen,O, hört ihr klingen sie, die Himmelslieder?O, seht die Engelsschar in lichten Reigen,Sie steigt zum lieben Kindesherzen nieder.Dann grünt und blüht sie auf, die Lieb', im reinenAllseligen, alleinzigen Erdentraum.O sei mir hoch gegrüßt, du Freund der Kleinen,Du Himmelsbote, heiliger Weihnachtsbaum!

O weine, liebe Jugend, weine,Solang die Träne dir noch süß ist,Ein Bote milder Herzensreine,Und nicht der herben Kümmernis ist.Denn einst wirst du die Träne fliehen,Und lachend laut, trotz innrer Peinen sein,Doch bittrer wird dein schrilles Lachen,Als heut dein stilles Weinen sein.

O weine, liebe Jugend, weine,Solang die Träne dir noch süß ist,Ein Bote milder Herzensreine,Und nicht der herben Kümmernis ist.Denn einst wirst du die Träne fliehen,Und lachend laut, trotz innrer Peinen sein,Doch bittrer wird dein schrilles Lachen,Als heut dein stilles Weinen sein.

O weine, liebe Jugend, weine,Solang die Träne dir noch süß ist,Ein Bote milder Herzensreine,Und nicht der herben Kümmernis ist.

Denn einst wirst du die Träne fliehen,Und lachend laut, trotz innrer Peinen sein,Doch bittrer wird dein schrilles Lachen,Als heut dein stilles Weinen sein.

Die Mutter schläft in der Friedhofsruh'.Da kommt ihr ältester Sohn auf BesuchUnd ruft mit freudiger Stimme aus:»Liebe Mutter, komm in mein schönes Haus,Ich habe ein holdes, ein fröhliches WeibUnd Kinder so frisch wie die Rosen im Mai,O Mutter, Mutter, ich lade dich ein,Komm, und hilf uns glücklich sein.«Die Zypressen schweigen — die Mutter schläft.Dann kommt der zweite Sohn geritten,Mit stolzer Würde und feinen Sitten.»O Mutter, könntest du auferstehn,Um selbst zu sehen, was mir ist geschehn.Der König hat mich zum Minister erwählt,Es jubelt mir zu die halbe Welt.Mutter, o komm, nimm teil an der Ehr',Die deinem Sohn so reich widerfährt.«Die Zypressen schweigen — die Mutter schläft.Da kommt der jüngste Sohn gegangen,Hat rote Augen, fahle Wangen.Sein Ton ist heiser, sein Wort ist müd,Er weiß von Glück und Ehren kein Lied.»O Mutter, ich bin so ganz allein,So seelenverlassen und ganz allein,Und Hunger —«Am Hügel rieselt der Sand — die Mutter wacht auf.

Die Mutter schläft in der Friedhofsruh'.Da kommt ihr ältester Sohn auf BesuchUnd ruft mit freudiger Stimme aus:»Liebe Mutter, komm in mein schönes Haus,Ich habe ein holdes, ein fröhliches WeibUnd Kinder so frisch wie die Rosen im Mai,O Mutter, Mutter, ich lade dich ein,Komm, und hilf uns glücklich sein.«Die Zypressen schweigen — die Mutter schläft.Dann kommt der zweite Sohn geritten,Mit stolzer Würde und feinen Sitten.»O Mutter, könntest du auferstehn,Um selbst zu sehen, was mir ist geschehn.Der König hat mich zum Minister erwählt,Es jubelt mir zu die halbe Welt.Mutter, o komm, nimm teil an der Ehr',Die deinem Sohn so reich widerfährt.«Die Zypressen schweigen — die Mutter schläft.Da kommt der jüngste Sohn gegangen,Hat rote Augen, fahle Wangen.Sein Ton ist heiser, sein Wort ist müd,Er weiß von Glück und Ehren kein Lied.»O Mutter, ich bin so ganz allein,So seelenverlassen und ganz allein,Und Hunger —«Am Hügel rieselt der Sand — die Mutter wacht auf.

Die Mutter schläft in der Friedhofsruh'.Da kommt ihr ältester Sohn auf BesuchUnd ruft mit freudiger Stimme aus:»Liebe Mutter, komm in mein schönes Haus,Ich habe ein holdes, ein fröhliches WeibUnd Kinder so frisch wie die Rosen im Mai,O Mutter, Mutter, ich lade dich ein,Komm, und hilf uns glücklich sein.«Die Zypressen schweigen — die Mutter schläft.

Dann kommt der zweite Sohn geritten,Mit stolzer Würde und feinen Sitten.»O Mutter, könntest du auferstehn,Um selbst zu sehen, was mir ist geschehn.Der König hat mich zum Minister erwählt,Es jubelt mir zu die halbe Welt.Mutter, o komm, nimm teil an der Ehr',Die deinem Sohn so reich widerfährt.«Die Zypressen schweigen — die Mutter schläft.

Da kommt der jüngste Sohn gegangen,Hat rote Augen, fahle Wangen.Sein Ton ist heiser, sein Wort ist müd,Er weiß von Glück und Ehren kein Lied.»O Mutter, ich bin so ganz allein,So seelenverlassen und ganz allein,Und Hunger —«Am Hügel rieselt der Sand — die Mutter wacht auf.

Nun wollt' ich schlafen.Das Tagwerk ist recht hart gewesen.Bin ich erschaffenFür Bauernbrot und Bauernnot?Dasist meine Frag' gewesen.Da seh' ich ein Häuslein wohl schön gebaut,Und ein Weib in Huld zum Fenster ausschaut;Der Fenster waren eben drei,So schauten aus auch Kindlein zweiUnd riefen: Vater! — Ich tat mich heimen.— Es kann einem wunderlich träumen!Dann ging ich dichten.Und die Leute taten mir Kränze winden.Und muß berichten:Eine Maid sagt: Du bist meinallein,Ich will dir Sträußlein im Lenze binden.Ich sag': Was soll mir dein Blumengruß,Wenn ich ein Geheimnis verschweigen muß,Daß Fraue du zu aller FristMein' herzallerliebste Freude bist!Drauf tat sie mit Küssen nit säumen.— Es kann einem wunderlich träumen!Jetzt kamen FreundeUnd taten mich in die Ferne führen.Mein Lieb, das weinte.Ich steig' zum Glück, sie bleibt zurückUnd klagt: »Ich wollt' dich gerne führen!« —Ich finde Freude, Gut und GeldUnd alle hohe Ehr' der Welt. —Endlich die Lieb' mich zur Heimat ruft,Da find' ich die Maid in der Totengruft.Drum sollst du dein Herz nicht versäumen.— Es kann einem wunderlich träumen!

