Die Liese.I.
„Ja, das ist mir im Kopf geblieben, es ist wahr, Du hast Recht, ich weiß nicht, warum es so ist, aber die Leut’, denen etwas passirt ist, die habe ich nie vergessen können. Es giebt noch eine ganze Menge Bekannter aus unserer Kinderzeit, sie haben geheirathet, oder sind ledig geblieben so wie ich, sie haben Kinder bekommen, haben Glück damit gehabt oder sie sind ihnen an Kinderkrankheiten schon weggestorben, wie das so geht, es ist ihnen nichts besonderes passirt. Einer oder der Andere hat sich sogar viel erwirthschaftet und könnt’ sich die „blaue Gans“, wenn sie noch dort stehen würde, kaufen. Dasselbe Haus, wo er früher in der kleinsten Kammer gewohnt hat!... Mein Gott, er hat halt tüchtig gearbeitet und die rechte Zeit benützt. Das kommt nicht oft vor, und denjenigen, denen es passirt, denen ist es zu vergönnen.“
„Also reich geworden sind auch einige von unsern alten Nachbarn?“ fragte ich die Liese, und sie erzählte dann in ihrer behäbigen nachdenklichen Weise fort. Zuweilen sprach sie wie ein Kind, so schlicht und unklardarüber, wie die Dinge entstanden sind und warum sich Eines oder das Andere so begeben hat, wie sie es schilderte, immer aber voll von feinem Empfinden und manchmal mit dem überraschend scharfen Blick, der einsamen Menschen und besonders einsamen Frauen eigen ist, die bei regem hellem Verstand wenig Gedankenaustausch haben. Die Liese sah und sah immer wieder nach dem hin, was einmal durch seine äußere Form überraschend auf sie gewirkt hatte; sie dachte ab und zu über diese Erscheinung und fragte sich endlich: Warum ist dies oder jenes hier nicht so wie bei allen Andern?... War sie bei dieser Frage angelangt, dann schaute sie noch genauer hin, und es war dies recht ungewöhnlich bei dem unbelehrten, abgeschlossenen Mädchen; das flüchtigste Lächeln, der verschleierte Wehlaut, eine von der gewöhnlichen Umgebung unbeachtete, unbedeutende Bewegung oder Handlung wurde für sie zum richtigen Schlüssel für das Wesen derjenigen, welche ihre Aufmerksamkeit erregt hatten. Sie lernte durch ihre Gedankeneinsamkeit tiefer empfinden, schärfer beobachten und schmuckloser reden wie die meisten Menschen, denen ich in jenen Lebenskreisen begegnet bin. Anfangs wunderte ich mich über ihre langsame, grübelnde Art, über ihrbohrendes Denken, ihr geistiges Festhalten an dem, was ihr als ungewöhnlich auffiel, bald aber fand ich den ihr selbst unbekannten Zug des Außergewöhnlichen in ihr selbst.
Liese ist heute vierunddreißig Jahre alt, also ein altes Mädchen, und wahrhaftig eine alte Jungfrau. Sie ist eigentlich sehr hübsch, trüge sie anstatt des grau- und schwarzgestreiften Kleides ein farbiges, und anstatt der langen glatten Blendenscheitel das aschblonde Haar aus der Stirn gestrichen. Lernte der volle Körper ein Mieder kennen, so wäre die Liese vielleicht sogar eine begehrenswerthe, weil beachtete Frauenerscheinung. So aber ging und geht das Mädchen unauffällig durch die Welt, und das Ungewöhnliche dabei ist, daß sie sich das Leben nie anders gewünscht hat. Keine Jugendschwärmerei, keine Alterversorgungs-Sehnsucht hat sie aus dem Geleise gebracht; sie sitzt am Stickrahmen ganz in derselben Weise wie ihre selige Ziehmutter, die Frau Huber, sie hinsitzen hieß, als sie ein Kind von zwölf Jahren war. Wäre die „blaue Gans“ nicht niedergerissen worden, so säße sie wohl noch an demselben Fenster, anstatt daß sie jetzt der Stelle gegenüber sitzt, in dem einzigen alten Hause, welches noch dort stehtund auch in seinem neuen Aufputz noch immer an die alte Zeit gemahnt.
