1Pili, eine Art Canarium.2Scheidnagel (S. 58) sagt treffend: Obwohl man sich sehr viel Mühe gemacht, sie zu dem Lichte des Christenthums heranzuziehen, so hat man doch nach meinem schlichten Verstande sehr wenig für die Pflege der wahren Moral gethan.3Der Patianac scheint überhaupt vor allem Nackten seine Macht zu verlieren. Er ist jener Spukgeist, der den Reisenden vom rechten Wege abbringt und ihn sich verirren lässt. Geschieht diess den Tagalen, so ziehen sie sich nackt aus und strecken die entblössten Genitalien gegen den Wind, worauf der Patianac seine Kraft einbüsst (Mas, l. c.).4Barangay ist der Name einer in der Zeit der Conquista gebräuchlichen Schiffsgattung.5Bei dem Missbrauch der auf den Philippinen mit dem Namen der Igorroten getrieben wird, ist es kein Wunder, wenn man hie und da von „igorrotes de Zambáles” liest, es sind diess eben unsere wilden Zambalen.6Auf den Philippinen ist das Tabaksmonopol eingeführt.7Diess scheint ihr ursprünglicher Name zu sein, denn P. Mozo sagt (Misiones, p. 62): „La primera nacion se llama Igolot, y corrompiendo letras, suelen llamarla Igorrota”. Auch Morga nennt sie „Ygolotes” (Morga-Stanley 284).8Nicht Hirsche wie Bastian (Reisen V, 272) erzählt.9Festlichkeiten rein privater Natur, welche mit ihren religiösen Anschauungen gar Nichts zu thun haben, werden Regnas genannt, wenn sie vom ganzen Dorfe gefeiert werden, sind sie aber nur von einer Familie veranstaltet, so heissen sie Bumaguil. Hier werden keine Asiteras beigezogen (Lillo 30).10Die Pungianen bei Pungian, die Quianganen bei Quiangan und die Silipanen bei Silipan.11Nach Mas, pobl. 27, Rohrstückchen.12Mas, pobl. 5 und 12. Buzeta I, 54. Ilustracion 1860, 152.13Dass sie nicht feige sind, geht daraus hervor, dass Hügel 1834 unter der Garnison Manila’s auch einige Tinguianen bemerkte, wobei er die Notiz macht: „Für die Regimenter werden diese Männer vor allen anderen gesucht”. Heute ist diess nicht der Fall, da die Conscription eingeführt ist.14Diess und das Folgende nach Nr. 22 der Ilustracion 1860.15Aus dessen Namen „Adam” gemacht wurde (von den Mönchen).16Hauptwaffe der Apayaos.17Die Apayaos tragen denselben Lendenschurz wie die Igorroten.18Ausnahmsweise ist der Name dieses Gottes in deutscher Orthographie nach Semper’s Schreibweise wiedergegeben.19Deutsche Orthographie.20In Semper, Erdk. X, 265, wird nur von geraden Linien gesprochen, in den Skizzen, 55, auch von krummen.21Falsche Orthographie: Bicol.22Nach Buzeta I, 205, besitzen die Vicols ein eigenes Feldmaass, den Pisoson, gleich einer viereckigen Fläche von 100 cast. Brazas Länge und 50 Brazas Breite.23Es sind darunter die Piraten gemeint, welche von Sulu und Mindanao aus im XVI., XVII. und XVIII. Jahrhundert die Philippinen brandschatzten und um die Mitte des vorigen Jahrhunderts durch mehrere Jahrzehnte sich auf verschiedenen Punkten Mindoro’s festgesetzt hatten.24Man findet oft die falsche Schreibweise Bisayas oder Bisayer, mitunter auf älteren deutschen Karten auch Bissaier.25Wohl zu unterscheiden von der gleichnamigen Insel, welche nördlich von Mindanao liegt und gleichfalls von Visayern bewohnt wird.26Bellaco spanisch: Spitzbube.27Spanisch: Kälberbesitzer.28Spanisch: Etwas, was in einer Sache zwei Mal vorkommt oder enthalten ist.29Dasselbe gilt von dem Namen Mananapes.30Nur indirect benutzt.31Gerade kurz vor der Ankunft der Spanier hatten von Moslims bedrängte Bohol-Visayer ihre Insel verlassen und sich in Dapitan auf Nord-Mindanao festgesetzt.32Die häufigsten Krankheiten sind Syphilis, Elephantiasis, Dysenterie und Fieberkrankheiten. Masern-Epidemien sind nicht sehr häufig, sind aber, sobald sie auftreten, sehr verheerend.33Tänze, welche nur von einem Mädchen getanzt werden, heissen Panjalays; der Kriegstanz führt den Namen: Sayan oder Moro-Moro.
