DAS ANNOLIED.
[Scherer D.82,E.74.]
Um 1110 zu Ehren des Bischofs Anno von Cöln († 1075) von einem niederrheinischen Dichter, wahrscheinlich im Kloster Siegburg verfasst. Herausgegeben von Bezzenberger (Quedlinburg, 1848) und Roth (München, 1847).
Um 1110 zu Ehren des Bischofs Anno von Cöln († 1075) von einem niederrheinischen Dichter, wahrscheinlich im Kloster Siegburg verfasst. Herausgegeben von Bezzenberger (Quedlinburg, 1848) und Roth (München, 1847).
1.Wir hôrten ie dikke singenvon alten dingen:wi snelle helide vuhten,wi si veste burge brêchen,wi sich liebin winiscefte schieden,wi rîche kunige al zegiengen.nû ist cît daz wir denken,wi wir selve sulin enden.Crist, der unser hêrro guotwi manige ceichen her uns vure duot,10als er ûffin Sigeberg havit gedândurch den diurlîchen manden heiligen bischof Annendurch den sînin willen.dâ bî wir uns sulin bewarin,wante wir noch sulin varinvon disime ellendin lîbe hin cin êwin,dâ wir iemr sulin sîn.
1.Wir hôrten ie dikke singenvon alten dingen:wi snelle helide vuhten,wi si veste burge brêchen,wi sich liebin winiscefte schieden,wi rîche kunige al zegiengen.nû ist cît daz wir denken,wi wir selve sulin enden.Crist, der unser hêrro guotwi manige ceichen her uns vure duot,10als er ûffin Sigeberg havit gedândurch den diurlîchen manden heiligen bischof Annendurch den sînin willen.dâ bî wir uns sulin bewarin,wante wir noch sulin varinvon disime ellendin lîbe hin cin êwin,dâ wir iemr sulin sîn.
1.
1.
Wir hôrten ie dikke singenvon alten dingen:wi snelle helide vuhten,wi si veste burge brêchen,wi sich liebin winiscefte schieden,wi rîche kunige al zegiengen.nû ist cît daz wir denken,wi wir selve sulin enden.Crist, der unser hêrro guotwi manige ceichen her uns vure duot,10als er ûffin Sigeberg havit gedândurch den diurlîchen manden heiligen bischof Annendurch den sînin willen.dâ bî wir uns sulin bewarin,wante wir noch sulin varinvon disime ellendin lîbe hin cin êwin,dâ wir iemr sulin sîn.
Wir hôrten ie dikke singen
von alten dingen:
wi snelle helide vuhten,
wi si veste burge brêchen,
wi sich liebin winiscefte schieden,
wi rîche kunige al zegiengen.
nû ist cît daz wir denken,
wi wir selve sulin enden.
Crist, der unser hêrro guot
wi manige ceichen her uns vure duot,10
als er ûffin Sigeberg havit gedân
durch den diurlîchen man
den heiligen bischof Annen
durch den sînin willen.
dâ bî wir uns sulin bewarin,
wante wir noch sulin varin
von disime ellendin lîbe hin cin êwin,
dâ wir iemr sulin sîn.
Wir hörten oftmals singenvon alten Begebenheiten:Wie schnelle Helden fochten,Wie sie feste Burgen brachen,wie sich liebe Freundschaften schieden,wie mächtige Könige untergiengen.nun ist Zeit, dass wir denken,wie wir selber enden werden.Christ, unser guter Herr,Wie manche Zeichen er vor uns thut,10wie er auf dem Siegberg gethandurch den trefflichen Mann,den heiligen Bischof Anno,um seinen Willen kund zu thun.daran sollen wir uns eine Lehre nehmen,dieweil wir noch die Reise vor uns habenvon diesem elenden Leben hin zur Ewigkeit,wo wir dann immerdar sein sollen.
