Anmerkungen zur Bibliographie
Nr. 4.Hildrian.Unser erfolgreichster Bibliophile, HerrDr.Leopold Hirschberg, sagt hiervon: Der Wert des Büchleins besteht in den Speckterschen Bildern, die zu des Meisters allerreizendsten und zartesten Schöpfungen gehören. Zeitschr. für Bücherfreunde, 1912. Heft VII.
Nr. 5.50 Fabeln.Die Ausgaben der Fabeln zu ermitteln, hat viel Kopfzerbrechen gekostet, und ich muß mir weitere Aufklärungen für später vorbehalten. Nach Mitteilung des Verlages Perthes in Gotha ist die 1. Auflage von 1833lithographiert. Die 2. Auflage, welche ich in Augenschein nehmen konnte, ist inTiefdruckhergestellt (Steinradierung?) und noch größtenteils Speckters Originalarbeit. Eine spätere Ausgabe,vom Kupfer gedruckt, trägt zuweilen die Signatur: J. Leudner sculps. 1835. Diese Bilder sindumgezeichnetund nicht mehr gut. Es ist überall, auch in der Familienchronik, nur vonlithographischenDrucken die Rede; daß es auch im Tiefdruckverfahren hergestellte gibt, ist allem Anscheine nach eine Neuentdeckung. Der Neudruck 59 (Janssen) ist nach der 1. Auflage, Neudruck 60 (Schaffstein) wahrscheinlich nach der 2. Auflage hergestellt.
Nr. 13.Noch 50 Fabeln.Es ist zu beachten, daß sowohl für diese Ausgabe wie für Nr. 5 Speckter auch die Deckelzeichnungen anfertigte, ebenso für die ersten Holzschnittauflagen. Spätere Umschläge rühren dagegennichtvon ihm her. Die ersten Auflagen wurden von A. MayernachSpeckter lithographiert, sie sind untereinander verschieden und die Bilder nicht gut. Später wurde Hey als Verfasser genannt, in einer solchen, noch lithographierten Ausgabe, ist auch der Text vom Stein gedruckt, während er bei der 1. Auflage in Buchdruck hergestellt ist.
Nr. 15.Deutsche Dichtungen.Diese beiden Bände bilden die Fortsetzung zu Rob. Reinick, Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde, Düsseldorf 1838, welches aber nichts von Speckter enthält.
Nr. 16.Cinquante Fables.Den Angaben in der Speckterschen Familienchronik nach und meinen bisherigen Forschungen zufolge sind die Holzschnitte der ab 1850 erschienenen Auflagen am ehesten auf O. S.s Originale zurückzuführen, während die vorherigen viel steifer anmuten. Auch Nr. 16 zeigt schlechte Bilder, dagegen finden sich in Gubitz’ Volkskalender für 1840 und 41 schon Abdrucke, die wohl gleichzeitig mit den neuen Auflagen der Fabeln erschienen und die sehr viel besser sind. Ich nehme an, daß schon vor Nr. 30 eine gute Holzschnittausgabe erschien und bitte um Mitteilungen. Das interessante Kapitel bedarf weiterer Forschung, zu der mir die Zeit bisher mangelte.
Nr. 17.Fliegende Blätter des Rauhen Hauses.Nicht alle Beiblätter enthalten Holzschnitte Speckters, die späteren Jahrgänge bringen Wiederholungen. Manches wurde zu späteren Publikationen des R. H. benutzt, so sind z. B. vermutlich „Köhler, Gebetbüchleinfür Kinder“ und „Wichern, Zwei Weihnachtsgeschichten“ mit bereits früher erschienenen Holzschnitten ausgestattet.
Nr. 22.Der gestiefelte Kater.Ich besitze eine dänische Ausgabe,Eventyret om den bestovlede Kat, Kopenhagen 1858, die noch ausgezeichnete Radierungen enthält, welche den Urdrucken nicht nachstehen. — Der Neudruck 55aist recht gut und gibt die schönen Illustrationen so wieder, wie es sich bei einer Reproduktion nur immer erreichen läßt. Im Neudruck 55bsind die Bilder verkleinert.
