XI.ANONIMO TEDESCO

XI.ANONIMO TEDESCO(Ved. vol. II, pag.130).

(Ved. vol. II, pag.130).

Von einem pild ze Rôme daz den êprecherinnen die vinger ab peiz.

Virgilius die künste sinze Rôme an einem pild wol liez werden schîn,daz er germachet het mit sînen handen:swelhe frowe zerprach in êr,sô het daz pild die kraft, die kunst und ouch die lêr,daz ez sî prâcht vor männiclich ze schanden,vil manige frowe zwên vinger muost dem pild ze wandel geben,die legt im man in sînen munt,die peiz ez dan den valschen ab und macht si wunt,daz si dan fürbaz muostn in schanden leben.Nu hoert wie ez dar nâch ergienc,ein keiserin ze Rôm des pildes haz gefienc,wan si gedâcht wie si ez möcht zerstoeren,ir êr die hiet si gem zerprochn,sô forcht si niur daz pild liez ez nicht ungerochn,wie dem geschach, daz mugt ir gerne hoeren.die keiserin des nicht enliez, si prach ir wiplich êremit einem rîtter daz geschach:alsâ zehant man an dem keiser wachsen sachûz sînem houbt ein horn, daz muot in sêre.Der keiser fuor hin ûf dem mer,pî im sô wâren riter und knecht ein grôzez her,die liez er al daz wunder ane schouwen.er chlagt vil manigem man sin nôt:er sprach «und wolt ez Got, sô waere ich lieber tôt.ich fürcht die scham trag ich von mîner frouwen.»der keiser het vil wîser raet, mit den begunder sprechen.dô frâgt er einen wîsen man,er sprach «nu gib mir rât, wie sol ichz grîfen an,daz ich mich môcht an miner frowen rechen?»Der wîse man sprach wider in«waerlîchen, herre, ez dunket mich ein kluoger sin,wir sollen wider heim ze lande rîten.ich redez wol ân allen haz,doch solt ir iuch der maer ein teil erfaren paz.»der keiser sprach «ich wil niht langer piten.ich wil mîn frowen besprechen paz und frâgen umb die schulde.si hât unreht an mir getân,daz si einen andern hât zuo ir gelân:si hât verworcht ir êr und ouch mîn hulde.»Dem keiser stuont hin heim sîn gir.er sprach ze sîner frowen pald «nu sage mir,du hâst mich mit eim andern übergeben.ei du poese vâlentinn,daz horn an mînem houbt trag ich von dîner minn,daz gilt dir hiut din êr und ouch daz leben.»die frowe plict den keiser an, si gunde froelich lachen.si sprach «dâ für sô wil ich swernwol tûsent eide und wil michs mit dem rechten wern,daz ich kein schult gewan an disen sachen.»Der keiser sprach «daz muoz geschehenvor dem pilt, daz ez muoz menniclich an sehen,daz du ze schanden wirst vor alien frouwen.»die keiserin sprach «daz tuon ich gern,sît ir sîn an mir armen wîb nicht welt enpern,sô wil ich Got und sînen gnâden trouwen,wan ich der sach unschuldic pin. ich wil iu sweren rechte.sô fürcht ich dan daz pilde klein,daz recht wil ich volfüeren als ein frowe rein,daz sollen sehen die ritter und die knechte.Ê daz si für gerichte trat,ir hoeret wes die keiserin den keiser pat,einer pet si gund an ir begeren.si sprach «pescheid mir einen tac,daz ich die mînen friunt pî mir gehaben mac.der keiser sprach «des wil ich dich geweren,wan ûf den tac solt dû nâch dînen pesten friunden senden.»si kund der iren friunt enpern,und sant nâch einem ritter, wan den sach si gern.si sprach ze im «die sach helf mir volenden.»Nu hoert waz si den ritter lêrt,daz er sich pald in eines tôren wîs verkêrt,si sprach «geselle, lâ dichs niht verdriezen.swenn ich gê für gerichte her,sô wirf mich under dich, daz ist mîns herzen ger:mit dînen armen soltu mich umsliezen.smück mich ze dir, ein halsen, ein küssen daz soltu mir geben.villîcht vindich dann einen funt,dâ mit daz ich dem pilt versliuz den sinen munt,sô halt wir peide êr und unser leben.Der ritter tet swaz si in hiez.wie pald er im ein tôren platten scheren liez!tôren kleider liez er sich an snîden.er macht sich vor hin an die schar.dô er die edelen keiserin sach füeren dar,den iren zarten lip gunder niht miden,mit peiden armen ers umbfienc er gundes zuo im smücken.ein halsen, ein küssen was bereitder edelen keiserinne, daz was ir niht leitvil sleg und stoez der tôr dâ muost verdrücken.Dô si nu für gerihte gienc,in hoert, wie wislich ez die keiserin an fienc.ir rede liez si gên dem pilde schiezen.dô si ez zuo dem êrsten sach,ir hoeret, wie die frowe dem pilde dô verjach,dar mit begundes im der munt versliezen.si sprach «hie sint zwên einic man, dâ für wil ich niht sweren.die wil ich offenbar hie nenn,dâ dû si, pilt, und alle welt wol maht erkenn.»dâ mit begundes sich des pildes weren.«Nu hoer an, pild, und merk mich eben,ich stân alhie umb triwe umb êr und umb daz leben,daz du kein unreht laezest mir geschehen,daz mir kein man sô nâhent kam,wan niur der keiser und der leidic tôre sam,den ieder man hât hie pî mir gesehen.nu merk mich, pilt, waz ich dir sag: daz reht wil ich volfüren.»die finger legt sim in den munt.si sprach «nu, pilt, swer ich unreht, sô mach mich wunt.»das pilde stuont und torstes niender rüeren.Nu hoert wes ir die frowe gedâcht,dô si dem pilt die finger ûz dem munde prâht,si kêrt sich zuo dem keiser umb ze stunden.si sprach «sihstu, min lieber man,daz du mir armen frowen unreht hâst getân.schow an, mîn finger habent niender wunden.»der herre dô zer frowen sprach nâch keiserlîchen sitten«ich ab allez wol gesehen,für wâr, iu sol sîn fürbaz nimmer nôt geschehen:vergebt mir daz, dar umb wil ich iuch pitten.»Die frowe sprach «daz sî getân,ich will ez allez durch den Gotes willen lân,der mach mich mîner scham gar wol ergetzen,die ich al hie erliten habe.»alsâ zehant dem keiser spranc daz horen abe.er gund sîn frowen friuntlich zuo im setzen.der keiser zuo der frowen sprach «ir habt mit recht gewunnen.»dô si den eit aldâ geswuor,alsâ zehant daz pilt ze tûsent stücken fuor:ez peiz nicht mêr, der kunst was im zerunnen.

