FRIEDRICH VON LOGAU.
[Scherer D.365,E.369.]
Geboren 1604 in Schlesien. Er war Rath des Herzogs von Brieg und Liegnitz und Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft. Er starb 1655 zu Liegnitz. Ein Jahr vor seinem Tode veröffentlichte er seine ‘Sinngedichte,’ eine Sammlung von mehr als 3000 grossentheils kurzen Gedichten. Herausgegeben von Eitner (Tübingen 1872); Auswahl von demselben (Leipzig 1870).
Geboren 1604 in Schlesien. Er war Rath des Herzogs von Brieg und Liegnitz und Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft. Er starb 1655 zu Liegnitz. Ein Jahr vor seinem Tode veröffentlichte er seine ‘Sinngedichte,’ eine Sammlung von mehr als 3000 grossentheils kurzen Gedichten. Herausgegeben von Eitner (Tübingen 1872); Auswahl von demselben (Leipzig 1870).
Sind meine Reime gleich nicht alle gut und richtig,So sind die Leser auch nicht alle gleich und tüchtig.
Sind meine Reime gleich nicht alle gut und richtig,So sind die Leser auch nicht alle gleich und tüchtig.
Sind meine Reime gleich nicht alle gut und richtig,So sind die Leser auch nicht alle gleich und tüchtig.
Sind meine Reime gleich nicht alle gut und richtig,
So sind die Leser auch nicht alle gleich und tüchtig.
Glück zu, du ödes Feld! Glück zu, ihr wüsten Auen!Die ich, wann ich euch seh, mit Threnen muss betauen,Weil ihr nicht mehr seyd ihr: so gar hat euren StandDer freche Mord-Gott Mars grund auss herum gewand.Seyd aber doch gegrüst, seyd dennoch fürgesetzetDem allem, was die Stat für schön und köstlich schätzet.Ihr wart mir lieb; ihr seyd, ihr bleibt mir lieb und werth;Ich bin, ob ihr verkehrt, noch dennoch nicht verkehrt.10Ich bin, der ich war vor. Ob ihr seyd sehr vernichtet,So bleib ich dennoch euch zu voller Gunst verpflichtet,So lang ich ich kan seyn. Wann dann mein seyn vergeht,Kans seyn, dass Musa wo an meiner Stelle steht.Gehab dich wol, O Stadt! die du in deinen ZinnenHast meinen Leib gehabt, nicht aber meine Sinnen.Gehab dich wol! mein Leib ist nun vom Kerker los;Ich darff nun nicht mehr seyn, wo mich zu seyn verdross.Ich habe dich, du mich, du süsse Vater-Erde!Mein Feuer gläntzt nunmehr auff meinem eignen Herde.20Ich geh, ich steh, ich sitz, ich schlaf, ich wach umbsonst;Was theuer mir dort war, das hab ich hier aus GunstDes Herren der Natur um Habe-Dank[1166]zu nissenUnd um gesunden Schweiss; darff nichts hingegen wissenVon Vortel[1167]und Betrug, von Hinterlist und Neid,Und wo man sonst sich durch schickt etwan in die Zeit[1168].Ich ess’ ein selig Brot, mit Schweiss zwar eingeteiget[1169],Doch dass durch Beckers Kunst und Hefen hoch nicht steiget,Das zwar Gesichte nicht, den Magen aber fülltUnd dient mehr, dass es nährt, als dass es Heller gilt.Mein Trinken ist nicht falsch, ich darf mir nicht gedenken;Es sei gebrauen zwier[1170], vom Bräuer und vom Schenken.Mir schmeckt der klare Safft; mir schmeckt das reine Nass,Das ohne Keller frisch, das gut bleibt ohne Vass,Drum nicht die Nymphen erst mit Ceres dürffen kämpffen,Wer Meister drüber sei, das nichts bedarff zum dämpffen,Weils keinen Schweffelrauch noch sonsten Einschlag hat,Das ohne Geld steht feil, das keine frevle That10Hat den iemals gelehrt, der dran ihm liess genügen.Der Krämer fruchtbar Schwur und ihr genisslich[1171]LügenHat nimmer Ernt’ um mich[1172]; der viel-geplagte LeinDer muss, der kan mir auch anstat der Seiden seyn.Bewegung ist mein Artzt. Die kräuterreichen WäldeSind Apotheks genug. Geld, Gold, wächst auch im Felde;Was mangelt alsdann mehr? Wer Gott zum Freunde hat,Und hat ein eignes Feld, fragt wenig nach der Stat,Der vortelhafften Stat, da Nahrung zu gewinnen,Fast ieder muss auff List, auff Tück’, auff Ränke sinnen.20Drum hab dich wol, o Stat! Wenn ich dich habe, Feld,So hab ich Haus und Kost, Kleid, Ruh, Gesundheit, Geld.
