Viertes Kapitel.Schwangerschaft.

Viertes Kapitel.Schwangerschaft.

Schwangerschaft ist derjenige Zustand, welcher mit der Empfängniß eintritt und bis zur Entbindung dauert. Sie kann erst nach dem ersten Auftreten der monatlichen Reinigung eintreten und hört auf mit dem Wechsel des Lebens, oder wenn das Weib aufhört zu menstruiren.

Während dieser Zeit müssen mancherlei Dinge, welche, wenn sie nicht gehörig überwacht werden, einen schädlichen Einfluß auf den Sprößling ausüben, im Auge behalten werden. Eine ruhige Gemüths-Stimmung ist von wesentlichem Einfluß, denn Jähzorn, Eifersucht und Schreck haben fast immer üble Folgen, und durch heftige geistige Erregungen wird nicht selten eine Fehlgeburt (Abortus) veranlaßt. Eine Frau von übler Laune, leidenschaftlichem Charakter und reizbarem Gemüthe kann kaum erwarten, daß sie einem Kinde von sanftem und gütigem Charakter das Leben schenken wird. Wir wissen alle, wie sehr sich die Sinnesart der Eltern auf die Kinder vererbt, und von welch’ großem Einfluß ist es dann, daß die Mutter ein sanftes und liebreiches Herz, eine gütige und nachsichtige Denkart pflegt, damit ihre Kinder zu ihrer Ehre und nicht zu einer Quelle des Unglückes und Elendes für sie heranwachsen. Die Gebärmutter hat einen bedeutenden Einfluß auf das Nervensystem des ganzen Körpers, so daß also, wenn sie den Keim eines menschlichen Wesens enthält, mehr oder weniger der gesammte Organismus des Weibes dadurch berührt werden muß. Die hierdurch verursachten Symptome sind die Zeichen der Schwangerschaft. Es gibt aber viele von jenen Merkmalen, welche auch bei anderen Zuständen gefunden werden, so daß keines dieser Zeichen verläßlich ist, und andererseits gibt es Frauen, deren Organismus nur wenig durch die Schwangerschaft gestört wird. Die erste Folge der Schwangerschaft ist gewöhnlich vermehrte Aufregung und Fieberhaftigkeit. Der Puls schlägt stärker und schneller, der Appetit wird gestört und die Haut ist bleich und öfters entfärbt. Die folgenden Kennzeichen sind die meist verläßlichen:

Zeichen der Schwangerschaft.Das erste Zeichen ist das Aufhören der monatlichen Reinigung. Dies kann aber auch von anderen Ursachen herrühren, so daß es an und für sich nicht als ein sicheres Zeichen betrachtet werden kann; wenn aber der Gesundheitszustand keine andere denkbare Ursache dafür gibt, mag es für ein starkes Anzeichen gehalten werden.

Uebelsein am Morgen.Dies — in Verbindung mit anderen Merkmalen — ist ein beachtenswerthes Symptom. In der Regel ist der Magen reizbar und die Frauen leiden an Uebelsein und Erbrechen, die sich besonders des Morgens einstellen. Es stellt sich bald nach der Empfängniß ein und hört nach dem dritten Monat wieder auf.

Anschwellen der Brüste.Ungefähr nach zwei Monaten wird die Aufmerksamkeit des Weibes auf den Zustand der Brüste gelenkt. Sie empfindet einen unbehaglichen Eindruck des Vollseins mit einem prickelnden und stechenden Schmerz im Innern und an den Warzen. Sie nehmen an Größe und Festigkeit zu und fühlen sich eigenthümlich und drüsenartig an. DieAreolaoder Warzenring (ein gefärbter Kreis um die Warze) verdunkelt sich und nach einiger Zeit wird Milch abgesondert. Aber es muß erinnert werden, daß das Anschwellen der Brüste auch anderen Ursachen zugeschrieben werden kann; bei einigen Frauen ereignet es sich, daß sich bei jedesmaliger monatlichen Reinigung, wenn deren Verlauf unterbrochen oder sie sich ganz einstellt, zu solchen Zeiten eine milchige Flüssigkeit absondert (Churchill).

Anschwellen des Unterleibes.Dieses Kennzeichen, mit anderen vereinigt, befähigt uns, mit annähernder Sicherheit die Dauer der Schwangerschaft zur Zeit, wo wir diese Wahrnehmung machen, zu bestimmen. Während der ersten vier Monate bleibt die Gebärmutter in der Höhle des Beckens oder im tieferen Theile des Unterleibs, wird aber bald nachher über dem Schambein — am Rande des Beckens gefühlt. Im fünften Monat steigt sie in den Raum zwischen Schambein und Nabel bis zur Hälfte, im sechsten gleitet sie bis zum Nabel hinauf, den sie hervordrängt. Während dessiebenten und achten Monats füllt sie den ganzen Unterleib bis zum Magen. Die Eingeweide sind über und hinter sie gedrängt.

Bewegungen des Kindes.Ungefähr gegen den fünften Monat nach der Empfängniß fühlt die Mutter die erste Regung des Kindes im Leibe. Einige fühlen es früher; Andere wieder nicht vor dem sechsten oder siebenten Monat. Manche meinen, daß das Kind bis zu dieser Zeit nicht am Leben sei, was aber eine ganz irrige Annahme ist, denn von dem Augenblick der Empfängniß ist es gerade ebenso ein lebendes Wesen, wie zu irgend einer Zeit nachher. Tritt diese Bewegung plötzlich ein, so sind die Schwangeren sehr zum Erbrechen geneigt, zuweilen Ohnmachten unterworfen. Die Lebens-Empfindung ist zuerst eine leichte, nimmt aber allmählig zu, bis die Bewegungen an den verschiedenen äußeren Theilen gefühlt werden können.

Es gibt noch manche andere Zeichen, welche den einzelnen Frauen eigenthümlich sind, und durch welche, in Verbindung mit anderen Zeichen, diese nach dem ersten Kindbett im Stande sind zu sagen, ob sie schwanger sind oder nicht. Hierher gehören die sogenannten Gerstenkörner an den Augenlidern, Zahnschmerzen, schwarze Flecken — gleich Sommersprossen — im Gesicht und Nacken, starke, hartnäckige Speichelabsonderung, ähnlich jener, die durch das Merkur (Quecksilber) hervorgerufen wird, nur mit dem Unterschied, daß hier die Schleimhäute vollkommen gesund sind. Es sind dies aber zufällige Zeichen, welche eben nur in vereinzelten Fällen gefunden werden.

