Kind und Tiere.

KopfleisteKind und Tiere.

Kopfleiste

Verzierung

Bitt schön, Osterhäschen im Schnee,Tut dir das Eierlegen nicht weh?Na, wieviel werden’s denn heuer?Drei Dutzend? Hoffentlich nicht zu teuer.Ist auch eine Menge bunter,So recht knallroter und gelber darunter?Du! Ich weiß dir mal schöne Verstecke!Im Hühnerstall und hinter der Buchsbaumhecke.Wie wärs mit der Hundehütte vom Spitz?Oder unter Großväterchens Zipfelmütz?Halt — pst! In Lilis gelbseidenem Puppenwagen;Du darfst’s aber niemandem weitersagen!Ad. Holst.

Bitt schön, Osterhäschen im Schnee,Tut dir das Eierlegen nicht weh?Na, wieviel werden’s denn heuer?Drei Dutzend? Hoffentlich nicht zu teuer.Ist auch eine Menge bunter,So recht knallroter und gelber darunter?Du! Ich weiß dir mal schöne Verstecke!Im Hühnerstall und hinter der Buchsbaumhecke.Wie wärs mit der Hundehütte vom Spitz?Oder unter Großväterchens Zipfelmütz?Halt — pst! In Lilis gelbseidenem Puppenwagen;Du darfst’s aber niemandem weitersagen!Ad. Holst.

Bitt schön, Osterhäschen im Schnee,Tut dir das Eierlegen nicht weh?Na, wieviel werden’s denn heuer?Drei Dutzend? Hoffentlich nicht zu teuer.Ist auch eine Menge bunter,So recht knallroter und gelber darunter?Du! Ich weiß dir mal schöne Verstecke!Im Hühnerstall und hinter der Buchsbaumhecke.Wie wärs mit der Hundehütte vom Spitz?Oder unter Großväterchens Zipfelmütz?Halt — pst! In Lilis gelbseidenem Puppenwagen;Du darfst’s aber niemandem weitersagen!

Bitt schön, Osterhäschen im Schnee,

Tut dir das Eierlegen nicht weh?

Na, wieviel werden’s denn heuer?

Drei Dutzend? Hoffentlich nicht zu teuer.

Ist auch eine Menge bunter,

So recht knallroter und gelber darunter?

Du! Ich weiß dir mal schöne Verstecke!

Im Hühnerstall und hinter der Buchsbaumhecke.

Wie wärs mit der Hundehütte vom Spitz?

Oder unter Großväterchens Zipfelmütz?

Halt — pst! In Lilis gelbseidenem Puppenwagen;

Du darfst’s aber niemandem weitersagen!

Ad. Holst.

Ad. Holst.

Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Steinchen,Da tat ihm weh sein Beinchen,Da schrie das Lämmchen mäh!Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Stöckelchen,Da tat ihm weh sein Köppelchen,Da schrie das Lämmchen mäh!Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Sträuchelchen,Da tat ihm weh das Bäuchelchen,Da schrie das Lämmchen mäh!Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Hölzchen,Da tat ihm weh sein Hälschen,Da schrie das Lämmchen mäh!Kinderreim.

Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Steinchen,Da tat ihm weh sein Beinchen,Da schrie das Lämmchen mäh!Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Stöckelchen,Da tat ihm weh sein Köppelchen,Da schrie das Lämmchen mäh!Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Sträuchelchen,Da tat ihm weh das Bäuchelchen,Da schrie das Lämmchen mäh!Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Hölzchen,Da tat ihm weh sein Hälschen,Da schrie das Lämmchen mäh!Kinderreim.

Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Steinchen,Da tat ihm weh sein Beinchen,Da schrie das Lämmchen mäh!

Mäh, Lämmchen, mäh!

Das Lämmchen läuft in Wald,

Da stieß sichs an ein Steinchen,

Da tat ihm weh sein Beinchen,

Da schrie das Lämmchen mäh!

Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Stöckelchen,Da tat ihm weh sein Köppelchen,Da schrie das Lämmchen mäh!

Mäh, Lämmchen, mäh!

Das Lämmchen läuft in Wald,

Da stieß sichs an ein Stöckelchen,

Da tat ihm weh sein Köppelchen,

Da schrie das Lämmchen mäh!

Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Sträuchelchen,Da tat ihm weh das Bäuchelchen,Da schrie das Lämmchen mäh!

Mäh, Lämmchen, mäh!

Das Lämmchen läuft in Wald,

Da stieß sichs an ein Sträuchelchen,

Da tat ihm weh das Bäuchelchen,

Da schrie das Lämmchen mäh!

Mäh, Lämmchen, mäh!Das Lämmchen läuft in Wald,Da stieß sichs an ein Hölzchen,Da tat ihm weh sein Hälschen,Da schrie das Lämmchen mäh!

Mäh, Lämmchen, mäh!

Das Lämmchen läuft in Wald,

Da stieß sichs an ein Hölzchen,

Da tat ihm weh sein Hälschen,

Da schrie das Lämmchen mäh!

Kinderreim.

Kinderreim.

Mauskätzchen, wo bleibst du?Mauskätzchen, was treibst du?In unserm HäuschenSind schrecklich viel Mäuschen.Sie pfeifen und rappeln,Und trippeln und trappelnIn Kisten und Schränken,Auf Tischen und Bänken.Sie stehlen und naschen,Und will man sie haschen:Wupp, sind sie fort!Hoffmann von Fallersleben.

