Siebentes Kapitel.Krankheiten der Nase.

Siebentes Kapitel.Krankheiten der Nase.

Dieses kann durch Verletzungen, z. B. Schläge, Fallen, Schneiden, hervorgerufen werden. Arnica ist hierbei das vorzüglichste Mittel, eine schwache Auflösung sollte zur Waschung der Nase dienen; es wird gleichzeitig das Bluten, das durch einen harten Schlag verursacht wurde, stillen.

Nasenbluten kommt sehr häufig, besonders unter jungen Leuten vor und erfordert selten irgend welche Behandlung. Ein leichter Schlag oder Niesen, sowie auch ungewöhnliche Hitze kann bei manchen Leuten schon die Veranlassung dazu werden. Es ist der Ueberfüllung der Blutgefäße des Kopfes zuzuschreiben und gewährt eher Linderung als das Gegentheil.

Behandlung.Eclectische und Kräuterkur.Kalte Umschläge auf die Stirne, die Nase und den Nacken sollten angewendet werden, ein Druck aus den unteren Theil der Nase ist zuweilen hinreichend, dasselbe zu unterdrücken, Verstopfen der Nasenhöhlen mit geröstetem trocknen Rindfleisch oder mit Linnen oder Watte, die zuvor mit einem Geraniumaufguß oder einer Auflösung von schwefelsaurem Zink (Sulphate of zinc) getränkt sind, wird zuweilen zuträglich gesunden werden.Homöopathisch.Ist die Blutung sehr heftig und kann derselben auf keine andere Weise Einhalt gethan werden, so sollte ein wenig feine Leinwand oder auch Charpie (Lint) mittelst eines starken Fadens durch die Nasenlöcher und den Mund und so lange aufwärts gezogen werden, bis dasselbe gegen die blutenden Gefäße andrückt. Ein bekanntes Mittel ist auch das Gleiten längs des Rückens mit einem Stück Eis oder einem kalten Schlüssel; Halten der Hände über dem Kopfe, welches hin und wieder das Nasenbluten stillt. Wird es durch einen Fall verursacht, so gebe manArnica, rührt es von Blutandrangnach dem Kopfe her, so gebe manAconitum,BelladonnaoderBryonia. Ist Ueberanstrengung die Ursache,Rhus. Durch übermäßige Hitze, so liege man ruhig, mit dem Kopfe erhöht, und nehme alle halbe StundenBryoniaundAconitumabwechselnd; tritt es zur Nachtzeit ein, gebe manRhus,BryoniaoderBelladonnaabwechselnd alle Abend eine Dosis, wenn des Morgens,Nux vomicaoderBryonia, während eines Schnupfens alle Morgen und AbendPulsatillaundArsenicumabwechselnd eine Dosis von jedem, bei Kindern, welche an Würmern leiden,CinaundMercurius, bei Schwäche auch da, wo diese von Nasenbluten herrührt, gebe man alle halbe oder ganze Stunden eine DosisChinin, oder wenn dies ohne Wirkung,Ferrum. Blutklumpen, die sich in der Nase bilden, sollten nicht eher entfernt werden, bis das Bluten vollkommen gestillt ist. Charpie so unter die Oberlippe gepreßt, daß dadurch ein Druck auf die Pulsader ausgeübt wird, wird öfters das heftigste Nasenbluten stillen.Allöopathisch.Charpie oder ein kleines Stück Filz, in eine starke Lösung von Alaun oder Tannin getaucht, wird zuweilen mit Erfolg angewendet. Es sollte dies so weit als möglich in die Nase gezogen werden. Auch wird in manchen FällenMousel’s persalt of iron, 1 Theil auf 10 Theile Wasser, mit Erfolg angewendet.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur.Kalte Umschläge auf die Stirne, die Nase und den Nacken sollten angewendet werden, ein Druck aus den unteren Theil der Nase ist zuweilen hinreichend, dasselbe zu unterdrücken, Verstopfen der Nasenhöhlen mit geröstetem trocknen Rindfleisch oder mit Linnen oder Watte, die zuvor mit einem Geraniumaufguß oder einer Auflösung von schwefelsaurem Zink (Sulphate of zinc) getränkt sind, wird zuweilen zuträglich gesunden werden.

Homöopathisch.Ist die Blutung sehr heftig und kann derselben auf keine andere Weise Einhalt gethan werden, so sollte ein wenig feine Leinwand oder auch Charpie (Lint) mittelst eines starken Fadens durch die Nasenlöcher und den Mund und so lange aufwärts gezogen werden, bis dasselbe gegen die blutenden Gefäße andrückt. Ein bekanntes Mittel ist auch das Gleiten längs des Rückens mit einem Stück Eis oder einem kalten Schlüssel; Halten der Hände über dem Kopfe, welches hin und wieder das Nasenbluten stillt. Wird es durch einen Fall verursacht, so gebe manArnica, rührt es von Blutandrangnach dem Kopfe her, so gebe manAconitum,BelladonnaoderBryonia. Ist Ueberanstrengung die Ursache,Rhus. Durch übermäßige Hitze, so liege man ruhig, mit dem Kopfe erhöht, und nehme alle halbe StundenBryoniaundAconitumabwechselnd; tritt es zur Nachtzeit ein, gebe manRhus,BryoniaoderBelladonnaabwechselnd alle Abend eine Dosis, wenn des Morgens,Nux vomicaoderBryonia, während eines Schnupfens alle Morgen und AbendPulsatillaundArsenicumabwechselnd eine Dosis von jedem, bei Kindern, welche an Würmern leiden,CinaundMercurius, bei Schwäche auch da, wo diese von Nasenbluten herrührt, gebe man alle halbe oder ganze Stunden eine DosisChinin, oder wenn dies ohne Wirkung,Ferrum. Blutklumpen, die sich in der Nase bilden, sollten nicht eher entfernt werden, bis das Bluten vollkommen gestillt ist. Charpie so unter die Oberlippe gepreßt, daß dadurch ein Druck auf die Pulsader ausgeübt wird, wird öfters das heftigste Nasenbluten stillen.