Glück zu, du ödes Feld! Glück zu, ihr wüsten Auen!Die ich, wann ich euch seh, mit Threnen muss betauen,Weil ihr nicht mehr seyd ihr: so gar hat euren StandDer freche Mord-Gott Mars grund auss herum gewand.Seyd aber doch gegrüst, seyd dennoch fürgesetzetDem allem, was die Stat für schön und köstlich schätzet.Ihr wart mir lieb; ihr seyd, ihr bleibt mir lieb und werth;Ich bin, ob ihr verkehrt, noch dennoch nicht verkehrt.10Ich bin, der ich war vor. Ob ihr seyd sehr vernichtet,So bleib ich dennoch euch zu voller Gunst verpflichtet,So lang ich ich kan seyn. Wann dann mein seyn vergeht,Kans seyn, dass Musa wo an meiner Stelle steht.Gehab dich wol, O Stadt! die du in deinen ZinnenHast meinen Leib gehabt, nicht aber meine Sinnen.Gehab dich wol! mein Leib ist nun vom Kerker los;Ich darff nun nicht mehr seyn, wo mich zu seyn verdross.Ich habe dich, du mich, du süsse Vater-Erde!Mein Feuer gläntzt nunmehr auff meinem eignen Herde.20Ich geh, ich steh, ich sitz, ich schlaf, ich wach umbsonst;Was theuer mir dort war, das hab ich hier aus GunstDes Herren der Natur um Habe-Dank[1166]zu nissenUnd um gesunden Schweiss; darff nichts hingegen wissenVon Vortel[1167]und Betrug, von Hinterlist und Neid,Und wo man sonst sich durch schickt etwan in die Zeit[1168].Ich ess’ ein selig Brot, mit Schweiss zwar eingeteiget[1169],Doch dass durch Beckers Kunst und Hefen hoch nicht steiget,Das zwar Gesichte nicht, den Magen aber fülltUnd dient mehr, dass es nährt, als dass es Heller gilt.Mein Trinken ist nicht falsch, ich darf mir nicht gedenken;Es sei gebrauen zwier[1170], vom Bräuer und vom Schenken.Mir schmeckt der klare Safft; mir schmeckt das reine Nass,Das ohne Keller frisch, das gut bleibt ohne Vass,Drum nicht die Nymphen erst mit Ceres dürffen kämpffen,Wer Meister drüber sei, das nichts bedarff zum dämpffen,Weils keinen Schweffelrauch noch sonsten Einschlag hat,Das ohne Geld steht feil, das keine frevle That10Hat den iemals gelehrt, der dran ihm liess genügen.Der Krämer fruchtbar Schwur und ihr genisslich[1171]LügenHat nimmer Ernt’ um mich[1172]; der viel-geplagte LeinDer muss, der kan mir auch anstat der Seiden seyn.Bewegung ist mein Artzt. Die kräuterreichen WäldeSind Apotheks genug. Geld, Gold, wächst auch im Felde;Was mangelt alsdann mehr? Wer Gott zum Freunde hat,Und hat ein eignes Feld, fragt wenig nach der Stat,Der vortelhafften Stat, da Nahrung zu gewinnen,Fast ieder muss auff List, auff Tück’, auff Ränke sinnen.20Drum hab dich wol, o Stat! Wenn ich dich habe, Feld,So hab ich Haus und Kost, Kleid, Ruh, Gesundheit, Geld.