Mauskätzchen, wo bleibst du?Mauskätzchen, was treibst du?In unserm HäuschenSind schrecklich viel Mäuschen.Sie pfeifen und rappeln,Und trippeln und trappelnIn Kisten und Schränken,Auf Tischen und Bänken.Sie stehlen und naschen,Und will man sie haschen:Wupp, sind sie fort!Hoffmann von Fallersleben.

Mauskätzchen, wo bleibst du?Mauskätzchen, was treibst du?In unserm HäuschenSind schrecklich viel Mäuschen.Sie pfeifen und rappeln,Und trippeln und trappelnIn Kisten und Schränken,Auf Tischen und Bänken.Sie stehlen und naschen,Und will man sie haschen:Wupp, sind sie fort!

Mauskätzchen, wo bleibst du?

Mauskätzchen, was treibst du?

In unserm Häuschen

Sind schrecklich viel Mäuschen.

Sie pfeifen und rappeln,

Und trippeln und trappeln

In Kisten und Schränken,

Auf Tischen und Bänken.

Sie stehlen und naschen,

Und will man sie haschen:

Wupp, sind sie fort!

Hoffmann von Fallersleben.

Hoffmann von Fallersleben.

Bei Goldhähnchens war ich jüngst zu Gast!Sie wohnen im grünen Fichtenpalast.In einem Nestchen klein,Sehr niedlich und sehr fein.Was hat es gegeben? Schmetterlingsei,Mückensalat und GnitzenbreiUnd Käferbraten famos —Zwei Millimeter groß.Dann sang uns Vater Goldhähnchen was,So zierlich klang’s wie gesponnenes Glas.Dann wurden die Kinder besehn:Sehr niedlich alle zehn!Dann sagt’ ich: „Adieu!“ und: „Danke sehr!“Sie sprachen: „Bitte, wir hatten die Ehr’,Und uns mächtig gefreut!“Es sind doch reizende Leut’!

Bei Goldhähnchens war ich jüngst zu Gast!Sie wohnen im grünen Fichtenpalast.In einem Nestchen klein,Sehr niedlich und sehr fein.Was hat es gegeben? Schmetterlingsei,Mückensalat und GnitzenbreiUnd Käferbraten famos —Zwei Millimeter groß.Dann sang uns Vater Goldhähnchen was,So zierlich klang’s wie gesponnenes Glas.Dann wurden die Kinder besehn:Sehr niedlich alle zehn!Dann sagt’ ich: „Adieu!“ und: „Danke sehr!“Sie sprachen: „Bitte, wir hatten die Ehr’,Und uns mächtig gefreut!“Es sind doch reizende Leut’!

Bei Goldhähnchens war ich jüngst zu Gast!Sie wohnen im grünen Fichtenpalast.In einem Nestchen klein,Sehr niedlich und sehr fein.

Bei Goldhähnchens war ich jüngst zu Gast!

Sie wohnen im grünen Fichtenpalast.

In einem Nestchen klein,

Sehr niedlich und sehr fein.

Was hat es gegeben? Schmetterlingsei,Mückensalat und GnitzenbreiUnd Käferbraten famos —Zwei Millimeter groß.

Was hat es gegeben? Schmetterlingsei,

Mückensalat und Gnitzenbrei

Und Käferbraten famos —

Zwei Millimeter groß.

Dann sang uns Vater Goldhähnchen was,So zierlich klang’s wie gesponnenes Glas.Dann wurden die Kinder besehn:Sehr niedlich alle zehn!

Dann sang uns Vater Goldhähnchen was,

So zierlich klang’s wie gesponnenes Glas.

Dann wurden die Kinder besehn:

Sehr niedlich alle zehn!

Dann sagt’ ich: „Adieu!“ und: „Danke sehr!“Sie sprachen: „Bitte, wir hatten die Ehr’,Und uns mächtig gefreut!“Es sind doch reizende Leut’!

Dann sagt’ ich: „Adieu!“ und: „Danke sehr!“

Sie sprachen: „Bitte, wir hatten die Ehr’,

Und uns mächtig gefreut!“

Es sind doch reizende Leut’!

Alle unsre TaubenSind schon lange wach,Sitzen auf den Lauben,Sitzen auf dem hohen Dach:Sitzen auf dem Regenfaß:Wer gibt nun den Tauben was?Alle unsre HennenSind schon aus dem Stall,Gackeln schon und rennen,Scharren überall.Und der Hahn kräht: „Futter her!Immer mehr, nur immer mehr!“Alle unsre KleinenMachen ein Geschrei,Strampeln mit den Beinen,wollen ihren Brei.Lirum, larum Löffelstiel,Wer krakeelt, der kriegt nicht viel!Gustav Falke.

Alle unsre TaubenSind schon lange wach,Sitzen auf den Lauben,Sitzen auf dem hohen Dach:Sitzen auf dem Regenfaß:Wer gibt nun den Tauben was?Alle unsre HennenSind schon aus dem Stall,Gackeln schon und rennen,Scharren überall.Und der Hahn kräht: „Futter her!Immer mehr, nur immer mehr!“Alle unsre KleinenMachen ein Geschrei,Strampeln mit den Beinen,wollen ihren Brei.Lirum, larum Löffelstiel,Wer krakeelt, der kriegt nicht viel!Gustav Falke.

