Der Vliesigel, das seltsamste Tier Neuguineas
Alte indische Weisheit lehrt, daß jeder Mensch sich irgendwo »dahinten«, im kosmisch-mystischen Storchteich, sein eigenes irdisches Leben freiwillig gewählt, erfunden und gedichtet habe.
All unsre unterschiedlichen und nicht immer ganz wohltuenden Abenteuer hier unten seien nur die Autosuggestionen eines Poeten, der eine Weile seine eigene Phantasie für Wahrheit nimmt – einzelnen Abenteuern gegenüber doch eine etwas unheimliche Vorstellung.
Inzwischen wäre es aber hübsch, wenn wir gelegentlich wirklich wählen dürften, wann und wo wir noch einmal wiederkommen wollen. Jeder würde da seine sehr speziellen Wünsche haben; ich aber weiß gewiß, daß ich unter den Zeiten und Orten der Vergangenheit mir keinen lieberen Fleck zum Wiedermiterleben wählen könnte als – Gondwanaland.
Zwei Dutzend Millionen Jahre vielleicht möchte ich meine Uhr zurückdrehen – nicht vordrehen, nicht in die gespenstische Zukunft hinein, sondern historisch dorthin, wo der Mensch selber noch als eine ferne Zukunftsüberraschung im Storchteich der Erdentwicklung schlief – und wissen, wie es eigentlich wirklich in Gondwanaland ausgesehen hat.
Gondwanaland ist ein verschollener, verklungener, zerfetzter, versunkener Erdteil der Urwelt, der aber dokumentarisch sehr viel besser beglaubigt ist als die angeblich noch von Menschen bewohnte sagenhafte Atlantis.
In einer sonst belanglosen Landschaft des heutigen Indien ist man wissenschaftlich zuerst auf seine Spur gekommen – daher der Name, der im übrigen nicht viel mehr Bezug zu ihm hat als der des ehrenwerten Herrn Amerigo zu Amerika.
Gondwanaland ragte, als sich bei uns im Norden die roten Wüsten dehnten, denen wir unseren auffälligst gefärbten Bausandstein verdanken.
Gondwanaland ragte, als sich in weitem Waldmoorgürtel dort aus sterbenden Farnbeständen die Ursubstanz unserer Steinkohle bildete.
Gondwanaland verband damals auf der Südhalbkugel Afrika mit Indien, es erfüllte den Indischen Ozean und schob sich westlich in den Atlantischen; Australien und Südamerika lagen als zugehörige Dependenzen oder Halbinseln neben ihm; wie weit es sich zur Antarktis südpolar erstreckte, das eben möchte ich unter anderem wissen, wenn ich noch einmal dahin geboren würde.
Aber noch mehr würde ich dann wissen.
Gondwanaland verschwand als Kontinent, versank größtenteils in der Jurazeit; damals entstand als junges Meer über seinem Hauptgrabe erst der Indische Ozean. Aber lange vorher muß Gondwanaland der Schauplatz des merkwürdigstem des rätselhaftesten Vorgangs gewesen sein, den die geologische Vergangenheit, soweit wir ihr ahnend noch folgen können, überhaupt enthalten hat.
Seine Gelände bedeckten sich »eines Tages« (geologisch gesprochen) in den Breiten Indiens und Südafrikas mit Schnee, und zwar so tief herab, wie es heute dort ganz unmöglich wäre. Von ungeheuren weißen Firnfeldern schoben sich ungeheure blaue Gletscher bis ans Meer, regelrechte Grundmoränen mit poliertem oder geschrammtem Gestein dabei bildend. Die Schlammufer dieses Meeres erstarrten in Indien zeitweise zu hartem Eisboden, als lägen sie in Nordsibirien. Eine Eiszeit, die über den Äquator zog! Was kann sie erzeugt haben? Fragen! Wie entstanden überhaupt Eiszeiten auf der Erde? Wie entstanden sie periodisch im Laufe der Erdgeschichte – mehrfach? An diesem Rätsel quälen sich heute tausend sehr kluge und sehr mäßige Menschenköpfe, aber den Schlüssel hat noch keiner gefunden.