Glück zu, du ödes Feld! Glück zu, ihr wüsten Auen!Die ich, wann ich euch seh, mit Threnen muss betauen,Weil ihr nicht mehr seyd ihr: so gar hat euren StandDer freche Mord-Gott Mars grund auss herum gewand.Seyd aber doch gegrüst, seyd dennoch fürgesetzetDem allem, was die Stat für schön und köstlich schätzet.Ihr wart mir lieb; ihr seyd, ihr bleibt mir lieb und werth;Ich bin, ob ihr verkehrt, noch dennoch nicht verkehrt.10Ich bin, der ich war vor. Ob ihr seyd sehr vernichtet,So bleib ich dennoch euch zu voller Gunst verpflichtet,So lang ich ich kan seyn. Wann dann mein seyn vergeht,Kans seyn, dass Musa wo an meiner Stelle steht.Gehab dich wol, O Stadt! die du in deinen ZinnenHast meinen Leib gehabt, nicht aber meine Sinnen.Gehab dich wol! mein Leib ist nun vom Kerker los;Ich darff nun nicht mehr seyn, wo mich zu seyn verdross.Ich habe dich, du mich, du süsse Vater-Erde!Mein Feuer gläntzt nunmehr auff meinem eignen Herde.20Ich geh, ich steh, ich sitz, ich schlaf, ich wach umbsonst;Was theuer mir dort war, das hab ich hier aus GunstDes Herren der Natur um Habe-Dank[1166]zu nissenUnd um gesunden Schweiss; darff nichts hingegen wissenVon Vortel[1167]und Betrug, von Hinterlist und Neid,Und wo man sonst sich durch schickt etwan in die Zeit[1168].Ich ess’ ein selig Brot, mit Schweiss zwar eingeteiget[1169],Doch dass durch Beckers Kunst und Hefen hoch nicht steiget,Das zwar Gesichte nicht, den Magen aber fülltUnd dient mehr, dass es nährt, als dass es Heller gilt.Mein Trinken ist nicht falsch, ich darf mir nicht gedenken;Es sei gebrauen zwier[1170], vom Bräuer und vom Schenken.Mir schmeckt der klare Safft; mir schmeckt das reine Nass,Das ohne Keller frisch, das gut bleibt ohne Vass,Drum nicht die Nymphen erst mit Ceres dürffen kämpffen,Wer Meister drüber sei, das nichts bedarff zum dämpffen,Weils keinen Schweffelrauch noch sonsten Einschlag hat,Das ohne Geld steht feil, das keine frevle That10Hat den iemals gelehrt, der dran ihm liess genügen.Der Krämer fruchtbar Schwur und ihr genisslich[1171]LügenHat nimmer Ernt’ um mich[1172]; der viel-geplagte LeinDer muss, der kan mir auch anstat der Seiden seyn.Bewegung ist mein Artzt. Die kräuterreichen WäldeSind Apotheks genug. Geld, Gold, wächst auch im Felde;Was mangelt alsdann mehr? Wer Gott zum Freunde hat,Und hat ein eignes Feld, fragt wenig nach der Stat,Der vortelhafften Stat, da Nahrung zu gewinnen,Fast ieder muss auff List, auff Tück’, auff Ränke sinnen.20Drum hab dich wol, o Stat! Wenn ich dich habe, Feld,So hab ich Haus und Kost, Kleid, Ruh, Gesundheit, Geld.
Glück zu, du ödes Feld! Glück zu, ihr wüsten Auen!
Die ich, wann ich euch seh, mit Threnen muss betauen,
Weil ihr nicht mehr seyd ihr: so gar hat euren Stand
Der freche Mord-Gott Mars grund auss herum gewand.
Seyd aber doch gegrüst, seyd dennoch fürgesetzet
Dem allem, was die Stat für schön und köstlich schätzet.
Ihr wart mir lieb; ihr seyd, ihr bleibt mir lieb und werth;
Ich bin, ob ihr verkehrt, noch dennoch nicht verkehrt.10
Ich bin, der ich war vor. Ob ihr seyd sehr vernichtet,
So bleib ich dennoch euch zu voller Gunst verpflichtet,
So lang ich ich kan seyn. Wann dann mein seyn vergeht,
Kans seyn, dass Musa wo an meiner Stelle steht.
Gehab dich wol, O Stadt! die du in deinen Zinnen
Hast meinen Leib gehabt, nicht aber meine Sinnen.
Gehab dich wol! mein Leib ist nun vom Kerker los;
Ich darff nun nicht mehr seyn, wo mich zu seyn verdross.
Ich habe dich, du mich, du süsse Vater-Erde!
Mein Feuer gläntzt nunmehr auff meinem eignen Herde.20
Ich geh, ich steh, ich sitz, ich schlaf, ich wach umbsonst;
Was theuer mir dort war, das hab ich hier aus Gunst
Des Herren der Natur um Habe-Dank[1166]zu nissen
Und um gesunden Schweiss; darff nichts hingegen wissen
Von Vortel[1167]und Betrug, von Hinterlist und Neid,
Und wo man sonst sich durch schickt etwan in die Zeit[1168].