Ich erinnere mich noch ganz genau des Tages, an welchem Frau Huber die Liese in die „blaue Gans“ brachte. Sie mochte damals ungefähr zehn Jahre zählen, ihre Mutter war gestorben, als sie zur Welt kam, und ihr Vater war damals gerade seit vier Wochen todt. „Zwei ältere Stiefschwestern, Kinder von der ersten Frau ihres Vaters, liegen auch bei den Eltern draußen, und so wär’ das Mädchen mutterseelenallein auf der Welt, wenn ich sie nicht genommen hätt’, wer weiß, was aus ihr geworden wär’, und wer weiß, was noch aus ihr wird, sie ist ein „Charfreitagskind“, mit solchen hat man selten Glück...“
So erzählte die Frau Huber meiner Mutter und den anderen Frauen, welche bei großen Fragen maßgebende Stimmen hatten in der „blauen Gans“.
„Mußt gut thun,“ mahnten Alle, und uns Kindern wurde gesagt: „Müßt freundlich sein, daß sie kein Heimweh kriegt, sie ist noch ärmer als Ihr Alle, sie hat nicht Vater noch Mutter.“
„Und was da Alles vorgefallen ist bei der Geburt von dem Mädel, ich sage Ihnen,“ flüsterte dieFrau Huber meiner Mutter zu. Wir spitzten die Ohren, aber... „die Kinder sollen im Vorhaus spielen,“ hieß es, und die ganze Schaar sammt der schwarzgekleideten Liese wurde aus der Thüre hinausgeschoben.
Als wir wieder hinein durften, sahen die Frauen alle nur die Liese an, und meine Mutter sagte nach einer Weile: „So Gott will, wird aus dem armen „Charfreitagkind“ doch ein tüchtiges Mädel, gelt?“
„Glück habe ich wenig gehabt mit solchen Kindern,“ erwiderte Frau Huber seufzend, und sie wußte ein Lied davon zu singen, denn sie war die gesuchteste „weise Frau“ der Vorstadt.
Von jenem Tage ab blieb die Liese in der „blauen Gans“, die Frau Huber wurde ihr eine gute und liebevolle Mutter, ließ sie von der geschicktesten Weißstickerin unterrichten, und so saß sie an ihren Rahmen, lernte sich ihr Brod verdienen und wurde auch richtig ein tüchtiges Mädel. Als die Frau Huber starb, hinterließ sie ihr bescheidenes Hab und Gut — ihre eigenen Söhne waren draußen in der Welt wohlhabende Leute geworden — dem Ziehkinde. Liese betrauerte sie wie ihr eigen Fleisch und Blut, sie arbeitete aber weiter wie ehedem, legte Groschen zuGroschen und blieb einsam und allein auf dem alten Flecke sitzen.
So fand ich sie fast unverändert nach Jahren wieder. Warum sie nicht geheirathet habe, erklärte sie mir dahin, daß nie ein Mann bei ihr angefragt hätte, daß ihr selbst keiner besonders gefiel, daß sie viele üble Ehen, viel Kindersorgen und Freudlosigkeit gesehen hätte, selbst bei reichen Leuten unter ihren Kunden, wie sei das nun erst unter Ihresgleichen, bei Leuten, die mit blutwenig oder gar nichts zu wirthschaften anfingen. Bei ihrer Arbeit, die gepflegte Hände erfordere, ginge es mit Waschen und Fegen, Flicken, Kochen und Kinderwarten nicht an, daß sie aber ihr Handwerk, welches sie nähre, aufgeben solle, um sich von einem Manne füttern zu lassen, das könne sie nicht begreifen; gut ist gut, sie lebe behaglich ohne Herrn und Ernährer. Die Selbständigkeit sei viel werth. „Wer nicht anders kann, dem muß man sein Recht lassen, wem es aber so besser zu Gesicht steht wie mir, der thut wohl,“ schloß sie mit ruhigem Lächeln ihre Erklärung.