Nun wollt' ich schlafen.Das Tagwerk ist recht hart gewesen.Bin ich erschaffenFür Bauernbrot und Bauernnot?Dasist meine Frag' gewesen.Da seh' ich ein Häuslein wohl schön gebaut,Und ein Weib in Huld zum Fenster ausschaut;Der Fenster waren eben drei,So schauten aus auch Kindlein zweiUnd riefen: Vater! — Ich tat mich heimen.— Es kann einem wunderlich träumen!Dann ging ich dichten.Und die Leute taten mir Kränze winden.Und muß berichten:Eine Maid sagt: Du bist meinallein,Ich will dir Sträußlein im Lenze binden.Ich sag': Was soll mir dein Blumengruß,Wenn ich ein Geheimnis verschweigen muß,Daß Fraue du zu aller FristMein' herzallerliebste Freude bist!Drauf tat sie mit Küssen nit säumen.— Es kann einem wunderlich träumen!Jetzt kamen FreundeUnd taten mich in die Ferne führen.Mein Lieb, das weinte.Ich steig' zum Glück, sie bleibt zurückUnd klagt: »Ich wollt' dich gerne führen!« —Ich finde Freude, Gut und GeldUnd alle hohe Ehr' der Welt. —Endlich die Lieb' mich zur Heimat ruft,Da find' ich die Maid in der Totengruft.Drum sollst du dein Herz nicht versäumen.— Es kann einem wunderlich träumen!

Nun wollt' ich schlafen.Das Tagwerk ist recht hart gewesen.Bin ich erschaffenFür Bauernbrot und Bauernnot?Dasist meine Frag' gewesen.Da seh' ich ein Häuslein wohl schön gebaut,Und ein Weib in Huld zum Fenster ausschaut;Der Fenster waren eben drei,So schauten aus auch Kindlein zweiUnd riefen: Vater! — Ich tat mich heimen.— Es kann einem wunderlich träumen!

Dann ging ich dichten.Und die Leute taten mir Kränze winden.Und muß berichten:Eine Maid sagt: Du bist meinallein,Ich will dir Sträußlein im Lenze binden.Ich sag': Was soll mir dein Blumengruß,Wenn ich ein Geheimnis verschweigen muß,Daß Fraue du zu aller FristMein' herzallerliebste Freude bist!Drauf tat sie mit Küssen nit säumen.— Es kann einem wunderlich träumen!

Jetzt kamen FreundeUnd taten mich in die Ferne führen.Mein Lieb, das weinte.Ich steig' zum Glück, sie bleibt zurückUnd klagt: »Ich wollt' dich gerne führen!« —Ich finde Freude, Gut und GeldUnd alle hohe Ehr' der Welt. —Endlich die Lieb' mich zur Heimat ruft,Da find' ich die Maid in der Totengruft.Drum sollst du dein Herz nicht versäumen.— Es kann einem wunderlich träumen!

Ich gebe mir die EhreUnd sing' ein Liedel fein,Ich bin ein großer Herre,Die ganzeWeltist mein.Der Landmann, der mag säenUnd ernten Korn und Lein;Doch Feldesblühn und -wehenZur Maienzeit ist mein.Die Karner mögen tauschenUnd nutzen Baum und Stein,Doch Waldesgrün und -rauschenUnd Waldesruh ist mein.Wie arm sind doch die Reichen,Vom Herzensfrieden fern,Oft Knechte sondergleichenSind diese hohen Herr'n.Sie streiten sonder LabeMit Schwert um Land und Meer;Ich zieh' mit meinem StabeErobernd hinterher.Wie lustig ist das Wandern,Die Sorgen sind ja klein;DieschwereWelt ist andern,DieschöneWelt ist mein.

Ich gebe mir die EhreUnd sing' ein Liedel fein,Ich bin ein großer Herre,Die ganzeWeltist mein.Der Landmann, der mag säenUnd ernten Korn und Lein;Doch Feldesblühn und -wehenZur Maienzeit ist mein.Die Karner mögen tauschenUnd nutzen Baum und Stein,Doch Waldesgrün und -rauschenUnd Waldesruh ist mein.Wie arm sind doch die Reichen,Vom Herzensfrieden fern,Oft Knechte sondergleichenSind diese hohen Herr'n.Sie streiten sonder LabeMit Schwert um Land und Meer;Ich zieh' mit meinem StabeErobernd hinterher.Wie lustig ist das Wandern,Die Sorgen sind ja klein;DieschwereWelt ist andern,DieschöneWelt ist mein.

Ich gebe mir die EhreUnd sing' ein Liedel fein,Ich bin ein großer Herre,Die ganzeWeltist mein.

Der Landmann, der mag säenUnd ernten Korn und Lein;Doch Feldesblühn und -wehenZur Maienzeit ist mein.

Die Karner mögen tauschenUnd nutzen Baum und Stein,Doch Waldesgrün und -rauschenUnd Waldesruh ist mein.

Wie arm sind doch die Reichen,Vom Herzensfrieden fern,Oft Knechte sondergleichenSind diese hohen Herr'n.

Sie streiten sonder LabeMit Schwert um Land und Meer;Ich zieh' mit meinem StabeErobernd hinterher.

Wie lustig ist das Wandern,Die Sorgen sind ja klein;DieschwereWelt ist andern,DieschöneWelt ist mein.

Habt Dank, ihr guten Leute,Für dieses reiche Mahl,Das ihr mir aufgetragenIn buntbekränzten SchüsselnUnd Goldpokal.Mein Herze dürstet nimmerNach Weltgenuß und Ehr',Im stillen Dorf zu lebenAls Mensch bei schlichten Menschen,Was soll ich mehr?Daß ich im Frieden atmeUnd dankbar, angesichtsDer heiligen Wunder GottesMich meines Lebens freue,Sonst will ich nichts.Ich werde nimmer müde,Des Himmels Glanz zu schaun,Auf seiner Wolken Spiele,Auf seiner Flocken ReigenMein Lust zu baun.Der Lüfte sanftes WiegenUnd wild gewaltige Macht,Der Wässer Steigen, Stürzen,Hat stets mir SeligkeitenIns Herz gebracht.Und sink' ich einst zu GrabeVon heitrem Tageslicht,Die Erde, ewig RosenAus ihrem Schoße sendend —Ich fürcht' sie nicht.

Habt Dank, ihr guten Leute,Für dieses reiche Mahl,Das ihr mir aufgetragenIn buntbekränzten SchüsselnUnd Goldpokal.Mein Herze dürstet nimmerNach Weltgenuß und Ehr',Im stillen Dorf zu lebenAls Mensch bei schlichten Menschen,Was soll ich mehr?Daß ich im Frieden atmeUnd dankbar, angesichtsDer heiligen Wunder GottesMich meines Lebens freue,Sonst will ich nichts.Ich werde nimmer müde,Des Himmels Glanz zu schaun,Auf seiner Wolken Spiele,Auf seiner Flocken ReigenMein Lust zu baun.Der Lüfte sanftes WiegenUnd wild gewaltige Macht,Der Wässer Steigen, Stürzen,Hat stets mir SeligkeitenIns Herz gebracht.Und sink' ich einst zu GrabeVon heitrem Tageslicht,Die Erde, ewig RosenAus ihrem Schoße sendend —Ich fürcht' sie nicht.