Nr. 24.Andersen, Märchen.Der Umstand, daß im gleichen Verlage auch noch andere Bücher erschienen, gibt rührigen Speckterverehrern Gelegenheit, drei weitere Werke für unsern Meister in Anspruch zu nehmen. Es sind das:
J. C. Kröger, Blüthen und Früchte,J. C. Kröger, Bilder und Scenen,J. C. Kröger, Perlen für die Jugend.
Während das erste in seinerArt— nicht in seiner Ausführung — noch entfernt an Speckter erinnert, sind die andern nach meiner oft kritisch geprüften Meinung so wenig von ihm, wie man den kleinen Moritz, der unter Oberländers Handführung an den Fliegenden Blättern wirkte, für die Mitarbeit an den Illustrationen zu den Werken Friedrichs des Großen zitieren kann. Weder in den Referaten über diese drei Bücher noch in ihren Vorreden oder im Titel ist von O. S. die Rede; der Lithograph des ersten ist Leidesdorf. Warum derHamburgerVerlag verschwiegen haben soll, daß Speckter die Bilder zu den betreffenden Büchern zeichnete, ist mir unerfindlich. Der jetzige Besitzer des Kittlerschen Verlags konnte mir bei aller Freundwilligkeit bis jetzt keine Angaben machen. — Ich behandle diesen Fall ausführlicher, als es nötig sein sollte, weil die drei Bücher immer wieder als Specktersche angeboten werden und dies nur seinen Namen zu schänden geeignet ist.
Nr. 35.Klaus Groth’s Quickborn.Meiner Ansicht nach das Hauptwerk des Künstlers und nach Bild wie Text eines unserer schönsten Bücher. Die 3. Aufl. enthält eine gute Radierung Krauskopfs (Bildnis Klaus Groths von 1884), leider aber auch zwei abscheuliche Illustrationen von wesensfremder Hand, die mit Speckterscher Kunst nichts zu tun haben. Der Quickborn ist noch im Handel, anscheinend in recht guter Form.
Nr. 37.Picture fables.Die Holzschnitte sind anders als die der deutschen Ausgaben und wollen mir nicht so gut gefallen; sie sind etwas anglisiert.
Nr. 40.Münchener Bilderbogen, Brüderchen und Schwesterchen. Erschien auch als Münchener Bilderbuch Nr. 17. Die Darstellungen weichen von denen zu Nr. 28, den englischen, ab.
Nr. 43.Parables from nature.Ich konnte den Titel nur nach einer späteren Auflage (von 1888) feststellen und weiß daher nicht, ob die sämtlichen übrigen Zeichner an der 1. Aufl. mitarbeiteten.
Nr. 44.Noch 50 Fabeln.Ich glaube, daß die Holzschnittausgabe des zweiten Teils früher erschienen ist, als Familienchronik und Verlagsverzeichnis angeben. — Die Jubelauflage in kleinem Format (beide Teile) erschien 1883, sie ist noch im Handel und gut. Es gibt eine kolorierte Ausgabe des ersten Teils und Umzeichnungen, Nachdrucke, Imitationen verschiedenster Art, deren Aufzählung hier zu weit führen würde.
Nr. 48.Harnisch, Hausmäuschen.Die erste Auflage dieses hübschen Buches, Neiße (1864?) enthält keine Bilder von Speckter. Es sind 8 Auflagen erschienen, die letzte vor etwa 10 Jahren.
Nr. 51.Neues Fabelbuch.
Nr. 52.Katzenbuch.
Nr. 53.Vogelbuch.Ich führe diese Bücher nicht unter den Verfassernamen an, weil der Text den Bildern nur als Beiwerk mitgegeben wurde und namentlich in Nr. 52 und 53 ganz unbedeutend ist. 51 und 53 enthalten gute Illustrationen.
Nr. 54, 58.Andersens Märchen.Beide Neudrucke sind gut.
Holzschnitt aus dem 'Quickborn'-Magazin