Wir hörten oftmals singenvon alten Begebenheiten:Wie schnelle Helden fochten,Wie sie feste Burgen brachen,wie sich liebe Freundschaften schieden,wie mächtige Könige untergiengen.nun ist Zeit, dass wir denken,wie wir selber enden werden.Christ, unser guter Herr,Wie manche Zeichen er vor uns thut,10wie er auf dem Siegberg gethandurch den trefflichen Mann,den heiligen Bischof Anno,um seinen Willen kund zu thun.daran sollen wir uns eine Lehre nehmen,dieweil wir noch die Reise vor uns habenvon diesem elenden Leben hin zur Ewigkeit,wo wir dann immerdar sein sollen.
Wir hörten oftmals singenvon alten Begebenheiten:Wie schnelle Helden fochten,Wie sie feste Burgen brachen,wie sich liebe Freundschaften schieden,wie mächtige Könige untergiengen.nun ist Zeit, dass wir denken,wie wir selber enden werden.Christ, unser guter Herr,Wie manche Zeichen er vor uns thut,10wie er auf dem Siegberg gethandurch den trefflichen Mann,den heiligen Bischof Anno,um seinen Willen kund zu thun.daran sollen wir uns eine Lehre nehmen,dieweil wir noch die Reise vor uns habenvon diesem elenden Leben hin zur Ewigkeit,wo wir dann immerdar sein sollen.
Wir hörten oftmals singen
von alten Begebenheiten:
Wie schnelle Helden fochten,
Wie sie feste Burgen brachen,
wie sich liebe Freundschaften schieden,
wie mächtige Könige untergiengen.
nun ist Zeit, dass wir denken,
wie wir selber enden werden.
Christ, unser guter Herr,
Wie manche Zeichen er vor uns thut,10
wie er auf dem Siegberg gethan
durch den trefflichen Mann,
den heiligen Bischof Anno,
um seinen Willen kund zu thun.
daran sollen wir uns eine Lehre nehmen,
dieweil wir noch die Reise vor uns haben
von diesem elenden Leben hin zur Ewigkeit,
wo wir dann immerdar sein sollen.
L.
2.Duo Cêsar duo widere ci Rôme gesan,si ni woltin sîn niht intfân:si quâdin daz er durch sîni geilehaviti virlorin des heris ein michil deil,daz her in vremidimo lanteân urlôf sô lange havite.mit zorne her duo wider wanteci diutischimo lante,dâ her hât irkunnôtmanigin helit vili guot;10her sante zuo den heirrindie dâr in rîche wârin:her clagitin allin sîni nôth.her bôt un golt vili rôt;her quad daz her si wolti gern irgezzin,obir un ieht ci leide gedân hetti.Duo si virnâmin sînin willen,si saminôtin sich dar alle:ûzir Gallia unti Germaniequâmin imi scarin manige20mit schînintin helmen,mit vestin halspergin.si brâhtin manigin scônin schiltrant;als ein vluot vuorin sin daz lant.duo ci Rôme her bigondi nâhin,duo irvorhtim dâr manig man,wanti si sâgin schîninsô breite scarin sîni,vanin ingegin burtin:des lîbis si alle vorhtin.Cato unti Pompeiûsrûmitin rômischi hûs;al dersenâtûs;mit sorgen vluhin si dirûz.10her vuor un nâh jaginta,wîtini slahinta,unz in Egypti lant:sô michil ward der herebrant.Wer mohte gecelin al die menigedie Cesari îltin in geginevan ôstrit allinthalbin,alsi der snê vellit ûffin alvin,mit scarin unti mit volkin,alsi der hagil verit van den wolkin.20mit minnerem herigegenanter an die menige.duo ward diz hertisti volcwîg,alsô diz buoch quît,daz in disim merigartenie gevrumit wurde.Oy wi di wâfini clungin,dâ di marih cisamine sprungin!herehorn duzzin,becche bluotis vluzzin;30derde diruntini dunriti,di helli in gegine glimite,dâ di hêristin in der weriltesuohtin sich mit suertin.duo gelach dir manig breiti scarimit bluote birunnin gari.dâ mohte man sîn douwendurch helme virhouwindes rîchin Pompeiis man:Cêsar dâ den sige nam.10