Alle unsre TaubenSind schon lange wach,Sitzen auf den Lauben,Sitzen auf dem hohen Dach:Sitzen auf dem Regenfaß:Wer gibt nun den Tauben was?

Alle unsre Tauben

Sind schon lange wach,

Sitzen auf den Lauben,

Sitzen auf dem hohen Dach:

Sitzen auf dem Regenfaß:

Wer gibt nun den Tauben was?

Alle unsre HennenSind schon aus dem Stall,Gackeln schon und rennen,Scharren überall.Und der Hahn kräht: „Futter her!Immer mehr, nur immer mehr!“

Alle unsre Hennen

Sind schon aus dem Stall,

Gackeln schon und rennen,

Scharren überall.

Und der Hahn kräht: „Futter her!

Immer mehr, nur immer mehr!“

Alle unsre KleinenMachen ein Geschrei,Strampeln mit den Beinen,wollen ihren Brei.Lirum, larum Löffelstiel,Wer krakeelt, der kriegt nicht viel!

Alle unsre Kleinen

Machen ein Geschrei,

Strampeln mit den Beinen,

wollen ihren Brei.

Lirum, larum Löffelstiel,

Wer krakeelt, der kriegt nicht viel!

Gustav Falke.

Gustav Falke.

Du Schäckerer,Du Mäckerer,Hast gar ein zottlig Kleid.Nicht neu, nicht alt,Nicht warm, nicht kalt,Nicht eng und auch nicht weit.Da spricht der Bock:Mein Zottelrock,Der ist mir zehnmal lieber,Als ein GewandVon allerhandTuch, Sammet oder Biber.Er reißt mir nichtund schleißt mir nicht,und kommt nicht aus der Mode.Ich trag’ ihn von Geburt an schonUnd trag’ ihn bis zum Tode.Ob ihr auch lacht,er ist gemachtMir doch zu meinem Putze.Ich schäm’ mich nichtund gräm’ mich nichtUnd trag’ ihn euch zum Trutze.Friedrich Güll.

Du Schäckerer,Du Mäckerer,Hast gar ein zottlig Kleid.Nicht neu, nicht alt,Nicht warm, nicht kalt,Nicht eng und auch nicht weit.Da spricht der Bock:Mein Zottelrock,Der ist mir zehnmal lieber,Als ein GewandVon allerhandTuch, Sammet oder Biber.Er reißt mir nichtund schleißt mir nicht,und kommt nicht aus der Mode.Ich trag’ ihn von Geburt an schonUnd trag’ ihn bis zum Tode.Ob ihr auch lacht,er ist gemachtMir doch zu meinem Putze.Ich schäm’ mich nichtund gräm’ mich nichtUnd trag’ ihn euch zum Trutze.Friedrich Güll.

Du Schäckerer,Du Mäckerer,Hast gar ein zottlig Kleid.Nicht neu, nicht alt,Nicht warm, nicht kalt,Nicht eng und auch nicht weit.

Du Schäckerer,

Du Mäckerer,

Hast gar ein zottlig Kleid.

Nicht neu, nicht alt,

Nicht warm, nicht kalt,

Nicht eng und auch nicht weit.

Da spricht der Bock:Mein Zottelrock,Der ist mir zehnmal lieber,Als ein GewandVon allerhandTuch, Sammet oder Biber.

Da spricht der Bock:

Mein Zottelrock,

Der ist mir zehnmal lieber,

Als ein Gewand

Von allerhand

Tuch, Sammet oder Biber.

Er reißt mir nichtund schleißt mir nicht,und kommt nicht aus der Mode.Ich trag’ ihn von Geburt an schonUnd trag’ ihn bis zum Tode.

Er reißt mir nicht

und schleißt mir nicht,

und kommt nicht aus der Mode.

Ich trag’ ihn von Geburt an schon

Und trag’ ihn bis zum Tode.

Ob ihr auch lacht,er ist gemachtMir doch zu meinem Putze.Ich schäm’ mich nichtund gräm’ mich nichtUnd trag’ ihn euch zum Trutze.

Ob ihr auch lacht,

er ist gemacht

Mir doch zu meinem Putze.

Ich schäm’ mich nicht

und gräm’ mich nicht

Und trag’ ihn euch zum Trutze.

Friedrich Güll.

Friedrich Güll.

Wir öffnen jetzt das Taubenhaus,Die Täubchen, sie fliegen so froh hinaus,Sie fliegen über das weite Feld,Wo’s ihnen gar so wohl gefällt.Und kehren sie heim zur süßen Ruh’,So schließen wir wieder das Taubenhaus zu.Krukru, krukru, krukru, krukru.

Wir öffnen jetzt das Taubenhaus,Die Täubchen, sie fliegen so froh hinaus,Sie fliegen über das weite Feld,Wo’s ihnen gar so wohl gefällt.Und kehren sie heim zur süßen Ruh’,So schließen wir wieder das Taubenhaus zu.Krukru, krukru, krukru, krukru.