1Pili, eine Art Canarium.2Scheidnagel (S. 58) sagt treffend: Obwohl man sich sehr viel Mühe gemacht, sie zu dem Lichte des Christenthums heranzuziehen, so hat man doch nach meinem schlichten Verstande sehr wenig für die Pflege der wahren Moral gethan.3Der Patianac scheint überhaupt vor allem Nackten seine Macht zu verlieren. Er ist jener Spukgeist, der den Reisenden vom rechten Wege abbringt und ihn sich verirren lässt. Geschieht diess den Tagalen, so ziehen sie sich nackt aus und strecken die entblössten Genitalien gegen den Wind, worauf der Patianac seine Kraft einbüsst (Mas, l. c.).4Barangay ist der Name einer in der Zeit der Conquista gebräuchlichen Schiffsgattung.5Bei dem Missbrauch der auf den Philippinen mit dem Namen der Igorroten getrieben wird, ist es kein Wunder, wenn man hie und da von „igorrotes de Zambáles” liest, es sind diess eben unsere wilden Zambalen.6Auf den Philippinen ist das Tabaksmonopol eingeführt.7Diess scheint ihr ursprünglicher Name zu sein, denn P. Mozo sagt (Misiones, p. 62): „La primera nacion se llama Igolot, y corrompiendo letras, suelen llamarla Igorrota”. Auch Morga nennt sie „Ygolotes” (Morga-Stanley 284).8Nicht Hirsche wie Bastian (Reisen V, 272) erzählt.9Festlichkeiten rein privater Natur, welche mit ihren religiösen Anschauungen gar Nichts zu thun haben, werden Regnas genannt, wenn sie vom ganzen Dorfe gefeiert werden, sind sie aber nur von einer Familie veranstaltet, so heissen sie Bumaguil. Hier werden keine Asiteras beigezogen (Lillo 30).10Die Pungianen bei Pungian, die Quianganen bei Quiangan und die Silipanen bei Silipan.11Nach Mas, pobl. 27, Rohrstückchen.12Mas, pobl. 5 und 12. Buzeta I, 54. Ilustracion 1860, 152.13Dass sie nicht feige sind, geht daraus hervor, dass Hügel 1834 unter der Garnison Manila’s auch einige Tinguianen bemerkte, wobei er die Notiz macht: „Für die Regimenter werden diese Männer vor allen anderen gesucht”. Heute ist diess nicht der Fall, da die Conscription eingeführt ist.14Diess und das Folgende nach Nr. 22 der Ilustracion 1860.15Aus dessen Namen „Adam” gemacht wurde (von den Mönchen).16Hauptwaffe der Apayaos.17Die Apayaos tragen denselben Lendenschurz wie die Igorroten.18Ausnahmsweise ist der Name dieses Gottes in deutscher Orthographie nach Semper’s Schreibweise wiedergegeben.19Deutsche Orthographie.20In Semper, Erdk. X, 265, wird nur von geraden Linien gesprochen, in den Skizzen, 55, auch von krummen.21Falsche Orthographie: Bicol.22Nach Buzeta I, 205, besitzen die Vicols ein eigenes Feldmaass, den Pisoson, gleich einer viereckigen Fläche von 100 cast. Brazas Länge und 50 Brazas Breite.23Es sind darunter die Piraten gemeint, welche von Sulu und Mindanao aus im XVI., XVII. und XVIII. Jahrhundert die Philippinen brandschatzten und um die Mitte des vorigen Jahrhunderts durch mehrere Jahrzehnte sich auf verschiedenen Punkten Mindoro’s festgesetzt hatten.24Man findet oft die falsche Schreibweise Bisayas oder Bisayer, mitunter auf älteren deutschen Karten auch Bissaier.25Wohl zu unterscheiden von der gleichnamigen Insel, welche nördlich von Mindanao liegt und gleichfalls von Visayern bewohnt wird.26Bellaco spanisch: Spitzbube.27Spanisch: Kälberbesitzer.28Spanisch: Etwas, was in einer Sache zwei Mal vorkommt oder enthalten ist.29Dasselbe gilt von dem Namen Mananapes.30Nur indirect benutzt.31Gerade kurz vor der Ankunft der Spanier hatten von Moslims bedrängte Bohol-Visayer ihre Insel verlassen und sich in Dapitan auf Nord-Mindanao festgesetzt.32Die häufigsten Krankheiten sind Syphilis, Elephantiasis, Dysenterie und Fieberkrankheiten. Masern-Epidemien sind nicht sehr häufig, sind aber, sobald sie auftreten, sehr verheerend.33Tänze, welche nur von einem Mädchen getanzt werden, heissen Panjalays; der Kriegstanz führt den Namen: Sayan oder Moro-Moro.