Habt Dank, ihr guten Leute,Für dieses reiche Mahl,Das ihr mir aufgetragenIn buntbekränzten SchüsselnUnd Goldpokal.

Mein Herze dürstet nimmerNach Weltgenuß und Ehr',Im stillen Dorf zu lebenAls Mensch bei schlichten Menschen,Was soll ich mehr?

Daß ich im Frieden atmeUnd dankbar, angesichtsDer heiligen Wunder GottesMich meines Lebens freue,Sonst will ich nichts.

Ich werde nimmer müde,Des Himmels Glanz zu schaun,Auf seiner Wolken Spiele,Auf seiner Flocken ReigenMein Lust zu baun.

Der Lüfte sanftes WiegenUnd wild gewaltige Macht,Der Wässer Steigen, Stürzen,Hat stets mir SeligkeitenIns Herz gebracht.

Und sink' ich einst zu GrabeVon heitrem Tageslicht,Die Erde, ewig RosenAus ihrem Schoße sendend —Ich fürcht' sie nicht.

*

Ich hab' mir erbautEin Häuschen allhier,O Leben so laut,Was willst du von mir?O führ mich nicht hinIns friedlose Feld,Ich bleib', was ich bin,Mir selber die Welt.Mein Glück ist in mir,Behalte du dich;Ich will nichts von dir,Nur lasse mir — mich!

Ich hab' mir erbautEin Häuschen allhier,O Leben so laut,Was willst du von mir?O führ mich nicht hinIns friedlose Feld,Ich bleib', was ich bin,Mir selber die Welt.Mein Glück ist in mir,Behalte du dich;Ich will nichts von dir,Nur lasse mir — mich!

Ich hab' mir erbautEin Häuschen allhier,O Leben so laut,Was willst du von mir?O führ mich nicht hinIns friedlose Feld,Ich bleib', was ich bin,Mir selber die Welt.Mein Glück ist in mir,Behalte du dich;Ich will nichts von dir,Nur lasse mir — mich!

O ruhsamer Wald, wie bist du fein!Wie bist du in Ewigkeit jung und rein!Vom blutigen Kreuzweg der MenschensöhneEntweiht keine Spur deine heilige Schöne.Wohl heut wie zur Urzeit die Stürme tosen,Und wühlen im See und brechen den Baum.Wohl heut wie zur Urzeit blühen die RosenUnd funkelt der Tau am Blütensaum. —In dir ist Ruh'.Mein Leib will liegenIn blumiger Wiegen.Meine Seele kam her aus unendlichen Zeiten,Und wie der wandernde Vogel den Ast,So wählt diesen Leib sie zur kurzen Rast,Ehe weiter sie fliegt in die Ewigkeiten.

O ruhsamer Wald, wie bist du fein!Wie bist du in Ewigkeit jung und rein!Vom blutigen Kreuzweg der MenschensöhneEntweiht keine Spur deine heilige Schöne.Wohl heut wie zur Urzeit die Stürme tosen,Und wühlen im See und brechen den Baum.Wohl heut wie zur Urzeit blühen die RosenUnd funkelt der Tau am Blütensaum. —In dir ist Ruh'.Mein Leib will liegenIn blumiger Wiegen.Meine Seele kam her aus unendlichen Zeiten,Und wie der wandernde Vogel den Ast,So wählt diesen Leib sie zur kurzen Rast,Ehe weiter sie fliegt in die Ewigkeiten.

O ruhsamer Wald, wie bist du fein!Wie bist du in Ewigkeit jung und rein!Vom blutigen Kreuzweg der MenschensöhneEntweiht keine Spur deine heilige Schöne.Wohl heut wie zur Urzeit die Stürme tosen,Und wühlen im See und brechen den Baum.Wohl heut wie zur Urzeit blühen die RosenUnd funkelt der Tau am Blütensaum. —In dir ist Ruh'.Mein Leib will liegenIn blumiger Wiegen.Meine Seele kam her aus unendlichen Zeiten,Und wie der wandernde Vogel den Ast,So wählt diesen Leib sie zur kurzen Rast,Ehe weiter sie fliegt in die Ewigkeiten.

Wenn alle Wälder schlafenUnd alle Quellen schweigen,Die Nebel stille steigen,Die Sterne leis' sich neigen,Da ist das einsam LebenEin selig, selig Sein.Wenn alle Wipfel flüsternUnd alle Vögel singen,Wenn alle Geigen fiedelnUnd alle Kehlen klingen,Da ist das einsam LebenWohl eine harte Pein.Ob träumen still, ob jubelnIm lauten Kreis der Freuden,Das beste ist, vom LebenOhn' allen Abschied scheiden.Drum sei das einsam SterbenGesegnet nur allein.

Wenn alle Wälder schlafenUnd alle Quellen schweigen,Die Nebel stille steigen,Die Sterne leis' sich neigen,Da ist das einsam LebenEin selig, selig Sein.Wenn alle Wipfel flüsternUnd alle Vögel singen,Wenn alle Geigen fiedelnUnd alle Kehlen klingen,Da ist das einsam LebenWohl eine harte Pein.Ob träumen still, ob jubelnIm lauten Kreis der Freuden,Das beste ist, vom LebenOhn' allen Abschied scheiden.Drum sei das einsam SterbenGesegnet nur allein.

Wenn alle Wälder schlafenUnd alle Quellen schweigen,Die Nebel stille steigen,Die Sterne leis' sich neigen,Da ist das einsam LebenEin selig, selig Sein.

Wenn alle Wipfel flüsternUnd alle Vögel singen,Wenn alle Geigen fiedelnUnd alle Kehlen klingen,Da ist das einsam LebenWohl eine harte Pein.

Ob träumen still, ob jubelnIm lauten Kreis der Freuden,Das beste ist, vom LebenOhn' allen Abschied scheiden.Drum sei das einsam SterbenGesegnet nur allein.

In der Berge Falten tief geschmiegtUnd gewickelt in den weichen Wald,Wie das Kindlein in der Wiege liegt,Ist mein liebster Aufenthalt.Wie die Mutter sang, so singt der Bach,Und in Wipfeln muntre VögeleinRufen mir der Jugend Märchen wach,Singen mich zum Schlummer ein.Von den Kronen wehen Blütenreigen,Decken mich im kühlen Schatten zu,Und ein Engel flüstert's allen Zweigen:Leise rauschet seiner Ruh!Laß mich einstens, Götterlieblingssohn,Finden in der Waldesruh mein Ziel,Kränz mir dort die Stirn, anstatt mit Mohn,Mit dem heiligen Asphodil.