Ich ess’ ein selig Brot, mit Schweiss zwar eingeteiget[1169],
Doch dass durch Beckers Kunst und Hefen hoch nicht steiget,
Das zwar Gesichte nicht, den Magen aber füllt
Und dient mehr, dass es nährt, als dass es Heller gilt.
Mein Trinken ist nicht falsch, ich darf mir nicht gedenken;
Es sei gebrauen zwier[1170], vom Bräuer und vom Schenken.
Mir schmeckt der klare Safft; mir schmeckt das reine Nass,
Das ohne Keller frisch, das gut bleibt ohne Vass,
Drum nicht die Nymphen erst mit Ceres dürffen kämpffen,
Wer Meister drüber sei, das nichts bedarff zum dämpffen,
Weils keinen Schweffelrauch noch sonsten Einschlag hat,
Das ohne Geld steht feil, das keine frevle That10
Hat den iemals gelehrt, der dran ihm liess genügen.
Der Krämer fruchtbar Schwur und ihr genisslich[1171]Lügen
Hat nimmer Ernt’ um mich[1172]; der viel-geplagte Lein
Der muss, der kan mir auch anstat der Seiden seyn.
Bewegung ist mein Artzt. Die kräuterreichen Wälde
Sind Apotheks genug. Geld, Gold, wächst auch im Felde;
Was mangelt alsdann mehr? Wer Gott zum Freunde hat,
Und hat ein eignes Feld, fragt wenig nach der Stat,
Der vortelhafften Stat, da Nahrung zu gewinnen,
Fast ieder muss auff List, auff Tück’, auff Ränke sinnen.20
Drum hab dich wol, o Stat! Wenn ich dich habe, Feld,
So hab ich Haus und Kost, Kleid, Ruh, Gesundheit, Geld.
Im Latein sind viel Poeten, immer aber ein Virgil;Deutsche haben einen Opitz, Tichter sonsten eben viel.
Im Latein sind viel Poeten, immer aber ein Virgil;Deutsche haben einen Opitz, Tichter sonsten eben viel.
Im Latein sind viel Poeten, immer aber ein Virgil;Deutsche haben einen Opitz, Tichter sonsten eben viel.
Im Latein sind viel Poeten, immer aber ein Virgil;
Deutsche haben einen Opitz, Tichter sonsten eben viel.
Auff was gutes ist gut warten,Und der Tag kommt nie zu spat,Der was gutes in sich hat;Schnelles Glück hat schnelle Fahrten.
Auff was gutes ist gut warten,Und der Tag kommt nie zu spat,Der was gutes in sich hat;Schnelles Glück hat schnelle Fahrten.
Auff was gutes ist gut warten,Und der Tag kommt nie zu spat,Der was gutes in sich hat;Schnelles Glück hat schnelle Fahrten.
Auff was gutes ist gut warten,
Und der Tag kommt nie zu spat,
Der was gutes in sich hat;
Schnelles Glück hat schnelle Fahrten.
Zum höchsten Gut in dieser WeltWehlt jeder, was ihm selbst gefällt.Gar im Schoss sitzt der dem Glücke,Dem gegeben sind vier Stücke:Ein gütig GOTT,Ein liebes Weib,Ein frischer Leib,Ein selig Tod.
Zum höchsten Gut in dieser WeltWehlt jeder, was ihm selbst gefällt.Gar im Schoss sitzt der dem Glücke,Dem gegeben sind vier Stücke:Ein gütig GOTT,Ein liebes Weib,Ein frischer Leib,Ein selig Tod.
Zum höchsten Gut in dieser WeltWehlt jeder, was ihm selbst gefällt.Gar im Schoss sitzt der dem Glücke,Dem gegeben sind vier Stücke:Ein gütig GOTT,Ein liebes Weib,Ein frischer Leib,Ein selig Tod.
Zum höchsten Gut in dieser Welt
Wehlt jeder, was ihm selbst gefällt.
Gar im Schoss sitzt der dem Glücke,
Dem gegeben sind vier Stücke:
Ein gütig GOTT,
Ein liebes Weib,
Ein frischer Leib,
Ein selig Tod.