Die alten Römer hatten ein Gesetz, zufolge dessen alle schwangere Frauen weite, lose Kleider tragen mußten. Würde heutzutage ein derartiges Gesetz bestehen, es würden weit weniger Frühgeburten, Gebärmutter-Vorfall, wunde Brüste und andere derartige Krankheiten vorkommen. Kleider sollten warm, lose, leicht und in keinem Theile beengend sein. Schnürleiber müssen ganz bei Seite gelegt werden, und sogar der Gebrauch der Strumpfbänder sollte unterbleiben. Die Kleider müssen so zugerichtet sein, daß sie frei von den Schultern herabfallen, ohne daß sie um die Taille gebunden werden. Das Blut muß einen ungehinderten Umlauf haben, sonst werden sich früher oder später während der Schwangerschaft nachtheiligeFolgen einstellen. Große Sorgfalt muß beobachtet werden, daß das Kleid um die Brüste lose sitzt, denn es kann sich leicht zutragen, daß die Brüste, wenn das Kind geboren wird, so flach werden, daß die Warzen nicht gefunden werden können. Pflegte die Schwangere vor der Empfängniß kalte oder warme Bäder zu nehmen, so mag sie dieselben fortsetzen, wenn nicht ein fühlbarer Nachtheil wahrgenommen wird.

Bewegungist für die Erhaltung der Gesundheit sehr wichtig. Einige sind der Ansicht, daß sich schwangere Frauen keine Bewegung machen sollen, aber das ist ein Irrthum. Gerade dadurch bewahrt sie ihre Gesundheit und Stärke und erhält damit den gesunden Zustand des Kindes. Bewegung — sogar bis zur Ermüdung — kann viel leichter als geistige Aufregungen ertragen werden, und letztere sollten, da sie so sehr nachtheilig sind, so viel als möglich vermieden werden. Die Schwangere sollte täglich Bewegung haben, und zwar körperliche; sie muß gehen, nicht fahren, denn Fahren ist nicht hinlänglich. Die beste Bewegung ist die Verrichtung ihrer Haushaltungsgeschäfte, und sie sollte damit, so lange als sie fähig ist, fortfahren. Fühlt sie sich nicht wohl, oder steht eine Fehlgeburt zu befürchten, so muß sie alle Thätigkeit einstellen. Ueberhaupt müssen schnelle und heftige Bewegungen, wie das Heben schwerer Gegenstände, plötzliches Anspannen der Muskeln, Springen, Tanzen, sich Strecken, um einen entfernter liegenden Gegenstand zu erfassen, vermieden werden.

Die Nahrung.Die Kost sollte einfach und nahrhaft sein. Nicht selten stellt sich ein Verlangen nach Speisen ein, die nicht nur der Mutter, sondern auch dem Kinde schädlich sind. Die Frau muß am besten wissen, was sie essen kann, und es können durchaus keine besonderen Vorschriften zur Regelung der Kost gegeben werden. Stark gewürzte Speisen, Spirituosen, starker Thee und Kaffee sollten aber immer vermieden werden.

Uebelsein am Morgen.Dies ist ein sehr lästiges Unwohlsein und schwer einzuschränken. Es stellt sich in der Regel gleich bei Beginn der Schwangerschaft ein, und dauert bis zum dritten Monat. Die Anfälle kommen des Morgens und dauern nur eine kurze Zeit.

Behandlung.Allgemeine.Es kann zuweilen dadurch vermieden werden, daß die Patientin im Bett, bevor sie des Morgens aufsteht, eine Tasse Kaffee und eine kleine geröstete Brodschnitte zu sich nimmt. Starkes Trinken von Champagner soll hin und wieder von wohlthätiger Wirkung sein. Ale, Limonade, Sardinen und geräucherte Häringe werden hie und da Erleichterung verschaffen.Allöopathisch.Die folgende Mischung wird sehr wohlthuend wirken:Doppeltkohlensaures Kali (Bi-carbonate of potash)2Drachmen.Gewöhnlicher Syrup2„Destillirtes Wasser6Unzen.Mische dies. Dosis: Zwei Eßlöffel voll, und zu jedem derselben einen Eßlöffel voll frischen Citronensaft oder 15 Grane Citronensäure beigegeben, nachdem es in einem Eßlöffel voll Wasser aufgelöst worden. Muß während des Aufbrausens getrunken werden.Wenn keine Diarrhöe vorhanden, kann auch das Folgende mit Vortheil angewendet werden:Schwefelsaures Magnesium (Sulphate of magnesia)1Unze.Kohlensaures Magnesium (Carbonate of magnesia)1Drachme.Pfeffermünz-Wasser (Peppermint water)4Unzen.Zusammengesetzter Enzian-Aufguß (Compound infusion of gentian)4„Mische dies. Dosis: Zwei Eßlöffel voll dreimal täglich.Homöopathisch.Ipecacuanha.— Galliges Erbrechen; Uebelsein und Erbrechen mit Magenbeschwerden; Erbrechen unverdauter Speisen; schlaffe Eingeweide.Tabacum.— Ein erfolgreiches Mittel, wo das Uebelsein mit Ohnmacht und tödtlicher Blässe des Gesichts verbunden ist; der Aufenthalt in frischer Luft zu empfehlen; Erbrechen von Wasser oder saurer Flüssigkeit und Schleim.Arsenicum.— Außergewöhnliches Erbrechen nach dem Essen und Trinken, bei Ohnmacht und großen Schmerzen.Nux Vomica.— Uebelsein und Erbrechen des Morgens; ein säuerlich bitterer Geschmack im Halse; Sodbrennen; Verstopfung.Sepia.— Wenn das Uebelsein eine Zeitlang gedauert und in der Regel des Morgens erscheint, und wenn des Abends ein schmerzhaftes Gefühl von Leere im Magen mit Brennen und Stechen in der Herzgegend sich kund gibt.Camphor.— Wenn ein kalter Schweiß bei heißem Kopf und kalten Füßen vorhanden.Pulsatilla.— FallsIpecacuanhaundNux Vomicasich unzureichend erwiesen haben, und besonders wenn sich Erbrechen am Abend oder in der Nacht einstellt; verdorbener Appetit; Sehnsucht nach Bier, Säuren, Wein &c.; Durchfall abwechselnd mit Verstopfung.Eclectische und Kräuterkur.Ein Thee von hellrothem Hartriegel (engl.:Red rose willow bark,rose willow; lat.:Cornus sericea) verschafft zuweilen Erleichterung, oder eine Tasse Kamillen- oder Pfeffermünzthee, ungefähr eine Stunde vor Aufstehen des Morgens genossen. Wiederholen sich jene Uebelkeiten in Zwischenräumen am Tage, so sollte der folgende Trank mehrere Male des Tages genommen werden:Calcinirtes (verkalktes) Magnesium1Drachme.Aromatische Ratanhia-Tinktur (Aromatic tincture of rhatany)1Unze.Reines Ammoniakwasser (Water of pure ammonia)2Drachmen.Distillirtes Wasser6Unzen.Mische es. Dosis: Einen Theelöffel voll.

