The Project Gutenberg eBook ofMein Lied

The Project Gutenberg eBook ofMein LiedThis ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.Title: Mein LiedAuthor: Peter RoseggerRelease date: January 4, 2015 [eBook #47872]Most recently updated: October 24, 2024Language: GermanCredits: Produced by Jana Srna, Norbert H. Langkau, Norbert Müllerand the Online Distributed Proofreading Team athttp://www.pgdp.net*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK MEIN LIED ***

This ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.

Title: Mein LiedAuthor: Peter RoseggerRelease date: January 4, 2015 [eBook #47872]Most recently updated: October 24, 2024Language: GermanCredits: Produced by Jana Srna, Norbert H. Langkau, Norbert Müllerand the Online Distributed Proofreading Team athttp://www.pgdp.net

Title: Mein Lied

Author: Peter Rosegger

Author: Peter Rosegger

Release date: January 4, 2015 [eBook #47872]Most recently updated: October 24, 2024

Language: German

Credits: Produced by Jana Srna, Norbert H. Langkau, Norbert Müllerand the Online Distributed Proofreading Team athttp://www.pgdp.net

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Von

Peter Rosegger

Erstes bis zehntes Tausend

Verlagszeichen

Leipzig 1911 / Verlag von L. Staackmann

Alle Rechte vorbehalten.Copyright 1911 by L. Staackmann, Leipzig.

Druck von Grimme & Trömel in Leipzig.

SeiteVorstellung13Heimat.Das Mutterherz17Mein Vaterhaus18Ich bin ein armer Hirtenknab'!18Ich bin daheim auf waldiger Flur19Kindesgebet20Das Kind in seiner jungen Zeit20Mein süßes Kind, du weißt noch nicht21Zum Weihnachtsbaum22Einst wirst du die Träne fliehen24Die Erweckung25Es kann einem wunderlich träumen26Ich bin ein großer Herre!27Habt Dank, ihr guten Leute!28Ich will nichts von dir29Urwaldstimmung30Wenn alle Wälder schlafen30Ruh' im Walde31Wollte heim in meine Berge32Alpenrose — Edelweiß32Meine Lust ist Leben33Gruß aus Italien an die Heimat34Vergib mir, o Süden!34Ein Freund ging nach Amerika36Daheim!37Wir grüßen dich!37Steiermark38Echte Tracht39Singet, jauchzet eure Lieder!39Dem Heimatlande40Ein Lied, ein Schwert und einen Gott!42Heimatsegen42Gebet43Liebe.Amors Arsenal47Und sie gefielen mir beide47Eine Jungfrau wollt' er suchen48Das bestohlene Hannchen50Die Einfältigen50Er will mich nicht verstehen51Der Stern im See52Deine schönen Augen53Zur Rosenblühzeit53Wenn ich der Himmel wär'54Weißt du, Mädchen, daß ich sterbe?55Wenn ich durch den Winter geh'56Frage56Was du dir denkst57Waldabenteuer57Der Verlassenen Fluch58Amor, dieser Wicht59Diese Mädels!61Belehrung für einen Dichter62Amors Rat62Gewohnheit63Schon dreißig Jahre bin ich alt!63Ein Rosenblatt64Was in deiner Seele spinnt ...?66Sie liebt dich von Herzen!67Rosen pflanzt man nicht auf Herzen69Heb dich weg und küß mich nicht!69In alten grauen Tagen70Weib70Die Schrift im Sande71Huldigung72Bei mir stimmt's einzig nicht72Seelisch Liebe72Schon fleißig, lieber Goldschmied?73Wenn du gehst von mir74Halbverklungene Heldenkunde75Des Landmanns Saat76O sei mir gegrüßet, du grünender Baum!76Gedenken77O Herrgott, wieviel an Liebe78Welt.Mein Ideal81Wir weichen nicht von unsren Idealen!82Mein Erz82Mein Ehrgeiz83Ein Becher, füllt ihn Gott mit Wein84Ewiges Lied85Die Harfe86Die Hand an meiner Rechten86Meine Taschenuhr87Ungeduld87Wilder Waldespsalm88Das Geheimnis90Allseliges Leid90Erprobter Rat91Dichters Wunsch92Welch ein Los!93Wie bin ich so reich an Ehr' und Ruhm!94Nimmer will ich weinen!95Ein Eselslied96Einkehr96Mißratener Fluch98Der Büßer99Erbschaft100Erwartung101Gedenken101Stimmungen102Der Verbitterte104Der Glückliche106Wo wird es sein?106Der unbegreifliche Muskel107Es mahnt108Herbst108Der Tag, der wird schon spat109Wandlung109Ich bereue nichts110Erwägung110Ich bin Mensch geworden110Des Weltkindes Besinnen111Es kommt dereinst ein dunkler Tag115Grab ein!115Volkslied117Lorbeer und Palme117Davongeflogene Seelen118Klingende Funken119Hölle.Eines Sünders Reuelieder137Herr Graf, du hast mich lieb gehabt138Neuer Sang mit altem Klang139Ein Streitgesang140Gott und Volk gehört zusammen141An die Naturalisten142Leute gibt es allerlei144Der Schwindel an das Publikum145Der Besessene147Der Reiche148Der Übermensch149Die Dichter und die Leute153Unterricht für moderne Poeten154Des Sängers Verzweiflung155Eine Stimme in der Wüste157Ständchen159Kräftigung160Gen Himmel hinauf160Anklage160Fürsprache161Dem Dichter161Himmel.Die Gottsucher165Willst du jene Höh' erreichen166Wie keimt dein Geschick167Stimmung167Ist der Mensch nicht wie die Schwalbe?167Mir graut vor dem Gemeinen168Die Sehnsucht169Steigende Bahn169Zu Gastein am Wasserfall170Es war einmal ein Bettelmann170Der Blinde171Den Armen173Drei himmlische Schreine174Letzter Wunsch174Ruhendes Sein175Unfaßbar176Ewiges Sein177Auch der andre, der bist du177An Gottes Herz178Wanderlied179Die Stunde179Sei gegrüßt, du himmlischer Knabe!180In einer Waldkapelle183Ora pro nobis185Ans Menschenherz187Hymne eines Glücklichen189Am Grabe eines Idealisten191Anhang. Das Singen des Tages.An Tirol195Das Erdbeben in Steiermark197An den Lehrer198Ahasver an seinen verklärten Dichter198Festgruß199Wiens Genius201Heimgartens silberne Hochzeit203Sonnengruß204Es zieht ein Segen von Haus zu Haus205Ruf zur Hilfe207Festgruß209Zum Kongreß der Schwachsinnigenfürsorge in Graz211Gruß den Touristen211Dichter der Heimat212Dichtergassen213Musiksegen214Dem Tiere zu Schutz und dem Menschen zu Nutz214Zwei Millionen!216Gruß-Sprüche und Allotrias217Einem dramatischen Volksführer231Flüchtiges231Sylvester232Nagelprobe232