Die Welt-Gunst ist ein See,Darinnen untergeh,10Was wichtig ist und schwer:Das leichte schwimmt daher.
Die Welt-Gunst ist ein See,Darinnen untergeh,10Was wichtig ist und schwer:Das leichte schwimmt daher.
Die Welt-Gunst ist ein See,Darinnen untergeh,10Was wichtig ist und schwer:Das leichte schwimmt daher.
Die Welt-Gunst ist ein See,
Darinnen untergeh,10
Was wichtig ist und schwer:
Das leichte schwimmt daher.
Weistu, was in dieser WeltMir am meisten wolgefällt?Dass die Zeit sich selbst verzehret,Vnd die Welt nicht ewig währet.
Weistu, was in dieser WeltMir am meisten wolgefällt?Dass die Zeit sich selbst verzehret,Vnd die Welt nicht ewig währet.
Weistu, was in dieser WeltMir am meisten wolgefällt?Dass die Zeit sich selbst verzehret,Vnd die Welt nicht ewig währet.
Weistu, was in dieser Welt
Mir am meisten wolgefällt?
Dass die Zeit sich selbst verzehret,
Vnd die Welt nicht ewig währet.
Leb ich, so leb ich!Dem Herren hertzlich;Dem Fürsten treulich,Dem Nechsten redlich.20Sterb ich, so sterb ich!
Leb ich, so leb ich!Dem Herren hertzlich;Dem Fürsten treulich,Dem Nechsten redlich.20Sterb ich, so sterb ich!
Leb ich, so leb ich!Dem Herren hertzlich;Dem Fürsten treulich,Dem Nechsten redlich.20Sterb ich, so sterb ich!
Leb ich, so leb ich!
Dem Herren hertzlich;
Dem Fürsten treulich,
Dem Nechsten redlich.20
Sterb ich, so sterb ich!
Lieben ist ein süsses Leiden,Wenns nicht bitter wird durch scheiden.Bittres wil ich dennoch leiden,Dass ich Süsses nicht darff meiden.
Lieben ist ein süsses Leiden,Wenns nicht bitter wird durch scheiden.Bittres wil ich dennoch leiden,Dass ich Süsses nicht darff meiden.
Lieben ist ein süsses Leiden,Wenns nicht bitter wird durch scheiden.Bittres wil ich dennoch leiden,Dass ich Süsses nicht darff meiden.
Lieben ist ein süsses Leiden,
Wenns nicht bitter wird durch scheiden.
Bittres wil ich dennoch leiden,
Dass ich Süsses nicht darff meiden.
Wenn ein Mensch mit GOTT gut steht,Der steht wol, wenns übel geht,Denn er kan die höchsten Gaben,Vater, Bruder, Tröster haben.
Wenn ein Mensch mit GOTT gut steht,Der steht wol, wenns übel geht,Denn er kan die höchsten Gaben,Vater, Bruder, Tröster haben.
Wenn ein Mensch mit GOTT gut steht,Der steht wol, wenns übel geht,Denn er kan die höchsten Gaben,Vater, Bruder, Tröster haben.
Wenn ein Mensch mit GOTT gut steht,
Der steht wol, wenns übel geht,
Denn er kan die höchsten Gaben,
Vater, Bruder, Tröster haben.
Für gut nicht gutes geben, ist eine böse That;Für böses böses geben, ist ein verkehrter Rath;10Für gutes böses geben, ist schändlicher Beginn;Für gutes gutes geben, gebühret fromem Sinn;Für böses gutes geben, ist recht und wol gethan;Dann dran wird so erkennet ein rechter Christen-Mann.
Für gut nicht gutes geben, ist eine böse That;Für böses böses geben, ist ein verkehrter Rath;10Für gutes böses geben, ist schändlicher Beginn;Für gutes gutes geben, gebühret fromem Sinn;Für böses gutes geben, ist recht und wol gethan;Dann dran wird so erkennet ein rechter Christen-Mann.
Für gut nicht gutes geben, ist eine böse That;Für böses böses geben, ist ein verkehrter Rath;10Für gutes böses geben, ist schändlicher Beginn;Für gutes gutes geben, gebühret fromem Sinn;Für böses gutes geben, ist recht und wol gethan;Dann dran wird so erkennet ein rechter Christen-Mann.