Behandlung.

Allgemeine.Es kann zuweilen dadurch vermieden werden, daß die Patientin im Bett, bevor sie des Morgens aufsteht, eine Tasse Kaffee und eine kleine geröstete Brodschnitte zu sich nimmt. Starkes Trinken von Champagner soll hin und wieder von wohlthätiger Wirkung sein. Ale, Limonade, Sardinen und geräucherte Häringe werden hie und da Erleichterung verschaffen.

Allöopathisch.Die folgende Mischung wird sehr wohlthuend wirken:

Mische dies. Dosis: Zwei Eßlöffel voll, und zu jedem derselben einen Eßlöffel voll frischen Citronensaft oder 15 Grane Citronensäure beigegeben, nachdem es in einem Eßlöffel voll Wasser aufgelöst worden. Muß während des Aufbrausens getrunken werden.

Wenn keine Diarrhöe vorhanden, kann auch das Folgende mit Vortheil angewendet werden:

Mische dies. Dosis: Zwei Eßlöffel voll dreimal täglich.

Homöopathisch.Ipecacuanha.— Galliges Erbrechen; Uebelsein und Erbrechen mit Magenbeschwerden; Erbrechen unverdauter Speisen; schlaffe Eingeweide.

Tabacum.— Ein erfolgreiches Mittel, wo das Uebelsein mit Ohnmacht und tödtlicher Blässe des Gesichts verbunden ist; der Aufenthalt in frischer Luft zu empfehlen; Erbrechen von Wasser oder saurer Flüssigkeit und Schleim.

Arsenicum.— Außergewöhnliches Erbrechen nach dem Essen und Trinken, bei Ohnmacht und großen Schmerzen.

Nux Vomica.— Uebelsein und Erbrechen des Morgens; ein säuerlich bitterer Geschmack im Halse; Sodbrennen; Verstopfung.

Sepia.— Wenn das Uebelsein eine Zeitlang gedauert und in der Regel des Morgens erscheint, und wenn des Abends ein schmerzhaftes Gefühl von Leere im Magen mit Brennen und Stechen in der Herzgegend sich kund gibt.

Camphor.— Wenn ein kalter Schweiß bei heißem Kopf und kalten Füßen vorhanden.

Pulsatilla.— FallsIpecacuanhaundNux Vomicasich unzureichend erwiesen haben, und besonders wenn sich Erbrechen am Abend oder in der Nacht einstellt; verdorbener Appetit; Sehnsucht nach Bier, Säuren, Wein &c.; Durchfall abwechselnd mit Verstopfung.

Eclectische und Kräuterkur.Ein Thee von hellrothem Hartriegel (engl.:Red rose willow bark,rose willow; lat.:Cornus sericea) verschafft zuweilen Erleichterung, oder eine Tasse Kamillen- oder Pfeffermünzthee, ungefähr eine Stunde vor Aufstehen des Morgens genossen. Wiederholen sich jene Uebelkeiten in Zwischenräumen am Tage, so sollte der folgende Trank mehrere Male des Tages genommen werden:

Mische es. Dosis: Einen Theelöffel voll.

Dies ist ein sehr peinliches Gefühl. In einigen Fällen tritt es so heftig auf, daß es alle Ruhe und Schlaf stört und geradezu unerträglich wird. Es ist sehr zweifelhaft, welcher Ursache es zuzuschreiben ist, möglicherweise einem ungesunden Ausfluß aus der Scheide, oder, wenn es von Hitze des Kopfes, Röthe, Trockenheit und Geschwulst begleitet ist, einer Art Ausschlag wie dasMundschwämmchenbei Neugeborenen. Die Theile müssen vollkommen rein gehalten werden, wozu warmes Wasser am besten zu verwenden ist.

Behandlung.Homöopathisch.Das beste Mittel istConium, von welchem eine Dosis (6 Kügelchen) dreimal des Tages zu nehmen ist. Bleibt dies ohne Wirkung, so wende man eines der folgenden Mittel an (Dosis wie oben):Arsenicum,Bryonia,Rhus,Silicea,Pulsatilla,Sulphur,LycopodiumoderGraphitis. Als Umschlag benutze man eine Unze Borax in einem Pint Rosen- oder Regenwasser aufgelöst. Erstreckt sich der Kitzel bis in die Scheide, spritze ein wenig von der Auslösung ein. Ein schwacher Aufguß von grünem Thee, oder eine schwache Lösung von Alaun wird zuweilen von wohlthuendem Einfluß sein.Eclectische und Kräuterkur.Das folgende wird empfohlen:Pulverisirter Borax (Powd. borax)2Drachmen.Schwefelsaures Morphium (Sulphate of morphia)3Grane.Eine Abkochung der Gelbwurz (Golden seal)4Unzen.Das Pulver soll in der Abkochung aufgelöst mehrere Male des Tages angewendet werden.Allöopathisch.Pulverisirter Borax½Unze.Schwefelsaures Morphium6Grane.Destillirtes Rosenwasser6Unzen.Mische es. Mehrere Male des Tages anzuwenden.Oder:Bleiauflösung (Diacetate of lead — Goulard’s Extract)2Drachmen.Wein-Spiritus2„Mit so viel Wasser, daß das Ganze ein Pint macht.Mische es.

Behandlung.

Homöopathisch.Das beste Mittel istConium, von welchem eine Dosis (6 Kügelchen) dreimal des Tages zu nehmen ist. Bleibt dies ohne Wirkung, so wende man eines der folgenden Mittel an (Dosis wie oben):Arsenicum,Bryonia,Rhus,Silicea,Pulsatilla,Sulphur,LycopodiumoderGraphitis. Als Umschlag benutze man eine Unze Borax in einem Pint Rosen- oder Regenwasser aufgelöst. Erstreckt sich der Kitzel bis in die Scheide, spritze ein wenig von der Auslösung ein. Ein schwacher Aufguß von grünem Thee, oder eine schwache Lösung von Alaun wird zuweilen von wohlthuendem Einfluß sein.

Eclectische und Kräuterkur.Das folgende wird empfohlen:

Das Pulver soll in der Abkochung aufgelöst mehrere Male des Tages angewendet werden.

Allöopathisch.

Mische es. Mehrere Male des Tages anzuwenden.

Oder:

Mische es.

Verursacht durch den Druck der Gebärmutter auf die Adern im Unterleib, wodurch eine freie Rückkehr des Blutes zum Herzen verhindert wird. Das Anschwellen beginnt in der Regel am Knöchel und geht bis zum Schenkel aufwärts; hin und wieder geht es aber nicht über das Knie hinaus. Die Geschwulst verringert sich, sobald sich die Kranke niederlegt. Dieses Leiden verschwindet nach der Entbindung.