Gegen solche Worte läßt sich nichts einwenden, und so leicht und einfach es klingt, so ist die Ausführung dieser simplen Grundsätze doch eine weitschwierigere, und das alte Mädchen mit dem schwarz- und graugestreiften Kleide hat weit mehr Verstand und Kraft dazu gebraucht, rüstig weiter zu leben und sich ein starkes ehrliches Herz zu erhalten, als es heute in seiner Einsamkeit und Gedankenabgeschlossenheit zu erkennen vermag.
Seit ich sie damals aufgesucht habe, begegnen wir uns im Jahre nur zweimal, und da im Theater, auf demselben Platze, wo wir als Kinder saßen... Zweimal im Jahre erlaubt sich die Liese, für ihr Geld zu weinen und zu lachen.
Am Allerseelentage wird auf allen Bühnen der Residenz ein gruseliges Rührstück gegeben, und diese erschütternde Geschichte sahen und sehen wir uns an der kleinsten Vorstadtbühne von der letzten Galerie herab alljährlich an. Wir sitzen da ganz am äußersten Ende der ersten Bank, nur durch die Mauer von dem Schnürboden getrennt. Wir hören dort Alles sehr gut, aber die Mimen müssen weit an die Lampen vor und sehr inbrünstig zu den Soffiten emporjammern, wenn wir sie von Angesicht sehen sollen, doch die Liese kann die ganze Komödie auswendig und ist gewöhnt daran, sich auf diesem Platze ungestört auszuweinen. Ich glaube sie hat dieses rührende Stückeigentlich noch nie vollständig gesehen, und da sie an dem Herkömmlichen fest hält, wird sie es wohl auch kaum jemals sehen.
Der zweite Theaterabend, an welchem wir uns, so wie an dem ersten, um fünf Uhr Nachmittags bei dem Hinterthürchen in der Seitengasse treffen, ist der Fastnacht-Montag. Der alte Mann, welcher ein halbes Dutzend einflußreicher Stellungen an jenem Theater einnimmt, läßt uns durch die kleine Thüre in einen finsteren Gang ein, dort drücken wir ihm ehrlich unser Eintrittsgeld und noch eine Kleinigkeit darüber in die Hand und klettern im Finstern den uns wohlbekannten Weg hinan. Wir und die Mäuse, die hin- und herhuschen, sind die einzigen lebenden Wesen im Zuschauerraum... Nur neben uns, auf dem Schnürboden, da rollt und knarrt und raspelt es, und auf der Bühne, die von ein paar Lampen matt beleuchtet ist, da schlürfen und traben die Theaterarbeiter herum, schleppen Versatzstücke herbei und reden nicht zu viel und nicht zu laut, es klingt alles so verdrießlich in dem wiederhallenden Saal. Der ganze Zuschauerraum ist grau eingehüllt, lange Tücher hängen nämlich von der Brüstung der letzten Galerie bis hinab zu den vornehmsten Plätzen.
Und in diesem großen leeren Raum, in dieser anheimelnden Dunkelheit saßen wir als Kinder erregt von ahnungsvollem freudigem Schauern, da sitzen wir jetzt und flüstern und haben das Gefühl, als könnten wir das, was wir reden, eigentlich doch nur hier reden.
Dieser Abend bringt aber auch Abwechslung, fast jedes Jahr wird eine andere Posse aufgeführt; und die Liese lacht, daß ihre vollen rothen Backen noch röther werden und ihre graublauen Augen sich mit Thränen füllen, sie lacht, daß die ganze Umgebung mit lacht. Denn nach und nach sind lauter alte Bekannte droben angekommen...