Allöopathisch.Charpie oder ein kleines Stück Filz, in eine starke Lösung von Alaun oder Tannin getaucht, wird zuweilen mit Erfolg angewendet. Es sollte dies so weit als möglich in die Nase gezogen werden. Auch wird in manchen FällenMousel’s persalt of iron, 1 Theil auf 10 Theile Wasser, mit Erfolg angewendet.

Dies ist ein Leiden der Schleimhaut der Nase und des Halses, das sich zuweilen bis in die Luftröhren und Lungen erstreckt.

Symptome: Der Schnupfen beginnt in der Regel mit einem dumpfen Schmerz und einem Gefühle von Schwere in der Stirn, Beklemmung der Brust, erschwertes Athmen, häufiges Niesen, Schwere des Kopfes, trockene, verstopfte Nase, böser Hals, Heiserkeit, Augen mehr oder weniger roth und wässerig, kurz darauf sondert sich eine dünne Flüssigkeit in der Nase ab, der Husten wird leichter und der Auswurf gelb und dick, der Kranke klagt über Heiserkeit und bösen Hals, hat keinen Geruch, hört schwer, stechender Husten; des Nachts gewöhnlich schlimmer, etwas Fieber und starke Schmerzen in verschiedenen Körpertheilen, Durst, fliegende Hitze, abwechselnd mit Frost. Beschränkt sich die Entzündung lediglich auf die Schleimhaut der Nasenhöhlen, so ist Niesen, ein Gefühl von Vollsein und Hitze, mit einem dünnen wässerigen Ausfluß vorhanden.