Wir öffnen jetzt das Taubenhaus,Die Täubchen, sie fliegen so froh hinaus,Sie fliegen über das weite Feld,Wo’s ihnen gar so wohl gefällt.Und kehren sie heim zur süßen Ruh’,So schließen wir wieder das Taubenhaus zu.Krukru, krukru, krukru, krukru.

Wir öffnen jetzt das Taubenhaus,

Die Täubchen, sie fliegen so froh hinaus,

Sie fliegen über das weite Feld,

Wo’s ihnen gar so wohl gefällt.

Und kehren sie heim zur süßen Ruh’,

So schließen wir wieder das Taubenhaus zu.

Krukru, krukru, krukru, krukru.

(Im Innern des festgeschlossenen Kreises stehen einige Kinder, die „Täubchen“. Bei Beginn des Spieles erheben alle die Hände und öffnen durch Rückwärtsgehen den Kreis, um die „Täubchen“ ausfliegen zu lassen. Sind sie heimgekehrt, so wird der Kreis geschlossen gehalten; erst wenn die Kinder die erste Strophe wieder singen, fliegen die „Täubchen“ wieder aus.)

(Im Innern des festgeschlossenen Kreises stehen einige Kinder, die „Täubchen“. Bei Beginn des Spieles erheben alle die Hände und öffnen durch Rückwärtsgehen den Kreis, um die „Täubchen“ ausfliegen zu lassen. Sind sie heimgekehrt, so wird der Kreis geschlossen gehalten; erst wenn die Kinder die erste Strophe wieder singen, fliegen die „Täubchen“ wieder aus.)

„Wer erschlug den Hahn Gockel?“„Ich,“ spricht der Sperber;„Ich bin der Verderber,Ich erschlug den Hahn Gockel.“„Wer hat’s geseh’n?“„Ich,“ spricht das Mäuslein;„Aus meinem HäusleinHab’ ich’s geseh’n.“„Wer trank sein Blut?“„Ich,“ spricht das Mücklein:„Mit kleinen SchlückleinTrank ich sein Blut.“„Wer gräbt sein Grab?“„Ich,“ spricht Rotkehllein;„Mit meinen ZehleinGrab ich sein Grab.“„Wer trägt die Bahr?“„Ich,“ spricht der Rabe;„Ich trage im TrabeDie Totenbahr.“„Wer ist der Priester?“„Ich,“ spricht die Dohle;„Bin schwarz wie Kohle,Ich bin der Priester.“„Wer singt den Psalm?“„Ich,“ spricht die Nachtigall;„Ich sing’ mit süßem Schall,Ich sing’ den Psalm.“„Wer läut’t die Glock’ hell?“„Ich,“ spricht das Böcklein;„Ich läut’ ihms Glöcklein.Fahr wohl, Hahn Gockel!“Alle Vögel in der LuftKam ein Seufzen an und Klagen,Als sie hörten ’s Glöcklein schlagenZu Hahn Gockels Gruft.Fr. Rückert.

„Wer erschlug den Hahn Gockel?“„Ich,“ spricht der Sperber;„Ich bin der Verderber,Ich erschlug den Hahn Gockel.“„Wer hat’s geseh’n?“„Ich,“ spricht das Mäuslein;„Aus meinem HäusleinHab’ ich’s geseh’n.“„Wer trank sein Blut?“„Ich,“ spricht das Mücklein:„Mit kleinen SchlückleinTrank ich sein Blut.“„Wer gräbt sein Grab?“„Ich,“ spricht Rotkehllein;„Mit meinen ZehleinGrab ich sein Grab.“„Wer trägt die Bahr?“„Ich,“ spricht der Rabe;„Ich trage im TrabeDie Totenbahr.“„Wer ist der Priester?“„Ich,“ spricht die Dohle;„Bin schwarz wie Kohle,Ich bin der Priester.“„Wer singt den Psalm?“„Ich,“ spricht die Nachtigall;„Ich sing’ mit süßem Schall,Ich sing’ den Psalm.“„Wer läut’t die Glock’ hell?“„Ich,“ spricht das Böcklein;„Ich läut’ ihms Glöcklein.Fahr wohl, Hahn Gockel!“Alle Vögel in der LuftKam ein Seufzen an und Klagen,Als sie hörten ’s Glöcklein schlagenZu Hahn Gockels Gruft.Fr. Rückert.

„Wer erschlug den Hahn Gockel?“„Ich,“ spricht der Sperber;„Ich bin der Verderber,Ich erschlug den Hahn Gockel.“

„Wer erschlug den Hahn Gockel?“

„Ich,“ spricht der Sperber;

„Ich bin der Verderber,

Ich erschlug den Hahn Gockel.“

„Wer hat’s geseh’n?“„Ich,“ spricht das Mäuslein;„Aus meinem HäusleinHab’ ich’s geseh’n.“

„Wer hat’s geseh’n?“

„Ich,“ spricht das Mäuslein;

„Aus meinem Häuslein

Hab’ ich’s geseh’n.“

„Wer trank sein Blut?“„Ich,“ spricht das Mücklein:„Mit kleinen SchlückleinTrank ich sein Blut.“

„Wer trank sein Blut?“

„Ich,“ spricht das Mücklein:

„Mit kleinen Schlücklein

Trank ich sein Blut.“

„Wer gräbt sein Grab?“„Ich,“ spricht Rotkehllein;„Mit meinen ZehleinGrab ich sein Grab.“

„Wer gräbt sein Grab?“

„Ich,“ spricht Rotkehllein;

„Mit meinen Zehlein

Grab ich sein Grab.“

„Wer trägt die Bahr?“„Ich,“ spricht der Rabe;„Ich trage im TrabeDie Totenbahr.“

„Wer trägt die Bahr?“

„Ich,“ spricht der Rabe;

„Ich trage im Trabe

Die Totenbahr.“

„Wer ist der Priester?“„Ich,“ spricht die Dohle;„Bin schwarz wie Kohle,Ich bin der Priester.“

„Wer ist der Priester?“

„Ich,“ spricht die Dohle;

„Bin schwarz wie Kohle,

Ich bin der Priester.“

„Wer singt den Psalm?“„Ich,“ spricht die Nachtigall;„Ich sing’ mit süßem Schall,Ich sing’ den Psalm.“

„Wer singt den Psalm?“

„Ich,“ spricht die Nachtigall;

„Ich sing’ mit süßem Schall,

Ich sing’ den Psalm.“

„Wer läut’t die Glock’ hell?“„Ich,“ spricht das Böcklein;„Ich läut’ ihms Glöcklein.Fahr wohl, Hahn Gockel!“

„Wer läut’t die Glock’ hell?“

„Ich,“ spricht das Böcklein;

„Ich läut’ ihms Glöcklein.

Fahr wohl, Hahn Gockel!“

Alle Vögel in der LuftKam ein Seufzen an und Klagen,Als sie hörten ’s Glöcklein schlagenZu Hahn Gockels Gruft.

Alle Vögel in der Luft

Kam ein Seufzen an und Klagen,

Als sie hörten ’s Glöcklein schlagen

Zu Hahn Gockels Gruft.

Fr. Rückert.

Fr. Rückert.

Klaus ist in den Wald gegangen,Weil er will die Vöglein fangen;Auf den Busch ist er gestiegen,Weil er will die Vöglein kriegen.Doch im Nestchen sitzt das alteVögelein just vor der Spalte,Schaut und zwitschert: „Ei der Taus’ —Kinderlein, es kommt der Klaus!Hu, mit einem großen Prügel,Kinderlein, wohl auf die Flügel!“Prr, da flattert’s: Husch, husch, husch!Leer das Nest und leer der Busch.Und die Vöglein lachen KlausMit dem großen Prügel aus,Daß er wieder heimgegangen,Zornig, weil er nichts gefangen;Daß er wieder heimgestiegen,Weil er konnt’ kein Vöglein kriegen.Friedrich Güll.

Klaus ist in den Wald gegangen,Weil er will die Vöglein fangen;Auf den Busch ist er gestiegen,Weil er will die Vöglein kriegen.Doch im Nestchen sitzt das alteVögelein just vor der Spalte,Schaut und zwitschert: „Ei der Taus’ —Kinderlein, es kommt der Klaus!Hu, mit einem großen Prügel,Kinderlein, wohl auf die Flügel!“Prr, da flattert’s: Husch, husch, husch!Leer das Nest und leer der Busch.Und die Vöglein lachen KlausMit dem großen Prügel aus,Daß er wieder heimgegangen,Zornig, weil er nichts gefangen;Daß er wieder heimgestiegen,Weil er konnt’ kein Vöglein kriegen.Friedrich Güll.

Klaus ist in den Wald gegangen,Weil er will die Vöglein fangen;Auf den Busch ist er gestiegen,Weil er will die Vöglein kriegen.

Klaus ist in den Wald gegangen,

Weil er will die Vöglein fangen;

Auf den Busch ist er gestiegen,

Weil er will die Vöglein kriegen.

Doch im Nestchen sitzt das alteVögelein just vor der Spalte,

Doch im Nestchen sitzt das alte

Vögelein just vor der Spalte,

Schaut und zwitschert: „Ei der Taus’ —Kinderlein, es kommt der Klaus!Hu, mit einem großen Prügel,Kinderlein, wohl auf die Flügel!“

Schaut und zwitschert: „Ei der Taus’ —

Kinderlein, es kommt der Klaus!

Hu, mit einem großen Prügel,

Kinderlein, wohl auf die Flügel!“

Prr, da flattert’s: Husch, husch, husch!Leer das Nest und leer der Busch.

Prr, da flattert’s: Husch, husch, husch!

Leer das Nest und leer der Busch.

Und die Vöglein lachen KlausMit dem großen Prügel aus,Daß er wieder heimgegangen,Zornig, weil er nichts gefangen;

Und die Vöglein lachen Klaus

Mit dem großen Prügel aus,

Daß er wieder heimgegangen,

Zornig, weil er nichts gefangen;

Daß er wieder heimgestiegen,Weil er konnt’ kein Vöglein kriegen.

Daß er wieder heimgestiegen,

Weil er konnt’ kein Vöglein kriegen.

Friedrich Güll.

Friedrich Güll.