1Pili, eine Art Canarium.2Scheidnagel (S. 58) sagt treffend: Obwohl man sich sehr viel Mühe gemacht, sie zu dem Lichte des Christenthums heranzuziehen, so hat man doch nach meinem schlichten Verstande sehr wenig für die Pflege der wahren Moral gethan.3Der Patianac scheint überhaupt vor allem Nackten seine Macht zu verlieren. Er ist jener Spukgeist, der den Reisenden vom rechten Wege abbringt und ihn sich verirren lässt. Geschieht diess den Tagalen, so ziehen sie sich nackt aus und strecken die entblössten Genitalien gegen den Wind, worauf der Patianac seine Kraft einbüsst (Mas, l. c.).4Barangay ist der Name einer in der Zeit der Conquista gebräuchlichen Schiffsgattung.5Bei dem Missbrauch der auf den Philippinen mit dem Namen der Igorroten getrieben wird, ist es kein Wunder, wenn man hie und da von „igorrotes de Zambáles” liest, es sind diess eben unsere wilden Zambalen.6Auf den Philippinen ist das Tabaksmonopol eingeführt.7Diess scheint ihr ursprünglicher Name zu sein, denn P. Mozo sagt (Misiones, p. 62): „La primera nacion se llama Igolot, y corrompiendo letras, suelen llamarla Igorrota”. Auch Morga nennt sie „Ygolotes” (Morga-Stanley 284).8Nicht Hirsche wie Bastian (Reisen V, 272) erzählt.9Festlichkeiten rein privater Natur, welche mit ihren religiösen Anschauungen gar Nichts zu thun haben, werden Regnas genannt, wenn sie vom ganzen Dorfe gefeiert werden, sind sie aber nur von einer Familie veranstaltet, so heissen sie Bumaguil. Hier werden keine Asiteras beigezogen (Lillo 30).10Die Pungianen bei Pungian, die Quianganen bei Quiangan und die Silipanen bei Silipan.11Nach Mas, pobl. 27, Rohrstückchen.12Mas, pobl. 5 und 12. Buzeta I, 54. Ilustracion 1860, 152.13Dass sie nicht feige sind, geht daraus hervor, dass Hügel 1834 unter der Garnison Manila’s auch einige Tinguianen bemerkte, wobei er die Notiz macht: „Für die Regimenter werden diese Männer vor allen anderen gesucht”. Heute ist diess nicht der Fall, da die Conscription eingeführt ist.14Diess und das Folgende nach Nr. 22 der Ilustracion 1860.15Aus dessen Namen „Adam” gemacht wurde (von den Mönchen).16Hauptwaffe der Apayaos.17Die Apayaos tragen denselben Lendenschurz wie die Igorroten.18Ausnahmsweise ist der Name dieses Gottes in deutscher Orthographie nach Semper’s Schreibweise wiedergegeben.19Deutsche Orthographie.20In Semper, Erdk. X, 265, wird nur von geraden Linien gesprochen, in den Skizzen, 55, auch von krummen.21Falsche Orthographie: Bicol.22Nach Buzeta I, 205, besitzen die Vicols ein eigenes Feldmaass, den Pisoson, gleich einer viereckigen Fläche von 100 cast. Brazas Länge und 50 Brazas Breite.23Es sind darunter die Piraten gemeint, welche von Sulu und Mindanao aus im XVI., XVII. und XVIII. Jahrhundert die Philippinen brandschatzten und um die Mitte des vorigen Jahrhunderts durch mehrere Jahrzehnte sich auf verschiedenen Punkten Mindoro’s festgesetzt hatten.24Man findet oft die falsche Schreibweise Bisayas oder Bisayer, mitunter auf älteren deutschen Karten auch Bissaier.25Wohl zu unterscheiden von der gleichnamigen Insel, welche nördlich von Mindanao liegt und gleichfalls von Visayern bewohnt wird.26Bellaco spanisch: Spitzbube.27Spanisch: Kälberbesitzer.28Spanisch: Etwas, was in einer Sache zwei Mal vorkommt oder enthalten ist.29Dasselbe gilt von dem Namen Mananapes.30Nur indirect benutzt.31Gerade kurz vor der Ankunft der Spanier hatten von Moslims bedrängte Bohol-Visayer ihre Insel verlassen und sich in Dapitan auf Nord-Mindanao festgesetzt.32Die häufigsten Krankheiten sind Syphilis, Elephantiasis, Dysenterie und Fieberkrankheiten. Masern-Epidemien sind nicht sehr häufig, sind aber, sobald sie auftreten, sehr verheerend.33Tänze, welche nur von einem Mädchen getanzt werden, heissen Panjalays; der Kriegstanz führt den Namen: Sayan oder Moro-Moro.
1Pili, eine Art Canarium.