2.Duo Cêsar duo widere ci Rôme gesan,si ni woltin sîn niht intfân:si quâdin daz er durch sîni geilehaviti virlorin des heris ein michil deil,daz her in vremidimo lanteân urlôf sô lange havite.mit zorne her duo wider wanteci diutischimo lante,dâ her hât irkunnôtmanigin helit vili guot;10her sante zuo den heirrindie dâr in rîche wârin:her clagitin allin sîni nôth.her bôt un golt vili rôt;her quad daz her si wolti gern irgezzin,obir un ieht ci leide gedân hetti.Duo si virnâmin sînin willen,si saminôtin sich dar alle:ûzir Gallia unti Germaniequâmin imi scarin manige20mit schînintin helmen,mit vestin halspergin.si brâhtin manigin scônin schiltrant;als ein vluot vuorin sin daz lant.duo ci Rôme her bigondi nâhin,duo irvorhtim dâr manig man,wanti si sâgin schîninsô breite scarin sîni,vanin ingegin burtin:des lîbis si alle vorhtin.Cato unti Pompeiûsrûmitin rômischi hûs;al dersenâtûs;mit sorgen vluhin si dirûz.10her vuor un nâh jaginta,wîtini slahinta,unz in Egypti lant:sô michil ward der herebrant.Wer mohte gecelin al die menigedie Cesari îltin in geginevan ôstrit allinthalbin,alsi der snê vellit ûffin alvin,mit scarin unti mit volkin,alsi der hagil verit van den wolkin.20mit minnerem herigegenanter an die menige.duo ward diz hertisti volcwîg,alsô diz buoch quît,daz in disim merigartenie gevrumit wurde.Oy wi di wâfini clungin,dâ di marih cisamine sprungin!herehorn duzzin,becche bluotis vluzzin;30derde diruntini dunriti,di helli in gegine glimite,dâ di hêristin in der weriltesuohtin sich mit suertin.duo gelach dir manig breiti scarimit bluote birunnin gari.dâ mohte man sîn douwendurch helme virhouwindes rîchin Pompeiis man:Cêsar dâ den sige nam.10
2.
2.
Duo Cêsar duo widere ci Rôme gesan,si ni woltin sîn niht intfân:si quâdin daz er durch sîni geilehaviti virlorin des heris ein michil deil,daz her in vremidimo lanteân urlôf sô lange havite.mit zorne her duo wider wanteci diutischimo lante,dâ her hât irkunnôtmanigin helit vili guot;10her sante zuo den heirrindie dâr in rîche wârin:her clagitin allin sîni nôth.her bôt un golt vili rôt;her quad daz her si wolti gern irgezzin,obir un ieht ci leide gedân hetti.Duo si virnâmin sînin willen,si saminôtin sich dar alle:ûzir Gallia unti Germaniequâmin imi scarin manige20mit schînintin helmen,mit vestin halspergin.si brâhtin manigin scônin schiltrant;als ein vluot vuorin sin daz lant.duo ci Rôme her bigondi nâhin,duo irvorhtim dâr manig man,wanti si sâgin schîninsô breite scarin sîni,vanin ingegin burtin:des lîbis si alle vorhtin.Cato unti Pompeiûsrûmitin rômischi hûs;al dersenâtûs;mit sorgen vluhin si dirûz.10her vuor un nâh jaginta,wîtini slahinta,unz in Egypti lant:sô michil ward der herebrant.Wer mohte gecelin al die menigedie Cesari îltin in geginevan ôstrit allinthalbin,alsi der snê vellit ûffin alvin,mit scarin unti mit volkin,alsi der hagil verit van den wolkin.20mit minnerem herigegenanter an die menige.duo ward diz hertisti volcwîg,alsô diz buoch quît,daz in disim merigartenie gevrumit wurde.Oy wi di wâfini clungin,dâ di marih cisamine sprungin!herehorn duzzin,becche bluotis vluzzin;30derde diruntini dunriti,di helli in gegine glimite,dâ di hêristin in der weriltesuohtin sich mit suertin.duo gelach dir manig breiti scarimit bluote birunnin gari.dâ mohte man sîn douwendurch helme virhouwindes rîchin Pompeiis man:Cêsar dâ den sige nam.10
Duo Cêsar duo widere ci Rôme gesan,
si ni woltin sîn niht intfân:
si quâdin daz er durch sîni geile
haviti virlorin des heris ein michil deil,
daz her in vremidimo lante
ân urlôf sô lange havite.