Mein Name ist Mensch, meine Losung ist Fried',Doch zeigen sich Feinde, so findet sich Rat,Meine Lust ist das Sein, meine Tat ist das Lied,Und singt man sich selbst, ist das Lied eine Tat.Und schrillet bisweilen ein falscher TonAus heiterer Kehle, das Lied ist doch echt.So singet der sündige AdamssohnIm Streiten und Siegen gleich schlecht und recht.Ich bin ein Geselle, der lacht und trutzt,Der weder nach Titel und Knittel hascht,Der nicht Magnaten die Stiefel putztUnd nicht Proleten die Hemden wascht.Der nicht vor Launen der Großen bebtUnd nicht um Beifall der Menge wirbt,Der nicht für die Götzen des Tages lebtUnd nicht für die Schatten der Götzen stirbt.Der Menschheit Herzschlag ist mein Motor,Der Menschheit Seheraug' mein Fanal;Ich seh' das Geheimnis durch jeden Flor,Und kenne die Sünde mit ihrer Qual.Umhüll dich mit Seiden, mit Kutten dicht,Stehst doch als nackter Adam vor mir.O Menschenbruder verbirg dich nicht,Ich weiß es: du bist halb Gott, halb Tier!Ich kränze dein Elend mit Blumen des Hags,Und taumelst du nieder zu Nacht und Gericht,So heb ich dich jauchzend zur Höhe des Tags,Zur Freiheit, zur Liebe, zum seligen Licht.

Mein Name ist Mensch, meine Losung ist Fried',Doch zeigen sich Feinde, so findet sich Rat,Meine Lust ist das Sein, meine Tat ist das Lied,Und singt man sich selbst, ist das Lied eine Tat.Und schrillet bisweilen ein falscher TonAus heiterer Kehle, das Lied ist doch echt.So singet der sündige AdamssohnIm Streiten und Siegen gleich schlecht und recht.Ich bin ein Geselle, der lacht und trutzt,Der weder nach Titel und Knittel hascht,Der nicht Magnaten die Stiefel putztUnd nicht Proleten die Hemden wascht.Der nicht vor Launen der Großen bebtUnd nicht um Beifall der Menge wirbt,Der nicht für die Götzen des Tages lebtUnd nicht für die Schatten der Götzen stirbt.Der Menschheit Herzschlag ist mein Motor,Der Menschheit Seheraug' mein Fanal;Ich seh' das Geheimnis durch jeden Flor,Und kenne die Sünde mit ihrer Qual.Umhüll dich mit Seiden, mit Kutten dicht,Stehst doch als nackter Adam vor mir.O Menschenbruder verbirg dich nicht,Ich weiß es: du bist halb Gott, halb Tier!Ich kränze dein Elend mit Blumen des Hags,Und taumelst du nieder zu Nacht und Gericht,So heb ich dich jauchzend zur Höhe des Tags,Zur Freiheit, zur Liebe, zum seligen Licht.

Mein Name ist Mensch, meine Losung ist Fried',Doch zeigen sich Feinde, so findet sich Rat,Meine Lust ist das Sein, meine Tat ist das Lied,Und singt man sich selbst, ist das Lied eine Tat.