Virgilius die künste sinze Rôme an einem pild wol liez werden schîn,daz er germachet het mit sînen handen:swelhe frowe zerprach in êr,sô het daz pild die kraft, die kunst und ouch die lêr,daz ez sî prâcht vor männiclich ze schanden,vil manige frowe zwên vinger muost dem pild ze wandel geben,die legt im man in sînen munt,die peiz ez dan den valschen ab und macht si wunt,daz si dan fürbaz muostn in schanden leben.

Virgilius die künste sin

ze Rôme an einem pild wol liez werden schîn,

daz er germachet het mit sînen handen:

swelhe frowe zerprach in êr,

sô het daz pild die kraft, die kunst und ouch die lêr,

daz ez sî prâcht vor männiclich ze schanden,

vil manige frowe zwên vinger muost dem pild ze wandel geben,

die legt im man in sînen munt,

die peiz ez dan den valschen ab und macht si wunt,

daz si dan fürbaz muostn in schanden leben.

Nu hoert wie ez dar nâch ergienc,ein keiserin ze Rôm des pildes haz gefienc,wan si gedâcht wie si ez möcht zerstoeren,ir êr die hiet si gem zerprochn,sô forcht si niur daz pild liez ez nicht ungerochn,wie dem geschach, daz mugt ir gerne hoeren.die keiserin des nicht enliez, si prach ir wiplich êremit einem rîtter daz geschach:alsâ zehant man an dem keiser wachsen sachûz sînem houbt ein horn, daz muot in sêre.