Behandlung.Homöopathisch.Aconitum— bewährt sich immer bei Beginn der Erkältung, sogar wenn nur ein leichtes Fieber vorhanden ist, ebenso, wenn die Absonderung aus der Nase unterdrückt wird und Kopfweh folgt. Auch istCamphorbei denselben Symptomen gut. Wenn nichts anderes als gewöhnlicher Kampherspiritus zu haben ist, gebe man 1 oder 2 Tropfen auf ein Stück Zucker, löse dasselbe in einem Glas halb voll Wasser und gebe es nach Vorschrift.Arsenicum.— Nicht viel Fieber, Hitze oder Durst, der Patient ist unruhig, besonders des Nachts, trinkt oft und nur wenig auf einmal, Absonderung scharf und verdorben, brennende Hitze der Nase, die Absonderung verursacht Anschwellen der nächsten Theile, Röthe und Thränen der Augen. GewährtArsenicumkeine Linderung, so gebe manIpecacuanha.Nux vomica— sollte bei Verstopfung oder bei nur geringem Laufen der Nase gegeben werden, auch wenn dasselbe am Morgen stattfindet, bei Trockensein des Nachts, Mund trocken und dürr, ohne viel Durst, Verstopfung, am Abend Fieber und Frost abwechselnd.Chamomilla— wenn der zurückgeschlagene Schweiß Beschwerde verursacht, Frösteln, Hitze und Durst, Schwere des Kopfes, Anschwellen des Gesichts, geröthete Wangen, Röthe und Entzündung der Augen.Mercurius.— Beständiges Niesen, böser Hals, beständiges Laufen einer wässerigen Flüssigkeit, welches den Theil, welchen es berührt, wund macht, Anschwellen und Röthe der Nase, rasendes Kopfweh, Schmerzen in dem Nasenknochen, Katarrh am Morgen schlimmer, widerwärtiger Geruch.Belladonna.— Anschwellen, Röthe und Brennen der Nase, Schmerz in der Nase, durch Berührung erhöht, klopfende Schmerzen im Kopfe, schlimmer bei Bewegung.Hepar Sulphuris.— Besonders wenn nur eine Nasenhöhle angegriffen ist, brennendes Kopfweh, besonders in der Gegend der Nasenwurzel, bei der geringsten Bewegung verschlimmert, Katarrh durch jedes Einathmen der Luft verschlimmert. Sollte aufgegeben werden, wennMercuriusnur wenig Erfolg bietet.Pulsatilla.— Dicke, grüne oder gelbliche Absonderung aus der Nase, die sehr widerwärtig ist, Schwere im Kopfe und Schwindel, häufig gegen Abend und in der Zimmerwärme nimmt die Verstopfung der Nase überhand, Schmerz in einer Hälfte des Kopfes, öfters Niesen, schmerzhafter Druck an der Nasenwurzel, ziehende Schmerzen, Summen in den Ohren.Euphrasia.— Besonders wenn die Augen entzündet und wässerig sind.Lycopodium.— Verstopfung der Nase, besonders des Nachts, Geruch sehr scharf, rasende Schmerzen in der Stirne, Trockenheit des Mundes, ohne Durst.Silicea.— Chronischer Katarrh bei starken Schmerzen in den Knochen der Nase.Tartarus emeticuskann in einigen Fällen gegeben werden, besonders bei Niesen, Frost, Geschmack- und Geruchlosigkeit; zuweilen, wenn die Absonderung der Schleimhaut unterdrückt wird, oder bevor dieselbe beginnt und die Nase ist heiß und trocken, wird auch ein wenig Almondöl, kalte Sahne vermittelst einer Feder oder eines Kameelhaarpinsels in das Innere der Nase gebracht,sowie auch Bähungen von heißem Wasser werden mit gutem Erfolg angewendet.Verordnung der Heilmittel.Wo keine Verordnungen mit den Mitteln angegeben sind, löse man 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf, gib jede oder alle 2 oder 3 Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll. Die Anwendung des Wassers ist bei dieser Krankheit von gutem Erfolg und kann gleichzeitig mit der Gabe der Mittel verbunden werden. Der Kranke muß sich in einem nicht zu warmen Zimmer aufhalten; nasse Umschläge über die Brust und den Unterleib sollten gemacht werden, der Kranke hütet das Bett, gehörig zugedeckt, und trinkt soviel als möglich kaltes Wasser, wodurch Schweiß hervorgerufen wird. Nachdem derselbe einige Zeit geschwitzt hat, lasse man ein milchwarmes Bad folgen.Allöopathisch.Man gehe frühzeitig zu Bett, nehme ein halbes Pint von einem warmen Getränk, einen Theelöffel vollParegoric Elixiroder einen Eßlöffel voll Mohnsyrup (Syrup of poppies), oder eine halbe Unze Bittersalz (Epsom salts), oder auch ein Seidlitzpulver am Morgen. In einigen Fällen wird auch folgendes angewendet:Schwefelsaure Magnesia (Sulphate of magnesia)1Unze.Salpetersaure Potasche (Nitrate of potash)10Grane.Lakritzenextrakt (Extract of liquorice)1Skrupel.Zusammengesetzter Aufguß von Sennesblättern (Compound infusion of senna)5½Unzen.Sennesblätter oder Jalappenwurzel (Tincture of senna or jalap)3Drachmen.Spiritus von flüchtigem Salz (Spirits of sal volatile)1Drachme.Mische es. Dosis: 2 oder 3 Eßlöffel voll. Diesem sollte man folgen lassen:Essigsaures Ammoniak (Acetate of Ammonia)1½Unzen.Süßer Salpeterspiritus (Sweet spirits of nitre)2Drachmen.Syrup2„Kampher-Mischung (Camphor mixture)4Unzen.Mische es. Ist kein Fieber vorhanden, so wird zuweilen schon eine Dosis von schwefelsaurem Magnesia (Sulphate of magnesia), wobei zu vermeiden ist, sich dem kalten oder nassen Wetter auszusetzen, gänzliche Enthaltsamkeit einer thierischen (Fleisch-) Kost, hinreichen; treten die Symptome heftig auf, sollten heiße Fußbäder, denen ein wenig Salz oder Senf beigefügt ist, gegeben werden. In einigen Fällen wird das Einathmen des Gases der Mischung von Laudanum und Hoffmann’s Anodyne — zu gleichen Theilen — von gutem Erfolg sein; in einzelnen Fällen verschafft schon ein Stück Kampher unter die Nasenlöcher gehalten, Linderung. Eine Auflösung von Opiumextrakt, im Verhältniß von einem Gran auf eine Unze Wasser, durch Einathmung in die Nasenhöhle gezogen, wirkt sofort erfolgreich. Dr. John A. Lockwood hat gefundendaß eine Auflösung von salpetersaurem Silber (Nitrate of silver) im Verhältniß von 8 oder 10 Granen auf eine Unze vermittelst eines Kameelhaarpinsels auf die Schleimhaut der Nase gebracht, ein ausgezeichnetes Mittel ist. Dr. C. J. A. Williams empfiehlt eine trockene Kur, die zuweilen von gutem Erfolge ist. Er gestattet keine Getränke mit Ausnahme einen Theelöffel voll Milch oder Thee, des Morgens oder Abends bei der Mahlzeit, und ein Weinglas voll Wasser beim zu Bett Gehen; die Symptome verschwinden in der Regel nach Verlauf von 36 bis 48 Stunden. Der Vortheil der Kur liegt darin, daß der Kranke hierbei seiner gewöhnlichen Beschäftigung ohne Störung nachgehen kann. Dr. Chapman, von der Pennsylvanischen Universität, empfiehlt 1 bis 2 Grane Opium oder 2 bis 20 Grane Doverisches Pulver, das beim zu Bette Gehen genommen werden sollte, wornach der Kranke häufig am Morgen gesund aufwacht. Um die Verstopfung in Folge des Opiums zu beseitigen, kann es nothwendig werden, eine Dosis von schwefelsaurer Magnesia (Sulphate of magnesia) oder Salz zu geben.Eclectische und Kräuterkur.Ist der Anfall gelind, so ist nur wenig Medizin erforderlich. Beim zu Bette Gehen nehme der Kranke ein Fußbad in warmem Laugenwasser und trinke nach Belieben Kräuterthee, wie Pfeffermünz (Peppermint), Isop (Penny royal), Salbei (Sage), oderComposition powderund eine Dosis von Doverischem Pulver. In einigen Fällen mag die zusammengesetzte Tinktur von virginischer Schlangenwurzel (Virginia snake root) alle Stunden einen Theelöffel voll gegeben werden, um Schweiß hervorzurufen. Gegen den Husten, der den Schnupfen gewöhnlich begleitet, ist das bekannte Hausmittel von Honig oder Molasses mit Weinessig zusammen warm gemacht und mit frischer Butter gemischt, zu empfehlen; man gebe davon einen oder zwei Theelöffel voll und wiederhole es so oft als möglich. Die zusammengesetzte Gelbwurz- (Golden seal) Tinktur, verdünnt oder auch nicht, vermittelst eines Kameelhaarpinsels auf die Hautrände der Nase aufgetragen, wird zuweilen sehr schnelle Linderung verschaffen.Dr. King empfiehlt zur Entfernung des Gefühls von Vollsein und Verstopfung der Nasenhöhlen folgendes:Pulverisirte Cubeben (Cubebs)2Drachmen.Balsam Tolu6Grane.Mische es gehörig und füge ferner hinzu:Pulverisirten Lakritzen- (Liquorice) Extrakt1Unze.Peruanischen Balsam- (Balsam Peru) Syrup1Drachme.Pulverisirtes Gummi Arabicum in hinreichender Menge.Mische es gehörig und theile es in Kügelchen von 10 Gran, als Dosis ist eine zu nehmen und so oft als erforderlich zu wiederholen. In einigen Fällen wird ein Aufguß von Wasserdost (Boneset) beim zu Bette Gehen nach einem warmem Fußbad genommen Linderung verschaffen. Der Kranke sollte sorgfältig vermeiden, nachdem er am Abende eins von diesen Mitteln angewendet hat, sich am nächsten Tage einer neuen Erkältung auszusetzen.Tägliche Waschungen des Kopfes und Nackens mit sehr kaltem Wasser oder, wenn von nassen Füßen herrührend, deren Eintauchen in eiskaltes Wasser des Morgens werden dieses lästige Leiden verhindern. Man sollte damit in der wärmeren Jahreszeit beginnen und es den ganzen Winter hindurch fortsetzen.

Behandlung.

Homöopathisch.Aconitum— bewährt sich immer bei Beginn der Erkältung, sogar wenn nur ein leichtes Fieber vorhanden ist, ebenso, wenn die Absonderung aus der Nase unterdrückt wird und Kopfweh folgt. Auch istCamphorbei denselben Symptomen gut. Wenn nichts anderes als gewöhnlicher Kampherspiritus zu haben ist, gebe man 1 oder 2 Tropfen auf ein Stück Zucker, löse dasselbe in einem Glas halb voll Wasser und gebe es nach Vorschrift.