In der Berge Falten tief geschmiegtUnd gewickelt in den weichen Wald,Wie das Kindlein in der Wiege liegt,Ist mein liebster Aufenthalt.Wie die Mutter sang, so singt der Bach,Und in Wipfeln muntre VögeleinRufen mir der Jugend Märchen wach,Singen mich zum Schlummer ein.Von den Kronen wehen Blütenreigen,Decken mich im kühlen Schatten zu,Und ein Engel flüstert's allen Zweigen:Leise rauschet seiner Ruh!Laß mich einstens, Götterlieblingssohn,Finden in der Waldesruh mein Ziel,Kränz mir dort die Stirn, anstatt mit Mohn,Mit dem heiligen Asphodil.

In der Berge Falten tief geschmiegtUnd gewickelt in den weichen Wald,Wie das Kindlein in der Wiege liegt,Ist mein liebster Aufenthalt.

Wie die Mutter sang, so singt der Bach,Und in Wipfeln muntre VögeleinRufen mir der Jugend Märchen wach,Singen mich zum Schlummer ein.

Von den Kronen wehen Blütenreigen,Decken mich im kühlen Schatten zu,Und ein Engel flüstert's allen Zweigen:Leise rauschet seiner Ruh!

Laß mich einstens, Götterlieblingssohn,Finden in der Waldesruh mein Ziel,Kränz mir dort die Stirn, anstatt mit Mohn,Mit dem heiligen Asphodil.

Wollte heim in meine Berge,Um den Frieden zu umfassen,Den ich weltlusttrunken einst imGrünen Wald zurückgelassen.Gab ihn einem muntren VögleinIn Verwahrung, bis ich käme,Und den süßen JugendfriedenWieder an den Busen nähme.Hab' mit meinem heißen HerzenRuhlos nun den Wald durchzogen.Doch das liebe muntre VögleinIst schon längst davongeflogen.

Wollte heim in meine Berge,Um den Frieden zu umfassen,Den ich weltlusttrunken einst imGrünen Wald zurückgelassen.Gab ihn einem muntren VögleinIn Verwahrung, bis ich käme,Und den süßen JugendfriedenWieder an den Busen nähme.Hab' mit meinem heißen HerzenRuhlos nun den Wald durchzogen.Doch das liebe muntre VögleinIst schon längst davongeflogen.

Wollte heim in meine Berge,Um den Frieden zu umfassen,Den ich weltlusttrunken einst imGrünen Wald zurückgelassen.

Gab ihn einem muntren VögleinIn Verwahrung, bis ich käme,Und den süßen JugendfriedenWieder an den Busen nähme.

Hab' mit meinem heißen HerzenRuhlos nun den Wald durchzogen.Doch das liebe muntre VögleinIst schon längst davongeflogen.

Edelweiß und Alpenrose,Sinnbild ihr der Menschenlose,Sinnbild unsres höchsten Glücks.Blutige Rose! Liebe, Leben,Nimmermüdes Lustanstreben,Flammenleuchte des Geschicks.Doch wie bald ist es geschehen,Daß die Rose muß vergehen,Bald sind Erdenfreuden fern.Dann empor zu höchsten Zinken,Dort wird noch dem Wandrer winkenDer Entsagung blasser Stern.Ach, an seinen heißen GlutenMuß zu früh das Herz verbluten,Und zurück, als letzter Preis,Bleibt ein wunschlos kühles TräumenIn dem Haupt mit Silbersäumen— Süßes, seliges Edelweiß!

Edelweiß und Alpenrose,Sinnbild ihr der Menschenlose,Sinnbild unsres höchsten Glücks.Blutige Rose! Liebe, Leben,Nimmermüdes Lustanstreben,Flammenleuchte des Geschicks.Doch wie bald ist es geschehen,Daß die Rose muß vergehen,Bald sind Erdenfreuden fern.Dann empor zu höchsten Zinken,Dort wird noch dem Wandrer winkenDer Entsagung blasser Stern.Ach, an seinen heißen GlutenMuß zu früh das Herz verbluten,Und zurück, als letzter Preis,Bleibt ein wunschlos kühles TräumenIn dem Haupt mit Silbersäumen— Süßes, seliges Edelweiß!

Edelweiß und Alpenrose,Sinnbild ihr der Menschenlose,Sinnbild unsres höchsten Glücks.Blutige Rose! Liebe, Leben,Nimmermüdes Lustanstreben,Flammenleuchte des Geschicks.

Doch wie bald ist es geschehen,Daß die Rose muß vergehen,Bald sind Erdenfreuden fern.Dann empor zu höchsten Zinken,Dort wird noch dem Wandrer winkenDer Entsagung blasser Stern.

Ach, an seinen heißen GlutenMuß zu früh das Herz verbluten,Und zurück, als letzter Preis,Bleibt ein wunschlos kühles TräumenIn dem Haupt mit Silbersäumen— Süßes, seliges Edelweiß!

Gute Nacht, ihr Freunde,Ach, wie lebt' ich gern!Daß die Welt so schön ist,Dankt' ich Gott dem Herrn.Daß die Welt so schön ist,Tut mir bitter weh,Wenn ich schlafen geh!Ach, wie möcht' ich einmalNoch von BergeshöhnMeine süße HeimatSonnbeleuchtet sehn!Und den Herrn umarmenIn des Himmels Näh',Eh' ich schlafen geh.Wie man abends KinderErnst zu Bette ruft,Führt der Herr mich schweigendIn die dunkle Gruft.Meine Lust ist leben,Doch sein Will' gescheh,Daß ich schlafen geh!

Gute Nacht, ihr Freunde,Ach, wie lebt' ich gern!Daß die Welt so schön ist,Dankt' ich Gott dem Herrn.Daß die Welt so schön ist,Tut mir bitter weh,Wenn ich schlafen geh!Ach, wie möcht' ich einmalNoch von BergeshöhnMeine süße HeimatSonnbeleuchtet sehn!Und den Herrn umarmenIn des Himmels Näh',Eh' ich schlafen geh.Wie man abends KinderErnst zu Bette ruft,Führt der Herr mich schweigendIn die dunkle Gruft.Meine Lust ist leben,Doch sein Will' gescheh,Daß ich schlafen geh!

Gute Nacht, ihr Freunde,Ach, wie lebt' ich gern!Daß die Welt so schön ist,Dankt' ich Gott dem Herrn.Daß die Welt so schön ist,Tut mir bitter weh,Wenn ich schlafen geh!

Ach, wie möcht' ich einmalNoch von BergeshöhnMeine süße HeimatSonnbeleuchtet sehn!Und den Herrn umarmenIn des Himmels Näh',Eh' ich schlafen geh.

Wie man abends KinderErnst zu Bette ruft,Führt der Herr mich schweigendIn die dunkle Gruft.Meine Lust ist leben,Doch sein Will' gescheh,Daß ich schlafen geh!