Dann – nach langer Dauer, während die Oberflächengesteine unter ihrer Vereisung größtenteils zu Schutt zerfallen waren – änderte sich der Feuchtigkeitsgehalt der Luft wieder, die abnormen Schneeflächen schmolzen fort, und auf den nackten Moränenfeldern der alten Gletscher siedelte sich eine fremdartige Pflanzenwelt an, die inzwischen irgendwo entstanden war – völlig andersartige Farnwälder, als sie sonst und im Norden der Steinkohlenwelt entsprochen hatten.
Durch diesen neuen Wald aber kroch eine Tierwelt daher, Geschöpfe, wie sie nie vorher so wunderlich, so äußerlich scheußlich gesehen worden waren. Teils glichen sie Reptilien, teils Säugetieren, teils war es, als wolle sich mit ihnen ein ganz neuer dritter Typus neben beiden bilden. Die einen liefen auf ganz kurzen, aber unerhörtmassigen Teckelbeinen, während ihr Knochengerüst eine Tendenz zeigte, zu groben Klötzen zusammenzuwachsen, wie es in manchem noch das unserer heutigen Schildkröten tut. Andere führten an Drachenleibern wilde Tigerköpfe mit einem echten, fast völlig säugetierhaften Raubtiergebiß. Wieder andere glichen in der Größe und Lebensart Nilpferden, die aber auf Krokodilklauen watschelten und denen aus dem schnabelartigen Maul zwei riesige Stoßzähne wie beim Elefanten ragten.
Viel Wunderbares hat die zeitlich erst folgende große Saurierzeit noch hervorgebracht. Wer möchte nicht einen Ichthyosaurus noch einmal lebend gesehen haben? Vielleicht hätte er uns enttäuscht: er glich zu sehr unseren Delphinen. Diese Gondwanatiere aber, die wie aus drei Tierklassen zusammengestückelt waren, hätten allen Anforderungen groteskester Phantasie standgehalten.
Als dieser Ichthyosaurus sich bei uns in Schwaben tummelte, war aber Gondwanaland bereits als Ganzes dahin. Zwischen all den Wundern der Urwelt steht es noch einmal besonders wie ein Märchen, das kam und ging, aus dem Blau stieg und im Blau versank. Wie seine Schneefelder heruntergeschmolzen waren, so tauchte zuletzt auch sein Sockel wieder unter den Ozean.
Nur ein paar Klippen blieben stehen, der unterste Zipfel von Südamerika, das Kapland, ein Stück Indien. Sie verschmolzen später mit von Norden heranrückenden Kontinentmassen, so daß sie fortan als deren Südecken in die freien Weiten der Südozeane vorzuspringen schienen; so zeigen sie heute unsere Karten, jedem vertraut; aber wo sie heute abbrechen, da träumt unter denblauen Wassern in Wahrheit tief versenkt das Märchen von Gondwanaland.
Und nur Australien, einst auch eine verschneite Insel oder Halbinsel neben den Gletschern des Hauptlandes, liegt noch jetzt fast unverändert an seinem Fleck. Deutlich erkennt man auch in seinem alten Gestein noch die Moränen, die Eisschliffe der großen Gondwanakatastrophe. Nie in aller Folge sind Australien und seine nächstgelagerten Inseln von einer späteren nördlichen Kontinentzunge erfaßt und »nördlich« einverleibt worden. Wenn irgendwo noch ein letztes Abendrot der Wunder von Gondwanaland hätte fortglühen können, so wäre es also nur hier gewesen. Und nur hier in Australien bestände bis heute eine loseste Möglichkeit, daß noch irgendein letzter Rest fortlebte von jenen Wundertieren, die einst dort den neuen Farnwald und die Schmelzseen belebt hatten, als der geheimnisvolle äquatoriale Schneewinter schwand …
Tiere aus Gondwanaland in unseren zoologischen Gärten!