Behandlung.Allgemeine.Ein freier Gebrauch des kalten Wassers oder verdünnter Alcohol verschafft beim Beginn Erleichterung. Werden die Adern groß und schmerzhaft, so muß ein Verband, an den Zehen beginnend, sorgfältig angelegt werden, oder es sollte ein Schnürstrumpf getragen werden. Der Verband muß von einem geschickten Arzte angelegt werden.Allöopathisch.Klette- (Burdock) und Wegerich- (Plantain) Blätter um das Bein gebunden, leisten gute Dienste, sowie Blei- oder Alaunwasser und ein Aufguß von Weißeichenrinde.Homöopathisch.Eine schwache Arnica- und Hamamelis-Auflösung wird gute Dienste thun, wenn man vor dem Schlafengehen die Beine von unten nach oben, immer aufwärts reibend, einreibt.Nux Vomica.— Wenn nebst dieser Krankheit auch Hämorrhoiden vorhanden sind, Hartleibigkeit, häufige drückende Schmerzen und reizbare Gemüthsstimmung.Pulsatilla.— Dies ist das Hauptmittel, namentlich wenn die Adern und die Beine bedeutend geschwollen und Schmerzen sowie Entzündung vorhanden sind.Arsenicum.— Wenn die Anschwellung schwärzlich ist und bedeutende brennende Schmerzen verursacht. Wirkt dieses nicht, so gebeCarbo Vegetabilis.

Behandlung.

Allgemeine.Ein freier Gebrauch des kalten Wassers oder verdünnter Alcohol verschafft beim Beginn Erleichterung. Werden die Adern groß und schmerzhaft, so muß ein Verband, an den Zehen beginnend, sorgfältig angelegt werden, oder es sollte ein Schnürstrumpf getragen werden. Der Verband muß von einem geschickten Arzte angelegt werden.

Allöopathisch.Klette- (Burdock) und Wegerich- (Plantain) Blätter um das Bein gebunden, leisten gute Dienste, sowie Blei- oder Alaunwasser und ein Aufguß von Weißeichenrinde.

Homöopathisch.Eine schwache Arnica- und Hamamelis-Auflösung wird gute Dienste thun, wenn man vor dem Schlafengehen die Beine von unten nach oben, immer aufwärts reibend, einreibt.

Nux Vomica.— Wenn nebst dieser Krankheit auch Hämorrhoiden vorhanden sind, Hartleibigkeit, häufige drückende Schmerzen und reizbare Gemüthsstimmung.

Pulsatilla.— Dies ist das Hauptmittel, namentlich wenn die Adern und die Beine bedeutend geschwollen und Schmerzen sowie Entzündung vorhanden sind.

Arsenicum.— Wenn die Anschwellung schwärzlich ist und bedeutende brennende Schmerzen verursacht. Wirkt dieses nicht, so gebeCarbo Vegetabilis.

Dieser Krankheit sind schwangere Frauen vielfach ausgesetzt, und zwar wird dieselbe gewöhnlich durch Hartleibigkeit verursacht, weshalb es sehr wichtig ist, daß eine schwangere Frau ihren Stuhlgang regelmäßig erhält, so daß weder Hartleibigkeit noch Diarrhöe eintritt und gegen alle Störungen in dieser Hinsicht sogleich einschreitet.

Behandlung.Allgemeine.Die oftmalige Anwendung des kalten Wassers wird sehr gute Dienste leisten, wenn es sogleich zu Anfang gebraucht wird. Es mag mittelst Sitzbäder, kalter Umschläge oder Einspritzungen in Anwendung kommen. Wenn die Hämorrhoiden bluten oder zu bluten aufhörten und sehr schmerzen, gebrauche warmes Wasser. Die Kost muß sorgsam regulirt werden und man darf nur sehr wenig Fleisch genießen. Wenn nach dem Stuhlgang der Darm oder eine kleine Beule zu Tage tritt, so müssen diese Theile wieder mit dem Finger eingedrückt werden. Viele Arznei einzunehmen, ist nicht rathsam, sondern man lebe in allen Stücken regelmäßig und schaffe sich regelmäßige Bewegung. Die Stuhlgangöffnung kann regelmäßig erhalten werden durch den Genuß von Roggenbrod, Roggenmehl und Molasses, Kartoffeln, reife Früchte, gekochte Pfirsiche und Pflaumen &c.Homöopathisch.Nux VomicaundSulphursind die hauptsächlichsten Mittel.Nux Vomica, namentlich wenn nach jedem Stuhlgang helles Blut ausfließt und eine beständige Neigung zum Stuhlgang vorherrscht. Man gebeNux VomicaAbends (eine Dosis) undSulphurMorgens (eine Dosis). Tritt hierauf nach einigen Tage nicht Besserung ein, so kann manIgnatiageben, namentlich wenn heftige stechende Schmerzen vorhanden sind, oder nach jedem Stuhlgang schmerzliche Zusammenziehung und Wundheit eintritt. Ist die Hartleibigkeit sehr hartnäckig, so verordneIgnatiaundOpiumalle 2 oder 3 Stunden abwechselnd. Andere zu gebrauchende Heilmittel sind:Arsenicum,Belladonna,Carbo Vegetabilis,Hepar Sulphuris,Hamamelis,Virginica.Eclectische und Kräuterkur.Um der Hartleibigkeit vorzubeugen, gebe einen Theelöffel voll Cremor Tartari mit Wasser oder Molasses vermischt, oder die zusammengesetzte Rhabarber-Pillen (Compound rhubarb pill). Schmerzen die Knoten und sind diese entzündet, so wird ein Ulmenrinde- (Slippery elm bark) und Milch- oder Wasser-Umschlag gute Dienste leisten. Zu derselben Zeit gebrauche die folgende Salbe zum einreiben: Zwei Eßlöffel voll frische, ungesalzene Butter und vier Eßlöffel voll Terpentingeist (Spirits of turpentine). Dieses ist gut zu mischen und damit die betreffenden Theile zwei- oder dreimal täglich einzureiben. Auch das folgende wird gute Dienste leisten:Stechapfel-Salbe (Stramonium ointment)1Unze.Pulv. Alaun (Powd. alum)2Drachmen.Schwefelsaures Morphium (Sulphate of morphia)2„Mische dieses und reibe die Knoten (Tumors) mittelst eines Stücks Baumwollenzeug ein.Allöopathisch.Ist Arznei nothwendig, so kann ein Theelöffel voll verzuckerte Senna (Confection of senna) oder eine kleine Dosis Castoröl manchmal eingenommen werden, oder das folgende:Schwefel (Sulphur)½Unze.Magnesia2Drachmen.Cremor Tartari2„Mische dieses. Gabe: einen Theelöffel voll in ein Glas voll Wasser. Siehe „Hämorrhoiden,“ 12. Kapitel, erster Theil.