Arsenicum.— Nicht viel Fieber, Hitze oder Durst, der Patient ist unruhig, besonders des Nachts, trinkt oft und nur wenig auf einmal, Absonderung scharf und verdorben, brennende Hitze der Nase, die Absonderung verursacht Anschwellen der nächsten Theile, Röthe und Thränen der Augen. GewährtArsenicumkeine Linderung, so gebe manIpecacuanha.

Nux vomica— sollte bei Verstopfung oder bei nur geringem Laufen der Nase gegeben werden, auch wenn dasselbe am Morgen stattfindet, bei Trockensein des Nachts, Mund trocken und dürr, ohne viel Durst, Verstopfung, am Abend Fieber und Frost abwechselnd.

Chamomilla— wenn der zurückgeschlagene Schweiß Beschwerde verursacht, Frösteln, Hitze und Durst, Schwere des Kopfes, Anschwellen des Gesichts, geröthete Wangen, Röthe und Entzündung der Augen.

Mercurius.— Beständiges Niesen, böser Hals, beständiges Laufen einer wässerigen Flüssigkeit, welches den Theil, welchen es berührt, wund macht, Anschwellen und Röthe der Nase, rasendes Kopfweh, Schmerzen in dem Nasenknochen, Katarrh am Morgen schlimmer, widerwärtiger Geruch.

Belladonna.— Anschwellen, Röthe und Brennen der Nase, Schmerz in der Nase, durch Berührung erhöht, klopfende Schmerzen im Kopfe, schlimmer bei Bewegung.

Hepar Sulphuris.— Besonders wenn nur eine Nasenhöhle angegriffen ist, brennendes Kopfweh, besonders in der Gegend der Nasenwurzel, bei der geringsten Bewegung verschlimmert, Katarrh durch jedes Einathmen der Luft verschlimmert. Sollte aufgegeben werden, wennMercuriusnur wenig Erfolg bietet.

Pulsatilla.— Dicke, grüne oder gelbliche Absonderung aus der Nase, die sehr widerwärtig ist, Schwere im Kopfe und Schwindel, häufig gegen Abend und in der Zimmerwärme nimmt die Verstopfung der Nase überhand, Schmerz in einer Hälfte des Kopfes, öfters Niesen, schmerzhafter Druck an der Nasenwurzel, ziehende Schmerzen, Summen in den Ohren.

Euphrasia.— Besonders wenn die Augen entzündet und wässerig sind.

Lycopodium.— Verstopfung der Nase, besonders des Nachts, Geruch sehr scharf, rasende Schmerzen in der Stirne, Trockenheit des Mundes, ohne Durst.

Silicea.— Chronischer Katarrh bei starken Schmerzen in den Knochen der Nase.Tartarus emeticuskann in einigen Fällen gegeben werden, besonders bei Niesen, Frost, Geschmack- und Geruchlosigkeit; zuweilen, wenn die Absonderung der Schleimhaut unterdrückt wird, oder bevor dieselbe beginnt und die Nase ist heiß und trocken, wird auch ein wenig Almondöl, kalte Sahne vermittelst einer Feder oder eines Kameelhaarpinsels in das Innere der Nase gebracht,sowie auch Bähungen von heißem Wasser werden mit gutem Erfolg angewendet.

Verordnung der Heilmittel.Wo keine Verordnungen mit den Mitteln angegeben sind, löse man 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf, gib jede oder alle 2 oder 3 Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll. Die Anwendung des Wassers ist bei dieser Krankheit von gutem Erfolg und kann gleichzeitig mit der Gabe der Mittel verbunden werden. Der Kranke muß sich in einem nicht zu warmen Zimmer aufhalten; nasse Umschläge über die Brust und den Unterleib sollten gemacht werden, der Kranke hütet das Bett, gehörig zugedeckt, und trinkt soviel als möglich kaltes Wasser, wodurch Schweiß hervorgerufen wird. Nachdem derselbe einige Zeit geschwitzt hat, lasse man ein milchwarmes Bad folgen.

Allöopathisch.Man gehe frühzeitig zu Bett, nehme ein halbes Pint von einem warmen Getränk, einen Theelöffel vollParegoric Elixiroder einen Eßlöffel voll Mohnsyrup (Syrup of poppies), oder eine halbe Unze Bittersalz (Epsom salts), oder auch ein Seidlitzpulver am Morgen. In einigen Fällen wird auch folgendes angewendet:

Mische es. Dosis: 2 oder 3 Eßlöffel voll. Diesem sollte man folgen lassen:

Mische es. Ist kein Fieber vorhanden, so wird zuweilen schon eine Dosis von schwefelsaurem Magnesia (Sulphate of magnesia), wobei zu vermeiden ist, sich dem kalten oder nassen Wetter auszusetzen, gänzliche Enthaltsamkeit einer thierischen (Fleisch-) Kost, hinreichen; treten die Symptome heftig auf, sollten heiße Fußbäder, denen ein wenig Salz oder Senf beigefügt ist, gegeben werden. In einigen Fällen wird das Einathmen des Gases der Mischung von Laudanum und Hoffmann’s Anodyne — zu gleichen Theilen — von gutem Erfolg sein; in einzelnen Fällen verschafft schon ein Stück Kampher unter die Nasenlöcher gehalten, Linderung. Eine Auflösung von Opiumextrakt, im Verhältniß von einem Gran auf eine Unze Wasser, durch Einathmung in die Nasenhöhle gezogen, wirkt sofort erfolgreich. Dr. John A. Lockwood hat gefundendaß eine Auflösung von salpetersaurem Silber (Nitrate of silver) im Verhältniß von 8 oder 10 Granen auf eine Unze vermittelst eines Kameelhaarpinsels auf die Schleimhaut der Nase gebracht, ein ausgezeichnetes Mittel ist. Dr. C. J. A. Williams empfiehlt eine trockene Kur, die zuweilen von gutem Erfolge ist. Er gestattet keine Getränke mit Ausnahme einen Theelöffel voll Milch oder Thee, des Morgens oder Abends bei der Mahlzeit, und ein Weinglas voll Wasser beim zu Bett Gehen; die Symptome verschwinden in der Regel nach Verlauf von 36 bis 48 Stunden. Der Vortheil der Kur liegt darin, daß der Kranke hierbei seiner gewöhnlichen Beschäftigung ohne Störung nachgehen kann. Dr. Chapman, von der Pennsylvanischen Universität, empfiehlt 1 bis 2 Grane Opium oder 2 bis 20 Grane Doverisches Pulver, das beim zu Bette Gehen genommen werden sollte, wornach der Kranke häufig am Morgen gesund aufwacht. Um die Verstopfung in Folge des Opiums zu beseitigen, kann es nothwendig werden, eine Dosis von schwefelsaurer Magnesia (Sulphate of magnesia) oder Salz zu geben.