In diese Gärten ist in den letzten Jahren ja so manches gekommen, das man nicht für denkbar gehalten hätte. Das diluviale Wildpferd, das die Menschen der Steinzeit in Europa gejagt hatten, ist noch lebend aus der Wüste Gobi zu uns gelangt. Dann hat Hagenbeck jenes Zwergnilpferd von Liberia eingeführt, das einst seine Miniaturgenossen auf Malta und Kreta hatte. So zur rechten Stunde taucht nun auch ein ganz neues Geschöpf gerade bei uns auf, das aus dem eng zu Australien gehörigen Paradiesvogellande, aus Neuguinea, stammt.
Neuguinea, immer noch weit weniger erforscht als das eng zugehörige Festland von Australien, ist einer der letzten größeren Erdenwinkel, von denen wir noch wirkliche zoologische Überraschungen erwarten dürfen. Fort und fort werden noch neue und immer herrlichere Paradiesvögel dort entdeckt, während es gleichzeitig mit immer mehr Glück gelingt, diese farbenfrohen »Kunstwerke der Natur« auch lebend zu uns herüber zu bringen; im Berliner Zoologischen Garten lebten kürzlich nicht weniger als vier der schönsten Arten nebeneinander; und auch auf Schutz dieser Paradiesier vor dem bösen Raubtier, das ihnen im mörderischen Damenhut unserer Mode erstanden ist, läßt sich ja nächstens hoffen.
Da aber war es nun eine der echtesten Freudennachrichten für die Tierkundigen, als es hieß, in den schwer wegsamen Wäldern dieses Neuguinea habe auch das merkwürdigste Tier des australischen Kontinents noch ein zweites großes Asyl: nämlich das sagenumwobene Schnabeltier.
Ein einzelner Schädel wies schon vor Jahren die erste Spur, daß auch dort große Landschnabeltiere vorkämen, die der bestachelten australischen Form, die man den »Schnabeligel« nennt, entsprächen, aber weit imposanter und im Besitz weit größerer Schnäbel, also in jedem Betracht noch interessantere Tiere wären. Nach und nach hat sich das dann dahin geklärt, daß tatsächlich nicht das australische Festland, sondern dieses Neuguinea heute recht eigentlich das Entfaltungsgebiet dieser Landschnabeltiere ist. Neben einem echten kleinen Verwandten der Landaustralier bewohnen es mehrere jener großen Sorten, für die man den besonderen Namen»Vliesigel« erfunden hat. Vliesigel wäre ein Igel (oder hier ein äußerlich igelähnliches Schnabeltier), der mehr weiches »Vlies«, also mehr einfaches Wollhaar als wirkliche Stacheln besitzt. Gerade dieses Merkmal scheint aber nur auf eine der großen Arten dort zuzutreffen, während eine andere, noch weit größere, sogar extrem borstig und langstachelig ist. Immerhin lehrt das Schwanken im Grade der Stacheln, daß diese äußerliche Wehr überhaupt nur etwas Nebensächliches bei diesen Schnablern darstellt, das ebensogut ganz fehlen könnte, ohne ihre übrige Absonderlichkeit zu berühren.
Eben jener lang- und dickstachelige Vliesigel (Proechidna nigroaculeata) ist es nun, der in einem Prachtexemplar neuerlich zum ersten Male lebend in den schönen Zoologischen Garten zu Amsterdam gelangt ist, während andere Vliesigel auch sonst in Tiergärten, so den Berliner, gekommen sind. Und das jetzt ist ein ganz einzigartig kurioser Geselle. In der Gestalt möchte man ihn durchaus einem kleinen Elefanten vergleichen (natürlich auch ohne bescheidenste Elefantenmaße): der Schnabel biegt sich zum verhältnismäßig ungeheuren krummen Rüssel wie ein Pfeifenrohr ein, und während die kleinen Australier platt am Boden dahinwackeln, hebt sich bei diesem Stachelelefanten der Leib auf hohe, wirklich mehr elefantenhafte Säulenbeine herauf. Denkt man sich die Größe dazu, so möchte im ganzen etwa ein alter karthagischer Kriegselefant herauskommen, dem sie zu besserer Wehr in der Schlacht eine künstliche Lederdecke mit Wollpolster und vielen eingesetzten derben Metallzylindern über Rücken und Kopf gestülpt haben.
