81.Der Bleistift des Reitersmannes.
Der Krieg versteht es immer sich die neuesten Neuheiten zu Nutzen zu machen, und ihnen so eine Verbreitung zu verschaffen, die sie bei der Gleichgültigkeit des Volkes sonst vielleicht nie, oder erst recht spät erreichen würde.
Zum Beispiel: Als die Gelehrten vor genau 250 Jahren dünn gesägte Graphitstäbe beschrieben, die man in eine gedrechselte Holzhülse einfaßte, so wie wir es in unserer Abbildung sehen, blieben diese Schreibstifte ein Kuriosum.
Bleistift in Holzfassung, nach Gesner, 1565.
Bleistift in Holzfassung, nach Gesner, 1565.
Als aber im Jahre 1595 Graf Johann der Jüngere von Nassau seine Vorschriften für die Ausrüstung der Reiter niederschrieb, empfahl er, diese „Federn von spanischem Blei“ nicht zu vergessen, weil sie dem Reiter zum Aufschreiben von Nachrichten weit dienlicher wären, als Tinte und Federkiel.