mit zorne her duo wider wante
ci diutischimo lante,
dâ her hât irkunnôt
manigin helit vili guot;10
her sante zuo den heirrin
die dâr in rîche wârin:
her clagitin allin sîni nôth.
her bôt un golt vili rôt;
her quad daz her si wolti gern irgezzin,
obir un ieht ci leide gedân hetti.
Duo si virnâmin sînin willen,
si saminôtin sich dar alle:
ûzir Gallia unti Germanie
quâmin imi scarin manige20
mit schînintin helmen,
mit vestin halspergin.
si brâhtin manigin scônin schiltrant;
als ein vluot vuorin sin daz lant.
duo ci Rôme her bigondi nâhin,
duo irvorhtim dâr manig man,
wanti si sâgin schînin
sô breite scarin sîni,
vanin ingegin burtin:
des lîbis si alle vorhtin.
Cato unti Pompeiûs
rûmitin rômischi hûs;
al dersenâtûs;
mit sorgen vluhin si dirûz.10
her vuor un nâh jaginta,
wîtini slahinta,
unz in Egypti lant:
sô michil ward der herebrant.
Wer mohte gecelin al die menige
die Cesari îltin in gegine
van ôstrit allinthalbin,
alsi der snê vellit ûffin alvin,
mit scarin unti mit volkin,
alsi der hagil verit van den wolkin.20
mit minnerem herige
genanter an die menige.
duo ward diz hertisti volcwîg,
alsô diz buoch quît,
daz in disim merigarten
ie gevrumit wurde.
Oy wi di wâfini clungin,
dâ di marih cisamine sprungin!
herehorn duzzin,
becche bluotis vluzzin;30
derde diruntini dunriti,
di helli in gegine glimite,
dâ di hêristin in der werilte
suohtin sich mit suertin.
duo gelach dir manig breiti scari
mit bluote birunnin gari.
dâ mohte man sîn douwen
durch helme virhouwin
des rîchin Pompeiis man:
Cêsar dâ den sige nam.10
Als Cæsar da wieder nach Rom sich begab,da wollten sie ihn nicht empfangen.Sie sagten, dass er durch seinen Übermutheinen grossen Theil des Heeres verloren habe,welches er in fremdem Landeohne Erlaubniss so lange gehabt hatte.Mit Zorn wandte er sich da zurückzu dem deutschen Lande,wo er kennen gelernt hattemanchen sehr guten Helden.10Er sandte zu den Herren,die da im Lande waren:er klagte ihnen allen seine Noth,er bot ihnen Gold sehr roth;er sagte, dass er ihnen gern ersetzen wollte,wenn er ihnen je etwas zu Leide gethan hätte.Da sie seinen Willen vernahmen,so sammelten sich da alle:aus Gallien und Germanienkamen ihm da manche Schaaren20mit glänzenden Helmen,mit starken Panzerhemden.Sie brachten manchen schönen Schildesrand;wie eine Fluth kamen sie in das Land.Da er sich Rom zu nahen begann,da fürchtete sich mancher Mann,denn sie sahen glänzenseine Schaaren so breit,die Fahnen entgegen getragen:sie fürchteten sich alle des Lebens.Cato und Pompejusräumten das römische Haus;der ganze Senat,mit Sorgen flohen sie daraus.10Er fuhr ihnen nach jagend,weithin schlagend,bis nach Egyptenland:so gross ward die Kriegsflamme.Wer möchte all die Vielen zählen,die dem Cæsar entgegen eilten,von ostwärts allenthalben,wie der Schnee fällt auf den Bergen,mit Kriegsschaaren und mit Völkern,wie der Hagel fährt von den Wolken.20Mit kleinerem Heerewagte er sich an die Vielen.Da ward der härteste Volkskampf,wie das Buch sagt,der auf dieser Erdenje gethan ward.Hei, wie die Waffen klangen,als die Pferde zusammen sprangen!Die Heerhörner dröhnten,Bäche Blutes flossen;30die Erde unten donnerte,die Hölle glühte ihnen entgegen,da die Stolzesten in der Weltsich mit Schwertern suchten.Da lag da manche breite Schaarmit Blute gar beronnen.Da konnte man sterben sehn,erschlagen durch die Helme,des mächtigen Pompejus Mannen:Cæsar gewann da den Sieg.10