Behandlung.

Allgemeine.Die oftmalige Anwendung des kalten Wassers wird sehr gute Dienste leisten, wenn es sogleich zu Anfang gebraucht wird. Es mag mittelst Sitzbäder, kalter Umschläge oder Einspritzungen in Anwendung kommen. Wenn die Hämorrhoiden bluten oder zu bluten aufhörten und sehr schmerzen, gebrauche warmes Wasser. Die Kost muß sorgsam regulirt werden und man darf nur sehr wenig Fleisch genießen. Wenn nach dem Stuhlgang der Darm oder eine kleine Beule zu Tage tritt, so müssen diese Theile wieder mit dem Finger eingedrückt werden. Viele Arznei einzunehmen, ist nicht rathsam, sondern man lebe in allen Stücken regelmäßig und schaffe sich regelmäßige Bewegung. Die Stuhlgangöffnung kann regelmäßig erhalten werden durch den Genuß von Roggenbrod, Roggenmehl und Molasses, Kartoffeln, reife Früchte, gekochte Pfirsiche und Pflaumen &c.

Homöopathisch.Nux VomicaundSulphursind die hauptsächlichsten Mittel.Nux Vomica, namentlich wenn nach jedem Stuhlgang helles Blut ausfließt und eine beständige Neigung zum Stuhlgang vorherrscht. Man gebeNux VomicaAbends (eine Dosis) undSulphurMorgens (eine Dosis). Tritt hierauf nach einigen Tage nicht Besserung ein, so kann manIgnatiageben, namentlich wenn heftige stechende Schmerzen vorhanden sind, oder nach jedem Stuhlgang schmerzliche Zusammenziehung und Wundheit eintritt. Ist die Hartleibigkeit sehr hartnäckig, so verordneIgnatiaundOpiumalle 2 oder 3 Stunden abwechselnd. Andere zu gebrauchende Heilmittel sind:Arsenicum,Belladonna,Carbo Vegetabilis,Hepar Sulphuris,Hamamelis,Virginica.

Eclectische und Kräuterkur.Um der Hartleibigkeit vorzubeugen, gebe einen Theelöffel voll Cremor Tartari mit Wasser oder Molasses vermischt, oder die zusammengesetzte Rhabarber-Pillen (Compound rhubarb pill). Schmerzen die Knoten und sind diese entzündet, so wird ein Ulmenrinde- (Slippery elm bark) und Milch- oder Wasser-Umschlag gute Dienste leisten. Zu derselben Zeit gebrauche die folgende Salbe zum einreiben: Zwei Eßlöffel voll frische, ungesalzene Butter und vier Eßlöffel voll Terpentingeist (Spirits of turpentine). Dieses ist gut zu mischen und damit die betreffenden Theile zwei- oder dreimal täglich einzureiben. Auch das folgende wird gute Dienste leisten:

Mische dieses und reibe die Knoten (Tumors) mittelst eines Stücks Baumwollenzeug ein.

Allöopathisch.Ist Arznei nothwendig, so kann ein Theelöffel voll verzuckerte Senna (Confection of senna) oder eine kleine Dosis Castoröl manchmal eingenommen werden, oder das folgende:

Mische dieses. Gabe: einen Theelöffel voll in ein Glas voll Wasser. Siehe „Hämorrhoiden,“ 12. Kapitel, erster Theil.

Dieses wird durch den Druck der größer gewordenen Gebärmutter, den diese auf die lymphatischen Gefäße ausübt, verursacht.

Behandlung.Homöopathisch.BryoniaundOpium— kann abwechselnd alle zwei Stunden gegeben werden. Dosis: 6 Kügelchen.Findet sich ziemlich viel Fieber vor, so gebeAconitumundBryoniaabwechselnd. Dosis: 6 Kügelchen.Allöopathisch.Die Beine sollten mit einem in Wasser und Essig getauchten Schwamm tüchtig abgewaschen und das folgende kann mit Erfolg gegeben werden:Fingerhut-Aufguß (Infusion of digitalis)4Unzen.Essigsaures Kali (Acetate of potash)2Drachmen.Süßer Salpeter-Spiritus (Sweet spirits of nitre)2„Zimmet-Wasser (Cinnamon water)1½Unzen.Mische dieses. Dosis: 1 Eßlöffel voll alle vier oder fünf Stunden.Eclectische und Kräuterkur.Wasserdost- auch Wiesenkönigin- (Queen of the meadow) undHaircap moss- oder Eibisch- (Marshmallow) Aufguß mag reichlich gebraucht werden.

Behandlung.

Homöopathisch.BryoniaundOpium— kann abwechselnd alle zwei Stunden gegeben werden. Dosis: 6 Kügelchen.

Findet sich ziemlich viel Fieber vor, so gebeAconitumundBryoniaabwechselnd. Dosis: 6 Kügelchen.

Allöopathisch.Die Beine sollten mit einem in Wasser und Essig getauchten Schwamm tüchtig abgewaschen und das folgende kann mit Erfolg gegeben werden:

Mische dieses. Dosis: 1 Eßlöffel voll alle vier oder fünf Stunden.

Eclectische und Kräuterkur.Wasserdost- auch Wiesenkönigin- (Queen of the meadow) undHaircap moss- oder Eibisch- (Marshmallow) Aufguß mag reichlich gebraucht werden.

Einer der während der Schwangerschaft eintretenden unangenehmen Zustände ist die Unthätigkeit der Gedärme, was durch mancherlei Umstände herbeigeführt werden mag und wogegen man sich sorgsam verwahren muß. Gewöhnlich wird es nützlich sein, eine Diätveränderung vorzunehmen. Esse viel reise, süße Früchte, z. B. Aepfel, Pflaumen, Pfirsiche u.s.w. Man meide aber Kaffee und alle Stimulanten. Auch ist es nicht rathsam, heftig wirkende Abführmittel zu geben, da hierdurch leicht Fehlgeburt herbeigeführt werden kann.