Nu hoert wie ez dar nâch ergienc,

ein keiserin ze Rôm des pildes haz gefienc,

wan si gedâcht wie si ez möcht zerstoeren,

ir êr die hiet si gem zerprochn,

sô forcht si niur daz pild liez ez nicht ungerochn,

wie dem geschach, daz mugt ir gerne hoeren.

die keiserin des nicht enliez, si prach ir wiplich êre

mit einem rîtter daz geschach:

alsâ zehant man an dem keiser wachsen sach

ûz sînem houbt ein horn, daz muot in sêre.

Der keiser fuor hin ûf dem mer,pî im sô wâren riter und knecht ein grôzez her,die liez er al daz wunder ane schouwen.er chlagt vil manigem man sin nôt:er sprach «und wolt ez Got, sô waere ich lieber tôt.ich fürcht die scham trag ich von mîner frouwen.»der keiser het vil wîser raet, mit den begunder sprechen.dô frâgt er einen wîsen man,er sprach «nu gib mir rât, wie sol ichz grîfen an,daz ich mich môcht an miner frowen rechen?»

Der keiser fuor hin ûf dem mer,

pî im sô wâren riter und knecht ein grôzez her,

die liez er al daz wunder ane schouwen.

er chlagt vil manigem man sin nôt:

er sprach «und wolt ez Got, sô waere ich lieber tôt.

ich fürcht die scham trag ich von mîner frouwen.»

der keiser het vil wîser raet, mit den begunder sprechen.

dô frâgt er einen wîsen man,

er sprach «nu gib mir rât, wie sol ichz grîfen an,

daz ich mich môcht an miner frowen rechen?»

Der wîse man sprach wider in«waerlîchen, herre, ez dunket mich ein kluoger sin,wir sollen wider heim ze lande rîten.ich redez wol ân allen haz,doch solt ir iuch der maer ein teil erfaren paz.»der keiser sprach «ich wil niht langer piten.ich wil mîn frowen besprechen paz und frâgen umb die schulde.si hât unreht an mir getân,daz si einen andern hât zuo ir gelân:si hât verworcht ir êr und ouch mîn hulde.»

Der wîse man sprach wider in

«waerlîchen, herre, ez dunket mich ein kluoger sin,

wir sollen wider heim ze lande rîten.

ich redez wol ân allen haz,

doch solt ir iuch der maer ein teil erfaren paz.»

der keiser sprach «ich wil niht langer piten.

ich wil mîn frowen besprechen paz und frâgen umb die schulde.

si hât unreht an mir getân,

daz si einen andern hât zuo ir gelân:

si hât verworcht ir êr und ouch mîn hulde.»

Dem keiser stuont hin heim sîn gir.er sprach ze sîner frowen pald «nu sage mir,du hâst mich mit eim andern übergeben.ei du poese vâlentinn,daz horn an mînem houbt trag ich von dîner minn,daz gilt dir hiut din êr und ouch daz leben.»die frowe plict den keiser an, si gunde froelich lachen.si sprach «dâ für sô wil ich swernwol tûsent eide und wil michs mit dem rechten wern,daz ich kein schult gewan an disen sachen.»Der keiser sprach «daz muoz geschehenvor dem pilt, daz ez muoz menniclich an sehen,daz du ze schanden wirst vor alien frouwen.»die keiserin sprach «daz tuon ich gern,sît ir sîn an mir armen wîb nicht welt enpern,sô wil ich Got und sînen gnâden trouwen,wan ich der sach unschuldic pin. ich wil iu sweren rechte.sô fürcht ich dan daz pilde klein,daz recht wil ich volfüeren als ein frowe rein,daz sollen sehen die ritter und die knechte.