Für gut nicht gutes geben, ist eine böse That;
Für böses böses geben, ist ein verkehrter Rath;10
Für gutes böses geben, ist schändlicher Beginn;
Für gutes gutes geben, gebühret fromem Sinn;
Für böses gutes geben, ist recht und wol gethan;
Dann dran wird so erkennet ein rechter Christen-Mann.
Alamode-Kleider, Alamode-Sinnen;Wie sichs wandelt aussen, wandelt sichs auch innen.
Alamode-Kleider, Alamode-Sinnen;Wie sichs wandelt aussen, wandelt sichs auch innen.
Alamode-Kleider, Alamode-Sinnen;Wie sichs wandelt aussen, wandelt sichs auch innen.
Alamode-Kleider, Alamode-Sinnen;
Wie sichs wandelt aussen, wandelt sichs auch innen.
Was kostet unser Fried? O wie viel Zeit und Jahre!Was kostet unser Fried? O wie viel graue Haare!Was kostet unser Fried? O wie viel Ströme Blut!Was kostet unser Fried? O wie viel Tonnen Gut!Ergetzt er auch dafür und lohnt so viel veröden?Ja, wem? Frag Echo drum! Wem meint sie wol? (Echo:) Den Schweden.
Was kostet unser Fried? O wie viel Zeit und Jahre!Was kostet unser Fried? O wie viel graue Haare!Was kostet unser Fried? O wie viel Ströme Blut!Was kostet unser Fried? O wie viel Tonnen Gut!Ergetzt er auch dafür und lohnt so viel veröden?Ja, wem? Frag Echo drum! Wem meint sie wol? (Echo:) Den Schweden.
Was kostet unser Fried? O wie viel Zeit und Jahre!Was kostet unser Fried? O wie viel graue Haare!Was kostet unser Fried? O wie viel Ströme Blut!Was kostet unser Fried? O wie viel Tonnen Gut!Ergetzt er auch dafür und lohnt so viel veröden?Ja, wem? Frag Echo drum! Wem meint sie wol? (Echo:) Den Schweden.
Was kostet unser Fried? O wie viel Zeit und Jahre!
Was kostet unser Fried? O wie viel graue Haare!
Was kostet unser Fried? O wie viel Ströme Blut!
Was kostet unser Fried? O wie viel Tonnen Gut!
Ergetzt er auch dafür und lohnt so viel veröden?
Ja, wem? Frag Echo drum! Wem meint sie wol? (Echo:) Den Schweden.
Deutsche mühen sich ietzt hoch, deutsch zu reden fein und rein;Wer von Hertzen redet deutsch, wird der beste Deutsche seyn.Ist die deutsche Sprache rauh? Wie dass so kein Volk sonst nichtVon dem liebsten Thun der Welt, von der Liebe, lieblich spricht?Kan die deutsche Sprache schnauben, schnarchen, poltern, donnern, krachen,Kan sie doch auch spielen, schertzen, liebeln, gütteln, kürmeln[1173], lachen.10
Deutsche mühen sich ietzt hoch, deutsch zu reden fein und rein;Wer von Hertzen redet deutsch, wird der beste Deutsche seyn.Ist die deutsche Sprache rauh? Wie dass so kein Volk sonst nichtVon dem liebsten Thun der Welt, von der Liebe, lieblich spricht?Kan die deutsche Sprache schnauben, schnarchen, poltern, donnern, krachen,Kan sie doch auch spielen, schertzen, liebeln, gütteln, kürmeln[1173], lachen.10
Deutsche mühen sich ietzt hoch, deutsch zu reden fein und rein;Wer von Hertzen redet deutsch, wird der beste Deutsche seyn.
Deutsche mühen sich ietzt hoch, deutsch zu reden fein und rein;
Wer von Hertzen redet deutsch, wird der beste Deutsche seyn.
Ist die deutsche Sprache rauh? Wie dass so kein Volk sonst nichtVon dem liebsten Thun der Welt, von der Liebe, lieblich spricht?
Ist die deutsche Sprache rauh? Wie dass so kein Volk sonst nicht
Von dem liebsten Thun der Welt, von der Liebe, lieblich spricht?
Kan die deutsche Sprache schnauben, schnarchen, poltern, donnern, krachen,Kan sie doch auch spielen, schertzen, liebeln, gütteln, kürmeln[1173], lachen.10
Kan die deutsche Sprache schnauben, schnarchen, poltern, donnern, krachen,
Kan sie doch auch spielen, schertzen, liebeln, gütteln, kürmeln[1173], lachen.10