Du treues Haus auf stiller Bergeshöh',Von weichem Mondessilber mild umgossen,Wie grüß' ich dich aus fernem welschem Land,Wo nirgends deine Tannenwälder sprossen.Wo nie ein Wort der heiligen Sprache klingt,Die du zum deutschen Erbe mir gegeben,Und wo man leicht im tollen FastnachtstanzVerschachert und verjohlt sein heißes Leben.Ein Land, so schön und reich und hochberühmt,Bewohnt von frohem Volk in Bettlerlappen,Das auf den Trümmern seiner großen ZeitSich kindisch freut an bunten Narrenkappen.Ein Land, ein Märchengarten auf dem Meer,Ein Eden, das sonst nichts mit dir gemein,Du Heimatsmatte auf der Bergeshöh',Als Gotteshimmel mit dem Sonnenschein.

Du treues Haus auf stiller Bergeshöh',Von weichem Mondessilber mild umgossen,Wie grüß' ich dich aus fernem welschem Land,Wo nirgends deine Tannenwälder sprossen.Wo nie ein Wort der heiligen Sprache klingt,Die du zum deutschen Erbe mir gegeben,Und wo man leicht im tollen FastnachtstanzVerschachert und verjohlt sein heißes Leben.Ein Land, so schön und reich und hochberühmt,Bewohnt von frohem Volk in Bettlerlappen,Das auf den Trümmern seiner großen ZeitSich kindisch freut an bunten Narrenkappen.Ein Land, ein Märchengarten auf dem Meer,Ein Eden, das sonst nichts mit dir gemein,Du Heimatsmatte auf der Bergeshöh',Als Gotteshimmel mit dem Sonnenschein.

Du treues Haus auf stiller Bergeshöh',Von weichem Mondessilber mild umgossen,Wie grüß' ich dich aus fernem welschem Land,Wo nirgends deine Tannenwälder sprossen.Wo nie ein Wort der heiligen Sprache klingt,Die du zum deutschen Erbe mir gegeben,Und wo man leicht im tollen FastnachtstanzVerschachert und verjohlt sein heißes Leben.Ein Land, so schön und reich und hochberühmt,Bewohnt von frohem Volk in Bettlerlappen,Das auf den Trümmern seiner großen ZeitSich kindisch freut an bunten Narrenkappen.Ein Land, ein Märchengarten auf dem Meer,Ein Eden, das sonst nichts mit dir gemein,Du Heimatsmatte auf der Bergeshöh',Als Gotteshimmel mit dem Sonnenschein.

Vergib mir, o Süden!Ich kann dich nicht lieben,Ich muß dich meiden,Meine Wünsche, meine FreudenStehn auf dunklem Grund geschrieben.Meine blassen TatenLeuchten nur in nordischem Schatten.In SturmessausenUnd Wälderbrausen,In Schnee und Eiseskern,In düsteren NebelnGlänzt mein Stern.Du, o Süden,Mit deines Lichtes Grelle,Versengst mir die Seele.Deine kahlen Berge und Schluchten,Deine schattenlosen Buchten,Deine heißen TerrassenUnd staubigen Straßen,Deine gekochten Lüfte,Deine einschläfernden DüfteUnd übelriechenden Dünste,Deiner schmutzigen GassenLautes Sichgehenlassen,Deiner Wirte Kniffe und Künste,All das zusammenMacht mich erlahmen.Wie soll im weltfremden WesenDer Sohn des stillen Waldes genesen?Dazu des Meeres unendliche Weite,Die Länder der Erde all bespülend,Die Sehnsucht weckend und nicht erfüllend.So muß man am fremden Eiland klebenWie ein Verbannter, und tatlos leben.O sonniger SüdenMit deinen Rosen, mit deinen Maien!Weltumworbenes Paradies,Ich will dich benedeien;Wärst du meiner KindheitTrautsame Heimat,Wie wollt' ich in TreuenSelig mich freuen.Doch ich bin Germane,Die sonnige Glut,Der süße, südliche SeimZersetzt mir das Blut.MeinesGlückes Kern und KeimIst deutscher Wald,Und mein Paradies heißtNebelheim.

Vergib mir, o Süden!Ich kann dich nicht lieben,Ich muß dich meiden,Meine Wünsche, meine FreudenStehn auf dunklem Grund geschrieben.Meine blassen TatenLeuchten nur in nordischem Schatten.In SturmessausenUnd Wälderbrausen,In Schnee und Eiseskern,In düsteren NebelnGlänzt mein Stern.Du, o Süden,Mit deines Lichtes Grelle,Versengst mir die Seele.Deine kahlen Berge und Schluchten,Deine schattenlosen Buchten,Deine heißen TerrassenUnd staubigen Straßen,Deine gekochten Lüfte,Deine einschläfernden DüfteUnd übelriechenden Dünste,Deiner schmutzigen GassenLautes Sichgehenlassen,Deiner Wirte Kniffe und Künste,All das zusammenMacht mich erlahmen.Wie soll im weltfremden WesenDer Sohn des stillen Waldes genesen?Dazu des Meeres unendliche Weite,Die Länder der Erde all bespülend,Die Sehnsucht weckend und nicht erfüllend.So muß man am fremden Eiland klebenWie ein Verbannter, und tatlos leben.O sonniger SüdenMit deinen Rosen, mit deinen Maien!Weltumworbenes Paradies,Ich will dich benedeien;Wärst du meiner KindheitTrautsame Heimat,Wie wollt' ich in TreuenSelig mich freuen.Doch ich bin Germane,Die sonnige Glut,Der süße, südliche SeimZersetzt mir das Blut.MeinesGlückes Kern und KeimIst deutscher Wald,Und mein Paradies heißtNebelheim.

Vergib mir, o Süden!Ich kann dich nicht lieben,Ich muß dich meiden,Meine Wünsche, meine FreudenStehn auf dunklem Grund geschrieben.Meine blassen TatenLeuchten nur in nordischem Schatten.In SturmessausenUnd Wälderbrausen,In Schnee und Eiseskern,In düsteren NebelnGlänzt mein Stern.Du, o Süden,Mit deines Lichtes Grelle,Versengst mir die Seele.Deine kahlen Berge und Schluchten,Deine schattenlosen Buchten,Deine heißen TerrassenUnd staubigen Straßen,Deine gekochten Lüfte,Deine einschläfernden DüfteUnd übelriechenden Dünste,Deiner schmutzigen GassenLautes Sichgehenlassen,Deiner Wirte Kniffe und Künste,All das zusammenMacht mich erlahmen.Wie soll im weltfremden WesenDer Sohn des stillen Waldes genesen?Dazu des Meeres unendliche Weite,Die Länder der Erde all bespülend,Die Sehnsucht weckend und nicht erfüllend.So muß man am fremden Eiland klebenWie ein Verbannter, und tatlos leben.O sonniger SüdenMit deinen Rosen, mit deinen Maien!Weltumworbenes Paradies,Ich will dich benedeien;Wärst du meiner KindheitTrautsame Heimat,Wie wollt' ich in TreuenSelig mich freuen.Doch ich bin Germane,Die sonnige Glut,Der süße, südliche SeimZersetzt mir das Blut.MeinesGlückes Kern und KeimIst deutscher Wald,Und mein Paradies heißtNebelheim.