Dem keiser stuont hin heim sîn gir.

er sprach ze sîner frowen pald «nu sage mir,

du hâst mich mit eim andern übergeben.

ei du poese vâlentinn,

daz horn an mînem houbt trag ich von dîner minn,

daz gilt dir hiut din êr und ouch daz leben.»

die frowe plict den keiser an, si gunde froelich lachen.

si sprach «dâ für sô wil ich swern

wol tûsent eide und wil michs mit dem rechten wern,

daz ich kein schult gewan an disen sachen.»

Der keiser sprach «daz muoz geschehen

vor dem pilt, daz ez muoz menniclich an sehen,

daz du ze schanden wirst vor alien frouwen.»

die keiserin sprach «daz tuon ich gern,

sît ir sîn an mir armen wîb nicht welt enpern,

sô wil ich Got und sînen gnâden trouwen,

wan ich der sach unschuldic pin. ich wil iu sweren rechte.

sô fürcht ich dan daz pilde klein,

daz recht wil ich volfüeren als ein frowe rein,

daz sollen sehen die ritter und die knechte.

Ê daz si für gerichte trat,ir hoeret wes die keiserin den keiser pat,einer pet si gund an ir begeren.si sprach «pescheid mir einen tac,daz ich die mînen friunt pî mir gehaben mac.der keiser sprach «des wil ich dich geweren,wan ûf den tac solt dû nâch dînen pesten friunden senden.»si kund der iren friunt enpern,und sant nâch einem ritter, wan den sach si gern.si sprach ze im «die sach helf mir volenden.»

Ê daz si für gerichte trat,

ir hoeret wes die keiserin den keiser pat,

einer pet si gund an ir begeren.

si sprach «pescheid mir einen tac,

daz ich die mînen friunt pî mir gehaben mac.

der keiser sprach «des wil ich dich geweren,

wan ûf den tac solt dû nâch dînen pesten friunden senden.»

si kund der iren friunt enpern,

und sant nâch einem ritter, wan den sach si gern.

si sprach ze im «die sach helf mir volenden.»

Nu hoert waz si den ritter lêrt,daz er sich pald in eines tôren wîs verkêrt,si sprach «geselle, lâ dichs niht verdriezen.swenn ich gê für gerichte her,sô wirf mich under dich, daz ist mîns herzen ger:mit dînen armen soltu mich umsliezen.smück mich ze dir, ein halsen, ein küssen daz soltu mir geben.villîcht vindich dann einen funt,dâ mit daz ich dem pilt versliuz den sinen munt,sô halt wir peide êr und unser leben.

Nu hoert waz si den ritter lêrt,

daz er sich pald in eines tôren wîs verkêrt,

si sprach «geselle, lâ dichs niht verdriezen.

swenn ich gê für gerichte her,

sô wirf mich under dich, daz ist mîns herzen ger:

mit dînen armen soltu mich umsliezen.

smück mich ze dir, ein halsen, ein küssen daz soltu mir geben.

villîcht vindich dann einen funt,

dâ mit daz ich dem pilt versliuz den sinen munt,

sô halt wir peide êr und unser leben.

Der ritter tet swaz si in hiez.wie pald er im ein tôren platten scheren liez!tôren kleider liez er sich an snîden.er macht sich vor hin an die schar.dô er die edelen keiserin sach füeren dar,den iren zarten lip gunder niht miden,mit peiden armen ers umbfienc er gundes zuo im smücken.ein halsen, ein küssen was bereitder edelen keiserinne, daz was ir niht leitvil sleg und stoez der tôr dâ muost verdrücken.

Der ritter tet swaz si in hiez.

wie pald er im ein tôren platten scheren liez!

tôren kleider liez er sich an snîden.

er macht sich vor hin an die schar.

dô er die edelen keiserin sach füeren dar,

den iren zarten lip gunder niht miden,

mit peiden armen ers umbfienc er gundes zuo im smücken.

ein halsen, ein küssen was bereit

der edelen keiserinne, daz was ir niht leit

vil sleg und stoez der tôr dâ muost verdrücken.