Eclectische und Kräuterkur.Ist der Anfall gelind, so ist nur wenig Medizin erforderlich. Beim zu Bette Gehen nehme der Kranke ein Fußbad in warmem Laugenwasser und trinke nach Belieben Kräuterthee, wie Pfeffermünz (Peppermint), Isop (Penny royal), Salbei (Sage), oderComposition powderund eine Dosis von Doverischem Pulver. In einigen Fällen mag die zusammengesetzte Tinktur von virginischer Schlangenwurzel (Virginia snake root) alle Stunden einen Theelöffel voll gegeben werden, um Schweiß hervorzurufen. Gegen den Husten, der den Schnupfen gewöhnlich begleitet, ist das bekannte Hausmittel von Honig oder Molasses mit Weinessig zusammen warm gemacht und mit frischer Butter gemischt, zu empfehlen; man gebe davon einen oder zwei Theelöffel voll und wiederhole es so oft als möglich. Die zusammengesetzte Gelbwurz- (Golden seal) Tinktur, verdünnt oder auch nicht, vermittelst eines Kameelhaarpinsels auf die Hautrände der Nase aufgetragen, wird zuweilen sehr schnelle Linderung verschaffen.

Dr. King empfiehlt zur Entfernung des Gefühls von Vollsein und Verstopfung der Nasenhöhlen folgendes:

Mische es gehörig und füge ferner hinzu:

Mische es gehörig und theile es in Kügelchen von 10 Gran, als Dosis ist eine zu nehmen und so oft als erforderlich zu wiederholen. In einigen Fällen wird ein Aufguß von Wasserdost (Boneset) beim zu Bette Gehen nach einem warmem Fußbad genommen Linderung verschaffen. Der Kranke sollte sorgfältig vermeiden, nachdem er am Abende eins von diesen Mitteln angewendet hat, sich am nächsten Tage einer neuen Erkältung auszusetzen.

Tägliche Waschungen des Kopfes und Nackens mit sehr kaltem Wasser oder, wenn von nassen Füßen herrührend, deren Eintauchen in eiskaltes Wasser des Morgens werden dieses lästige Leiden verhindern. Man sollte damit in der wärmeren Jahreszeit beginnen und es den ganzen Winter hindurch fortsetzen.

kann die Folge eines vernachlässigten Katarrhs sein und von dessen häufiger Wiederkehr herrühren. Dieses Leiden kann Jahre lang dauern und sehr lästig werden. Es verursacht heftige Kopf- und Augenschmerzen, Thränen der Augen, starke Schleim-Absonderung in der Nase, Appetitlosigkeit, Abmagerung und dergleichen mehr, zuweilen ist er auch die Folge von anderen Krankheiten wieScharlachfieberundMasern.

Behandlung.Allöopathisch.Dr. Wood empfiehlt zur Anwendung eine Einspritzung von essigsaurem Blei (Acetate of lead), schwefelsaurem Zink (Sulphate of zinc), schwefelsaurem Kupfer (Sulphate of copper) oder salpetersaurem Silber (Nitrate of silver). Er zieht schwefelsaures Zink (Sulphate of zinc) vor und zwar so, daß mit zwei Granen auf eine Unze Wasser angefangen und je nachdem es die Nase verträgt, auf 10, 15 sogar 20 Grane auf die Unze erhöht wird. Diese Einspritzung sollte jeden Tag ein- oder zweimal des Tages wiederholt und wenn nothwendig einige Monate lang fortgesetzt werden. Wenn der angegriffene Theil mit einem Pinsel von Kameelhaar erreicht werden kann, so ist dies die beste Art der Anwendung. Ist die Absonderung widerwärtig, so wird eine Auflösung von Chlorsoda (Chloride of soda), Potasche oder Kalk zuträglich gefunden werden. Zuweilen ist die Einathmung vom Gas des Kreosot, Theer und Essig dienlich.Eclectische und Kräuterkur.Dr. Gunn empfiehlt einen Schnupftabak aus gleichen Theilen von Lorbeer (Bay berry), Blutwurzel (Blood root), Chinarinde (Peruvian bark) mehrere Male des Tages zu schnupfen. Gleichzeitig brühe man eine Handvoll Hopfen, Hundsbeere (Hoarhound) und Kamillen (Chamomile) in Essig und ziehe den warmen Dampf mehrere Male des Tages durch die Nase.Die nachstehenden Mittel sind ebenfalls zu empfehlen:Fein pulverisirte Blutwurzel (Blood root) und Lorbeerrinde (Bay berry bark) von jedem1Unze.Pulverisirte Myrrhen (Myrrh)½„Mische es und schnupfe mehrere Male des Tages davon.Oder auch:Pulverisirten Kampher (Powd. Camphor)1Drachme.Benzoe-Säure (Benzoic acid)20Grane.Pulverisirtes Opium6„Rothe Chinarinde (Peruvian bark)4Drachmen.Mische es gehörig und mache es mit Bergamottenöl wohlriechend. Dasselbe wird wie Schnupftabak gebraucht. Die Eingeweide sollten vermittelst eines gelegentlichen Abführmittels offen gehalten und die Haut täglich mit warmem Saleratuswasser gewaschen werden. Es wird gut sein, wenn der Kranke beim zu Bett Gehen Compositionsthee nach Belieben trinkt.Bei sehr hartnäckigen Fällen bringe folgendes vermittelst eines Kameelhaarpinsels in die Nasenhöhlen:Cubeben (Cubebs)1½Unze.Gelbwurz (Golden seal)1½„Lobelia1½„Blutwurz (Blood root)1½„Spanischer Pfeffer (Capsicum)3Drachmen.Verdünnter Alcohol2Quart.Mische es, laß die Mischung mehrere Tage lang stehen und schüttele es während dieser Zeit häufig um. Bei starkem Husten sollte die Tinktur von Lobelia, Blutwurz (Blood root), Brechwurzwein (Wine of Ipecac) und Peruanischer Balsam-Syrup in Dosen von einem Theelöffel voll mehrere Male des Tages gegeben werden.Homöopathisch.Die Behandlung kann mitBelladonnabegonnen werden, jeden zweiten Abend eine Dosis; setze diese Behandlung eine Woche lang fort, dann gebeAurumin derselben Weise, lasse diesemMercuriusfolgen und nimm endlichSulphurin derselben Weise. Bei Fieberhitze und ohne Fließen der Absonderung gebe manAconitumundBelladonnaabwechselnd, aufgelöst, alle 2 Stunden einen Theelöffel voll.Arsenicumist bei starken Schmerzen, Brennen und Klopfen eines der besten Mittel gegen dieses Leiden.Lycopodium.— Absonderung dick und gelblich, wenn der Katarrh mit Skropheln verbunden ist oder skrophulöse Personen befällt.Phosphorus,Silicea,Acidum NitricundConiumsind mit Erfolg angewendet worden. Ist Syphilis die Ursache, so sind auchHepar Sulphuris,Aurum,Acidum Nitri,Lachesis,Lycopodium,Sulphur,MercuriusundSulphuratusangezeigt.