Aber dieser »Elefant von Neuguinea« hat in Wahrheit nichts mit Elefanten und Elefantengenossen zu tun. Lebend, wie er heute noch in seinem holländischen Neuguinea durch den Nachtwald streift und nun auch bis zu uns ins Kulturland gekommen ist, trägt er doch einen ganz eigentümlichen zoologischen Duft, einen geologischen Zauber über sich: er und seinesgleichen stehen nämlich heute tatsächlich noch im Abendrot von Gondwanaland.
Es sind keine echten Säugetiere, diese Schnabeltiere. Das weiß man, seit feststeht, daß sie regelrechte Eier legen, die äußerlich denen der Schildkröten ähneln, und daß ihre Bluttemperatur in weitem Maße je nach der äußeren Luftwärme steigt oder fällt, wie es den wechselwarmen Reptilien im Gegensatz zu den dauerwarmen Säugetieren allgemein eigen ist.
Freilich führen sie bereits das Haar des Säugetiers (auch die Stacheln sind nur verklebte Haargebilde), und ihre Jungen werden noch im Ei durch Säfte des Mutterleibes, später aber durch eine Art Muttermilch selbst genährt. Das sind Züge bei ihnen, die, wenn nicht auf das vollendete, so doch auf das werdende Säugetier weisen, und so ist es eine wohlbegründete Vermutung, daß von Tieren, die ihnen in diesen Punkten glichen, in Urweltstagen einmal wirklich diese Säugetiere sich geschichtlich heraufentwickelt haben.
Aber wenn wir sie selber nun unabhängig von dieser immerhin noch in manchem verschleierten Möglichkeit geologisch und systematisch irgendwo angliedern und einordnen wollen, so ergibt sich nur eine einzige bedeutsameStelle dafür im weiten Bereich aller bekannten Tierheit. Sie gleichen den alten Gondwanatieren, jenen Sauriern oder doch saurierähnlichen Wesen, in denen Reptil und Säugetier im Knochenbau gleichsam miteinander rangen, daneben aber ein drittes neben beiden her sich durchzukämpfen schien.
Schon den ersten Anatomen, die das Skelett des Schnabeltieres beschrieben, war aufgefallen, wieviel echt saurierhafte Züge es (besonders im Schultergürtel) wies. Umgekehrt die ersten Deuter der Knochen jener Gondwanatiere aus den Gesteinen des heutigen Kaplandes staunten über die schnabeltierhaften Züge, die hier überall im speziellen auffielen. Eine Weile schrak man ja doch noch zurück vor zu enger Vergleichung. Aber je genauer gerade in letzter Zeit durch die emsige Forschung der Engländer das Gesamtgerippe der uralten Gondwaner bekannt wurde bis in fast jede Einzelheit, desto sieghafter wurden die Übereinstimmungen.
Einmal fand sich ein Gondwanaschädel, der unbedingt schon auf ein Säugetier zu deuten schien. Man bestritt es: es sollte doch ein Reptil gewesen sein. Doch die Säugetiernatur setzte sich durch, sie mußte zugegeben werden. Die Backenzähne gerade dieses Schädels aber stimmten aufs genaueste überein mit dem Milchgebiß des lebenden Wasserschnabeltieres!