Ein Kind ist der Wolf, ein anderes die Mutter, die übrigen sind Gänschen. Mutter und Gänschen sind in einiger Entfernung aufgestellt, während der Wolf zur Seite kommt.M. ruft: Alle meine Hulegänschen, kommt zu mir!G.: Wir dürfen nicht.M.: Warum denn nicht?G.: Der Wolf steht hinter der Tür und macht sein Messer scharf.M.: Was habt ihr ihm denn zuleide getan?G.: Großen Topf voll Erbsen ausgegessen.M.: Wie groß?G.: So groß (Zeichen mit den Händen).M.: Wie breit?G.: So breit (Zeichen mit den Händen).M.: Alle meine Hulegänschen kommt zu mir!Nun laufen die Gänschen zur Mutter. Der Wolf sucht dabei eins oder mehrere zu erhaschen, die er dann in seine Höhle schleppt. So gehts fort, bis alle Gänschen gefangen sind.

Ein Kind ist der Wolf, ein anderes die Mutter, die übrigen sind Gänschen. Mutter und Gänschen sind in einiger Entfernung aufgestellt, während der Wolf zur Seite kommt.

M. ruft: Alle meine Hulegänschen, kommt zu mir!

G.: Wir dürfen nicht.

M.: Warum denn nicht?

G.: Der Wolf steht hinter der Tür und macht sein Messer scharf.

M.: Was habt ihr ihm denn zuleide getan?

G.: Großen Topf voll Erbsen ausgegessen.

M.: Wie groß?

G.: So groß (Zeichen mit den Händen).

M.: Wie breit?

G.: So breit (Zeichen mit den Händen).

M.: Alle meine Hulegänschen kommt zu mir!

Nun laufen die Gänschen zur Mutter. Der Wolf sucht dabei eins oder mehrere zu erhaschen, die er dann in seine Höhle schleppt. So gehts fort, bis alle Gänschen gefangen sind.

Morgens früh um sechseSteht der Dackel auf,Macht durch Haus und Garten einen flinken Lauf,Kratzt auf allen Beeten,Riecht an jedem Stein,Wühlt sich in die Asche,Bis an die Ohren ein.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.Morgens früh um sieben,Bringt der Bäcker Brot,Der Dackel frißt zwei Semmeln,Als wäre Hungersnot.Milch dazu, ’nen Teller,Warm von der Kuh,Wir alle stehen drum herumUnd gießen nochmal zu.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.Dann geht er in die KücheUnd hält bis Mittag WachtUnd gibt auf jeden BrockenAufs allerbeste acht:Schabefleisch und Schinken,Kartoffeln und Gemüs’,Graupen, Reis und Leber dann,Alles schmeckt ihm süß.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.Mittags, wenn wir essen,Sitzt er auch dabeiUnd kommt zu einem jeden,Richtig nach der Reih’:Der Vater gibt ’nen Klaps ihm,Die Mutter läßt ihn steh’n,Doch wir Kinder füttern ihn,Das solltet ihr mal seh’n.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.Nachmittags gibts KnochenUnd Suppe für den DurstUnd abends zu dem Vesperbrot,Die Pellen von der Wurst.Oft kriegt er nachts noch Hunger,Dann frißt er, was er find’t,Die Troddeln von dem Sessel,Die Wichse aus dem Spind.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.Carl Ferdinands.

Morgens früh um sechseSteht der Dackel auf,Macht durch Haus und Garten einen flinken Lauf,Kratzt auf allen Beeten,Riecht an jedem Stein,Wühlt sich in die Asche,Bis an die Ohren ein.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.Morgens früh um sieben,Bringt der Bäcker Brot,Der Dackel frißt zwei Semmeln,Als wäre Hungersnot.Milch dazu, ’nen Teller,Warm von der Kuh,Wir alle stehen drum herumUnd gießen nochmal zu.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.Dann geht er in die KücheUnd hält bis Mittag WachtUnd gibt auf jeden BrockenAufs allerbeste acht:Schabefleisch und Schinken,Kartoffeln und Gemüs’,Graupen, Reis und Leber dann,Alles schmeckt ihm süß.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.Mittags, wenn wir essen,Sitzt er auch dabeiUnd kommt zu einem jeden,Richtig nach der Reih’:Der Vater gibt ’nen Klaps ihm,Die Mutter läßt ihn steh’n,Doch wir Kinder füttern ihn,Das solltet ihr mal seh’n.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.Nachmittags gibts KnochenUnd Suppe für den DurstUnd abends zu dem Vesperbrot,Die Pellen von der Wurst.Oft kriegt er nachts noch Hunger,Dann frißt er, was er find’t,Die Troddeln von dem Sessel,Die Wichse aus dem Spind.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.Carl Ferdinands.

Morgens früh um sechseSteht der Dackel auf,Macht durch Haus und Garten einen flinken Lauf,Kratzt auf allen Beeten,Riecht an jedem Stein,Wühlt sich in die Asche,Bis an die Ohren ein.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.

Morgens früh um sechse

Steht der Dackel auf,

Macht durch Haus und Garten einen flinken Lauf,

Kratzt auf allen Beeten,

Riecht an jedem Stein,

Wühlt sich in die Asche,

Bis an die Ohren ein.

Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,

Frißt den Tag zwei Zentner,

Und wiegt sechs Pfund.

