Vorwort.

Vorwort, KopfstückVorwort.

Vorwort, Kopfstück

Die gefährdete Lage des Kautschukmarktes, hervorgerufen durch den Niedergang der Produktion infolge des Raubbaues der Eingeborenen und durch den in ungeahnter Weise sich steigernden Bedarf der modernen, insbesondere der elektrotechnischen, Fahrrad- etc. Industrien sowie die Aussicht auf reichen Gewinn, der dem Nationalvermögen durch Einführung einer Kautschukgroßkultur in deutschen Kolonien zufließen könnte, veranlaßte das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee, im Frühjahr 1899 eineKautschuk-Expedition nach Westafrikaunter Führung des Botanikers und Kautschukexperten Herrn Rudolf Schlechter zu entsenden, mit der Aufgabe,

die besten Kautschukvarietäten aus fremden Kolonien nach den deutschen Schutzgebieten zu überführen und eine geregelte Kautschuk-Großkultur in Kamerun und Togo in die Wege zu leiten.

die besten Kautschukvarietäten aus fremden Kolonien nach den deutschen Schutzgebieten zu überführen und eine geregelte Kautschuk-Großkultur in Kamerun und Togo in die Wege zu leiten.

Das Komitee ist in der Lage, feststellen zu können, daß die Expedition ihren Zweck erreicht und insbesondere durch Einführung der Kautschuk-Großkultur in den Kameruner Plantagen, u. a. der „Moliwe-Pflanzungsgesellschaft“, der „Westafrikanischen Pflanzungsgesellschaft Bibundi“, der „Kamerun-Land- und Plantagengesellschaft“, praktische Ergebnisse erzielt hat.

Der Kolonialabtheilung des Auswärtigen Amtes und den Gouvernements von Kamerun und Togo ist das Komitee zu Dank verpflichtet für ausgiebigen Schutz und thatkräftige Unterstützung der Expedition.

Den unter dem Präsidium Seiner Hoheit des Herzog-RegentenJohann Albrecht von Mecklenburg-Schwerinvereinten Instituten der Wohlfahrtslotterie zu Zwecken derdeutschen Schutzgebiete und der Deutschen Kolonialgesellschaft verdankt das Komitee eine namhafte finanzielle Beihülfe, durch welche die Ausführung des gemeinnützigen Unternehmens und die Herausgabe des vorliegenden Werkes erst ermöglicht wurde.

Den Interessentengruppen der Pflanzungsgesellschaften und Industriellen schuldet das Komitee Dank für bewährten Rat und materielle Förderung der Expedition und zwar den Firmen:

Accumulatoren-Fabrik Akt.-Ges., Berlin — Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft, Kabelwerk, Nieder-Schöneweide — Emil Arntz, Gummiwaren-Fabrik, Höxter — Asbest- und Gummiwerke Alfred Calmon Akt.-Ges., Hamburg-Uhlenhorst — Berlin-Rixdorfer Gummiwarenfabrik Franz Schumann, Berlin-Rixdorf — Blödner & Vierschrodt, Gotha — Centralverein Deutscher Kautschukwaren-Fabriken, Berlin — Continental Caoutschouc- und Guttapercha-Compagnie, Hannover — Deutsche Gummi- und Guttaperchawaren-Fabrik Akt.-Ges. vorm. Volpi & Schlüter, Berlin — Felten & Guilleaume, Carlswerk, Mühlheim a. Rh. — François Fonrobert, Gummiwaren-Fabrik, Finsterwalde — Gesellschaft Süd-Kamerun, Hamburg — Handelskammer, Breslau — Hannoversche Aktien-Gummiwaren-Fabrik, Hannover — Harburger Gummi-Kamm-Co., Dr. Heinr. Traun, Hamburg — S. Herz, Berlin — Kamerun Land- und Plantagen-Gesellschaft, Hamburg — Gebr. Körting, Hannover — Lange & Pöhler, Arnstadt — Leipziger Gummiwaren-Fabrik vorm. Julius Marx, Hein & Co., Leipzig — Metzeler u. Co., München — Mitteldeutsche Gummiwaren-Fabrik Louis Peter, Frankfurt a. M. — Moliwe-Pflanzungs-Gesellschaft, Hamburg — Münden-Hildesheimer Gummiwaren-Fabriken Gebr. Wetzell, Akt.-Ges., Hildesheim — Geh. Kommerzienrat Dr. Oechelhäuser, Dessau — Phil. Penin, Gummiwaren-Fabrik, Aktien-Gesellschaft, Leipzig-Plagwitz — Rheinische Gummiwaren-Fabrik Franz Clouth, Köln-Nippes — H. Rost & Co., Hamburg — Russian-American India Rubber Co., St. Petersburg — Carl Schwanitz, Gummiwaren-Fabrik, Berlin — H. Schwieder, Gummiwaren-Fabrik, Dresden-Neustadt — South-West-Africa Comp. Ltd., Berlin — Vereinigte Berlin-Frankfurter Gummiwaren-Fabrik, Berlin — Vereinigte Gummiwaren-Fabriken Harburg-Wien, vorm. Menier — J. N. Reithoffer, Harburg a. E. — Westafrikanische Pflanzungs-Gesellschaft „Bibundi“, Hamburg.

