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Ein warmer Abend war es. Schweigend lagenWir unter Sternen spät noch an der See.Die Wellen flüsterten. Wie heimlich FragenKlang's hin und wieder; dann wie schluchzend Weh,Das Menschenherz durchzieht; und wieder war,Als lachte jemand leise in der Näh.Mein Haupt im Schosse haltend, sass sie, starrDen Blick aufs Meer gerichtet, lange Zeit.Doch endlich sprach ich: ›So ist's schön, nicht wahr?‹Sie nickte langsam, gleich als riefe weitSie ihren Geist zurück aus WeltenferneDann sah sie an mich voller InnigkeitUnd sprach: »Wohl schön! So schön, dass ich nicht, gerneMich frage, ob das Ende wir bedacht?«Sie senkte tief ins Antlitz mir die SterneDer dunkeln Augen. Wie vom Schreck erwacht,Fuhr ich empor. Doch sie mit weichen ArmenUmschloss mich fest: »Sei ruhig! Noch ist's Nacht!Und kennt die helle Sonne kein Erbarmen –Was liegt daran? Ich hatte doch einmalDas Glück, an einem Herzen zu erwarmen;Und trank ich Tod –: ich hatte keine Wahl!«
Ein warmer Abend war es. Schweigend lagenWir unter Sternen spät noch an der See.Die Wellen flüsterten. Wie heimlich FragenKlang's hin und wieder; dann wie schluchzend Weh,Das Menschenherz durchzieht; und wieder war,Als lachte jemand leise in der Näh.
Ein warmer Abend war es. Schweigend lagenWir unter Sternen spät noch an der See.Die Wellen flüsterten. Wie heimlich Fragen
Ein warmer Abend war es. Schweigend lagen
Wir unter Sternen spät noch an der See.
Die Wellen flüsterten. Wie heimlich Fragen
Klang's hin und wieder; dann wie schluchzend Weh,Das Menschenherz durchzieht; und wieder war,Als lachte jemand leise in der Näh.
Klang's hin und wieder; dann wie schluchzend Weh,
Das Menschenherz durchzieht; und wieder war,
Als lachte jemand leise in der Näh.
Mein Haupt im Schosse haltend, sass sie, starrDen Blick aufs Meer gerichtet, lange Zeit.Doch endlich sprach ich: ›So ist's schön, nicht wahr?‹Sie nickte langsam, gleich als riefe weitSie ihren Geist zurück aus WeltenferneDann sah sie an mich voller InnigkeitUnd sprach: »Wohl schön! So schön, dass ich nicht, gerneMich frage, ob das Ende wir bedacht?«Sie senkte tief ins Antlitz mir die SterneDer dunkeln Augen. Wie vom Schreck erwacht,Fuhr ich empor. Doch sie mit weichen ArmenUmschloss mich fest: »Sei ruhig! Noch ist's Nacht!Und kennt die helle Sonne kein Erbarmen –Was liegt daran? Ich hatte doch einmalDas Glück, an einem Herzen zu erwarmen;Und trank ich Tod –: ich hatte keine Wahl!«
Mein Haupt im Schosse haltend, sass sie, starrDen Blick aufs Meer gerichtet, lange Zeit.Doch endlich sprach ich: ›So ist's schön, nicht wahr?‹
Mein Haupt im Schosse haltend, sass sie, starr
Den Blick aufs Meer gerichtet, lange Zeit.
Doch endlich sprach ich: ›So ist's schön, nicht wahr?‹
Sie nickte langsam, gleich als riefe weitSie ihren Geist zurück aus WeltenferneDann sah sie an mich voller Innigkeit
Sie nickte langsam, gleich als riefe weit
Sie ihren Geist zurück aus Weltenferne
Dann sah sie an mich voller Innigkeit
Und sprach: »Wohl schön! So schön, dass ich nicht, gerneMich frage, ob das Ende wir bedacht?«Sie senkte tief ins Antlitz mir die Sterne
Und sprach: »Wohl schön! So schön, dass ich nicht, gerne
Mich frage, ob das Ende wir bedacht?«
Sie senkte tief ins Antlitz mir die Sterne
Der dunkeln Augen. Wie vom Schreck erwacht,Fuhr ich empor. Doch sie mit weichen ArmenUmschloss mich fest: »Sei ruhig! Noch ist's Nacht!
Der dunkeln Augen. Wie vom Schreck erwacht,
Fuhr ich empor. Doch sie mit weichen Armen
Umschloss mich fest: »Sei ruhig! Noch ist's Nacht!
Und kennt die helle Sonne kein Erbarmen –Was liegt daran? Ich hatte doch einmalDas Glück, an einem Herzen zu erwarmen;
Und kennt die helle Sonne kein Erbarmen –
Was liegt daran? Ich hatte doch einmal
Das Glück, an einem Herzen zu erwarmen;
Und trank ich Tod –: ich hatte keine Wahl!«
Und trank ich Tod –: ich hatte keine Wahl!«