Morgens früh um sieben,Bringt der Bäcker Brot,Der Dackel frißt zwei Semmeln,Als wäre Hungersnot.Milch dazu, ’nen Teller,Warm von der Kuh,Wir alle stehen drum herumUnd gießen nochmal zu.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.

Morgens früh um sieben,

Bringt der Bäcker Brot,

Der Dackel frißt zwei Semmeln,

Als wäre Hungersnot.

Milch dazu, ’nen Teller,

Warm von der Kuh,

Wir alle stehen drum herum

Und gießen nochmal zu.

Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,

Frißt den Tag zwei Zentner,

Und wiegt sechs Pfund.

Dann geht er in die KücheUnd hält bis Mittag WachtUnd gibt auf jeden BrockenAufs allerbeste acht:Schabefleisch und Schinken,Kartoffeln und Gemüs’,Graupen, Reis und Leber dann,Alles schmeckt ihm süß.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.

Dann geht er in die Küche

Und hält bis Mittag Wacht

Und gibt auf jeden Brocken

Aufs allerbeste acht:

Schabefleisch und Schinken,

Kartoffeln und Gemüs’,

Graupen, Reis und Leber dann,

Alles schmeckt ihm süß.

Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,

Frißt den Tag zwei Zentner,

Und wiegt sechs Pfund.

Mittags, wenn wir essen,Sitzt er auch dabeiUnd kommt zu einem jeden,Richtig nach der Reih’:Der Vater gibt ’nen Klaps ihm,Die Mutter läßt ihn steh’n,Doch wir Kinder füttern ihn,Das solltet ihr mal seh’n.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.

Mittags, wenn wir essen,

Sitzt er auch dabei

Und kommt zu einem jeden,

Richtig nach der Reih’:

Der Vater gibt ’nen Klaps ihm,

Die Mutter läßt ihn steh’n,

Doch wir Kinder füttern ihn,

Das solltet ihr mal seh’n.

Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,

Frißt den Tag zwei Zentner,

Und wiegt sechs Pfund.

Nachmittags gibts KnochenUnd Suppe für den DurstUnd abends zu dem Vesperbrot,Die Pellen von der Wurst.Oft kriegt er nachts noch Hunger,Dann frißt er, was er find’t,Die Troddeln von dem Sessel,Die Wichse aus dem Spind.Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,Frißt den Tag zwei Zentner,Und wiegt sechs Pfund.

Nachmittags gibts Knochen

Und Suppe für den Durst

Und abends zu dem Vesperbrot,

Die Pellen von der Wurst.

Oft kriegt er nachts noch Hunger,

Dann frißt er, was er find’t,

Die Troddeln von dem Sessel,

Die Wichse aus dem Spind.

Dickel, Duckel, Dackel, Dackelhund,

Frißt den Tag zwei Zentner,

Und wiegt sechs Pfund.

Carl Ferdinands.

Carl Ferdinands.

Unterm Tannenbaum im GrasGravitätisch sitzt der Has,Wichst den Bart und spitzt das Ohr,Duckt sich nieder, guckt hervor,Rupft und reckt sich,Endlich macht er einen Sprung:„Hei, was bin ich für ein Jung’!Schneller noch, als Hirsch und Reh’Spring ich auf und ab die Höh’,Wer ist’s, der mich fangen kann?Tausend Hund’ und hundert Mann,Gleich will ich’s mit ihnen wagen,Soll mich keiner doch erjagen.Und der Graf auf seinem Schloß,Hat im ganzen Stall kein RoßUnd auch keinen Reitersknecht,Der mir nachgaloppen möcht’.“„Häslein, nimm dich doch in acht,Hund und Jäger schleichen sacht!Eh’ du’s denkst, da zuckt es rot,Und die Kugel schießt dich tot.“Aber ’s Häslein hat sich jetzt,Wie ein Männlein hingesetzt,Schaut nicht auf und schaut nicht um.„Bst, was kommt so still und stumm,Dort durch Busch und Dorn und Korn,Flinte trägt’s und Pulverhorn?Hu! der Jäger ist es schon!Häslein, Häslein, spring’ davon!’s ist zu spät; es blitzt und pufft,Und der Rauch steigt in die Luft,Und das Häslein liegt, o weh!Totgeschossen in dem Klee.“Friedrich Güll.

Unterm Tannenbaum im GrasGravitätisch sitzt der Has,Wichst den Bart und spitzt das Ohr,Duckt sich nieder, guckt hervor,Rupft und reckt sich,Endlich macht er einen Sprung:„Hei, was bin ich für ein Jung’!Schneller noch, als Hirsch und Reh’Spring ich auf und ab die Höh’,Wer ist’s, der mich fangen kann?Tausend Hund’ und hundert Mann,Gleich will ich’s mit ihnen wagen,Soll mich keiner doch erjagen.Und der Graf auf seinem Schloß,Hat im ganzen Stall kein RoßUnd auch keinen Reitersknecht,Der mir nachgaloppen möcht’.“„Häslein, nimm dich doch in acht,Hund und Jäger schleichen sacht!Eh’ du’s denkst, da zuckt es rot,Und die Kugel schießt dich tot.“Aber ’s Häslein hat sich jetzt,Wie ein Männlein hingesetzt,Schaut nicht auf und schaut nicht um.„Bst, was kommt so still und stumm,Dort durch Busch und Dorn und Korn,Flinte trägt’s und Pulverhorn?Hu! der Jäger ist es schon!Häslein, Häslein, spring’ davon!’s ist zu spät; es blitzt und pufft,Und der Rauch steigt in die Luft,Und das Häslein liegt, o weh!Totgeschossen in dem Klee.“Friedrich Güll.