Eine Weile machte der Unterkieferansatz der Schnabeltiere Not; hier sollte ein himmelweiter Unterschied gegen die Gondwanatiere liegen; auch da sind kürzlich wenigstens Übergänge nachgewiesen worden. Und auch von dem völligen Abirren von Reptil wie Säugetier, das vielejener Gondwaner verraten, boten die lebenden Schnabler Züge. So besitzen ihre Männchen sämtlich einen absolut eigenartigen Sporn am Hinterfuß, der durchbohrt ist wie der Giftzahn einer Schlange und zu einer Drüse führt, die etwas absondert; noch heute steht nicht ganz sicher fest, ob hier ein Giftapparat oder ein erotischer Erregungsapparat für das Weibchen vorliegt, gewiß aber ist (auch wenn das letztere sich als wahrscheinlicher ergeben sollte), daß kein Reptil noch Säugetier, das wir kennen, sonst so etwas führt.
So überwältigend schwillt im Augenblick das Material, daß ernstlich schon (durch Jaekel in Greifswald) der Vorschlag laut geworden ist, es sollten irgendwie im System die Gondwanatiere mit den Schnabeltieren in einer neuen Klasse der Wirbeltiere vereinigt werden, einer Klasse, die dann gleichwertig neben Reptilien, Vögeln und Säugetieren stehen müßte.
Vor so auffälligen und immer eindeutigeren körperlichen Indizien aber kann es nun schwerlich ein Zufall sein, daß auch die geographische Sachlage bei den heutigen Schnabeltieren so energisch nach der gleichen Richtung weist.
Nur Australien und sein nächstzugehöriges Inselland (Neuguinea, Tasmanien) beherbergen lebende Schnabeltiere. Nur dort aber befinden sie sich heute noch auf der letzten geologisch intakten Scholle von Gondwanaland selbst. Ihre heutige Isolierung auf dem einen einzigen Fleck der großen Erdkugel weist schlagend eben auf ihren alten, ihren ehemaligen Zusammenhang mit dem großen Urweltserdteil, der nur noch hier erhalten, überall sonstdagegen entweder im Ozean versunken oder doch durch Anschluß seiner Restklippen an andere Erdteile seither in der ursprünglichen Eigenart verwischt worden ist.
Gern möchte man ja aus den alten Gesteinsschichten Neuguineas oder Festlandaustraliens selbst noch etwas über die Geschichte der Schnabler in diesem ihrem Asyl erfahren. Aber die Versteinerungskunde von Neuguinea harrt noch ihrer Auferstehung; wer weiß, was sie auch sonst noch Schönes bergen mag. In Australien dagegen haben Knochenfunde bisher nur ergeben, daß noch in der Diluvialzeit auch dort, auf dem Kontinent, sehr viel größere Landschnabeltiere als heute lebten. Sie sind vermutlich untergegangen durch die gleiche merkwürdige Katastrophe, die auch die damals hier noch vorhandenen elefantengroßen Riesenbeuteltiere dahingerafft hat.
Australien erfuhr im Verlauf der Diluvialperiode eine zunehmende Austrocknung, die weite Gebiete seines Innern aus einem feuchten Waldlande in traurige Wüsten verwandelte. Dieses Ausdörren wirkte auf die großen Tiere des Landes in geradezu katastrophaler Weise ein. In ganzen Herden gingen sie an den versumpfenden und endlich ganz vertrocknenden Seen durch Nahrungs- und Wassermangel zugrunde, wovon noch heute die in wahren Massengräbern beisammen liegenden Skelette der riesigen Diprotodonten (Verwandten des kleinen lebenden Wombat) gelegentlich beredte Kunde geben.
Eine geringe Steigerung noch dieses späten und unerwarteten Verhängnisses, die auch die kleineren Tiere des Landes bedroht hätte – und wir wären auch indiesem letzten Refugium keinem lebenden gondwanahaften Tier, keinem Schnabeltier, mehr begegnet. Die Natur fährt mit rauher Hand durch ihre Schöpfungen. Der Untergang eines ganzen Kontinents ist vor ihr nur wie eine Nachtwache. Baut sie doch ebenso rasch wieder auf. Aus den zermahlenen Sandkörnchen des alten einen neuen Erdteil. Nach Gondwanatieren Menschen – Menschen, deren Gehirn das alte versunkene Gondwanaland noch einmal zudenkenversucht.