Die einst neben uns als Kinder saßen, sind jetzt ehrsame Kleinbürgerfrauen, Blumenmacherinnen, Handschuhnäherinnen, Stickerinnen, Waschfrauen, Kutscherfrauen, zumeist das, was ihr Mütter waren oder noch sind. Es ist eine lustige Schaar Menschen, welche noch herzlich lachen können. In den Zwischenakten aber, und wenn ich die Liese dann ein Stück heimwärts begleite, plaudern wir weiter von vergangenen Tagen, von unseren alten Bekannten und Nachbarn. Da werden gleichsam die Todten lebendig, und die Lebendigen schreiten an mir vorbei in ihrer jetzigen Kleidung und ihrem neuen Gehaben, denn die Liesehat die Begabung, mir die Menschen, von welchen wir reden, sichtbar zu machen...
Ahnte sie, welchen Diebstahl ich begehe, wenn ich oft mit ihren Worten die Geschichten unserer Nachbarn, Freunde und Feinde erzähle, sie würde große Augen machen und verdutzt schweigen. Sie weiß es aber nicht, für sie bin ich, was ich einst gewesen, als das will ich ihr wenigstens gelten, denn nur so bleibt sie, was sie mir ist, und in solchem Verkehr vermag ich sie festzuhalten bei der Schilderung irgend einer Person, welche sich ihrem Gedächtniß besonders eingeprägt hat, „weil ihr was passirt ist.“
„Stehen Dir die langen Nägel nicht im Weg’ bei einer feinen Stickerei?“ fragte sie, als ich sie das letztemal im Theater sah, ganz verwundert. Ich hatte im Eifer des Gespräches mich vergessen und meine grauen Zwirnhandschuhe abgestreift, die, wie ich mich noch erinnere, nebst einem braunen Merinokleid unsern höchsten Sonntagsputz ehemals ausmachten.
„Freilich, freilich!“ erwiderte ich verlegen, denn ich hatte plötzlich den Gedanken, die Liese sieht doch, daß die Handschuhe und das Kleid und die Art... heute doch nur Etwas wie eine Maskerade sind, wenn auch die Menschen, denen mein Aeußeres gleicht,mir lieb geblieben sind und bleiben werden mein lebelang.
„Ja, warum hast sie aber?“ meinte Liese und lächelte gelassen, ich merkte nun erst, daß sie nur meine Eitelkeit beachtet hatte... Sie drückte mit ihrer vollen weißen Hand den glatten Scheitel noch flacher an die Schläfe und sprach wieder; mit einmal aber sagte sie, ihre erste allgemeine Rede wieder aufnehmend:
„Ja, ja!... reich sind auch einige geworden von unsern alten Freunden und Bekannten... wie ich Dir schon früher erzählt hab’... aber weißt, die, die durch ihre Arbeit reich sind, die sind noch ganz so gegen Unsereinen, wie sie früher waren... wenn sie auch Zeit gehabt haben, dieweil was Rechtes zu lernen, und sich ihre Haare, weiß Gott, wie hergerichtet haben...“ sie schaute dabei fest auf den Kronleuchter, „manchmal Reden führen, die sich gescheidter anhören, als es Unsereins gewöhnt ist, lange Nägel... tragen... so wissen sie doch, was sich gehört und an was der Mensch alleweil denken soll.“
„Oho, Liese!“ dachte ich, stellte mich aber an, als verstände ich ihre Worte nur im Allgemeinen.