Dô si nu für gerihte gienc,in hoert, wie wislich ez die keiserin an fienc.ir rede liez si gên dem pilde schiezen.dô si ez zuo dem êrsten sach,ir hoeret, wie die frowe dem pilde dô verjach,dar mit begundes im der munt versliezen.si sprach «hie sint zwên einic man, dâ für wil ich niht sweren.die wil ich offenbar hie nenn,dâ dû si, pilt, und alle welt wol maht erkenn.»dâ mit begundes sich des pildes weren.

Dô si nu für gerihte gienc,

in hoert, wie wislich ez die keiserin an fienc.

ir rede liez si gên dem pilde schiezen.

dô si ez zuo dem êrsten sach,

ir hoeret, wie die frowe dem pilde dô verjach,

dar mit begundes im der munt versliezen.

si sprach «hie sint zwên einic man, dâ für wil ich niht sweren.

die wil ich offenbar hie nenn,

dâ dû si, pilt, und alle welt wol maht erkenn.»

dâ mit begundes sich des pildes weren.

«Nu hoer an, pild, und merk mich eben,ich stân alhie umb triwe umb êr und umb daz leben,daz du kein unreht laezest mir geschehen,daz mir kein man sô nâhent kam,wan niur der keiser und der leidic tôre sam,den ieder man hât hie pî mir gesehen.nu merk mich, pilt, waz ich dir sag: daz reht wil ich volfüren.»die finger legt sim in den munt.si sprach «nu, pilt, swer ich unreht, sô mach mich wunt.»das pilde stuont und torstes niender rüeren.

«Nu hoer an, pild, und merk mich eben,

ich stân alhie umb triwe umb êr und umb daz leben,

daz du kein unreht laezest mir geschehen,

daz mir kein man sô nâhent kam,

wan niur der keiser und der leidic tôre sam,

den ieder man hât hie pî mir gesehen.

nu merk mich, pilt, waz ich dir sag: daz reht wil ich volfüren.»

die finger legt sim in den munt.

si sprach «nu, pilt, swer ich unreht, sô mach mich wunt.»

das pilde stuont und torstes niender rüeren.

Nu hoert wes ir die frowe gedâcht,dô si dem pilt die finger ûz dem munde prâht,si kêrt sich zuo dem keiser umb ze stunden.si sprach «sihstu, min lieber man,daz du mir armen frowen unreht hâst getân.schow an, mîn finger habent niender wunden.»der herre dô zer frowen sprach nâch keiserlîchen sitten«ich ab allez wol gesehen,für wâr, iu sol sîn fürbaz nimmer nôt geschehen:vergebt mir daz, dar umb wil ich iuch pitten.»Die frowe sprach «daz sî getân,ich will ez allez durch den Gotes willen lân,der mach mich mîner scham gar wol ergetzen,die ich al hie erliten habe.»alsâ zehant dem keiser spranc daz horen abe.er gund sîn frowen friuntlich zuo im setzen.der keiser zuo der frowen sprach «ir habt mit recht gewunnen.»dô si den eit aldâ geswuor,alsâ zehant daz pilt ze tûsent stücken fuor:ez peiz nicht mêr, der kunst was im zerunnen.

Nu hoert wes ir die frowe gedâcht,

dô si dem pilt die finger ûz dem munde prâht,

si kêrt sich zuo dem keiser umb ze stunden.

si sprach «sihstu, min lieber man,

daz du mir armen frowen unreht hâst getân.

schow an, mîn finger habent niender wunden.»

der herre dô zer frowen sprach nâch keiserlîchen sitten

«ich ab allez wol gesehen,

für wâr, iu sol sîn fürbaz nimmer nôt geschehen:

vergebt mir daz, dar umb wil ich iuch pitten.»

Die frowe sprach «daz sî getân,

ich will ez allez durch den Gotes willen lân,

der mach mich mîner scham gar wol ergetzen,

die ich al hie erliten habe.»

alsâ zehant dem keiser spranc daz horen abe.

er gund sîn frowen friuntlich zuo im setzen.

der keiser zuo der frowen sprach «ir habt mit recht gewunnen.»

dô si den eit aldâ geswuor,

alsâ zehant daz pilt ze tûsent stücken fuor:

ez peiz nicht mêr, der kunst was im zerunnen.


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