Und schrillet bisweilen ein falscher TonAus heiterer Kehle, das Lied ist doch echt.So singet der sündige AdamssohnIm Streiten und Siegen gleich schlecht und recht.

Ich bin ein Geselle, der lacht und trutzt,Der weder nach Titel und Knittel hascht,Der nicht Magnaten die Stiefel putztUnd nicht Proleten die Hemden wascht.

Der nicht vor Launen der Großen bebtUnd nicht um Beifall der Menge wirbt,Der nicht für die Götzen des Tages lebtUnd nicht für die Schatten der Götzen stirbt.

Der Menschheit Herzschlag ist mein Motor,Der Menschheit Seheraug' mein Fanal;Ich seh' das Geheimnis durch jeden Flor,Und kenne die Sünde mit ihrer Qual.

Umhüll dich mit Seiden, mit Kutten dicht,Stehst doch als nackter Adam vor mir.O Menschenbruder verbirg dich nicht,Ich weiß es: du bist halb Gott, halb Tier!

Ich kränze dein Elend mit Blumen des Hags,Und taumelst du nieder zu Nacht und Gericht,So heb ich dich jauchzend zur Höhe des Tags,Zur Freiheit, zur Liebe, zum seligen Licht.

*[A]

Willst du auf die Erde,Sprach der Herr zu mir,Brauchst du Liebe,Die dich schützet,Brauchst du Treue,Die dich nicht verläßt.Doch du wirst auf ErdenFinden nicht so baldLieb' und TreueEcht und heilig;Darum geb' ich dirVonmeinermit.Und ich will sie legen,Liebes Menschenkind,Daß du findestIn der TrübsalDiese Gaben,In das Mutterherz!

Willst du auf die Erde,Sprach der Herr zu mir,Brauchst du Liebe,Die dich schützet,Brauchst du Treue,Die dich nicht verläßt.Doch du wirst auf ErdenFinden nicht so baldLieb' und TreueEcht und heilig;Darum geb' ich dirVonmeinermit.Und ich will sie legen,Liebes Menschenkind,Daß du findestIn der TrübsalDiese Gaben,In das Mutterherz!

Willst du auf die Erde,Sprach der Herr zu mir,Brauchst du Liebe,Die dich schützet,Brauchst du Treue,Die dich nicht verläßt.

Doch du wirst auf ErdenFinden nicht so baldLieb' und TreueEcht und heilig;Darum geb' ich dirVonmeinermit.

Und ich will sie legen,Liebes Menschenkind,Daß du findestIn der TrübsalDiese Gaben,In das Mutterherz!

[A]Die mit * bezeichneten Gedichte stammen aus früher Jugendzeit des Verfassers.

[A]Die mit * bezeichneten Gedichte stammen aus früher Jugendzeit des Verfassers.

Mein Vaterhaus ist alt und arm,Mein Vaterhaus ist klein,Und schließt doch meine ganze WeltUnd meinen Himmel ein.Mir brennt ins Herz die Zähre, dieVom Mutterauge rinnt,Denn fort von heim, weit in die WeltZieht hin ihr liebstes Kind.Der Platz ist leer am kleinen Tisch,Der Sohn ist in der Fern',Ihr Tischgebet gilt sein, und sieEmpfiehlt ihn Gott dem Herrn.Dort draußen, wo die Sünde lockt,Und viel Gefahren drohn!Sie kann nichts tun als weinen stillUnd beten für den Sohn.O nein, ich will mich nicht der WeltUnd ihren Lüsten weihn;Das Vaterhaus, das MutterherzSoll mir der Himmel sein.

Mein Vaterhaus ist alt und arm,Mein Vaterhaus ist klein,Und schließt doch meine ganze WeltUnd meinen Himmel ein.Mir brennt ins Herz die Zähre, dieVom Mutterauge rinnt,Denn fort von heim, weit in die WeltZieht hin ihr liebstes Kind.Der Platz ist leer am kleinen Tisch,Der Sohn ist in der Fern',Ihr Tischgebet gilt sein, und sieEmpfiehlt ihn Gott dem Herrn.Dort draußen, wo die Sünde lockt,Und viel Gefahren drohn!Sie kann nichts tun als weinen stillUnd beten für den Sohn.O nein, ich will mich nicht der WeltUnd ihren Lüsten weihn;Das Vaterhaus, das MutterherzSoll mir der Himmel sein.

Mein Vaterhaus ist alt und arm,Mein Vaterhaus ist klein,Und schließt doch meine ganze WeltUnd meinen Himmel ein.

Mir brennt ins Herz die Zähre, dieVom Mutterauge rinnt,Denn fort von heim, weit in die WeltZieht hin ihr liebstes Kind.

Der Platz ist leer am kleinen Tisch,Der Sohn ist in der Fern',Ihr Tischgebet gilt sein, und sieEmpfiehlt ihn Gott dem Herrn.

Dort draußen, wo die Sünde lockt,Und viel Gefahren drohn!Sie kann nichts tun als weinen stillUnd beten für den Sohn.

O nein, ich will mich nicht der WeltUnd ihren Lüsten weihn;Das Vaterhaus, das MutterherzSoll mir der Himmel sein.

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