2Scheidnagel (S. 58) sagt treffend: Obwohl man sich sehr viel Mühe gemacht, sie zu dem Lichte des Christenthums heranzuziehen, so hat man doch nach meinem schlichten Verstande sehr wenig für die Pflege der wahren Moral gethan.
3Der Patianac scheint überhaupt vor allem Nackten seine Macht zu verlieren. Er ist jener Spukgeist, der den Reisenden vom rechten Wege abbringt und ihn sich verirren lässt. Geschieht diess den Tagalen, so ziehen sie sich nackt aus und strecken die entblössten Genitalien gegen den Wind, worauf der Patianac seine Kraft einbüsst (Mas, l. c.).
4Barangay ist der Name einer in der Zeit der Conquista gebräuchlichen Schiffsgattung.
5Bei dem Missbrauch der auf den Philippinen mit dem Namen der Igorroten getrieben wird, ist es kein Wunder, wenn man hie und da von „igorrotes de Zambáles” liest, es sind diess eben unsere wilden Zambalen.
6Auf den Philippinen ist das Tabaksmonopol eingeführt.
7Diess scheint ihr ursprünglicher Name zu sein, denn P. Mozo sagt (Misiones, p. 62): „La primera nacion se llama Igolot, y corrompiendo letras, suelen llamarla Igorrota”. Auch Morga nennt sie „Ygolotes” (Morga-Stanley 284).
8Nicht Hirsche wie Bastian (Reisen V, 272) erzählt.
9Festlichkeiten rein privater Natur, welche mit ihren religiösen Anschauungen gar Nichts zu thun haben, werden Regnas genannt, wenn sie vom ganzen Dorfe gefeiert werden, sind sie aber nur von einer Familie veranstaltet, so heissen sie Bumaguil. Hier werden keine Asiteras beigezogen (Lillo 30).
10Die Pungianen bei Pungian, die Quianganen bei Quiangan und die Silipanen bei Silipan.
11Nach Mas, pobl. 27, Rohrstückchen.
12Mas, pobl. 5 und 12. Buzeta I, 54. Ilustracion 1860, 152.
13Dass sie nicht feige sind, geht daraus hervor, dass Hügel 1834 unter der Garnison Manila’s auch einige Tinguianen bemerkte, wobei er die Notiz macht: „Für die Regimenter werden diese Männer vor allen anderen gesucht”. Heute ist diess nicht der Fall, da die Conscription eingeführt ist.
14Diess und das Folgende nach Nr. 22 der Ilustracion 1860.
15Aus dessen Namen „Adam” gemacht wurde (von den Mönchen).
16Hauptwaffe der Apayaos.
17Die Apayaos tragen denselben Lendenschurz wie die Igorroten.
18Ausnahmsweise ist der Name dieses Gottes in deutscher Orthographie nach Semper’s Schreibweise wiedergegeben.
19Deutsche Orthographie.
20In Semper, Erdk. X, 265, wird nur von geraden Linien gesprochen, in den Skizzen, 55, auch von krummen.
21Falsche Orthographie: Bicol.
22Nach Buzeta I, 205, besitzen die Vicols ein eigenes Feldmaass, den Pisoson, gleich einer viereckigen Fläche von 100 cast. Brazas Länge und 50 Brazas Breite.
23Es sind darunter die Piraten gemeint, welche von Sulu und Mindanao aus im XVI., XVII. und XVIII. Jahrhundert die Philippinen brandschatzten und um die Mitte des vorigen Jahrhunderts durch mehrere Jahrzehnte sich auf verschiedenen Punkten Mindoro’s festgesetzt hatten.
24Man findet oft die falsche Schreibweise Bisayas oder Bisayer, mitunter auf älteren deutschen Karten auch Bissaier.
25Wohl zu unterscheiden von der gleichnamigen Insel, welche nördlich von Mindanao liegt und gleichfalls von Visayern bewohnt wird.
26Bellaco spanisch: Spitzbube.
27Spanisch: Kälberbesitzer.
28Spanisch: Etwas, was in einer Sache zwei Mal vorkommt oder enthalten ist.
29Dasselbe gilt von dem Namen Mananapes.
30Nur indirect benutzt.
31Gerade kurz vor der Ankunft der Spanier hatten von Moslims bedrängte Bohol-Visayer ihre Insel verlassen und sich in Dapitan auf Nord-Mindanao festgesetzt.
32Die häufigsten Krankheiten sind Syphilis, Elephantiasis, Dysenterie und Fieberkrankheiten. Masern-Epidemien sind nicht sehr häufig, sind aber, sobald sie auftreten, sehr verheerend.
33Tänze, welche nur von einem Mädchen getanzt werden, heissen Panjalays; der Kriegstanz führt den Namen: Sayan oder Moro-Moro.