Ein Freund ging nach AmerikaUnd schrieb mir vor einigen Lenzen:Schicke mir Rosen aus Steiermark,Ich hab' eine Braut zu bekränzen!Und als vergangen war ein Jahr,Da kam ein Brieflein gelaufen:Schicke mir Wasser aus Steiermark,Ich habe ein Kindlein zu taufen!Und wieder ein Jahr, da wollte der Freund,Ach, noch was anderes haben:Schicke mir Erde aus Steiermark,Muß Weib und Kind begraben!Und so ersehnte der arme MannAuf fernsten, fremden WegenFür höchste Freud', für tiefstes LeidDes Heimatlandes Segen.

Ein Freund ging nach AmerikaUnd schrieb mir vor einigen Lenzen:Schicke mir Rosen aus Steiermark,Ich hab' eine Braut zu bekränzen!Und als vergangen war ein Jahr,Da kam ein Brieflein gelaufen:Schicke mir Wasser aus Steiermark,Ich habe ein Kindlein zu taufen!Und wieder ein Jahr, da wollte der Freund,Ach, noch was anderes haben:Schicke mir Erde aus Steiermark,Muß Weib und Kind begraben!Und so ersehnte der arme MannAuf fernsten, fremden WegenFür höchste Freud', für tiefstes LeidDes Heimatlandes Segen.

Ein Freund ging nach AmerikaUnd schrieb mir vor einigen Lenzen:Schicke mir Rosen aus Steiermark,Ich hab' eine Braut zu bekränzen!

Und als vergangen war ein Jahr,Da kam ein Brieflein gelaufen:Schicke mir Wasser aus Steiermark,Ich habe ein Kindlein zu taufen!

Und wieder ein Jahr, da wollte der Freund,Ach, noch was anderes haben:Schicke mir Erde aus Steiermark,Muß Weib und Kind begraben!

Und so ersehnte der arme MannAuf fernsten, fremden WegenFür höchste Freud', für tiefstes LeidDes Heimatlandes Segen.

Was dies Leben mir beschieden,Es war gut, ich bin's zufrieden.Könnt' ich eines noch erwerben:Nur Daheim,Daheimzu sterben.Nicht auf fernen WanderswegenMöcht' ich mich zur Ruhe legen,Nirgends auf der ganzen Erde,Als Daheim am eignen Herde.Vor des Todes dunklen SchreckenWollt' ich nimmer mich versteckenWenn aus Augen schmerzbefeuchtetLiebe mir zu Bette leuchtet,Wenn die Meinen mich umgeben,Atmend mein entschwindend Leben,Und aus gottergebnem SterbenMeines Herzens Frieden erben.

Was dies Leben mir beschieden,Es war gut, ich bin's zufrieden.Könnt' ich eines noch erwerben:Nur Daheim,Daheimzu sterben.Nicht auf fernen WanderswegenMöcht' ich mich zur Ruhe legen,Nirgends auf der ganzen Erde,Als Daheim am eignen Herde.Vor des Todes dunklen SchreckenWollt' ich nimmer mich versteckenWenn aus Augen schmerzbefeuchtetLiebe mir zu Bette leuchtet,Wenn die Meinen mich umgeben,Atmend mein entschwindend Leben,Und aus gottergebnem SterbenMeines Herzens Frieden erben.

Was dies Leben mir beschieden,Es war gut, ich bin's zufrieden.Könnt' ich eines noch erwerben:Nur Daheim,Daheimzu sterben.Nicht auf fernen WanderswegenMöcht' ich mich zur Ruhe legen,Nirgends auf der ganzen Erde,Als Daheim am eignen Herde.Vor des Todes dunklen SchreckenWollt' ich nimmer mich versteckenWenn aus Augen schmerzbefeuchtetLiebe mir zu Bette leuchtet,Wenn die Meinen mich umgeben,Atmend mein entschwindend Leben,Und aus gottergebnem SterbenMeines Herzens Frieden erben.

Wir grüßen dich, Bergland, du teure Heimat!Wir jauchzen dir zu, wie sehr wir dich lieben.Wir lieben die blühende Flur — den Brautkranz der Jugend.Wir lieben des Kornes wogenden Feldplan — den nährenden Vater.Wir lieben der Weinhügel sonnigen Busen — die säugende Mutter.Wir lieben den Wald, den dämmernden Garten der blauen Blumen.Wir lieben der stillen Heide traumvoll sinnende Muse.Wir lieben den friedlich gebetteten Alpsee,Wo müde gehetzt das Weltkind rastetWeich in des Kahnes schaukelnder Wiege.Wir singen ihm leise ein süßes Schlaflied. —Vor allem doch euch, ihr stillen Felsen,Ihr schneegekrönten Wächter der Heimat,Mit Ehrfurcht grüßen wir euch.Behütet mit ehernem Wall der Vorfahren heilige Stätte.Behütet, ihr ewigen Berge, den deutschen EnkelnDas Land der Treue und Freude!

Wir grüßen dich, Bergland, du teure Heimat!Wir jauchzen dir zu, wie sehr wir dich lieben.Wir lieben die blühende Flur — den Brautkranz der Jugend.Wir lieben des Kornes wogenden Feldplan — den nährenden Vater.Wir lieben der Weinhügel sonnigen Busen — die säugende Mutter.Wir lieben den Wald, den dämmernden Garten der blauen Blumen.Wir lieben der stillen Heide traumvoll sinnende Muse.Wir lieben den friedlich gebetteten Alpsee,Wo müde gehetzt das Weltkind rastetWeich in des Kahnes schaukelnder Wiege.Wir singen ihm leise ein süßes Schlaflied. —Vor allem doch euch, ihr stillen Felsen,Ihr schneegekrönten Wächter der Heimat,Mit Ehrfurcht grüßen wir euch.Behütet mit ehernem Wall der Vorfahren heilige Stätte.Behütet, ihr ewigen Berge, den deutschen EnkelnDas Land der Treue und Freude!

Wir grüßen dich, Bergland, du teure Heimat!Wir jauchzen dir zu, wie sehr wir dich lieben.Wir lieben die blühende Flur — den Brautkranz der Jugend.Wir lieben des Kornes wogenden Feldplan — den nährenden Vater.Wir lieben der Weinhügel sonnigen Busen — die säugende Mutter.Wir lieben den Wald, den dämmernden Garten der blauen Blumen.Wir lieben der stillen Heide traumvoll sinnende Muse.Wir lieben den friedlich gebetteten Alpsee,Wo müde gehetzt das Weltkind rastetWeich in des Kahnes schaukelnder Wiege.Wir singen ihm leise ein süßes Schlaflied. —Vor allem doch euch, ihr stillen Felsen,Ihr schneegekrönten Wächter der Heimat,Mit Ehrfurcht grüßen wir euch.Behütet mit ehernem Wall der Vorfahren heilige Stätte.Behütet, ihr ewigen Berge, den deutschen EnkelnDas Land der Treue und Freude!