Unterm Tannenbaum im GrasGravitätisch sitzt der Has,Wichst den Bart und spitzt das Ohr,Duckt sich nieder, guckt hervor,Rupft und reckt sich,Endlich macht er einen Sprung:„Hei, was bin ich für ein Jung’!Schneller noch, als Hirsch und Reh’Spring ich auf und ab die Höh’,Wer ist’s, der mich fangen kann?Tausend Hund’ und hundert Mann,Gleich will ich’s mit ihnen wagen,Soll mich keiner doch erjagen.Und der Graf auf seinem Schloß,Hat im ganzen Stall kein RoßUnd auch keinen Reitersknecht,Der mir nachgaloppen möcht’.“„Häslein, nimm dich doch in acht,Hund und Jäger schleichen sacht!Eh’ du’s denkst, da zuckt es rot,Und die Kugel schießt dich tot.“Aber ’s Häslein hat sich jetzt,Wie ein Männlein hingesetzt,Schaut nicht auf und schaut nicht um.„Bst, was kommt so still und stumm,Dort durch Busch und Dorn und Korn,Flinte trägt’s und Pulverhorn?Hu! der Jäger ist es schon!Häslein, Häslein, spring’ davon!’s ist zu spät; es blitzt und pufft,Und der Rauch steigt in die Luft,Und das Häslein liegt, o weh!Totgeschossen in dem Klee.“

Unterm Tannenbaum im Gras

Gravitätisch sitzt der Has,

Wichst den Bart und spitzt das Ohr,

Duckt sich nieder, guckt hervor,

Rupft und reckt sich,

Endlich macht er einen Sprung:

„Hei, was bin ich für ein Jung’!

Schneller noch, als Hirsch und Reh’

Spring ich auf und ab die Höh’,

Wer ist’s, der mich fangen kann?

Tausend Hund’ und hundert Mann,

Gleich will ich’s mit ihnen wagen,

Soll mich keiner doch erjagen.

Und der Graf auf seinem Schloß,

Hat im ganzen Stall kein Roß

Und auch keinen Reitersknecht,

Der mir nachgaloppen möcht’.“

„Häslein, nimm dich doch in acht,

Hund und Jäger schleichen sacht!

Eh’ du’s denkst, da zuckt es rot,

Und die Kugel schießt dich tot.“

Aber ’s Häslein hat sich jetzt,

Wie ein Männlein hingesetzt,

Schaut nicht auf und schaut nicht um.

„Bst, was kommt so still und stumm,

Dort durch Busch und Dorn und Korn,

Flinte trägt’s und Pulverhorn?

Hu! der Jäger ist es schon!

Häslein, Häslein, spring’ davon!

’s ist zu spät; es blitzt und pufft,

Und der Rauch steigt in die Luft,

Und das Häslein liegt, o weh!

Totgeschossen in dem Klee.“

Friedrich Güll.

Friedrich Güll.

Schneckchen, Schneckchen, laß dir Zeit!Mußt so sehr nicht laufen!Hast gewiß nicht mehr so weit,Kannst einmal verschnaufen.Schneckchen spricht: Da liegt ein Ort —Drüben bei den Bäumen;Nächste Woch’ ist Kirmeß dort,Möcht sie nicht versäumen.Daß ich mit bei Tanze bin,wirst Du mir wohl gönnen;Wenn ich nun noch will dahin,Muß ich da nicht rennen?Trojan.

Schneckchen, Schneckchen, laß dir Zeit!Mußt so sehr nicht laufen!Hast gewiß nicht mehr so weit,Kannst einmal verschnaufen.Schneckchen spricht: Da liegt ein Ort —Drüben bei den Bäumen;Nächste Woch’ ist Kirmeß dort,Möcht sie nicht versäumen.Daß ich mit bei Tanze bin,wirst Du mir wohl gönnen;Wenn ich nun noch will dahin,Muß ich da nicht rennen?Trojan.

Schneckchen, Schneckchen, laß dir Zeit!Mußt so sehr nicht laufen!Hast gewiß nicht mehr so weit,Kannst einmal verschnaufen.

Schneckchen, Schneckchen, laß dir Zeit!

Mußt so sehr nicht laufen!

Hast gewiß nicht mehr so weit,

Kannst einmal verschnaufen.

Schneckchen spricht: Da liegt ein Ort —Drüben bei den Bäumen;Nächste Woch’ ist Kirmeß dort,Möcht sie nicht versäumen.

Schneckchen spricht: Da liegt ein Ort —

Drüben bei den Bäumen;

Nächste Woch’ ist Kirmeß dort,

Möcht sie nicht versäumen.

Daß ich mit bei Tanze bin,wirst Du mir wohl gönnen;Wenn ich nun noch will dahin,Muß ich da nicht rennen?

Daß ich mit bei Tanze bin,

wirst Du mir wohl gönnen;

Wenn ich nun noch will dahin,

Muß ich da nicht rennen?

Trojan.

Trojan.


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