Behandlung.

Allöopathisch.Dr. Wood empfiehlt zur Anwendung eine Einspritzung von essigsaurem Blei (Acetate of lead), schwefelsaurem Zink (Sulphate of zinc), schwefelsaurem Kupfer (Sulphate of copper) oder salpetersaurem Silber (Nitrate of silver). Er zieht schwefelsaures Zink (Sulphate of zinc) vor und zwar so, daß mit zwei Granen auf eine Unze Wasser angefangen und je nachdem es die Nase verträgt, auf 10, 15 sogar 20 Grane auf die Unze erhöht wird. Diese Einspritzung sollte jeden Tag ein- oder zweimal des Tages wiederholt und wenn nothwendig einige Monate lang fortgesetzt werden. Wenn der angegriffene Theil mit einem Pinsel von Kameelhaar erreicht werden kann, so ist dies die beste Art der Anwendung. Ist die Absonderung widerwärtig, so wird eine Auflösung von Chlorsoda (Chloride of soda), Potasche oder Kalk zuträglich gefunden werden. Zuweilen ist die Einathmung vom Gas des Kreosot, Theer und Essig dienlich.

Eclectische und Kräuterkur.Dr. Gunn empfiehlt einen Schnupftabak aus gleichen Theilen von Lorbeer (Bay berry), Blutwurzel (Blood root), Chinarinde (Peruvian bark) mehrere Male des Tages zu schnupfen. Gleichzeitig brühe man eine Handvoll Hopfen, Hundsbeere (Hoarhound) und Kamillen (Chamomile) in Essig und ziehe den warmen Dampf mehrere Male des Tages durch die Nase.

Die nachstehenden Mittel sind ebenfalls zu empfehlen:

Mische es und schnupfe mehrere Male des Tages davon.

Oder auch:

Mische es gehörig und mache es mit Bergamottenöl wohlriechend. Dasselbe wird wie Schnupftabak gebraucht. Die Eingeweide sollten vermittelst eines gelegentlichen Abführmittels offen gehalten und die Haut täglich mit warmem Saleratuswasser gewaschen werden. Es wird gut sein, wenn der Kranke beim zu Bett Gehen Compositionsthee nach Belieben trinkt.

Bei sehr hartnäckigen Fällen bringe folgendes vermittelst eines Kameelhaarpinsels in die Nasenhöhlen:

Mische es, laß die Mischung mehrere Tage lang stehen und schüttele es während dieser Zeit häufig um. Bei starkem Husten sollte die Tinktur von Lobelia, Blutwurz (Blood root), Brechwurzwein (Wine of Ipecac) und Peruanischer Balsam-Syrup in Dosen von einem Theelöffel voll mehrere Male des Tages gegeben werden.

Homöopathisch.Die Behandlung kann mitBelladonnabegonnen werden, jeden zweiten Abend eine Dosis; setze diese Behandlung eine Woche lang fort, dann gebeAurumin derselben Weise, lasse diesemMercuriusfolgen und nimm endlichSulphurin derselben Weise. Bei Fieberhitze und ohne Fließen der Absonderung gebe manAconitumundBelladonnaabwechselnd, aufgelöst, alle 2 Stunden einen Theelöffel voll.Arsenicumist bei starken Schmerzen, Brennen und Klopfen eines der besten Mittel gegen dieses Leiden.

Lycopodium.— Absonderung dick und gelblich, wenn der Katarrh mit Skropheln verbunden ist oder skrophulöse Personen befällt.Phosphorus,Silicea,Acidum NitricundConiumsind mit Erfolg angewendet worden. Ist Syphilis die Ursache, so sind auchHepar Sulphuris,Aurum,Acidum Nitri,Lachesis,Lycopodium,Sulphur,MercuriusundSulphuratusangezeigt.

tritt in der Regel mit solchen an anderen Orten wie im Ohr, Magen, in den Eingeweiden gleichzeitig auf. Der Nasenpolyp ist gewöhnlich weich, von einer gelblich-weißen Farbe und in einigen Fällen durchsichtig. Er nimmt allmählig an Größe zu, ist die Ursache zum Nießen, Eingenommenheit und dumpfen Schmerzen im Kopfe, verstopft die Nasenhöhle und erschwert das Athmen, besonders während des Schlafs. Gewöhnlich wird dadurch nur Störung in dem Einathmen verursacht, zuweilen aber sind damit auch starke Schmerzen und Kopfweh verbunden, die Knochen der Nase werden angegriffen und sondern eine widrige Flüssigkeit ab.