Gottbegnadet Land! Zur MaienzeitSei dir, Styria, ein Strauß geweiht.Du bist göttlich schön. — Die FelsenstirnStolz gekrönet mit diamantnem Firn!Leuchtend als dein Aug' die klaren Seen,Wo als Braun die heiligen Tannen stehn.Hier die goldnen Ähren, dort die RebenFroh um deinen Busen Kränze weben,Und allda, wo anderwärts der SpatenNichts zu finden weiß, als ewigen Schatten,Tief in deiner Berge treuem HerzenBist du reich an unschätzbaren Erzen,Deren Kraft der Erde Frucht erneut,Deren Klang das reine Herz erfreut,Deren Droh'n die Feinde macht erbeben. —Schön bist du und herrlich, mild und stark,Noch im Grabe weltaufbauend LebenBirgst du, hochgeliebte Steiermark.

Gottbegnadet Land! Zur MaienzeitSei dir, Styria, ein Strauß geweiht.Du bist göttlich schön. — Die FelsenstirnStolz gekrönet mit diamantnem Firn!Leuchtend als dein Aug' die klaren Seen,Wo als Braun die heiligen Tannen stehn.Hier die goldnen Ähren, dort die RebenFroh um deinen Busen Kränze weben,Und allda, wo anderwärts der SpatenNichts zu finden weiß, als ewigen Schatten,Tief in deiner Berge treuem HerzenBist du reich an unschätzbaren Erzen,Deren Kraft der Erde Frucht erneut,Deren Klang das reine Herz erfreut,Deren Droh'n die Feinde macht erbeben. —Schön bist du und herrlich, mild und stark,Noch im Grabe weltaufbauend LebenBirgst du, hochgeliebte Steiermark.

Gottbegnadet Land! Zur MaienzeitSei dir, Styria, ein Strauß geweiht.Du bist göttlich schön. — Die FelsenstirnStolz gekrönet mit diamantnem Firn!Leuchtend als dein Aug' die klaren Seen,Wo als Braun die heiligen Tannen stehn.Hier die goldnen Ähren, dort die RebenFroh um deinen Busen Kränze weben,Und allda, wo anderwärts der SpatenNichts zu finden weiß, als ewigen Schatten,Tief in deiner Berge treuem HerzenBist du reich an unschätzbaren Erzen,Deren Kraft der Erde Frucht erneut,Deren Klang das reine Herz erfreut,Deren Droh'n die Feinde macht erbeben. —Schön bist du und herrlich, mild und stark,Noch im Grabe weltaufbauend LebenBirgst du, hochgeliebte Steiermark.

Mein Steirer, tracht',Daß echte TrachtWird angewandtIm Heimatland.Nicht kostümiert,Nicht falsch geziert;Im Stoffe echt,Dem Zweck gerecht,Die Form gewahrtNach VäterartUnd mit BedachtZu Haus gemacht. —Ob alt, ob neu:Stets wahr und treu.So wie der Mann,So sein Gewand,Das ist der BrauchIm Steirerland.

Mein Steirer, tracht',Daß echte TrachtWird angewandtIm Heimatland.Nicht kostümiert,Nicht falsch geziert;Im Stoffe echt,Dem Zweck gerecht,Die Form gewahrtNach VäterartUnd mit BedachtZu Haus gemacht. —Ob alt, ob neu:Stets wahr und treu.So wie der Mann,So sein Gewand,Das ist der BrauchIm Steirerland.

Mein Steirer, tracht',Daß echte TrachtWird angewandtIm Heimatland.Nicht kostümiert,Nicht falsch geziert;Im Stoffe echt,Dem Zweck gerecht,Die Form gewahrtNach VäterartUnd mit BedachtZu Haus gemacht. —Ob alt, ob neu:Stets wahr und treu.So wie der Mann,So sein Gewand,Das ist der BrauchIm Steirerland.

Singet, jauchzet eure Lieder,Hochgemute Steirerkehlen!In der Steirer Herzen widerHallt der Jubel eurer Seelen.Deutscher Heimat süße SängeKlingen in den lauen Lüften,Schlagen an die Felsenhänge,Wehen über Seen und Triften.Auf der weiten GotteserdenWird kein schöneres Land gefunden;Durch weißgrüne Bande werdenMit dem Himmel wir verbunden.Auf die Scholle sinkt der Sänger,Daß er fromm das Erdreich küsset:O geliebtes, heiliges WaldlandSteiermark, sei uns gegrüßet! —Heimatfreude ist getragenVon des Liedes Ätherschwingen,Unsre Lust ist nicht zu sagen,Darum müssen wir sie singen.

Singet, jauchzet eure Lieder,Hochgemute Steirerkehlen!In der Steirer Herzen widerHallt der Jubel eurer Seelen.Deutscher Heimat süße SängeKlingen in den lauen Lüften,Schlagen an die Felsenhänge,Wehen über Seen und Triften.Auf der weiten GotteserdenWird kein schöneres Land gefunden;Durch weißgrüne Bande werdenMit dem Himmel wir verbunden.Auf die Scholle sinkt der Sänger,Daß er fromm das Erdreich küsset:O geliebtes, heiliges WaldlandSteiermark, sei uns gegrüßet! —Heimatfreude ist getragenVon des Liedes Ätherschwingen,Unsre Lust ist nicht zu sagen,Darum müssen wir sie singen.

Singet, jauchzet eure Lieder,Hochgemute Steirerkehlen!In der Steirer Herzen widerHallt der Jubel eurer Seelen.Deutscher Heimat süße SängeKlingen in den lauen Lüften,Schlagen an die Felsenhänge,Wehen über Seen und Triften.Auf der weiten GotteserdenWird kein schöneres Land gefunden;Durch weißgrüne Bande werdenMit dem Himmel wir verbunden.Auf die Scholle sinkt der Sänger,Daß er fromm das Erdreich küsset:O geliebtes, heiliges WaldlandSteiermark, sei uns gegrüßet! —Heimatfreude ist getragenVon des Liedes Ätherschwingen,Unsre Lust ist nicht zu sagen,Darum müssen wir sie singen.

