31
»Von einer Tafel, wenn's am besten schmeckt,Sich unbemerkt und leise wegzuschleichen,Eh' Überdruss der Speisen Zahl erweckt –Ich glaub, es mag nicht leicht sein, so zu weichen,Weil manchen lieben Freund man da verlässt,Doch scheint's das Klügste mir für unsresgleichen.Und wenn das ganze Leben ward zum Fest,Wir wirklich einmal an der Tafel sassen,An der es sich so köstlich schmausen lässt –Dann aufzustehen, eh' wir noch vergassen,Wie schön die Stunde war, die wir gelebt,Und einem andern unsern Platz zu lassen –Ich hab bei dem Gedanken nie gebebt,Wie mancher andere wohl, und muss gestehen,Ich hätte mir ein Schön'res nie erstrebt.Warum denn auch? Wenn man das Glück gesehen,Vielleicht gehalten mit der eignen Hand,War man nicht reich genug, um nun zu gehen?Und ist's nicht klug, bevor der Schimmer schwand,Mit dem es uns umgab, von ihm zu scheiden,Aus freien Stücken, eh' sich's uns entwand?Entgeht man nicht vielleicht nur Schmerz und Leiden,Die künft'ger Tag noch über uns verhängt?Du schweigst? Du willst den Nachtisch doch nicht meiden?So lange still? Sag, hab ich dich gekränkt?«›Du quälst mich fürchterlich!‹ »Ich quäle dich –?!Du hast auch recht! Wozu, dass man daran denkt!Vergib mir, Lieber! Eine Natter schlichDurch meine Rosen. Doch sie ist entflohn.Komm, schau mich an. Du! Liebster! Küsse mich!Bist du zufrieden jetzt? Ich lache schon!«
»Von einer Tafel, wenn's am besten schmeckt,Sich unbemerkt und leise wegzuschleichen,Eh' Überdruss der Speisen Zahl erweckt –Ich glaub, es mag nicht leicht sein, so zu weichen,Weil manchen lieben Freund man da verlässt,Doch scheint's das Klügste mir für unsresgleichen.
»Von einer Tafel, wenn's am besten schmeckt,Sich unbemerkt und leise wegzuschleichen,Eh' Überdruss der Speisen Zahl erweckt –
»Von einer Tafel, wenn's am besten schmeckt,
Sich unbemerkt und leise wegzuschleichen,
Eh' Überdruss der Speisen Zahl erweckt –
Ich glaub, es mag nicht leicht sein, so zu weichen,Weil manchen lieben Freund man da verlässt,Doch scheint's das Klügste mir für unsresgleichen.
Ich glaub, es mag nicht leicht sein, so zu weichen,
Weil manchen lieben Freund man da verlässt,
Doch scheint's das Klügste mir für unsresgleichen.
Und wenn das ganze Leben ward zum Fest,Wir wirklich einmal an der Tafel sassen,An der es sich so köstlich schmausen lässt –Dann aufzustehen, eh' wir noch vergassen,Wie schön die Stunde war, die wir gelebt,Und einem andern unsern Platz zu lassen –Ich hab bei dem Gedanken nie gebebt,Wie mancher andere wohl, und muss gestehen,Ich hätte mir ein Schön'res nie erstrebt.Warum denn auch? Wenn man das Glück gesehen,Vielleicht gehalten mit der eignen Hand,War man nicht reich genug, um nun zu gehen?Und ist's nicht klug, bevor der Schimmer schwand,Mit dem es uns umgab, von ihm zu scheiden,Aus freien Stücken, eh' sich's uns entwand?Entgeht man nicht vielleicht nur Schmerz und Leiden,Die künft'ger Tag noch über uns verhängt?Du schweigst? Du willst den Nachtisch doch nicht meiden?
Und wenn das ganze Leben ward zum Fest,Wir wirklich einmal an der Tafel sassen,An der es sich so köstlich schmausen lässt –
Und wenn das ganze Leben ward zum Fest,
Wir wirklich einmal an der Tafel sassen,
An der es sich so köstlich schmausen lässt –
Dann aufzustehen, eh' wir noch vergassen,Wie schön die Stunde war, die wir gelebt,Und einem andern unsern Platz zu lassen –
Dann aufzustehen, eh' wir noch vergassen,
Wie schön die Stunde war, die wir gelebt,
Und einem andern unsern Platz zu lassen –
Ich hab bei dem Gedanken nie gebebt,Wie mancher andere wohl, und muss gestehen,Ich hätte mir ein Schön'res nie erstrebt.
Ich hab bei dem Gedanken nie gebebt,
Wie mancher andere wohl, und muss gestehen,
Ich hätte mir ein Schön'res nie erstrebt.
Warum denn auch? Wenn man das Glück gesehen,Vielleicht gehalten mit der eignen Hand,War man nicht reich genug, um nun zu gehen?
Warum denn auch? Wenn man das Glück gesehen,
Vielleicht gehalten mit der eignen Hand,
War man nicht reich genug, um nun zu gehen?
Und ist's nicht klug, bevor der Schimmer schwand,Mit dem es uns umgab, von ihm zu scheiden,Aus freien Stücken, eh' sich's uns entwand?
Und ist's nicht klug, bevor der Schimmer schwand,
Mit dem es uns umgab, von ihm zu scheiden,
Aus freien Stücken, eh' sich's uns entwand?
Entgeht man nicht vielleicht nur Schmerz und Leiden,Die künft'ger Tag noch über uns verhängt?Du schweigst? Du willst den Nachtisch doch nicht meiden?
Entgeht man nicht vielleicht nur Schmerz und Leiden,
Die künft'ger Tag noch über uns verhängt?
Du schweigst? Du willst den Nachtisch doch nicht meiden?
So lange still? Sag, hab ich dich gekränkt?«›Du quälst mich fürchterlich!‹ »Ich quäle dich –?!Du hast auch recht! Wozu, dass man daran denkt!Vergib mir, Lieber! Eine Natter schlichDurch meine Rosen. Doch sie ist entflohn.Komm, schau mich an. Du! Liebster! Küsse mich!Bist du zufrieden jetzt? Ich lache schon!«
So lange still? Sag, hab ich dich gekränkt?«›Du quälst mich fürchterlich!‹ »Ich quäle dich –?!Du hast auch recht! Wozu, dass man daran denkt!
So lange still? Sag, hab ich dich gekränkt?«
›Du quälst mich fürchterlich!‹ »Ich quäle dich –?!
Du hast auch recht! Wozu, dass man daran denkt!
Vergib mir, Lieber! Eine Natter schlichDurch meine Rosen. Doch sie ist entflohn.Komm, schau mich an. Du! Liebster! Küsse mich!
Vergib mir, Lieber! Eine Natter schlich
Durch meine Rosen. Doch sie ist entflohn.
Komm, schau mich an. Du! Liebster! Küsse mich!
Bist du zufrieden jetzt? Ich lache schon!«
Bist du zufrieden jetzt? Ich lache schon!«