In der Regel müssen diese Polypen durch den Chirurgen entfernt werden, in einigen Fällen reicht aber auch eine Behandlung durch innerliche Mittel hin.

Behandlung.Eclectische und Kräuterkur.Folgendes kann geschnupft werden: Man nehme fein pulverisirte Lorbeerrinde (Bay berry bark), Entenfuß- (May apple) Wurzel je 1 Unze, und 4 Unzen Blutwurzel; mische es und schnupfe davon mehrere Male des Tages. Man kann ferner, wenn der Polyp erreicht werden kann, ein Läppchen, das zuvor angefeuchtet, zusammen drehen, in das Pulver stecken und dann durch Schnupfen einziehen, was den Auswuchs allmählig tödtet und ihn schließlich abfallen macht. Pulverisirte Scharlachbeere (Poke root) ist auch wirksam. Dr. King empfiehlt schwefelsaures Zink (Sulphate of zinc) 2 Skrupel, Wasser 1 Unze, das vermittelst gehörig angefeuchteter Charpie eingeführt werden kann und vier- oder fünfmal des Tages zu wiederholen ist. Es wird zuweilen gut sein, nach dem zuerst erwählten Mittel folgendes zu gebrauchen:Blutwurzel-Tinktur (Tincture of blood root)2Unzen.Schwefelsaures Zink (Sulphate of zinc)2Drachmen.Mische und bringe es mehrere Male des Tages auf die Geschwulst.Homöopathisch.Staphysagria,Calcarea,Sepia,SiliceaundThujasind Mittel gegen dieses Leiden. Man nehme jedes drei Wochen lang eine Dosis jeden Tag. Am Ende der dritten Woche wechsle man es mit einem anderen Mittel und fahre so fort, bis Heilung eintritt.Teucrium, wovon jeden Abend durch mehrere Monate hindurch eine Dosis genommen werden sollte, wird sehr empfohlen.Allöopathisch.Einspritzungen von Alaunauflösung oder das tägliche Betupfen der Geschwulst mit salzsaurer Eisentinktur (Muriated tincture of iron) wird in einigen Fällen dieselbe entfernen.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur.Folgendes kann geschnupft werden: Man nehme fein pulverisirte Lorbeerrinde (Bay berry bark), Entenfuß- (May apple) Wurzel je 1 Unze, und 4 Unzen Blutwurzel; mische es und schnupfe davon mehrere Male des Tages. Man kann ferner, wenn der Polyp erreicht werden kann, ein Läppchen, das zuvor angefeuchtet, zusammen drehen, in das Pulver stecken und dann durch Schnupfen einziehen, was den Auswuchs allmählig tödtet und ihn schließlich abfallen macht. Pulverisirte Scharlachbeere (Poke root) ist auch wirksam. Dr. King empfiehlt schwefelsaures Zink (Sulphate of zinc) 2 Skrupel, Wasser 1 Unze, das vermittelst gehörig angefeuchteter Charpie eingeführt werden kann und vier- oder fünfmal des Tages zu wiederholen ist. Es wird zuweilen gut sein, nach dem zuerst erwählten Mittel folgendes zu gebrauchen:

Mische und bringe es mehrere Male des Tages auf die Geschwulst.

Homöopathisch.Staphysagria,Calcarea,Sepia,SiliceaundThujasind Mittel gegen dieses Leiden. Man nehme jedes drei Wochen lang eine Dosis jeden Tag. Am Ende der dritten Woche wechsle man es mit einem anderen Mittel und fahre so fort, bis Heilung eintritt.Teucrium, wovon jeden Abend durch mehrere Monate hindurch eine Dosis genommen werden sollte, wird sehr empfohlen.

Allöopathisch.Einspritzungen von Alaunauflösung oder das tägliche Betupfen der Geschwulst mit salzsaurer Eisentinktur (Muriated tincture of iron) wird in einigen Fällen dieselbe entfernen.

Dieses ist eines der fürchterlichsten Leiden, denen das menschliche Geschlecht unterworfen ist. Der Krebs beginnt in der Regel miteiner harten Geschwulst, die allmählig in Eiterung übergeht, ungemein schmerzhaft ist und sich leicht auf Lippen oder andere Theile des Gesichts ausdehnt.