Hörst du das Läuten, Freund?Her aus den Weiten, Freund?Weckt es nicht wonnig desWanderers Drang? —Glaub diesen Glocken nicht,Laß dich verlocken nichtVon der SireneWeltpreisendem Sang!Und mußt du dennoch fort,Jagend von Ort zu Ort,Suchend die Ziele, dieNirgendwo sind:Kehre fein balde um,Freund, in dein Heiligtum,Wo du bist Gatte undVater und Kind.Reiße vom Strande dich,Eh' fremde Bande dichFestgewebt; nimmer ihrSklave sollst sein.Denn deine größte KraftUnd deine MeisterschaftSproßt aus der heimischenErde allein. —Panzre mit Steirererz,Land, deines Sohnes Herz,Heb auf den Schild ihnDes leuchtenden Firn.Kränze mit LärchenreisUnd mit dem EdelweißWürdig des ÄlplersTeutonische Stirn. —Östlicher Rosenhauch,Südlicher LorbeerstrauchGleicht nicht des TannenbaumsDuftendem Reis.Was auch in weiter WeltHerrliches aufgestellt,Heiliges Heimatland,Dir sei der Preis!

Hörst du das Läuten, Freund?Her aus den Weiten, Freund?Weckt es nicht wonnig desWanderers Drang? —Glaub diesen Glocken nicht,Laß dich verlocken nichtVon der SireneWeltpreisendem Sang!Und mußt du dennoch fort,Jagend von Ort zu Ort,Suchend die Ziele, dieNirgendwo sind:Kehre fein balde um,Freund, in dein Heiligtum,Wo du bist Gatte undVater und Kind.Reiße vom Strande dich,Eh' fremde Bande dichFestgewebt; nimmer ihrSklave sollst sein.Denn deine größte KraftUnd deine MeisterschaftSproßt aus der heimischenErde allein. —Panzre mit Steirererz,Land, deines Sohnes Herz,Heb auf den Schild ihnDes leuchtenden Firn.Kränze mit LärchenreisUnd mit dem EdelweißWürdig des ÄlplersTeutonische Stirn. —Östlicher Rosenhauch,Südlicher LorbeerstrauchGleicht nicht des TannenbaumsDuftendem Reis.Was auch in weiter WeltHerrliches aufgestellt,Heiliges Heimatland,Dir sei der Preis!

Hörst du das Läuten, Freund?Her aus den Weiten, Freund?Weckt es nicht wonnig desWanderers Drang? —Glaub diesen Glocken nicht,Laß dich verlocken nichtVon der SireneWeltpreisendem Sang!

Und mußt du dennoch fort,Jagend von Ort zu Ort,Suchend die Ziele, dieNirgendwo sind:Kehre fein balde um,Freund, in dein Heiligtum,Wo du bist Gatte undVater und Kind.

Reiße vom Strande dich,Eh' fremde Bande dichFestgewebt; nimmer ihrSklave sollst sein.Denn deine größte KraftUnd deine MeisterschaftSproßt aus der heimischenErde allein. —

Panzre mit Steirererz,Land, deines Sohnes Herz,Heb auf den Schild ihnDes leuchtenden Firn.Kränze mit LärchenreisUnd mit dem EdelweißWürdig des ÄlplersTeutonische Stirn. —

Östlicher Rosenhauch,Südlicher LorbeerstrauchGleicht nicht des TannenbaumsDuftendem Reis.Was auch in weiter WeltHerrliches aufgestellt,Heiliges Heimatland,Dir sei der Preis!

Vom Ortler bis zum KahlenbergAm reichen DonaustrandIst unsrer deutschen Ahnen Haus,Ihr freies Heimatland —Im Reich der Tannen.Ob's Bayern oder Steiern heißt:Die Drau, die Traun, die Donau fleußtDurchs Hochland der Germanen.Die wildgewaltige FelsenburgStellt Ost und Westen gleich.Es pocht ein einig VolkesherzDurchs ganze Alpenreich.Erhebt die Fahnen!Es hat in Fried' und Streit und NotEin Lied, ein Schwert und einen GottDas Hochland der Germanen.

Vom Ortler bis zum KahlenbergAm reichen DonaustrandIst unsrer deutschen Ahnen Haus,Ihr freies Heimatland —Im Reich der Tannen.Ob's Bayern oder Steiern heißt:Die Drau, die Traun, die Donau fleußtDurchs Hochland der Germanen.Die wildgewaltige FelsenburgStellt Ost und Westen gleich.Es pocht ein einig VolkesherzDurchs ganze Alpenreich.Erhebt die Fahnen!Es hat in Fried' und Streit und NotEin Lied, ein Schwert und einen GottDas Hochland der Germanen.

Vom Ortler bis zum KahlenbergAm reichen DonaustrandIst unsrer deutschen Ahnen Haus,Ihr freies Heimatland —Im Reich der Tannen.Ob's Bayern oder Steiern heißt:Die Drau, die Traun, die Donau fleußtDurchs Hochland der Germanen.

Die wildgewaltige FelsenburgStellt Ost und Westen gleich.Es pocht ein einig VolkesherzDurchs ganze Alpenreich.Erhebt die Fahnen!Es hat in Fried' und Streit und NotEin Lied, ein Schwert und einen GottDas Hochland der Germanen.

Gott grüß dich, teures Heimatland,Du Hort von hoher AlpenwandBis an die nordischen Meere.Vom Murgestad' bis an den Rhein,O heilige Erde, bist du mein.Behüt dich Gott der Herre!Er weck in dir die alte Treu,Die alte Kindlichkeit aufs neuUnd milderer Tage Sitten,Für die der Ahnen HeldenherzIm frommen Schauen himmelwärtsGelitten und gestritten.Und bräch' ein böser Feind herein,Ich könnte nimmer fröhlich sein,Ich müßt' vor Wehe sterben.Ach, laß der Väter Lehr und Ehr,Der Brüder Freudigkeit und Wehr,O Herrgott, nicht verderben!

Gott grüß dich, teures Heimatland,Du Hort von hoher AlpenwandBis an die nordischen Meere.Vom Murgestad' bis an den Rhein,O heilige Erde, bist du mein.Behüt dich Gott der Herre!Er weck in dir die alte Treu,Die alte Kindlichkeit aufs neuUnd milderer Tage Sitten,Für die der Ahnen HeldenherzIm frommen Schauen himmelwärtsGelitten und gestritten.Und bräch' ein böser Feind herein,Ich könnte nimmer fröhlich sein,Ich müßt' vor Wehe sterben.Ach, laß der Väter Lehr und Ehr,Der Brüder Freudigkeit und Wehr,O Herrgott, nicht verderben!

Gott grüß dich, teures Heimatland,Du Hort von hoher AlpenwandBis an die nordischen Meere.Vom Murgestad' bis an den Rhein,O heilige Erde, bist du mein.Behüt dich Gott der Herre!

Er weck in dir die alte Treu,Die alte Kindlichkeit aufs neuUnd milderer Tage Sitten,Für die der Ahnen HeldenherzIm frommen Schauen himmelwärtsGelitten und gestritten.

Und bräch' ein böser Feind herein,Ich könnte nimmer fröhlich sein,Ich müßt' vor Wehe sterben.Ach, laß der Väter Lehr und Ehr,Der Brüder Freudigkeit und Wehr,O Herrgott, nicht verderben!


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