Behandlung.Eclectische und Kräuterkur.Ein aus folgenden Substanzen bereitetes Einspritzmittel wird gut wirken: Bereite einen aus drei Theilen Wasserdost (Boneset) und zwei Theilen Senna bestehenden Aufguß. Zu einem Pint und einem halben dieses Aufgusses füge ein halbes Weinglas voll Castoröl. Die Hälfte dieser Mischung gebrauche man als Einspritzungsmittel, und wenn nöthig, so wiederhole dasselbe in etwa 25 bis 30 Minuten. Man wiederhole das Klystier so oft als es zur regelmäßigen Stuhlgangöffnung nöthig ist. Ist ein Abführmittel nothwendig, so gebe folgendes:Pulverisirter Rhabarber4Unzen.Doppeltkohlensaures Kali (Bi-carbonate of potassa)2„Mische dieses und gebe eine kleine Dosis (1 Theelöffel voll) dreimal täglich.Allöopathisch.Das folgende ist ein sehr angenehmes Mittel zur Erhaltung der Stuhlgangöffnung: Koche 1 Unze Senna-Extrakt in ein Pint Wasser zwei Stunden lang. Sodann seihe die Flüssigkeit, füge ein Pfund Pflaumen und eine Handvoll Stückzucker bei, bringe das ganze in eine Pfanne und lasse es kochen, bis die Pflaumen gut gekocht und weich sind. Esse täglich sechs oder acht Pflaumen.Das folgende wird sehr gute Dienste leisten:Schwefelsaure Magnesia (Sulphate of magnesia)1½Unzen.Zusammengesetzter Rosenaufguß5„Zimmetwasser1Unze.Mische dieses. Dosis: zwei Eßlöffel voll dreimal täglich.Oder:Zusammengesetzter Coloquinthen-Extrakt (Compound ext. of colocynth)2Skrupel.Bilsenkraut-Extrakt (Extract of Henbane)1„Mische dieses, bereite 12 Pillen daraus und nehme eine Pille Morgens und Abends.Homöopathisch.Nehme eine DosisNux Vomicajeden Abend und Morgen. Dieses Heilmittel mag abwechselnd mitOpiumgegeben werden, wennNux Vomicanicht die gewünschte Wirkung erzeugt. Sind diese beiden Mittel erfolglos und hat die Hartleibigkeit schon lange gewährt, so magLycopodiumoderSulphurverordnet werden. Hat die Patientin Schmerzen im Unterleib so wirdBryoniaundIgnatiaoft gut wirken.Siehe „Hartleibigkeit,“ 12. Kapitel, erster Theil.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur.Ein aus folgenden Substanzen bereitetes Einspritzmittel wird gut wirken: Bereite einen aus drei Theilen Wasserdost (Boneset) und zwei Theilen Senna bestehenden Aufguß. Zu einem Pint und einem halben dieses Aufgusses füge ein halbes Weinglas voll Castoröl. Die Hälfte dieser Mischung gebrauche man als Einspritzungsmittel, und wenn nöthig, so wiederhole dasselbe in etwa 25 bis 30 Minuten. Man wiederhole das Klystier so oft als es zur regelmäßigen Stuhlgangöffnung nöthig ist. Ist ein Abführmittel nothwendig, so gebe folgendes:

Mische dieses und gebe eine kleine Dosis (1 Theelöffel voll) dreimal täglich.

Allöopathisch.Das folgende ist ein sehr angenehmes Mittel zur Erhaltung der Stuhlgangöffnung: Koche 1 Unze Senna-Extrakt in ein Pint Wasser zwei Stunden lang. Sodann seihe die Flüssigkeit, füge ein Pfund Pflaumen und eine Handvoll Stückzucker bei, bringe das ganze in eine Pfanne und lasse es kochen, bis die Pflaumen gut gekocht und weich sind. Esse täglich sechs oder acht Pflaumen.

Das folgende wird sehr gute Dienste leisten:

Mische dieses. Dosis: zwei Eßlöffel voll dreimal täglich.

Oder:

Mische dieses, bereite 12 Pillen daraus und nehme eine Pille Morgens und Abends.

Homöopathisch.Nehme eine DosisNux Vomicajeden Abend und Morgen. Dieses Heilmittel mag abwechselnd mitOpiumgegeben werden, wennNux Vomicanicht die gewünschte Wirkung erzeugt. Sind diese beiden Mittel erfolglos und hat die Hartleibigkeit schon lange gewährt, so magLycopodiumoderSulphurverordnet werden. Hat die Patientin Schmerzen im Unterleib so wirdBryoniaundIgnatiaoft gut wirken.

Siehe „Hartleibigkeit,“ 12. Kapitel, erster Theil.

wird weniger häufig gefunden als Verstopfung, ist aber bei weitem gefährlicher, da sie ungemein schwächt, wenn sie nicht rechtzeitig eingehalten wird. Zuweilen ist es nur ein lockerer Stuhlgang, bei dem die Bewegungen häufiger als gewöhnlich gefühlt werden, allein derAppetit bleibt gut und der allgemeine Gesundheitszustand wird dadurch nicht berührt. In solchen Fällen kann durch eine einfache Regelung der Kost abgeholfen werden. Jene Diarrhöe, welche zu fürchten ist, ist die, bei welchen die Entleerungen dunkel gefärbt, schwarzgelb und höchst widrig sind; der Athem ist verdorben und der Geschmack unangenehm, bei wenig oder gar keinem Appetit.

Behandlung.Allgemeine.Die Kost sollte sorgfältig geregelt werden und mag bestehen in Gerstenwasser, Gummi Arabicum-Wasser, Pfeilwurz (Arrow root), Sago, Tapioca, Isländischem oder Irischem Moose, Zwieback- (Toast) Wasser, gekochten Reis mit pulverisirtem Zimmet schmackhaft gemacht.Allöopathisch.Folgendes mag mit gutem Erfolg angewendet werden:Kreidemischung (Chalk mixture)5½Unzen.Zusammengesetzte Kardamon-Tinktur (Compound tinct. of Cardamons)3Drachmen.Katechu-Tinktur (Tincture of Catechu)3„Laudanum20Tropfen.Mische es. Dosis: alle 4 Stunden zwei oder drei Eßlöffel voll.Folgende Salbe möge vermittelst warmen Flanells über den Magen und die Eingeweide gebracht werden:Seifensalbe (Soap liniment)6Drachmen.Zusammengesetzte Kamphersalbe (Compound camphor liniment)6„Laudanum4„Mische es.Homöopathisch.Chamomilla.— Gegen heftige Kolik, gelblichem oder grünlichem Stuhl, oder ausgeschlagenen Eiern ähnelnd, Kollern in den Eingeweiden.Pulsatilla.— Wenn die Stühle wässerig oder grünlich sind und Kolik mit schleimigem, bitterem Geschmack im Munde, Uebelkeit und Erbrechen vorhergeht.Dulcamara.— Bei Diarrhöe in Folge von Erkältung, schlimmer des Nachts.Nux Vomica.— Häufige Entleerungen, aber spärlich mit starkem, drängendem und nach unten ziehendem Schmerz im After.Eclectische und Kräuterkur.Folgendes wird gut gefunden werden:Zusammengesetzter Syrup von Rhabarber und Potasche (Compound syrup of rhubarb and potassa)4Unzen.Pfeffermünz-Essenz (Essence of peppermint)1½Drachmen.Paregoricum (Paregoric)4„Mische es. Dosis: alle Stunden einen Eßlöffel voll, bis sich das Aussehen des Stuhles ändert und dann alle 2, 3 oder 4 Stunden.Ist Schmerz und Kneipen vorhanden, möge eine Einspritzung, bestehend aus zwei Eßlöffel voll Castoröl, Molasses und Wasser, von jedem einen Theetassenkopfvoll, und 20 bis 60 Tropfen Laudanum angewendet werden. Mische und wiederhole es so oft als erforderlich.Siehe den Abschnitt überDiarrhöe, Kapitel 12.

