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Wie war's? Wie kam's? Fast muss ich mich besinnen.Ich wiederhol mir's schon zum zehnten MalUnd weiss noch immer nicht, womit beginnen.Zur Mittagstafel trat ich in den SaalIm Strandhotel. Der Gäste Zahl war klein;Man sass bereits. So blieb mir keine Wahl,Ich nahm den einzig freien Platz. Allein,Kaum dass ich Musse fand mich umzuschauen,Schlug mir das Herz bis in den Hals hinein.Erst glaubt ich meinen Augen nicht zu trauen,Denn vis-a-vis, leibhaftig, mir ganz nahSprach sie zu einem Herrn mit busch'gen Brauen.Der andre war sehr eifrig, doch man sah,Sie schien nur eben sein Gespräch zu leidenUnd gab kaum halbe Antwort hie und da.Inzwischen liess es sich nicht gut vermeiden,Dass sich ein rascher Blick zu mir verlorUnd ich an seinem Glanz mich durfte weiden.Ihr Nachbar stellte über Tisch mich vor,Doch liess er dann mich kaum zu Wort gelangenUnd sie, geduldig, lieh ihm sanft das Ohr.So ging's zu Ende, wie es angefangen,Mir viel zu schnell. Denn eh noch Zeit ich fand,Mich ihr zu nähern, war sie schon gegangen.Ein seltsames Gesicht! Die Jugend schwandWohl allzufrüh daraus. Nun sind die ZügeSo herb und mild zugleich. Auch ihre HandIst blass und weiss, fast, wenn ich mich nicht trüge,Zu weiss, durchsichtig fast. Ein Dichter sagt,Dass solche Nachts auf krankem Herzen liege.Ob's wahr? Ob ihr ein Wurm am Herzen nagt?

Wie war's? Wie kam's? Fast muss ich mich besinnen.Ich wiederhol mir's schon zum zehnten MalUnd weiss noch immer nicht, womit beginnen.Zur Mittagstafel trat ich in den SaalIm Strandhotel. Der Gäste Zahl war klein;Man sass bereits. So blieb mir keine Wahl,Ich nahm den einzig freien Platz. Allein,Kaum dass ich Musse fand mich umzuschauen,Schlug mir das Herz bis in den Hals hinein.Erst glaubt ich meinen Augen nicht zu trauen,Denn vis-a-vis, leibhaftig, mir ganz nahSprach sie zu einem Herrn mit busch'gen Brauen.Der andre war sehr eifrig, doch man sah,Sie schien nur eben sein Gespräch zu leidenUnd gab kaum halbe Antwort hie und da.

Wie war's? Wie kam's? Fast muss ich mich besinnen.Ich wiederhol mir's schon zum zehnten MalUnd weiss noch immer nicht, womit beginnen.

Wie war's? Wie kam's? Fast muss ich mich besinnen.

Ich wiederhol mir's schon zum zehnten Mal

Und weiss noch immer nicht, womit beginnen.

Zur Mittagstafel trat ich in den SaalIm Strandhotel. Der Gäste Zahl war klein;Man sass bereits. So blieb mir keine Wahl,

Zur Mittagstafel trat ich in den Saal

Im Strandhotel. Der Gäste Zahl war klein;

Man sass bereits. So blieb mir keine Wahl,

Ich nahm den einzig freien Platz. Allein,Kaum dass ich Musse fand mich umzuschauen,Schlug mir das Herz bis in den Hals hinein.

Ich nahm den einzig freien Platz. Allein,

Kaum dass ich Musse fand mich umzuschauen,

Schlug mir das Herz bis in den Hals hinein.

Erst glaubt ich meinen Augen nicht zu trauen,Denn vis-a-vis, leibhaftig, mir ganz nahSprach sie zu einem Herrn mit busch'gen Brauen.

Erst glaubt ich meinen Augen nicht zu trauen,

Denn vis-a-vis, leibhaftig, mir ganz nah

Sprach sie zu einem Herrn mit busch'gen Brauen.

Der andre war sehr eifrig, doch man sah,Sie schien nur eben sein Gespräch zu leidenUnd gab kaum halbe Antwort hie und da.

Der andre war sehr eifrig, doch man sah,

Sie schien nur eben sein Gespräch zu leiden

Und gab kaum halbe Antwort hie und da.

Inzwischen liess es sich nicht gut vermeiden,Dass sich ein rascher Blick zu mir verlorUnd ich an seinem Glanz mich durfte weiden.Ihr Nachbar stellte über Tisch mich vor,Doch liess er dann mich kaum zu Wort gelangenUnd sie, geduldig, lieh ihm sanft das Ohr.So ging's zu Ende, wie es angefangen,Mir viel zu schnell. Denn eh noch Zeit ich fand,Mich ihr zu nähern, war sie schon gegangen.Ein seltsames Gesicht! Die Jugend schwandWohl allzufrüh daraus. Nun sind die ZügeSo herb und mild zugleich. Auch ihre HandIst blass und weiss, fast, wenn ich mich nicht trüge,Zu weiss, durchsichtig fast. Ein Dichter sagt,Dass solche Nachts auf krankem Herzen liege.Ob's wahr? Ob ihr ein Wurm am Herzen nagt?

Inzwischen liess es sich nicht gut vermeiden,Dass sich ein rascher Blick zu mir verlorUnd ich an seinem Glanz mich durfte weiden.

Inzwischen liess es sich nicht gut vermeiden,

Dass sich ein rascher Blick zu mir verlor

Und ich an seinem Glanz mich durfte weiden.

Ihr Nachbar stellte über Tisch mich vor,Doch liess er dann mich kaum zu Wort gelangenUnd sie, geduldig, lieh ihm sanft das Ohr.

Ihr Nachbar stellte über Tisch mich vor,

Doch liess er dann mich kaum zu Wort gelangen

Und sie, geduldig, lieh ihm sanft das Ohr.

So ging's zu Ende, wie es angefangen,Mir viel zu schnell. Denn eh noch Zeit ich fand,Mich ihr zu nähern, war sie schon gegangen.

So ging's zu Ende, wie es angefangen,

Mir viel zu schnell. Denn eh noch Zeit ich fand,

Mich ihr zu nähern, war sie schon gegangen.

Ein seltsames Gesicht! Die Jugend schwandWohl allzufrüh daraus. Nun sind die ZügeSo herb und mild zugleich. Auch ihre Hand

Ein seltsames Gesicht! Die Jugend schwand

Wohl allzufrüh daraus. Nun sind die Züge

So herb und mild zugleich. Auch ihre Hand

Ist blass und weiss, fast, wenn ich mich nicht trüge,Zu weiss, durchsichtig fast. Ein Dichter sagt,Dass solche Nachts auf krankem Herzen liege.

Ist blass und weiss, fast, wenn ich mich nicht trüge,

Zu weiss, durchsichtig fast. Ein Dichter sagt,

Dass solche Nachts auf krankem Herzen liege.

Ob's wahr? Ob ihr ein Wurm am Herzen nagt?

Ob's wahr? Ob ihr ein Wurm am Herzen nagt?


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