15-16.Februar.

Körpergewicht:Zunahme = 751 Gramm.

Befinden:gut: Nachmittags viel Durst.Beschäftigung:91⁄2St. anhaltend gearbeitet.—21⁄2St. Krankenbesuche.—9 St. Schlaf.Hautfunction:angenehme Hautwärme, nur kalte Füsse.Witterung:Schnee und Regen. SW.-Wind.—

Körpergewicht:Abnahme = 192,9 Gramm.

Befinden:sehr gut; nur Abends spät ermüdet.Beschäftigung:9 St. gearbeitet. 31⁄2St. Krankenbesuche. 7 St. Schlaf.Hautfunction:angenehme Hautwärme.Witterung:sehr nasskalt. Regen. Stürmisch.—SNW.—

Körpergewicht:Zunahme = 177,79 Gramm.

Befinden:nur Mittags etwas abgespannt; im Uebrigen sehr gut.Beschäftigung:7 St. Arbeit. 2 St. Krankenbesuche. Abends musicirt. 61⁄2St. Schlaf.Hautfunction:Abends ziemlich stark transpirirt.Witterung:sehr stürmisch.—Regen.—SW.—

Körpergewicht:Abnahme 315 Gramm.

Befinden:gut.Beschäftigung:8 St. gearbeitet. 3 St. Krankenbesuche.—Abends Lectüre. 7 St. Schlaf.—Hautfunction:Morgens ziemlich stark transpirirt im warmen Zimmer. Nachmittags und Abends trocken, aber stets angenehm warm.Witterung:nasskalt.—W. Nachmittags Schneeschauer.

Körpergewicht:Abnahme = 230,6 Gramm.

Befinden:Morgens und Nachmittags sehr gut. Abends abgespannt.Beschäftigung:7 St. Arbeit. 2 St. Krankenbesuche; Nachmittags Spaziergang und Besuche bei Freunden.— Abends Lectüre und Musik. 8 St. Schlaf.—Hautfunction:Morgens leichte Transpiration. Nachmittags stets angenehm warm.—Witterung:Milde Kälte. Feuchte Luft. Schnee.—W.

Körpergewicht:Zunahme = 150 Gramm.

Befinden:gut.Beschäftigung:9 St. gearbeitet. 21⁄2St. Krankenbesuche. 7-9 Abends einem Concerte beigewohnt. 61⁄2St. Schlaf.Hautfunction:träge; namentlich Morgens Hautkälte.—Witterung:klarer Himmel.—Frost.—SSW.—Nachmittags trübe.—

Körpergewicht:Zunahme = 534,6 Grm. (es beträgt am 22. Febr. 8 Uhr Morgens 125Pfund87 Grm.)

Befinden:Morgens sehr gut; Nachmittags weniger frisch; schwerfällig.Beschäftigung:7 St. gearbeitet. 3 St. Krankenbesuche. Abends Vorlesung.—81⁄2St. Schlaf.Hautfunction:Morgens früh kalte Haut; gegen Mittag sehr angenehm warm.—Nachmittags und Abends gewöhnliche Temperatur.Witterung:nasskalt.—WSW. Schnee.

Die vorstehenden Untersuchungen genügten, um eine richtige Einsicht in die Grösse des Stoffwechsels bei gewöhnlicher Lebensweise zu verschaffen. Im Laufe der 14 Untersuchungstage verlor das Körpergewicht allerdings 451 Gramm, und es ist daraus ersichtlich, dass der Kraftaufwand durch die Zufuhr an Nahrungsmaterial nicht vollkommen gedeckt wurde, wiewohl doch bis zur genügenden, mitunter selbst bis zur reichlichen Sättigung genossen wurde.—Bei nicht sehr kräftigen Verdauungsorganen wird solches Verhältniss aber leicht eintreten, wenn die Arbeit, wie in den vorbezeichneten Untersuchungstagen, eine selten unterbrochene ist, und im Ganzen ist der Verlust von 451 Gramm in 14 Tagen kein erheblicher, vielleicht ein nur durch Mindereinnahme an Fluidis im Verhältniss zu den Tagen vor der Untersuchung entstandener.—

Die Berechnung der Mittelwerthe ergiebt nun Folgendes: Es wurden durchschnittlich täglich 2397 Grm. genossen; davon waren 1405 Grm. messbare Fluida, und 992 Grm. s. g. feste Speisen.—Die tägliche Gesammtausgabe des Körpers belief sich dabei aber auf 2429 Grm., und davon kamen 1433 Grm. auf den Urin, 138 Grm. auf die Faeces, also 1569 Grm. auf Darm und Nieren zusammen; es blieben 800 Grm. für Haut und Lungen.

Die 1433 Grm. = 1405 CC. (Maxim. 1721 CC.; Minim. 1198 CC.) Urin hatten ein mittleres specif. Gew. von etwa 1016, und enthielten im Durchschnitt:

Wenn der Mittelwerth für den Harnstoff und die Schwefelsäure hier geringer ausfiel, als im Januar, so hat das wohl hauptsächlich seinen Grund in der Vertauschung der Morgens genossenen Milch mit Thee. Es wurden damit selbstverständlich weniger Albuminate und weniger Schwefel eingeführt. Zum Theil mochte aber auch der Grund in der im Januar angestrengtern Arbeit liegen, in Folge welcher mehr Material verbraucht wurde. Die Ausgabe an Chlor war beträchtlicher, als im Januar, ausschliesslich wohl deshalb, weil der Kochsalzgenuss absichtlich um Etwas vermehrt war.—Die geringe Vermehrung der Quantität der Phosphorsäure fällt fast in die Gränze der Beobachtungsfehler.—

Die Reaction des in 24 St. entleerten Urins war stets sauer. Allein im Hinblick auf die späten Untersuchungen bedarf es schon hier der ausdrücklichen Bemerkung, dass der frisch entleerte Urin in der vorliegenden Untersuchungsreihe oftmals, und zwar Vormittagsohne alle nachweisbare Veranlassung, Nachmittags wahrscheinlich in Folge der genossenen Vegetabilien, eine neutrale oder nur sehr schwach saure Reaction zeigte. Ich glaube dabei mit Bestimmtheit die Bemerkung gemacht zu haben, dass der reichlichere Genuss von Kartoffeln insonderheit einen Einfluss auf den Säuregrad des Urins ausübt, d. h. denselben herabsetzt, und zwar mehr, als man dem Gehalte derselben an pflanzensauren Salzen nach erwarten sollte. Andere Vegetabilien, Kohlarten u. s. w. zeigten diesen Einfluss in bei Weitem weniger auffälliger Weise. Ich habe den Urin selbst, lediglich in Folge des Genusses von Kartoffelbrei, stark alkalisch, mit Säuren brausend und trüb von präcipitirten Erdphosphaten gefunden, ein Umstand, der für die Beurtheilung des Einflusses der Kartoffelnahrung nicht zu übersehen sein dürfte.


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