„Aber die Andern!... ich sag’ Dir, der Tischlerbub’, weißt, dem sein sparsamer Vater viel Geld hinterlassen hat, und der Kleinholzhändler von der schmalen Brücke, weißt noch? na Du! der hat den Haupttreffer gemacht. Heute hat er ihn gemacht, morgen hat er seinen Holzladen zugesperrt und übermorgen ist er zuerst mit einem Pferd, den nächsten Tag mit zwei und alle Tage mit einem mehr gefahren, bis er soviel Pferde vorgespannt gehabt hat, wie Tag’ in der Woche, weißt, und Alle durcheinander wie in einer Kunstreiterei, so ist er durch alle Gassen gefahren. Ein Paar Andere sitzen alleweil auf dem Altan vor dem Haus, das sie geerbt haben, alle zwei haben sie schon Gliederreißen, aber anschauen lassen sie sich doch draußen, wenn der Wind noch so stark geht. Ich muß immer lachen, wenn ich aus meiner warmen Kammer gerade hinüberschau auf die halberfrorenen neuen Hausherren. Solche Leut’ werden noch viel auszustehen haben von dem zufälligen Geld, ich mein’ der Hochmuthsteufel und die Angst, daß sie es wieder verlieren, läßt sie gar nicht ruhig schlafen. Vielleicht ist es anders. Ich denk’ mir ja allerhand, wenn der Tag lang ist; meine Arbeit braucht keine besonderen Gedanken mehr, meine Hand geht wie eine Maschine auf und ab, auf und ab, auf und ab! Dakann ich an Alles denken, was ich gehört und gesehen hab’ und noch hör... und seh!“...
Liese holte tief Athem, lauschte ein wenig mit geneigtem Kopfe nach dem Schnürboden zu, denn es war schon der letzte Zwischenakt, da hasteten die Arbeiter neben uns und es knarrte und ächzte in dem Gebälke noch lauter. Ohne mich anzublicken wandte sich Liese zu mir und seufzte leise, das war etwas seltenes bei ihr, und ich bemerkte nun auch, daß auf ihrem Gesichte eine Verzagtheit und Bekümmerniß lag, die ich von früher nicht kannte, und wenn sie bis jetzt auch breit und langsam wie immer gesprochen hatte, so klang doch etwas Fremdartiges, Besorgtes aus ihrer Rede. Sie schwieg noch eine Weile, aber ganz plötzlich, als hätte sich die alte Liese im Innersten zusammengenommen, wandte sie sich zu mir, nahm meine Hand aus meinem Schoße, drückte sie recht warm, streichelte leicht darüber hin, und dann sagte sie noch langsamer als sonst:
„An Dich denke ich auch öfter... fürcht’ mich, daß ein Allerseelentag kommen wird, wo Dir die Geschichte, die sie da unten spielen, zu dumm ist... und Du magst sie nimmer sehen...“
Auf der Bühne wurde es hinter dem Vorhangeschon lebendiger, ein leises Glockenzeichen rief die Schauspieler für den letzten Akt zusammen, die Liese stockte ein wenig und schaute hinab auf das langgezogene Apollogesicht, welches den Vorhang schmückt, dann drückte sie meine Hand kräftig und wisperte beinahe Wort um Wort:
„Seit ein paar Jahren fürcht’ ich das jedesmal... Ich hab’ Dich nicht gefragt... aber wenn Du doch kommst, dann freu ich mich... über... Dich... Ich bitt’ Dich, werd’ Du nicht anders... ich mein, für Dich ist es gerade so Recht...“
Der letzte Akt hatte eben angefangen, die Liese schaute schnell auf die Bühne hinab und sprach kein Wort weiter. Sie nahm auch das Gespräch nicht wieder auf als ich sie heimbegleitete, als wir durch die alten Straßen gingen, Hand in Hand, wie in vergangenen Tagen. Diesmal lief ich bis an ihr Hausthor mit, und „Uebers Jahr!“ sagte sie lustig, als wir Abschied nahmen...
Uebers Jahr!... Der Allerseelentag kommt nun bald, und ich werde die Liese wiedersehen. Was sie aber sagen würde, wenn es einmal zu Weihnacht an ihre Thüre pochen thäte, wenn sie aufmachte und der Briefträger würde ihr ein Büchlein hineinreichen, inwelchem zuerst ihre eigene Geschichte gedruckt zu lesen wäre, und dann alle jene, welche sie mir so frisch und lebendig wiedererzählt hat, daß ich sie beinahe ganz so niedergeschrieben habe, die Geschichten jener unserer Nachbarn, „denen etwas passirt ist“.