Accumulatoren-Fabrik Akt.-Ges., Berlin — Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft, Kabelwerk, Nieder-Schöneweide — Emil Arntz, Gummiwaren-Fabrik, Höxter — Asbest- und Gummiwerke Alfred Calmon Akt.-Ges., Hamburg-Uhlenhorst — Berlin-Rixdorfer Gummiwarenfabrik Franz Schumann, Berlin-Rixdorf — Blödner & Vierschrodt, Gotha — Centralverein Deutscher Kautschukwaren-Fabriken, Berlin — Continental Caoutschouc- und Guttapercha-Compagnie, Hannover — Deutsche Gummi- und Guttaperchawaren-Fabrik Akt.-Ges. vorm. Volpi & Schlüter, Berlin — Felten & Guilleaume, Carlswerk, Mühlheim a. Rh. — François Fonrobert, Gummiwaren-Fabrik, Finsterwalde — Gesellschaft Süd-Kamerun, Hamburg — Handelskammer, Breslau — Hannoversche Aktien-Gummiwaren-Fabrik, Hannover — Harburger Gummi-Kamm-Co., Dr. Heinr. Traun, Hamburg — S. Herz, Berlin — Kamerun Land- und Plantagen-Gesellschaft, Hamburg — Gebr. Körting, Hannover — Lange & Pöhler, Arnstadt — Leipziger Gummiwaren-Fabrik vorm. Julius Marx, Hein & Co., Leipzig — Metzeler u. Co., München — Mitteldeutsche Gummiwaren-Fabrik Louis Peter, Frankfurt a. M. — Moliwe-Pflanzungs-Gesellschaft, Hamburg — Münden-Hildesheimer Gummiwaren-Fabriken Gebr. Wetzell, Akt.-Ges., Hildesheim — Geh. Kommerzienrat Dr. Oechelhäuser, Dessau — Phil. Penin, Gummiwaren-Fabrik, Aktien-Gesellschaft, Leipzig-Plagwitz — Rheinische Gummiwaren-Fabrik Franz Clouth, Köln-Nippes — H. Rost & Co., Hamburg — Russian-American India Rubber Co., St. Petersburg — Carl Schwanitz, Gummiwaren-Fabrik, Berlin — H. Schwieder, Gummiwaren-Fabrik, Dresden-Neustadt — South-West-Africa Comp. Ltd., Berlin — Vereinigte Berlin-Frankfurter Gummiwaren-Fabrik, Berlin — Vereinigte Gummiwaren-Fabriken Harburg-Wien, vorm. Menier — J. N. Reithoffer, Harburg a. E. — Westafrikanische Pflanzungs-Gesellschaft „Bibundi“, Hamburg.

Möge das vorliegende Ergebnis der westafrikanischen Kautschuk-Expeditioneine dauernde kraftvolle Entwickelung der Kautschuk-Plantagen und Volkskulturen Deutsch-Westafrikas zur Folge haben und den deutschen Kolonien, deren Kautschuk-Produktion heute kaum den zwanzigsten Teil des deutschen Konsums beträgt, mit der Zeit einen nennenswerten Anteil an dem lohnenden Kautschukhandel sichern zum Nutzen unserer Kolonien und zum Nutzen unserer Volkswirtschaft.

Berlin, im Dezember 1900.

Unter den Linden 40.

Kolonial-Wirtschaftliches Komitee.


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