Behandlung.

Allgemeine.Die Kost sollte sorgfältig geregelt werden und mag bestehen in Gerstenwasser, Gummi Arabicum-Wasser, Pfeilwurz (Arrow root), Sago, Tapioca, Isländischem oder Irischem Moose, Zwieback- (Toast) Wasser, gekochten Reis mit pulverisirtem Zimmet schmackhaft gemacht.

Allöopathisch.Folgendes mag mit gutem Erfolg angewendet werden:

Mische es. Dosis: alle 4 Stunden zwei oder drei Eßlöffel voll.

Folgende Salbe möge vermittelst warmen Flanells über den Magen und die Eingeweide gebracht werden:

Mische es.

Homöopathisch.Chamomilla.— Gegen heftige Kolik, gelblichem oder grünlichem Stuhl, oder ausgeschlagenen Eiern ähnelnd, Kollern in den Eingeweiden.

Pulsatilla.— Wenn die Stühle wässerig oder grünlich sind und Kolik mit schleimigem, bitterem Geschmack im Munde, Uebelkeit und Erbrechen vorhergeht.

Dulcamara.— Bei Diarrhöe in Folge von Erkältung, schlimmer des Nachts.

Nux Vomica.— Häufige Entleerungen, aber spärlich mit starkem, drängendem und nach unten ziehendem Schmerz im After.

Eclectische und Kräuterkur.Folgendes wird gut gefunden werden:

Mische es. Dosis: alle Stunden einen Eßlöffel voll, bis sich das Aussehen des Stuhles ändert und dann alle 2, 3 oder 4 Stunden.

Ist Schmerz und Kneipen vorhanden, möge eine Einspritzung, bestehend aus zwei Eßlöffel voll Castoröl, Molasses und Wasser, von jedem einen Theetassenkopfvoll, und 20 bis 60 Tropfen Laudanum angewendet werden. Mische und wiederhole es so oft als erforderlich.

Siehe den Abschnitt überDiarrhöe, Kapitel 12.

Wegen dessen Behandlung suche man das 9. Kapitel auf.

tritt häufig ein und ist ein sehr lästiges Leiden.

Homöopathisch.Mercurius— ist das Hauptmittel, wenn nichtMercuriusdie Ursache des Leidens ist; auchLachesis,Acidum nitri,Hepar Sulphuris,Pulsatilla.Von dem gewählten Mittel nimm jeden Abend eine Dosis (6 Kügelchen), bis Besserung eintritt.

Homöopathisch.Mercurius— ist das Hauptmittel, wenn nichtMercuriusdie Ursache des Leidens ist; auchLachesis,Acidum nitri,Hepar Sulphuris,Pulsatilla.

Von dem gewählten Mittel nimm jeden Abend eine Dosis (6 Kügelchen), bis Besserung eintritt.

Ein häufiges und belästigendes Symptom, gegen das Magnesia, Kreide oder Pfirsichkörner angewendet werden mögen.

Eclectische und Kräuterkur.Der zusammengesetzte Syrup von Rhabarber (Rhubarb) und Potasche (Potassa) wird sehr zuträglich gefunden werden.Homöopathisch.Nux VomicaundPulsatillasind die Hauptmittel. Sie mögen entweder allein oder abwechselnd gegeben werden. Zuweilen wird ein Stück gezuckerte Citrone im Mund gehalten, oder ein TropfenAcidum Sulphuricumin einem Glas voll Wasser Linderung verschaffen.

Eclectische und Kräuterkur.Der zusammengesetzte Syrup von Rhabarber (Rhubarb) und Potasche (Potassa) wird sehr zuträglich gefunden werden.

Homöopathisch.Nux VomicaundPulsatillasind die Hauptmittel. Sie mögen entweder allein oder abwechselnd gegeben werden. Zuweilen wird ein Stück gezuckerte Citrone im Mund gehalten, oder ein TropfenAcidum Sulphuricumin einem Glas voll Wasser Linderung verschaffen.

Das weibliche Geschlecht wird während der Schwangerschaft häufig von Gemütsbewegungen und hysterischen Anfällen heimgesucht.

Behandlung.Eclectische und Kräuterkur.Siehe die Behandlung derHysteriein Kapitel 3, erster Theil.Homöopathisch.Die Kranke sollte in die frische Luft gebracht und das Gesicht mit kaltem Wasser besprengt werden; Ammoniak halte man unter die Nase. Ist der Anfall vorüber, so gebe man eine DosisCoffeaoderChamomilla. Rührt der Anfall von gestörter Verdauung her, so gebe manNux VomicaoderPulsatilla. Ist Aerger die Ursache:Chamomilla.Verordnung der Heilmittel.Man gebe 6 Kügelchen auf eine Dosis und wiederhole diese alle 2, 3 oder 4 Stunden.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur.Siehe die Behandlung derHysteriein Kapitel 3, erster Theil.

Homöopathisch.Die Kranke sollte in die frische Luft gebracht und das Gesicht mit kaltem Wasser besprengt werden; Ammoniak halte man unter die Nase. Ist der Anfall vorüber, so gebe man eine DosisCoffeaoderChamomilla. Rührt der Anfall von gestörter Verdauung her, so gebe manNux VomicaoderPulsatilla. Ist Aerger die Ursache:Chamomilla.

Verordnung der Heilmittel.Man gebe 6 Kügelchen auf eine Dosis und wiederhole diese alle 2, 3 oder 4 Stunden.

Dies mag besonders für zarte Frauen sehr quälend werden.