Behandlung.Homöopathisch.Arsenicum— ist das wichtigste Mittel, wenn die folgenden Symptome vorhanden sind: Brennen, Anschwellen der Nase, Schmerz bei Berührung, Eiterung der Nasenhöhlen hochoben, mit Absonderung eines widerwärtigen Eiters, eiterartiger Ausschlag um die Lippen, Schmerz stechend und prickelnd während der Tageszeit, Zunge schwärzlich und aufgesprungen. AuchSulphurwird zuträglich gefunden werden. Die Behandlung sollte aber immer einem geschickten Arzte überlassen werden.Allöopathisch.Dr. J. W. Fell verordnet Folgendes:Zink-Chlorid (Chloride of zinc)6Unzen.Pulverisirte Blutwurzel2„Myrtenwachs (Myrtle wax)1Unze.Wasser von Opiumextrakt6Drachmen.Conicumextrakt6„Mische es und mache eine Salbe daraus. Diese Salbe wird so lange auf die Geschwulst gebracht, bis die Haut zerstört ist, was einen Schorf bildet, in dem Einschnitte, einen halben Zoll von einander entfernt, gemacht werden sollten. Gleichzeitig sollte Folgendes angewendet werden:Blei-Iodide (Iodide of lead)1Skrupel.Glycerin1Drachme.Spermazeutsalbe2Unzen.Man mache eine Salbe daraus, und nachdem man die erstere durch 12 Stunden hindurch verwendet hat, fahre man mit der letzteren in derselben Weise 12 Stunden lang fort; gewöhnlich schneidet dieses die Krankheit kurz ab.Gleichzeitig verordnet er folgendes:Pulverisirte Blutwurzel (Blood root)1Skrupel.Arsenik-Iodide (Iodide of arsenic)2Grane.Cicuta- (Schierling) Extrakt2Skrupel.Mische und theile es in 40 Pillen. Dosis: Dreimal des Tages eine Pille.Eclectische und Kräuterkur.Folgendes wird empfohlen:Schwefelsaures Zink (Sulphate of zinc)1Unze.Schwefelsaures Kupfer (Sulphate of copper)1„Schwefelsaures Morphium (Sulphate of morphine)1Drachme.Mische es und mache davon einen Umschlag.Oder auch:Schweinefett3Pfund.Verdigris2Unzen.Bienenwachs2„Schottischer Schnupftabak1Pfund.Mische das Fett und das Wachs und rühre es mit den übrigen Sachen zusammen.Folgendes soll in mehreren Fällen den Krebs geheilt haben:Schwefelsaures Zink (Sulphate of zinc)1Drachme.Sanguinaria2Drachmen.Rother Kleeextrakt (Extract of Red Clover) hinlänglich genug, um ein Pflaster davon zu bereiten.Ein Umschlag von rohen Preiselbeeren (Cranberries) soll selbst diese eingewurzelte Krankheit heilen. Die Beeren werden zerquetscht und zu einem Umschlag verwendet. Die Wirkung eines solchen Umschlages zeigt sich in der Bildung kleiner Blattern, gleich denen der Pocken, wodurch der krebsartige Eiter ausgezogen und die Größe des Krebses selbst bei jedem Umschlag vermindert wird.Nachstehendes ist als ein unfehlbares Mittel empfohlen worden. Man breche ein Ei auf, gieße das Weiße aus und behalte den Dotter in der Schale, dann lege es in Salz und mische es so lange, bis sich eine Salbe bildet, mit welcher ein Stück Heftpflaster bestrichen wird, und erneure dasselbe zweimal des Tages über den Krebs.Folgendes Mittel soll bei einigen veralteten Fällen geholfen haben:Rotheichenrinde (Red oak bark)2Unzen.Weißeichenrinde2„Scharlachbeerwurzel2„Persimon- (Dattelpflaumen) Rinde2„Schwarze Mehlbeerenrinde (Black haw bark)2„Brombeerwurzel (Blackberry)4„Schafampfer (Sheep sorrel)2„Rothe Kleeblüthe (Red clover blossom)2„Zimmetrinde (Cinnamon)1„Koche dies mit 4 oder 5 Gallonen Wasser bis auf eine Gallone ein. Seihe es durch und füge auf jedes Quart eine Unze Borax und eine Unze Alaun hinzu. Hiermit wird der Krebs drei- bis viermal des Tages gewaschen.

Behandlung.

Homöopathisch.Arsenicum— ist das wichtigste Mittel, wenn die folgenden Symptome vorhanden sind: Brennen, Anschwellen der Nase, Schmerz bei Berührung, Eiterung der Nasenhöhlen hochoben, mit Absonderung eines widerwärtigen Eiters, eiterartiger Ausschlag um die Lippen, Schmerz stechend und prickelnd während der Tageszeit, Zunge schwärzlich und aufgesprungen. AuchSulphurwird zuträglich gefunden werden. Die Behandlung sollte aber immer einem geschickten Arzte überlassen werden.

Allöopathisch.Dr. J. W. Fell verordnet Folgendes:

Mische es und mache eine Salbe daraus. Diese Salbe wird so lange auf die Geschwulst gebracht, bis die Haut zerstört ist, was einen Schorf bildet, in dem Einschnitte, einen halben Zoll von einander entfernt, gemacht werden sollten. Gleichzeitig sollte Folgendes angewendet werden:

Man mache eine Salbe daraus, und nachdem man die erstere durch 12 Stunden hindurch verwendet hat, fahre man mit der letzteren in derselben Weise 12 Stunden lang fort; gewöhnlich schneidet dieses die Krankheit kurz ab.

Gleichzeitig verordnet er folgendes:

Mische und theile es in 40 Pillen. Dosis: Dreimal des Tages eine Pille.

Eclectische und Kräuterkur.Folgendes wird empfohlen:

Mische es und mache davon einen Umschlag.

Oder auch:

Mische das Fett und das Wachs und rühre es mit den übrigen Sachen zusammen.

Folgendes soll in mehreren Fällen den Krebs geheilt haben:

Ein Umschlag von rohen Preiselbeeren (Cranberries) soll selbst diese eingewurzelte Krankheit heilen. Die Beeren werden zerquetscht und zu einem Umschlag verwendet. Die Wirkung eines solchen Umschlages zeigt sich in der Bildung kleiner Blattern, gleich denen der Pocken, wodurch der krebsartige Eiter ausgezogen und die Größe des Krebses selbst bei jedem Umschlag vermindert wird.

Nachstehendes ist als ein unfehlbares Mittel empfohlen worden. Man breche ein Ei auf, gieße das Weiße aus und behalte den Dotter in der Schale, dann lege es in Salz und mische es so lange, bis sich eine Salbe bildet, mit welcher ein Stück Heftpflaster bestrichen wird, und erneure dasselbe zweimal des Tages über den Krebs.

Folgendes Mittel soll bei einigen veralteten Fällen geholfen haben:

Koche dies mit 4 oder 5 Gallonen Wasser bis auf eine Gallone ein. Seihe es durch und füge auf jedes Quart eine Unze Borax und eine Unze Alaun hinzu. Hiermit wird der Krebs drei- bis viermal des Tages gewaschen.

Dieselben können dadurch aus der Nase entfernt werden, daß der Mund und das entgegengesetzte Nasenloch geschlossen werden und darauf durch das Nasenloch, in dem sich etwas Ungehöriges befindet, kräftig geblasen wird; Kitzeln mit einer Feder, so daß dadurch Niesen verursacht wird, reicht zuweilen schon hin. Wenn diese Mittel ohne Erfolg bleiben, so presse man den Daumen oder Finger auf die Nase oberhalb des fremden Körpers, fahre dann miteiner Strick- oder Haarnadel, die am obern Ende hakenförmig gebogen ist, in das Nasenloch und ziehe damit den betreffenden Gegenstand herunter. Zuweilen kann auch der betreffende Gegenstand zurückgedrückt werden, so daß er in den Mund fällt, aber es ist das Beste, nicht zu diesem Mittel zu greifen, das Unannehmlichkeit zur Folge haben kann.


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