Als Cæsar da wieder nach Rom sich begab,da wollten sie ihn nicht empfangen.Sie sagten, dass er durch seinen Übermutheinen grossen Theil des Heeres verloren habe,welches er in fremdem Landeohne Erlaubniss so lange gehabt hatte.Mit Zorn wandte er sich da zurückzu dem deutschen Lande,wo er kennen gelernt hattemanchen sehr guten Helden.10Er sandte zu den Herren,die da im Lande waren:er klagte ihnen allen seine Noth,er bot ihnen Gold sehr roth;er sagte, dass er ihnen gern ersetzen wollte,wenn er ihnen je etwas zu Leide gethan hätte.Da sie seinen Willen vernahmen,so sammelten sich da alle:aus Gallien und Germanienkamen ihm da manche Schaaren20mit glänzenden Helmen,mit starken Panzerhemden.Sie brachten manchen schönen Schildesrand;wie eine Fluth kamen sie in das Land.Da er sich Rom zu nahen begann,da fürchtete sich mancher Mann,denn sie sahen glänzenseine Schaaren so breit,die Fahnen entgegen getragen:sie fürchteten sich alle des Lebens.Cato und Pompejusräumten das römische Haus;der ganze Senat,mit Sorgen flohen sie daraus.10Er fuhr ihnen nach jagend,weithin schlagend,bis nach Egyptenland:so gross ward die Kriegsflamme.Wer möchte all die Vielen zählen,die dem Cæsar entgegen eilten,von ostwärts allenthalben,wie der Schnee fällt auf den Bergen,mit Kriegsschaaren und mit Völkern,wie der Hagel fährt von den Wolken.20Mit kleinerem Heerewagte er sich an die Vielen.Da ward der härteste Volkskampf,wie das Buch sagt,der auf dieser Erdenje gethan ward.Hei, wie die Waffen klangen,als die Pferde zusammen sprangen!Die Heerhörner dröhnten,Bäche Blutes flossen;30die Erde unten donnerte,die Hölle glühte ihnen entgegen,da die Stolzesten in der Weltsich mit Schwertern suchten.Da lag da manche breite Schaarmit Blute gar beronnen.Da konnte man sterben sehn,erschlagen durch die Helme,des mächtigen Pompejus Mannen:Cæsar gewann da den Sieg.10
Als Cæsar da wieder nach Rom sich begab,da wollten sie ihn nicht empfangen.Sie sagten, dass er durch seinen Übermutheinen grossen Theil des Heeres verloren habe,welches er in fremdem Landeohne Erlaubniss so lange gehabt hatte.Mit Zorn wandte er sich da zurückzu dem deutschen Lande,wo er kennen gelernt hattemanchen sehr guten Helden.10Er sandte zu den Herren,die da im Lande waren:er klagte ihnen allen seine Noth,er bot ihnen Gold sehr roth;er sagte, dass er ihnen gern ersetzen wollte,wenn er ihnen je etwas zu Leide gethan hätte.Da sie seinen Willen vernahmen,so sammelten sich da alle:aus Gallien und Germanienkamen ihm da manche Schaaren20mit glänzenden Helmen,mit starken Panzerhemden.Sie brachten manchen schönen Schildesrand;wie eine Fluth kamen sie in