Behandlung.Eclectische und Kräuterkur.Folgendes mag mit gutem Erfolg angewendet werden:Schlangenwurzel-Tinktur (Tincture of black cohosh)2Unzen.Schildkraut-Tinktur (Tincture of skull cap)2„Mische es. Dosis: Zwei- oder dreimal des Tages einen Theelöffel voll.Allöopathisch.Zuweilen mögen stärkende Mittel wie das folgende gegeben werden:Salzsaure Eisen-Tinktur (Muriated tinct. of iron)1Unze.Orangenschalen-Syrup1„Rosenwasser6Unzen.Mische es. Einen Theelöffel voll in einem Bierglas voll Wasser nach jeder Mahlzeit.Homöopathisch.Wenn in Folge von Aerger:Chamomilla; in Folge von Furcht:Veratrum; in Folge von Freude:Coffea; in Folge von plötzlichem Schreck:Opium.Bei nervösen Personen:Ignatia,Coffea,Chamomilla.Andere Mittel sind:Belladonna,Nux Moshata,Pulsatilla.Verordnung der Heilmittel.Löse von dem gewählten Heilmittel 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf und nimm alle Stunde, auch öfter, wenn es die Strenge des Falles erfordert, einen Theelöffel voll.Eclectische und Kräuterkur.Ein Theelöffel voll Castoröl-Tinktur (Tincture of castor oil) oder Stinkasant (Asafœtida) und zusammengesetztem Lavendel-Spiritus (Spirits of lavender) mit ein wenig Wasser wird selten verfehlen, zu lindern.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur.Folgendes mag mit gutem Erfolg angewendet werden:

Mische es. Dosis: Zwei- oder dreimal des Tages einen Theelöffel voll.

Allöopathisch.Zuweilen mögen stärkende Mittel wie das folgende gegeben werden:

Mische es. Einen Theelöffel voll in einem Bierglas voll Wasser nach jeder Mahlzeit.

Homöopathisch.Wenn in Folge von Aerger:Chamomilla; in Folge von Furcht:Veratrum; in Folge von Freude:Coffea; in Folge von plötzlichem Schreck:Opium.

Bei nervösen Personen:Ignatia,Coffea,Chamomilla.

Andere Mittel sind:Belladonna,Nux Moshata,Pulsatilla.

Verordnung der Heilmittel.Löse von dem gewählten Heilmittel 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf und nimm alle Stunde, auch öfter, wenn es die Strenge des Falles erfordert, einen Theelöffel voll.

Eclectische und Kräuterkur.Ein Theelöffel voll Castoröl-Tinktur (Tincture of castor oil) oder Stinkasant (Asafœtida) und zusammengesetztem Lavendel-Spiritus (Spirits of lavender) mit ein wenig Wasser wird selten verfehlen, zu lindern.

ist etwas Gewöhnliches bei Schwangeren und eine beträchtliche nervöse Reizbarkeit ist in der Regel vorhanden.

Behandlung.Homöopathisch.Mittel dagegen sind:Aconitum,Belladonna,Nux Vomica,Opium,Pulsatilla,Platina.Bei Schlaflosigkeit:Coffea,Ignatia,Nux Vomica,Hyosciamus,Opium.Bei Schlafsucht:Opium,Pulsatilla,Nux Vomica,Crocus.Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel löse 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser und nimm alle halbe, ganze, zwei oder drei Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll.Eclectische und Kräuterkur.Ein Aufguß von Schildkraut (Skull cap), oder Baldrian (Valerian) mag mit gutem Erfolg angewendet werden.Auch die folgenden Pillen werden wohlthuend wirken:Schwefelsaures Chinin (Sulphate of quinine)6Grane.Belladonna-Extrakt (Extract of Belladonna)1½„Schlangenwurzel-Alcohol-Extrakt (Alcoholic extract of black cohosh)18„Mische es und mache 12 Pillen daraus. Dosis: Dreimal des Tages eine Pille.Allöopathisch.Gebrauche folgendes:Schwefelsaures Morphium (Sulphate of morphine)2Grane.Potaschen-Cyanit (Cyanide of potassium)4„Baldrian-Extrakt (Extract of valerian)4„Mache 24 Pillen daraus. Dosis: Dreimal des Tages eine Pille.Oder auch:Chloroform2Unzen.Zusammengesetzter Schwefeläther (Compound sulphuric ether)2„Laudanum2„Cayennepfeffer-Tinktur (Tincture of cayenne)1½„Verdünnte Hydrociansäure (Hydrocianic acid, diluted)½Unze.Mische es. Dosis: Alle drei Stunden einen Theelöffel voll, bis wirklicher Erfolg wahrgenommen wird.

Behandlung.

Homöopathisch.Mittel dagegen sind:Aconitum,Belladonna,Nux Vomica,Opium,Pulsatilla,Platina.

Bei Schlaflosigkeit:Coffea,Ignatia,Nux Vomica,Hyosciamus,Opium.

Bei Schlafsucht:Opium,Pulsatilla,Nux Vomica,Crocus.

Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel löse 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser und nimm alle halbe, ganze, zwei oder drei Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll.

Eclectische und Kräuterkur.Ein Aufguß von Schildkraut (Skull cap), oder Baldrian (Valerian) mag mit gutem Erfolg angewendet werden.

Auch die folgenden Pillen werden wohlthuend wirken:

Mische es und mache 12 Pillen daraus. Dosis: Dreimal des Tages eine Pille.

Allöopathisch.Gebrauche folgendes:

Mache 24 Pillen daraus. Dosis: Dreimal des Tages eine Pille.

Oder auch:

Mische es. Dosis: Alle drei Stunden einen Theelöffel voll, bis wirklicher Erfolg wahrgenommen wird.

kann zuweilen recht beschwerlich werden.

Behandlung.Eclectische und Kräuterkur.Je zwei Theile von der Tinktur von Schildkraut (Skull cap) und Hopfenmehl (Lupuline) mit einem Theil Bilsenkraut-Tinktur (Tincture of hyosciamus) mag in Dosen von einem Theelöffel voll gegeben werden, wenn immer der Husten lästig wird.Allöopathisch.Folgendes kann mit Erfolg genommen werden:Blausäure (Hydrocyanic acid)6Minims.Bilsenkraut-Tinktur (Tincture of henbane)60„Mandelkühltrank (Almond emulsion)6Unzen.Mische es. Dosis: Zwei Eßlöffel voll dreimal des Tages.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur.Je zwei Theile von der Tinktur von Schildkraut (Skull cap) und Hopfenmehl (Lupuline) mit einem Theil Bilsenkraut-Tinktur (Tincture of hyosciamus) mag in Dosen von einem Theelöffel voll gegeben werden, wenn immer der Husten lästig wird.

Allöopathisch.Folgendes kann mit Erfolg genommen werden:

Mische es. Dosis: Zwei Eßlöffel voll dreimal des Tages.

stellen sich häufig in den Waden, Hüften, Kreuz oder Unterleib ein und sind sehr lästig.


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