das Land.Da er sich Rom zu nahen begann,da fürchtete sich mancher Mann,denn sie sahen glänzenseine Schaaren so breit,die Fahnen entgegen getragen:sie fürchteten sich alle des Lebens.Cato und Pompejusräumten das römische Haus;der ganze Senat,mit Sorgen flohen sie daraus.10Er fuhr ihnen nach jagend,weithin schlagend,bis nach Egyptenland:so gross ward die Kriegsflamme.Wer möchte all die Vielen zählen,die dem Cæsar entgegen eilten,von ostwärts allenthalben,wie der Schnee fällt auf den Bergen,mit Kriegsschaaren und mit Völkern,wie der Hagel fährt von den Wolken.20Mit kleinerem Heerewagte er sich an die Vielen.Da ward der härteste Volkskampf,wie das Buch sagt,der auf dieser Erdenje gethan ward.Hei, wie die Waffen klangen,als die Pferde zusammen sprangen!Die Heerhörner dröhnten,Bäche Blutes flossen;30die Erde unten donnerte,die Hölle glühte ihnen entgegen,da die Stolzesten in der Weltsich mit Schwertern suchten.Da lag da manche breite Schaarmit Blute gar beronnen.Da konnte man sterben sehn,erschlagen durch die Helme,des mächtigen Pompejus Mannen:Cæsar gewann da den Sieg.10
Als Cæsar da wieder nach Rom sich begab,
da wollten sie ihn nicht empfangen.
Sie sagten, dass er durch seinen Übermuth
einen grossen Theil des Heeres verloren habe,
welches er in fremdem Lande
ohne Erlaubniss so lange gehabt hatte.
Mit Zorn wandte er sich da zurück
zu dem deutschen Lande,
wo er kennen gelernt hatte
manchen sehr guten Helden.10
Er sandte zu den Herren,
die da im Lande waren:
er klagte ihnen allen seine Noth,
er bot ihnen Gold sehr roth;
er sagte, dass er ihnen gern ersetzen wollte,
wenn er ihnen je etwas zu Leide gethan hätte.
Da sie seinen Willen vernahmen,
so sammelten sich da alle:
aus Gallien und Germanien
kamen ihm da manche Schaaren20
mit glänzenden Helmen,
mit starken Panzerhemden.
Sie brachten manchen schönen Schildesrand;
wie eine Fluth kamen sie in das Land.
Da er sich Rom zu nahen begann,
da fürchtete sich mancher Mann,
denn sie sahen glänzen
seine Schaaren so breit,
die Fahnen entgegen getragen:
sie fürchteten sich alle des Lebens.
Cato und Pompejus
räumten das römische Haus;
der ganze Senat,
mit Sorgen flohen sie daraus.10
Er fuhr ihnen nach jagend,
weithin schlagend,
bis nach Egyptenland:
so gross ward die Kriegsflamme.
Wer möchte all die Vielen zählen,
die dem Cæsar entgegen eilten,
von ostwärts allenthalben,
wie der Schnee fällt auf den Bergen,
mit Kriegsschaaren und mit Völkern,
wie der Hagel fährt von den Wolken.20
Mit kleinerem Heere
wagte er sich an die Vielen.
Da ward der härteste Volkskampf,
wie das Buch sagt,
der auf dieser Erden
je gethan ward.
Hei, wie die Waffen klangen,
als die Pferde zusammen sprangen!
Die Heerhörner dröhnten,
Bäche Blutes flossen;30
die Erde unten donnerte,
die Hölle glühte ihnen entgegen,
da die Stolzesten in der Welt
sich mit Schwertern suchten.
Da lag da manche breite Schaar
mit Blute gar beronnen.
Da konnte man sterben sehn,
erschlagen durch die Helme,
des mächtigen Pompejus Mannen:
Cæsar gewann da den Sieg.10